Langfristiges ETF Depot große Summe

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Über meine Person

Pflichtangaben:

 

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen

Ich hatte vor 5 Jahren mal ein Depot bei der Dresdner Bank, die mir zwei ihrer Fonds angedreht hatte. Zudem habe ich einfach mal auf gut Glück im Rausch Zertifikate von der Deutschen Bank und EADS gekauft. Lief alles nicht so gut und ich habe sie wieder abgestoßen, weil ich der Meinung war, dass die mich da sowieso nur abzocken wollen. Ansonsten habe ich persönlich eigentlich kaum Erfahrung mit Geldanlagen. Während der Zeit (und während meines Studiums) muss ich wohl auch meine Abneigung gegenüber Bankberatern und aktiv gemanageden Fonds entwickelt haben.

 

2. Darstellung von bereits vorhandener Fondspositionen (Fondsbezeichnung und ISIN angeben):

Ja, ich besitze zwei Depots. Das eine ist bei der Frankfurter Fondsbank und wird von (m)einem unabhängigen Vermögensberater gemanaged. Das Depot habe ich vor 2-3 Jahren angelegt, es ist langfristig orientiert und sollte meiner Altersabsicherung dienen. Es wurde noch vor Einführung der Abgeltungssteuer eröffnet. Ich habe da eigentlich nicht viel mit am Hut, ich habe dem Berater nur meine Risikopräferenzen ungefähr mitgeteilt und er hat den Rest erledigt. Das andere ist bei der Commerzbank, dort liegt aber z.z. nur ein Fonds drin. (Arero Weltfonds mit 8k)

 

Frankfurter Fondsbank:

 

AGIF - Allianz RCM Global Agricul...

A0NCGS / LU0342688198 - 3k

 

Allianz Emerging Markets Bond Fun...

986790 / IE0032828273 - 5k

 

Allianz RCM Rohstoffonds A (EUR)

847509 / DE0008475096 - 3k

 

AXA Immoselect

984645 / DE0009846451- 6k

 

Carmignac Patrimoine A

A0DPW0 / FR0010135103 - 15k

 

Carmignac Profil Reactif 75

A0ETJC / FR0010148999 - 12k

 

Ethna-AKTIV E A

764930 / LU0136412771- 15k

 

FT AccuGeld

977020 / DE0009770206 - 0,2k

 

Magellan

577954 / FR0000292278 - 6k

 

Multi Invest OP R

926200 / LU0103598305 - 6k

 

OP Extra Portfolio

848569 / DE0008485699 - 11k

 

Pictet Funds (LUX) - Biotech-P Cap

988562 / LU0090689299 - 2k

 

Pioneer Funds - Global Ecology A ...

A0MJ48 / LU0271656133- 3k

 

SAM Sustainable Water Fund B

763763 / LU0133061175 - 3k

 

Sarasin New Power Fund B

A0MM6Z / LU0288930869- 3k

 

 

 

 

Ansonsten habe ich noch zwei Beteiligungen für je 10k. Auch über den Berater... weiß nicht mal genau, wo. Glaube irgendein Immobilienprojekt in Erfurt und irgendwas in Polen. Man sieht, habe mich nicht allzu sehr damit beschäftigt bis jetzt.

 

 

 

 

3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage:

 

Ist auf jeden Fall gegeben und hoch bis sehr hoch.

 

 

 

 

 

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten:

 

Ich bin eigentlich ein ziemlich risikoneutraler Typ. Also wenn mir jmd. anbietet, um 1000 eine Münze zu werfen und mir in jedem Fall 10 zahlt, dann sage ich ja. Da ich allerdings geschäftlich schon erheblichen Risiken ausgesetzt bin und auch in riskante Startups investiere, muss ich jetzt bei meinem Fondsdepot, zumindest am Anfang, noch nicht gamblen. Mir geht es eher darum, Erfahrungen zu sammeln und besser zu werden. Da wäre es psychologisch nicht so toll, wenn direkt große Verluste kommen, weil ich die Eigenschaft habe, mir das dann selber anzukreiden auf Grund meiner unzulänglichen Kenntnisse und nicht externe Faktoren heranzuziehen. Also ich habe kein Problem mit Varianz - solange ich weiß, dass ich richtige Entcheidungen getroffen habe und dass die Schwankungen sich langfristig ausgleichen. Bei effizienten Märkten wäre die Logik wohl hinfällig, aber naja.

