el galleta

2008er BIP-Depots von el galleta

136 posts in this topic

Posted · Edited by el galleta

ACHTUNG - NEUE VERSION HIER!

 

 

Ziel: Abgeltungssteuer-Depot 2008

Es wird Zeit, das Jahr neigt sich dem Ende, die Abgeltungssteuer steht vor der Tür - direkt hinter dem Weihnachtsmann. Da sich die SWAP-Steuer-Frage positiv zu lösen scheint und deshalb ein Renditevorteil winkt, habe ich für mich folgende Lösung(en) gefunden:

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Ausgangspunkt: aktuelle BIP-Daten

Ich gehe von den (voraussichtlichen) 2008er BIP-Daten aus, auch weil sie - unter Berücksichtigung der hier nicht angegebenen Daten von 2006 - die Fortschreibung einer erkennbaren Tendenz (USA/NA schrumpft, EM, FM und Rest wachsen) bilden und ich insofern hoffentlich das erste Rebalancing antizipiere. Wie man sich die Zahlen beschafft, beschreibt supertobs in seiner Depotvorstellung sehr schön. Ich baue auf die Angaben des Internationalen Währungsfonds Stand Oktober 2008 auf und orientiere mich wie supertobs an der MSCI-Einteilung. (Im Vergleich zu seinen Beschreibungen auf der Datensbasis 2006 haben sich die BIP-Daten teils deutlich geändert. Der Vollständigkeit halber: Jordanien hat mittlerweile die EM-Gruppe verlassen, was freilich kaum ins Gewicht fällt.)

 

Für die gesicherten Daten des Jahres 2007 und die erwarteten Daten des Jahres 2008 ergibt sich folgendes Bild:

post-10243-1228164153_thumb.gif

Die nicht durch Indizes abgedeckten 8% teile ich im Verhältnis auf. NA und Pazifik werden auf USA bzw. Japan reduziert (s.u. bei Fondsauswahl), die dadurch vernachlässigten je ca. 2,5% von Kanada und Pazifik ex Japan werden ebenfalls im Verhältnis aufgeteilt. Das Depot deckt also in Wirklichkeit nur rund 87% ab. Mir genügt das.

 

Fondsauswahl

Die Fonds sind Standard und sicher keine Überraschungen. Als Hilfsmittel zur Auswahl habe ich die Übersicht von smarter-investieren.de, die aktuelle Übersicht handelbarer ETFs (PDF "facts & figures" 3/2008) der Deutschen Börse sowie natürlich die einzelnen KAG-Seiten (db x-trackers, Comstage und Lyxor) verwendet.

 

Für Nordamerika (NA) bestehen zwei Möglichkeiten: Tatsächlich NA nehmen (MSCI NA = USA & Kanada) oder auf den MSCI USA reduzieren, da die USA derzeit (gerade noch) 90% von NA ausmachen. Weil der einzig verfügbare ETF auf den MSCI NA (iShares MSCI North America, DE000A0J2060) ein Drittel mehr kostet (TER 0,4%) und ausschüttet, reduziere ich auf die USA und wähle den db x-trackers MSCI USA TRN INDEX ETF (LU0274210672) mit TER 0,3%. Ich vernachlässige dadurch den kanadischen BIP-Gesamt-Anteil von ca. 2,5% - das scheint mir vertretbar. Über maxblue ist der von mir gewählte Fonds zum Nulltarif zu bekommen.

 

Ähnliches Spiel für die Region Pazifik, allerdings gibt es hier gar keinen Gesamt-ETF, man müsste so oder so "basteln" (was bei mittleren Anlagesummen schnell sinnlos wird). Zwar steht Japan nur für ca. 75% der Region, aber da diese insgesamt nur 10,5% BIP-Gesamt-Anteil besitzt, werden durch die Reduzierung von Pazifik auf Japan lediglich weitere ca. 2,5% BIP-Gesamt-Anteil nicht berücksichtigt. Auch das gönne ich mir. Zwar wäre statt des MSCI Japan der Topix wohl der breitere/bessere Index, aber mit dem db x-tracker MSCI JAPAN TRN INDEX ETF (LU0274209740) erspare ich mir den ausschüttenden Lyxor ETF Japan Topix (FR0010245514), auch weil die TER für beide identische 0,5% beträgt und der MSCI wohl nicht wesentlich schlechter ist. Über maxblue ist der von mir gewählte Fonds zum Nulltarif zu bekommen.

