Carlos

Die EU und ihre wirtschaftlichen Probleme

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GRIECHENLAND VERSTAATLICHEN!

Ich kann gar nicht beschreiben, wie ich gelacht habe...

 

Ich würde für diesen Beitrag 50 Punkte geben, wenn ich könnte... *g* Aber ich beherrsch mich, die Punkte sollten ja eigentlich nicht für gute Gags vergeben werden... :)

 

Dafür verewige ich das - zumindest temporär - in meiner Signatur...

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Posted · Edited by DrFaustus

das ist sicherlich ein Fehler und da stimme ich dir zu. Länder müssen ausgeschlossen werden können. Klare Definition ist dafür aber notwendig und auch eine klare Regelung die 1:1 unabhängig vom Land umgesetzt wird.

Nun, das mag ein Fehler sein. Allerdings sehe ich keine Lösung des Problems. Wie will man Griechenland z.B. aus der EU schmeißen? Ihnen den Euro wegnehmen? Verbieten EUR zu drucken? Wird schwer bis unmöglich.

was passiert aber bei einem Ausschluss Griechelands und woran wird das festgelegt? Italien hatte z.B. Glück eines der Gründungsmitglieder der EU zu sein. Was die damaligen Kriterien anging bzgl. Einführung des Euro: Italien hätte den Euro nie kriegen dürfen. Aber Italien war ein Gründungsmitglied und von Anfang an dabei. Da muss man die quasi in den Euroraum reinlassen. Und zum Defizitverfahren: Wie viel Defizitverfahren hatte Deutschland denn hintereinander? Wie oft wurden die Richtlinien verletzt.. Frankreich das selbe Spiel. Und was hat man am Ende gemacht? Sonderlösungen für Deutschland gefunden (die böse Einheit z.B.) und damit hat man den Stabilitätspakt sowas von aufgeweicht dass das sowieso keinen mehr interessiert. Ich denke die Fehler liegen in der Vergangenheit. Viele Länder hätten den Euro einfach nicht bekommen dürfen.

Völlige Zustimmung. Der Stabilitätspakt hat den Namen nicht verdient und ist das Papier nicht wert auf dem er steht.

 

Ganz zu schweigen, dass die EU rechtlich schlichtweg keine Handhabe hat. Und glaubst du wirklich bei anderen Ländern würde durch den Ausschluss ein Lerneffekt entstehen?

Oh, ich denke schon das der Lerneffekt vorhanden sein wird. Die Griechen dürfen nun an allen Ecken und Enden sparen. Das wird wohl im Sozialen passieren. Die Bürger werden es extrem merken. Dementsprechend extrem wird die nächste Wahl ausfallen. Ich denke nicht, dass andere EU-Regierungen sowas auch gerne erleben würden.

Schau dir das Thema im Privatbereich an: Du kannst Schulden aufnehmen und das Geld zum Fenster rauswerfen oder eisern sparen. Letzteres ist in meinen Augen sinnvoller. Wenn aber wirklich die große Inflation kommt die alle erwarten ist der der sauber und nachhaltig gespart hat der Depp der Nation.

Nun, das kommt auf die Art der Geldanlage an...

Bei Lieschen-Müller-Spareinlagen hast du sicher recht.

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Nun, das mag ein Fehler sein. Allerdings sehe ich keine Lösung des Problems. Wie will man Griechenland z.B. aus der EU schmeißen? Ihnen den Euro wegnehmen? Verbieten EUR zu drucken? Wird schwer bis unmöglich.

ich seh's ähnlich aber eine grundsätzliche Möglichkeit muss es geben. Ich meine was Griechenland gemacht hat ist schlichtweg kriminell... aber man war eben auch von Seiten der EU aus zu blauäugig, daher hab ich ja Konsequenzen auf beiden Seiten gefordert. Die Frage wäre aber auch zu diskutieren was bei einem Ausschluss Griechenlands passiert... Auf die Staatsanleihen anderer Länder wie Spanien, Portugal, Italien würden Wetten abgeschlossen werden, dass diese die nächsten sind --> Self-fullfilling-Prophecy etc. Am Ende bleibt dann ein Kern von 3 - 4 Ländern die überhaupt den Euro haben können. Das funktioniert also nicht. Ich bin also schon der Meinung, dass ein Ausschluß möglich sein muss aber das muss auch das letzte Mittel sein. Evtl. auch zum Schutz der eigenen Währung. Man muss halt jetzt einfach mal auf die Bremse treten und nicht jedes Land in die EU aufnehmen und schon gar nicht jedem Land baldmöglichst den Euro aufzudrücken. Viele Länder sind einfach noch nicht so weit wobei vielen Ländern der Euro helfen kann dringend nötige Reformen umzusetzen...