 

 

 

 

 

Optionale Angaben:

 

1. Alter: Anfang 20.

2. Berufliche Situation : Ich habe vor ein paar Tagen meinen Bachelor in BWL absolviert mit Schwerpunkt Finance. Im Wintersemester werde ich einen Master mit Schwerpunkt Finance anfangen. Theoretisch bin ich glaube ich ziemlich fit, aber ohne jegliche praktische Erfahrung. V.a. fehlt mir oft die Erfahrung mit der Terminologie, obwoh ich eigentlich dann weiß, was sich hinter dem Begriff versteckt. Ansonsten hatte ich das Glück durch ein bisschen Geschick und Glück jung reich zu werden. Ich bin nebenher selbstständig und in der Firma steckt auch ein bisschen Kapital.

3. Sparerfreibetrag ausgeschöpft? Keine Ahnung. Ich glaube mal eher nicht, da ich ja keine Cashflows erhalte durch das oben genannte Depots, also keine Dividenden oder Zinsen. Höchstens durch die Tagesgeldkonten.

 

 

4. Aktive und/oder passive Fonds gewünscht: Tendiere stark zu passiv gemanagten Fonds, auch wenn das obige Depot vielleicht etwas anderes suggeriert.

 

 

 

 

Über meine Fondsanlage

 

Pflichtangaben:

 

 

1. Anlagehorizont

 

Gute Frage. Ich brauche das Geld mittelfristig nicht. Langfristig evlt. ein Häusle bauen, aber das dauert noch ein paar Jahre. Trotzdem tendiere ich eher zu einer kurzfristigen Anleihe. Ich will nun erstmal relativ konservativ starten und Erfahrungen sammeln. Nach ein paar Jahren tuen sich mir evtl. bessere Investmentmöglichkeiten auf und es wäre ärgerlich, wenn das Kapital dann gebunden ist. Aber vielleicht könnt ihr mir da noch ein paar Inputs geben, bin noch nicht so im Klaren darüber.

 

 

2. Zweck der Anlage

 

Erfahrung sammeln und bessere Rendite als Tagesgeld haben.

 

 

3. Einmalanlage und/oder Sparplan?

 

Ich weiß nicht genau, was damit gemeint ist. Aber auf etwas Sparen muss ich eigentlich nicht. Also wohl eher Einmalanlage.

 

 

4. Anlagekapital:

 

Wie gesagt, ca 100k in obigem Depot. Da will ich eigentlich auch nichts dran rütteln, das lasse ich einfach so laufen. Der Arero fonds war der erste Fonds, den ich mir vor ein paar Monaten selber gekauft habe. Z.z. habe ich ca. 800k im Tagesgeld rumliegen und ich glaube, das ist nicht optimal. Ob ich alles davon direkt investieren will - eher nicht. Erstmal ein bisschen und dann sehen, wie es läuft, wie ich zurecht komme und dann ggf. mehr.

 

 

 

 

 

Ansonsten erhoffe ich mir einfach ein bisschen Input/Anregungen und mal schauen, was bei rumkommt. Danke schonmal.

 

 

 

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Mit 900k bist Du gut dabei. Hast Du denn keine Immobilie?

 

Das Vermögen sollte nämlich schon zu je 1/3 in Immobilien, langfristigen Wertpapieren (u.a. Aktien, Anleihen - breit gestreut-) und dann halt kurzfristigen Anlagen wie TG oder Anlagediamanten, Gold und co bestehen. Diese Strategie hat sich über Jahrhunderte bewährt.

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Ich möchte aber auch nochmal darauf hinweisen das man auch international TG-Konten eröffnen kann um z.B. Faktoren wie die Euro-Krise schlicht auszublenden. Das dürfte bei z.B. 100k je TG in Landeswährung gut gehen. Ich würde Südkorea, China, Indien und Australien empfehlen. Die Erträge mußte dann aber natürlich auch beim Finanzamt angeben, sonst wäre es Steuerhinterziehung.