 

Für Europa wähle ich aus Kostengründen statt MSCI den DJ Stoxx 600 als Index und dann natürlich den ComStage ETF DJ STOXX 600 TR (LU0378434582) mit TER 0,2%. Der alternative iShares DJ STOXX 600 (DE) (DE0002635307) schüttet aus und ist mit TER 0,19% nicht spürbar preiswerter. Über comdirect ist der gewählte Fonds bis Jahresende zum Nulltarif zu bekommen.

 

Bei EM wähle ich zur Anbieterstreuung statt des db x-tracker MSCI EMERGING MARKETS TRN INDEX ETF (LU0292107645) mit TER 0,65% die TER-gleiche Alternative Lyxor ETF MSCI Emerging Markets (FR0010429068). Beide sind ausländisch thesaurierende SWAPer. Da der dbx offenbar noch nicht zum Nulltarif über maxblue zu bekommen ist, fällt mir die Wahl des Lyxor auch nicht sonderlich schwer.

EDIT: Bei EM wähle ich mangels vernünftiger Alternativen den db x-tracker MSCI EMERGING MARKETS TRN INDEX ETF (LU0292107645) mit TER 0,65%. Leider ist der Fonds offenbar noch nicht zum Nulltarif über maxblue zu bekommen.

 

Für den im kleinen Depot erforderlichen MSCI-World-Fonds sind ebenfalls dbx und Lyxor im Angebot, diesmal für eine TER von 0,45%. Der db x-trackers MSCI WORLD TRN INDEX ETF (LU0274208692) ist allerdings über maxblue mal wieder zum Nulltarif zu bekommen, sodass die Anbieterverteilung zunächst (s.u. bei Anmerkungen und Diskussion) zu Gunsten dbx ausfällt und der Lyxor ETF MSCI World (FR0010315770) erstmal nur zweiter Sieger ist.

EDIT: Auch für den im kleinen Depot erforderlichen MSCI-World-Fonds gibt es keine sinnvolle Alternative zu dbx. Glücklicherweise ist wenigstens der db x-trackers MSCI WORLD TRN INDEX ETF (LU0274208692) über maxblue auch zum Nulltarif zu bekommen.

 

Anmerkungen und Diskussionsansätze

Mir ist bewusst, dass das mittlere Depot ein Problem bekommt, wenn ein Land aus dem EM-Index aufsteigt und damit aus dem Depot fallen würde. Einen steuerlichen Nachteil sehe ich darin aber nicht: Sollte es ein relevanter BIP-Gesamt-Anteil sein, werde ich das Land (analog Japan) im Rahmen des sowieso steuerpflichtigen Rebalancing (mittels Neuanlagen) einzeln aufnehmen oder (China scheint mir hier mit ca. 7% BIP-Gesamt-Anteil ein Kandidat zu sein) dann doch den Pazifikraum (ex Japan) abdecken - das würde sich dann mit über 10% BIP-Gesamt-Anteil durchaus lohnen.

