Die erste Million ist der größte Traum der Deutschen. Für Gutverdiener kann er sogar zur Realität werden - wenn sie bereit sind, auf die weitverbreitete Prasserei zu verzichten. Denn wie sagte schon Ferdinand Piëch: "Reiche Menschen sind dadurch reich, dass sie weniger ausgeben, als sie einnehmen."
Die große Liebe? Schon schön. Ein Job, der Spaß macht? Auch gut. Aber gegen den größten Traum der Deutschen haben Amore und Arbeit dann doch keine Chance: Umfragen zeigen immer wieder, dass sich die Menschen am meisten danach sehnen, Millionär zu werden. Selbst in diesen Zeiten, in denen der Turbo-Kapitalismus seine Fratze zeigt, gilt ein siebenstelliges Investmentbanker-Vermögen noch immer als Symbol der irdischen Erfolgsdreifaltigkeit schlechthin: Glück, Attraktivität und Freiheit.
Aber wie realistisch ist das Ziel der ersten Million überhaupt, wenn man nicht gerade Titel wie Großerbe, Lottokönig oder Finanzjongleur auf seiner Visitenkarte trägt, das eigene Gehalt also zwangsläufig der wichtigste Einsatz im ganzen Spiel ist?
Nun ja, die Antwort hat einen theoretischen und einen praktischen Teil. Möglich ist der Aufstieg in den pekuniären Olymp der rund 800.000 deutschen Millionäre zwischen Blankenese und Starnberger See durchaus. Zumal für Gutverdiener. Das zeigten in den 90er Jahren schon die Wirtschaftswissenschaftler Thomas J. Stanley und William D. Danko am Beispiel der USA. Sie stellten fest, dass 80 Prozent der US-Millionäre Vermögende der ersten Generation waren, also nicht geerbt, sondern bei null angefangen hatten.
Und der Großteil von ihnen verdiente allen Vermutungen zum Trotz kein Gehalt ackermannschen Ausmaßes. Das jährliche Bruttoeinkommen der US-Millionäre lag im Schnitt nur bei 7 Prozent ihres Vermögens. Auf deutsche Verhältnisse übertragen bedeutet das:Bereits mit einem Einkommen von rund 70.000 Euro brutto im Jahr - also dem Zweifachen des Durchschnittsverdienstes - lässt sich das Projekt "Meine erste Million" umsetzen.
Nun zur Praxis: Eine Untersuchung des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung vor einigen Jahren zeigte, dass selbst die 10 Prozent einkommensstärksten Haushalte oft kein nennenswertes Vermögen haben. Obwohl sie im Schnitt über ein Nettoeinkommen von mehr als 80.000 Euro im Jahr verfügen, besitzt die Hälfte weniger als 250.000 Euro - und da ist der Immobilienbesitz schon eingeschlossen.
Der Grund für das krasse Missverhältnis zwischen Theorie und Praxis ist simpel: Die meisten Menschen sind nicht bereit, für das Sparen, das sie der Verwirklichung ihres Traums näher bringen würde, auch auf Konsum zu verzichten. Deshalb bedeutet mehr netto in der Regel auch Cayenne statt Corsa und Mauritius statt Mallorca.
Der weit verbreiteten Prasserei hält Ferdinand Piëch, nicht nur jüngst erfolgreicher Sieger im Porsche-Machtkampf, sondern auch seit langem multimilliardenschwerer Automagnat, seine Lebensweisheit entgegen: "Reiche Menschen sind dadurch reich, dass sie weniger ausgeben, als sie einnehmen."
Spar Dich reich - das klingt banal, ist aber tatsächlich die erfolgversprechendste Strategie für den Vermögensaufbau überhaupt. Allerdings erfordert das finanzielle Wunder Anstrengungen, und lässt sich nur vollbringen, wenn man bereit ist, unter seinen Möglichkeiten zu leben und das Ersparte - allen Börsenturbulenzen der vergangenen Monate zum Trotz - in renditestarke Anlagen zu investieren.
Es ist die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen, die Supersparer von Profiprassern unterscheidet. "Wer Millionär werden will, der muss seinen Lebensstil an dieses Ziel anpassen - man kann das Geld ja nur einmal ausgeben", sagt Robert Hiotoglou, der mit seiner Firma 4 E Finanzkonzept in Köln vermögende Kunden berät. Wie ein Millionär zu leben ist eben das größte Hindernis dabei, irgendwann selbst einer zu werden.