 

Oh, ich denke schon das der Lerneffekt vorhanden sein wird. Die Griechen dürfen nun an allen Ecken und Enden sparen. Das wird wohl im Sozialen passieren. Die Bürger werden es extrem merken. Dementsprechend extrem wird die nächste Wahl ausfallen. Ich denke nicht, dass andere EU-Regierungen sowas auch gerne erleben würden.

ich kann mir auch vorstellen, dass ein europafeindliches Lager gewinnt... und dann? Dann wird die Zusammenarbeit bestimmt nicht einfacher.

 

Nun, das kommt auf die Art der Geldanlage an...

Bei Lieschen-Müller-Spareinlagen hast du sicher recht.

in die Richtung habe ich mich auch bezogen wobei auch junge Leute eine "Lieschen-Müller-Spareinlage" haben.

 

 

Weiter habe ich nun über Stunden gegoogelt und muss dir vollkommen Recht geben. Vorallem mit der Dividende: Die 6% hätte ich auch gerne, keine Frage!!! Ich danke dir für deine Aufklärung.

Respekt :thumbsup:

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Ist das jetzt die vorweihnachtliche Stimmung oder sehe ich hier noch eine Versöhnung ? Fragen über Fragen.

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aber ich, lorelai:

GRIECHENLAND VERSTAATLICHEN! JETZT!

 

ich geh dann mal plakate malen... :thumbsup:

 

NICE! :w00t:

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Ich find die Idee nicht schlecht. Wer meinetwegen eine bestimmte Anzahl von Kriterien mehrere Jahre hintereinander nicht erfüllt, der fliegt automatisch und ist dann allerdings bei deren Wiedervorhandensein ebenso automatisch wieder drin.

 

Hi,

wenn diese Regelung eingeführt werden würde, könnte man den Euro beerdigen, weil es praktisch kein Land gibt, was die Regeln dauerhaft einhält.

 

Gruß

Sladdi

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...wenn diese Regelung eingeführt werden würde, könnte man den Euro beerdigen, weil es praktisch kein Land gibt, was die Regeln dauerhaft einhält.

 

@Sladdi & Wayne: Stimmt, ich hab gestern nochmal etwas intensiver drüber nachgedacht und mir ging dann auch auf, dass es so nicht funktioniert. Allerdings, meine ich, sollten irgendwie härtere Sanktionen und Regeln her.

 

 

Gruß Emilian.

 

 

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@Sladdi & Wayne: Stimmt, ich hab gestern nochmal etwas intensiver drüber nachgedacht und mir ging dann auch auf, dass es so nicht funktioniert. Allerdings, meine ich, sollten irgendwie härtere Sanktionen und Regeln her.

 

 

Gruß Emilian.

 

Regeln müssen eingehalten werden, Sanktionen müssen zu Konsequenzen führen, sonst ist es wie in Kopenhagen, wenn's nciht wirklich bindend ist, war alles für die Katz...

 

Und zum Thema: wenn ein Land - aus welchen Gründen auch immer - die Kriterien der EU nicht einhalten kann, und dann auch die bisherigen festgelegten Sanktionen nicht bezahlen kann, was tut man da? Rausschmeissen geht nicht, das wurde ja gerade von Dir selber als nicht durchführbar eingesehen, also was bleibt da? Ich sehe nichts richtig brauchbares, als "Druckmittel".

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...Ich sehe nichts richtig brauchbares, als "Druckmittel".

Ich leider auch nicht - das ist das Problem.

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Ich leider auch nicht - das ist das Problem.