 

Währungsabsicherung halte ich für verzichtbar, daher erfolgt keine Über-/Untergewichtung - auch nicht im kleinen Depot. Vielleicht greife ich aber der o.a. absehbaren BIP-Entwicklung vor und gewichte USA/NA zu Gunsten von EM etwas tiefer - auch wenn Grumel das zu recht kritisieren würde. ;)

 

Für folgende Unsicherheit bitte ich um Meinungen: Ist der EM-Lyxor (FR0010429068) auf dem absteigenden Ast? Sein Volumen umfasst nur noch 77 Mio (Tendenz offenbar rasant fallend), der entsprechende dbx (LU0292107645) hat über 1.200 Mio! Würdet Ihr auf die Anbieterstreuung verzichten und lieber auf dbx setzen? Ich kann keinen weiteren Unterschied zwischen den beiden erkennen, es wäre also nicht ganz so schlimm. Oder gibt es weitere Vor-/Nachteile? Je nachdem wie diese Frage ausgeht, könnte man für das kleine Depot auch die Fonds bzw. Anbeiter für World und EM tauschen (Alternativen wie oben beschrieben). Der dann für World zu verwendende Lyxor (FR0010315770) hätte wenigstens 312 Mio Volumen (der entsprechende dbx (LU0274208692) allerdings auch wieder deutlich stärkere 1.132 Mio). Was würdet Ihr wählen?

EDIT: In den Lyxor-Fonds hatte ich mich durch die Angaben der Deutschen Börse täuschen lassen; sie schütten in Wirklichkeit aus und sind damit vom Tisch. Damit ist eine Absicherung vor Fondsschließungen durch Anbieterstreuung (mit Ausnahme des einzelnen Comstage-Fonds) also nicht möglich. Das Manko sollte aber durch die beeindruckende Größe der dbx-Fonds aufgehoben werden, auch das dürfte ein guter und vielleicht sogar besserer Schutz sein. Hoffen wir also für die Zukunft der Deutschen Bank und ihrer Töchter das Beste. ;)

 

Muchas gracias por su atención.

 

saludos,

el galleta

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Ich dachte die Lyxor ETFs schütten tendenziell eher aus und behalten sich die Thesaurierung nur vor, oder? Insofern wäre auch für Emerging Markets der dbx-tracker zu bevorzugen wenn man den Vorteil von SWAP-Thesaurierern möglichst ausnutzen will...

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Ich würde auch für EM die dbx-trackers bevorzugen, da ich mir von einem höheren Fondsvolumen erhoffe, dass der Fonds möglichst lange durchhält. Diese Hoffnung wäre mir bei einer Anlage in 2008 wichtig. Wenn ich davon ausgehe, dass du für das zukünftige Re-Balancing "neues Geld" verwenden willst, könntest du ab 2009 ETFs anderer Gesellschaften wählen, um einen besseren Anbieter-Mix zu erreichen.

 

Nachteil: Eine vernünftige Risikostreuung über Anbieter hat du dann - je nach Verhältnis von Einmalanlage und Nachkäufen und je nach Marktentwicklung - erst in einigen Jahren.

 

Viele Grüße

Columbo

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Posted · Edited by el galleta

Zumindest für das letzte Geschäftsjahr wurde für den EM ausgeschüttet.

Kann man sich denn auf gar nix mehr verlassen? Da steht "thesaurierend". Aber Lyxor selbst dokumentiert auch eine "Fondsausschüttung". Na ja. :blink:

 

Ich würde auch für EM die dbx-trackers bevorzugen, da ich mir von einem höheren Fondsvolumen erhoffe, dass der Fonds möglichst lange durchhält.

Du hast recht, darum geht es ja im Grunde bei der Anbieterstreuung. Das ist ja kein Selbstzweck, um mehr bunte Bildchen verteilen zu können, sondern soll (gerade für Anlagen 2008) vor Fondsschließungen bewahren. Ein großes Fondsvolumen erfüllt diesen Zweck wohl eher, als ein zweiter Anbietername. Von einer Pleite der dbx gehe ich jetzt mal ganz forsch nicht aus.

 

Zumindest macht das alles die Entscheidung leichter. Ich danke Euch dreien! :thumbsup:

 

EDIT: Hab die Konsequenzen in den Eingangsbeitrag eingearbeitet.