Hiotoglous Faustformel für den systematischen Vermögensaufbau ist durchaus anspruchsvoll: Bei einem Nettoeinkommen von 40.000 Euro im Jahr sollten Singles nicht weniger als 25 Prozent, ein Ehepaar ohne Kinder mindestens 20 Prozent und Ehepaare mit Kindern immerhin noch 10 Prozent sparen. Bei höheren Einkommen steigt der Sparanteil bis auf 60 Prozent (siehe Grafiken).
Für die meisten seiner Neukunden bedeuten diese Sparquoten eine beträchtliche Einschränkung gegenüber dem Status quo. Deshalb unterscheiden sich Erstgespräche bei Hiotoglou kaum von denen bei einem Schuldnerberater: Posten für Posten listet er alle Ausgaben auf, vom Auto über das Essen, die Miete und den Urlaub bis hin zu den Versicherungen. Dieser finanzielle Striptease führt regelmäßig zu einem beachtlichen Aha-Erlebnis - allerdings bei denen, die sich ausziehen.
Schmerzhafter ist da schon der nächste Schritt, wenn es um die Einsparmöglichkeiten geht. Da gibt es die Ausgaben der Kategorie "Muss", aber auch diejenigen, die unter "Soll" und "Kann" fallen: "Müssen es drei Autos sein, oder ist das nicht eigentlich Luxus?" Es geht bei Gutverdienern also weniger um die Perspektive eines Lebens mit Hartz IV, eher schon um eine Art Gates IV.
Allerdings ist ausreichende Liquidität eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für den Aufbau eines Millionenvermögens. "Jeder sollte so früh wie möglich mit dem Sparen anfangen und vor allem auf renditestarke Produkte setzen", sagt Rolf Tilmes, Professor für Private Finance & Wealth Management an der European Business School in Oestrich-Winkel.
In der Tat lässt sich dem Zinseszinseffekt gar nicht genug Bedeutung beimessen (siehe Grafik): Wer jeden Monat 1000 Euro spart und sein Kapital mit 6 Prozent jährlich verzinst, wie es bei Aktien auf lange Sicht nicht ganz unrealistisch ist, hat nach 30 Jahren eine Million Euro zusammen - wohlgemerkt bei einem Eigenanteil, der mit 360.000 Euro ungefähr in der Größenordnung eines Einfamilienhauses liegt.
Wer dagegen nur auf eine durchschnittliche Rendite von 3 Prozent kommt, wie sie konservative Anlageformen oftmals nur mit Ach und Krach bieten, hat nach 30 Jahren noch nicht einmal 600.000 Euro zusammen. Um bei einer mageren Verzinsung von 3 Prozent und einer Sparrate von 1000 Euro monatlich die Millionengrenze zu knacken, ist vor allem Geduld gefragt: Das Projekt dauert 42 Jahre. Deutlich länger als ein Akademiker-Berufsleben.
Weil ein professioneller Sparringspartner beim Durchhalten hilft, holen sich viele Millionäre in spe Unterstützung etwa von einem Honorarberater. Der weiß auch Steuervorteile sinnvoll und legal einzusetzen. Und macht einem im Zweifel ein schlechtes Gewissen, wenn der Sparwille nachlässt.
Psychologisch ist die Unterstützung durch einen Profi ein sinnvoller Trick - und auch sonst lassen sich diverse Mittel der Selbstüberlistung einsetzen. Etwa, indem die Rate für den Fondssparplan einen Tag nach dem Eingang des Gehalts vom Girokonto abgebucht wird. Geld, das weg ist, trauert kaum noch jemand hinterher.
Keine Frage, mit dem Sparen anzufangen, sich an ein neues Konsumniveau zu gewöhnen, das ist der schwierigste Schritt. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, unter seinen Möglichkeiten zu leben, empfindet man den bescheideneren Lebensstil meistens auch nicht mehr als Einschränkung.
