Carlos

Brasilien

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Jeden Tag 164 neue Millionäre

 

Die Wirtschaft Brasiliens wächst stetig, sie profitiert von einer beständigen Geld- und Fiskalpolitik. Doch nicht nur Brasiliens Börse boomt. Auch der Zuwachs an Superreichen ist atemberaubend. Der alte Finanzadel verliert an Bedeutung, die Neureichen geben zunehmend den Ton an. Wie der Börsen- und Rohstoffboom eine neue Kaste von Superreichen erzeugt.

 

Quelle: http://www.handelsblatt.com/News/Vorsorge-...illionaere.html

 

Ich muss ehrlich gestehen, Brasilien bisher (als aufstrebende Wirtschaftsnation) nicht allzu viel Bedeutung beigemessen zu haben. Bis vor ca. 2 Monaten die Nachricht verbreitet wurde, im Offshore-Gebiet seien neue Gebiete geortet worden, die ein immenses Vorkommen an Öl aufweisen. Aber das allein soll es ja nicht sein, wie man in diesem Bericht liest.

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Börsen in Lateinamerika: Freundlich, kräftige Gewinne in Brasilien

 

Buenos Aires (aktiencheck.de AG) - Gestützt auf positive Vorgaben der Wall Street haben sich die größten Börsen in Süd- und Lateinamerika am Mittwoch fester aus dem Handel verabschiedet. Aus Brasilien wurden deutliche Gewinne gemeldet. Der Leitindex Bovespa legte bis Handelsende 2,33 Prozent auf 63.747,40 Punkte zu. Anteilsscheine des Minengiganten Vale stiegen hier um mehr als 3 Prozent.

(21.02.2008/ac/n/m)

 

 

Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG

 

http://news.onvista.de/alle.html?ID_NEWS=69707533

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Posted · Edited by Carlos G.

Interessant, einen Artikel in "Die Zeit" von vor fast drei Jahren jetzt zu lesen. Vieles hat sich mit Sicherheit nicht verändert... wer Brasilien kennt weiss, warum ich das sage.

 

Träum weiter, Brasilien

 

Eine von Bunge in Auftrag gegebene Studie schätzt, dass den Getreidehändlern der Schwund auf den Straßen und die Schlangen an den Häfen pro Jahr 2,4 Milliarden Dollar oder zehn Prozent des Exports kosten. Und es könnte noch schlimmer kommen, im nächsten Jahr, wenn die Ausfuhren an Getreide laut Prognosen einen neuen Mengenrekord erreichen werden. (...)

 

Der drohende Kollaps der Infrastruktur ist nur eine von vielen Hürden für hohes und dauerhaftes Wachstum, neben dem Duo infernale – Bürokratie und Korruption – und der mangelnden internationalen Wettbewerbsfähigkeit vieler Branchen. (...)

 

Was Beobachter hoffen lässt, ist die Tatsache, dass Brasilien heute prinzipiell besser als je zuvor darauf vorbereitet ist, sich aus der Riege der Schwellenländer herauszulösen. Das Land erfüllt mittlerweile einige Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum. Nach dem Übergang zur Demokratie in den achtziger Jahren und den wirtschaftlichen Reformen in den neunziger Jahren kann es heute auf ein Wirtschaftssystem mit freien Wechselkursen, den Sieg über die Inflation und eine stabilitätsorientierte Geld- und Fiskalpolitik verweisen. Auch hat das Land einige industrielle Kerne: Fast alle internationalen Automobilhersteller lassen in Brasilien für den südamerikanischen Markt fertigen, der Erdölkonzern Petrobras und der Bergbauriese Companhia Vale do Rio Doce gehören zu den weltweit Größten ihrer Branche. Und nicht zuletzt ist der Flugzeugbauer Embraer ein geachteter Wettbewerber von Airbus und Boeing.

 

Quelle: http://www.zeit.de/2004/31/Brasilien?page=2

 

Was mich an Schwellenländern unheimlich interessiert ist, ob die Bevölkerung vom Wirtschaftswachstum profitiert, ob die politischen Umstände sich verbessern, in welcher Weise die Globalisierung diesen Ländern wirklich von Nutzen ist, oder ob weiterhin nur eine kleine Schicht sich immer mehr bereichert.

