Toni

Immobilie versus Wertpapierdepot

696 posts in this topic

Posted · Edited by Toni

Hi,

 

ich möchte hier eine kontroverse Diskussion entfachen, die mir

und anderen klarer machen soll, welches die bessere Langfrist-

Investition ist. Ich habe mich schon mit so vielen Leuten darüber

gestritten, dass ich es jetzt mal genauer wissen will.

Und zwar möchte ich keine Vermischung der beiden Strategien,

sondern zunächst klären, welche von beiden mehr Vorteile

bringt.

 

Mein Kumpel M. aus Köln will sich unbedingt eine Wohnung kaufen.

Ich diskutiere mit ihm immer darüber, er hat nicht viel Ahnung

von Geldanlage etc...

 

Sein einziges Argument ist immer:

 

"Jede Miete, die Du zahlst, ist ein für alle mal verloren. Zahle ich mit dem

gleichen Betrag aber eine Wohnung ab, in der ich wohne, dann gehört sie mir

irgendwann einmal. Und ich muss dann keine Miete mehr zahlen..."

 

Hört sich toll an, aber ist es so? Er meint, der Kredit, den er braucht, hat

nur 5% Zinsen. Das kann hinkommen, ist ja alles im Keller. Schöne Zeiten

für Häuslebauer etc...

 

Aber solch einen billigen Kredit bekommt man ja IMO nur, wenn die Sicherheiten

entsprechend hoch sind oder die Anzahlung hoch ist, oder?

 

Er stellt sich vor, 10 kE Anzahlung, die Wohnung kostet in Kölle

nur 100 kE. Das ist ein Vorteil.

 

Und wenn die Anzahlung höher ist, sagen wir mal ein Drittel,

also 30 kE, dann kann dieses Geld nicht anderweitig investiert

werden, wie man es auch machen könnte. Diese 30 kE könnten für alle

Wohnungskäufer der Grundstock für ein grosses Aktienkapital sein!

 

Er zahlt in seinem Hamsterkäfig in Kölle ca. 300 E Miete.

Hätte er also die 30 kE in Aktien und würden die im Schnitt

10% p.a. bringen, WÄRE DAS SCHON DIE MIETE!!!

Für IMMER!

 

Oder sehe ich da was falsch?????

Eine genaue Rechnung habe ich auch noch nie gemacht, deswegen

bin ich mir auch nicht ganz sicher, was besser ist.

 

Vielleicht kann sich ja der ein oder andere dazu äussern.

Idealerweise jemand, der von beiden Themen etwas versteht.

Oder gibt's solche Leute garnicht??

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Na, keiner traut sich? Es betrifft uns doch alle, oder?

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Ich meine gelesen zu haben, das man mit Miete günstiger weg kommt. Das bezog sich aber dann auf den Häuserbau, bzw. das Mieten eines Einfamilien Hauses.

 

Gut ich komm vom Lande ... aber ich würde mir nie eine Wohnung kaufen. Weiß nicht in was für Lebensumständen dein Kumpel lebt ... aber stell dir mal vor er lernt die Frau seines Lebens kennen ... bekommt Kinder ... und dann hast du vielleicht noch den Kredit am laufen, obwohl du schon garnichtmehr in die Wohnung passt. Alles so ein Ding.

 

Und ich schlechten Zeiten macht dein Depot auch -10%

 

Aber die derzeitigen Zinsen für Häuslebauer sind schon verlockend. Wenn ich alt genug wäre, würde ich mir jetzt ein Haus auf's Lande stellen. Kredit günstig wie nie und Eigenheim zulage gibt es auch [noch]. Also dann lieber doch für's Haus/Wohnung

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ich denke jährliche renditen von 10 Prozent per anno sind etwas hochgegriffen. es sei den dein freund ist börsenguru und schafft in jeder marktlage optimale performance.

und einen, oder mehrere fonds zu finden, die jährlich 10 % machen ist auch nicht sooo einfach. zumindest nicht bei anlagezeiträumen über mehrere jahrzehnte.

