Reigning Lorelai

Marktausblick

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Hallo liebe Forengemeinde,

 

ich habe jetzt nicht wirklich einen Thread gefunden wo solche Interviews ggf. reinpassen und über die Kernaussagen diskutiert werden kan ehe dann das nächste Interview oder Artikel gepostet wird.

 

Hier mal ein Interview mit DJE... wie viele wissen bin ich nicht häufig seiner Meinung in der Vergangenheit gewesen. Erst 2007 haben wir uns scheinbar zumindest ein wenig angenähert.

 

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/vermoegensverwalter-ehrhardt-der-hund-rennt-20-meter-voraus;2480568;4

Kernaussagen:

 

Die Zahlen der Unternehmen in der aktuellen Berichtsaison sind aber auch nicht schlecht. Macht Ihnen das keinen Mut?

 

Die Firmen haben das Kunststück geschafft, bei stagnierenden oder schrumpfenden Umsätzen die Gewinnmargen auf Rekordniveau zu halten. Das ist aber nicht dauerhaft wiederholbar. Ich halte es auch für kontraproduktiv, die Gewinne hochzuhalten, wenn die Konzerne auf der anderen Seite Leute entlassen, die Lagerbestände runterfahren und ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung senken. Die Unternehmen verspielen damit einen Teil ihrer Zukunft. Das extrem kurzfristige Denken führt irgendwann gesamtwirtschaftlich in eine Sackgasse.

 

Entsteht an den Märkten, an denen die Teilnehmer das offensichtlich anders sehen, dann schon wieder die nächste Blase?

 

Die Gefahr ist zumindest da. Die Geldschwemme durch die weltweiten Notenbanken ist nicht positiv. Es wird schon wieder zu viel auf Kredit gekauft. Ein gutes Beispiel ist der Rohstoffsektor. Hier sind gleichzeitig die Lager und die Preise gestiegen. Diese Rally ist zumindest in den westlichen Ländern nicht durch die reale Nachfrage gedeckt. Und China ist nicht so groß und bedeutend, wie viele glauben.

 

Dann hängt also nach wie vor alles an den USA?

 

Ja, die Vereinigten Staaten bleiben auf absehbare Zeit der Wachstumstreiber. Deswegen bin ich ja auch skeptisch. Wenn sich "Deleveraging", also der Abbau der Verschuldung von Firmen und Privaten in den USA fortsetzt, kann das die Konjunktur stärker belasten. Die Kreditkartenschulden der Privaten sinken ja bereits. Und angesichts rückläufiger Lohnsteigerungen und steigender Arbeitslosigkeit sehe ich nicht, wie sich dieser Trend umkehren sollte.

 

Womit den Aktienmärkten - zumindest in Europa - eine weitere Gefahr erwächst.

 

Nicht unbedingt. An der Börse gibt es heute eine Korrelation zwischen steigendem Euro und steigenden Kursen. (Wichtig... auch wenn die Börsenreporter einem was anderes glauben machen wollen. Siehe auch Beispiel mit den sinkenden Leitzinsen). Die Leute denken, dass die Dollar-Schwäche Folge eines Carry Trade ist und dass das Geld, das Investoren in den USA zu extrem niedrigen Zinsen aufnehmen können, unter anderem nach Europa fließt und dort den Aktienmärkten zugute kommt. Letztlich ist es eine Frage der Schwellenwerte: Mit jedem Cent, den der Euro weiter steigt, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Amerikaner europäische Aktien verkaufen, um sich Kurs- und Währungsgewinne zu sichern. Bei Kursen deutlich über 1,50 oder 1,60 Dollar steigen aber auch die Sorgen der exportierenden Unternehmen und irgendwann greift das auf den Markt über.

 

Damit dürfte es im nächsten Jahr nach Meinung vieler Marktteilnehmer ja vorbei sein. Erwarten Sie auch eine Zinswende in den USA in den kommenden Monaten?

 

Klar ist, dass die Zinsen dringend steigen müssen, dass die Fed ihre "Nach-mir-die-Sintflut"-Politik beenden muss. Aber wenn die Amerikaner ihre Wirtschaft retten wollen, haben sie andererseits eigentlich keine andere Wahl, als die Zinsen niedrig zu halten. (Sorry: Das ist Quatsch! Meine Meinung) Auch den Bondmarkt muss die Notenbank ganz genau im Auge behalten. Die Frage ist ja, wo die Masse an Anleihen ist, die der US-Staat emittiert hat. Viele davon liegen direkt bei der Notenbank, einen Großteil haben auch Geschäftsbanken mit Notenbankgeld gekauft. Wenn nun die Zinsen steigen und die Anleihekurse sinken, werden die Banken diese Papiere auf den Markt werfen. Dann droht der ganze Markt zusammenzubrechen. So etwas hatten wir 1994 schon einmal. Viele erinnern sich daran, dass 1994 kein gutes Aktienjahr war, aber es war vor allem ein Blutbad an den Anleihemärkten mit Kursverlusten von bis zu 50 Prozent.

