Schinzilord

Regelbasierte Assetallocation zwischen Renten/Aktien als Index für Mischportfolio

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Was meinst Du mit "dynamisch" - rebalancing, overbalancing oder noch aggressiver?

 

passiv: keine Wertpapieranalyse, keine Marktanalyse

dynamisch: kein Buy-And-Hold, im konkreten Fall eine Wertsicherungs-Strategie (Portfolio-Insurance).

 

Wertsicherungsstrategien sind übrigens prozyklisch im Gegensatz zum antizyklischen Rebalancing. Und Overbalancing - es ist kaum verwunderlich, dass die Finanzliteratur diesen Begriff nie verwendet: man kann schlichtweg nichts übergleichgewichten!

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Posted · Edited by BananaSpit

...

Wertsicherungsstrategien sind übrigens prozyklisch im Gegensatz zum antizyklischen Rebalancing. ....

 

 

 

Kann ich nicht nachvollziehen - Money Management zählt zu den Wertsicherungsstrategien und kann antizyklisch sein.

 

Was geht Dir (im konkreten Fall) durch den Kopf? Short, StopLoss, Puts, Calls oder Umschichten der Assets?

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Kann ich nicht nachvollziehen - Money Management zählt zu den Wertsicherungsstrategien und kann antizyklisch sein.

 

Gewinne laufen lassen, Verluste reduzieren? Antizyklisch?

 

Was geht Dir (im konkreten Fall) durch den Kopf? Short, StopLoss, Puts, Calls oder Umschichten der Assets?

 

Sorry, dass ich mich so kryptisch ausgedrückt habe. Es spricht gar nichts dagegen eien Best-Of-Two-Strategie in einem aktiven Fonds anzuwenden - Lenzelott hat uns ja den gefallen getan und zahlreiche Möglichkeiten durchgespielt. Vergleichbare Ergebnisse vor Kosten erzeugen:

- BO2 auf Rentenindex/DAX

- synthetischer Put auf DAX

- CPPI auf DAX

 

und Lenz hat sogar noch weiter gerechnet. Eine noch rundere Sache ist:

- BO2 auf Rentenindex/DAX-CoveredCall

- synthetischer Put auf DAX-CoveredCall

- CPPI auf DAXCoveredCall

 

erstere beide lassen sich noch optimieren:

- durch kontinuierliches Rollen (z.B. jeden Monat statt jedes Jahr)

 

Es ist aber völlig unerheblich welche Strategie eingesetzt wird, weil das Ziel jeder Strategie ist möglichst das Optimum zu erreichen. Die günstigste Variante nach Kosten sollte die DAX-Tagesgeld-BO2-Strategie sein (wobei DAX durch einen Indexfonds abgedeckt wird) und Tagesgeld bei einer beliebigen Bank gespart wird.

 

Die Spielereien mit REXP (statt Tagesgeld) oder DAX-Covered-Call (statt DAX) sind vor Kosten möglicherweise besser aber durch die geringe Liquidität der beiden Alternativen und die höheren Börsengebühren vermutlich nicht sinnvoll.

 

@Schinzilord: Das was ich über die Effizienzlinie gesagt habe ist möglicherweise nicht korrekt. Die sieht schon quadratisch/kubisch aus, aber es könnte sein, dass ein BO2-Portfolio nicht an der Effizienzlinie liegt (sondern möglicherweise darüber). Ein Beweis, dass das BO2-Portfolio höchstens an der Effizienzlinie liegt, kann ich nicht führen. Der Gegenbeweis fehlt aber auch.

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vielleicht darf ich eine kleine Variante auf die diversen Vorgehensweisen zur Thematik vorstellen:

 

 

post-2583-1271282193,05.jpg

 

 

Regel ist janz einfach: DAX wird gekauft bzw. verkauft bei Signal X (jede Transaktion kostet 0,25% des Anlagebetrags), ergibt Signal X einen DAX Verkauf wird der Verkaufserlös zu 1% Tagesgeldzins p.a. (auf Basis von 360 Zinstagen) auf dem TGK deponiert. Beobachtete Periode 01.01.1991 - 14.04.2010 (DJE = DAX Janz Einfach). Durchschnittliche Rendite p.a. 11,27% (nach Kosten) Max DD: 9,85%

 

EDITH: Habe gerade festgetsellt daß ich mich um 1,04% TG-Zins für die Periode 01.01.1991 - 15.01.2991 beschi**en habe, sei's drum. war ja nur ein kleines Vorbildchen.....

