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André K.

Newbie sucht Anleihenstrategie

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André K.

Hi folks,

 

suche Informationen bezüglich Anlagemöglichkeiten in Anleihen. Grundsätzlich beschäftigt mich die Frage ob es sinnvoll ist in diverse Anleihen ETF´s zu investieren (Fire and Forget) oder alternaiv eine eigene Bond-Ladder aufzubauen. Wo sind die Vor-und Nachteile??

 

Welche Strategie empfiehlt sich bei´m Aufbau einer Bond-Ladder bez. Laufzeiten / Riskoklassen bei Portfolioziel Kapitalerhalt nach Abgeltungssteuer & Inflation. Kauft ihr mit Hinblick auf die Abmelkungssteuer generell unter pari etc. ??

 

 

Fragen über Fragen

 

thx in advance

 

-mike

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Delphin
Welche Strategie empfiehlt sich bei´m Aufbau einer Bond-Ladder bez. Laufzeiten / Riskoklassen bei Portfolioziel Kapitalerhalt nach Abgeltungssteuer & Inflation. Kauft ihr mit Hinblick auf die Abmelkungssteuer generell unter pari etc. ??

Sorichtig haben wir das hier noch nie diskutiert, ich weiß von keinem, der eine Bond-Ladder aufgebaut hat. Ich trage mich aber ernsthaft mit dem Gedanken.

 

Gehen wir mal von der Anlage in Euro-Staatsanleihen aus. Da sehe ich folgende Möglichkeiten:

 

1. ETF Eoro-Länder, z.B. Lyxor Euro MTS Global, das ist der größte, Duration ist im Moment bei über 6 Jahren

 

2. ETF nur Deutschland, also iShares eb.rexx Government

 

3. eine Bond-Ladder aus Euro-Ländern, z.B. auch mit fünfjährigen, kann man aber maximal 5 Länder mit reinnehmen, müsste man sehen, in welchen Ländern man da regelmässig die passenden Laufzeiten bekommt, ich meine immer wenn eine Anleihe ausläuft musst du ja eine neue kaufen die etwa fünf Jahre läuft,

Nachteil sind evtl die Ordergebühren, evtl. die Liquidität

 

4. eine Bond-Ladder, deutsche Staatsanleihen direkt bei der Finanzagentur, hier bieten sich die 5jährigen an (Bundesobligationen), die kann man nämlich gebührenfrei kaufen. Duration eines solchen Depots wäre etwa 2,6 Jahre

 

5. eine Bond-Ladder mit Sparbriefen/Festgeldern, ist natürlich strenggenommen was anderes, bietet aber gerade im Moment höhere Zinsen, wie das langfristig aussieht weiß ich nicht, "Bank-Hopping" wird sicherlich nötig sein

 

Zu 1-4:

ETFs sind natürlich bequemer, TER ist bei ca. 0,15% max. Eine Bond-Ladder ist flexibler, etwas mehr Arbeit vielleicht, wenn man Re-Balancen will (z.B. mit Aktien) sind die jährlich auslaufenden Anleihen natürlich praktisch, das kostet nämlich nix, beim ETF müsste man ggf. was verkaufen/kaufen, vermutlich kleine Ordergrößen.

 

Eine Bond-Ladder über die Börse braucht ein wenig Geld, sagen wir mal mindestens 10000, so dass eine Order nicht keliner als 2000 ist, Re-balancing geht dann aber noch nicht so gut. Bei den Bundesobligationen spielt das keine Rolle.

 

Natürlich kann man eine Bond-Ladder auch mit längerlaufenden Anleihen machen, so dasss die Duration auf z.B. 5-7 Jahre steigt, ebenso gibt es bei den ETFs entsprechende Laufzeitklassen. Die Bond-Ladder mit den Bundesobliagtionen entspricht einer Laufzeitklasse von 0-5 Jahren (daher mittlere restlaufzeit unter berücksichtigung der Kuponenffekte (=Duration) ca. 2,6 Jahre). ;)

 

Anleihen geringere Bonität (also z.B. Unternehmensanleihen) hab ich erstmal ganz rausgelassen. Kann man aber natürlich auch mit reinnehmen, aber da müsste man denke ich schon ein paar mehr verschiedene kaufen, damit es einen nicht zu hart trifft, wenn eine ausfällt. Oder besser noch, man sollte wirklich sehr sattelfest sein mit Bilanzen usw.