Allerdings sollte auch niemand - aller deutschen Gründlichkeit zum Trotz - bei seinem persönlichen Millionenprojekt verkrampfen. So können Gehaltssteigerungen etwas zum Teil dafür genutzt werden, mit zunehmendem Erfolg auch den Lebensstil zu erhöhen. Sich immer so viel leisten, wie gerade vertretbar ist - das ist ein wesentliches Erfolgsrezept auf dem Weg zum Millionär.
Man sollte nur nicht richtig über die Stränge schlagen und Dinge kaufen, die sich mangels relevanter Nutzung oder angesichts hohen Wertverlustes nie im Leben rechnen - wie eine Jacht, ein Ferienhaus oder ein Ferrari.
Dass es sich dabei um Vermögensvernichter ersten Ranges handelt, haben die Besserverdiener und Besserwisser von McKinsey schon vor langer Zeit erkannt. Unter den Partnern der Unternehmensberatung gibt es eine goldene Regel, wie man in dem äußerst gut bezahlten Job am einfachsten Millionär bleibt: "No third house, no second wife, no first boat".
Gruss
leinad
Ein Staat, der ab 1961 geborene Arbeitnehmer um eingezahlte Rentenbeiträge betrügt, ist es nicht wert, dass Mann Kinder in ihm zeugt, noch dass Mann länger als nötig in ihm lebt, Sozialbeiträge und Steuern zahlt !
Guter Text. Ja, eine hohe Sparquote sollte man haben.
Corsa statt Cayenne, Mallorca statt Malediven...
Ich bin ein Langfristanleger, der nach Value-Investing-Kriterien arbeitet, die Charttechnik aber nicht ausser
Acht lässt. Ich habe sehr viel über die Anlagestrategie von Warren Buffett gelesen, ahme ihn aber nicht exakt
nach. (Wenn ich mich ganz doll anstrenge, werde ich irgendwann ein "echter" Value-Investor und muss die
Charttechnik nicht mehr beachten :-) Sämtliche meiner Aussagen zu Wertpapieren beziehen sich - wenn nicht
anders erwähnt - auf einen Anlagehorizont von mehreren Jahren. Unter "kurzfristig" verstehe ich: Tage bzw.
Wochen, unter "mittelfristig": Monate.
"Reich wird, wer in Unternehmen investiert, die weniger kosten als sie wert sind" - Warren Buffett
Ich finde den viel wichtigeren Punkt, warum man "unter seinen Verhältnissen" leben soll, die Sicherheit uns Flexibilität.
Keiner weiß, ob man sein Leben lang einen immer besser bezahlten Job bekommt und wenn man dann keine Reserven hat, kann man schnell in eine blöde Situation kommen.
Oder man kann sich einfach den "Luxus" gönnen, einen Job anzunehmen, der anstatt viel Geld mehr persönliche Freiheiten oder Gestaltungsmöglichkeiten zulässt...
Auch geil finde ich bei 40 T€ netto soll man 25% sparen. Das verdient ein Großteil in Deutschland noch nicht mal brutto...Weltfremde Zeitung. Auch sprechen sie davon, dass man jeden Monat 1000 € beiseite tun soll. Ich kenne allerdings kaum einen der das schafft, geschweige denn das auch noch über 30 Jahre... Die meisten Menschen verdienen vielleicht (wenn überhaupt) 25 T€ netto... Dann will ich mal sehen wie man mit dem Gehalt Millionär werden soll...Der Grundgedanke ist ja echt prima, aber die einzige Möglichkeit die ich sehe Millionär zu werden ist über Mehrfamilienhäuser und über äußerst hohe Kapitalmarktrenditen. Und ich bin der Meinung, dass man viel Geld genau dafür beiseite legen sollte! Aber manchmal kann man halt auch nicht mehr...
Dieser Beitrag wurde von Perdox bearbeitet: 04. August 2009 - 10:30
Wenn Du jemanden etwas gutes tun willst schenke ihm einen Fisch, aber wenn Du ihn wirklich richtig gerne hast, dann lehre ihn fischen.
