Wertpapier Forum: 2012 geht zu Ende -> Zeit für Ziele 2013 ;) - Wertpapier Forum

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2012 geht zu Ende -> Zeit für Ziele 2013 ;)

2 Kommentare
Liebe Community,

ich habe mir überlegt etwas zum Thema "Ziele" zu schreiben. Ich denke persönlich, dass das ein außerordentlich wichtiges Thema ist. Grundsätzlich hat jeder Mensch Ziele und Wünsche, die bei allen unterschiedlich ausfallen, was auch gut ist. Es gibt auch in der Handhabung Unterschiede, während der eine Mensch sehr genau aufschreibt was seine Ziele sind, lebt der andere in den Tag hinein. Meistens ist es so, dass der Mensch der seine Ziele aufschreibt und systematisch angeht, diese auch erreicht, welche immer das auch sind. Der andere Mensch scheitert oft auf dem Weg. Das habe ich schon oft beobachtet und ich denke, die meisten hier werden mir hier zustimmen.

Vorteile von Zielen sind:
-systematische Herangehensweise
-es wird versucht seine Ziele zu erreichen
-man macht sich Gedanken, was man überhaupt erreichen will
-man macht sich Gedanken, wie man etwas erreichen könnte
-wenn man im Nachhinein controllt, wird man daran erinnert was man sich vorgenommen hat und was man dafür tun wollte
-man fängt einfach mit der Umsetzung eher an, als wenn man keine Ziele hat
-etc.

Nachteile von Zielen sind:
-falsch formuliert können sie belastend sein
-sie können zu hoch gegriffen sein und einen Menschen davon abhalten zu beginnen
-sie können verunsichern
-sie können dauerhaft unter Druch setzen und damit krank machen
-sie können Ängste hervorrufen, dass man sie nicht schafft und was passiert wenn man sie nicht schafft
-etc.

Sind sie jetzt gut oder schlecht? Denn auch die Nachteile haben es ja teilweise in sich...

SIE SIND GUT!

Es gibt allerdings ein paar Dinge die man meiner Meinung nach beachten soll. In der Wissenschaft gibt es die SMART-Formel für Ziele: Spezifisch, Messbar, Aktionsorientiert (manchmal auch akzeptiert), Realistisch, Terminiert.

Nunja gehen wir die einzelnen Punkte einmal durch:

Spezifisch:
Naja, stimmt, man muss schon wissen was man will, da fängt es aber bei ganz vielen Menschen schon an. Die meisten Menschen wissen gar nicht so genau was sie wollen. Das ist ein riesen Problem! Gerade junge Menschen machen oft das, was eigentlich die Eltern wollen. Es fängt schon an bei der Berufswahl, wenn man Azubis fragt warum sie den Job gewählt haben kommt oft, ja ich glaube das macht mir Spass und meine Eltern meinten auch es sei eine gute "sichere" Wahl. Nunja von wem sind die Ziele hier eigentlich? Von den Eltern oder von dem jungen Azubi?
Meiner Meinung nach ist es ausserordentlich wichtig sich selbst einmal zu überlegen, was man genau im Leben erreichen und erleben möchte. Was möchte man SELBST eigentlich? Und was wollen andere für einen selbst? Und hierbei geht es erstmal gar nicht um das nächste Jahr sondern für sein Leben. Vielleicht lebt man nur einmal, vielleicht auch öfters, wer weiß das schon. Aber wenn man nur einmal lebt, wäre es dann nicht sinnvoll wenn man das macht was man auch möchte?
Viele werden jetzt denken, dass man sich das ja nun nicht immer aussuchen kann. Das stimmt, kurzfristig ist das so. Aber wenn man das Langfristige immer im Blick hat, stimmt das nicht. Jeder Mensch (in Deutschland) hat immer die Wahl was er macht. Also sollte er sein handeln auch steuern und das kann er nur, wenn er weiß wo er hin möchte. Richtungslose Menschen sind meist später traurige Menschen, denn sie sagen oft, hätte ich das mal so und so gemacht. Scheiß Aussage! Sie hatten die Wahl! Sie haben sich anders entschieden, dafür gab es einen Grund (und wenn er Faulheit oder orientierungslosigkeit war)! Also nicht hinterfragen, wenn man meint man hätte was anders machen sollen, sollte man sofort damit anfangen es ist nie zu spät! -> Aber man muss einfach wissen wo man hinwill!!!