 

 

Was machen die anderen hier?

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billy-the-kid
Sorichtig haben wir das hier noch nie diskutiert, ich weiß von keinem, der eine Bond-Ladder aufgebaut hat. ...

 

Was machen die anderen hier?

 

Bond-Ladder, soll das ein Portefeuille von Festverzinslichen mit gestaffelten Fälligkeiten sein? Im festverzinslichen Bereich habe ich, ohne groß darüber nachzudenken, seit 30 Jahren nie etwas anderes gemacht. Das bekommst du doch von ganz alleine, wenn du überschüssiges Geld mehr oder weniger regelmäßig z.B. auf 5 oder 7 oder 10 Jahre festlegst.

 

Dazu vielleicht noch einen Bundesschatzbrief, wenn du mal überraschend Geld brauchst, den kannst du nach einem Jahr ohne Kursverlust zurückgeben (bis zu einem gewissen Höchstbetrag von ? pro Monat). Oder, wenn die Zinsen gefallen sind, behältst du lieber das Schätzchen und verkaufst einen Pfandbrief mit Kursgewinn.

 

Niedrigverzinsliche: na klar, 2008 geht das noch, was denn sonst (Nachsteuerrendite vergleichen).

 

Grüße, billy-the-kid

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Delphin
Bond-Ladder, soll das ein Portefeuille von Festverzinslichen mit gestaffelten Fälligkeiten sein? Im festverzinslichen Bereich habe ich, ohne groß darüber nachzudenken, seit 30 Jahren nie etwas anderes gemacht. Das bekommst du doch von ganz alleine, wenn du überschüssiges Geld mehr oder weniger regelmäßig z.B. auf 5 oder 7 oder 10 Jahre festlegst.

 

Dazu vielleicht noch einen Bundesschatzbrief, wenn du mal überraschend Geld brauchst, den kannst du nach einem Jahr ohne Kursverlust zurückgeben (bis zu einem gewissen Höchstbetrag von ? pro Monat). Oder, wenn die Zinsen gefallen sind, behältst du lieber das Schätzchen und verkaufst einen Pfandbrief mit Kursgewinn.

Nach welchen Kriterien suchst du aus? Laufzeiten eher 5-10 Jahre, wenn ich das richtig lese? Pfandbriefe schreibst du ja, Unternehmensanleihen auch? Staatsanleihen anderer Länder? Länderanleihen, Kommunalobligationen?

 

Ziehst du (eigene) Prognosen über Zinsentwicklungen mit in Betracht, oder kaufst du eher immer wenn Geld da ist?

 

Vergleichst du mit Festgeldern/Sparbreifen, oder bevorzugst du börsengehandelte Papiere?

 

Sorry, bin einfach neugierig - über Anleihen wird hier ja eher wenig gesprochen. ;)

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Evariste

Bond-Ladder?

Habe immer gekauft, wenn mir der Sack gejuckt hat.

Hat den Vorteil, dass es nicht mit meiner Markterwartung korreliert.

Evariste

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Chicco
Bond-Ladder?

Habe immer gekauft, wenn mir der Sack gejuckt hat.

Hat den Vorteil, dass es nicht mit meiner Markterwartung korreliert.

Evariste

 

Man lernt nie aus. Bisher kannte ich nur die Fundamentalanalyse und die technische Analyse.

Die Genital-Analyse war mir bisher unbekannt.

Dürfte eine ziemlich lange Bond-Ladder sein. :lol:

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Chicco
· bearbeitet von Chicco

Der Vorteil einer Bond-Ladder ist, dass ich eine Balance zwischen Preis- und Reinvestment-Risiko schaffe.

Bei ausschliesslich Kurzläufern, habe ich das Risiko, dass ich, bei Fälligkeit, nur zu niedrigeren Zinsen wieder anlegen kann(Reinvestment Risk), bei ausschliesslich Langläufern habe ich bei steigenden Zinsen ein Preisrisiko und durch die grössere Korrelation zu Aktien ein grösseres Risiko im Gesamtportfolio. Eine Bond-Ladder löst dieses Problem elegant.