 

Ich sehe da nur Eines: der bisherige "Club" muss irgendwie zusammengehalten werden, damit - wie Wayne sagt - auf Landesebene kein "Lehman Brothers-Effekt" entstehen kann, aber neue Mitglieder in die Euro-Zone aufnehmen? Da sehe ich null Chancen.

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Posted · Edited by Reigning Lorelai

@Sladdi & Wayne: Stimmt, ich hab gestern nochmal etwas intensiver drüber nachgedacht und mir ging dann auch auf, dass es so nicht funktioniert. Allerdings, meine ich, sollten irgendwie härtere Sanktionen und Regeln her.

 

 

Gruß Emilian.

Härtere Sanktionen müssen her. Aber das Problem sind schlichtweg die Kompetenzen. Kein EU-Politiker kann einem Land an den Karren fahren weil gleichzeitig dieser wieder ein Abgesandter eines Landes ist und damit von einer guten Beziehung zu seinem Premier oder Bundeskanzler abhängig ist. Das ist schon mal das erste Problem. Es gibt keinen Politiker in der EU der nachhaltig und vollständig Konsequenzen für Länder durchsetzen könnte... Geschweige denn dass es dazu die Instrumente gibt.

 

Selbst wenn dies aber möglich wäre ist dann das Problem, dass Deuschland und Frankreich die beiden größten Länder im Euroland sind. Und eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus. Wenn diese beiden Staaten schon regelmäßig die Regeln brechen und keinerlei Disziplin an den Tag legen, kann man nicht von anderen Ländern erwarten dass sie es tun. Wie vorher schon gesagt: Das Ende des Stabilitätspakts haben Deutschland und Frankreich zu verantworten. Beide haben Geld ausgegeben und die Maastricht-Kriterien verletzt. --> Normalerweise sind dann Sparanstrengungen notwendig und vorgeschrieben --> Da man die aber nicht machen wollte hat man sich rausgewunden mit - in meinen Augen - skandalösen Begründungen. Nun kann man von anderen Ländern das nicht mehr einfordern und wenn ein Land wie Griechenland dann Daten fälscht dann ist das Übel... aber du hast immer wieder die Diskussion, dass die Deutschen und Franzosen auch nachgeholfen haben um keine Reformen durchführen zu müssen.

 

Was hilft also?

Es müsste in der Tat eine Art "Zentralregierung" her die Euroländern oder EU-Ländern (je nachdem auf welcher Basis man diese installiert) vorschreiben kann was getan werden muss. Mit netten Worten und Empfehlungen ist es doch nicht getan. Braucht man dazu neue politische Ämter? Ich meine Nein! Man könnte es auf EU-Ebene z.B. von der EU-Kommission übernehmen lassen. Dann müssten dort aber unabhängigere Politiker rein. Ein Vorschlagsrecht haben sie ja immerhin bereits schon. Im Euroland würde ich diese Kompetenz der EZB geben. Evtl. müsste man sogar ein "Schulden-Machen-Verbot" aussprechen können, so daß nur bis zu einem bestimmten Rahmen neue Anleihen emittiert werden können. Das wäre sicherlich ein sehr radikaler Vorschlag und ist auch nur ins blaue hier hineingeschossen aber auf diese Weise könnte man Länder endlich zur Disziplin zwingen.

 

Das wird aber insgesamt schwer, denn welches Land (egal ob EU oder Euroland) akzeptiert schon eine weitere Stärkung eines supranationalen Organs, wenn gleichzeitig eigene Kompetenzen abgegeben werden müssen? Der Konstruktionsfehler im Euroland besteht weiterhin darin, dass Italien mit rein durfte obwohl sie von Anfang an nie reingedurft hätten aufgrund ihrer Verschuldung... aber Gründungsmitglied der EU kann man doch nicht außen vorlassen. Frankreich und Deutschland haben den Pakt aufgeweicht und Spanien und Portugal waren noch meilenweit entfernt eine einheitliche Währung einführen zu können. Alleine die Kapitalmarktzinsen waren damals viel zu weit von den Konvergenzkriterien entfernt

 

--> Euroland wurde von anfang an falsch konstruiert. Man hat zu viele Länder reingelassen die dazu nicht in der Lage waren. Vielleicht wäre es wirklich sinnvoller gewesen das ganze langsam anzugehen mit einem einheitlichen Währungsraum Deutschland, Frankreich, Österreich. Das ganze peu a peu zu erweitern wäre wohl geschickter gewesen. Aber hey: Hinterher ist man immer klüger.