 

letztendlich müssen die gewinne noch versteuert werden - und nicht zuwenig (35%).

 

ich denke ein wohnungskauf wäre die bessere und sicherer alternative. solange es noch staatliche förderung gibts sollte man zulangen. zudem sind sachanlagen frei von inflation und steuern etc...

 

und was man hat, das hat man

 

mfg

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zudem sollte man bedenken, dass der vermieter die miete wohl kaum bei 300 euro belassen wird. steigende nebenkosten, inflation etc. lassen die miete proportional nach oben schnellen. d.h. dein kumpel müsste seine performance jedes jahr progressiv steigern und die miete zu decken und ob er das kontinulierlich schaft wage ich zu bezweifeln.

 

ich halte weiterhin am wohnungskauf fest :thumbsup: denn damit dreht dein kumpel den spieß nämlich um - inflation etc. begünstigen die wertsteigerung seiner immobilie.

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Posted · Edited by Toni

Hi Starfox,

 

ich danke Dir für Deine Beteiligung an diesem Thread.

 

Scheint ja nicht jeden zu interessieren, obwohl es das sollte!

 

Der Anfang der Diskussion ist schon mal nicht schlecht. Aber

ich möchte gern eine quantitative Analyse haben, wo die eine

gegen die andere Strategie gestellt wird.

 

Klar, man kann auch beides machen, aber mir geht es zunächst

um den Vergleich der beiden. Dabei gehe ich von einer festen

Verzinsung der Aktien (10% per annum) und einer konstanten

Inflation von 2% aus, meinetwegen. Anders ist das nicht rechenbar

(und der Bankberater würde es genauso machen...).

 

Dein Argument "Was man hat, hat man" ist genau so ein Argument,

was man immer hört, was mir an dieser Stelle aber GERADE NICHT

reicht, denn es gilt, genau solche Aussagen mit fundierten Berechnungen

zu unterlegen.

 

Ich weiss, eine Immobilie ist was zum Anfassen, daher "fühlen" sich

die meisten Menschen sicherer als mit Aktien. Aber ich möchte

herausfinden, ob sich das WIRKLICH SO SEHR lohnt, oder ob es nicht

ein Trugschluss ist, dass man mit einer Immobilie soviele Vorteile hat.

 

Dein Argument gegen das Mieten ist das mit der ständigen Mieterhöhung.

Aber wird das Abzahlen des Kredites im Falle eines Immo-Kaufs nicht

auch teurer, in gleichem Masse wie die Miete? Man kann einen festen

Zinssatz haben beim Kredit oder einen variablen, oder nicht?

Und der variable wird ja dann sicher auch ständig angepasst.

 

Ich würde mich über Antworten sehr freuen, da ich das Thema für

äusserst interessant und dringend klärungsbedürftig halte.

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ich halte weiterhin am wohnungskauf fest :thumbsup:  denn damit dreht dein kumpel den spieß nämlich um - inflation etc. begünstigen die wertsteigerung seiner immobilie.

Die Wertsteigerung einer Immobilie hängt wohl immer noch davon ab, ob jemand bereit ist mehr dafür zu bezahlen, als man selbst reingesteckt hat.

 

Am Imomarkt geht es ähnlich wie am Wertpapiermarkt ab. Es gibt Orte, da ist nicht mehr rauszuholen, besonders wenn plötzlich große Baugesellschaften beginnen Wohneigentum um das eigene Haus zu bauen. Der Markt wird schnell gesättigt und den Preis bestimmen die großen.

 

Ich persönlich würde nie 350.000 für eine Wohnung ausgeben in Stuttgart, wenn ich dafür auf dem Lande (außerhalb von Stuttgart) ein ganzes Haus mit großen Grundstück bekomme.