Ich brauch keine Prognose zur Zinsentwicklung , was sowieso noch unzuverlässiger, als bei Aktien ist, da ich alle Laufzeiten habe.

Wie lang die Zins-Ladder sein soll ist schwierig zu sagen. Ich würde z.B. nicht über 10 Jahre gehen. 10 Anleihen von 1-10 Jahren Laufzeit ergibt eine durchschn. Fälligkeit von 5,5 Jahren. Das wäre bei mir das Maximum, um nicht zu grosses Preisrisiko zu bekommen.

Man kann seine Zinsleiter natürlich auch beispielsweise mit Laufzeiten von 2,4,6,8,10 Jahren gestalten, um die Transaktionskosten klein zu halten.

Die Kosten sind auch der Knackpunkt bei einer Zinsleiter, da sie die Renditen bei kleinen Anlagesummen gewaltig beeinflussen. Also unterhalb von 50000€ würde ich keine Leiter mit börsennotierten Papieren aufbauen, auch nicht mit Low Coupons.

Wer den Mehraufwand der Kontoeröffnungen nicht scheut und die Einlagensicherung beachtet, kann auch jetzt, bei der flachen Zinskurve, recht ansehnliche Zinsen erreichen, ohne jegliche Transaktionskosten.

Meine persönliche Zinsleiter erstreckt sich über Laufzeiten von 1-6 Jahren und wurde mit niedrigverz. Staatspapieren begonnen, anstehende Neuanlagen habe ich in Festgelder umgeschichtet, die Renditen jenseits der 5% bieten.

Das Bonitätsrisiko versuche ich dadurch gering zu halten ,dass ich nur Staatsanleihen mit mindestens A Grade nehme.

Alternativ Festgelder bis zur staatlichen Einlagensicherung.

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billy-the-kid
Nach welchen Kriterien suchst du aus? Laufzeiten eher 5-10 Jahre, wenn ich das richtig lese? Pfandbriefe schreibst du ja, Unternehmensanleihen auch? Staatsanleihen anderer Länder? Länderanleihen, Kommunalobligationen?

 

Ziehst du (eigene) Prognosen über Zinsentwicklungen mit in Betracht, oder kaufst du eher immer wenn Geld da ist?

 

Vergleichst du mit Festgeldern/Sparbreifen, oder bevorzugst du börsengehandelte Papiere?

 

Sorry, bin einfach neugierig - über Anleihen wird hier ja eher wenig gesprochen. ;)

 

Pfandbriefe > 5 Jahre, da Zinskurve meist ansteigend, also auf Dauer höherer Ertrag mit dieser Strategie; somit kein Timing.

Unternehmensanleihen und fremde Staatsanleihen nein, da der höhere Ertrag versteuert werden muss, evtl. Ausfälle steuerlich m.W. nicht absetzbar (zumindest bisher). Seit mehrfacher Absenkung des Sparerfreibetrages aber nur noch in geringem Umfang, Hauptanteil läuft über steuerfreie konventionelle LV nach Gruppentarif (ohne Abschlusskosten).

Sparbriefe nein, da nicht liquide und zu 100% steuerpflichtig.

 

Meine Historie: habe 1973 als Schüler 600 DM geerbt. Meine Mutter hat je 300 DM in Pfandbriefen (effektive Stücke) auf 10 Jahre und in einem Sparbuch mit 4-jähriger Kündigung für mich angelegt, zu je 9% Zins. Die Kupons habe ich halbjährig zur Bank getragen, die 13 DM und 50 Pfennig mal verbraucht, mal aufs Konto eingezahlt. Die 9% aus den Pfandbriefen hatte ich für die ganzen 10 Jahre fest, die Zinsen auf dem Sparbuch sanken bald auf nur 8%, später auf 7%, unerhört! So lernte ich, was ein Zinsänderungsrisiko ist, und seitdem habe ich im Anleihebereich eine Vorliebe für feste Laufzeiten und feste Zinssätze.

 

Erst Jahre später habe ich gemerkt, dass ich mit den Pfandbriefen sozusagen schon an der Börse unterwegs war, als ich nämlich in einem WP-Depot weitere Papiere hatte, bei denen Kursschankungen in der jährlichen Depotaufstellung erkennbar waren.