 

saludos,

el galleta

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Ich würde empfehlen, sich bei Pazifik nicht auf Japan zu beschränken, da da m.A. nach zu viel "verloren geht". Ich werde den entsprechenden Lyxor Fonds dazunehmen - auch wenn er ausschüttend ist. Leider gibt es immernoch keinen MSCI Asia/Pacific ETF und eben auch nur den einen MSCI Asia/Pacifik ex Japan. :(

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Posted · Edited by pfropfenstopfer

Der MSCI Pazifik wird (BIP-gewichtet) auch durch den ARERO (WKN DWS0R4) abgebildet.

 

Im Prinzip macht der genau das, was hier disktuiert wird: MSCI Europa, Pazifik (also nicht nur Japan), Nordamerika (also nicht nur USA) und Schwellenländer nach BIP-Prognosen gewichtet in einem Produkt für 0,45 % p.a. zusammenfassen (dazu noch Renten und Rohstoffe, SWAP-basiert).

 

Nachteil:

*Viel kleineres Volumen als die hier diskutierten ETFs aufgrund von Neuauflage. Weil alles in einem Produkt zusammengefasst ist, hat man dann natürlich auch keine Anbieterstreuung.

 

Vorteil:

* automatisches Rebalancing nach neuer BIP-Gewichtung auf Fondsebene. Wenn man Rebalancing selber umsetzt, fällt jedesmal neben Börsengebühren auch insbesondere Abgeltungssteuer an (oder sieht jemand eine Chance, das zu umgehen?). Und die kann beträchtlich sein -z.B. wenn nach einem Jahr eine Region aufgrund einer besonderes positiven Aktienmarktentwicklung ein höheres Gewicht im Portfolio aufweist, als die dann aktuelle BIP-Prognose es implizieren würde.

 

*Vollständiges "BIP-Weltportfolio" (mit Pazifik und Nordamerika)

 

*Keine Börsengebühren (weder Ordergebühren noch Bid-Ask-Spread) (dafür allerdings auch nicht börsengehandelt, da Mischfonds und kein ETF)

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Posted · Edited by Marcise

...und mittlerweile zB auch über die DiBa zu beziehen. Ohne AA und RA. Volumen zum 28.11. auf 7 Mio. gewachsen.

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Ich würde empfehlen, sich bei Pazifik nicht auf Japan zu beschränken, da da m.A. nach zu viel "verloren geht".

Du hast im Prinzip natürlich recht, aber praktisch scheint mir das für mittlere Vermögen im unteren fünfstelligen Bereich nicht sinnvoll zu sein. Der Pazifik-Raum trägt einen BIP-Gesamt-Anteil von ca. 10%. Ein Viertel davon ist Pazifik ex Japan. Eh ich für diese 2,5% (okay, durch die Aufteilung der nicht indizierten BIP-Anteile werden es vielleicht reichlich 3% sein) eine sinnvolle Anlagesumme von 1000 Euro erreiche, muss das Vermögen ca. 40.000 Euro betragen, unter 30.000 Euro ist es m.E. auf keinen Fall sinnvoll.

 

Der MSCI Pazifik wird (BIP-gewichtet) auch durch den ARERO (WKN DWS0R4) abgebildet.

...

Vorteil:

* automatisches Rebalancing nach neuer BIP-Gewichtung auf Fondsebene. Wenn man Rebalancing selber umsetzt, fällt jedesmal neben Börsengebühren) Abgeltungssteuer an (oder sieht jemand eine Chance, das zu umgehen?). Und die kann beträchtlich sein -z.B. wenn nach einem Jahr eine Region aufgrund einer besonderes positiven Aktienmarktentwicklung ein höheres Gewicht im Portfolio aufweist, als die dann aktuelle BIP-Prognose es implizieren würde.

