Strategien mit Optionen (Eurex)

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Ich habe ein paar Praxis-Fragen zu termingehandelten Optionen, vielleicht kann ja einer der Optionstrader etwas dazu sagen:

 

1. Frage: Nehmen wir an ich würde die Bear-Call-Spread-Strategie eröffnen, d.h.

- Kauf eines Calls mit hohem Basispreis A

- Verkauf eines Calls mit niedrigem Basispreis B

 

Wenn der Kurs am Fälligkeitsdatum:

- unter B liegt verfallen beide Calls -> ich verliere die Prämiendifferenz

- zwischen A und B liegt -> B wird ausgeübt und ich muss das Underlying liefern (1xTransaktionskosten zur Beschaffung)

- über A liegt werden beide Calls ausgeübt -> B wird ausgeübt, ich übe A aus, was passiert dann?

 

Ich habe zwei Möglichkeiten wie es weiter läuft, wenn ich am Ende wieder Risikoneutral dastehen möchte:

1. Ich muss erst den Call B bedienen, d.h. Transaktionskosten zum Kauf des Underlyings. Dann erhalte ich Aktien aus Call A, d.h. Transaktionskosten zum Verkauf des Underlyings => 2xTransaktionskosten (Beschaffung, Verkauf)

2. Die Clearingstelle bemerkt, dass die Shortposition und die Longposition sich ausgleichen und vermittelt selbst die Positionen => keine Transaktionskosten

 

2. Frage: An der Eurex finde ich amerikanische Optionen auf ETFs. Amerikanisch bedeutet, dass sie jederzeit ausgeübt werden können. Aus meinen Büchern habe ich entnommen, dass vorzeitige Ausübung nur dann Sinn macht, wenn Dividenden im Spiel sind, die Kriterien wann eine Ausübung sinnvoll ist und wann nicht sind aber etwas komplex. Welche Bedeutung hat die vorzeitige Ausübung denn effektiv?

 

3. Frage: Es wird immer behauptet, dass Terminbörsen hochliquide sind. Bei ETFs an einer traditionellen Wertpapierbörse kann ich sicher sein, dass es einen Marketmaker gibt, der (halbwegs) faire Preise stellt. Gibt es so etwas wie Market Maker auch an Terminbörsen? Im anderen Falle wäre eine unlimitierte Order sehr fahrlässig, oder? Um eine Order zu limitieren müsste man aber wissen wie man das Limit aktuell setzen muss, d.h. ich würde in dem Fall ein wenig Optionspreistheorie und Aktienkurse studieren. Wie machen die Optionstrader unter euch das?

 

4. Frage: Wie viel Geld binden Aktienindexoptionen? Beim DAX (Eurex) finde ich einen Kontraktwert von 5 pro Indexpunkt. Bedeutet dass, dass ich bei einem Call mit Basispreis 5000 am Ende (Ausübungspreis - 5000) * 5 erhalte? Wie muss ich die Preise in der Eurex-Quotes-Liste interpretieren? Die beziehen sich (beim DAX) auch auf die 5 pro Indexpunkt, oder muss man die nochmal multiplizieren? Ist es möglich in genau einen Kontrakt long zu gehen und dafür genau den Preis in der Eurexpreisliste zu zahlen?

 

5. Frage: Bei allen termingehandelten Produkten an der Eurex finde ich Mindestquotierungsmengen? Welche Bedeutung hat das?

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Posted · Edited by klausk
Beitrag wiederhergestellt.

Eine Vorbemerkung und Bitte um Entschuldigung, dass ich von Eurex null Ahnung habe. Ich lebe in den USA und handle fast nur mit US-Aktien und -Options. Ich denke mir, dass die Eurex ähnlich operiert wie die CBOT und die anderen Optionsbörsen in den USA.

Wenn mein verkaufter Call in-the-money endet und ich habe keine 100 Stück meinem Account, dann kauft der Broker sie auf meine Rechnung im offenen Markt. Transaktionskosten fallen nicht an (jedenfalls nicht bei IB). Endet eine Short-Put-Position ITM, dann bezahlt der Broker die gelieferten Aktien aus meinem Cash. Reicht mein Cash nicht aus, dann leiht er mir das Geld (margin loan). Oder, wenn mein Kredit ausgereizt ist, dann verkauft er beliebige andere Aktien aus meinem Account. Ebenfalls ohne Transaktionskosten.