Messbar:
Ja Ziele müssen auch messbar sein, man muss schon definieren wo man genau hinmöchte! Einfach nur als Ziel setzen: "ich möchte glücklich sein" ist halt schwierig. Was genau versteht man denn unter glücklich sein und was genau muss gegeben sein, damit man glücklich ist? Ziele müssen messbar sein ansonsten sind sie nicht umsetzbar!

Aktionsorientiert/akzeptiert:

Also akzeptieren sollte man seine eigenen Ziele, ansonsten sind es nicht seine eigenen. Aber aktionsorientiert ist hierbei noch viel wichtiger! Ich muss anfangen, die Dinge, die ich mir vorgenommen habe auch umzusetzen. Das ist manchmal sau schwierig! Denn gerade erfolgsorientierte Menschen werden es kennen, man hat einfach immer weniger Zeit, je mehr Ziele man hat. Und dann muss man manchmal auch einfach anfangen, egal was noch alles auf einen wartet. Man muss fokussiert arbeiten, sonst klappt es einfach nicht. Einer der Menschen, die mir in meinem Leben am meisten geholfen haben, sagt immer: Ein Projekt anfangen, richtig machen und zuende bringen, dann das nächste.
Er hat es sehr sehr weit gebracht in seinem Leben, ist sehr glücklich hat sehr viel Geld und eine glückliche und zufriedene Familie. Er macht das was er macht einfach richtig. Sonst ist es ihm nicht wichtig genug und er lässt es einfach. Ist auch eine Art sein Leben zu leben und ist meiner Meinung nach ganz sicher nicht die schlechteste!!! Er kann einfach auch gut Nein sagen. Aber wenn er was möchte, dann macht er es sofort und arbeitet unheimlich hart, bis es so ist wie er es möchte. Vielleicht ist das das Erfolgsrezept. Er hat einfach einen unheimlich starken Willen und seine langfristigen ZIele hat er im Blick auch wenn es kurzfristig vielleicht einmal unangenehm wird. Er sagt immer: "Das Leben gehört den Erfolgreichen". Der Erfolgreiche muss aber noch nicht einmal viel Geld haben! Darum geht es nicht. Der Erfolgreiche ist erfolgreich weil er seine selbst gesetzten Ziele erreicht, wie auch immer diese aussehen! Geld ist vielen Menschen gar nicht so wichtig. Es wird nur dann richtig wichtig, wenn man es nicht hat. Wobei dennoch, meistens haben die Menschen die erfolgreich durch das Leben gehen auch viel Geld, denn sie machen Dinge, die sie gerne machen und diese so gut wie sie können, was meistens einfach dazu führt, dass sie Dinge besser machen als andere Menschen und damit überdurchschnittlich verdienen, weil sie überdurchschnittlich gut sind.
Also zusammengefasst: Man sollte sich Ziele setzen, sich fokussieren, was einem am wichtigsten ist und dann endlich damit anfangen!

Realistisch:

Ja, das ist doch mal ne Hausnummer die umzusetzen ist. Was genau ist denn überhaupt realistisch und was nicht? Viele Menschen überschätzen, wozu sie kurzfristig im Stande sind! Und das dramatisch! Sie meinen wunders was sie alles können, nehmen sich unglaublich viel vor und was kommt raus -> NICHTS! Kennt Ihr auch solche Menschen? Warum ist das so?! Weil sie sich überschätzen. Sie nehmen sich zuviel vor und das funktioniert so einfach nicht. Je mehr man sich vornimmt, desto größer muss die Wesensveränderung sein und desto härter wird der innere Schweinehund und den bekommen nur die wenigsten Menschen besiegt. Kurzfristig sollte man sich meiner Meinung nach weniger vornehmen, Steps einbauen die realistisch sind.
Langfristig hingegen unterschätzen sich die meisten Menschen, weil sie die Wesensveränderungen, die man als erfolgreicher Mensch durchmacht nicht mit einbeziehen und auch hier gibt es einen "Zinseszinseffekt". Vorallem, da die meisten Menschen ja schon Ihre kurzfristigen Ziele nicht erreichen sind sie demotiviert nach den langfristigen zu streben. Also nehmt euch kurzfristig nicht zu viel vor, fokussiert Euch auf wenige wirklich wichtige Projekte und Dinge, dann werdet Ihr langfristig zu mehr im Stande sein, als Ihr Euch heute vielleicht vorstellen könnt. Und auch hier: lernt nein zu sagen! ;)