Den ARERO kenne ich, wahrscheinlich werde ich ihn für ein paar Tausendern parallel zum hier beschriebenen Depot noch 2008 holen (Marcise, danke für den Hinweis!). Die Abgeltungssteuer ist aber (wie oben bereits beschrieben) kein Problem, da ich mit frischem Geld rebalancen will. Ob ich ab 2009 neue Anteile des ARERO hole oder mein Depot rebalance ist egal, beides ist dann steuerpflichtig. Die vorhandenen Positionen sind dagegen sowohl im ARERO als auch in meinem Depot steuerfrei. Das macht also keinen Unterschied, zumal der ARERO genau wie ich nur jährlich ein Rebalancing vorsieht.

 

Danke für Eure Kritik!

 

saludos,

el galleta

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Hallo el galleta,

 

wie hast Du für Europa nicht den dbx-tracker genommen (DBX1ME) ?

 

mfg

lanza

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Hallo el galleta,

 

wie hast Du für Europa nicht den dbx-tracker genommen (DBX1ME) ?

 

mfg

lanza

 

 

hat er geschrieben : Kostengründe

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Ja, otto03 hat recht. Der dbx ist 50% teurer.

 

saludos,

el galleta

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Wer vor Bankenpleiten Angst hat:

 

Ishares MSCI North America

Lyxor Topix

Comstage DJ STOXX 600

DBX MSCI EM

 

Ist ein wenig teurer, aber:

- nicht so anfällig gegen einen Ausfall der deutschen Bank

- verschiedene KAGs in versch. Wirtschafträumen (Deutschland, Frankreich, USA)

- nicht so anfällig gegen kreative Änderungen der Besteuerung

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Posted · Edited by optrendite

Hallo el galleta,

 

deine Auswahl ist (u.A.) TER-kostenorientiert. Wie wahrscheinlich ist es, dass die TER auch dauerhaft so bleibt?

Die KAGs können m.E. doch jederzeit die TER erhöhen. Es wird dabei sicherlich einen Wettbewerbsdruck geben, aber wer (so wie wir) ein Abgeltungssteuer-Depot aufbaut kann ja nicht so einfach switchen...

Gruß

optrendite

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- nicht so anfällig gegen einen Ausfall der deutschen Bank

 

Dazu sei angemerkt, dass der Swap-Anteil auf 10% des Fondswerts begrenzt ist - schlimmstenfalls drohen also 10% Verlust durch Insolvenz des Swap-Partners. Außerdem denke ich, dass wir ganz andere wirtschaftliche Sorgen haben, wenn die DB insolvent sein sollte... Aber prinzipiell stimme ich Deinem Ansatz schon zu, auch bei der ETF-Anlage sollte man diversifizieren in Hinblick auf die Anbieter.

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Dazu sei angemerkt, dass der Swap-Anteil auf 10% des Fondswerts begrenzt ist - schlimmstenfalls drohen also 10% Verlust durch Insolvenz des Swap-Partners. Außerdem denke ich, dass wir ganz andere wirtschaftliche Sorgen haben, wenn die DB insolvent sein sollte...

 

Das ist ja sonst meine Rede ... ich gehöre nicht zu den Swap-Paranoikern.

 

Aber prinzipiell stimme ich Deinem Ansatz schon zu, auch bei der ETF-Anlage sollte man diversifizieren in Hinblick auf die Anbieter.

 

Nur darum gings. Ich kann an El Galetas Vorschlag nicht schlechtes finden - immerhin günstig. Aber ich finde es hat auch was für sich, wenn man über Anbieter und Nachbildungsstrategien diversifiziert.

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ich gehöre nicht zu den Swap-Paranoikern.

Das ist bei mir erkennbar auch so. ;)

 

Aber ich finde es hat auch was für sich, wenn man über Anbieter und Nachbildungsstrategien diversifiziert.

