Wertpapier Forum: Sparplan 2017 - Wertpapier Forum

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Sparplan 2017

15 Kommentare
Da wären wir, das Jahr wäre geschafft. Mein Abschlusssaldo betrug am 31.12.2016 6.900 Euro. Ziel erreicht. Glückwunsch an mich selber. Dies entspricht im übrigen einer Sparrate von ca. 20% für das gesamte Jahr. Im Vergleich zu vielen Anderen hier nicht berauschend, aber mal besser als gar nichts. Diese 20% müssen nächstes Jahr also mindestens auch wieder stehen. Eine Steigerung auf 25% wäre natürlich auch super.

Aber was würde das in konkreten Zahlen bedeuten? Wir reden dann von etwas über 8.000 Euro, oder monatlich 660 Euro. Und das werde ich eventuell nicht schaffen. Dazu aber später mehr.

Wie sieht mein Rückblick auf das letzte Jahr aus? Vor 366 Tagen fasste ich immerhin den Entschluss, etwas ändern zu wollen und zu müssen.

Sparen ist gar nicht so schwer. Mit einem Einkommen wie ich es habe. Ohne Kinder und Immobilienfinanzierung im Hintergrund. Ich konnte viele meiner fixen Kostenpositionen entscheidend reduzieren. Auch habe ich mein Konsumverhalten angepasst. Ich habe an keiner Stelle wirklich verzichten müssen, habe mir aber vor jedem Kauf die Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit des Kaufes in Erinnerung gerufen und bin bei einigen Dingen auch froh, dass ich verzichtet habe. Andere Dinge hätte ich jedoch auch weiterhin gerne, muss aber aus Vernunft verzichten. Fühlt sich blöd an, lässt sich aber nicht ändern. Interessant ist die Entwicklung unserer Referenzgruppe, nämlich des gleichaltrigen Freundes- und Bekanntenkreises mit ähnlicher sozialer und wirtschaftlicher Stellung, der sogenannten peer-group. Die einen konsumieren, als gäbe es kein morgen. Teure Haushaltsgeräte, die sie in dem möglichen Umfang niemals nutzen werden können (ist so), viel Klimmbimm für das Auto und andere Dinge, ich zitiere im Original: "Ich hatte noch Geld über, das habe ich dann noch hierfür und dafür ausgegeben".


Die anderen dafür leben recht sparsam und legen viel Geld beiseite. Dies sagt mir schon eher zu. Aber der obligatorische Schw*anzvergleich, wer mehr hat und wer nicht, entscheidet sich so natürlich sehr schnell, zumindest auf den ersten Blick. Wir sprechen uns in 30 Jahren wieder ;-) Aber auch ich benötige mein monatliches "Spielgeld" für die Dinge des Alltags oder eine Runde Bier in der örtlichen Kneipe in geselliger Atmosphäre, ohne geht es leider nicht so ganz. Ich bin auch nicht bereit, auf ein gutes Stück Fleisch am Wochenende oder mein Glas Wein am Freitagabend zu verzichten.


Meine Freundin und ich haben uns jetzt auch endgültig gegen eine Immobilie entschieden. Selbst wenn ich jetzt durch Erbschaft oder weiß der Henker was auch immer 50.000 Euro zur Verfügung hätte, ich würde das Geld lieber anlegen für die Altersvorsorge als es gleich wieder auszugeben. Die Nebenkosten hier stehen in keinem Verhältnis mehr, das macht so keinen Sinn und es gab zwischendurch immer mal wieder einige schöne und bezahlbare Mietobjekte im Internet. Thema erledigt, fertig aus. Wie fühlen uns damit gut und werden uns im Herbst 2017 umschauen, ohne Druck und ohne Zwang.


2017 stehen damit eventuell ein paar Umzugskosten an, 2 Urlaube (groß und klein) wollen bezahlt werden und ich benötige sicherlich wieder neue Kleidung u.ä. Die Kosten hierfür habe ich auf Monatsbasis ermittelt.


