Wertpapier Forum: Rebalancing / Umschichten

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Rebalancing / Umschichten ZENTRALER THREAD Thema bewerten: -----

#1 Mitglied ist offline   inDexTER 

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Geschrieben 17. August 2007 - 11:24

Hallo,

ich höre oft dasStichwort Rebalancing. Was genau darf man darunter verstehen und wie macht ihr das in der Praxis?

Schichtet man Geld aus ertragreichen Anlagen um in sicherere oder weniger gut laufende oder wie darf ich das verstehen?

thx
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#2 Mitglied ist offline   Schlafmuetze 

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Geschrieben 17. August 2007 - 11:32

Ja, das ist schon richtig. Rebalancing bezieht sich auf die Risiko/Ertrag-Position im Portfolio. Höhere Renditen werden entweder durch risikoreichere Assetklassen erkauft oder umgekehrt; man bevorzugt sichere Anlagen und akzeptiert demgegenüber eine geringere Renditen.

http://www.ecofin.ch...ikel/21.NZZ.pdf

Gruß

Schlafmuetze

#3 Mitglied ist offline   Grumel 

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Geschrieben 17. August 2007 - 11:32

Man legt fest sagen wir: 50% Renten, 50% Aktien.

Dann wartet man bischen z.b. ein Jahr, wenn in dem Jahr die Aktien gefallen sind, verkauft man soviele Renten und schichtet sie in Aktien um bis man zurück auf 50% Aktien.

Selbes Spiel wenn man einen fixen Emerging Markets, Immobilien, Europa, Renten, usw Anteil hat. Das ist auch einer der Hauptgründe kleine Depots simpel zu halten: Andernfalls bekommt man das Re-Balancing nicht kosten ( und rechenaufwands günstig ) hin.

Alternativ kann man auch tägliches Re-balancing machen wie die Yale Stiftung :D. Oder immer handeln wenn eine 10%ige Abweichung erfolgt, oder die neuen Sparraten immer in die nach fallenden Kursen unterrepräsentierte Assetklasse stecken.

#4 Mitglied ist online   €-man 

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Geschrieben 17. August 2007 - 11:41

Da bin ich mal gespannt, wie ihr das mit den geplanten Depots >20 Jahre handhabt. Sparpläne mal ausgenommen.

Gruß
€-man
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#5 Mitglied ist offline   inDexTER 

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Geschrieben 17. August 2007 - 11:42

Beitrag anzeigenGrumel schrieb am 17.08.2007, 12:32:

Man legt fest sagen wir: 50% Renten, 50% Aktien.

Dann wartet man bischen z.b. ein Jahr, wenn in dem Jahr die Aktien gefallen sind, verkauft man soviele Renten und schichtet sie in Aktien um bis man zurück auf 50% Aktien.


ok..also wenn ich z.B. 50% meines Geldes in Aktien habe und diese in den Keller rutschen - um 20% z.B., dann lege ich soweit Geld aus anderen Anlagen nach bis der Aktienanteil wieder 50% ausmacht und wenn dann 3 Jahre später das ganze 20% im Plus ist (Aktienanteil also 70%) dann packe ich 20% des Aktienanteils wieder in die Renten ?!!!

aber was genau verspricht man sich davon? einkaufen zu günstigen Kursen?
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#6 Mitglied ist offline   Grumel 

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Geschrieben 17. August 2007 - 11:44

Man verspricht sich davon eine Gleichhaltung des Risikprofils und anhaltende ordentliche Diversifikation. Wieso sollte Jemand der vor nem Jahr 50% Aktien wollte nen Jahr Später plötzlich 70% Aktien mögen nach einem starken Kursanstieg oder 30% nach einem starken Verfall ?