 

Regeln müssen eingehalten werden, Sanktionen müssen zu Konsequenzen führen, sonst ist es wie in Kopenhagen, wenn's nciht wirklich bindend ist, war alles für die Katz...

 

Und zum Thema: wenn ein Land - aus welchen Gründen auch immer - die Kriterien der EU nicht einhalten kann, und dann auch die bisherigen festgelegten Sanktionen nicht bezahlen kann, was tut man da? Rausschmeissen geht nicht, das wurde ja gerade von Dir selber als nicht durchführbar eingesehen, also was bleibt da? Ich sehe nichts richtig brauchbares, als "Druckmittel".

Doch. Das habe ich jetzt oben gar nicht so angesprochen neben den erweiterten Kompetenzen für Kommission und EU die nach meinem Vorschlag z.B. Verschuldungsstopp durchsetzen könnten. Schlichtweg den Stabilitätspakt neu überarbeiten und sagen, dass dieser ab jetzt 1:1 ohne Wenn und Aber durchgeführt wird. Denn den aktuellen nimmt keiner Ernst. Und ich würde die Kriterien dort knallhart verschärfen. Nach 3 Jahren Defizitverfahren? Keine Chance. Man hat ein Jahr Zeit Reformen anzustossen und wenn das nicht klappt gibt es Sanktionen. Fertig aus. Ich glaube zahlreiche Länder würden dann durchaus auch aus dem Euroland austreten. Vielleicht muss die Bereinigung sein.

 

 

Ich sehe da nur Eines: der bisherige "Club" muss irgendwie zusammengehalten werden, damit - wie Wayne sagt - auf Landesebene kein "Lehman Brothers-Effekt" entstehen kann, aber neue Mitglieder in die Euro-Zone aufnehmen? Da sehe ich null Chancen.

Also Euroland nimmt definitiv so schnell keinen auf wenn sie einigermassen clever sind. Aber bei vielen herrscht da eher Größenwahn. Was die EU angeht: Die sind schon lange an die Kapazitätsgrenze gestossen. Ich habe mir seinerzeit die Beitritte von Rumänien und Bulgarien mal näher angeschaut. Wie konnten diese beiden Länder aufgenommen werden? Die Kommissionsberichte sind über den Eurostat verfügbar. Grauenhaft. Fortschritt 0,0 bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit und Korruption. Die Statistiken die abrufbar sind.... Zwischen EU-Kernland und den Ostblockstaaten wie Polen, Tschechien etc. ist ja schon eine große Locke die aber okay ist.. Aber die Lücke dann zu Rumänien nochmal. Das ist Wahnsinn. Ich glaube da war selber Bestechung im Spiel als die aufgenommen wurden. Klar hat man die Weiterentwicklung der Staaten als Voraussetzung gemacht sonst werden ja Fördergelder nicht ausgezahlt aber das interessiert doch dort niemanden. Man fälscht einfach die Daten bzw. besticht die Behörden die das kontrollieren.

 

Vielmehr steigt die organisiert Kriminialität. Redet mal mit Bankern... Die haben einmal in der Woche Kunden aus Rumänien oder Bulgarien da die Konten eröffnen wollen. Gebrauchtwagenhändler wollen sie sein. Dabei werden die Konten nur zu Geldwäschezwecken verwendet. Und als Rumänien und Bulgarien zur EU beigetreten sind, wurde ihnen gesagt, dass wenn sie die Kriterien nicht erfüllen erst ein Jahr später der EU beitreten dürfen. Welch eine Drohung. Die haben sich doch schlappgelacht über diese Idioten auf der anderen Seite des Verhandlungstisches. Long story short: Die Unfähigkeit in der EU und Euroland tritt schon sehr häufig zu Tage (klar kritisieren ist immer leicht) und mir fehlt der Glaube, dass man dauerhaft hier für eine positive Entwicklung in den o.g. Punkten sorgen kann (und will)

 

Aber mich würde interessieren was fireball zu alle dem denkt, da er ja auch derjenige war der die Diskussion angestossen hat.