Und ich habe mich für eine mehrjährige Fortbildung entschieden. Diese ergänzt meine theoretischen Fähigkeiten an einigen wichtigen Schlüsselstellen und ist, wenn ich den aktuellen Stellenausschreibungen im Internet glauben darf, auch immer häufiger gerne gesehen bzw. sogar zwingend erforderlich. Zeitaufwand 2 Jahre, monatliche Kosten von über 300 Euro. Ohne direkte Unterstützung von außerhalb. Ich bringe mich damit alleine 2017 um eine mögliche Sparrate von ca. 4.000 Euro. Gleiches gilt für 2018 und anteilig 2019. Super.


Nach meiner echt guten Entwicklung 2016 war ich damit lange lange am zögern, ob ich das wirklich so möchte. Gezielte Fortbildung ist selbstverständlich die beste Möglichkeit, sein Gehalt und seine Sparmöglichkeiten aufzustocken und schützt sicherlich auch am ehesten vor Arbeitslosigkeit, aber insgesamt rechnen tut es sich dann doch meistens erst nach vielen Jahren. Man könnte jetzt eine komplizierte Barwertberechnung aufstellen oder sich einfach an den Gedanken festklammern, dass es sich auf jeden Fall lohnen wird. Ich nehme Option Nr. 2. Ist einfacher so.

Mein ursprünglicher Plan war, jeden Monat 200 Euro in mein ETF-Depot zu sparen. MSCI World und EM, gewichtet nach 70/30 mit ausschüttenden ETFs. Also jährlich 2.400 Euro. Zu den bereits niedergeschriebenen Kosten jetzt nochmal weitere 200 Euro monatlich aufbringen geht damit natürlich immer noch, fällt aber vergleichsweise schwer. Ich bekomme zwar eine Menge Steuern vom Finanzamt wieder, aber die habe ich ja erst nächstes Jahr auf meinem Konto. Die Sparrate fürs Alter muss aber dieses Jahr erfolgen. Ich hänge für mein Alter sowieso schon mit dem sparen hinterher, weitere Verzögerungen möchte ich nicht mehr in Kauf nehmen. Ich werde mir also ab März einen Steuerfreibetrag eintragen lassen und aus dem erhöhten Einkommen gleich ab März die beiden Spardaueraufträge einrichten. Januar und Februar geht das leider noch nicht, jetzt muss ich erstmal noch Geld für den Urlaub ansparen.


Sofern ich diesen Sparplan durchhalte, sind dann schonmal 2.000 Euro zusammen, die restlichen 400 Euro kommen notfalls im November aus dem Weihnachtsgeld oder auch schon vorher, falls es noch eine Sonderzahlung im Sommer gibt.


Damit wären wir bei 2.400 Euro Sparrate für das Depot, weitere 480 Euro kommen in Form von vermögenswirksamen Leistungen und 250 Euro müssen auf mein Notfallkonto. Um wenigstens eine Sparrate von 20% zu erzielen, fehlen also noch ungefähr 3.000 Euro oder monatlich zusätzliche 250 Euro. Damit ist das Jahresziel definiert. Ich muss nachhaltig insgesamt 6.000 Euro beiseite legen, die nicht für Umzugskosten o.ä. wieder aufgezehrt werden sollen. Challenge accepted.

15 Kommentare zu diesem Eintrag

Seite 1 von 1

*Teufel* 

06. Januar 2017 - 18:31
schöner Beitrag;)

lese auch gerne mit
viel Erfolg mit der Weiterbildung!

ich hatte in 2016 im Schnitt 2300€ Netto
ohne AG Wechsel wo ich meinen Chemiekanten bezahlt bekommen würde ,auch nicht mehr (Verlust ca 300-400€ Netto im Monat) aber nur wenn ich nach Tarif bezahlt würde....(im Osten nicht ganz einfach)

Urlaub in 2016 bekommen ich über AG(für uns Beide) bezahlt wird ne Woche Borkum und dazu mal ein Wochenende- Trip

Ausgaben 2016 sahen so aus:

+380,40€ Sport im Plus durch Verkäufe(Sport 2015// 1491,38€)( 2014// 2165,76€ )
ca 661,60€ Rauchen
ca 1094,16€ Spielzeuge
ca 996,58€ Auto (1110,58€ ohne Gutscheine) (Jahr 2015 >> 1194€)
4704€ Miete
ca 400€ Strom
ca 590€ Kunnikation
ca 1472,91€ Leben(Ausgehen etc//Urlaub),Anschaffungen, etc( 122,74€/Monat)
ca 1369,88€ für Essen/Hygienemittel/Kleidung/Geschenke (114,16€/Monat)


Gesamt: ca 10902,73€ Ausgaben = 908,56€Monat (ohne Vorsorge,Sparen)

Sport musste ich stark senken wegen einer Verletzung....und betreibe es nun Soft....


zum 31.12.16 Gesamt: ca 89260,64€ Vermögen
ich werde auch dieses Jahr weiterhin stark umschichten in ETF s//Fonds vom Tagesgeld/Festgeldern (ca 2500€ bis Juni) dann geht es mit der normalen Sparrate weiter 950€

mal sehen wie lange ich das so noch machen will
aber solange keine Kinder geplant sind und Freundin noch 5 Jahre Medizin Studiert wird es falls die Arbeitselle so bleibt >> bleiben
mein Einkommen hängt dazu stark von meinen Schichtsystem ab (300€ ca Netto) heißt bin Konjunktur abhängig

Vorsorge:
Eine BU hab ich nun ...wenn auch keine optimale....da über AG....
wer Geizig ist wird auch manchmal bestraftEingefügtes Bild

kosten ca 80€ Netto bzw 181€ Brutto AG gibt 20% dazu
dadurch verzichte ich nun auf meine Entgeltumwandlung... 110€ Monat plus 600€ vom Weihnachtsbruttolohn
Ausgleichen soll das Riester auf max.....

naja AG gibt auch so noch fast 2850€ in die Vorsorge (Eigenanteil VWL , plus 277€ vom Weihnachtsgeld) so das ich noch durch verschieden Wege auf 3100€ + Vorsorge komme

Illumination 

07. Januar 2017 - 16:37
Respekt, ich kann mich da nur wiederholen: So eine krasse Sparrate werde ich niemals erreichen. Ich will auch gar nicht auf den unterschiedlichen Nebenkosten im Osten der Republik bzw. im Westen, vorzugsweise noch in einer großes Metropole, herumreiten. Du hast einen völlig anderen Lebensstil als ich, der dir diese enormen Sparraten ermöglicht. Damit dürftest du in 20 Jahren Millionär sein Eingefügtes Bild Sparen geht am einfachsten durch sparen und nicht durch Geld verdienen. Das habe ich mittlerweile gelernt.

Meiner Freundin und mir geht es wirklich sehr gut. Ein gemeinsames Nettoeinkommen deutlich jenseits der 4.000 Euro Schallgrenze ist schon sehr viel Wert heutzutage, und das schon in jungen Jahren. Nun arbeite ich durch Weiterbildung daran, dass dieses Einkommen noch weiter wächst. Das Motto ist: Jeder Euro zählt.

Ich habe bei den Frugalisten einen einfachen, aber guten Renteneintrittsrechner gefunden. Hier der Link dazu: http://frugalisten.de/rechner/
Auch wenn dies nur ein sehr einfach gehaltener Rechner ist und der staatliche Rentenbezug völlig fehlt, bekomme ich trotzdem ein Gefühl dafür, dass ich noch gute 25 Jahre werde sparen müssen, um ein auskömmliches Leben im Alter zu haben.

Ich bin gespannt auf die Gehaltsrunde dieses Jahr. 200 Euro zusätzlich müssen mindestens rausspringen, gerne auch noch eine Extrazahlung.