Risikohinweis: Meine Beiträge sind nicht als Entscheidungsgrundlage für Investments anzusehen. Ich habe viele der besprochenen Aktien selbst im Depot oder handel damit
Geil, dann spare ich mir die Million vom Munde ab, verzichte auf Urlaub, Kino, Theater, Essen gehen - und sterbe, ohne was von der Kohle gehabt zu haben. Reizende Vorstellung. Sparen und ein Sicherheitspolster aufbauen - ja, aber mit Umsicht und so, dass man noch was vom Leben hat. Unsere Kostbarste Ressource ist nicht Geld, sondern Lebenszeit.
wohl Sommerloch beim MM. Viel interessanter wäre ein Artikel: Reich werden ohne sparen ;-)
Ansonsten stimme ich inhaltlich schon zu, man sollte bei jeder Neuanschaffung genau überlegen, ob man es wirklich braucht. Aber auch nicht jeden Wunsch verkneifen, schließlich ist das Leben nicht unendlich...
Also so unrealistisch ist das durchaus nicht.
Habe gerade mal nachgeschaut und nachgerechnet.
Meine Frau und ich haben über viele Jahre hinweg über 60 % unseres Nettoeinkommens monatlich gespart.
Wir wohnten günstig in Miete, hatten auch über viele Jahre hinweg kein Auto.
Es geht durchaus, man muß es nur kompromisslos wollen, suchen und ständig daran arbeiten die Fixkosten zu senken.
Gruss
leinad
Ein Staat, der ab 1961 geborene Arbeitnehmer um eingezahlte Rentenbeiträge betrügt, ist es nicht wert, dass Mann Kinder in ihm zeugt, noch dass Mann länger als nötig in ihm lebt, Sozialbeiträge und Steuern zahlt !
Weil ein professioneller Sparringspartner beim Durchhalten hilft, holen sich viele Millionäre in spe Unterstützung etwa von einem Honorarberater.
und
Zitat
Geld, das weg ist, trauert kaum noch jemand hinterher.
nicht selten sind die ersten der grund für das zweite (von der trauer mal abgesehen). von den 1000 euro/monat im beispiel nimmt der kollege doch einige prozente mit und schon stimmt die rechnung nicht mehr so ganz.
Warum immer sofort die Million? Reichen nicht gute Rücklagen für schlechte Zeiten und fürs Alter?
Die meisten schaffen es nie wohlhabend zu werden, da der Traum "Viel Geld mit wenig Arbeit und ohne Verzicht" nie in Erfüllung geht.
Und wenn Traumtänzer tatsächlich einmal Glück beim Lotto oder durch Erben haben, dann zerrinnt ihnen das Vermögen wieder ganz schnell. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Vermögensaufbau muss gelernt werden. Das ist harte Arbeit und verlangt Kostendisziplin.
Wer das nicht gelernt hat, der kann auch einen glücklich zugefallenen Reichtum nicht verkraften und erhalten.
Leinad,
mich verwundert auch, dass du das Thema ansprichst.
Warst du nicht vor einiger Zeit absolut mit unserer Gesellschaftsordnung am Ende und wolltest nach Thailand ?auswandern? Oder irre ich mich da?
Ansichten kann und sollte man verändern, aber so abrupt?
Also so unrealistisch ist das durchaus nicht.
Habe gerade mal nachgeschaut und nachgerechnet.
Meine Frau und ich haben über viele Jahre hinweg über 60 % unseres Nettoeinkommens monatlich gespart.
Wir wohnten günstig in Miete, hatten auch über viele Jahre hinweg kein Auto.
Es geht durchaus, man muß es nur kompromisslos wollen, suchen und ständig daran arbeiten die Fixkosten zu senken.
Gruss
leinad
60% von nichts ist immer noch nichts...
beispiel, du bist nach der ausbildung und verdienst für einen ausbildungsberuf viel geld, dann verdienst du vielleicht
40 t€ brutto, dann verdienst du aber verdammt viel geld nach der ausbildung, denn normalerweise verdienst du eher 30 T€ brutto. von 30 T€ brutto bleiben 18 t€ netto übrig sind im monat 1500 € und jetzt erklärst du mir bitte mal wie du davon 30 jahre lang 1000 € im monat wegtun möchtest. dann schränkst du dich nicht nur ein sondern lebst mit weniger geld als ein hartz 4 empfänger. wenn du wirklich 40 T€ brutto verdienst hast du vielleicht 1800 € im monat und selbst dann wirst du es tendenziell eher nicht schaffen davon 1000 € im monat wegzutun.
ich lebe auch sehr sparsam so empfinde ich das zumindestens und trotzdem brauche ich mit meiner wohnung und allem drum und dran circa 1 T€ im monat zum leben. und ich empfinde das nicht als allzu viel. also müsstest du schon 2 t€ im monat verdienen, damit du 1 t€ sparen kannst und wehe dann kommen aussergewöhnliche dinge hinzu wie autoreperatur oder so. dann bist du schon gekniffen und wirst kein millionär.
