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Langfristperspektive Aktienmärkte

1 Kommentare
Die USA werden deutlich schlechter aus der Krise kommen als die Europäer.

Die Robustheit und Leistungskraft amerikanischer Unternehmen wurde jahrelang überschätzt. Der wirtschaftliche Expansionskurs wurde weniger durch Innovationskraft und Produktivitätssteigerungen der Unternehmen verursacht als vielmehr durch den exzessiven Konsum und die politischen Rahmenbedingungen der Immobilienmärkte in Kombination mit der Finanzindustrie. Dies hat über lange Jahre gut funktioniert und die Unternehmen mit vorteilhaften Rahmenbedingungen verwöhnt. Die US-Unternehmen müssen nun jedoch wieder mit normalen Rahmenbedingungen oder sogar evtl. sogar langjährigen negativen Rahmenbedingungen leben. Trotzdem sind die US-Aktien gemessen an KBV, KGV, KUV etc. noch immer stark überbewertet verglichen mit europäischen oder pazifischen oder EM-Aktien.

Diese Erkenntnis wird sich zunehmend in den Märkten durchsetzen und zu einer nachhaltigen relativen Abwertung der US-Aktien führen. Ich gewichte diesen Markt daher in meinem BIP-Depot auf max. 20% am Gesamtaktienanteil und damit deutlich unter.

Europa und speziell Deutschland hat zwar demografische Nachteile, aber kann Synergien aus der Europäischen Annäherung realisieren. Gemessen daran sind die Aktien derzeit moderat bewertet. Hier nehme ich den originären BIP-Anteil, zumal er ohne Wechselkursrisiko ist.

EM und Pazifik gewichte ich über. Japan habe ich zz. ebenfalls wieder untergewichtet, da der Yen so unanständig hoch steht. Die Anfang des Jahres erworbenen japanischen Small Caps habe ich kürzlich "vergoldet" / abgestossen. Langfristig kann ich mir aber hier wieder ein größeres Engagement vorstellen, wenn sich die Wechselkurse normalisieren sollten.

1 Kommentare zu diesem Eintrag

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littleracer 

26. Oktober 2010 - 14:34
Guter Beitrag, musst aber bedenken, dass in Europa die Entwicklung deutlichst von der PIIGS Entwicklung beeinflusst wird. Vor kurzem wurde ja berichtet, dass die Zahlen aus Griechenland mehr als "geschönt" wurden und jetzt sogar eine Taskforce der EU die Zahlen unter die Lupe nimmt. Somit sind weitere Rettungspakete so gut wie sicher, oder meint jmd. dass die EU auf halbem Weg Griechenland abstoßen wird und somit die bereits zur Verfügung gestellten Rettungspakete in den Sand setzt?

Aus meiner Sicht sollte man "gesunde" Volkswirtschaften mit geringem Verschuldungsgrad á la Australien übergewichten.
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