 

Warum aber TG-Konten im Ausland und keine Anleihen? Nun, zum einen hast Du einen größeren Anlegerschutz durch Absicherungsgarantien bis üblicherweise 50k-100k je Land bzw. Konto. Zum anderen kann dir hier in Deutschland dann auch egal sein was passiert. Wenn sich z.B. die Finanzkrise ausweitet und alle Konten gesperrt werden, dann kommst Du schlicht nicht an dein Geld, weil dir das dann keiner mehr auszahlt und es dann durch Depot-Transfer ins Ausland zu retten wird sicherlich nicht so einfach, auch wenn es ausgelagertes Vermögen darstellt.

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Ansonsten habe ich noch zwei Beteiligungen für je 10k. Auch über den Berater... weiß nicht mal genau, wo. Glaube irgendein Immobilienprojekt in Erfurt und irgendwas in Polen. Man sieht, habe mich nicht allzu sehr damit beschäftigt bis jetzt.

Auch wenn es angesichts der Gesamtsumme eher "Peanuts" sind - hier würde ich schnellstens einmal nachhaken, wo genau das Geld investiert ist bzw. ob es überhaupt noch da ist. Hört sich alles ziemlich windig an ....

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Lieber sk03051977,

es sind "nur" 90k. Immer noch eine Stange Geld, aber trotzdem nicht genug für eine Immobilie etc. :)

 

Selbst wenn du nur 1% Dividenen/Zinsen generierst, kommst du auf 1000, was deinen Sparerfreibetrag ausschöpft.

Nur, weil du thesauriende Fonds hast (ausländische noch dazu), heißt das nicht, dass keine ausschüttungsgleichen Erträge generiert werden.

Suche hier mal im Forum danach, denn du solltest im eigenen Interesse immer alles in der Steuererklärung angeben, damit zu später mal keine Probleme beim Verkauf bekommst.

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Posted · Edited by marky2k

Ansonsten habe ich noch zwei Beteiligungen für je 10k€. Auch über den Berater... weiß nicht mal genau, wo. Glaube irgendein Immobilienprojekt in Erfurt und irgendwas in Polen. Man sieht, habe mich nicht allzu sehr damit beschäftigt bis jetzt.

Auch wenn es angesichts der Gesamtsumme eher "Peanuts" sind - hier würde ich schnellstens einmal nachhaken, wo genau das Geld investiert ist bzw. ob es überhaupt noch da ist. Hört sich alles ziemlich windig an ....

 

Ich habe natürlich die Unterlagen. Ob es noch da ist? Zumindest taumeln manchmal Briefe über die aktuelle Lage ein und auch mal Ausschüttungen. Ich vertraue meinem Anlageberater diesbezgl. eigentlich, er hat einen guten Ruf und auch bei irgendwelchen Beratertests top abgeschnitten. Aber ich mache mich mal schlau, wann das Geld dann eigentlich zurückkommt.

 

Eine Immobilie habe ich nicht. Meine Eltern haben ein gut gelegenes Haus, was ich voraussichtlich mal erben werde. Natürlich habe ich auch darüber nachgedacht, eine Wohnung o.ä. zu kaufen. Meine Eltern wollten auch noch eine Wohnung kaufen, haben sich aber dagegen entschieden, da zu geringe Rendite und sie meinen, dass es eigentlich keinen Sinn macht, wenn man nicht vor hat, selber darin zu wohnen. Außerdem hat ein Bekannter von uns ziemlich Stress mit sowas, da Probleme mit den Mietern etc. Natürlich hängt die Rendite maßgeblich von dem Preis ab, den man dafür zu zahlen hat. Aber es kommt mir irgendwie unwohl vor, mir jetzt eine Wohnung zu kaufen. Dann habe ich irgendwie mein Leben lang einen Klotz am Bein, um den ich mich kümmern muss. Gibt es keine sinnvolle Alternative zum diversifizieren (z.b. Immofonds?). Wobei man wohl heutzutage auch nicht mehr behaupten kann, dass sich Immobilienmärkte und Finanzmärkte unabhängig voneinander entwickeln. Also eine Immobilie nur aus Diversifikationsgründen zu kaufen, halte ich für fraglich.