 

Inzwischen bin ich aber viel besser diversifiziert (Häuserl, Aktien-ETFs, LV, und ein klein wenig Schifferl und Sonne :D )

 

Grüße, billy-the-kid

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zocker
· bearbeitet von zocker
Hi folks,

 

suche Informationen bezüglich Anlagemöglichkeiten in Anleihen. Grundsätzlich beschäftigt mich die Frage ob es sinnvoll ist in diverse Anleihen ETF´s zu investieren (Fire and Forget) oder alternaiv eine eigene Bond-Ladder aufzubauen. Wo sind die Vor-und Nachteile? Welche Strategie empfiehlt sich bei´m Aufbau einer Bond-Ladder bez. Laufzeiten / Riskoklassen bei Portfolioziel Kapitalerhalt nach Abgeltungssteuer & Inflation. Kauft ihr mit Hinblick auf die Abmelkungssteuer generell unter pari etc. ??

-mike

 

Da gab´s irgendwann mal ne Diskussion drüber - Essenz war folgendes:

 

1. Selbst wenn man mit dem billigsten ETF arbeitet kommen auf 20 Jahre recht eindrucksvolle TER´s raus

2. Wer aus Buschas und Bobls kostengünstig einfach bei flüssigem Geld regelmäßig anlegt hat den Großteil der aktiven(!) Rentenfonds geschlagen (da gibts ne Studie der Bundeswertpapierverwaltung drüber) und liegt kostenmäßig unter den ETFs, wenn keine Vorfälligkeitsverkäufe stattfinden.

3. Der Diversifikationseffekt bei Erweiterung des Spektrums auf ausländische Euroanleihen ist wohl kaum nennenswert.

4. Unternehmensanleihen sind nur für ganz große Fische als Einzelanlage mit vernünftiger Streuung möglich

5. Die "Ladder-Problematik" gibts nur wenn nicht regelmäßig angelegt wird, was aber wohl nur selten der Fall sein dürfte.

 

Ein schönes Zitat aus dem Forum "Renten-ETFs sind überflüssig" gefällt mir gut - vielleicht mit Ausnahme der Unternehmens-Anleihen-ETFS und der Inflationsgesicherten ETFs, wobei letztere auch selber zu schaffen sein müssten.

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sparfux
· bearbeitet von sparfux

Ich finde, dass es sich für Leute, die den Mehraufwand nicht scheuen, durchaus lohnen kann, eine Bond-Leiter für die Renten-Allokation selber aufzubauen. Natürlich eigenen sich Bundeswertpapiere dafür sehr gut. Meiner Ansicht nach - das habe ich schon ein paar mal hier im Forum geäußert - kann man aber noch ein paar Zehntel mehr mit Sparbriefen herausschlagen.

 

Ich würde das gerne mal überprüfen. Dazu bräuchte ich eine gute Quelle, wo man die die Durschnittsrenditen europäischer Staatsanleihen einsehen kann. Dann kann man auf den einschlägigen Seiten mit den aktuellen Sparbriefangeboten vergleichen. Hat jemand gute Quellen für die aktuellen Renditen?

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Delphin
· bearbeitet von Delphin
Ich finde, dass es sich für Leute, die den Mehraufwand nicht scheuen, durchaus lohnen kann, eine Bond-Leiter für die Renten-Allokation selber aufzubauen. Natürlich eigenen sich Bundeswertpapiere dafür sehr gut. Meiner Ansicht nach - das habe ich schon ein paar mal hier im Forum geäußert - kann man aber noch ein paar Zehntel mehr mit Sparbriefen herausschlagen.

 

Ich würde das gerne mal überprüfen. Dazu bräuchte ich eine gute Quelle, wo man die die Durschnittsrenditen europäischer Staatsanleihen einsehen kann. Dann kann man auf den einschlägigen Seiten mit den aktuellen Sparbriefangeboten vergleichen. Hat jemand gute Quellen für die aktuellen Renditen?