Ansatzweise habe ich das versucht (3 Anbieter) und bin mit Lyxor auf die Nase gefallen (s.o. ). Da waren es nur noch zwei - das ist natürlich keine Streuung. Macht aber nix. Die Streuung dient ja einem Zweck, nämlich dem Schutz vor der Fondsschließung, um möglichst lange der Abgeltungssteuer zu entgehen. Direkter Vermögensverlust ist durch eine Pleite bei Fonds ja nicht möglich. Wir hatten das oben schonmal: Wenn bspw. der Lyxor schon kränkelt, dann werde ich ihn mir nicht aus Diversifikationsgründen ins Depot legen, weil ich damit das Risiko der Fondsschließung erhöhe und nicht senke.

 

Wenn die Deutsche Bank pleite geht, haben wir sicher andere Probleme. Das Depot geht von dem für mich wahrscheinlichen Fall aus, dass das Wirtschaftssystem überlebt (das setze ich auf absehbare Zeit mit dem Überleben der DeuBa gleich). Meine Absicherung gegen den Wirtschaftszusammenbruch ist der Öffentliche Dienst, wenn es bis zum Bürgerkrieg kommt, ziehe ich mich auf den familiären Landsitz (nein, kein Adel, nur ein Bauernhof) zurück, der mit einigen Hektar Land das Überleben ohne Hunger ermöglichen sollte. Finanzanlagen hielte ich in diesem Szenario für unbedeutend, weshalb ich mein Depot nicht darauf abstimme oder mir Gold unters Kopfkissen lege. Das kostet alles Rendite.

 

Natürlich kann auch die Deutsche Bank in fernerer Zukunft geschluckt werden oder ein anderer Grund eine Fondsschließung erzwingen. Doch wird der Renditevorteil der SWAPer bis dahin wahrscheinlich einen abgeltungssteuerfreien Mehrertrag erbracht haben, den die Alternativen erstmal aufholen müssten. Deshalb verzichte ich auch auf eine Streuung bei den Nachbildungsstrategien. Ich wette bewusst auf eine längere (unendlich muss es gar nicht sein) steuerliche Freistellung der SWAPer (und das Überleben der DeuBa). Mein Einsatz ist gering, der wahrscheinliche Gewinn dagegen deutlich. Man muss sich auch vor Augen halten, das die anderen Möglichkeiten entweder die befürchteten Nachteile schon haben (etwa Besteuerung von Ausschüttungen) oder deren Eintritt gleichwahrscheinlich ist (Pleite). Die Diversifikation der Nachbildungsstrategien verursacht zumindest aktuell das Pradoxon, dass ich mir - ausgehend von den bekanntem bekannten Für und Wider - Nachteile ins Depot lege, vor denen ich mich eigentlich schützen möchte. Ach ja, Steuererklärung ist für mich kein Thema, das ist Pipifax.

 

deine Auswahl ist (u.A.) TER-kostenorientiert. Wie wahrscheinlich ist es, dass die TER auch dauerhaft so bleibt?

Die TER kam erst als dritter Schritt, nach Index- und Produktwahl (SWAPer). Eigentlich blieb dann meist keine TER-Wahl mehr, nur bei gleichwertigen Index- und Produktangeboten fiel die Entscheidung erst auf der TER-Ebene.

 

Beispiel Europa: Es gibt die gleichwertigen Indizes MSCI und DJ Stoxx 600, für beide gibt es SWAPer, aber für den Stoxx ist die TER beinah nur halb so hoch, also Stoxx - dafür gibt es nur einen SWAPer. Fertig.

 

Beispiel NA: Es gibt die praktisch gleichwertigen Indizes NA und USA (Vorteil NA liegt bei 10% mehr Abdeckung), für beide gibt es SWAPer, die TER für den echten NA ist ein Drittel höher (was mir 10% Abdeckung nicht Wert sind), also MSCI USA - dafür gibt es nur einen echten SWAPer. Fertig.

 

M.W. sind die TER gedeckelt und können nicht endlos angehoben werden. Außerdem ist der ETF-Markt im Wachsen, falls hier jemand verrückt spielt, wird ein anderer seinen Platz einnehmen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit einer Kostenerhöhung gleichverteilt, jeden Fonds kann es treffen, es sei denn ein einzelner Anbieter hebt für alle seine Fonds an. Wenn das die dbx machen, erwischt es mich halt. ;)

 

Danke für Eure Anregungen!