Dieser Beitrag wurde von Grumel bearbeitet: 17. August 2007 - 11:45


#7 Mitglied ist offline   inDexTER 

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Geschrieben 17. August 2007 - 11:46

ok--das stimmt---durch den höheren Aktienanteil steigt ja auch das Risiko im Depot - verstehe....war mein Verständnis denn soweit korrekt :)
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#8 Mitglied ist offline   Basti 

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Geschrieben 17. August 2007 - 21:00

meine % im Depot rechne ich einmal mit dem eingezahlten Kapital und einmal mit dem derzeitigen Wert...

verschieben sich die Prozente zu sehr - werden die Einmalzahlungen dahin gehend geleitet die Sache wieder auszugleichen - für mich entscheidend ist kurzfristig (1 Jahr) immer der eingezahlte Betrag

mittelfristig, ca. 3 - 4 Jahre wird dann geschaut, wie die Wertentwicklung ist und dann ggf. mit Einmalzahlung oder Umschichtung die Diversifikation wieder hergestellt

Dieser Beitrag wurde von Basti bearbeitet: 17. August 2007 - 21:01

"Das Leben hat zwei Währungen: Zeit und Geld!"

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#9 Mitglied ist offline   fennichfuxer 

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Geschrieben 19. August 2007 - 13:59

hi,

neben allokation und zeitlicher diversifikation halte ich rebalancing für das wichtigste, worauf ich achten muß, um ein passendes portfolio zu haben. oft wird das vernachlässigt, siehe die schräts mit den abgeltungssteuer-depots. einmal ein gutes portfolio aufgebaut und dann ewig nix mehr an den positionen verändern - das kann nicht gut gehen.

ich investiere, wenn geld da ist. idr am monatsende. egal, wie zittrig, wie heiss oder sonstwas ein jeweiliger markt grad bewertet wird. ich habe keine statischen sparpläne laufen, sondern verteile mein geld, um mein zielportfolio wieder her zu stellen. ist eine position trotzdem noch zu groß/zu klein, schichte ich um, wenn orderkosten und steuern im rahmen liegen. das mach ich allerdings noch nicht so oft wie yale...

mit der abmelkungssteuer kommt zwar nochmal ein faktor dazu, jedoch halte ich lieber am definierten risiko meines portfolios fest und zahle ein wenig steuern, als einen kardinalsfehler zu machen.

grüssle ff

#10 Mitglied ist offline   Shjin 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 12:49

Rebalancing bedeutet zurück ins Gleichgewicht zu kommen. Entwickeln sich einzelne Fonds besonders ertragreich so werden Gewinne realisiert und die Gewichtung wieder hergestellt. So verhält man sich automatisch antizyklisch, da Geld aus den Fonds, die mehr Gewinne erzielten in die Fonds mit schlechterem Kursverlauf fließt.



Eingefügtes Bild


Habe mal kurz eine Frage. Bin ca. seit einem Jahr in versch. Fonds investiert.

Umschichten oder Rebalancing - ist für mich relativ schwierig (verstehen ist klar) - jedoch realistisch umzusetzen.
Wann macht ihr dies?
Nach welchen Kriterien? Bestimmte Regeln? Gibt hier etwas vorgefertigtes?

Ein praktisches Beispiel aus meinem Portefeuille:
Ich habe einen Emergings-Markets Fonds der ok ist - im Vergleich mit einem anderen jedoch schlechter (hinsichtlich Volantilität, Performance, Sharpe Ratio etc.)
Beispiel.
UBS (CH) Equity Fund - Emerging Markets vs MAGELLAN
(Gibt noch andere Beispiel - nur um eines zu nennen)

Würdet ihr in der Regeln solche wechsel vollziehen? Terminlich? Verkaufen un neuen Fonds gleichzeitig wieder kaufen - oder auf Kursrückgänge/Währungsänderungen (wenn nicht Heimwährung) warten?
Finde den Punkt ziemlich schwierig..
Who will guard the guards? - quis custodiet ipsos custodes?
Decimus Iunius Iuvenalis

Anregungen fürs Portfolio, Tipp für Schweizer Staatsbürger
XMTCH on SBI Domestic Government 3-7

Beitrag anzeigenGrumel schrieb am 19.01.2009, 20:14:

Hab mich mal von Shjin inspirieren lassen :D

#11 Mitglied ist offline   Indexlaber 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 13:11

Vielleicht solltest Du auch den Gesichtpunkt ändern und fragen was günstiger ist.

Eventuell auch einen Vergleich zwischen aktiv gemanagten Fonds und passiv gemanagten Fonds anstellen.

z. B. ishares MSCI Emerging Markets DE000A0HGZT7

Angehängtes Bild

Angehängtes Bild

Also der passive schneidet nicht wesendlich schlechter oder besser ab als aktiv gemanagte Fonds.
Allerdings ist der passive wesendlich billiger.