Pfennigfuchser 

09. Januar 2017 - 20:51
Gratulation erst eimal! 20% Sparrate ist schon einmal das Doppelte dessen, was der Durschnittsbürger zur Seite legt. Wobei Du richtig beobachtest, dass es sich eher aufteilt in die, die gar nichts weglegen oder sogar auf Pump konsumieren und die, die richtig was zur Seite schaffen. Da braucht Du dann auch keine 30 Jahre warten, bis man den Unterschied sieht. In einem anderen Forum schrieb jemand: Geld ist wie Wollmäuse, wenn erst mal ein wenig Staub rumliegt, zieht er magisch mehr davon an. Das kann ich nur unterschreiben. Durch Geld sparst Du Geld (keine Zinsen/Gebühren zahlen müssen, Gelegenheiten wahrnehmen können, Investieren können), und wenn man diszipliniert damit umgeht wird es sehr schnell mehr. Fortbildung ist auf jeden Fall immer eine gute Investition.

Was mir auffällt: Führt Ihr Haushaltsbuch? D.h. wisst Ihr wo das Geld hinfließt? Eure Gehälter sind gemessen am Alter ja wirklich ok, da sollte eigentlich noch etwas Sparluft sein. Was mir auffällt: Wenn ich Deine Einträge überfliege ist auffallend oft die Rede von dringend benötigten Klamotten (vielleicht habe ich aber auch zufällig gerade die entsprechenden Posts gelesen). Was arbeitest Du, dass Deine Kleidung so verschleißt?

Das einfachste Rezept zur schmerzfreien Erhöhung der Sparraten ist es übrigens, bei jeder Gehaltserhöhung mind die Hälfte der monatlichen Steigerung gleich in einen Sparplan zu stecken. Mit dem Rest kann man sich dann immer noch mehr leisten als vorher, d.h. gefühlt ist immer noch eine Steigerung da.

Viel Erfolg im neuen Jahr!

Pfennigfuchser 

09. Januar 2017 - 20:58
Ups, ich habe den Frugalistenrechner mal bemüht. Der behauptet, ich könne in 4 Jahre in Rente gehen... Leider ist Kapital fast vollständig in Immobilien gebunden, da werde ich wohl noch etwas warten müssen. Soooo alt bin ich dann auch noch nicht.

*Teufel* 

10. Januar 2017 - 15:37
Ändert sich alles noch...In 5 Jahren Kinder, dann ist die Freundin fertig und wie wohl nicht mehr so günstig wohnen wollen als Arzt^^
ich werde also eher weniger sparen in 5 Jahren als Jetzt will ja irgendwie auch dann noch ca 50% zum Haushalt beisteuern
dann steigt aber auch irgendwann der Verfügbare Rahmen auf 5500-6000€


Millionär? werde ich eher nicht;) das Leben ist teuer und ich rechne nur in 5Jahres Schritten>>>> dann falls alles passt 150k vielleicht?
am interessant wir es sein wie es mit der EZB und den Euro weiter geht?

Gehaltsrunden gibt es nicht bei mir^^ Tarif da geht es im Okt um 2,3% rauf minus Inflation minus höre GKV/Plege Ver, plus Steuern und mehr Abgaben = eher kein Zuwachs
meine Zuschläge sind schon runter gerechnet auf das Monats-netto^^
gibt bei uns immer 3 Termine März EVA Erfolgsbeteiligung(600-650€ meist) Urlaubsgeld in Mai 660€ bei 33Tagen Urlaub , und Nov 95% vom Grundlohnbrutto Weihnachtsgeld ca 2600€)

aber man muss auch bedenken wie ich arbeite:
3Tage früh 3 Tage Spät 1 Tag frei 3Tage nacht 3Tage Frei das ganze Jahr durch ( und dann startet man dank 40Stunden Woche noch, mit 64Stunden im minus ins Jahr^^)
dazu bewege pro Tag 5-10 Tonnen.... (man hat trotzdem noch genug Zeit zwar ...für andere Sachen...aber es immer mehr gestrafft)
Tag aus Tag ein....
ob ich das auf Dauer weiter packe?
jetzt schon bin aber auch erst 30

Illumination 

10. Januar 2017 - 21:44

Pfennigfuchser, 09. Januar 2017 - 20:51:

Gratulation erst eimal! 20% Sparrate ist schon einmal das Doppelte dessen, was der Durschnittsbürger zur Seite legt. Wobei Du richtig beobachtest, dass es sich eher aufteilt in die, die gar nichts weglegen oder sogar auf Pump konsumieren und die, die richtig was zur Seite schaffen. Da braucht Du dann auch keine 30 Jahre warten, bis man den Unterschied sieht. In einem anderen Forum schrieb jemand: Geld ist wie Wollmäuse, wenn erst mal ein wenig Staub rumliegt, zieht er magisch mehr davon an. Das kann ich nur unterschreiben. Durch Geld sparst Du Geld (keine Zinsen/Gebühren zahlen müssen, Gelegenheiten wahrnehmen können, Investieren können), und wenn man diszipliniert damit umgeht wird es sehr schnell mehr. Fortbildung ist auf jeden Fall immer eine gute Investition.

Was mir auffällt: Führt Ihr Haushaltsbuch? D.h. wisst Ihr wo das Geld hinfließt? Eure Gehälter sind gemessen am Alter ja wirklich ok, da sollte eigentlich noch etwas Sparluft sein. Was mir auffällt: Wenn ich Deine Einträge überfliege ist auffallend oft die Rede von dringend benötigten Klamotten (vielleicht habe ich aber auch zufällig gerade die entsprechenden Posts gelesen). Was arbeitest Du, dass Deine Kleidung so verschleißt?

Das einfachste Rezept zur schmerzfreien Erhöhung der Sparraten ist es übrigens, bei jeder Gehaltserhöhung mind die Hälfte der monatlichen Steigerung gleich in einen Sparplan zu stecken. Mit dem Rest kann man sich dann immer noch mehr leisten als vorher, d.h. gefühlt ist immer noch eine Steigerung da.

Viel Erfolg im neuen Jahr!


Ich trage Anzug + Krawatte. Und das mit einem etwas unförmigen Körperbau. Ich brauche also Hemden die extra lang geschnitten sind. Die gibt es leider nicht mal eben im Schlussverkauf reduziert zu kaufen. Dazu muss ich 4 Anzüge vorhalten, die leider nach 1 1/2 Jahren täglichem tragen anfangen zu glänzen. Und wer Anzüge trägt, weiß, das man die Qualität relativ schnell sehen kann. Dazu muss ich eben auch noch private Freizeitkleidung in normalem Umfang kaufen, die hält natürlich länger und hier bin ich preislich auch flexibler. Dazu Anzugschuhe usw., und natürlich auch die Reinigung der Kleidung. Waschmaschine zu Hause kommt bei den Anzügen nicht so gut.

Ich bin jetzt schon soweit, dass ich nur noch die Anzughosen kaufe und ein neutrales Sakko auf der Arbeit im Spind hängen habe, für die ganz förmlichen Anlässe. Kombinationen sind ja eh wieder im kommen. Das spart schon viel Geld, aber auch dieses System muss sich erstmal einpendeln, ich muss also auch im Frühjahr nochmal investieren, aber dann wird es dauerhaft günstiger.

Naja und einige teure Sachen waren jetzt auch einfach auf. Meine Winterjacke hat über 5 Jahre gehalten, aber danach war Schluss. Also 300 Euro in die Hand genommen und nun ist die nächsten 5-6 Jahre wieder Ruhe.

Also ich bin nicht am dauerhaften shoppen, so ist es nicht. Es kam letztes Jahr nur einfach wahnsinnig viel auf einmal zusammen. Dazu noch einige finanzielle Überraschungen, die mir ganz schön den Schweiß auf die Stirn getrieben haben. Wenn dann mal eben eine Anzughose unerwartet im Schritt aufreißt, ärgert man sich schon ziemlich.

Meine Gehaltserhöhung wird schon entsprechend umgelegt werden. Ich habe jetzt ein Konsumniveau erreicht, womit ich nicht mal den Stress habe, mich in meinem Umfeld verstecken zu müssen. Wenn also netto 100 Euro jeden Monat mehr dieses Jahr rumkommen (und damit rechne ich ungefähr), kann das auch direkt 1:1 gespart werden. Interessant ist eigentlich die Extrazahlung dieses Jahr, auch da kommen einige Besonderheiten zusammen, so dass dabei gut und gerne nochmal ein ganzes Nettogehalt bei herausspringt. Und dann geht die Party langsam los Eingefügtes Bild

Pfennigfuchser 

11. Januar 2017 - 09:47

Illumination, 10. Januar 2017 - 21:44:

Ich trage Anzug + Krawatte.