 

Ich wollte eigentlich erstmal langsam anfangen und mir ein paar Anleihen kaufen. Z.B. BASF oder Daimler. Da habe ich auch direkt eine Frage. Ich weiß, dass ich auf Kuponzahlungen 25% Abgeltungssteuer zzgl. SolZuschlag zahlen muss, wenn ich die Anlage im privaten Vermögen halte (was ich tue). Wie schaut es aus mit dem Nominalbetrag? Ist der steuerfrei? Wenn ja, wie wird das bei Nullkupenanleihen gehandhabt (oder allgemein bei Anleihen, die nicht at par traden)? Wenn ich eine Nullkuponanleihe heute z.b. für 80% kaufe und in zwei Jahren den Nominalbetrag von 100% bekomme, welche Steuern werden genau erhoben?

 

 

Bzgl. Steuern habe ich mir ehrlich gesagt auch keine Gedanken gemacht. Ich habe gedacht, die Abgeltungssteuer wäre eine Quellensteuer und ich muss nur was machen, wenn ich Verluste aus Kapitalvermögen mit Gewinnen verrechnen will. (bzw. halt etwas von gezahlten Steuern zurückholen will)

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Der AbGSt. ist es für neu gekaufte Anlagen egal, ob man Gewinne aus Zinszahlungen oder Kurssteigerungen macht. Gewinn ist Gewinn, welcher sich nur mit einem Verlust aus Kapitalanlagen aufheben lässt.

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Ja, das macht Sinn. Ich erinnere auch noch, dass ich das Depot damals bei der Frankfurter Fondsbank ziemlich zügig einrichten musste, um eben nicht um die neu eingeführte Abgeltungssteuer zu fallen. Mein Berater hat mich auch mal gefragt, ob ich was umschichten will. Aber hat dann darauf hingewiesen, dass neue Anlagen der Abgeltungssteuer unterliegen (oder so ähnlich). Ich habe seit Beginn des Depots dann nichts mehr verändert... also ist die Abgeltungssteuer dafür nicht relevant, denke ich. Aber gut, dass du mich darauf hingewiesen hast. Da sollte ich echt besser Buch führen und Ordnung halten :)

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Dir ist aber bewusst, dass du bei den Thesaurierungen auch die ausschüttungsgleichen Beträge in der Steuererklärung angeben mussT?

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Ich möchte aber auch nochmal darauf hinweisen das man auch international TG-Konten eröffnen kann um z.B. Faktoren wie die Euro-Krise schlicht auszublenden. Das dürfte bei z.B. 100k je TG in Landeswährung gut gehen. Ich würde Südkorea, China, Indien und Australien empfehlen. Die Erträge mußte dann aber natürlich auch beim Finanzamt angeben, sonst wäre es Steuerhinterziehung.

 

Kannst Du etwas genauer erläutern, wie das mit einem Tagesgeldkonto z.B. in China oder Südkorea funktionieren soll? Wer bietet so etwas an?

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Dir ist aber bewusst, dass du bei den Thesaurierungen auch die ausschüttungsgleichen Beträge in der Steuererklärung angeben mussT?

 

Ich habe mich wie gesagt nicht damit beschäftigt. Ich habe das letzte Mal eigens eine Steuererklärung vor 5 Jahren oder so angefertigt. Aber eMails an Steuerberater und Anlageberater sind raus.

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Auch nach mehrmaligen Lesen des Beitrages, ist mir noch nicht so ganz klar geworden, was du eigentlich genau willst.

Bei mir bleibt der Eindruck bestehen, dass alles ein wenig nach "Ausprobieren" klingt.