Terminiert:

Nunja man sollte auch wissen bis wann man was gemacht und erledigt haben möchte. Setzt Euch die Zeiträume nicht zu eng, sonst werden sie unrealistisch. Aber Ziele müssen Euch auch beanspruchen. Sonst wachst Ihr nicht. Aber genau hier an diesem Punkt können Ziele auch krank machen. Sie können unter Druck setzen. Vorallem kann es auch super hart sein, wenn man seine eigenen Ziele, die man sich gesetzt hat nicht erreicht. Es gibt Menschen, die dann denken sie haben versagt. Das stimmt aber nicht. Sie waren vielleicht einfach kurzfristig zu groß für einen selbst und damit falsch gewählt. Vielleicht hätte man es in einem anderen Zeitraum geschafft. Wenn man also terminiert sollte man aufpassen, dass das ganze realistisch bleibt.

Ich finde das Thema ausserordentlich interessant und "Gewinnbringend". Aber man sollte sich auch nicht zu sehr unter Druck setzen!

Und wie sieht nun das ganze in der Praxis bei mir selbst aus? Zum Jahresende schaue ich mir immer an, was ich mir zum Jahresanfang vorgenommen habe und schaue was ich davon (schaue auch unterjährig mal rein) umgesetzt habe und was nicht und hinterfrage warum das ganze so ist. Daraus resultierend hinterfrage ich meine langfristigen Ziele, sind sie noch wie sie einmal waren? Danach mache ich mir neue Ziele für mein nächstes Jahr. Diese halte ich schriftlich fest, damit ich im neuen Jahr auch wieder nachvollziehen kann was ich mir gedacht habe und was ich erreichen möchte. Ich mache das ganze jetzt schon seit mehreren Jahren und es tut mir unheimlich gut und bringt mich richtig weiter! Es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin und ich habe sehr viel in der Zeit dazugelernt! Ich kann es nur jedem ans Herz legen sich selbst Ziele zu setzen und sein Leben zu planen und aktiv in die Hand zu nehmen. Der Gewinn an Lebensqualität ist ungemein!

Wie seht Ihr das und wie geht Ihr das Thema an?

Liebe Grüße
Perdox

2 Kommentare zu diesem Eintrag

Seite 1 von 1

checker-finance 

23. Dezember 2012 - 17:15
Man kann es auch übertreiben. Ein Management sollte für die Firma Ziele definieren und sich daran messen lassen. Das ist eine Selbstverständlichkeit.

Sory, aber was Du schreibst, klingt für mich so, als ob Du berufliche Herangehensweise auf das Private überträgst. Für mich sind das zwei komplett unterschiedliche Sphären.

Allerdings ja, ich kenne auch Versicherungskaufleute, die ihre Wohnungseinrichtung inventarisiert haben und in einer excelliste Einkaufspreis, ggf. abweichenden Marktpreis und Abschreibung führen. Total professionell so etwas und wichtig um Unter- oder Überversicherung zu verhindern.

Für mich bedeutet Freiheit Lebensqualität und Ziele engen dabei ungemein ein.

Morbo 

22. Januar 2013 - 17:56
Beim lesen der Texte vergangener Jahre ist mir dieser Tage eines aufgefallen: Erfahrung zaehlt fuer alles!

Damit meine ich, dass die Definition der Ziele in Form von Groesse, Realistisch oder nicht, Zeitpunkt... usw... eben auch sehr stark von Erfahrung mit diesem Definieren, Erreichen, Abschaetzen abhaengt. Besonders ganz am Anfang hatte ich mir Ziele - und Wege dahin - vorgestellt, bei denen ich heute sofort denke (also weiss): hey, so funktioniert das nie und nimmer!

Dadurch war anfangs alles stark vom Nichterreichen gepraegt. Fehler. Psychologisch betrachtet schwer zu verkraften, weil man den Eindruck bekommt das Jahr ueber alles falsch gemacht zu haben, nicht weiter gekommen zu sein. Was so natuerlich nicht stimmt. Man hat viel wertvolle Erfahrungen gesammelt. Auch wenn keines der Ziele erreicht wurde, man kann genau sagen warum. Das zaehlt IMO.

Insofern moechte ich anfuegen, dass man sich schon zu Anfang auf Fehlschlaege einstellen sollte um sich nicht daran zu deprimieren. Das ist Teil des Prozesses und es braucht Zeit bis es besser wird.
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