 

Was ist die Alternative zu einer Exit-Strategie der US-Notenbank? Bleiben die Zinsen niedrig, sind neue Blasen an den Märkten doch nur eine Frage der Zeit, oder nicht?

 

Auf die Dauer wird die Schwemme an billigem Geld sicher eine Asset-Price-Inflation mit sich bringen. In Ansätzen ist ja schon erkennbar, dass die Märkte wegen der hohen Liquidität weiter getrieben werden. Es gab in den vergangenen Monaten immer wieder Momente, in denen am Markt Zweifel laut wurden, ob die Konjunktur den Börsen folgen kann. Doch die Korrekturen waren immer nur ganz kurz, dann ging es weiter. Unter dem Strich ist das alles brutal künstlich.

 

Also bleibt Anlegern die Wahl zwischen Pest, Cholera und Pocken: Aktien sind schon zu teuer, Anleihen droht ein Einbruch und für Tagesgeld und andere Einlagen bekommt man keine Zinsen. Was sollen Anleger jetzt tun?

 

Das ist natürlich die Gretchenfrage. Wir sind bei Aktien seit Monaten vorsichtig und haben dadurch einige Gewinne verpasst. Aber ich schrecke davor zurück zu kaufen, wenn ich nicht dahinterstehe. Wir haben uns immer als Value-Haus positioniert, das in günstige Aktien investiert. Doch Aktien sind zurzeit nicht wirklich billig und egal in welche Branche man schaut - die Perspektive ist nicht gut.

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Posted · Edited by Drella

Danke für den Thread, TRL.

 

Mit jedem Cent, den der Euro weiter steigt, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Amerikaner europäische Aktien verkaufen, um sich Kurs- und Währungsgewinne zu sichern.

 

Gerade das konnten wir IMO in den letzten Wochen besonders deutlich beobachten. Die Gewinnmitnahmen im Euroraum wurden größer. Zeitweise sah es fast so aus, als ob der Dax ein Eigenleben führt und sich vom Dow abkoppelt. Dem ist natürlich nicht so, viel mehr werden, Gewinne von amerikanischen Investoren mitgenommen. Schaut euch einfach mal nen Dax Chart in Dollar an, dann wisst ihr warum.

 

Hier:

post-4961-1257978552,11.png

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Also dann gebe ich mal meinen Senf dazu ab:

 

"Aber wenn die Amerikaner ihre Wirtschaft retten wollen, haben sie andererseits eigentlich keine andere Wahl, als die Zinsen niedrig zu halten. (Sorry: Das ist Quatsch! Meine Meinung) Auch den Bondmarkt muss die Notenbank ganz genau im Auge behalten." - Hier teile ich jedoch die Meinung von DJE, da das Grundlagenwissen von VWL ist. Eine Begründung wäre hier ein wenig zu ausufernd. ;)

 

"Unter dem Strich ist das alles brutal künstlich." - Ja, etwas künstlich ist es, aber es war und ist notwendig, da sonst die Schrottpapiere nichts mehr wert werden und die Industrie, Banken und Staaten darauf wetten bzw. hoffen das es nach oben geht mit den Kursen, weil sonst alles zusammen bricht, zumindest sehr viel zusammen bricht. Da nehmen die Staaten auch gerne, und ich betone gerne, eine Hyperinflation in kauf.

 

Danke für den Thread, TRL.

 

 

 

Gerade das konnten wir IMO in den letzten Wochen besonders deutlich beobachten. Die Gewinnmitnahmen im Euroraum wurden größer. Zeitweise sah es fast so aus, als ob der Dax ein Eigenleben führt und sich vom Dow abkoppelt. Dem ist natürlich nicht so, viel mehr werden, Gewinne von amerikanischen Investoren mitgenommen. Schaut euch einfach mal nen Dax Chart in Dollar an, dann wisst ihr warum.

 

Hier:

post-4961-1257978552,11.png

 

Ja, dem pflichte ich bei. Das hört sich sehr plausibel an.

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Danke für den Thread, TRL.

 

 

 

Gerade das konnten wir IMO in den letzten Wochen besonders deutlich beobachten. Die Gewinnmitnahmen im Euroraum wurden größer. Zeitweise sah es fast so aus, als ob der Dax ein Eigenleben führt und sich vom Dow abkoppelt. Dem ist natürlich nicht so, viel mehr werden, Gewinne von amerikanischen Investoren mitgenommen. Schaut euch einfach mal nen Dax Chart in Dollar an, dann wisst ihr warum.

Also ich habe mal eine Statistik gesehen (war aber schon 2003) dass ca. 95% der Umsätze an der Deutschen Börse aus dem Ausland kommen und dabei der Löwenanteil aus den USA und London... was man zumindest an Tagen fühlen kann (ohne dass man es mit der Korrelationsanalyse jetzt nachweist) ist, dass der USD schwächer wird wenn die Börsen in Europa sich sehr stark entwickeln. Da könnte man natürlich sagen, dass da aus den USA Geld rüberfliesst. Auf der anderen Seite ist der Währungsmarkt so gigantisch groß, dass der Aktienmarkt nur geringe Auswirkungen hat.