Wenn du noch auf den richtigen Moment bzw. Anlage wartest, dann muss das Geld so lange geparkt werden. Das bedeutet eigentlich immer : Cash (TG)

Ansonsten müsstest du dir noch ein paar genauere Gedanken, was du genau möchtest.

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Hm, also ich will das Geld schon irgendwie kurzfristig- mittelfristig verfügbar haben. Einfach weil ich evtl. denke, dass ich, wenn ich mehr Erfahrung habe und mich intensiver damit beschäftige, "den richtigen Moment" finden kann. Bzw. auch Risiken besser einschätzen kann. Z.z. habe ich ja keine Ahnung...Von daher habe ich mich erstmal nach kurzfristigen Anleihen umgeschaut (2-3 Jahre). Die Tagesgeldrendite gleicht ja wahrscheinlich nicht mal die Inflation aus. Die Anleihen verstehe ich wenigstens vom Prinzip, solang sie übersehbare Anzahlen von Features dabei haben und nicht callable, puttable und convertible in einem sind :D. Wenn ich mich informiert habe und reingelesen habe, würde ich auch mal ETFs ausprobieren, aber zurzeit weiß ich nicht mal wirklich, wie die funktionieren...

 

Deswegen meine obige Frage, wie das mit den Steuern bei Anleihen aussieht.

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Sorry für den Offtopic-Teil:

Ich bin im Moment in der gleichen Lage wie du fange jetzt meinen Master in BWL an usw. Darf ich fragen womit du dich nebenher selbständig gemacht hast?

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Posted · Edited by marky2k

Tut mir Leid, darüber möchte ich hier eigentlich nicht reden. Ich lebe ein ziemlich normales Studentenleben. Ich möchte einfach nicht, dass jmd aus meinem privaten Umfeld die Möglichkeit hat, herauszufinden über welche finanziellen Mittel ich verfüge. Obwohl die Mehrheit mich hier mit ziemlicher Sicherheit nicht kennt.

 

Die Steuerfrage hat sich übrigens erübrigt. Hätte mir auch denken können, dass bei Nullkuponanleihen dann der Kursgewinn versteuert wird (Im Zeitpunkt der Auszahlung). Ist aber interessant, da man ja so quasi taxes deferren kann mit langfristigen Nullkuponanleihen.

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Weshalb langfristige nullcouponanleihen mit einrm aufschlag gehandelt werden.

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:(. Muss ich morgen mal überprüfen bei zwei Anleihen mit gleicher Laufzeit und gleichem Risiko. Aber noch eine Frage: nicht jeder Investor hat ja den selben Steuersatz. Für Leute aus dem Ausland, die z.b. 50% auf Kapitalerträge zahlen müssten, würde es doch mehr Sinn machen und sie wären bereit einen höheren Abschlag zu zahlen. Gut, das wäre ein Argument den Zerobond gerade nicht zu kaufen. Oder anders ausgedrückt: Alle Leute der Welt zahlen 25% auf Kapitalerträge nur ich zahle 45%. Dann ist der langfristige Zerobond für mich doch die perfekte Anleihe, da der tax-deferral-effekt nur auf Basis von 25% eingepreist ist?!

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Ich möchte aber auch nochmal darauf hinweisen das man auch international TG-Konten eröffnen kann um z.B. Faktoren wie die Euro-Krise schlicht auszublenden. Das dürfte bei z.B. 100k je TG in Landeswährung gut gehen. Ich würde Südkorea, China, Indien und Australien empfehlen. Die Erträge mußte dann aber natürlich auch beim Finanzamt angeben, sonst wäre es Steuerhinterziehung.

 

Kannst Du etwas genauer erläutern, wie das mit einem Tagesgeldkonto z.B. in China oder Südkorea funktionieren soll? Wer bietet so etwas an?

 

In Frankfurt gibt es genug kleine Filialen von Banken aus der ganzen Welt. Da geht man rein und sagt einfach das man gerne in dem Heimatland der Bank ein TG-Konto in Landeswährung hätte. Ich denke mal das dies für etwas größte Beträge kein Problem darstellt.

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Posted · Edited by sk03051977

Wegen den 900k€, da habe ich mich wohl ein wenig verschaut.