 

Aber, das Land scheint wirtschaftlich voranzukommen. Hier aktuelle Daten:

 

Brasiliens Wirtschaft wird auch 2008 weiter wachsen

 

Quelle: http://www.bfai.de/fdb-SE,MKT200801288000,Google.html

 

 

Hier ist eine interessante Seite für deutschsprechende Geschäftsleute, geführt von Karlheinz Naumann aus São Paulo.

 

http://brasilienaktuell.blogspot.com/searc...;max-results=50

 

 

Aber... ohne Energie geht nichts, sieht man ja auch in Südafrika, z. Beispiel.

 

Elektroenergie kann in Brasilien knapp werden

 

Leider ist der Löwenanteil vom Regen abhängig und der bleibt zur Zeit aus.

 

Quelle: http://www.brasil-treff.com/home/news/inde...amp;news_id=861

 

 

Zu den bereits genannten neuen Funden an Erdöl im "offshore"-Gebiet:

 

A big oil discovery

 

http://www.economist.com/displayStory.cfm?story_id=10677726

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Spannend finde ich vor allem den brasilianischen Bioethanol-Markt (Bspw. Marktführer Cosan) und alles was damit zusammenhängt. Der Bioethanolmarkt ist durch den Zuckerrohranbau besonders stark ausgeprägt und hat das Normalbenzin quasi verdrängt. Sämtliche Neufahrzeuge werden in Brasilien mit Total-Flex- und Triflex Motoren (Technologie stammt von Bosch und Delphi) ausgestattet, die damit sowohl Benzin, Bioethanol und Flüssiggas als Kraftstoff nutzen können.

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Was mich an Schwellenländern unheimlich interessiert ist, ob die Bevölkerung vom Wirtschaftswachstum profitiert, ob die politischen Umstände sich verbessern, in welcher Weise die Globalisierung diesen Ländern wirklich von Nutzen ist, oder ob weiterhin nur eine kleine Schicht sich immer mehr bereichert.

 

Generell - ein klares Ja, in Schwellenländern bieten sich für Gebildete und Wagemutige (oder besser aktive Mcher) enorme Chancen - wer das Umfeld wie Kultur, Gepflogenheiten und Mentalität kennt (für gewöhnlich die Bevölkerung). Wie an der Börse ist mal eine Risikobereitschaft gefordert. Eine gebildete Welterfahrene und auch einigermassen kapitalisierte Schicht hat natürlich einen grossen Vorteil - im Vergleich zum Bauern am Lande.

Auch wie an der Börse - wenn's mit dem Land bergauf geht, werden tendenziell alle Bevölkerungsschichten davon profitieren. Ausnahmen bestätigen die Regel.

 

Voraussetzung, damit ein Schwellenland 'schwellt' ist ein Mindestmaß an Stabilität (rechtlich, politisch, finanziell) - in Togo/Afrika schwellt nicht umsonst nichts.

 

Für mich ist trotzdem klar, dass die 'Grossen' keinen Millimeter Einfluß/Macht/Wohlstand kampflos hergeben (wer tut das schon?) - und von 'kleinen, schwachen, ruhigen, wehrlosen' zu Nehmen ist der einfachere Weg.

 

Man muss auch vielleicht gar nicht so weit weg blicken - ein ländlicher Haushalt der heute mit DSL Breitband aufwartet hat vielleicht vor 30 Jahren noch nicht mal ein Telefon gehabt.

 

Langfristig ist die Richtung also für die Gesamtbevölkerung klar - bei Systemänderungen (deshalb 'schwellt' es ja) gibts unterm Strich bestimmt Verlierer - und das sind mit ziemlicher Sicherheit nicht die Grossen.

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Zirka 600 Aktivisten der Bewegung "Movimento Sem Terra" haben erneut die Bahnanlagen des Bergbaukonzerns "Vale do Rio Doce" beschädigt, und dadurch den Abtansport von 300 Tonnen Erz blockiert.

 

Quelle: http://www.hoovers.com/free/co/news/detail...ce_type%5B%5D=n

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Bemerkenswert, wie wenig sich der brasilianische Aktienmarkt durch die Turbulenzen in New York, Tokyo und Frankfurt beeinträchtigen läßt. Das war früher mal anders.