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Aber mich würde interessieren was fireball zu alle dem denkt, da er ja auch derjenige war der die Diskussion angestossen hat.

Das mein ich aber auch. :unsure:

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Vielmehr steigt die organisiert Kriminialität. Redet mal mit Bankern... Die haben einmal in der Woche Kunden aus Rumänien oder Bulgarien da die Konten eröffnen wollen. Gebrauchtwagenhändler wollen sie sein. Dabei werden die Konten nur zu Geldwäschezwecken verwendet. Und als Rumänien und Bulgarien zur EU beigetreten sind, wurde ihnen gesagt, dass wenn sie die Kriterien nicht erfüllen erst ein Jahr später der EU beitreten dürfen. Welch eine Drohung. Die haben sich doch schlappgelacht über diese Idioten auf der anderen Seite des Verhandlungstisches. Long story short: Die Unfähigkeit in der EU und Euroland tritt schon sehr häufig zu Tage (klar kritisieren ist immer leicht) und mir fehlt der Glaube, dass man dauerhaft hier für eine positive Entwicklung in den o.g. Punkten sorgen kann (und will)

 

Ja, stecke seit August in der Ausbildung zum Bankkaufmann und kann das nur bestätigen was du sagst, Wayne! Es kommen regelmäßig Osteuropaer und Italiener an, die unter schadenfeinigen Gründen versuchen ein Konto zu eröffnen.-

Auffällig ist aber auch Italien. Da verbssert sich die Situation auch nicht. Generell ist der Ost-Block voller Korruption und das wird sich so schnell nicht ändern, denn die Politik ist dort genauso korrupt.

Bestes Beispiel ist die Medienstellung in Italien durch Berlusconi.

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Kommissar Feuerball wird ins Plenarium gerufen zwecks Stellungnahme, damit die Besprechung weitergeführt werden kann!

 

Herr Kommissar Feuerball, bitte!

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Posted · Edited by fireball

Ja der Fireball sollte mal Stellung beziehen wenn er das ganze schon angestoßen hat :teach:

 

Für mich führt kein Weg dran vorbei, dass es zu einer verstärkten Führung von Deutschland und Frankreich innerhalb der EU kommt.

Deutschland und Frankreich müssen die Initiative ergreifen ungeachtet ihrer wirtschaftlichen Lage und ihres Vertrauens zueinander,eine Leadership-Rolle übernehmen, diese gemeinschaftliche Verantwortung ist für die Zukunft, wen nicht fürs überleben des europäischen Projektes essential.

 

Eine alternative gibt es innerhalb der Eu nicht, Großbritannien hat sich überwiegend selbst jedwede Führungsrolle beraubt, ein 3 Gestirn aus D, F, und GB hätte zwar Vorteile, ist aber aus vorgenannten Gründen eigentlich unmöglich geworden, zumal immer noch in England die Konservativen provinziellen Euroskeptiker großen Einfluss haben wie eh und je.

Europa kann sich auf die Briten nicht verlassen.

 

Sarkozy, hat glaube ich letztes Jahr vorgeschlagen ein Sechserklub zu gründen, um diese Führungsposition einzunehmen, dies ist unhaltbar mit Beteiligten und unter Führung Italiens Berlusconi (Verschuldung,Skandalen) den diese Führung wäre nicht ernst zu nehmen. Spanien mit seiner düsteren wirtschaftlichen Lage scheidet für eine EU Führungsrolle aus. Polen, zwar sind den stümperhaften Zwillingsbrüdern die Macht entzogen worden, doch ist die Fixierung des Landes auf die Sicherheit in seiner unmittelbaren Nachbarschaft nicht vereinbar mit einer echten europäischen Führungsrolle.

Die restlichen 21 Eu-Miglieder waren von dieser Idee zwar ohnehin nie begeistert, Sarkozy´s Idee sollte aber wohl für immer begraben bleiben unter diesen Bedingungen.