 

Aber Immobilien zu kaufen und zu vermieten kann, insofern man nicht beim Markler und dann auch noch günstig kauft, locker 7-8% Rendite bringen. Diesen Klotz binde ich mir gerne ans Beim. Eine solche Immobilie sollte jedoch auf jeden Fall in Frankfurt oder vergleichbaren Städten gekauft werden.

Man kann zudem auch schon ab 90.000 Euro gute Immobilien kaufen, es benötigt halt Zeit bzw. Geduld solche Immobilien zu finden.

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Wobei sich meiner Erachtens genau da TG Konten in Fremdwährungen leicht öffnen lassen, wo man auch leicht Anleihen liquide über die Börse kaufen kann. Also bestimmt nicht in Renminbi.

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Ich weiß nicht wie ihr genau auf die 90k kommt ;).

 

Es sind:

 

- ca. 96k frankfurter fondsbank

- ca. 20k zwei real investments (Beteiligungen)

- ca. 8k commerzbank depot

- ca 800k tagesgeld.

 

wobei ich wahrscheinlich erstmal nur das letzte anrühren will.

 

Das mit den Immobilien. Wir haben einen Bekannten, der ist Rechtsanwalt und handelt auch mit Immobilien. Irgendwie ist er darüber auch ins Immogeschäft eingestiegen, weil er immer irgendwelche Verträge vor sich sehen liegen hat und gemeint hat, er müsste da mitbieten. Naja, der kommt auf jeden Fall sogar aus Frankfurt. Ich frage mal, ob er da vielleicht ein paar Tipps hat. Er meinte zumindest immer, dass manche Immobilien Gold wert sind und er instant einen Kredit bekommt, wenn er auch nur kurz bei der Bank anruft und die Lage nennt. Aber die Dinger bekommt man halt nicht so einfach...

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Kannst Du etwas genauer erläutern, wie das mit einem Tagesgeldkonto z.B. in China oder Südkorea funktionieren soll? Wer bietet so etwas an?

 

In Frankfurt gibt es genug kleine Filialen von Banken aus der ganzen Welt. Da geht man rein und sagt einfach das man gerne in dem Heimatland der Bank ein TG-Konto in Landeswährung hätte. Ich denke mal das dies für etwas größte Beträge kein Problem darstellt.

 

@sk03051977

 

Du hast die kernige Empfehlung ausgesprochen, man könne als Deutscher in Ländern wie "Südkorea, China, Indien und Australien" Tagesgeldkonten eröffnen. Verstehe ich es richtig, dass Du kein einziges solches Angebot kennst und stattdessen empfiehlst, einfach mal die Frankfurter Auslandsbanken durchzutelefonieren?

 

Würde mir manchmal etwas mehr Substanz wünschen...

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In Frankfurt gibt es genug kleine Filialen von Banken aus der ganzen Welt. Da geht man rein und sagt einfach das man gerne in dem Heimatland der Bank ein TG-Konto in Landeswährung hätte. Ich denke mal das dies für etwas größte Beträge kein Problem darstellt.

 

@sk03051977

 

Du hast die kernige Empfehlung ausgesprochen, man könne als Deutscher in Ländern wie "Südkorea, China, Indien und Australien" Tagesgeldkonten eröffnen. Verstehe ich es richtig, dass Du kein einziges solches Angebot kennst und stattdessen empfiehlst, einfach mal die Frankfurter Auslandsbanken durchzutelefonieren?

 

Würde mir manchmal etwas mehr Substanz wünschen...

:thumbsup:

 

Insbesondere von Leuten, die schon über 30 sind ...

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Also, wir machen das in einer abgewandelten Form schon zur Diversifizierung - allerdings ist das dann kein konservatives Depot mehr.

 

Die derzeitige Positionierung:

 

Beispiel: 100k: 50.000 AUD, 50.000 SGD und 50.000 EUR, gematched mit einer USD-Short-Position.

Bis vor Kurzem war anstelle des EUR noch der CHF im Depot.