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Sorry, dass ich mich so kryptisch ausgedrückt habe. Es spricht gar nichts dagegen eien Best-Of-Two-Strategie in einem aktiven Fonds anzuwenden - Lenzelott hat uns ja den gefallen getan und zahlreiche Möglichkeiten durchgespielt. Vergleichbare Ergebnisse vor Kosten erzeugen:

- BO2 auf Rentenindex/DAX

- synthetischer Put auf DAX

- CPPI auf DAX

 

und Lenz hat sogar noch weiter gerechnet. Eine noch rundere Sache ist:

- BO2 auf Rentenindex/DAX-CoveredCall

- synthetischer Put auf DAX-CoveredCall

- CPPI auf DAXCoveredCall

 

erstere beide lassen sich noch optimieren:

- durch kontinuierliches Rollen (z.B. jeden Monat statt jedes Jahr)

 

Es ist aber völlig unerheblich welche Strategie eingesetzt wird, weil das Ziel jeder Strategie ist möglichst das Optimum zu erreichen. Die günstigste Variante nach Kosten sollte die DAX-Tagesgeld-BO2-Strategie sein (wobei DAX durch einen Indexfonds abgedeckt wird) und Tagesgeld bei einer beliebigen Bank gespart wird.

 

Die Spielereien mit REXP (statt Tagesgeld) oder DAX-Covered-Call (statt DAX) sind vor Kosten möglicherweise besser aber durch die geringe Liquidität der beiden Alternativen und die höheren Börsengebühren vermutlich nicht sinnvoll.

 

@Schinzilord: Das was ich über die Effizienzlinie gesagt habe ist möglicherweise nicht korrekt. Die sieht schon quadratisch/kubisch aus, aber es könnte sein, dass ein BO2-Portfolio nicht an der Effizienzlinie liegt (sondern möglicherweise darüber). Ein Beweis, dass das BO2-Portfolio höchstens an der Effizienzlinie liegt, kann ich nicht führen. Der Gegenbeweis fehlt aber auch.

 

Es gibt durchaus ETF´s die für vertretbares Geld (0.4% TER) die covered Call Indizes abbilden.

- LYXOR ETF DJ EURO STOXX 50 BUYWRITE

- LYXOR ETF DAXPLUS COVERED CALL

sollte der bid/ask Spread im Handel ähnlich sein, wie bei den reinen Index Produkten, würde ich diese vorziehen.

 

Der Performance Vorteil bei Nutzung des REX-P statt dem Geldmarkt war in meinen Tests meist leicht oberhalb 2% pa .

Dafür kann man schon mal überlegen, welche Handelskosten und welches Produkt man für den Rententeil nimmt.

Es gibt sowohl von der WESTLB als auch der DZ Bank ein Zertifikat auf den REX-P.

Der Tracking Error ist erträglich:

http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=13277818&MONTHS=36&CHART=3#chart

 

in meinen Tests bin ich immer von einem 12 geteilten Portfolio ausgegangen, um den Zufallseffekt des günstigestens Reallokationsmonates auszuschließen.

Also jeden Monat 1/12 "rollen" .

 

Von welcher Effizienzlinie sprichst Du?

der "üblichen" Minimumvarianz Portfoliobetrachtung?

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vielleicht darf ich eine kleine Variante auf die diversen Vorgehensweisen zur Thematik vorstellen:

 

 

Regel ist janz einfach: DAX wird gekauft bzw. verkauft bei Signal X

 

geht´s bisschen genauer ?

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- LYXOR ETF DJ EURO STOXX 50 BUYWRITE

- LYXOR ETF DAXPLUS COVERED CALL

sollte der bid/ask Spread im Handel ähnlich sein, wie bei den reinen Index Produkten, würde ich diese vorziehen.

 

Eine dynamische Strategie mit viel Traden muss die Ordergebühren reduzieren, nicht die TER. Und der Spread ist nunmal nicht so wie bei liquiden Index-Produkten. Dazu kommt, dass man für vernünftige Ordergebühren auch eine Mindestmenge erreichen muss.