 

Der Lissabonvertrag war die Voraussetzung dafür einen institutionellen Relauch der EU, und hoffentlich die nötige Starthilfe um hier etwas zu bewegen. Die Eu braucht mehr als alles andere eine starke Führung die den politischen Willen und eine klare Richtung vorgibt. Wer wenn nicht Deutschland und Frankreich gemeinsam können die Bürger Europas das Gefühl vermitteln das die EU sich endlich der heutigen globalen Realität bewusst wird und sich dieser stellt.

 

Unterschätzen bei diesen Gedanken darf man die Frustration, Spannungen und Misstrauen der deutsch-französischen Beziehungen die es in letzter Zeit gegeben hat nicht. Deutschland ist zu einem zweiten Frankreich mutiert unter Merkel, und das in einer Zeit in der die Franzosen französischer sind als je zuvor. Beide stellen den Nationalismus an erster Stelle, und sind sich auch in Grundfragen nicht einig welches sich schon daran zeigt wie uneinig sie sind in der Frage

"wie die Wirtschaftskrise überwinden" Auch der Umgang mit Russland ist bleibt ein strittiges Thema in dieser Beziehung, Deutschland hat hier diesbezüglich durch Geografie und Geschichte natürlich eine andere Empfindlichkeit als Frankreich.

 

Nur wenn beide starke Signale und Aussagen zusammen treffen lassen sich solche Politiker vom Typ Vaclav Klaus bändigen, und ihnen klar machen, wenn ihr die EU lähmen wollt durch sture Böswilligkeit schließt ihr euch letztendlich selbst aus, statt am Schicksal und der Entwicklung Europas teil zu haben.

 

Die Aufnahme, unter starker Aufweichung von Kriterien zum Beitritt in die EU von Ländern die weder politisch noch wirtschaftlich so weit waren bzw. sind war mit der Anfang vom Ende der EU, wenn sich hier nicht drastisch auf politischer Ebene die Ansichten ändern. Klar hat Deutschland und Frankreich angefangen die Defizitverfahren auszuhebeln, und natürlich war es schon ein Fehler Italien und Griechenland aufzunehmen, aber hier gibt es nur die Möglichkeit "Schlußstrich" also Möglichkeit Länder auszuschließen nach bestimmten Kriterien oder den eisernen Willen endlich aufzuhören mit Kleinstaaterei, provinziellen Protektionismus und Kriterien und deren Auslegung und Anwendung vorgesehener Strafen bei Verletzung aufzuweichen und auszuhebeln.

 

Auch sehe ich noch große Schwierigkeiten auf die EU zukommen betreffend WKM II, Bulgarien,Rumänien wurde bisher wegen Inflationsproblemen der Beitritt verwert auch wenn sie selbst lieber heute als morgen Zugang dazu bekommen wollten. Hier sitzen wir wieder auf einem Pulverfass und ich muss mich wiederholen nur wenn Deutschland und Frankreich hier hart bleiben und auf ihre Führungsrolle bestehen, werden beide Länder erst dann den Euro einführen wenn sie alle Kriterien erfüllen, und hier ist ein Zeitraum in den nächsten 10 Jahren Utopie.

 

 

 

Ich hoffe ich bin nicht zu weit abgeschweift.... :vintage: geht auch gleich weiter nach nem Kaffee.

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Es wird Zeit, dass ich auch einmal das Wort ergreife. :o

 

Wie sollen die kleineren Staaten Verantwortung lernen, wenn sie mehr aussen vor gelassen werden sollen?

 

Dies würde den jetzigen negativen Trend nur unterstützen.

 

Die jetzigen Regelungen sind demokratisch und sollten vertieft werden.

 

Mehr Verantwortung für alle ist angesagt.

 

Dies ist pädagogisch wertvoll.

 

In einer Welt wo die G20 immer mehr an Bedeutung gewinnen; dies ist auch notwenig, haben nur die BRD / France kaum eine Bedeutung. Die Globalisierung schreitet schnellen Schrittes voran. Längst ist die EU nur noch ein Glied in den grossen Wirtschaftsräumen wie Mercusor oder dieses hier...

 

http://de.rian.ru/business/20091215/124380608.html

 

Dieser Raum wurde sogar mit China in bestimmten Belangen erweitert.

