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Carlos

China: quo vadis?

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H.B.
Posted

Kann es sein, dass das MM den Schnee von gestern weiß angestrichen hat?

 

Hier ein Auszug aus dem »Market Briefing« der FT von heute


 

Quote

 

Evergrande, the world’s most indebted property developer whose business has been hit by Chinese government curbs on lending to the real estate sector, has a payment due on a dollar bond on Thursday. Prices of its bonds indicate investors expect it to default.

Fears about Evergrande’s problems spiralling into China’s vast real estate and banking sectors and beyond shook global markets on Monday. On Wednesday, however, the stressed developer said it had “resolved” payment on a bond held by mainland Chinese lenders.

“The narrative has moved away from Evergrande being a systemic issue, to one where Evergrande is eventually restructured, but where collateral damage will be localised,” said Robert Carnell, regional head of research for Asia-Pacific at ING.

 

 

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

@TWP17

Danke für Deine Antwort. Im Gegensatz zu anderen denke ich nicht nur in schwarz und weiß. Dazwischen gibt es immer noch grau und letztlich kann niemand definitiv abschätzen, wie sehr eine mögliche Pleite von Evergrande die Märkte und die Realwirtschaft in China/Asien sowie im Rest der Welt beeinflussen könnte. Ich hatte dazu bereits im Evergrande-Thread einen WiWo-Artikel verlinkt:

Zitat

300 Milliarden Dollar Schulden [von Evergrande] sind für sich genommen gigantisch, aber im globalen Kontext dann doch übersichtlich. Allein die Fed schöpft aktuell noch 120 Milliarden Dollar durch Wertpapierkäufe – pro Monat. Zudem lässt das Zinsniveau in China, anders als in den USA, noch Raum für massive Zinssenkungen. Um das Kreditrisiko in Asien zu beurteilen, sollten Anleger die Aktien der stark in der Region engagierten Finanzhäuser Standard Chartered und HSBC beobachten. Bisher zumindest liegt da noch alles im grünen Bereich.

 

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pete1
Posted
vor einer Stunde von TWP17:

a.) es stehen, anders als bei Lehmann, konkrete Assets (Immobilien/Projekte) zur Verwertung zur Verfügung

Natürlich absolut richtiger und auch wichtiger Punkt.

 

Aber wenn der Immobilienriese verschwindet, wird der Immobilienmarkt ins Wanken kommen. Das bedeutet ja auch zeitgleich, dass die Immobilienpreise möglicherweise in sich zusammenbrechen werden. Wenn da jemand verkaufen möchte, der/die evtl. zu knapp kalkuliert hat, erlebt dann ein blaues Wunder.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
Zitat

Die Unsicherheit, wie der Fall Evergrande ausgeht wird, hält an. Hedgefondsmanager Florian Homm, der bei der abgestürzten Evergrande-Aktie short war, also damit schwer verdiente, sieht darin keine so große Gefahr wie 2008 im Fall Lehmann. Er rechnet eher damit, dass die Chinesen mit dieser Krise erfolgreicher umgehen als die Amerikaner oder Europäer mit dem Fall Lehman. Konkret, so Homm, könnten die Chinesen Wohnungsbestände von Evergrande mit riesigen Preisabschlägen auf den Markt werfen, damit nicht direkt intervenieren – und im Gegensatz zu westlicher Subventionspolitik (die durch ihre endlosen Hilfen den Wildwuchs an den Märkte befördere) sogar zu einer Bereinigung des Marktes beitragen. 

Quelle: WiWo

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pete1
Posted

Der Immobilienmarkt in China macht fast 30% der chinesischen Volkswirtschaft aus. Eine Pleite von Evergrande würde massive Auswirkungen haben. Wenn es zu keiner Rettung kommen sollte, sehe ich enorme Gefahren. Es könnte zu einem Kollaps in China kommen. Dass das über die ganze Welt Auswirkungen nach sich ziehen würde, ist eine ganz offensichtliche Sache. 