 

saludos,

el galleta

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Leider hatte sich ein Fehler in meine BIP-Berechnungen eingeschlichen. Dankenswerterweise hat dfrank nachgerechnet und mich auf die Unstimmigkeit aufmerksam gemacht. Danke Dir, dfrank! Ganz große klasse! :thumbsup:

 

Ich habe die Daten/Grafiken oben aktualisiert. Zufälligerweise ergibt sich nun eine World-EM-Aufteilung von genau 7:3.

 

saludos,

el galleta

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Saludos Galleta

 

Me parecen muy aceptables tus "Vorschläge für kleine und mittlere Anlagesummen" y........la verdad que siento curiosidad por saber somo enfocarias una cartera mas cuantiosa, de por ejemplo, mas de un millon...

 

Cuentame si tienes tiempo y eres tan amable...

 

Cambiaria tu cartera al aumentar su tamaño ?

Quiza tambien fondos activos ?

Materias primas ?

Renta fija ?

No es demasiado "simple" y arriesgado invertir solo en ETF`s ?

 

s2 y gracias anticipadas !

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Saludos Galleta

 

Me parecen muy aceptables tus "Vorschläge für kleine und mittlere Anlagesummen" y........la verdad que siento curiosidad por saber somo enfocarias una cartera mas cuantiosa, de por ejemplo, mas de un millon...

 

Cuentame si tienes tiempo y eres tan amable...

 

Cambiaria tu cartera al aumentar su tamaño ?

Quiza tambien fondos activos ?

Materias primas ?

Renta fija ?

No es demasiado "simple" y arriesgado invertir solo en ETF`s ?

 

s2 y gracias anticipadas !

 

:blink: ajkas wesesd söddowe...

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Posted · Edited by el galleta

Hola Rivera del duero,

 

voy a responderte (debido a la mayoría aquí) en alemán. Si no me entiendes mándame una PN. ;)

 

Natürlich könnte man mit den BIP-Daten auch ein größeres Depot stricken, dass dann auch mehr Positionen hätte. Das werde ich aber 2008 nicht mehr schaffen, auch weil es für mich nicht relevant ist (Glückwunsch zur Mille, wenn Du sie denn hast ;)). Supertobs hat da aber eine hervorragende Herleitung für größere Vermögen und ein entsprechendes Depot erstellt.

 

Aktive Fonds kommen mir nicht ins Depot, weil ich an deren Erfolg langfristig nicht glaube, außerdem sind mir die Kosten zu hoch - vor allem angesichts des "Erfolges". Wie beschrieben handelt es sich um ein reines RK3-Depot zur Umgehung der Steuer durch Investition noch 2008. RK2 und RK1 baue ich erst 2009 auf, da werden dann auch Anleihen, evtl. Rohstoffe und Immos drin sein.

 

Die Einfachheit ist gerade ein Vorteil der ETFs. Gefährlich ist es schon deshalb nicht, weil ich ab 2009 mit gesicherten Einkünften den Rest aufbauen kann und aufgrund meines Alters bzw. der avisierten Haltedauer auch mit 100% RK3 leben kann. Da sehe ich kein Problem.

 

:blink: ajkas wesesd söddowe...

Gesundheit! ;)

 

saludos,

el galleta

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Anmerkungen und Diskussionsansätze

Mir ist bewusst, dass das mittlere Depot ein Problem bekommt, wenn ein Land aus dem EM-Index aufsteigt und damit aus dem Depot fallen würde.

 

Das sehe ich oft als Nachteilsargument eines BIP-Portfolios. Na und? Dann wird das Land wohl in einen "Developed World" Index mit aufgenommen. Entweder MSCI Pacific oder es wird etwas Neues von MSCI aufgelegt. Dann wird es wohl auch einen ETF dafür geben.