 

Wie hoch die anfänglichen Belastungen bei Kauf von Wohneigentum sind, ist den meisten eh nicht bekannt. Da wird gleich mal außeracht gelassen, das der Grundbucheintrag auch etwas beim Notar an Kosten mit sich bringt (ca. 1,5% aus dem Kaufpreis). Die Grunderwerbssteuer liegt bei ca. 3,5 %. Maklerprovision dürfte um die ca. 3,45 % liegen, falls man nicht direkt bei der Baufirma oder Privat kauft. Weiterhin fallen diverse Versicherungskosten im Monat an, um sich gegen Elemtarschäden zu versichern.

 

Da kommen bei einer Wohnung von 200.000 , schnell noch einmal 13.000,- hinzu (ohne Versicherung).

 

Wichtig ist wohl eines, das man bei Kauf von Wohnungeigentum noch genug Geld zum Leben hat, denn schnell kommen Situationen (Arbeitslosigkeit/Krankheit) hinzu, die aufgefangen werden müssen.

 

Der Vorteil von Aktien gegenüber Immobilien dürfte klar sein, man kann sie schnell verkaufen. Jemanden finden der mal schnell 200.000 für eine Wohnung hinblättert dürfte schwer sein.

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natürlich bin ich von einem festen kreditzins ausgegangen.

 

letzendlich ist die differenzierung schwer denke ich. aktiencrash hat die risiken ja bereits angesprochen (arbeitslosigkeit, krankheit etc.)

 

ich weis natürlich nicht welche sicherheiten dein kumpel hat oder wie fest er im berufsleben steht. ich denke ein journalist würde eher die aktien bevorzugen, wohingegen ein richter die immobilie nimmt.

 

ich halte immernoch an an den eigenen vier wänden fest :thumbsup:

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Posted · Edited by desesperado

nicht unterschätzen sollte man die Kosten um eine Immobilie zu unterhalten,

die natürlich auch bei einer Eigentumswohnung anfallen,

da werden im allgemeinen Rücklagen gebildet für anfallende Reparatur-und Verschönerungsarbeiten (neue Heizung, Dach, Malerarbeiten etc.), außerdem fallen meistens noch monatl. Kosten für die Hausverwaltung an,

 

die Frage ist in Zeiten von Hartz IV noch schwieriger zu beantworten,

ich bin da nicht so auf dem Laufenden, aber bei der Zahlung von Arbeitslosengeld II sollen wesentliche Unterschiede zwischen Eigentum und Miete bestehen - zugunsten der Hauseigentümers, was ich mir aber nicht wirklich vorstellen kann, denn der Staat unterstützt einen Hausbesitzer sicher nicht bei der Bildung von Rücklagen, wie das bei Eigentumswohnungen aussieht, ist mir auch nicht bekannt

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Soo, ich schalte mich nun auch mal ein. Folgendes ist zu berücksichtigen:

 

Ein großer Vorteil von Immobilien ist die Basis der Wertsteigerung. Unterstellen wir mal dass sich innerhalb eines Zeitraumes von 20 Jahren der Wert von Aktien allgemein und der Wert von Immobilien allgemein ungefähr gleich entwickelt. Ich weiß, darüber kann man wieder diskutieren, aber um es durchzurechnen muss man einfach mal Annahmen treffen. Rechnen wir weiterhin damit dass die Anleger beide keine Vollprofis sind, das heißt wir nehmen den durchschnittlich realistischen Ertrag nach 20 Jahren. Ein Aktienprofi wird sich ein Depot zusammenstellen können das den Markt schlägt (auch wenn das für 20 Jahre schwierig werden dürfte, ich erinnere daran wie wenige professionell gemanagte Aktienfonds ihren Index langfristig schlagen) und ein Immobilienprofi wird eine Immobilie leicht zu einem höheren Preis verkaufen können als sie wert ist. Nehmen wir also vorsichtige Zahlen in der Annahme dass sich beide Märkte moderat positiv entwickeln.

 

Wohnung, KP 100.000 Euro, Anzahlung 10.000 Euro, Darlehenszinssatz 4,5% (aktuell realistisch), Tilgung über 20 Jahre. (prinzipiell realistisch aber ungenau mit Durchschnittswerten gerechnet)

Aktiendepot Einlage 10.000 Euro, keine Darlehenszinsen. Generell habe ich bei beiden Anlageformen die Beträge nicht abgezinst, es sind also nur grobe Werte.