Angehängte Miniaturbilder

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#12 Mitglied ist offline   zz-80 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 13:15

http://isht.comdirec...?...DFK&hcmask=

#13 Mitglied ist offline   jogo08 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 13:51

In diesem Thread gehts um das Umschichten oder Rebalancing und nicht um die Frage Passiv - Aktiv :angry: , also back to Topic!

Ich denke die Antworten von Grumel bringen es auf den Punkt. Einzelne Fonds die stark gestiegen sind entweder teilverkaufen, oder andere Fonds entsprechend aufstocken. Denkbar wäre z.B. bei Sparplänen ein zeitweises Aussetzen oder ändern der Sparraten bis das gewünschte Verhältnis wieder da ist.

Da sich Ungleichgewichte sehr schnell ergeben können, kann man das Rebalancing auch in kürzeren Intervallen betreiben, mit entsprechendem Aufwand!

Entscheidend fürs Rebalancing ist eine im Vorfeld festgelegte Strategie, in der man die einzelnen Assetklassen Prozentual gewichtet.

Beinhaltet das Depot beispielsweise 2 oder 3 Europafonds, würde ich diese als Ganzes sehen, auch wenn sie sich unterschiedlich entwickelt haben, ebenso EM-Fonds, Renten, Immofonds. Eventuell innerhalb der Assetklassen umschichten um hohe Gewinne aus einem Fonds in einen anderen zu stecken. Ob das sinnvoll ist, bleibt dahingestellt.
Durch den Cost-Average-Effect erzielt man nicht zwangsweise eine höhere Rendite, man verhindert aber einen völlig falschen Einstiegszeitpunkt durch Einmalanlagen.
Sparplan oder Einmalzahlung? Was verspricht eine höhere Rendite? - ETF-Dachfonds - Die Entwicklung
Vorhersagen sind immer schwierig – vor allem über die Zukunft. (Niels Bohr)
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#14 Mitglied ist offline   Basti 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 14:28

also wenn sich z.b. die Fonds so gut entwickeln das sie aus dem Verhältnis z.b. 60 : 40 jetzt 70:30 gemacht haben - dann würde ich nix verkaufen, sondern die Einmalzahlungen halt entsprechend verteilen... also direkt umschichten, weiß ich jetzt nicht, ob das auch als Neuanlage gilt.

Wenn meine Fonds die nächsten Jahre immer weiter gehen würden - hätte ich auch kein Problem damit, das ganze gesparte Geld z.b. in Festverzinsliches einzuzahlen um immer wieder zum Ausgangsprozentsatz zu kommen.

also kurz: wird bei mir nur mit neuem Geld alles rebalanciert...
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#15 Mitglied ist offline   jogo08 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 14:43

Beitrag anzeigenBasti schrieb am 19.12.2007, 14:28:

also wenn sich z.b. die Fonds so gut entwickeln das sie aus dem Verhältnis z.b. 60 : 40 jetzt 70:30 gemacht haben - dann würde ich nix verkaufen, sondern die Einmalzahlungen halt entsprechend verteilen... also direkt umschichten, weiß ich jetzt nicht, ob das auch als Neuanlage gilt.
... also kurz: wird bei mir nur mit neuem Geld alles rebalanciert...

Umschichtung ist ja vom Prinzip her ein Verkauf mit entsprechendem Neukauf, daher steuerschädlich ...

Das Problem, ausschließlich mit neuem Geld das Rebalancing durchzuführen ist eben, das man möglicherweise große Beträge bewegen muß, daher kann ein zwischenzeitliches Eingreifen durchaus sinnvoll sein. Die meisten Anleger werden ja überwiegend mit Sparplänen ihren Vermögensaufbau treiben, daher ist das zwischenzeitliche Handeln eigentlich kein Problem - sofern man sich regelmäßig kümmert.

Bei ETF-Käufern, die ihre Kaufsumme über einen längeren Zeitraum erst ansparen, könnte das Rebalancing schwieriger ausfallen, wer z.B. nur zweimal im Jahr kauft, für den wird es sicherlich schwierig, die Balance zu bewahren, ohne umzuverteilen.