 

Für folgende Unsicherheit bitte ich um Meinungen: Ist der EM-Lyxor (FR0010429068) auf dem absteigenden Ast? Sein Volumen umfasst nur noch 77 Mio (Tendenz offenbar rasant fallend), der entsprechende dbx (LU0292107645) hat über 1.200 Mio! Würdet Ihr auf die Anbieterstreuung verzichten und lieber auf dbx setzen?

 

Ich schichte auch um. Bei mir hat dann dbx gut 1/3 des RK3-Depots.

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Dann wird das Land wohl in einen "Developed World" Index mit aufgenommen. Entweder MSCI Pacific oder es wird etwas Neues von MSCI aufgelegt. Dann wird es wohl auch einen ETF dafür geben.

Eben, eben - ganz meine Meinung. :thumbsup:

 

Bei mir hat dann dbx gut 1/3 des RK3-Depots.

Leider sind es bei mir sogar 2/3 bzw. volle 100% dbx - aber was will man machen? Das Risiko des Zwangs zur steuerpflichtigen Neuanlage in einigen Jahren (um nichts anderes geht es ja "nur") erwischt im Falle einer dbx-Betroffenheit dann zwar den Großteil meiner Depotinhalte (und ist insofern natürlich erstmal ein größeres Risiko), der Eintritt ist aber aus aktueller Sicht weniger wahrscheinlich als eine Fondsauflösung des vermutlich sterbenden Lyxor. Da die Zeit bis zur Risikorealisierung hier eine wesentliche Rolle für die Risikobeurteilung spielt, ist mir ein GAU in einigen Jahren (dbx) lieber, als ein Störfall in einigen Monaten (Lyxor). Durch Zinseszins sollte sich durch den Zeitgewinn insgesamt ein Vorteil ergeben haben. Die Wahrscheinlichkeit für eine steuerschädliche "Panne" geht m.E. ab ca. 10 bis 20 Jahren sowieso gegen 1. Aber vielleicht schaffen es die kleinen (Kinder-)Depots ja auch über die vollen ca. 15 bis 20 Jahre.

 

Vielen Dank für Deine Anmerkungen!

 

saludos,

el galleta

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Das sehe ich oft als Nachteilsargument eines BIP-Portfolios. Na und? Dann wird das Land wohl in einen "Developed World" Index mit aufgenommen. Entweder MSCI Pacific oder es wird etwas Neues von MSCI aufgelegt. Dann wird es wohl auch einen ETF dafür geben.

 

 

Hallo erstmal...

 

Dazu einige Anmerkungen:

1. Das mit dem Aufstieg aus den EM und der automatischen Positionierung im MSCI World ist ein von mir "strapaziertes" Argument, warum ich MSCI World und EM im Depot habe.

2. Mit den beiden ETFs hat man neben Kanada auch die entwickelten asiatischen Länder im Depot.

3. Auch mit MSCI World und EM (in Kombi mit Eurostoxx und Asien ex Japan) kann man grob ein BIP-Depot nachbauen (in irgendeinem Thread habe ich das mal vorgerechnet).

 

Diese drei Punkte haben mich - in Kombi mit meiner kargen Entlohnung - bewogen, mein Depot um den MSCI World und den MSCI EM herum aufzubauen. Ich bin aber kein Missionar und auch kein Glaubenskrieger, der diese Argumente mit Feuer und Schwert in die Welt bringen will. Ganz im Gegenteil: Mir ist es vollkommen Wurscht, wer sein Depot wie aufbaut - ich wollte auf die obigen Punkte nur mal hinweisen.

 

Gruß

Berd

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Auch mit MSCI World und EM (in Kombi mit Eurostoxx und Asien ex Japan) kann man grob ein BIP-Depot nachbauen (in irgendeinem Thread habe ich das mal vorgerechnet).

Kannst Du den Link bitte mal ausgraben? Wäre doch eine interessante Alternative.

 

saludos,

el galleta

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