 

Ich finde die Zinsstrukturkurve von der Börse Stuttgart gibt einen guten Überblick, wie die Renditen stehen. (kann keinen Link posten: klick auf "Anleihen", dann rechts unten auf "Zinsstrukturkurve")

 

Bei den deutschen Staatsanleihen sind ja vermutlich die ohne Ordergebühren besonders interessant, also Finanzierungsschätze und besonders die Bundesobligationen, aktuelle Konditionen gibt's hier. (Bundesschatzbriefe bieten etwas geringere Renditen, dafür kann man aber vor Ende ohne Kursverluste (oder Gewinne) verkaufen. Das macht den Vergleich etwas schwierig, aber da viele Sparbriefe ja auch nicht so ohne weiteres kündbar sind, aber wenn dann ohne Kursrisiko, kann man die Buschas natürlich in seine Vergleiche mit einbeziehen.)

 

Für einzelne Bundesanleihen (also 10jährige) und andere europäische Anleihen, die man nur an der Börse kaufen kann, muss man natürlich nach Einzeltiteln mit passender Laufzeit suchen. Hier gibt es zumindest alle Bundesanleihen auf einen Blick.

 

Vielleicht hilft dir das. Festgeld und Sparbriefe kann man wohl bei Modern Banking ganz gut nachgucken. :thumbsup:

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sparfux
· bearbeitet von sparfux

@Delphin

Danke für die Referenzen.

 

 

OK, hier ist mal ein aktuelles Vergleichschart:

 

renditevergleichmi9.gif

 

Bund 1 sind Finanzierungsschätze und Bundesschatzbriefe (Quelle)

 

Bund 2 sind die aktuellen Renditen verschiedener Bundeswertpapiere (Quelle)

 

Umlaufrendite ist die von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Rendite aller deutscher AAA Anleihen (Quelle)

 

Sparbrief sind die aktuellen Top-Sparbriefrenditen (Quelle, Quelle)

 

Dabei fällt auf, dass der gemeine Privatanleger bei Finanzierungsschätzen und Bundesschatzbriefen (Bund 1) Renditen unter der Marktrendite für börsengehandelte Anleihen höchster Bonität (Bund 2, Umlaufrendite) erhält. Es empfiehlt sich also, eine Bond-Leiter mit Bundesobligationen und Bundesanleihen aufzubauen und nicht mit BuSchas und FiSchas.

 

Ausserdem sieht man sehr gut den Renditevorsprung einer Sparbrief-Leiter-Strategie (1,0%-1,5% p.a.).

 

Die Nachteile sind klar

  • Nicht fungibel während der Laufzeit (aber bei einer Leiter wird regelmäßig Geld frei)
  • Einlagensicherung oft auf 20.000,-/40.000,- pro Bank begrenzt
  • Anbieterhopping für beste Angebote nötig
  • Minimal unsicherer im Vergleich zu Bundeswertpapieren (aber Einlagensicherung und höchstwahrscheinlich im Falle eines Falles ein Ackermann-Effekt B) )
  • Laufzeiten >10 Jahre nicht darstellbar (zumindest gibt es da keine Angebotsvergleiche auf den einschlägigen Seiten)

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otto03

Fahre seit etlichen Jahren eine BuScha und BO Leiter für den größten Teil des Rentenanteils.

 

Wenn die Restrendite (insbesondere Bundesschatzbriefe) geringer wurde als die Rendite neuer Bundesschatzbriefe (bewertet mit derselben Restlaufzeit) wurden diese im Rahmen der Rückgabemöglichkeiten bisher durch Low Coupon Bonds (diese Thema hat sich ja voraussischtlich ab 2009 erledigt) mit der passenden Endfälligkeit ersetzt - übrigens schöner, einfacher Indikator für Rentenkäufe ausserhalb der Leiter; dennoch wurden um die Leiter zu erhalten weiter Buschas/BOs gekauft.

 

Mit diesem Konstrukt erreicht man für den Rentenanteil ein volaarme kontinuierliche Rendite mit permanenten Fälligkeiten.

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Delphin
· bearbeitet von Delphin

hey, sparfux, Super-Grafik :thumbsup:

 

Ich fand ja immer schon die Bondesobligationen am interessantesten von den Bundeswertpapieren. In der Börsenbwertung sehe ich auch den Vorteil, dass das ein Rebalancing mit Aktien erlaubt - bei Sparbreifen, muss man da schon gut rechnen können, um einen adäquaten "Martwert" für den Sparbrief festzulegen, so dass man sehen kann, wie sich der Festzins-Teil des depots auf Jahresbasis entwickelt hat. Aber gut, das ist ja nur ein Detail.