 

Der Performance Vorteil bei Nutzung des REX-P statt dem Geldmarkt war in meinen Tests meist leicht oberhalb 2% pa .

 

Ja - vor Kosten. Tagesgeld ist billig (0), Rentenindizes kaufen ist wie oben: Ordergebühren, Spreads, Mindestordermengen.

 

in meinen Tests bin ich immer von einem 12 geteilten Portfolio ausgegangen, um den Zufallseffekt des günstigestens Reallokationsmonates auszuschließen.

Also jeden Monat 1/12 "rollen" .

 

Das habe ich auch mit kontinuierliches Rollen gemeint

 

Von welcher Effizienzlinie sprichst Du?

der "üblichen" Minimumvarianz Portfoliobetrachtung?

 

Ja und es bezog sich nur auf Aussagen, die ich vorher im Thread gemacht habe. Wenn die dich nicht stören oder du sie nicht verstehst brauchst du sie auch nicht mehr nachlesen ...

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...

Gewinne laufen lassen, Verluste reduzieren? Antizyklisch?

...

 

http://de.wikipedia....oney_Management

 

...

Überschreitet eine Position durch Kursanstieg diese vorgegebene Grenze, wird sie teilweise verkauft, um wieder innerhalb der Grenze zu liegen.

...

 

 

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort thumbsup.gif

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Spread ETF:

Lyxor Lyxor DAXplus Covered Call 0,74% - 0,85%

Lyxor DJ EuroStoxx 50 Buywrite 1,35% - 1,50%

dbx DJ EURO STOXX 50 ETF 0,00% -0,09%

 

Spread Zertifikate:

Hypo-Vereinsbank eb.rexx Government Germany 0,56%

WLB Index-Zertifikat auf REX 0,88%

 

Auf den Dax gibt es 2 Indextracker (Coba, RBS), TER 0,0% Spread 0,0%

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Spread ETF:

Lyxor Lyxor DAXplus Covered Call 0,74% - 0,85%

Lyxor DJ EuroStoxx 50 Buywrite 1,35% - 1,50%

dbx DJ EURO STOXX 50 ETF 0,00% -0,09%

 

Spread Zertifikate:

Hypo-Vereinsbank eb.rexx Government Germany 0,56%

WLB Index-Zertifikat auf REX 0,88%

 

Auf den Dax gibt es 2 Indextracker (Coba, RBS), TER 0,0% Spread 0,0%

 

Hab mir bisher die Spreads noch nicht angeschaut. Die sind auch nicht zu jeder Zeit gleich.

Muss man natürlich genauer machen, bevor man einen abschließenden Plan verabschieden kann bzgl. Handel.

Bei einem Portfolioumschlag von 90% in 12 Monaten wie bei meinem Backtest kann man sich an zwei Fingern abzählen wie hoch die Kosten sein werden.

 

ESTX Buywrite : 90% x 1,5% = 1.35%

DAX Covered Call = 90% x 0.6%= 0,54%

 

die Outperformance der covered Call Idee wird durch den ETF Spread also vernichtet.

 

Rentenseite:

90%* 0,54% = 0,49%

diese Investition kann sich durchaus rechnen, da die Outperformance gegen Cash ja bei rund 2% lag.

 

 

Die covered call sache ist nur dann spannend, wenn man entweder ein sehr großes Konto hat und die notwendigen Optionen an der Eurex selber direkt schreiben kann oder ein noch größeres um die Option mit einem beta/delta hedge selber mit Futures zu replizieren. Wenn das Konto so groß ist, dann kann man auch die Rentenseite mittels BOBL, Bund und Buxl-Future darstellen.

Aber welcher Private hat so ein Konto?

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Posted · Edited by Dagobert

vielleicht darf ich eine kleine Variante auf die diversen Vorgehensweisen zur Thematik vorstellen:

 

 

Regel ist janz einfach: DAX wird gekauft bzw. verkauft bei Signal X

 

geht´s bisschen genauer ?

 

na klar, das Signal ist das über- bzw. unterschreiten des GD 200+ 2% Marge (= Transaktion erfolgt erst wenn der GD 200 um 2% unter- bzw. überschritten wurde). :thumbsup: (!)