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Brasilien: Konsum sorgt für Wachstumsrallye

 

Die brasilianische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2007 mit 6,2 % yoy deutlich stärker als erwartet gewachsen. Gegenüber dem Vorquartal kam es zu einem Anstieg um saisonbereinigt 1,6 %. Der Wert für das Vorquartal wurde von 1,7 % qoq auf 1,8 % qoq nach oben revidiert. Das reale Wirtschaftswachstum für das gesamte Jahr 2007 betrug 5,4 %. Im Jahr 2008 rechnen wir mit einer Verlangsamung des Wachstums auf 4,5 %.

 

Sowohl in der Industrie als auch bei den Dienstleistern kam es zu einer Beschleunigung des Wachstums. Der Agrarsektor verzeichnete nach einem sehr starken Anstieg der Wertschöpfung im Vorquartal einen leichten Rückgang.

 

Verwendungsseitig wirkte sich vor allem der Anstieg des privaten Konsums um 3,7 % qoq wachstumsfördernd aus. Die Beschleunigung der Dynamik des privaten Konsums wird die Diskussion über die zukünftige Geldpolitik anheizen.

 

 

 

Quelle: Deka-Newsletter

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Posted · Edited by berliner

Interessant, einen Artikel in "Die Zeit" von vor fast drei Jahren jetzt zu lesen. Vieles hat sich mit Sicherheit nicht verändert... wer Brasilien kennt weiss, warum ich das sage.

Ich habe recht gute Kontakte nach Brasilien inkl. der Administration in Brasilia. Ein großes Problem des Landes ist aus meiner Sicht, daß es immer noch ein extremes Klassendenken gibt. Man gehört dazu oder eben nicht. Das geht soweit, daß jemand das Gespräch abbricht, wenn er mitbekommt, daß man nur auf einer B-Uni war. Es gibt ein starkes Nord-Süd-Gefälle in der Arbeitsethik. In Brasilia herrschen Neid, Mißgunst, Betrügerei und Mobbing. Als fleißiger, fähiger Mensch, der einfach nur mit guter Arbeit was werden will, wird man schnell weggemobbt. Untergebene sind Befehlsempfänger - mehr nicht. Sie sollen keine Meinung haben, und Kritik wird persönlich genommen und mit Mobbing und Nachteilen bestraft.

 

Es gibt keine offene, direkte Kommunikation. Wenn jemand z.B. eine Präsentation macht, die nicht gut war, dann kann man nicht sagen: "du, dieser oder jener Teil war nicht klar oder hätte besser sein können." Sachliche Kritik wird nicht angenommen, sondern als persönlicher Affront interpretiert. Die Kommunikation ist grundsätzlich barock und indirekt. Wenn man etwas sagen will, dann kann man das höchstens über X Umwege und indirekt tun.

 

Insgesamt verbirgt sich unter der Lockerheit, die wir vielleicht mit dem Land verbinden, ein ungemein neurotisches Verhalten im Umgang miteinander. Es gibt keine Streitkultur. Dinge werden verschwiegen und ausgeblendet und so nie geklärt. Werden sie aber ausgesprochen, folgen schwere Zerwürfnisse und Kommunikations-Verweigerung. Auch Heul- und Schreianfälle sind keine Seltenheit, und das bei erwachsenen, studierten Leuten in der gehobenen Beamtenlaufbahn. Da reicht als Auslöser mitunter schon, jemandem nachzuweisen, daß er eine bestimmte Mail empfangen haben muß, was vorher abgestritten wurde, weil eine damit verbundene Aufgabe nicht erledigt wurde. Erst wird geleugnet, dann wird geschrien.

 

Im Arbeitsleben hat man als Chefs oft irgendwelche Oberschichten-Bubis, die durch Beziehungen in höhere Positionen gelangen und sich der Illusion hingeben, sie würden was können. Da wird schon mal der Mittzwanziger aus der Bankiers-Familie direkt nach dem Studium Abteilungsleiter im Ministerium. Ich kenne Fälle, wo solche Leute die Arbeit ihrer Untergebenen als ihre eigene ausgegeben haben, wenn sie gut war, und dann aber noch nicht mal ein Lob für den eigentlichen Verfasser übrig haben. Manchmal hat man den Eindruck, die Sklavenhaltervergangenheit wirft ihre Schatten bis heute.