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Sovereign
Posted · Edited by Sovereign
Am 20.9.2021 um 12:10 von Malvolio:

Ich sehe China eher auch noch als Entwicklungs- bzw. Schwellenland, auch wenn sie in vielen Aspekten durchaus schon technisch weiter sind als wir.

China ist meiner Meinung nach, immer noch ein Schwellenland.

 

Es gibt eine wirklich sehenswerte Doku vom ZDF: ' Handelskriege im Spiegel der Geschichte'

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/handelskriege--im-spiegel-der-geschichte-100.html (verfügbar bis zum 17. Oktober 2021)

 

Dort wird der Weg von EM hin zu DM folgendermassen definiert: Während des Weges hin zu DM Protektionismus der eigenen Wirtschaft, also Zölle auf Einfuhren (Beispiel England, Deutschland, USA, Korea, Japan). Abgeschlossen ist der Weg wenn keine Technologie (siehe Deutschland vor 1900, Korea, Japan: Kameras, Fernseher, Autos, ... ) mehr kopiert sondern selbst entwickelt wird.

 

Es haben in den letzten 50 Jahren nur sehr wenige Staaten den Weg von EM hin nach DM geschafft: Korea, Taiwan und ich meine auch Israel und Singapur. Möglicherweise Südafrika. Die meisten, die es versucht haben sind gescheitert: Thailand, Malaysia, Brasilien, Mexiko, Argentinien. China wird wohl noch etwas dauern.

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Malvolio
Posted
vor 22 Minuten von Sovereign:

China ist meiner Meinung nach, immer noch ein Schwellenland.

 

Es gibt eine wirklich sehenswerte Doku vom ZDF: ' Handelskriege im Spiegel der Geschichte'

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/handelskriege--im-spiegel-der-geschichte-100.html (verfügbar bis zum 17. Oktober 2021)

 

Dort wird der Weg von EM hin zu DM folgendermassen definiert: Während des Weges hin zu DM Protektionismus der eigenen Wirtschaft, also Zölle auf Einfuhren (Beispiel England, Deitschland, USA, Korea, Japan). Abgeschlossen ist der Weg wenn keine Technologie (siehe Deutschland vor 1900, Korea, Japan: Kameras, Fernseher, Autos, ... ) mehr kopiert sondern selbst entwickelt wird.

 

Es haben in den letzten 50 Jahren nur sehr wenige Staaten den Weg von EM hin nach DM geschafft: Korea, Taiwan und ich meine auch Israel und Singapur. Möglicherweise Südafrika. Die meisten, die es versucht haben sind gescheitert: Thailand, Malaysia, Brasilien, Mexiko, Argentinien. China wird wohl noch etwas dauern.

 

Bei aller Wirtschaftsmacht Chinas ist die Betrachtung des Sozialproduktes pro Kopf immer noch eher ernüchternd:

 

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_GDP_(nominal)_per_capita

 

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Schildkröte
Posted
Zitat

Im September stiegen die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft in Dollar berechnet um 28,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie der Zoll am Mittwoch in Peking berichtete. Die Steigerung war noch höher als im Vormonat, wo die Erwartungen von Experten mit einem Plus von 25,6 Prozent bereits übertroffen worden waren. Die Importe wuchsen hingegen langsamer als vorhergesagt mit nur noch 17,6 Prozent, nachdem sie im August um 33,1 Prozent zugelegt hatten.

Quelle: FAZ

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reko
Posted · Edited by reko

2021/10/13 China: Verschärfte Produktionsbedingungen für EU-Unternehmen

"Wie sich die Energieknappheit und die Stilllegung vieler Betriebe in China auf europäische Unternehmen auswirken. .. Die Rationierungen werden nach seiner Einschätzung bis März bestehen bleiben. .. EU-Unternehmen beklagten "chaotische Zustände""

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