Shjin

"Ertragskraft"

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"Ertragskraft" ist Grahams Bezeichnung für die potenziellen Gewinne oder, wie er sagt, der Betrag, den eine Firma jedes Jahr erwartungsgemäss erwirtschaften kann, wenn die vorherrschenden wirtschaftlichen Bedingungen während dieser Zeit unverändert bleiben. Einige seiner Lehren verdeutlichen, weshalb Graham beabsichtige, einen Zeitraum von fünf oder mehr Jahren zu erfassen. Sie können die Ertragskraft je Aktie eines Unternehmens grob, aber ganz einfach abschätzen, indem Sie das umgekehrte KGV nehmen, von einer Aktie mit einem KGV von elf kann gesagt werden, sie habe eine Ertragskraft von 9% (oder 1 dividiert durch 11). Heute wird die Ertragskraft oft mit Gewinnrendite bezeichnet.

 

Wendet ihr das an? Sinnvoll? Wann? Ich seh jetzt nicht gerade, wann ich das effektiv anwenden könnte, was für Richtwerte "gut" oder "schlecht" sind. Was es genau ausdrückt.

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Geschrieben

Wird, denke ich, von vielen verwendet.

 

Berechnet mit dem KGV3 (dem durchschnittlichen KGV der letzten 3 Jahr) lässt sich auch bei schwankenden Gewinne eine ca. Einstandsrendite berechnen. Dabei wird natürlich erstmal das Wachstum außen vor gelassen. Sind die Gewinne der nächsten Jahre relativ prognostizierbar, da sehr stabil, kann auch die Rendite im ersten, zweiten usw. Jahr berechnet werden.

 

Beispiel:

 

Ein Unternehmen hat ein KGV von 20 bei geringem Wachstum.

 

Einstandsrendite 5 %.

 

In diesem Fall kann, falls die Gewinne sich genauso mäßig entwickeln wie in den letzten Jahren, auch eventuell eine Anleihe mit gleicher Rendite aber geringerem Risiko gekauft werden. (Sehr vereinfacht natürlich)

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Für mich hört sich die Kennzahl sehr gut an, aber kannst du mir noch erklären wie man vom KursGewinnVerhältnis mit der Zahl 1 (1/KGV) auf die Ertragskraft kommen soll? Was ist die Begründung, dass dies so gerechnet wird? Wie rechtfertigt sich das?

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Für mich hört sich die Kennzahl sehr gut an, aber kannst du mir noch erklären wie man vom KursGewinnVerhältnis mit der Zahl 1 (1/KGV) auf die Ertragskraft kommen soll? Was ist die Begründung, dass dies so gerechnet wird? Wie rechtfertigt sich das?

 

1 (= 100 %) / kgv (d.h. wieviel Jahre braucht es bei gleichbleibenden Gewinnen, um 100% des aktuellen Kurses in Form von kumulierten Gewinnen zu erreichen)

 

Schwierig zu erklären, aber letztendlich beschreibt das KGV genau diese Anzahl der Jahre.

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Schwierig zu erklären, aber letztendlich beschreibt das KGV genau diese Anzahl der Jahre.

 

Genau, noch besser wäre ggf. der operative Cashflow.

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Genau, noch besser wäre ggf. der operative Cashflow.

 

Der wird doch in den Bilanzen meist ausgewiesen oder? Muss gar nicht berechnet werden.

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Geschrieben

Der wird doch in den Bilanzen meist ausgewiesen oder? Muss gar nicht berechnet werden.

 

Okay, das war wohl etwas zu kurz gefasst:

 

Das KGV zeigt dir theoretisch an, wieviele Jahre du brauchst um dein Investment wieder bei 0 zu haben.

 

Nun ist das Kurs-Gewinn- oder auch Kurs-Jahresüberschuss-Verhältnis immer stark verwässert (Abschreibungen, Rückstellungen etc.), daher wäre das Kurs-Cashflow-Verhältnis, welches mit dem operativen Cashflow berechnet wird sinnvoller, da man dort sieht wieviel Geld nun tatsächlich in das Unternehmen geflossen ist. Verstehst du was ich meine ?

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Wie wär´s den mit einem Thread für das Buch anstatt immer wieder einen neuen für einzelne Aspekte zu eröffnen?

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