Durchschnittliche Wertsteigerung der Immobilie und des Aktienkurses p.a. 4%. (das ist für beide Fälle niedrig, ich weiß! :) ) Nun eröffnet sich der große Vorteil der Immobilie: vom ersten Tag der Finanzierung an steigt die KOMPLETTE Immobilie, also 100.000 pro Jahr um 4%. Das Aktiendepot erhält aber nur auf seine 10.000 Einlage die 4% Wertsteigerung! Während die Darlehenszinsen der Immobilie sich nicht nach oben bewegen hebelt der Zinseszinseffekt den Wert der Immobilie, die von Anfang an mit 100.000 startet, in ungeahnte Höhen. Nach oben erwähnter ungenauer Rechnung hat man nach 20 Jahren für das Haus 180.000 Euro bezahlt und es ist nun 220.000 Euro wert. Man hat also 40.000 Euro gut gemacht mit einem Einsatz von anfänglich 10.000 Euro. Das Aktiendepot ist nach 20 Jahren allerdings nur 22.000 Euro wert, hat also 12.000 Euro gut gemacht.

 

Rechnet man für Aktien mit einer Wertsteigerung von 6% erhält man eine Wertsteigerung von 22T. Bei 8% sind es 37T. Also selbst wenn man die Immobilienentwicklung bei 4% und die Aktienentwicklung bei 8% ansetzt schneidet die Immobilie besser ab.

 

Das ist nun eine vereinfachte Rechnung die den Hebeleffekt von Zinseszinseffekten bei hohem Basiswert verdeutlicht. Bitte korrigiert mich wenn sich da ein grober Fehler eingeschlichen haben sollte. UNBERÜCKSICHTIGT sind in dieser Rechnung folgende Faktoren:

 

Pro Aktie: -kein monatlicher Liquiditätsverlust (Vorsicht: der Betrag an sich ist in der Rechnung schon drin! Es geht nur um den temporären Einnahmeausfall solange während der Finanzierungszeit die Immo gehalten wird!)

-schnellere Liquidierungsmöglichkeit durch Verkauf

 

Pro Immo: -keine Opportunitätskosten für Depotmanagement (man hat 20 Jahre seine Ruhe. Das is ein Riesenvorteil wenn man nebenher noch ein Leben hat und sich nicht hauptberuflich oder haupthobbymässig mit Vermögensaufbau beschäftigt. :) )

-Steuernachteile Aktien

-Steuervorteile Immobilien

-Staatliche Zuschüsse Immobilien

-was man hat das hat man ;) das ist in der Tat ein großer Vorteil, man gewinnt beträchtlich an Sicherheit und Lebensqualität wenn man ein eigenes Dach überm Kopf hat!

-erhebliche Mieteinsparungen (bei 8% bringt ein Depot von 10T ca. 70 im Monat. Alleine die Mieteinsparungen bewegen sich in der Größenordnung von 400-600 Euro im Monat)

 

Das ist nun mein Statement. Ich denke Immobilien rechnen sich mehr. Wenn man das so

zuspitzen will! Natürlich kompensieren die Vorteile der einen Anlageform nicht die Vorteile

der anderen. Bin ohnehin ein Freund gemischter Vermögensdepots!

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Ein großer Vorteil von Immobilien ist die Basis der Wertsteigerung.

 

 

und ein Immobilienprofi wird eine Immobilie leicht zu einem höheren Preis verkaufen können als sie wert ist.