Dieser Beitrag wurde von jogo08 bearbeitet: 19. Dezember 2007 - 14:44

Durch den Cost-Average-Effect erzielt man nicht zwangsweise eine höhere Rendite, man verhindert aber einen völlig falschen Einstiegszeitpunkt durch Einmalanlagen.
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#16 Mitglied ist offline   Indexlaber 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 14:47

Beitrag anzeigenjogo08 schrieb am 19.12.2007, 13:51:

In diesem Thread gehts um das Umschichten oder Rebalancing und nicht um die Frage Passiv - Aktiv :angry: , also back to Topic!

Ich denke die Antworten von Grumel bringen es auf den Punkt. Einzelne Fonds die stark gestiegen sind entweder teilverkaufen, oder andere Fonds entsprechend aufstocken. Denkbar wäre z.B. bei Sparplänen ein zeitweises Aussetzen oder ändern der Sparraten bis das gewünschte Verhältnis wieder da ist.

Da sich Ungleichgewichte sehr schnell ergeben können, kann man das Rebalancing auch in kürzeren Intervallen betreiben, mit entsprechendem Aufwand!

Entscheidend fürs Rebalancing ist eine im Vorfeld festgelegte Strategie, in der man die einzelnen Assetklassen Prozentual gewichtet.

Beinhaltet das Depot beispielsweise 2 oder 3 Europafonds, würde ich diese als Ganzes sehen, auch wenn sie sich unterschiedlich entwickelt haben, ebenso EM-Fonds, Renten, Immofonds. Eventuell innerhalb der Assetklassen umschichten um hohe Gewinne aus einem Fonds in einen anderen zu stecken. Ob das sinnvoll ist, bleibt dahingestellt.


Wäre mir jetzt neu wenn man nicht von aktiv auf passiv umschichten könnte. Vor allem habe ich den Thread von "Shjin" versucht zu beantworten. Also was ist daran verkehrt? :angry:

Dieser Beitrag wurde von Indexlaber bearbeitet: 19. Dezember 2007 - 14:47


#17 Mitglied ist offline   jogo08 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 14:58

Beitrag anzeigenIndexlaber schrieb am 19.12.2007, 14:47:

Wäre mir jetzt neu wenn man nicht von aktiv auf passiv umschichten könnte. Vor allem habe ich den Thread von "Shjin" versucht zu beantworten. Also was ist daran verkehrt? :angry:

Tut mir leid wenn du begriffsstutzig bist, natürlich kann man von aktiv in passiv umschichten, hat aber nichts mit Rebalancing zu tun sondern mit Anlagestrategie oder Anlagephilosophie.

Im Beispiel von Shijn ging es auch nicht um das Umschichten in einen vergleichbaren ETF sondern darum, dass sich 2 Fonds unterschiedlich entwickelt haben.

Und noch mal für dich: ES GEHT NICHT UM ETFs GEGEN AKTIVE FONDS! sondern um REBALANCING innerhalb eines vorhandenen Depots.
Durch den Cost-Average-Effect erzielt man nicht zwangsweise eine höhere Rendite, man verhindert aber einen völlig falschen Einstiegszeitpunkt durch Einmalanlagen.
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#18 Mitglied ist offline   wolffi79 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 16:07

Ich habe auch noch eine elementare Frage zum Thema.
Von welchen Bezugswert geht man bei der Gewichtung aus? :blink:

Eigentlich doch immer vom aktuellen Depotgesamtwert, der sich aus den aktuellen Kursen zum Zeitpunkt des Rebalancing ergibt?
Man könnte jedoch auch auf die Idee kommen immer nur vom ursprünglich investierten Kapital zum Kaufkurs auszugehn. Der Depotgesamtwert erhöht bzw. verringert sich nur, sobald ich eine Nachzahlung tätige, bzw. Anteile verkaufe und hierbei einen Verlust/Gewinn realisiere.

Gruß
In 5 Jahren zur ersten Millionen mit Börsenbriefen? ... sofern ich mit 999.999 Euro starte?