 

Eine absurde Bürokratie und Korruption sind ebenfalls ausgeprägt.

 

Die Mittelschicht ist insgesamt noch zu klein, und fatalerweise erkennen weder die Reichen noch die Armen die Bedeutung von Bildung für die eigene Entwicklung und die des Landes. In Argentinien und Chile läuft das alles wesentlich besser.

 

achja, das nächste große Problem ist die Kriminalität in den Großstädten, die das Land einfach nicht in den Griff kriegt. Kein Haus ohne Stacheldraht und stabile Gitter. In Städten wie Rio, Recife, Fortaleza sind die Wohnblocks der Mittelschicht mit Mauern, armdicken Stahlgittern und Portier gesichert. Die Brasilianer erledigen kaum noch Dinge zu Fuß, und wenn man mal nett ausgehen will, dann fährt man in eine abgeriegelte Shopping-Mall. Einfach so durch die Innenstadt bummeln ist Streß, denn man muß sich ständig vergewissern, wer so um einen rum ist. Die Städte rund um Brasilia herum sind sowieso no-go-Areas, aber auch der Strand an der Copacabana ist nach Sonnenuntergang nicht sicher. In Rio werden auch schon mal ganze Reisebusse auf dem Weg vom Flughafen in die City abgefangen und ausgeraubt. Das Tollste aber ist, daß die Häftlinge in den Gefängnissen ihre Handies behalten dürfen. Die können also ihre Geschäfte vom Knast aus weiter betreiben. Eine beliebte "Beschäftigung" sind Erpresseranrufe an beliebige Telefonnummern in der Art: "Wir haben deine Schwester, du zahlst 1000 Reais oder..."

Zum Thema:

http://www.arte.tv/de/film/Berlinale-2008/...me/1927548.html

 

Es gibt auch verhältnismäßig sichere Orte abseits der Metropolen, aber das sind eben die kleinen Städtchen ohne Industrie. Der Süden gilt auch als vergleichsweise sicher, wie auch andere Dinge dort besser funktionieren (sollen). Es gab sogar mal Unabhängigkeitsbestrebungen des Südens. Sowieso ist Brasilia wahrscheinlich in vielem sehr Extrem, da sich dort eben nicht unbedingt der Querschnitt der Bevölkerung aufhält. Dazu paßt auch, daß es in der Hauptstadt den größten Anteil von Angehörigen dubioser Sekten gibt, und das geht bis in gebildete Schichten.

 

Trotzdem hat Brasilien einen Aufschwung und mittlerweile auch Erdöl-autark, aber es hat noch keinen entwickelten Aktienmarkt. Privatanleger sind dort die absolute Ausnahme.

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Du kennst Dich aus...

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Posted · Edited by Akaman

In Argentinien und Chile läuft das alles wesentlich besser.

 

Bist Du Dir sicher? In Chile vielleicht. Aber Argentinien? Fast alles, was Du schreibst, könnte auch in Bs. As. sein.

 

Aber Du hast Recht: es gibt sowohl in A. als auch in B. einen Riesen-Unterschied zwischen den Metropolen einerseits und den Kleinstädten bzw. den ländlichen Gebieten andererseits.

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Neuester Beitrag seitens der Deutschen Bank (allerdings um ein Produkt vorzustellen):

 

Brasilien - Ordnung und Fortschritt

 

Die Föderative Republik Brasilien ist gemessen an der Bevölkerung von ca. 187,5 Mio. Einwohnern und der Fläche von etwa 8,5 Mio. Quadratkilometern (ungefähr die 24-fache Fläche Deutschlands) der fünftgrößte Staat der Erde und nimmt 47 % der Fläche des südamerikanischen Kontinents für sich in Anspruch. (...)

 

Bei Brasilien kann man nicht mehr von einem Agrarland sprechen. Der Anteil des primären Sektors am BIP beträgt nur noch 10 %. Die beiden weiteren Sektoren Industrie und Dienstleistungen haben einen Anteil von etwa 40 % bzw. 50 %. Wichtige Industriezweige des Landes sind unter anderem die Textil-, Bekleidungs-, Genuss- und Nahrungsmittelindustrie, der Maschinenbau/die Transportindustrie sowie der gesamte Bereich Eisen, Stahl, Chemie, Petrochemie und Elektronik. (...)