 

Für die kurzen Laufzeiten finde ich die Finanzierungsschätze trotzdem attraktiv, denn z.B. auf Sicht von einem Jahr bietet zwar eine Bundesanleihe mehr Rendite, kostet mich aber Ordergebühren.

 

Bei den Sparbriefen hast du natürlich die absoluten Sahnehappen ausgesucht. Aber im Moment ist die Situation da eindeutig, viele Anbieter haben trotz des Renditerückgangs seit letztem Sommer, ihre Konditionen noch wenig geändert - hier sind sozusagen Schnäppchen möglich im Moment! (Noch mehr Online-Accounts sind allerdings ein Ärgernis.) :thumbsup:

 

@otto: schon zu hören, dass du damit bisher gut gefahren bist! Mir ist das sympatischer als einen ETF zu kaufen.

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sparfux
· bearbeitet von sparfux
hey, sparfux, Super-Grafik :thumbsup:

Danke!

 

Ich war überrascht, wie groß der Unterschied zwischen Bundesanleihen und Sparbriefen ist. Nachteile hin oder her: Wenn ich den Renditevorteil einer Sparbrief-Leiter gegenüber einer Bond-Leiter sehe, so werde ich im Rentenanteil meines Portfolios auf Renten-ETFs gänzlich verzichten und stattdessen eine Sparbrief-Leiter aufbauen. Für mehr als 1% p.a. mehr Rendite verzichte ich auch auf die Möglichkeit, tagtäglich den aktuellen "Kurs" der Sparbriefe zu kennen und nehme es auf mich, ab und an ein Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen.

 

Wir feilschen hier sonst über 0,2% geringere TER, da kann man 1,0-1,5% doch nicht links liegen lassen. :-

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IefTina
Die Genital-Analyse war mir bisher unbekannt.

 

Die Genital-Analyse führt in Mitteleuropa in der Tat ein Schattendasein - vereinzelt soll sie an Informatik-Instituten zum Einsatz kommen.

Ganz anders in asiatischen Gefilden - so mancher hätte sich durch eine rasche Genital Analyse eine abendliche Überraschung erspart.

 

Salonfähig wurde die Genital-Analyse übrigens durch den Kino-Klassiker Crocodile-Dundee.

 

 

PS: der musste jetzt sein ...

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IefTina

So wieder zum Thema ...

 

Welche gebührenbereinigte jährliche Rendite vor Steuern / nach Steuern habt ihr erreicht?

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Delphin
· bearbeitet von Delphin
Welche gebührenbereinigte jährliche Rendite vor Steuern / nach Steuern habt ihr erreicht?

Also so wirklich interessiert mich das nicht. Denn es kommt ja wirklich sehr auf die Umstände an, ich wüsste gar nicht womit ich eine solche Zahl vergleichen sollte.

 

Da ich selbst keine Erfahrungswerte habe (die würden ja leider eh nix bedeuten), hab ich mal bei den datenreihen der Bundesbank geguckt. Da gibt es z.B. die Renditen der Bundesanleihen mit 3-5 Jahren Restlaufzeit. Seit 1982 hätte man demnach im Mittel ca. 5,3% vor Steuern gemacht (mit den gebührenfreien Bundesobligationen). Wäre mal interessant das konkret zu rechnen, denn man würde ja eben die Zinszahlungen jedes Jahr zusammen mit der einen auslaufenden Anleihe neu investieren und also nicht zu der ursprünglichen Kaufrendite wiederanlegen (wovon die ganze Renditerechnung immer ausgeht!). Der Effekt sollte sich aber über die Jahre ausgleichen.

 

Wenn ich Zeit hab rechne ich das mal konkret durch. Könnte man ja auch die Steuer mit einbeziehen dann.

 

Für Festgeld/Sparbriefe weiß ich keine Quelle, wo ich längere Datenreihen mit den angebotenen Renditen bekommen könnte. :blink:

 

EDIT: Sorry, kleiner Rechenfehler, die Rendite seit 1982 ist nicht 5,3%, sondern 5,6% p.a.!