 

Die Welt wird aufgrund der Techniken informell und wirtschaftlich zu einem Dorf, so sollte man es auch behandeln.

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Posted · Edited by fireball

Ich möchte hier auch mal die Niederlande positiv erwähnen, die verletzen das erste mal seit 99 die Defizitgrenze um 0,1% und haben schon tiefgreifende Einschnitte vorbereitet um die Kriterien schnellstmöglich wieder zu erreichen. Und was passiert im Süden ? Griechenland wird wohl bei geschönten 12,8% des BIP landen also deutlich über den 3%, Griechenland bräuchte 2,5% vom BIP bei diesem Zinsniveau um seine Staatsverschuldung bei 118% vom BIP zu stabilisieren. Griechenland mit EU ist deutlich weniger kreditwürdig als Botsuana Thailand und Malaysia, wo würde ohne den "Schirm Europas" die Griechen stehen ?

 

Mit nacktem Ar**** und ohne Schuhe auf dem Olymp.

Wo ist bitte die Berechtigung das Griechenland lange Zeit weniger gelitten hat unter den derzeitigen wirtschaftlichen und fiskalen Bedingungen als Dänemark obwohl die Fundamentaldaten wesentlich schlechter waren und sind.

 

Aber machen wir uns doch nix vor, Griechenland begrenzt ist unser "kleinstes" Problem. Die Nachhaltigkeit fast aller EU Mitgliedsstaaten der Eurozone und die unzulängliche und unbeschreiblich sorry doofe Koordinierung der makro und mikroökonomischen Politik führt dazu das Divergenzen der Wettbewerbsfähigkeit international entstanden sind. Alleine dadurch ist die Existenz des Euros bedroht, was sollte uns da also Griechenland mit seiner begrenzten fiskalen nicht politischen Bedeutung

ausmachen ? Soviel wie der Eiche wenn der Eber sich daran reibt.

 

Durch das zunehmende Zusammenwachsen und verflechtender Staaten in Europa wird jedes Mitglied in der Eurozone dazu gezwungen kein Land innerhalb dieser Gemeinschaft zahlungsunfähig werden zu lassen, somit haften die EU Mitglieder indirekt auch für die Schulden des privaten Sektors der einzelnen Staaten. Und hier türmt sich ein Haufen sch***** auf der irgendwann so groß wird und einstürzt, hier hat niemand mehr die passende Kleidung um danach nicht richtig zu stinken.

 

Sorry BW aber hier muss ich dir nachdrücklich widersprechen, eine Führung kann es nur durch die stärksten Partner geben, wobei ich nicht ausdrücken möchte das die "kleinen" Länder keine Mitbestimmung eingeräumt wird, wir sind ja in einer Demokratie, eine Führung bestehend aus einer großen Anzahl von Ländern die selbst in sich nicht homogen ist, ist ein Traum aber nicht zu verwirklichen.

 

Ich gehe sogar so weit:

 

Das relative Stimmrecht der unterschiedlichen Finanzminister der Eurozone sollte überarbeitet und geändert werden.

 

Ich habe fertig.

 

Moment ich hole grad mal schnell mein Suspensorium könnte noch von Nöten sein heute :-

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Posted · Edited by BondWurzel

Soeben life....F.J.Strauss zur aktuellen Neuverschuldung....bitte Ruhe im Saal... :lol:

 

 

 

http://www.youtube.com/watch?v=5lX3150SuZ4&NR=1

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Posted · Edited by Reigning Lorelai

Ich hoffe ich bin nicht zu weit abgeschweift.... :vintage: geht auch gleich weiter nach nem Kaffee.

doch du bist sehr weit abgeschweift.... Vor allem ist es immer schwer bei dir mitzudenken, ob du über das Euroland redest oder über die EU. Deine ursprüngliche These lautete:

die EU sollte Griechenland aus der EU ausschließen.
der nächste Satz lautete dann:
Derzeit ist es so das Mitglieder in der Eurozone nicht ausgeschlossen werden können, was Ländern wie Griechenland (Lügen, Manipulation Erpressung und Inanspruchnahme von immer mehr Eu Geldern) erlaubt.