 

Also dann gebe ich mal meinen Senf dazu ab:

 

"Aber wenn die Amerikaner ihre Wirtschaft retten wollen, haben sie andererseits eigentlich keine andere Wahl, als die Zinsen niedrig zu halten. (Sorry: Das ist Quatsch! Meine Meinung) Auch den Bondmarkt muss die Notenbank ganz genau im Auge behalten." - Hier teile ich jedoch die Meinung von DJE, da das Grundlagenwissen von VWL ist. Eine Begründung wäre hier ein wenig zu ausufernd. ;)

Grundlage der VWL ist es auch dass sinkende Zinsen gut für die Wirtschaft sind. Was es für die Börse bedeutet hat haben wir seit 2007 gesehen. Oder ich erinnere an die Zinssenkungsphase zwischen 2000 - 2003. Die Börsen haben sich nur nach unten bewegt. Stabile Zinsen steigen eine stabile Wirtschaft an. Das ist eben Theorie und Praxis. Ich würde die Zinsen sukzessive über die nächsten 12 Monate (beginnend jetzt) in den USA auf ein neutrales Niveau von 3% - 4% anheben. Hintergrund ist dass man zu dem Geld als Firma noch Investitionen tätigen muss. Wenn sich Investitionen nur noch bei den niedrigen Zinsen lohnen die wir haben ist es sowieso zu spät. Ein weiterer Knackpunkt in meinen Augen: Ich bin mir bewusst dass ein schnelles Anheben der Zinsen die Wirtschaft kurzfristig massiv belasten wird. Aber für meine Begriffe handeln die Notenbanken zu zyklisch und vor allem zu häufig. Die Wirtschaft muss sich auch mal bereinigen. Roubini lehrte immer an der NYU... Die Rezession ist das wertvollste was die Welt hat, weil sich hier der Markt bereinigt und Kraft schöft für zukünftiges Wachstum. Greift die Notenbank oder der Staat ein verzeert man den Markt und schafft ein Pseudomarkt bzw. Mutantenmarkt in dem viele Wettbewerber eigentlich gar nicht mehr wettbewerbsfähig wären.

 

 

"Unter dem Strich ist das alles brutal künstlich." - Ja, etwas künstlich ist es, aber es war und ist notwendig, da sonst die Schrottpapiere nichts mehr wert werden und die Industrie, Banken und Staaten darauf wetten bzw. hoffen das es nach oben geht mit den Kursen, weil sonst alles zusammen bricht, zumindest sehr viel zusammen bricht. Da nehmen die Staaten auch gerne, und ich betone gerne, eine Hyperinflation in kauf.

leider richtig. Aber eine Inflation im zweistelligen Bereich wäre schon schlimm genug... da brauch ich keine Hyperinflation. Man müsste langsam die Luft aus allem raus lassen. Aber was DJE mit künstlich glaub ich meinte war die gute Performance am Aktienmarkt. Irgendwie weiß jeder dass die Kurse da nicht hingehören aber mangels Alternativen treibt man sie dahin... verrückt irgendwie....

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Ja, die Aktienmärkte waren gemeint, aber es hängt auch mit dem zusammen was ich geschrieben habe.

Und das die Aktienmärkte verrückt sind, das ist ja nichts neues. ;)

 

Ich persönlich denke, das wir bald eine Inflation von so 5-7% und dann bis zu 10-15% Inflation für ein Jahr bekommen könnten, aber auch nur im halbwegs krassen WC.

Also eine krasse Inflation bis zu max. 15% wäre echt in meinem Interesse, dann würden meine Aktien stark steigen. ^^

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...

Die Wirtschaft muss sich auch mal bereinigen. Roubini lehrte immer an der NYU... Die Rezession ist das wertvollste was die Welt hat, weil sich hier der Markt bereinigt und Kraft schöft für zukünftiges Wachstum. Greift die Notenbank oder der Staat ein verzeert man den Markt und schafft ein Pseudomarkt bzw. Mutantenmarkt in dem viele Wettbewerber eigentlich gar nicht mehr wettbewerbsfähig wären.

...

 

Ich dachte immer es sei Schumpeter der die Theorie der schöpferischen Zerstörung entwickelt hat (vereinfacht gesagt ein "reinigendes Gewitter der Wirtschaft").

 

http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/schumpeters-theorie-der-schoepferischen-zerstoerung-hat-konjunktur-392240/

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Ja, die Aktienmärkte waren gemeint, aber es hängt auch mit dem zusammen was ich geschrieben habe.