 

Da gerade die Kostendiskussion auftaucht: Für die Periode vom 01.01.1991 bis zum heutigen Tag mussten exakt 25 Transaktionen ausgeführt werden (13 x Kauf und 12 x Verkauf). Bei den 12 abgeschlossenen Transaktionen gab es 6 x Verluste und 6 x Gewinne. Der gemittelte Verlust lag bei - 6,10% und der gemittelte Gewinn bei 42,05%).

 

Vorteile der Vorgehensweise (neben dem Resultat): Die Umsetzung kann auch ohne Fremdsprachenlexikon bzw. finanzmathematisches Wörterbuch erfolgen und ist janz einfach (also kein monatliches, jährliches etc rebalancing). Man muß halt bereit sein sich an die Regeln zu halten und auf den richtigen Moment warten.

 

Renditehunter würden die nichtinvestierte Zeit vermutlich nicht durch Tagesgeldinvestments ausfüllen sondern andere Instrumente wählen, aber das ist schon wieder etwas komplizierter.....

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vielleicht darf ich eine kleine Variante auf die diversen Vorgehensweisen zur Thematik vorstellen:

 

 

post-2583-1271282193,05.jpg

 

 

sieht aus wie der Carmignac Patrimoine :D

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Posted · Edited by Dagobert

vielleicht darf ich eine kleine Variante auf die diversen Vorgehensweisen zur Thematik vorstellen:

 

 

post-2583-1271282193,05.jpg

 

 

sieht aus wie der Carmignac Patrimoine :D

 

ähnlich, aber der Patrimoine hat in der Periode nur 638% erreicht, meine kleine janz einfache Variante immerhin 713%...... :-

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ähnlich, aber der Patrimoine hat in der Periode nur 638% erreicht, meine kleine janz einfache Variante immerhin 713%...... whistling.gif

 

versuch das Ganze mal im Zeitraum 1981 bis 2001 - da hättest Du wohl schlechter als buy&hold abgeschnitten - vor allem nach Steuer

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vielleicht darf ich eine kleine Variante auf die diversen Vorgehensweisen zur Thematik vorstellen:

 

 

post-2583-1271282193,05.jpg

 

 

sieht aus wie der Carmignac Patrimoine :D

 

ähnlich, aber der Patrimoine hat in der Periode nur 638% erreicht, meine kleine janz einfache Variante immerhin 713%...... :-

 

hab ich auch erst gedacht.... bis mir aufgefallen ist ,dass ich die ersten 100 Punkte in deiner Grafik nicht mitzählen darf ;)

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Überschreitet eine Position durch Kursanstieg diese vorgegebene Grenze, wird sie teilweise verkauft, um wieder innerhalb der Grenze zu liegen.

 

Offensichtlich gibt es mehr als eine Art sein Money zu managen ... die Wikipedia-Variante ist halt ziemlich kurzfristig, denn was macht man mit dem freigewordenen Geld? Man legt es doch wieder an (eventuelle in einem anderen Fonds), oder? Und dann hätte man es gleich liegen lassen können.

 

Rentenseite:

90%* 0,54% = 0,49%

diese Investition kann sich durchaus rechnen, da die Outperformance gegen Cash ja bei rund 2% lag.

 

Und Orderkosten? Wenn du dein Portfolio in 12 Teile einteilst und dann jeden Monat mit prozentual halbwegs passablen Orderkosten rauskommen möchstest, dann muss dein Umsichtvolumen bei mindestens 2000 pro Monat liegen - und das ist wiederum nur realistisch, wenn das Anlagevolumen entsprechend hoch ist.

 

Wenn das Konto so groß ist, dann kann man auch die Rentenseite mittels BOBL, Bund und Buxl-Future darstellen.

 

sind Futures vergleichbar mit dem REXP? Ich glaube eher, dass die ebenfalls zurück liegen. Seis

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Posted · Edited by lenzelott

 

Und Orderkosten? Wenn du dein Portfolio in 12 Teile einteilst und dann jeden Monat mit prozentual halbwegs passablen Orderkosten rauskommen möchstest, dann muss dein Umsichtvolumen bei mindestens 2000€ pro Monat liegen - und das ist wiederum nur realistisch, wenn das Anlagevolumen entsprechend hoch ist.

