Carlos

China: quo vadis?

1,290 posts in this topic

Posted · Edited by reko

vor 4 Stunden von Sucher:

Die Minen gibt's schon (1x USA, 1x Australien). Trotz einer Insolvenz der US-Mine ist Chinas Anteil ist innerhalb von 10 Jahren um 10% gesunken (vor 10 Jahren noch fast 100% 2016 laut Artikel nur noch 90%).

 

Klar, es würde dauern, die Produktion hochzufahren, aber 10-20 Jahre sicherlich nicht.

Die Mine in USA (Mountain Pass) hat eine Kapazität von ca. 15 kt/a rare earth oxide equivalent (REO) (Ausbau Project Phoenix?).

Molycorp bzw. Nachfolger MPmaterials stellt nur ein Konzentat her, das in China verarbeitet werden muß.

Die Mine in Australien (Mount Weld) hat ca. 8 kt/a Kapazität. Lynas verarbeitet das Konzentrat in einer eigenen Anlage in Malaysia.

Benötigt werden >100kt/a. Mit westlichen Umweltstandards wird es sehr teuer.

Es gibt 17 verschiedene seltene Erden die in den Minen mehr oder weniger vorkommen. Die pauschale Berechnung reicht nicht um die Versorgung zu sichern.

Was mit den Preis passiert, wenn China weniger liefert sah man 2010. Trotzdem würde ich dann nicht in neue Minen investieren, da die nicht mehr konkurrenzfähig sind, sobald China wieder liefert.

image001.jpg

May 23, 2019 Column: Rare earths trade gun is loaded; will China pull the trigger?

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Posted · Edited by stagflation

 

Zitat

 

Ich vermute, dass Xi Jinping und seine Minister sich mittlerweile persönlich mit dem Thema befassen. Die chinesische Regierung wird Huawei entweder wie eine heiße Kartoffel fallen lassen oder sie wird das Vorgehen der Amerikaner als Angriff gegen China bewerten und entsprechend zurückschlagen.

 

Jedenfalls wird China alles in Bewegung setzen, um schnellstmöglich wirtschaftlich und militärisch so stark zu werden, dass sich in Zukunft niemand mehr derartige Angriffe traut.

 

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Posted · Edited by Axel

vor 4 Stunden von stagflation:

Jedenfalls wird China alles in Bewegung setzen, um schnellstmöglich wirtschaftlich und militärisch so stark zu werden, dass sich in Zukunft niemand mehr derartige Angriffe traut.

Das war schon, um das Jahr 2000, so und das weiss ich aus erster Hand. 

 

China wird sich nicht erpressen lassen und verfolgt den Weg eine Grossmacht zu werden, falls Sie es nicht schon in einigen Teilbereichen sind. 

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Am 20.5.2019 um 19:30 von Sovereign:

Nicht nur das die PBoC einfach zuschaut wie der Yuan Richtung 1/7tel Dollar sinkt und von Morgens bis Abends US Staatsanleihen verkauft

 

Bis zu einem gewissen Grad stört es doch die Chinesen herzlich wenig wenn ihre Währung gegenüber dem US-Dollar abwertet, schließlich mildert dies den Effekt von Zöllen auf chinesische Exporte ab und verteuert amerikanische Produkte in China. Es wird erst kritisch, wenn der Yuan zu sehr abwertet und so die Pläne zur internationalen Akzeptanz des Yuan gefährdet, da der Yuan derzeit noch einen verschwindend geringen Anteil des internationalen Währungsumsatzes ausmacht.

Es sind lediglich 67 Milliarden US-Dollar in Staatsanleihen gewesen in den 12 Monaten bis März diesen Jahres (CNBC). Es wäre auch ökonomisch wenig vernünftig in großem Ausmaß US-Statsanleihen abzustoßen. Solange viele Rohstoffe international in US-Dollar gehandelt werden ist Peking auf Einkünfte in US-Dollar angewiesen. Zudem würde man damit den Yuan gegenüber dem Dollar aufwerten lassen und den Wert der eigenen Wertpapiere auf Talfahrt schicken.

 

Zitat

Und in den USA hungern die SojaFarmer weil der Preis für Sojabohnen auf Rekordtiefs abgesunken ist seit dem sich die Chinesen in Südamerika mit Soja eindecken. Was hecken die Chinesen wohl als nächstes aus? Öl im Iran kaufen, statt teures LNG in den USA? Sich bei den Brasilianern mit Protein eindecken anstatt in den USA? Oder sich einfach weigern mit harter Arbeit Sachen zu produzieren die die US Amerikaner dann mit Papier-Dollars kaufen die sie Tag und Nacht drucken?

 

Zum Teil ja, insbesondere aber fällt der Preis für Sojabohnen jedoch weger der afrikanischen Schweinepest, welche China schwer getroffen hat und somit Preise für Schweinefleisch und Substitute in die Höhe getrieben hat. Sojabohnen werden als Futter für Schweine verwendet, die nun massenweise geschlachtet werden mussten.

Bei dem Öl-Kauf im Iran geht es erneut um die Währung. Chinesen können logischerweise keine US-Dollars drucken. Da China mittlerweile der größte Öl-Importeur ist (Öl repräsentiert 1/6 der chinesischen Importe), sind sie darauf angewiesen strategisch wichtige Importe in einer Währung erwerben zu können, welche sie selbst kontrollieren. Wenn die Chinesen es schaffen weitestgehend vom US-Dollar unabhängig zu werden, könnte man auch über das Abstoßen von US-Staatsanleihen nachdenken. In dem Fall würde der in der Folge vermutlich aufwertende Yuan der zunehmend importorientierten chinesischen Wirtschaft helfen.