Und das die Aktienmärkte verrückt sind, das ist ja nichts neues. ;)

 

Ich persönlich denke, das wir bald eine Inflation von so 5-7% und dann bis zu 10-15% Inflation für ein Jahr bekommen könnten, aber auch nur im halbwegs krassen WC.

Also eine krasse Inflation bis zu max. 15% wäre echt in meinem Interesse, dann würden meine Aktien stark steigen. ^^

ich kann dir fast zustimmen. wir werden so eine Inflation bekommen... aber nicht so schnell und dann auch eher gefühlt. Die Statistiker werden schon ihr Ding dazu beitragen, dass das alles nicht so schlimm aussieht...

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Posted · Edited by John Silver

ich kann dir fast zustimmen. wir werden so eine Inflation bekommen... aber nicht so schnell und dann auch eher gefühlt. Die Statistiker werden schon ihr Ding dazu beitragen, dass das alles nicht so schlimm aussieht...

Sorry - das hat ja mit meinem zweiten Posting hier jetzt bald den Anschein ich wollte Dir etwas böses - ist aber nicht so -

aber das Statistische Bundesamt ist, ähnlich wie die Bundesbank, der Objektivität, Neutralität und wissenschaftlichen Unabhängigkeit verpflichtet. Das ist gerade deshalb so, damit keiner aus Berlin Mitte auf die Idee kommt einwenig, wie anscheinend in Griechenland, an den relevanten Variablen zu drehen...

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Statistisches_Bundesamt

http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_%C3%BCber_die_Statistik_f%C3%BCr_Bundeszwecke

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Posted · Edited by Reigning Lorelai

Sorry - das hat ja mit meinem zweiten Posting hier jetzt bald den Anschein ich wollte Dir etwas böses - ist aber nicht so -

aber das Statistische Bundesamt ist, ähnlich wie die Bundesbank, der Objektivität, Neutralität und wissenschaftlichen Unabhängigkeit verpflichtet. Das ist gerade deshalb so, damit keiner aus Berlin Mitte auf die Idee kommt einwenig, wie anscheinend in Griechenland, an den relevanten Variablen zu drehen...

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Statistisches_Bundesamt

http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_%C3%BCber_die_Statistik_f%C3%BCr_Bundeszwecke

desperate times call for desperate actions...

Wenn es darauf ankommt und die Kacke am Dampfen ist wird man die Berechnung ändern.... du darfst nicht vergessen wer der Hund und wer der Schwanz ist und wer mit wem wackelt... dann müssen halt die Einträge bei Wikipedia danach neu geschrieben werden.... und vor allem darfst du nicht vom deutschen Kosmos ausgehen... so bedeutend ist BRD nicht... Entscheidend ist was die USA macht... und dort gibt es ja heute schon sehr große Zweifel an der Inflation.

 

Ich dachte immer es sei Schumpeter der die Theorie der schöpferischen Zerstörung entwickelt hat (vereinfacht gesagt ein "reinigendes Gewitter der Wirtschaft").

 

http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/schumpeters-theorie-der-schoepferischen-zerstoerung-hat-konjunktur-392240/

hä?? ich bin sogar überzeugt dass es schon im 18. oder 19. Jahrhundert vor Schumpeter Menschen gab die diese Theorie hatten. Ich habe mich lediglich darauf berufen von wem ich es gelehrt wurde. Und im Gegensatz zu vielen Ökonomen der Gegenwart ist er einer der wenigen der es immer wieder predigt... es ist also völlig egal wer es erfunden hat bzw. wer diese Theorie aufgestellt hat.

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Die zwischen den Zeilen bärig grummelden Statements von DJE, lassen die Vermutung zu, er hat den Großteil der aktuellen Hausse

verpaßt. Das braucht ja niemandem leid tun ;o).

 

Überhaupt scheinen viele Großinvestoren in Aktien immer noch unterinvestiert zu sein. Oberschlaue Nasenbären kaufen seit Monaten

Bonds und Gold. Unter dem Motto: bleibt die Welt in der Deflation gefangen ( siehe z.B. aktuelle Prognose der BOJ ), haben wir die Anleihen,

kommt die "Hyperinflation" haben wir das Gold - die Wirtschaft ist sowiso am A....

 

Blos die Börse spielt bei diesem Szenarien derzeit nicht mit und setzt auf einen ganz normalen Wirtschaftsaufschwung, wie nach

jeder Rezession der Fall - sind doch spannende Zeiten ;o)

 

 

Grüße!

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Die zwischen den Zeilen bärig grummelden Statements von DJE, lassen die Vermutung zu, er hat den Großteil der aktuellen Hausse

verpaßt. Das braucht ja niemandem leid tun ;o).

Du sprichst mir aus der Seele. Das sind auch immer meine ersten Gedanken. Er versucht förmlich, einen Rücksetzer oder neuen Abschwung herbeizureden, der ja vielleicht auch kommen mag.

 

Eines bleibt sicher, die Börse macht was sie will und interessiert sich nicht für den Marktausblick von DJE...