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Fleisch

der REX über die x-monatsperformance ? der wird zumindest aktuell bei codi gestellt, also müsste es auch alte Datensätze geben

 

hier mal als beispiel der link für REX-5-Jahresperformance

 

klick

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sparfux
· bearbeitet von sparfux

Hier mal ein Update des Renditevergleiches Bund vs. Sparbriefe:

renditevergleichmai08kw7.gif

 

Bund 1 sind Finanzierungsschätze und Bundesschatzbriefe (Quelle)

 

Bund 2 sind die aktuellen Renditen verschiedener Bundeswertpapiere (Quelle)

 

Umlaufrendite ist die von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Rendite aller deutscher AAA Anleihen (Quelle)

 

Sparbrief sind die aktuellen Top-Sparbriefrenditen (Quelle, Quelle)

 

Weiterhin ca. >1% p.a. Vorsprung für Sparbriefe. Der Bund hat aber ein wenig aufgeholt.

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pauku1
Man lernt nie aus. Bisher kannte ich nur die Fundamentalanalyse und die technische Analyse.

Die Genital-Analyse war mir bisher unbekannt.

Dürfte eine ziemlich lange Bond-Ladder sein. :lol:

 

 

BOND-BLADDER ?? :w00t:

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supertobs
· bearbeitet von supertobs
renditevergleichmi9.gif

 

Sparbrief sind die aktuellen Top-Sparbriefrenditen (Quelle, Quelle)

 

Ausserdem sieht man sehr gut den Renditevorsprung einer Sparbrief-Leiter-Strategie (1,0%-1,5% p.a.).

 

Hallo Sparfux, so toll ist der Renditevorsprung deiner Sparbriefe nicht wie er hier aussieht. Schau mal, was derzeit bei den EuroMTS Indices geboten wird:

post-7927-1211274084_thumb.jpg. Ich erreiche mit der Mischung Euro-Staatsanleihen und Pfandbriefe so knapp 4,79%.

 

Den Term Yield habe ich mir nochmal von deren Support bestätigen lassen. Es handelt sich um den Average Yield to Maturity, also den internen Zinsfuß.

 

Hi supertobs,

 

The YIELD is the average yield to maturity (internal rate of return on cash

flow) of all the bonds in a given index.

 

The average index yield is calculated as the modified duration-weighted

average of the individual bond yields. For more details of the formula used

please refer to the attached rulebook (pg 17).

 

Kind regards

Rule-Book hier: http://www.euromtsindex.com/index_new/cont.../literature.php

 

 

 

So wird das gerechnet (Wikipedia):

post-7927-1211274070_thumb.jpg

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Blob Gilb
· bearbeitet von Blob Gilb

Hallo,

 

weil ich grad zufällig morgen eine Klausur in Strategic Financial Management schreibe, möchte ich mal sehen, ob ich das Gelernte auch richtig anwenden kann ;-). Zum Yield to Maturity daher vielleicht ein kleines Rechenbeispiel.

Angenommen, eine 5% Anleihe mit einer Restlaufzeit von vier Jahren notiert z. Zt. bei 90%. Die Zahlungsströme (aus Sicht des Anlegers) sehen wie folgt aus:

Year   Cash Flow
0         (90)  (= Market Value)
1           5   (= Zinszahlung)
2           5
3           5
4         105   (= Zinszahlung + Rückzahlung)

Diese Zahlungsströme müssen nun discountet werden. Mit welchem Discountsatz? Wir bedienen uns einer Annäherung durch die Internal Rate of Return (IRR). Die Formel lautet meines Erachtens nach:

                                       Net Present Value für niedrigeren Discountsatz
IRR = Niedrigerer Discountsatz + -------------------------------------------------------------------  x (höheren Discountsatz - niedrigeren Discountsatz)
                                (NPV für niedrigeren Discountsatz) - (NPV für höheren Discountsatz)

 

 

Es handelt sich also "nur" um eine Annäherung - man nimmt zwei Discountsätze, errechnet zwei verschiedene Net Present Values (welche man durch Aufaddieren der gediscounteten?/diskontierten Zahlungsströme erhält) und bedient sich der kleinen aber feinen Formel, um den Internal Rate of Return zu erhalten (= genau der Discountsatz, bei dem der NPV = 0 wäre).