 

 

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Entgegen früherer Vorwürfe von Präsident Donald Trump sieht das amerikanische Finanzministerium keine Beweise dafür, dass China seine Währung manipuliert. Zu diesem Schluss kommt das Ministerium in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Das Finanzministerium forderte China jedoch auf, die „notwendigen Schritte zu unternehmen, um eine anhaltende Abschwächung“ seiner Währung zu vermeiden.

Hier der vollständige FAZ-Artikel.

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Global markets fall as China prepares to hit back at US in trade war

Wenn dieser Streit noch weiter eskaliert wird es sehr schwer da wieder raus zu kommen.

Abgesehen davon ausreichend neue Minenkapazität für Seltene Erden zu schaffen, wie teuer wird die Raffinerie bei uns? Wir leben von den lockeren Umweltstandards in China.
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Am 24.5.2019 um 20:28 von Sucher:

Bei allen wirtschaftlicher Mutmaßungen, muss man auch die Politik bedenken. Ein Regimewechsel in China ist möglich, einem kollabierenden China traue ich alles zu. Trump muss sowieso nach acht Jahren gehen. Ich glaube nicht, dass es die KP darauf ankommen lässt. Die Gefahr von 100 Millionen arbeitslosen Chinesen ist real. Das kann kein Land der Welt überleben.

...

Ich denke nicht, dass ein Regimewechsel in China, in absehbarer Zeit, möglich ist.

Die große Mehrheit der Menschen in China hat einen starken wirtschaftlichen Aufschwung erfahren, ähnlich wie bei uns in den Wirtschaftswunderjahren.

Ein Meinungsumschwung kann sich erst ergeben, wenn jüngere Generationen den Wohlstand als selbstverständlich ansehen und sich eher theoretischen Themen zuwenden, so wie bei uns in den 70er Jahren.

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Posted · Edited by reko

vor 51 Minuten von Archimedes:

Ich denke nicht, dass ein Regimewechsel in China, in absehbarer Zeit, möglich ist.

Ich auch nicht. Im Gegensatz zur USA ist die Hürde für Veränderung in China sehr hoch. Es müßte schon Aufstände geben. Die Situation ist eine ganz andere als beim Zusammenbruch der UdSSR.

Was soll sich auch ein chinesischer Arbeiter denken, wenn er die Berichte in den ihn zugänglichen Medien sieht? Wir müssen etwas weniger exportieren und mehr US Produkte kaufen?

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Für den einen oder anderen mag dieses Interview ganz interessant sein, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, was zwischen Trump und China abgeht. 

 

 

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Reuters: Chinese firms' missing $6 billion tests regulators' resolve

 

Die beiden in China gelisteten Firmen Kangmei Pharmaceutical Co Ltd sowie Kangde Xin Composite Material Group Co Ltd haben jüngst zugegeben keine Ahnung über den Verbleib von Cash-Beständen in Höhe von umgerechnet knapp über 6 Milliarden Dollar zu haben. Die Summe entsprach vor Bekanntgabe mehr als der Hälfte des kummulierten Börsenwertes der Unternehmen. Der Vorfall weckt neue Zweifel über die Verlässlichkeit der Bilanzen chinesischer Konzerne, der Strafverfolgung in China für derartige Vergehen sowie den rechtlichen Möglichkeiten für Kleinaktionäre sich zur Wehr zu setzen.

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Posted · Edited by reko

Ein Artikel von Larry Reaugh, CEO von American Manganese

11.6.2019: RARE EARTHS ARE JUST THE BEGINNING: How the U.S. can break China’s metal grip to foster innovation

Er sieht seine Recyclingfirma (Li-Ion Akkus, Co, Li, Ni, Mn, Al) als Gewinner. Die Minen für diese Rohstoffe befinden sich überwiegend nicht in China, aber die Smelter.

31.5.2019: Video Interview  "Rare Earths are tip of the iceberg when it comes to Critical Metals"

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Zitat

Die USA und China haben sich in ihrem Handelskrieg auf eine Wiederaufnahme ihrer Verhandlungen geeinigt. Das berichtete US-Präsident Donald Trump am Samstag nach seinem Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Rande des Gipfels der großen Wirtschaftsnationen (G20) in Osaka in Japan.

Zitat

Donald Trump will Lieferungen von US-Unternehmen an den chinesischen Telekomriesen Huawei wieder zulassen. Er habe Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zugesagt, dass technologische Produkte weiterhin an Huawei verkauft werden dürften, sagte Trump nach Abschluss des Gipfels der wichtigsten Industrienationen am Samstag in Osaka in Japan. Der US-Präsident erklärte zudem, die USA würden vorerst keine neuen Sonderzölle auf Importe aus China erheben wollen. Auf einer Pressekonferenz nach dem G20-Gipfel bestätigte Trump am Samstag entsprechende Angaben der chinesischen Seite. Chinas Präsident Xi Jinping betonte zuvor, Unternehmen aus der Volksrepublik würden hoffentlich fair behandelt. Beide Länder sollten Partner werden, China sei es ernst mit den Verhandlungen im Handelsstreit, sagte Xi laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Der Handelsstreit zwischen den USA und China solle durch Gespräche gelöst werden. Es müsse eine Lösung gesucht werden, die für beide Seiten akzeptabel sei, so Xi weiter.

https://www.welt.de/politik/ausland/live196027299/G20-Gipfel-Trump-bietet-Kim-Jong-un-spontanes-Treffen-an.html

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Ja. Trump beginnt zu verstehen, das seine Aktionen nicht das bringen, was er wollte.

Apple verlagert die Produktion eher von der USA nach China als umgekehrt. (Siehe Power-PC Fertigung)

Andere machen es ähnlich.

Dumm gelaufen für Trump. Mit den Strafzöllen hat er die USA wesentlich stärker selber getroffen als er geschätzt hatte.

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