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Du sprichst mir aus der Seele. Das sind auch immer meine ersten Gedanken.

...

 

Ja, das liegt immer nahe. Trotzdem bleibt die Frage, ist seine Argumentation richtig oder nicht?

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Posted · Edited by Duder

Roubini lehrte immer an der NYU... Die Rezession ist das wertvollste was die Welt hat, weil sich hier der Markt bereinigt und Kraft schöft für zukünftiges Wachstum. Greift die Notenbank oder der Staat ein verzeert man den Markt und schafft ein Pseudomarkt bzw. Mutantenmarkt in dem viele Wettbewerber eigentlich gar nicht mehr wettbewerbsfähig wären.

 

Nun vergisst Roubini aber, dass sich der Staat ein gesundschrumpfen ganz einfach nicht leisten kann. Notenbanken greifen zur Presse, weil sie keine andere Möglichkeit haben, die Wirtschaft anzukurbeln. Das geht gegenwärtig nur durch Konjunkturprogramme und Liquidität und hier auch nur in der Hoffnung, dass mit dem Geld irgendwie gearbeitet wird. Die Psychologie spielt eine viel wichtigere Rolle. Wenn der Mensch von einer Krise ausgeht oder sich in einer befindet und billigere Preise erwartet, spart er sein Geld für später. Liquidität sowie niedrige Zinsen schaffen es nicht diesen Menschen zu ermutigen JETZT einzukaufen und die Wirtschaft anzuklurbeln.

Sollte eine Rezession weiter in eine Deflation "umgreifen", so hätte Roubini mal schnell ein paar Millionen Arbeitslose mehr zu verantworten. Hunger, soziale Aufstände und das ganze Gedöhns wären nicht unrealistisch. Und für was? Für zuküftiges Wachstum? Meiner Meinung nach Unsinn. Was ist überhaupt zukünftiges Wachstum und wie lange kann das noch weitergehen? Viele Länder schaffen ihr Wachstum nur noch auf Pump und mit Hilfe der Finanzindustrie. Wohlstand basiernd auf Schulden und Papier. Ein "reinigendes Gewitter" und diese Länder wären wieder in der Steinzeit. Ein Gesundschrumpfen zur heutigen Zeit, ist demnach nicht machbar.

 

Roubini ist alles andere als ein schlechter Prof. Seine Analysen sind oft genau und sehr überzeugend aber gerade in Sachen VWL wird bis heute viel übersehen, von fast allen Ökonomen... ob gewollt oder nicht, kann ich nicht sagen.

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Gut zu sehen, dass dieses Forum wieder zu seiner alten Stärke zurückgefunden hat. Eine wahre Freude, die Diversivität der Meinungen sich anzusehen...

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2.11.2009/11:02:46

 

Wirtschaftsweise rechnen 2010 mit mehr Wachstum als Regierung

 

 

Berlin, 12. Nov (Reuters) - Die fünf Wirtschaftsweisen sagen Zeitungsberichten zufolge für 2010 eine kräftigere Konjunkturerholung voraus als die Bundesregierung. Die Wirtschaft werde voraussichtlich um 1,6 Prozent wachsen, berichteten "Handelsblatt" und "Financial Times Deutschland" am Donnerstag vorab unter Berufung auf das Jahresgutachten des Sachverständigenrates. Die Regierung geht von einem Plus von 1,2 Prozent aus. Für dieses Jahr sagen die Weisen ebenso wie die Regierung einen Konjunktureinbruch von 5,0 Prozent voraus.

 

Die Zahl der Arbeitslosen wird demzufolge 2010 auf durchschnittlich 3,965 Millionen steigen. Für dieses Jahr werden 3,432 Millionen erwartet.

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Posted · Edited by Reigning Lorelai

Die zwischen den Zeilen bärig grummelden Statements von DJE, lassen die Vermutung zu, er hat den Großteil der aktuellen Hausse

verpaßt. Das braucht ja niemandem leid tun ;o).

 

Überhaupt scheinen viele Großinvestoren in Aktien immer noch unterinvestiert zu sein. Oberschlaue Nasenbären kaufen seit Monaten

Bonds und Gold. Unter dem Motto: bleibt die Welt in der Deflation gefangen ( siehe z.B. aktuelle Prognose der BOJ ), haben wir die Anleihen,

kommt die "Hyperinflation" haben wir das Gold - die Wirtschaft ist sowiso am A....

 

Blos die Börse spielt bei diesem Szenarien derzeit nicht mit und setzt auf einen ganz normalen Wirtschaftsaufschwung, wie nach

jeder Rezession der Fall - sind doch spannende Zeiten ;o)

 

 

Grüße!

guter Beitrag

 

Nun vergisst Roubini aber, dass sich der Staat ein gesundschrumpfen ganz einfach nicht leisten kann. Notenbanken greifen zur Presse, weil sie keine andere Möglichkeit haben, die Wirtschaft anzukurbeln. Das geht gegenwärtig nur durch Konjunkturprogramme und Liquidität und hier auch nur in der Hoffnung, dass mit dem Geld irgendwie gearbeitet wird. Die Psychologie spielt eine viel wichtigere Rolle. Wenn der Mensch von einer Krise ausgeht oder sich in einer befindet und billigere Preise erwartet, spart er sein Geld für später. Liquidität sowie niedrige Zinsen schaffen es nicht diesen Menschen zu ermutigen JETZT einzukaufen und die Wirtschaft anzuklurbeln.