Je nach gewünschter Preisklasse gibt es auch einige Hersteller, die Anzugjacken und -hosen als Baukastensystem verkaufen (ich kenn das beispielsweise von Strellson, meine es aber auch bei Boss gesehen zu haben). Mein Mann kauft dann zu einer Jacke gleich 2 oder 3 Hosen, die im Wechsel getragen und gereinigt werden (wichtig, wenn man erst ein Jahr eine aufbraucht und dann wechselt, sieht man den Unterschied zwischen der mehrmals gereinigten Jacke und der neuen Hose).

Pfennigfuchser 

11. Januar 2017 - 10:08

Illumination, 10. Januar 2017 - 21:44:

Dazu noch einige finanzielle Überraschungen, die mir ganz schön den Schweiß auf die Stirn getrieben haben.


Ich habe oben schon einmal gefragt, ob Ihr/Du Haushaltsbuch führt. Die Erfahrung damit über Jahre zeigt: der "Irgendwas-ist-immer" -Posten ist riesig, den kann man gar nicht zu niedrig ansetzen. Unerwartete Autoreparatur, Tierarztrechnung, Straßenbeitrag, Stromnachzahlung, Laptop defekt, usw. reißen wieder und wieder Löcher in den Haushaltsplan.

Das müssen ja noch nicht einmal negative Dinge sein. Kommt z.B. eine Hochzeitseinladung rein. Schöner Anlass, aber Anreise, Geschenk, Hotelübernachtung evtl. noch ein passendes Kleid und schwupp sind wieder ein paar hundert € weg.

Illumination 

14. Januar 2017 - 13:24
Jaja, wir führen ein Haushaltsbuch. Großartige Überraschungen gibt es deshalb grundsätzlich nicht mehr, das hilft schonmal weiter. Aber auch ich fahre gut damit, nicht jeden Monat mit Gewalt mein "Spielgeld" von 300 Euro zu verballern. Es waren auch keine Megabeträge, aber wenn man sich eh schon in einer krassen Entschuldungsphase befindet und nur ein freies Budget von 200 Euro für den Monat hat und auf einmal mit einer völlig unerwarteten Hotelrechnung von 120 Euro konfrontiert wird und dann für die restlichen 27 Tage des Monats nur noch 80 Euro zur Verfügung hat, wird es unangenehm.

Ich mache auch kein Geheimnis daraus: Weder Familie noch Freundeskreis wussten von meiner Situation so detailliert wie die Blogleser hier. Wenn sich dann im Freundeskreis auf einmal noch spontan zum essen gehen getroffen wird, muss man sich in so einer Situation schon stark überlegen, ob man sich krank meldet oder sich woanders noch mehr einschränkt. Beides nicht schön.


Dein Baukastenprinzip kenne ich, aber ganz so gut funktioniert es leider auch nicht. Auch einem 2 Jahre alten Sakko sieht man irgendwann an, dass es 2 Jahre alt ist. Auch wenn es nur kurz morgens und abends zum Betreten und Verlassen des Büros getragen wird. Es ist und bleibt kostspielig, wenn man Anzug tragen muss, günstig geht da eigentlich gar nicht. Ich habe jetzt für den Winter ein gutes Jacket und werde mir für den Sommer auch noch eines holen. Dazu noch ein vollständiger Anzug für formelle Anlässe und der Rest wird als Kombination getragen. Damit lassen sich zumindest einige hundert Euro im Jahr sparen.

Ich habe mit meiner Freundin zusammen übrigens locker eine Sparrate von 10.000 Euro im Jahr, wenn nicht sogar mehr.
Das ist ein Betrag, der sich auch ohne größere Probleme mit Nachwuchs durchhalten lassen sollte. Das auf 30 Jahre mit entsprechender Verzinsung und ich sehe keine Schwierigkeit mit 60 vorzeitig in Rente zu gehen. Überhaupt nicht.