 

 

Aktiendepot Einlage 10.000 Euro

hi,dass eine immobilie steigt und an wert immer zunimmt,das trifft aber der heutige situation berhaupt nicht zu! den heute kannst eine immobilie gaaanz billig kriegen! baufinanzierung unter 3%, der markt ist so was von voll mit der ware! und ausserdem,wenn man das gesamtbild der konjuktur anschaut,menschen in die augen guckt,sieht man dass die,bevor eine immobilie kaufen,sich tausend mal überlegen und ausrechnen,ob das überhaupt möglich ist! den die fragen wie: werde ich mein job für immer behalten? wenn ich sterbe wer soll dann das ganze bezahlen? wenn ich später kinder habe,wird da unsere existenz gefärdet?"der lebenstandart,wird es auf dem neveu bleiben,oder wird es noch teuerer? machen die ganse sache einfach komplizierte und unsicher!

 

wenn der markt übersättigt mit immobilie ist,kann kein makler die zu einem höherem preis verkaufen!

 

 

wenn du 100.000euro für eine wohnung hast,dann hast du rein theoretisch auch 100.000euro für aktien. wieso nimmst du da nur 10.000euro?

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Posted · Edited by Heldon

Hi Dimka, nett dass mir jemand so schnell antwortet! :D

 

Die aktuelle Marktsituation der Immobilie habe ich bewusst ausser Acht gelassen, das ist ein zu großes Feld um es parallel zu diskutieren. Es sollte ja prinzipiell um Aktien vs. Immo gehen. Als der Markt für Aktien 2001 im Keller war hatte man es auch schwer mit Argumentieren, und da konnte man auch als gewiefter Aktienexperte keinen Gewinn aus Aktien ziehen. Man konnte nur welche Kaufen und wissen dass sie wieder steigen, und das ist es was kluge Immobilieninvestoren im Immobilienmarkt jetzt tun! ;) Der Zustand des Immomarktes in D ist ein vorübergehendes Phänomen das bei einer langfristigen Geldanlage nur eine marginale Rolle spielt. (vor allem wenn man es global betrachtet, da haben wir nämlich einen Riesenboom der evtl. bald soger zu einer Blase führen wird...)

 

Der Unterschied der Beträge 10.000 für Aktien und 100.000 für Immobilien begründet ja gerade den Vorteil der Immobilie. Es geht in meiner REchnung darum: man setzt für eine Immobilie am Anfang der Finanzierung nur 10.000 Eigenkapital ein, genau wie für das Aktiendepot. Die Kosten für Zins und Tilgung der Immo werden mit der Zeit vom Zinseszinseffekt überkompensiert. Theoretisch könnte man das selbe Ergebnis erzielen wenn man sich ein Aktiendepot im Wert von 100.000 mit 10T EK finanzieren liesse. Nur ist das nicht nur unüblich sondern auch unmöglich weil es keine Bank finanziert!

 

Und in der Rechnung stecken noch nicht mal die Steuervergünstigungen drin die bei einem Einkommen ab 100T p.a. die Immo zu einem definitiv unschlagbaren GEschäft machen.

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und wissen dass sie wieder steigen, und das ist es was kluge Immobilieninvestoren im Immobilienmarkt jetzt tun! ;)

 

 

Theoretisch könnte man das selbe Ergebnis erzielen wenn man sich ein Aktiendepot im Wert von 100.000 mit 10T EK finanzieren liesse. Nur ist das nicht nur unüblich sondern auch unmöglich weil es keine Bank finanziert!

ich glaube auch,dass der heutige konjukturbild mit baufinanzierung von unter 3% uns "einlädt und gute,billige chance gibt! ;) nur muss man ehrlich sehr sorgfälltig mit der"einladung" umgehen!