 

Für die AUD bekommt man bei Interactive Brokers ca. 5% Zinsgutschrift. Das überkomensiert die Kosten für den USD-Kredit. EUR und SGD bringen kaum Zinserträge, ebenso wie CHF.

 

Ich nenne das "konservativer Währungshandel", dieses Jahr außerordentlich rentabel.

 

INR, CNY und BRL sind natürlich vom Zinsniveau her sehr attraktive Zielwährungen, die spielt man aber wegen der höheren Vola (bzw. mangels Verfügbarkeit des CNY) besser mit Anleihen.

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Hallo,

 

ich habe mich nochmal ein bisschen mit dem Thema beschäftigt und das Forum durchstöbert. Eigentlich wollte ich es nun so machen: Erstmal werde ich nur 200k in die Hand nehmen und den Rest an meinen Anlageberater weiterleiten. Mit den 200k hatte ich folgendes vor:

 

- 10% Rohstoffe/Immos

- 30% Anleihen

- 60% Aktien

 

Die einzelnen Positionen wollte ich durch ETFs abbilden. Bei den Anleihen hatte ich vor 3 ETFs zu kaufen, die (sichere) Staatsanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten abbilden. Ich glaube, das nennt man "Laddering" und so wie ich es verstehe, dient es wohl der Minimierung von Zinsrisiken. Bei den Aktien wollte ich ETFs auf verschiedene Indizes in lokalen Märkten bzw. Segmenten, also z.b. Europa, Nordamerika, Emerging Markets, kaufen, so wie es hier auch oft empfholen wird. Das ganze gewichtet mit den anteiligen BIPs. Dabei soll mir glaube ich der BIPtizer helfen, allerdings habe ich den noch nicht so ganz verstanden. Mit. spezifischen ETFs habe ich mich noch nicht beschäftigt, aber ich denke da werde ich einige Anhaltspunkte hier im Forum finden. Das wäre dann der nächste Schritt.

 

Nun wird hier allerdings geschrieben (https://www.wertpapier-forum.de/topic/36043-geiz-ist-geil-depots/), dass ab gewissen Anlagesummen ETFs möglicherweise nicht mehr optimal sind und man gleich einzelne Aktien ins Depot nehmen sollte. Ich denke mal, dann minimiert man noch mehr die laufenden Kosten p.a.. Meint ihr ab einer Summe von 200k macht das Sinn? Wenn ja, würdet ihr es einem blutigen Anfänger wie mir empfehlen oder kann ich auch ab der Summe mit den ganzen ETFs noch gut fahren? (Es geht um ein langfristiges Investment)

 

Dann noch ein paar allgemeine Fragen:

 

1) In genannten Thread wird auch gesagt, dass Festgeld höhere Renditen abwirft als Anleihen mit vergleichbarem Risiko, dafür aber (natürlich) weniger liquide ist. Ich brauche diese Liquidität eigentlich nicht, habe aber Angst davor bei zig Banken Konten zu eröffnen und mein Geld dann da hinzuschieben. Ich komme jetzt schon mit meinen ganzen Konten und dem Papierkram nicht klar und habe keine Übersicht. Wenn man sich für den Festgeldweg entscheidet, gibt es aber denke ich mal keine Alternative als wirklich dann bei den Banken Konten zu eröffnen oder?

 

2) Ich habe ein Problem mit den Währungen. Zum Beispiel wäre ich mir unsicher, ob ich mir bei den Anleihen nur ETFs auf europäische Werte holen sollte oder auch Werte, die in anderen Währungen denominiert sind. Einerseits setze ich mich durch weitere Währungen Wechselkursrisiken aus, andererseits diversifizere ich ja auch. Also einmal schaffe ich ein Risiko, einmal reduziere ich eins. Welcher Effekt überwiegt? Und ist es so wichtig zu diversifizieren, wenn ich nicht vorhabe viel in anderen Ländern zu konsumieren? Es ist ja eigtl. für mich egal, wenn der Euro gegenüber dem USD an Wert verliert, solange das Preisniveau im Euroland konstant bleibt und ich nichts in einem USD Land konsumieren will bzw. importieren will.

 

 

Danke sehr.

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