2 T€ netto sind aber schon fast 50 T€ brutto und das ist soweit ich weiß mehr als der durchschnittsdeutsche verdient.
also soweit schöner artikel (dennoch unrealistisch), er bringt es nochmal auf den punkt, dass man seine ausgaben einschränken sollte und schauen sollte ob man nicht irgendwo etwas sparen kann aber ich denke auch, dass man vorallem schauen sollte, dass man sein leben lebt und sein erspartes ordentlich investiert und die zinseszinseinnahmen wieder ordentlcih investiert und damit so früh wie nur irgendwie möglcih anfängt, dann wird man zumindestens wohlhabend werden, ob es dann zum millionär reicht bleibt abzuwarten...
Wenn Du jemanden etwas gutes tun willst schenke ihm einen Fisch, aber wenn Du ihn wirklich richtig gerne hast, dann lehre ihn fischen.
Risikohinweis: Meine Beiträge sind nicht als Entscheidungsgrundlage für Investments anzusehen. Ich habe viele der besprochenen Aktien selbst im Depot oder handel damit
Warum immer sofort die Million? Reichen nicht gute Rücklagen für schlechte Zeiten und fürs Alter?
Die meisten schaffen es nie wohlhabend zu werden, da der Traum "Viel Geld mit wenig Arbeit und ohne Verzicht" nie in Erfüllung geht.
Und wenn Traumtänzer tatsächlich einmal Glück beim Lotto oder durch Erben haben, dann zerrinnt ihnen das Vermögen wieder ganz schnell. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Vermögensaufbau muss gelernt werden. Das ist harte Arbeit und verlangt Kostendisziplin.
Wer das nicht gelernt hat, der kann auch einen glücklich zugefallenen Reichtum nicht verkraften und erhalten.
Leinad,
mich verwundert auch, dass du das Thema ansprichst.
Warst du nicht vor einiger Zeit absolut mit unserer Gesellschaftsordnung am Ende und wolltest nach Thailand ?auswandern? Oder irre ich mich da?
Ansichten kann und sollte man verändern, aber so abrupt?
Ein Staat, der ab 1961 geborene Arbeitnehmer um eingezahlte Rentenbeiträge betrügt, ist es nicht wert, dass Mann Kinder in ihm zeugt, noch dass Mann länger als nötig in ihm lebt, Sozialbeiträge und Steuern zahlt !
manche wollen halt die reichsten auf dem Friedhof sein )
ich verdiene nicht schlecht in der Selbstständigkeit, aber dazu brauche ich keinen Porsche oder vergleichbares... der wichtigste Punkt in diesem Text ist für mich das Konzentrieren auf 1-2 wirkliche Hobbies - die dann auch Geld kosten. Viele in meinem Umfeld, fangen zig Sachen an incl. teuren Kursen, Lehrgängen, hightec Ausrüstung und solches Zeug. Nach 2-3 Jahren ist dann alles gegessen und es liegt rum...
Für mich ist Haus/Garten und Motorrad die Leidenschaft - da wird auch nicht geknausert! Dafür verzichtet man dann auch auf anderes.
Ein wichtiger Punkt sicherlich fehlt: Kinder! Entweder Mille oder Nachwuchs )
"Das Leben hat zwei Währungen: Zeit und Geld!"
Je mehr Käse, desto mehr Löcher.
Je mehr Löcher, desto weniger Käse.