 

auch von mir aus würde ich es nicht mal versuchen,auf pump mit aktien zu spekulieren!no2.gif

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Das isses ja grad. Ne Immobilie ist ja nicht einfach ein Spekulationsobjekt. Die angenommene Wertsteigerung ist meistens ja nur ein Nebeneffekt (oder ein Steuersparmodell). Denn egal was passiert, vollkommen wertlos wird ne Immobilie nie. (es sei denn sie steht am Ende einer Flughafenlandebahn die verlängert wird *g*) Eine Firma kann allerdings schnell hopps gehn und dann is die Aktie futsch... Und man vergesse nicht den Inflationsausgleich durch Immobilien. Sachwert schlägt Geldwert! :)

 

Ach ja ich wollt noch erwähnen dass ich die Diskussion nicht als plattes "was-is-nun-besser" sehe. Sowohl Aktien als auch Immo haben ihre volle BErechtigung und letztendlich ist die Entscheidung Stil- und Geschmackssache. Wollte dieses interessante Thema in einem Aktienforum allerdings doch mal (wieder) aufgreifen weil weiter oben nichts ausführlicheres über Immos steht.

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Ich habe in mehreren Artikeln der vergangenen 24 Monate,

sei es Manager-Magazin.de oder Spiegel.de gelesen,

dass deutsche Wohn-Immobilien (also keine Büro-Gebäude)

über die letzten Jahrzehnte effektiv gesehen kaum eine

Wertsteigerung zu verzeichnen hatten!

 

Ausser in Top-Lagen, d.h. meistens Stadtviertel, die gerade

in Mode sind UND in einer Grossstadt.

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Hi Toni,

 

Deine Beobachtung ist vollkommen richtig. Wir haben auf dem deutschen Immobilienmarkt eine langanhaltende Stagnation. Schaut man in die Historie oder betrachtet man die Gesamtsituation dann kommt man zu der Erkenntnis dass diese Stagnation nicht für ewig ist. Nur zur Erinnerung: wie viele (Privat-)Anleger haben die Aktie 2001 als unbrauchbares Instrument zur Finanzanlage abgestempelt? Krisen sind in aller Regel nicht von Dauer.

 

Der "Sicherheitsaspekt" bedeutet bei Immobilien ja nicht dass eine Renditesteigerung garantiert ist sondern dass auch bei Krisen (so wie jetzt) der Wert an sich zumindest nicht fällt. (sofern man nicht inner Hochpreisphase gekauft hat!) Um mehr als 30% kann sich der Wert einer Immobilie selbst im worst case kaum verringern.

 

Unabhängig davon was man nun glaubt was im Moment ratsam ist sollte meine Argumentation den grundsätzlichen Wert eines Immobilieninvestments herausstellen. Deutschland ist ja nicht der einzige Markt und jetzt ist nicht die einzige Zeit. :)

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naja es geht ja auch ums vermieten und da wird mit 7% gerechnet

 

ich bin immer für reines kapital

jeder mieter wirtschaftet die wohnung runter

auch verursacht man selbst unkosten

bei mietausfall weil solche assos nicht zahlen hat man selbst den stress und geht uu selbst konkurs weil man den kredit nicht tilgen kann

 

haus grundsteuer

versicherungen

heizöl/heizung

man ist gebunden

und noch zig andere unkosten die jahr für jahr steigen

 

 

bei aktien fonds und anleihen geh ich online und gucke wie es steht

(100000 in anleihen, da kann ich fest mit rechnen )

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Interessanter Artikel zum Thema:

 

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sehr interessantes Thema !!!

Also ich kann sagen: Unser Haus hat den letzten 5 Jahren in denen wir es beseitzen nicht an Wert gewonnen.

Wenn ich in die Zeitungs schaue sehe ich Preise, vergleichbar mit dem was wir vor 5 Jahren gezahlt haben.

Also renditemäßig ist beim Eigenheim nichts oder nur wenig zu holen.

(Aktien oder Anleihen sind attraktiver!)

 

Ein Haus mieten würde ich aber niemals.

1. Haben evtl. die Vormieter das Haus nicht "sanft" behandelt.

2. Psychologisch: Ich mache lieber die Bank reich (Hypothek) anstatt einen x-beliebigen Vermieter (Neid)

3. Kündigung aus Eigenbedarf wäre unangenehm

 

PS: Ich habe einen väterlichen Bekannten (Raum Frankfurt) der sagte:" Er kauf sein Haus nur, wenn er es bar bezahlen kann)

Mit 60 Jahren wohnt er immer noch in Miete in einer Wohnung.