 

 

Na da ist aber jemand wenig kreativ. B)

Ich rechne für 12 Portfolios die theoretische Aktienquote aus, die wird dann gemittelt und dann habe ich logischerweise nur einen einzige Trade pro Monat. Und die potentiellen Orderkosten in abhängigkeit der Depotgröße habe ich obenja bereits dargesellt.

 

post-5309-1271409971,47_thumb.png

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Na da ist aber jemand wenig kreativ. B)

Ich rechne für 12 Portfolios die theoretische Aktienquote aus, die wird dann gemittelt und dann habe ich logischerweise nur einen einzige Trade pro Monat.

 

Ich denke schon, dass ich alles verstanden habe was du vorher gesagt hast ... und ich wäre eigentlich nicht davon ausgegangen, dass du den prozentualen Anteil mittelst, sondern den absoluten Anteil aufsummierst (was nur dann das selbe ist wenn alle 12 Portfolios sich gleich entwickeln).

 

Ich meinte tatsächlich das Problem der zu geringen Depot-Größe.

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Posted · Edited by amb_ger

Na da ist aber jemand wenig kreativ. B)

Ich rechne für 12 Portfolios die theoretische Aktienquote aus, die wird dann gemittelt und dann habe ich logischerweise nur einen einzige Trade pro Monat. Und die potentiellen Orderkosten in abhängigkeit der Depotgröße habe ich obenja bereits dargesellt.

 

Warum 12 ? Weil die Option genau ein Jahr läuft.

Warum nicht eine Option die nur 6 Monate läuft ? Oder eine die 24 läuft ?

 

Soviele Ansatzpunkte für Dich, um noch mehr Kreativität hineinzubringen B)

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Na da ist aber jemand wenig kreativ. B)

Ich rechne für 12 Portfolios die theoretische Aktienquote aus, die wird dann gemittelt und dann habe ich logischerweise nur einen einzige Trade pro Monat. Und die potentiellen Orderkosten in abhängigkeit der Depotgröße habe ich obenja bereits dargesellt.

 

Warum 12 ? Weil die Option genau ein Jahr läuft.

Warum nicht eine Option die nur 6 Monate läuft ? Oder eine die 24 läuft ?

 

Soviele Ansatzpunkte für Dich, um noch mehr Kreativität hineinzubringen B)

 

12 Unterportfolios, für jeden Monat des Jahres eines.

jan - dez

feb-jan

etc.

 

klar kann man auch andere Zeifenster für die Optionslaufzeit testen.

Oder sogar mischen.

12 Portfolios á 12 Monate

12 Portfolios á 24 Monate

12 Portfolios á 6 Monate

und dann alles mitteln

aber das wird´s alles nicht mehr massiv verbessern.

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Spread ETF:

Lyxor Lyxor DAXplus Covered Call 0,74% - 0,85%

Lyxor DJ EuroStoxx 50 Buywrite 1,35% - 1,50%

dbx DJ EURO STOXX 50 ETF 0,00% -0,09%

 

Spread Zertifikate:

Hypo-Vereinsbank eb.rexx Government Germany 0,56%

WLB Index-Zertifikat auf REX 0,88%

 

Auf den Dax gibt es 2 Indextracker (Coba, RBS), TER 0,0% Spread 0,0%

 

Hab mir bisher die Spreads noch nicht angeschaut. Die sind auch nicht zu jeder Zeit gleich.

Muss man natürlich genauer machen, bevor man einen abschließenden Plan verabschieden kann bzgl. Handel.

Bei einem Portfolioumschlag von 90% in 12 Monaten wie bei meinem Backtest kann man sich an zwei Fingern abzählen wie hoch die Kosten sein werden.

 

ESTX Buywrite : 90% x 1,5% = 1.35%

DAX Covered Call = 90% x 0.6%= 0,54%

 

die Outperformance der covered Call Idee wird durch den ETF Spread also vernichtet.

 

Rentenseite:

90%* 0,54% = 0,49%

diese Investition kann sich durchaus rechnen, da die Outperformance gegen Cash ja bei rund 2% lag.