Ergo: Je mehr Käse desto weniger Käse.
beispiel, du bist nach der ausbildung und verdienst für einen ausbildungsberuf viel geld, dann verdienst du vielleicht
40 t€ brutto, dann verdienst du aber verdammt viel geld nach der ausbildung, denn normalerweise verdienst du eher 30 T€ brutto. von 30 T€ brutto bleiben 18 t€ netto übrig sind im monat 1500 € und jetzt erklärst du mir bitte mal wie du davon 30 jahre lang 1000 € im monat wegtun möchtest. dann schränkst du dich nicht nur ein sondern lebst mit weniger geld als ein hartz 4 empfänger. wenn du wirklich 40 T€ brutto verdienst hast du vielleicht 1800 € im monat und selbst dann wirst du es tendenziell eher nicht schaffen davon 1000 € im monat wegzutun.
ich lebe auch sehr sparsam so empfinde ich das zumindestens und trotzdem brauche ich mit meiner wohnung und allem drum und dran circa 1 T€ im monat zum leben. und ich empfinde das nicht als allzu viel. also müsstest du schon 2 t€ im monat verdienen, damit du 1 t€ sparen kannst und wehe dann kommen aussergewöhnliche dinge hinzu wie autoreperatur oder so. dann bist du schon gekniffen und wirst kein millionär.
2 T€ netto sind aber schon fast 50 T€ brutto und das ist soweit ich weiß mehr als der durchschnittsdeutsche verdient.
also soweit schöner artikel (dennoch unrealistisch), er bringt es nochmal auf den punkt, dass man seine ausgaben einschränken sollte und schauen sollte ob man nicht irgendwo etwas sparen kann aber ich denke auch, dass man vorallem schauen sollte, dass man sein leben lebt und sein erspartes ordentlich investiert und die zinseszinseinnahmen wieder ordentlcih investiert und damit so früh wie nur irgendwie möglcih anfängt, dann wird man zumindestens wohlhabend werden, ob es dann zum millionär reicht bleibt abzuwarten...
Yes, ein Hartz4 Empfänger könnte bei uns noch was lernen.
Ich sagte doch unser Gehalt, ich hab zusammen mit meiner Frau über viele Jahre hinweg gespart.
Welche Autoreparaturen ?
Hab doch geschrieben, wir hatten die meiste Zeit kein Auto.
Es gab keine unerwarteten Reparaturkosten am Fahrrad.
Mal neue Reifen, Kasette hinten, Kurbelsatz vorne, neue Kette, das wars.
Gruss
leinad
Ein Staat, der ab 1961 geborene Arbeitnehmer um eingezahlte Rentenbeiträge betrügt, ist es nicht wert, dass Mann Kinder in ihm zeugt, noch dass Mann länger als nötig in ihm lebt, Sozialbeiträge und Steuern zahlt !
manche wollen halt die reichsten auf dem Friedhof sein )
Damit das nicht passiert, deshalb frühzeitig selbstfinanzierte Rente, da wo man billig leben kann.
Basti schrieb am 04.08.2009, 13:44:
Für mich ist Haus/Garten und Motorrad die Leidenschaft - da wird auch nicht geknausert! Dafür verzichtet man dann auch auf anderes.
Ja Garten ist sehr effektiv, da kann man sich auch mit vielem wichtigen selbst versorgen und reduziert die Gefahr frühzeitig an dem Gepanche der Lebensmittelindustrie an Krebs zu erkranken.
Basti schrieb am 04.08.2009, 13:44:
Ein wichtiger Punkt sicherlich fehlt: Kinder! Entweder Mille oder Nachwuchs )
Siehe unten.
Ein Staat, der ab 1961 geborene Arbeitnehmer um eingezahlte Rentenbeiträge betrügt, ist es nicht wert, dass Mann Kinder in ihm zeugt, noch dass Mann länger als nötig in ihm lebt, Sozialbeiträge und Steuern zahlt !
Wer jeden Monat 1000 Euro spart und sein Kapital mit 6 Prozent jährlich verzinst, wie es bei Aktien auf lange Sicht nicht ganz unrealistisch ist, hat nach 30 Jahren eine Million Euro zusammen ....
... liegt beim Artikel der Hase im Pfeffer. Nebenbei wird Piech noch als eine Art Weiser der Frugalität verherrlicht. Damit das auch jeder mitbekommt, steht es gleich zweimal da.
Reichgespart hat sich noch niemand. Dass heisst nicht, dass man nicht einfacher reich bliebe, wenn man sparsam ist. Ich denke, so wird ein Schuh draus.
Remember, the market is designed to fool most of the people most of the time. - Jesse Livermore