 

Wir nehmen einfach mal die beiden Discountsätze 5% und 10%. Der Faktor, mit dem multipliziert werden muss, um den Present Value zu erhalten, ergibt sich aus (1+Discountsatz)^-Jahr, also z.B. 1.05^-2 für Jahr 2.

 

für 5%:

Year   Cash Flow   Discount Factor   Present Value
0         (90)    x     1.00          =  (90)
1           5     x     0.95          =    4.76
2           5     x     0.91          =    4.54
3           5     x     0.86          =    4.32
4         105     x     0.82          =   86.38
--------------------------------------------------
                   Net Present Value =   10.00

für 10%:

Year   Cash Flow   Discount Factor   Present Value
0         (90)    x     1.00          =  (90)
1           5     x     0.91          =    4.55
2           5     x     0.83          =    4.13
3           5     x     0.75          =    3.76
4         105     x     0.68          =   71.72
--------------------------------------------------
                   Net Present Value =   (5.85)

                  10.00
IRR = 0.05 + -----------------  x (0.10-0.05) = 0.05 + (10/15.85)*0.05 = 0.05 + 0,0315 = 0.0815 = 8.15 %
             10.00 - (-5.85)  

 

 

Wir erhalten also im gegebenen Falle einen Yield to Maturity von 8.15 %.

Bin für jede Korrektur etwaiger Denk- oder Rechenfehler dankbar!

 

Gruß

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Delphin
· bearbeitet von Delphin
Wir erhalten also im gegebenen Falle einen Yield to Maturity von 8.15 %.

Bin für jede Korrektur etwaiger Denk- oder Rechenfehler dankbar!

Ich komme auf 8,02% Rendite. Allerdings habe ich den Luxus, dass ich Excel benutzen darf. Ich habe mir eine Tabelle gemacht, mit der ich den Barwert einer Anleihe berechne, durch ausprobieren (oder Solver), komme ich in diesem Fall auf 8,02% Rendite.

 

Formel für den Barwert einer Kuponanleihe Anleihe ist (dieselbe, die supertobs gepostet hatte, nur auf Kuponanleihen mit jährlicher Zinszahlung vereinfacht):

 

P0 = 1/(q^n) * [ (q^n - 1) / (q - 1) * K + T ]

 

q als Abzinsungsfaktor für ein Jahr, hier also 1,0802, durch Näherung/ausprobieren gelöst

n als Restlaufzeit (die Formel gilt nur für ganze Jahre!)

K als Kuponzahlung, hier 0,05

T als Tilgung, hier 1

P0 hier als Kurs, hier 0,9 (also 90%)

 

Bei 8,15% Rendite käme ich auf einen Anleihekurs von 89,60%. Die Ungenauigkeit kommt vermutlich durch deine Faustformel, die ja zum Abschätzen gedacht ist.

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Blob Gilb
· bearbeitet von Blob Gilb
Bei 8,15% Rendite käme ich auf einen Anleihekurs von 89,60%. Die Ungenauigkeit kommt vermutlich durch deine Faustformel, die ja zum Abschätzen gedacht ist.

 

Richtig. Exakter wäre übrigens 8.0205920327947% - genauer wird mein OpenOffice nicht mehr ;) Dein "Ausprobieren" ist übrigens nichts anderes als die IRR-Formel (=lineare Interpolation) - je enger man die Intervalle wählt, umso exakter wird im Endeffekt das Ergebnis.

 

P0 = 1/(q^n) * [ (q^n - 1) / (q - 1) * K - T ]

So richtig nachvollziehen kann ich diese Formel für den Barwert übrigens nicht - zumindest liefert sie bei mir kein sinnvolles Ergebnis? Der Teufel steckt sicher im Detail. Mit dieser Formel komme ich eher ans Ziel:

 

                   1            [      Kupon    (                      ) ]
Barwert = -----------------  x  [ 1 +  -----  x ( (1+YTM)^Laufzeit - 1 ) ]
         (1+YTM)^Laufzeit      [       YTM     (                      ) ]

 

edit: OK, deine Formel ist natürlich genau die Gleiche - allerdings muss T entweder -1 sein, oder die Formel muss + T lauten.

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