Sollte eine Rezession weiter in eine Deflation "umgreifen", so hätte Roubini mal schnell ein paar Millionen Arbeitslose mehr zu verantworten. Hunger, soziale Aufstände und das ganze Gedöhns wären nicht unrealistisch. Und für was? Für zuküftiges Wachstum? Meiner Meinung nach Unsinn. Was ist überhaupt zukünftiges Wachstum und wie lange kann das noch weitergehen? Viele Länder schaffen ihr Wachstum nur noch auf Pump und mit Hilfe der Finanzindustrie. Wohlstand basiernd auf Schulden und Papier. Ein "reinigendes Gewitter" und diese Länder wären wieder in der Steinzeit. Ein Gesundschrumpfen zur heutigen Zeit, ist demnach nicht machbar.

 

Roubini ist alles andere als ein schlechter Prof. Seine Analysen sind oft genau und sehr überzeugend aber gerade in Sachen VWL wird bis heute viel übersehen, von fast allen Ökonomen... ob gewollt oder nicht, kann ich nicht sagen.

ich seh es etwas anders wie du. Dass der Staat eingegriffen hat war richtig. Dass die Notenbanken die Zinsen schnell gesenkt haben war ebenso richtig. Man hat damit das totale Disaster verhindert... ich glaube hier sind wir uns beide einig. Roubini sieht das übrigens genauso. Ich seh aber mit Roubini zusammen folgende Thematik: Jetzt wo die Krise zumindest überwunden ist (und das ist sie) und die Banken sich untereinander wieder Geld leihen muss man die Zügel sofort anziehen. Wir haben dann halt nicht ein "V" in der Konjunkturphase sondern ein langgezogenes "U".... Und das ist mir lieber als das V, denn das wandelt sich schnell in ein W wieder um. Und Ziel ist doch ein angemessenes und nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Und das tut man nicht. Des Weiteren hat insbesondere in BRD der Staat beherzt zugegriffen aber viele Maßnahmen waren nicht der Brüller. Die Abwrackprämie oder Cash 4 Clunkers sind völlig unnütz und der Lobbyarbeit geschuldet. Und eine Rezession hat nix mit Deflation zu tun. Das eine beschreibt die Konjunkturphase während das andere die Preisentwicklung beschreibt. Beides hängt nicht zwingend miteinander zusammen. Viele bringen in einer solchen Phase immer den Vergleich Japan aber hier ist die Sachlage bzgl. Krisenbewältigung Ende der 80er eine ganz andere gewesen.

 

Wo ich zustimme ist das VWL Theoretiker sind ist doch klar... Den rational denkenden Menschen gibts nicht oft (evtl. gar nicht)... Die Psychologie muss mehr berücksichtigt werden aber das ist halt nicht so leicht... aber die Effekte die man jetzt erzielt hat sind schlimmer. Man hat eigentlich alles gerettet ausser Lehman oder ein paar kleinere Klitschen in den USA. Das ist doch das völlig falsche Signal. Eine Firma wie GM kann man auch geordnet abwickeln. Darum gehts Roubini und auch mir. Too big to fail existiert weiterhin... vor allem nach dem Chaos nach Lehman noch mehr als je zuvor.

 

Gut zu sehen, dass dieses Forum wieder zu seiner alten Stärke zurückgefunden hat. Eine wahre Freude, die Diversivität der Meinungen sich anzusehen...

Ich find dieser Thread gestaltet sich bisher ganz okay

 

 

Vielleicht noch zum Beitrag von BondWurzel:

Ich habe ja die letzten Monate schon Kontakt mit Mitgliedern aus dem Forum gehabt. Ich habe ja von anfang an geagt, dass wir die große Arbeitslosigkeit in Deutschland von 5 Mio nicht sehen werden. Langsam merken es auch die Experten, was ich schon vor einem halben Jahr gesagt habe. Gerade in der Krise hat sich gezeigt, dass die VWL noch viel zu unerforscht und vor allem viel zu theoretisch ist um die Zukunft vorherzusagen. Jetzt müssten das nur noch die Mathematiker erkennen (Stichwort: Asset Allocation)