 

 

Die covered call sache ist nur dann spannend, wenn man entweder ein sehr großes Konto hat und die notwendigen Optionen an der Eurex selber direkt schreiben kann oder ein noch größeres um die Option mit einem beta/delta hedge selber mit Futures zu replizieren. Wenn das Konto so groß ist, dann kann man auch die Rentenseite mittels BOBL, Bund und Buxl-Future darstellen.

Aber welcher Private hat so ein Konto?

 

Hallo allerseits,

 

wenn ich kurz mal eure Überlegungen zusammenfassen darf.

Ihr nehmt an,dass

1) ihr approximativ im Black-Scholes Modell seit

2) ihr reine Aktienindexfondes mit niedrigem Spread handeln zu können und Rentenindexfonds mit passablem Spread

3) eine Covered Call Strategie bei niedrigem Spread ein Outperformance liefert gegenüber einem reinen Index

4) eine Bo2 Strategie auf Coveredcall Indicies eine Outperformance gegenüber Bo2 auf reine Indicies liefert (ca. in höhe des erhöhten Spreads)

5) monatliches Handeln eine hinreichende Approximation an kontinuierliches Handeln darstellt und von den Handelskosten erträglich ist (d.h. ihr handelt sowieso 1x pro Monat)

 

Wenn dieses wirklich eure Annahmen sind, dann wundere ich mich, wie ihr auf die Idee kommt High Spread Produkte zuverwenden.

Das Black-Scholes Modell ist ein vollständiges Modell, da ihr sowieso jeden Monat handelt, könnt ihr euch doch jedes Auszahlungsprofil aus den 3 liquidesten Wertpapieren (reiner Aktienindex, Tagesgeld, liquiden Anleihenfond) zusammen bauen.

 

Mein Vorschlag wäre:

 

d1=[ln(A(t)/B(t))+0,5*sigma(A,B )^2*(T-t)]/sigma(A,B )*(T-t)^0,5

 

mit

 

sigma(A,B )=[x^2*sigma(A)^2+sigma(B )^2-2*rho(A,B )*x*sigma(A)*sigma(B )]^0,5

x=N[[ln(A(t)/K)+(r+0,5*sigma(A)^2)*(T1-t)]/sigma(A)*(T1-t)^0,5]

A Aktienindex

B Anleihenindex

T Maturity der Austauschoption

T1 Maturity des geschriebenen Calls

K Strike des geschriebenen Calls

r risikoloser Zins (Tagesgeld)

 

mit T=T1 würde dann gelten:

 

Auszahlung= max(BT,min(AT,K)) entspricht der Auszahlung einer Bo2 Strategie mit Anleihe B und Covered Call auf A, mit Strike K und Maturity jeweils T

 

Wenn man den theoretischen Call öfter rollen will dann geht das mit obiger Formel natürlich auch, das Resultat ist nur nicht so einfach. Aber man sieht ziemlich schnell, dass der geschriebene Call viel von dem

Aktienpotential gekostet hat. Die Performance sollte also theoretisch nicht sehr stark von der Performance der Anleihe B abweichen, solange man die Calls nicht sehr weit aus dem Geld schreibt. Wenn K<R*(1-3*sigma(B )), dann verhält sich unsere Strategie praktisch identisch zur Anleihe. Wenn K>R*(1+3*sigma(B )), dann verhält sich unsere Strategie praktisch wie die normale Bo2 Strategie.

 

Fazit: das Verwenden des Covered Calls reduziert die Bedeutung der Aktienperformance in der Bo2 Strategie.

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Wenn dieses wirklich eure Annahmen sind, dann wundere ich mich, wie ihr auf die Idee kommt High Spread Produkte zuverwenden.

Das Black-Scholes Modell ist ein vollständiges Modell, da ihr sowieso jeden Monat handelt, könnt ihr euch doch jedes Auszahlungsprofil aus den 3 liquidesten Wertpapieren (reiner Aktienindex, Tagesgeld, liquiden Anleihenfond) zusammen bauen.

 

Ich denke du kritisierst nicht die High-Spread-Produkte, sondern die derivativen Produkte (die zufällig einen hohen Spread haben). Und da hast du völlig recht. Den DAX zu replizieren ist kein Problem, die Replikation einer BO2-Strategie wurde hier besprochen. Die Replikation eines Short Call funktioniert analog zu dem der BO2 (oder eines Short Put).