Sein Geld reicht mit 60 bei weitem nicht für ein Haus.

 

Theoretisch ist natürlich das Ansparen und mit 50 Jahren ein Haus komplett bar kaufen günstiger als mit 30 Jahren und einem Haufen Schulden auf dem Buckel.

Aber dann kommen so viele Dinge:

1. Ich nehme ein Teil des Geldes für den Urlaub

2. Die Urlaube werden immer teurer

3. Ich habe mein Geld in Aktien angelegt und verkaufe während der Baisee vor lauter Angst - GROSSER FEHLER !!

4. Ich sehe ein wundervolles Auto und entnehem ein Teil vom Geld, das für das Haus gedacht war...

5. etc.

 

Onassis

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interessantes thema... (auchw eil selbst gerade rumrechne, was billiger ist..)

 

ich finde, es ist ein durchaus nachvollziehbares argument zu sagen: anstatt miete zu zahlen, zahle ich lieber eine hypothek ab und habe danach was davon (nämlich die wohnung).

allerdings ist der gedanke noch nicht bis zum ende durchgedacht. zahle ich nämlich eine hypothek ab, ist sie irgendwann abbezahlt, die miete aber nie. spätestens dann verschiebt sich die vorteilslage ganz klar zu einer eigentumswohnung (oder einem eigenen haus).

daher hate ich auch nicht wirklich viel davon, eine immobilie bar kaufen zu wollen denn während der ansparphase zahlt man zusätzlich noch miete, die langfristig verloren ist und den zinseffekt des angesparten kapitals nicht auffängt.

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Wer für ein Haus spart muss schon sehr diszipliniert sein, Onassis. Wer das nicht ist, kann ein eigenes Haus sicher nur über einen Kredit kaufen. Ich habe mir auch als Ziel gesetzt, mit meiner Freundin in 10-12 Jahren zu bauen und mindestens 75% selbst zu finanzieren. Wir haben allerdings den Vorteil, dass wir den Grund & Boden wahrscheinlich nicht erwerben müssen.

 

Romsdalen, man darf jedoch nicht vergessen, dass nach der Abzahlung des Kredites vielleicht auch ein neues Dach auf das Haus muss, evtl. die Heizung und Fenster überholt werden müssen und und und .... Oft ist es so, dass die Hypothek noch nicht einmal abgezahlt ist, bis die ganzen Sanierungsmaßnahmen zu tätigen sind. Ich glaube viele "Häuselbauer" unterschätzen die Kosten vor dem Bau und die Folgekosten.

 

Dennoch kann ich für meinen Teil sagen, dass ich ein eigenes Haus auf eigenem Grund & Boden der Mietwohnung vorziehen würde. Warum? Sicher u.a. aus dem Grund, weil ich es nicht anders kennengelernt habe.

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Posted · Edited by Onassis

Zur Ansparphase kann ich aus eigener Erfahrung sagen:

Die Banken möchten 20-25% Eigenkapital, je nachdem wie man rethorisch drauf ist.

Bei einem Haus (incl. Grundstück) im Wert von 400.000 beträgt der EK-Anteil dann 80 - 100 TEUR.

Und dann muss man daran denken, das der Kredit in Höhe von 300.000 EUR (bei 7% Zinsen) eine monatliche Mindestrate von 1.995 EUR erfordert.

Das muss erstmal NETTO verdient werden, jeden Monat

--> Ein Gehalt von 4-5 TEUR brutto ist erforderlich !!! (denke an die Lebenshaltungskosten)

 

Wir haben damals (beide angestellt) montlich einen Großteil unseres Nettoeinkommens

in Aktien- (ca. 75%) und Rentenfonds (ca. 25%) gesteckt.

In Prozent ausgedrückt:

 

Nettoeinkommen 100%

- Miete incl Nebenkosten ca. 20-25%

- Lebenshaltungskosten incl. Autos ca. 20-25%

- sonstige Kosten 10 - 20%

monatlicher Anteil zum Ansparen: ca. 30-40% des Nettoeinkommens

Glücklicherweise haben wir dann im Jahr 2000 unser Haus gekauft und konnten Die Fonds mit relativ guten Gewinn verkaufen.