 

Die staatliche Ölfirma Petrobras gehört mit einem Umsatzvolumen von etwa 20 Mrd. US-Dollar in 2006 zu einer der größten Ölfirmen weltweit und kann ohne Zweifel als Global Player bezeichnet werden. (...) Die Aktie von Companhia Vale do Rio Doce, einem bedeutenden Bergbauunternehmen, legte im letzten Jahr um rund 56 % zu. Im Jahr 2006 stieg der Konzern durch die Übernahmen des brasilianischen Bergbauunternehmens Caemi und des kanadischen Unternehmens Inco zum zweitgrößten Bergbauunternehmen der Welt auf.

 

Zu lesen hier: http://news.onvista.de/alle.html?ID_NEWS=6428629

 

Eines nur möchte ich anmerken: Wenn im Titel dieses Beitrags von "Ordnung und Fortschritt" die Rede ist, dann nur weil das die übersetzung des Leitsatzes ist, welcher auf der Nationalflagge eingraviert ist: "Ordem e Progresso". Nicht dass Jemand meint, in Brasilien herrsche "Ordnung" in unserem mittel- und nordeuropäischen Sinne...

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Posted · Edited by berliner

Bist Du Dir sicher? In Chile vielleicht. Aber Argentinien? Fast alles, was Du schreibst, könnte auch in Bs. As. sein.

Ich kenne die anderen Länder da unten nicht aus eigener Anschauung. Meine Freundin ist Brasilianerin. Deshalb kenne ich Brasilien etwas besser.

 

Aber den Vergleich mit Argentinien kann man ja mal trotzdem man in Zahlen versuchen:

							   Brasilien  Argentinien 
Alphabetisierung				   88,6%   97,2%
Lebenserwartung					72,24   76,32
Bruttosozialprodukt (pro Kopf)	9700$   13000$
Arbeitslosigkeit				   9,8%	8,9%
Bevölkerung unterhalb
der Armutsgrenze				   31%	23,4%

 

Quelle:

https://www.cia.gov/library/publications/th...ok/geos/br.html

 

Es gibt da leider keine Angaben zur Kriminalität.

 

Beim Corruption Perceptions Index von Transparency International steht Brasilien allerding auf Platz 72 und Argentinien auf 105.

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Was Chile betrifft....hier eine Reportage von 3satbörse Chile, ein Wirtschaftsmärchen 30minutige Dokumentation, abrufbar über ZDFmediathek.

 

Gruß - eolos :D

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Posted · Edited by Swai

S&P upgrades Brazil to investment grade "BBB-"

Wed Apr 30, 2008 3:37pm EDT

By Daniel Bases

 

NEW YORK, April 30 (Reuters) - Standard & Poor's lifted Brazil's sovereign credit rating one notch to "BBB-" on Wednesday, giving it coveted investment grade status, citing a maturing of institutions and improved growth prospects.

 

"The upgrades reflect the maturation of Brazil's institutions and policy framework, as evidenced by the easing of fiscal and external debt burdens and improved trend growth prospects," Lisa Schineller, S&P sovereign analyst said in a statement.

 

"While net general government debt remains higher than that in many "BBB" peers, a fairly predictable track record of pragmatic fiscal and debt management policies mitigates this risk," she said.

 

Fitch rates Brazil rate "BB+" while Moody's Investors Service rates it "Ba1", both one notch below investment grade.

 

Brazil's benchmark 2040 sovereign Global bond <BRAGLB40=RR> rose in price on the news. The issue traded up 1.25 points in price to bid 135.875, yielding 5.049 percent.

 

"In terms of price action today we are seeing the pricing in of future buying by non-dedicated emerging market investors who will eventually include Brazil's external or domestic debt in their portfolios once a second investment grade rating comes," said Benito Berber, Latin America strategist at RBS in Stamford, Connecticut.

 

The Bovespa jumped 6.3 percent, while the real BRBY<BRL=> strengthened nearly 2.5 percent.

 

siehe:

http://www.reuters.com/article/bondsNews/i...053490920080430

http://www.reuters.com/article/bondsNews/i...054582620080430

 

Schönes Kursfeuerwerk. :thumbsup:

 

Gruß,

Swai

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Posted · Edited by Sapine

Zeit für einen geordneten Rückzug?

...