 

D.h. wer sowieso jeden Monat handelt kann jede beliebige Optionsstrategie auf Aktien allein mit Cash und Aktien erreichen. Wenn man der Meinung ist, dass BO2 (mit Anleihen) einen Mehrwert bringt, dann kann man diese Suite zusätzlich noch auf Cash, Anleihen, Aktien erweitern.

 

Komplexe Produkte (DAX Covered Call) braucht man aber nie, weil die sich durch Replikation erzeugen lassen.

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Der Einfachheit halber werde ich mich für mein Portfolio darauf beschränken, alleine mit Aktien und Cash zu replizieren.

Bei kleinen Depots halte ich den Mehrwert bei Aktien + Cash + Anleihen abzüglich der TA Kosten und Spreads und des Aufwands für vernachlässigbar.

Lieber so einfach wie möglich.

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Hey,

 

hab deinen Artikel nun schon mehrfach gelesen, nur leider verstehe ich den grundlegenden Zusammenhang mit der Option nicht so ganz und wie die Gewichtung berechnet wird? Du startest mit 50/50, nach einem definierten Zeitraum wird die Zusammenstellung neu berechnet und rebalanced. Danach schließt du eine Option ab (Kosten ca. 4% des Depots?). Wenn die Option nun besser performed, wird sie genutzt. Hoffe soweit richtig. Aber auf was wird die Option abgeschlossen? Und wenn sie genutzt wird, verkaufst du dein gesamtes Portfolio und kaufst die Option? Sorry, kann sein das ich vollkommen aufm Holzweg bin :blink: würde es aber trotzdem gern verstehen....

So wie du es erläutert hast, würde man es mit Optionen nachbilden. Dann kauft man einfach Anfang des Jahres die passende Option und lässt sie entweder verfallen oder nimmt sie in Anspruch.

Jetzt kommt aber die Replikation der Optionen ins Spiel:

Dies funktioniert nur, wenn man im Idealfall kontinuierlich (im Beispiel monatlich) die Asset Allocation so anpasst, dass man auf die gleiche Performance wie mit der Optionenstrategie kommt.

Und die AA rechnet man sich mit der Magrabeformel aus. Das N(d1) was man dann bekommt, entspricht der aktuellen Gewichtung eines Assets im Portfolio, welche man braucht um die gleiche Performance wie mit der Optionsstratgie zu haben.

-> somit spart man sich die Optionen und kann das ganze Portfolio replizieren, indem man immer die richtige AA hält. Im Idealfall besitzen dann beide Portfolios das gleiche delta (deswegen auch deltahedge).

Somit hat man dann die Optionsstrategie 1:1 nachgebaut.

 

 

 

 

 

es gibt schon so einen fonds, der das hier vorgestellte model verwirklicht. der ist von merk&fink münchen. die stellen immer zum ende des jahres den fond auf null.

schau doch mal da nach.

die umstellung zum anfang des jahres sehe ich aber als zu großes kostenverlust an.

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Posted · Edited by lenzelott

Komplexe Produkte (DAX Covered Call) braucht man aber nie, weil die sich durch Replikation erzeugen lassen.

 

Hatte ich ja auch schon angesprochen.

Der DAXPLUS Covered Call schreibt an jedem Verfallstag (also 12 mal im Jahr) eine 5% OTM CALL.

Wenn man das mit vertretbarem Fehler replizieren wollte, reicht das absolut nicht mehr aus einmal im Monat zu handeln.

Damit ist die Idee für den Privatmann unter Berücksichtigung von Handelskosten nicht umsetzbar.

 

Der ESTX50 Buywrite macht das übrigens identisch.

 

EDIT gerade was gefunden, das zu dem Thema covered Call indizes paßt:

eigentlich sollte theoretisch bei fairem Pricing der Optionen keine Verbesserung des Rendite/Risikoverhältnisses durch das rollierende Schreiben von Calls erzielbar sein. Wann und warum das aber doch in der Praxis zu finden ist, wird hier ganz gut untersucht.

 

Es scheint, dass ein Teil der Überperformance des DAXplus Covered Call gegenüber dem DAX durch die ex-post überhöhten impliziten Volatilitäten erklärt werden kann.

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