#19 Mitglied ist online   Delphin 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 16:25

Beitrag anzeigenwolffi79 schrieb am 19.12.2007, 16:07:

Ich habe auch noch eine elementare Frage zum Thema.
Von welchen Bezugswert geht man bei der Gewichtung aus? :blink:

Eigentlich doch immer vom aktuellen Depotgesamtwert, der sich aus den aktuellen Kursen zum Zeitpunkt des Rebalancing ergibt?
Man könnte jedoch auch auf die Idee kommen immer nur vom ursprünglich investierten Kapital zum Kaufkurs auszugehn. Der Depotgesamtwert erhöht bzw. verringert sich nur, sobald ich eine Nachzahlung tätige, bzw. Anteile verkaufe und hierbei einen Verlust/Gewinn realisiere.

Welchen Sinn sollte das ergeben? Wenn dein EM Fonds 30% gestiegen ist, dann hast du einfach mehr Geld in einer spekulation Anlage, d.h. dein Verlustpotiential in € gemessen ist größer geworden. Das wäre doch schade, wäre besser die Gewinne teilweise zu realisieren und Anleihen davon zu kaufen (z.B.). Dann bist du für die nächste Periode wieder so aufgestellt, wie du es dir ursprünglich überlegt hattest.

Also Bezugstwert ist immer der aktuelle Buchwert deines ganzen Portfolios (besteht ja meist aus verschiedenen Depots).

Rebalancing gibt es im strengen Sinne ja auch nur, wenn du über lange Jahre hinweg mit derselben Vermögensaufteilung anlegen möchtest, also ohne auf irgendwelche Marktsituationen zu reagieren. Sonst gäbe es ja nix zurückzubalancieren.


Habe mir selbst schon viel Gedanken über das Rebalancing gemacht, denn bei mir wird das sicher ein wichtiger Bestandteil des Vermögensaufbaus sein. Habe auch mal mit DAX und REX eine solches Vorgehen nachgerechnet, gibt tatsächlich auch renditemäßig ein kleines Plus. Für mich ist es bisher sehr schwierig, abzuschätzen, wie ich steuerlich und kostenmäßig am geschicktesten vorgehe. Alle Modellrechungen, die ich gemacht habe deuten darauf hin, dass es ziemlich schwierig werden dürfte, allein mit neuem Geld auszugleichen. D.h. Verkäufe sind schwer zu vermeiden, man landet da aber auch schnell bei Größenordnungen, wo die Orderkosten (bei ETFs jedenfalls) prozentual teuer werden. Wenn man optimal vorgehen will, wird das ziemlich schwierig zu berechnen, wie man das Rebalancing macht. Ich kann sicher damit leben, dass meine Asset Allokation um 5% abweicht. Innerhalb einer Anlageklasse (Aktien, Immos, Anleihen meinetwegen auch mal mehr). Trotzdem liefern einige Anlageklassen ihre Zuwächse vor allem durch Ausschüttungen (zu verschiedenen Zeiten) andere eher durch Kursgewinne - es bleibt ein ziemliches Durcheinander, ich schätze ich werde es einfach drauf ankommen lassen. In zehan Jahren hab ich dann mehr Erfahrung... ;)

#20 Mitglied ist offline   jogo08 

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Geschrieben 19. Dezember 2007 - 16:26

Beitrag anzeigenwolffi79 schrieb am 19.12.2007, 16:07:

Von welchen Bezugswert geht man bei der Gewichtung aus? :blink:
Eigentlich doch immer vom aktuellen Depotgesamtwert, der sich aus den aktuellen Kursen zum Zeitpunkt des Rebalancing ergibt?
Man könnte jedoch auch auf die Idee kommen immer nur vom ursprünglich investierten Kapital zum Kaufkurs auszugehn. Der Depotgesamtwert erhöht bzw. verringert sich nur, sobald ich eine Nachzahlung tätige, bzw. Anteile verkaufe und hierbei einen Verlust/Gewinn realisiere.

Man legt am Beginn der Zeitrechnung, ähh, der Investitionen eine Gewichtung fest, mit der man leben kann und möchte, also beispielsweise 40% Immo, 20% Renten, 40% Aktien, dann kommt es beim Rebalancing nur darauf an, die entsprechende Assetklasse durch einen Nachkauf oder Verkauf der anderen Klassen auf den gewünschten Stand zu bringen, der Depotwert ist dabei zweitrangig.
Entscheidend für die Bewertung und die Notwendigkeit eines Rebalancings ist natürlich der momentane Wert der Anlagen, was interssiert es, wie der Wert vor 5 Jahren war?
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