Meine Freundin hat im Gegensatz zu mit einen guten Vorsprung und den wird sie die nächsten Jahre auch gut halten können, weil sie keine Fortbildung besucht, die selbst bezahlt werden muss. Aber das macht nichts, das ist in Ordnung so. Meine Zeit wird die nächsten Jahre noch kommen. Ich lege mir jetzt das Fundament dafür zurecht und dann geht's los.

Dayripper 

15. Januar 2017 - 09:38
Erstmal Glückwunsch zu deiner Sparrate und das du deine Finanzen nun gut im Griff hast! Darf man fragen um was für eine Fortbildung es sich handelt? Ich finde es immer interessant was andere Leute nebenberuflich machen um sich weiterzubilden :-).

Illumination 

15. Januar 2017 - 17:06

Dayripper, 15. Januar 2017 - 09:38:

Erstmal Glückwunsch zu deiner Sparrate und das du deine Finanzen nun gut im Griff hast! Darf man fragen um was für eine Fortbildung es sich handelt? Ich finde es immer interessant was andere Leute nebenberuflich machen um sich weiterzubilden :-).


Sie haben gleich Post ;-)

Pfennigfuchser 

16. Januar 2017 - 20:00

Illumination, 14. Januar 2017 - 13:24:

Ich habe mit meiner Freundin zusammen übrigens locker eine Sparrate von 10.000 Euro im Jahr, wenn nicht sogar mehr.
Das ist ein Betrag, der sich auch ohne größere Probleme mit Nachwuchs durchhalten lassen sollte.


Ich will Dich ja ungern desillusionieren, nach Deinen bisherigen Erfolgen. Aber die 10.000, die geben wir pro Jahr für ein Kind schon fast an Kitagebühren aus, für eine stinknormale kommunale Kita, nix Yoga und Frühchinesisch....

Illumination 

17. Januar 2017 - 12:24
Über die Kosten bin ich mir im Klaren, keine Sorge. Aber es wird die nächsten Jahre ja noch Gehaltsanpassungen bei mir und meiner Freundin geben, und zwar deutlich über die offizielle Inflationsrate hinaus, so dass sogar ein reeller Einkommenszuwachs entstehen könnte. Und auch jetzt schon sind Nebeneinkünfte vorhanden, die auch mit Nachwuchs noch weiter bestehen können und in der jetzige Berechnung noch gar nicht auftauchen. Und meine 300 Euro Kosten jeden Monat für Fort- und Weiterbildung sind ja auch kein Dauerzustand. Das wird schon.

*Teufel* 

18. Januar 2017 - 08:28

Pfennigfuchser, 16. Januar 2017 - 20:00:


Ich will Dich ja ungern desillusionieren, nach Deinen bisherigen Erfolgen. Aber die 10.000, die geben wir pro Jahr für ein Kind schon fast an Kitagebühren aus, für eine stinknormale kommunale Kita, nix Yoga und Frühchinesisch....


ist das nicht etwas sehr hoch?

bei uns liegt das etwa bei 250-350€ im Monat.....

Pfennigfuchser 

18. Januar 2017 - 11:09

*Teufel*, 18. Januar 2017 - 08:28:

ist das nicht etwas sehr hoch?

bei uns liegt das etwa bei 250-350€ im Monat.....


Da gibt es regional heftige Unterschiede. Wir sind inkl. Essen bei knapp 750,- im Monat. Macht 9000 p.a.. Höchste Beitragsklasse der kommunalen Kita. Ich habe Kollegen, die zahlen ein paar Kilometer weiter fast 1000,- pro Monat, andere sind mit 550,- dabei. Alle ungefähr die gleiche Verdienstklasse. Als ich den Beitragsbescheid bekam, kamen mir meine Sparversuche lächerlich vor. Was habe ich davon, bei den gebrauchten Kinderklamotten 15,- gespart zu haben, wenn ein einziger Kitamonat mich soviel kostet, dass ich davon viele Jahre neue Kleidung kaufen könnte?
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