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ich seh es etwas anders wie du. Dass der Staat eingegriffen hat war richtig. Dass die Notenbanken die Zinsen schnell gesenkt haben war ebenso richtig. Man hat damit das totale Disaster verhindert... ich glaube hier sind wir uns beide einig. Roubini sieht das übrigens genauso. Ich seh aber mit Roubini zusammen folgende Thematik: Jetzt wo die Krise zumindest überwunden ist (und das ist sie) und die Banken sich untereinander wieder Geld leihen muss man die Zügel sofort anziehen. Wir haben dann halt nicht ein "V" in der Konjunkturphase sondern ein langgezogenes "U".... Und das ist mir lieber als das V, denn das wandelt sich schnell in ein W wieder um. Und Ziel ist doch ein angemessenes und nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Und das tut man nicht. Des Weiteren hat insbesondere in BRD der Staat beherzt zugegriffen aber viele Maßnahmen waren nicht der Brüller. Die Abwrackprämie oder Cash 4 Clunkers sind völlig unnütz und der Lobbyarbeit geschuldet. Und eine Rezession hat nix mit Deflation zu tun. Das eine beschreibt die Konjunkturphase während das andere die Preisentwicklung beschreibt. Beides hängt nicht zwingend miteinander zusammen. Viele bringen in einer solchen Phase immer den Vergleich Japan aber hier ist die Sachlage bzgl. Krisenbewältigung Ende der 80er eine ganz andere gewesen.

 

Als du aber ok. Ein langezogenes U scheint hier viel zu teuer zu sein, auch wenn ich dir im Grunde zustimme. Wie gesagt: Die Wirtschaft MUSS wachsen, koste es was es wolle. Und so etwas wie nachhaltiges Wachstum existiert schon lange nicht mehr. Man versucht Wachstum zu erzwingen und wenn man gleichzeitig von nachhaltigem Wachstum redet, ist das ein Widerspruch in sich...Zumal unbregrenztes Wachstum auf Dauer gar nicht möglich ist.

 

 

Für die Zukunft gibt es demnach nur eines. Es geht weiter wie bis jetzt. Die Ups und Downs werden größer. Das Geld wird mehr und verliert immer mehr an Wert.

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Gerade in der Krise hat sich gezeigt, dass die VWL noch viel zu unerforscht und vor allem viel zu theoretisch ist um die Zukunft vorherzusagen.

 

Die VWL hat sich seit Jahrzehnten nicht mehr bewegt bzw. sich "empirisch aktualisiert", die "Zeit ist davongelaufen", Vernetzungen und Technologie legen ein hohes Tempo vor, Krugman bemängelte das auch schon....das Gebiet wird wahrscheinlich zu schlecht bezahlt oder gefördert....die Schlafwagen (VWL) sind ja meistens hinten am Zug.

 

000203C4.gif

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Als du aber ok. Ein langezogenes U scheint hier viel zu teuer zu sein, auch wenn ich dir im Grunde zustimme. Wie gesagt: Die Wirtschaft MUSS wachsen, koste es was es wolle.

wie bitte? das langgezogene U ist das günstige von allem... Das V dass wir jetzt sehen kostet jetzt schon sau viel Kohle und wird uns eine noch schlimmere Krise bringen. Und das V hat auch für den extremen Anstieg der Staatsverschuldung gesorgt. Hätte man ein U akzeptiert hätte man sich bei den Konjunkturprogramm schon Geld sparen können und die Wirtschaft trotzdem retten können. Und die Wirtschaft MUSS nicht wachsen... schon mal was von qualitativem Wachstum gehört?

Und so etwas wie nachhaltiges Wachstum existiert schon lange nicht mehr. Man versucht Wachstum zu erzwingen und wenn man gleichzeitig von nachhaltigem Wachstum redet, ist das ein Widerspruch in sich...Zumal unbregrenztes Wachstum auf Dauer gar nicht möglich ist.

och bitte hör auf! Nachhaltiges Wachstum (das Wort stammt von mir) fordere ich und hätte ich gerne.

Wachstum zu erzwingen... das macht die Politik. Unter anderem ist dass das was du gut findest. Nämlich die massiven Konjunkturprogramme. Und das ist zum Scheitern verurteilt und hat in der Tat nichts mit Nachhaltigkeit zu tun.

 

Und Wachstum ist immer möglich. Ich erinnere da an den Geschäftsführer des Patentamts aus dem Jahr 1930: Alles was es zu erfinden gibt wurde bereits erfunden. Entsprechend ist auch Wachstum immer möglich. Ein arg begrenztes Denken was du aufweist...

 

 

Für die Zukunft gibt es demnach nur eines. Es geht weiter wie bis jetzt. Die Ups und Downs werden größer. Das Geld wird mehr und verliert immer mehr an Wert.
ja wenn man Probleme so anpackt wie du es vorschlägst hast du mit dieser These recht.

 

 

Die VWL hat sich seit Jahrzehnten nicht mehr bewegt bzw. sich "empirisch aktualisiert", die "Zeit ist davongelaufen", Vernetzungen und Technologie legen ein hohes Tempo vor, Krugman bemängelte das auch schon....das Gebiet wird wahrscheinlich zu schlecht bezahlt oder gefördert....die Schlafwagen (VWL) sind ja meistens hinten am Zug.

