Union Investment schichtet alles von Uniglobal in UniEuroRenta um

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Nein, ein solches Angebot wurde mir nicht unterbreitet!

 

Allen offenbar nicht.

 

Dieses Angebot steht sogar noch auf dieser Page ... https://www.wertpapier-forum.de/topic/23300-union-investment-schichtet-alles-von-uniglobal-in-unieurorenta-um/?do=findComment&comment=478611

 

oder im Original: http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/UniProfirente-Riester-Rente-fuer-Zocker-1779079-2779079/

 

Ich kann mir eigetlich nur schwer vorstellen, dass Union-Investment das Riester-Gesetz durch eine simple "Vereinbarung" mit dem Kunden umgehen kann - von daher glaube ich auch erstmal nicht an solche Agebote in größerem Stil.

 

Das tun sie gar nicht ... Man löst den alten Vertrag auf, schichtet in den neuen um, und verliert dabei die Garantie. Das gleiche geschieht, wenn du zur Konkurrenz gehst.

 

@etherial: Bei Fixquotenfondssparplänen nutzt Du im übrigen theoretisch auch den Average-Effekt und hast eine Kapitalgarantie.

 

Ich wollte mit meinem Posting nur ausdrücken, dass

- Union Investment nicht willkürlich umschichtet, sondern gemäß der Regeln ihres Risikomanagements

- die Empörung darüber in erster Linie daher resultiert, dass man genau diese Regeln nicht verstanden hat, als man investierte

- dass man, sofern man vom Cost-Average-Effekt überzeugt ist, durchaus die Renten wieder in Aktien umschichten lassen kann (ich würde das übrigens in jedem Falle zeitnah tun, inzwischen ist es womöglich schon zu spät).

 

Das ist alles völlig sachlich zu verstehen. Es bedeutet nicht, dass ich das Risikomanagment gegenüber anderen Methoden präferiere. Das heißt auch nicht, dass ich Uniprofirente gegenüber anderen Lösungen präferiere.

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Ah, ein neuer Vertrag also, das erklärts dann natürlich.

 

Deinen anderen Aussagen kann ich auch voll zustimmen - insbesondere der, dass wohl kein Kunde die Umschichtregeln verstehen kann.

 

Was ganz anderes wäre auch nochmal interessant: Wenn die bei ein paar Hunderttausend Kunden Aktien in Anleihen umschichten - das müsste doch eigentlich ziemliche Auswirkungen auf die Aktienindizes haben, oder? Ob da sogar ein Zusammenhang mit den Kursstürzen im Spätsommer besteht? Oder meint Ihr, dass das Marktgewicht von Union Investment dafür noch nicht ausreicht?

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Natürlich besteht da ein Zusammenhang. Aber nicht weil Union Investment starr umschichtet, sondern weil es "alle" tun. Der eine bei x, der nächste bei x-1 und ein anderer bei x-2 ... Wäre auch alles nicht tragisch, wenn irgendjemand kaufen würde, aber es haben ja alle mathematische Verkaufssignale ... von der Versicherung über die Bank oder Fondsgesellschaft, zur Vermögensverwaltung, ETFs und jedwedem anderen starren Vermögensverwaltungsmodell ...

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Natürlich besteht da ein Zusammenhang.

 

Naja gut, dann eben etwas genauer formuliert: Wie groß ist Eurer Meinung nach der Einfluss von UI auf den Stand des DAX, wenn die für ein paar Hunderttausend Kunden gleichzeitig Aktien verkaufen? Wenn der Durchschnittskunde nur 5.000 Euro in Aktien hatte und es 200.000 sind, wurden da immerhin Aktien im Wert von 1 Milliarde Euro innerhalb weniger Tage verkauft. Könnte das nicht tatsächlich eine größere Wirkung gehabt haben?

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Naja gut, dann eben etwas genauer formuliert: Wie groß ist Eurer Meinung nach der Einfluss von UI auf den Stand des DAX, wenn die für ein paar Hunderttausend Kunden gleichzeitig Aktien verkaufen?

 

Darüber kannst du dich ja mal mit denen unterhalten, die mir in anderen Threads erklären, dass aktiv gemanagte Mischfonds alle Zeit der Welt haben um von Aktien in Renten umzuschichten und umgekehrt. Ich halte den Impact von Portfolio-Insurance auf Aktienkurse für sehr hoch.

 

Wenn der Durchschnittskunde nur 5.000 Euro in Aktien hatte und es 200.000 sind, wurden da immerhin Aktien im Wert von 1 Milliarde Euro innerhalb weniger Tage verkauft. Könnte das nicht tatsächlich eine größere Wirkung gehabt haben?

 

1. Im Uniglobal stecken ja mehrere Aktien. D.h. auf einzelne Aktien entfält ein geringeres Volumen

2. Tatsächlich ist nur ein gewisser Prozentsatz von den Umschichtungen betroffen

3. Tatsächlich sind auch in erster Linie kleine Summen von den Umschichtungen betroffen (große Summen wurden schon lange angelegt und haben von früheren Tiefkursen profitiert).

 

Ansonsten gilt das was Poly sagt: Man braucht sich keine Gedanken über den Impact der Uniprofirente machen. Portfolio-Insurance jeglicher Art funktioniert so (somit sind Versicherer und institutionelle Investoren dabei) und wenn ich bedenke wie populär hier der Stopp-Loss-Order ist, dann würde ich sagen, dass selbst der Privat-Anleger einen höheren Impact auf den Markt hat, als die Uniprofirente.

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Vor allem aber spielt das Volumen dadurch keine Rolle. Es ist nun mal Angebot und Nachfrage. Auch wenn nur kleine Volumen auf der Angebotsseite stehen, aber praktisch keine Nachfrage existiert, fallen die Kurse. Und das eben auch mal drastisch. Hatte ja schon mehrfach drauf hingewiesen, das Problem gibt es seit den 80ern. Und die geringen Volumen bei den Kurseinbrüchen in letzter Zeit zeigen was passieren könnte, wenn es erst einmal wirkliche Gründe für Verkäufe gibt. Denn eingepreist ist keines der zitierten Szenarios in den Märkten.

 

Wenn so viele Marktteilnehmer ähnlich agieren, gibt es eben "nur" Verkauf oder "nur" Kauf und nicht entsprechend Gegenseite. Für den Dax heißt das zwangsweise, es wird irgendwann ein heftiger Anstieg folgen. Denn irgendwann fließen entsprechenden Modellen wieder die derzeit gehorteten Bargeldbestände etc. zu. Ob dem Irgendwann aber zunächst eine Halbierung vorausgeht oder was auch immer .... wer weiss das schon.

 

Der springende Punkt ist aber: Man kann das Hin und Her bei bspw. R-Fondssparplänen von mir aus jetzt verdammen. Man kann jetzt aber gar nicht wissen, ob es aus Sicht in 10,20 oder 30 Jahren nicht vielleicht doch richtig war. Klar ist nur, gibt man anderen sein Geld zur Verwaltung, verdienen diese anderen daran immer (eben mehr oder weniger).

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