Im Jahr 2002 hätten wir (wegen der Verluste der Fonds) kein Haus erwerben können.

Insofern haben wir Glück gehabt.

 

 

Wer für ein Haus spart muss schon sehr diszipliniert sein, Onassis. Wer das nicht ist, kann ein eigenes Haus sicher nur über einen Kredit kaufen

 

Dazu kann ich nur sagen: Die Diziplin darf nicht auf der Strecke bleiben. Aber trotz aller Diziplin wirst Du ohne Bank und Kredite nicht auskommen!

Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche

 

Wenn Du 75% selbst finanzieren willst und in der glücklichen und selten Lage bist ein Grundstück zu bekommen

hast Du bei einem Hauspreis incl. aller Nebenkosten von 300.000 einen Eigenanteil von 225.000 EUR zu erwirtschaften.

 

Wenn Du in 10 Jahren 225.000 EUR haben willst musst Du bei 7% Erträgen p.a. monatlich 1.300 EUR einzahlen.

 

Zu zweit könnt ihr das schaffen.

Sei froh wenn du jemand an Deiner Seite hast der ebenso denkt wie Du.

 

(Meine erste Freundin wollte nur Schminke, Disko, geiles Auto usw.)

Da war kein Geld zum Sparen mehr übrig! Sie sitzt heute glaube ich immer noch in einer Mietwohnung und zahlt ihr Auto ab. :(

 

Onassis

 

PS: Viele haben aber kein Grundstück oder es geht nur 1 Partner arbeiten.

Solche Leute werden niemals ohne Kredit auskommen.

Was auch nicht weiter schlimm ist!

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naja ich halte ein Haus als persönliche Behausung für ganz interessant. Für Leute, die damit Vermögen aufbauen, vermehren oder Geld verdienen wollen, sehe ich die Sache anders. IMHO werden die Nebenkosten extrem unterschätzt, die Gebühren für den Kredit sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.

 

Wie Onassis die Sache angegangen hat, das Geld erst in Wertpapieren anzusparen, um sich dann ein Haus zu kaufen, gefällt mir persönlich am besten. Aber vom ersten Euro nur noch fürs Haus arbeiten gehen, dann womöglich noch seinen Job verlieren und das Haus unter Wert wieder verkaufen zu müsssen und noch auf Restschulden sitzen zu bleiben...

 

Da kann ich nur jedem die Mietwohnung empfehlen. Man ist örtlich ungebunden, hat keine Verpflichtungen, was Wartung des Hauses usw anbetrifft, hat jeden Monat kalkulierbare Kosten, kann problemlos von einer teuren Wohnung in eine billige umziehen und so weiter und so fort...

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Schöner Beitrag, Onassis.

 

Es kommt darauf an, wie hoch die Ansprüche jedes Einzelnen sind. Ich für meinen Teil werde kein Haus für 300.000 bauen. Den Preis (auch wenn inkl. Nebenkosten) empinde ich als recht hoch. Mir würde schon ein "Heinz von Heiden Haus" reichen, was mich ca. 150000 inkl. Nebenkosten zu stehen kommen würde.

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das mit den Preisen ist relativ und außerdem Ansichtsache.

 

Wenn Du bei uns in Karlsruhe ein freistehendes Haus mit Grundstück kaufen willst, bist du Deine 400-600 TEUR los.

In Bremen oder wo auch immer bekommt Du für das Geld einen ganzen Straßenzug. :D

 

Deswegen nimm die Beträge nicht so ernst sondern rechne halt dann mit Deinen 150.000.

Bei uns bekommst Du dafür gerade mal eine 60m² Eigentumswohnung (wenn Du Glück hast).

Da hast Du es viel besser!!

 

Viel Erfolg bei Deiner Hausplanung!

 

Onassis

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