 

Aber machen wir uns doch nix vor, Griechenland begrenzt ist unser "kleinstes" Problem. Die Nachhaltigkeit fast aller EU Mitgliedsstaaten der Eurozone und die unzulängliche und unbeschreiblich sorry doofe Koordinierung der makro und mikroökonomischen Politik führt dazu das Divergenzen der Wettbewerbsfähigkeit international entstanden sind. Alleine dadurch ist die Existenz des Euros bedroht, was sollte uns da also Griechenland mit seiner begrenzten fiskalen nicht politischen Bedeutung

ausmachen ? Soviel wie der Eiche wenn der Eber sich daran reibt.

 

Durch das zunehmende Zusammenwachsen und verflechtender Staaten in Europa wird jedes Mitglied in der Eurozone dazu gezwungen kein Land innerhalb dieser Gemeinschaft zahlungsunfähig werden zu lassen, somit haften die EU Mitglieder indirekt auch für die Schulden des privaten Sektors der einzelnen Staaten. Und hier türmt sich ein Haufen sch***** auf der irgendwann so groß wird und einstürzt, hier hat niemand mehr die passende Kleidung um danach nicht richtig zu stinken.

du solltest öfters Kaffee trinken vor deinen Beiträgen.

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Darauf werde ich in Zukunft achten. :unsure:

 

Nun manchmal muss man einfach etwas weiter ausholen, um klar zu stellen wo die eigene Position ist, und um indirekt auf Argumente der Vorredner einzugehen.

 

Ich hoffe es wird mir verziehen, auch wenn ich manchmal einiges noch ausführlicher darlegen möchte, ist es doch etwas begrenzt im Schriftverständnis bzw. Vermögens meinerseits.

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Ich hoffe inbrünstig, Ihr Beiden (ok, drei, da ja BW auch mitmischt) macht weiter mit dieser Diskussion um die EU einerseits, und "Euroland" andererseits. Verdiente sogar einen eigenen Thread, finde ich, denn die Lage ist ernst und wird immer komplizierter. Allein der Disput um den Gedanken ob eine starke Führung unter F und D der bessere Weg ist, oder ob die kleineren Länder mit einbezogen werden sollten, ergäbe eine seitenlange Diskussion.

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Sehe ich ähnlich wie Carlos verbunden mit dem zusätzlichen Wunsch, dass so manches dieser Argumente Eingang in die reale Politik finden möge.

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Posted · Edited by odenter

Das relative Stimmrecht der unterschiedlichen Finanzminister der Eurozone sollte überarbeitet und geändert werden.

Das Parlament sollte einfach was zu sagen bekommen und von allen EU-Bürgern gewählt werden, das wäre gerecht für alle, demokratisch und dann könnte man anfangen sich um die Probleme zu kümmern. Solange das nicht so ist und da irgendwelche Kommissare entscheiden, wobei einige echt gut sind http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Verheugen .

 

EDIT:

Link gefixt

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odenter deinen Link verstehe ich jetzt nicht so ganz . War das Ironisch gemeint ? Natürlich gibt es eine Seite über Verheugen bei Wiki

Mein Link

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Posted · Edited by BondWurzel

Ich hoffe inbrünstig, Ihr Beiden (ok, drei, da ja BW auch mitmischt) macht weiter mit dieser Diskussion um die EU einerseits, und "Euroland" andererseits. Verdiente sogar einen eigenen Thread, finde ich, denn die Lage ist ernst und wird immer komplizierter. Allein der Disput um den Gedanken ob eine starke Führung unter F und D der bessere Weg ist, oder ob die kleineren Länder mit einbezogen werden sollten, ergäbe eine seitenlange Diskussion.

 

Die Zeiten der isolierten Betrachtungsweise sind schon lange vorbei. Das Thema heißt, Europa und die Welt und dies dürfte und noch sehr lange beschäftigen; es wird auch keine einseitige Führung geben; die Regeln sind klar aufgestellt und, wenn man das Jetzige halten kann, ist es schon viel. Das ist wie in einer Großfamilie auch. Wobei man das Politische im Politiktthread behandeln kann, Konzerne arbeiten ja schon lange international und die Wirtschaft muss immer unabhängig davon international analysiert werden.

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