 

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dem ist leider so...

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Posted · Edited by berliner

Gerade in der Krise hat sich gezeigt, dass die VWL noch viel zu unerforscht und vor allem viel zu theoretisch ist um die Zukunft vorherzusagen. Jetzt müssten das nur noch die Mathematiker erkennen (Stichwort: Asset Allocation)

Ich würde sagen eher genau umgekehrt. Die VWL muß endlich eine Wissenschaft werden, und das heißt mathematische Modelle statt reiner Empirie. Da lohnt vielleicht mal ein Blick über den Tellerrand zu Physikern oder Klimaforschern.

 

Zumal unbregrenztes Wachstum auf Dauer gar nicht möglich ist.

Das wird man von den Skeptikern noch in 500 Jahren hören, und sie werden sich dabei immer noch originell vorkommen.

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Ich würde sagen eher genau umgekehrt. Die VWL muß endlich eine Wissenschaft werden, und das heißt mathematische Modelle statt reiner Empirie. Da lohnt vielleicht mal ein Blick über den Tellerrand zu Physikern oder Klimaforschern.

Lieber Berliner,

 

dort ist es eher noch schlimmer!!! Die Physiker schaffen es nicht z.B. eine Formel für die Verknüpfung vier simpler physikalischer Zusammenhänge beizubringen, die Klimaforscher sind sich noch nicht mal über das Klima und dessen Einflussfaktoren der nächsten 50 Jahre einig. Trotz aller mathematischen Modelle die dort bemüht werden, hat dort keiner wirklich Ahnung!!! Aus welchem Fachgebiet kommt uns das wohl bekannt vor?

 

 

Gruß Emilian.

 

 

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Posted · Edited by berliner

dort ist es eher noch schlimmer!!! Die Physiker schaffen es nicht z.B. eine Formel für die Verknüpfung vier simpler physikalischer Zusammenhänge beizubringen,

Klar, Physiker sind echte Nullen, die rein gar nichts gebacken kriegen. Die haben sich ja nur bis auf ein paar Millisekunden an den Urknall rangerechnet, aber davon abgesehen, kriegen die wirklich gar nichts zustande.

die Klimaforscher sind sich noch nicht mal über das Klima und dessen Einflussfaktoren der nächsten 50 Jahre einig. Trotz aller mathematischen Modelle die dort bemüht werden, hat dort keiner wirklich Ahnung!!!

Klar, auch alles Nullen, was sind schon 50 Jahre?

 

Bevor wir hier den Thread vollspammen: mir geht es tatsächlich darum, daß auch die VWL sich mehr die stringente wissenschaftliche Methode zu eigen machen sollte, und dazu gehört auch, Nicht-Wissen zuzugeben, statt mit Interpretationen zu kaschieren. Die VWL krankt genauso wie die Klimaforschung an der Komplexität der Vorgänge und der deshalb schwierigen Modellierung. Trotzdem erkennt man den Unterschied in der Vorgehensweise. Die Klimaforschung versucht wenigstens, diesen Weg zu gehen. Komischerweise werden immer wieder Superrechner zur Berechnung vom Klimamodellen in Betrieb genommen, aber macht die VWL vergleichbares? Es gibt da viel Prosa und Essayismus, aber wenig falsifizierbares. Die VWL orientiert sich stärker an der Literaturwissenschaft als an der Mathematik.

 

Wenn man bedenkt, daß es für Ökonomie einen Nobelpreis gibt, aber für Mathematik nicht, dann erwarte ich da eigentlich ein bißchen mehr als man bis dato präsentiert bekommt.

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Das wird man von den Skeptikern noch in 500 Jahren hören, und sie werden sich dabei immer noch originell vorkommen.

Ich bin selten duders Meinung, aber hier schon. Wo ist denn grenzenloses Wachstum außerhalb von Volkswirtschaften möglich? Und warum sollten Volkswirtschaften grenzenlos wachsen können?

 

Aber ich bin sicher, die Zunkunft interessiert sich sowieso nicht für unsere Meinung und es wird sich zeigen, was möglich ist...

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Und warum sollten Volkswirtschaften grenzenlos wachsen können?

 

Technologischer Fortschritt? Unendlichkeit des Universums?

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Gerade in der Krise hat sich gezeigt, dass die VWL noch viel zu unerforscht und vor allem viel zu theoretisch ist um die Zukunft vorherzusagen. Jetzt müssten das nur noch die Mathematiker erkennen (Stichwort: Asset Allocation)

Hmm, was sagen denn "die Mathematiker" zur Asset Allocation? Meinst du damit, "die Mathematiker" sind der Meinung, die perfekte Asset Allocation gefunden zu haben, mit der in der Zukunft der größmögliche Erfolg erreicht wird?

Ansonsten find ich es etwas seltsam, alle Physiker, Metereologen,... global mit einem Wisch zu beurteilen. Aber naja...

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