Der brasilianische Bovespa, der am 20. Mai noch auf ein Allzeithoch von 73.516,81 Punkten geklettert war, hat seitdem rund 25 Prozent abgegeben.

Quelle FAZ.NET

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"Die ganze Welt ist eine Blase"... schrieb jemand (Grumel?) vor Jahresfrist. Und diese lässt jetzt Dampf ab, in breiter Front.

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Hallo zusammen,

 

hier mal ein Sammelthread rund um Brasilien. Vorrangig soll es natürlich um die wirtschaftliche Entwicklung gehen, natürlich können aber auch andere relevante Themen besprochen werden.

 

Anstoss für diesen Thread war folgender Bericht im MM:

 

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,666074,00.html

 

Brasilien hat die Krise abgeschüttelt wie eine lästige Fliege. Präsident Lula verbindet den Kampf gegen die Armut mit rasendem Wachstum des Konsummarkts. Kommende Großereignisse wie die Fußball-WM und Olympia versprechen weiteres Prestige - und Milliardenaufträge für die deutsche Wirtschaft.

 

...lohnt es wohl, natürlich nur nach genauerer Beschäftigung, eine Länderwette einzugehen...Brasilien Fonds..?

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Vorrangig soll es natürlich um die wirtschaftliche Entwicklung gehen

Na dann wollen wir doch gleich mal mit einem Blick ins Jahr 2020 starten, nach Olympia und Fußball-WM :D

 

Ist von der Deutsche Bank Research, Stand November 2009

Brazil 2020.pdf

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...lohnt es wohl, natürlich nur nach genauerer Beschäftigung, eine Länderwette einzugehen...Brasilien Fonds..?

 

Ich habe mich nicht weiter mit Brasilien beschäftigt. Aber nach allem was man so hört, ist wohl die Hauptfrage, ob der Börsenzug nach Brasilien nicht bereits schon wieder abgefahren ist.

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Vorrangig soll es natürlich um die wirtschaftliche Entwicklung gehen
Na dann wollen wir doch gleich mal mit einem Blick ins Jahr 2020 starten, nach Olympia und Fußball-WM :D Ist von der Deutsche Bank Research, Stand November 2009

Danke - habe ich nocht nicht komplett gelesen, aber doch recht interessant.

 

...lohnt es wohl, natürlich nur nach genauerer Beschäftigung, eine Länderwette einzugehen...Brasilien Fonds..?
Ich habe mich nicht weiter mit Brasilien beschäftigt. Aber nach allem was man so hört, ist wohl die Hauptfrage, ob der Börsenzug nach Brasilien nicht bereits schon wieder abgefahren ist.

Ja wer weiß das schon - ist denn hier einer investiert?

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Danke - habe ich nocht nicht komplett gelesen, aber doch recht interessant.

 

Ja wer weiß das schon - ist denn hier einer investiert?

Gerne doch. Brasilien direkt nicht, aber viele sind über Latin America Fonds oder ETFs drin. Da Brasilien beim MSCI Latin America eine Abdeckung von über 80% oder so hat, holt man sich ja quasi mit nem Latin America Fonds Brasilien frei Haus ins Depot. Viele haben den BGF Latin America Fund im Depot, der nach meinem Empfinden sehr gut läuft. Ich selbst habe den Baring EM Latin America drin... Ist nicht ganz so exzellent gelaufen, aber weist auch eine gute - über dem MSCI Latin America - liegende Performance auf. Seit Ende 2008 hab ich ihn im Depot, seither gewann er immerhin 90%.

 

Brasilien ist und bleibt sehr interessant und ist nicht zu vernachlässigen. Zum einen sind dort genügend Rohstoffe aus denen sich alternative Energien speisen (Zuckerrohr), dann haben wir demokratische Verhältnisse mit einer gesunden demographischen Entwicklung, große Ereignisse als Magnet für mehr Wachstum (Fußball WM und Olympia). Größter Vorteil ist das Wachstumspotential Latein Amerikas insgesamt und der starke Einfluss, den Brasilien auf die gesamte Region ausübt. Wenn Brasilien hier geschickt ist, insbesondere es schafft, eine eigene Wirtschaftszone unter eigener Regie zu entwickeln, wird Brasilien mehr als alle anderen von Wirtschaftsaufschwüngen in Latein Amerika profitieren.

 

Risiko ist natürlich auch vorhanden. Hierzu zähle ich unter anderem die noch vereinzelt große Armut (Gefahr von Unruhen), einschätzen kann ich ebenso wenig die verschiedenen Strömungen in Latein Amerika in Bezug auf Wirtschaftspolitik. Angesprochen ist hier Hugo Chavez, der auf agressive Art und Weise versucht Einfluss auf die Region zu nehmen und Länder durch gezielte Maßnahmen seinem System folgen zu lassen. Gut, sein Einfluss ist begrenzt, er wird vorallem große Länder wie Brasilien, Argentinien & Co. nicht beeinflussen können. Aber kleinere Länder sehe ich dem schon ausgesetzt.

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Risiko ist natürlich auch vorhanden. Hierzu zähle ich unter anderem die noch vereinzelt große Armut (Gefahr von Unruhen), einschätzen kann ich ebenso wenig die verschiedenen Strömungen in Latein Amerika in Bezug auf Wirtschaftspolitik. Angesprochen ist hier Hugo Chavez, der auf agressive Art und Weise versucht Einfluss auf die Region zu nehmen und Länder durch gezielte Maßnahmen seinem System folgen zu lassen. Gut, sein Einfluss ist begrenzt, er wird vorallem große Länder wie Brasilien, Argentinien & Co. nicht beeinflussen können. Aber kleinere Länder sehe ich dem schon ausgesetzt.

 

Hi,

meiner Meinung nach wird sein Einfluß weiter schwinden. Während des Ölpreishochs konnte er seine sozialen "Wohltaten" und Unterstützung anderer Staaten locker finanzieren, aber jetzt geht ihm die Puste aus, was ja auch angesichts seiner Wirtschaftspolitik nicht anders zu erwarten war. Hier ein paar Neuigkeiten aus Venezuela.

 

Gruß

Sladdi

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Posted · Edited by romario

Vorrangig soll es natürlich um die wirtschaftliche Entwicklung gehen
Na dann wollen wir doch gleich mal mit einem Blick ins Jahr 2020 starten, nach Olympia und Fußball-WM :D Ist von der Deutsche Bank Research, Stand November 2009

Danke - habe ich nocht nicht komplett gelesen, aber doch recht interessant.

 

...lohnt es wohl, natürlich nur nach genauerer Beschäftigung, eine Länderwette einzugehen...Brasilien Fonds..?
Ich habe mich nicht weiter mit Brasilien beschäftigt. Aber nach allem was man so hört, ist wohl die Hauptfrage, ob der Börsenzug nach Brasilien nicht bereits schon wieder abgefahren ist.

Ja wer weiß das schon - ist denn hier einer investiert?

 

Ja natürlich !

 

Fidelity Latin America Fund

WKN 973662

 

und

HSBC Gif BRAZIL Equity Fund

WKN A0DJ0P

 

langfristig muss man in Brasilien auf jeden Fall investiert sein, genauso wie in China

 

http://de.finance.yahoo.com/q/bc?s=^BVSP&t=1y&l=on&z=l&q=l&c=

HSBC Gif Brazil Equity Fund.pdf

Fidelity Latin America Fund.pdf

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Posted · Edited by romario

Zeit für einen geordneten Rückzug?

...

Der brasilianische Bovespa, der am 20. Mai noch auf ein Allzeithoch von 73.516,81 Punkten geklettert war, hat seitdem rund 25 Prozent abgegeben.

Quelle FAZ.NET

 

... und ist bis auf 29.000 Punkte gefallen gewesen

 

wer den Mut hatte einzusteigen, hat mittlerweile wieder über + 100 % Gewinn

denn der Bovespa steht aktuell wieder bei 70.000 Punkten

 

http://index.onvista.de/snapshot.html?ID_NOTATION=15826957&submit.x=71&submit.y=6&submit=go

 

http://de.finance.yahoo.com/q/bc?s=^BVSP&t=1y&l=on&z=l&q=l&c=

 

zusätzlich ist der BRL auch stark gestiegen, so dass der internationale Investor noch zusätzlich Währungsgewinne verbuchen kann

 

http://waehrungen.onvista.de/charts.html?ID_CURRENCY_FROM=BRL&ID_CURRENCY_TO=EUR

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