 

1. Frage: Nehmen wir an ich würde die Bear-Call-Spread-Strategie eröffnen, d.h.

- Kauf eines Calls mit hohem Basispreis A

- Verkauf eines Calls mit niedrigem Basispreis B Wenn der Kurs am Fälligkeitsdatum:

- unter B liegt verfallen beide Calls -> ich verliere die Prämiendifferenz

Antwort: Du verlierst nichts, denn du hast für den Short Call "B" eine höhere Prämie bekommen als du für den Kauf "A" zahlen musstest.

 

- zwischen A und B liegt -> B wird ausgeübt und ich muss das Underlying liefern (1xTransaktionskosten zur Beschaffung)

Antwort: Dein Breakeven liegt beim Strikepreis "B" plus der Summe der beiden Prämien. Wenn der aktuelle Kurs des Underlying darunter liegt, hast du sogar einen kleinen Gewinn. Dein Maximalverlust tritt ein, wenn der Kurs die Schwelle "A" erreicht. Keine Transaktionskosten, siehe oben.

 

- über A liegt werden beide Calls ausgeübt -> B wird ausgeübt, ich übe A aus, was passiert dann?

Antwort: Du brauchst gar nichts zu tun, denn alle Options, die im Geld enden, werden automatisch ausgeübt (falls der Besitzer nicht ausdrücklich andere Anweisungen gibt). Du musst allerdings die volle Differenz -- Strike A minus B -- in Cash zahlen. Die Clearingstelle (OCC - Options Clearing Corporation) regelt die Lieferung des Underlying: Dein Broker muss das Underlying liefern und sie an den Broker des Call-Kaeufers liefern. Dass dein Broker die Aktien auf deine Kosten beschaffen muss, habe ich ja oben beschrieben. Das klingt vielleicht verwirrend, aber die OCC kennt weder dich noch den Kaeufer des Calls. Aus ihrer Sicht sind die Broker die Akteure.

 

2. Frage: An der Eurex finde ich amerikanische Optionen auf ETFs. Amerikanisch bedeutet, dass sie jederzeit ausgeübt werden können. Aus meinen Büchern habe ich entnommen, dass vorzeitige Ausübung nur dann Sinn macht, wenn Dividenden im Spiel sind, die Kriterien wann eine Ausübung sinnvoll ist und wann nicht sind aber etwas komplex. Welche Bedeutung hat die vorzeitige Ausübung denn effektiv?

Antwort: Indexoptions haben idR europäische Ausübung, d.h. nur am Fälligkeitsdatum. Aktienoptions haben amerikanische Ausübung, d.h. Ausübung ist jederzeit möglich. Ich habe den Fall aber noch nie erlebt, denn wer vorzeitig ausübt, verschenkt den restlichen Zeitwert. Anlass für eine vorzeitige Ausübung könnte sein, dass der Käufer deines Calls eine Short-Position in dem Underlying hat, die er schliessen will oder muss.

 

3. Frage: Es wird immer behauptet, dass Terminbörsen hochliquide sind. Bei ETFs an einer traditionellen Wertpapierbörse kann ich sicher sein, dass es einen Marketmaker gibt, der (halbwegs) faire Preise stellt. Gibt es so etwas wie Market Maker auch an Terminbörsen? Im anderen Falle wäre eine unlimitierte Order sehr fahrlässig, oder? Um eine Order zu limitieren müsste man aber wissen wie man das Limit aktuell setzen muss, d.h. ich würde in dem Fall ein wenig Optionspreistheorie und Aktienkurse studieren. Wie machen die Optionstrader unter euch das?

Antwort: US-Optionsbörsen arbeiten nach ähnlichen Regeln und Methoden wie Aktienbörsen. Limitorders sind eigentlich immer angebracht; ich mache eine Ausnahme nur bei extrem liquiden Werten mit ihren extrem geringen Spreads. Bei Options sind die Spreads zum Teil erheblich grösser als bei Aktien, deshalb gehe ich manchmal zwischen den Spread. Oft genug klappt das Spiel, aber Vorsicht: Die Börsen verlangen eine Gebühr (ich glaube, es sind $1.25), wenn du einen Optionsauftrag cancelst (wahrscheinlich um Manipulationen abzuwehren); billiger ist es, ihn am Ende des Tages einfach verfallen zu lassen.

IB hat schon immer die besten Preise unter allen Börsen gefunden. Du kannst zwar bei einem Auftrag eine bestimmt Börse benennen, aber die beste Wahl nennt sich "SMART" (das ist der Default und erspart dir Kopfzerbrechen). -- Um mit Options zu handeln, brauchst du zwar auch die Termingeschäftsfähigkeit, aber mit "hochliquide" meinst du wahrscheinlich Futures.

 

Ohne Realtimedaten würde ich nie handeln. Die Kurse des Underlying solltest du schon beobachten, bevor du an Options darauf denkst. Die Bid/Ask-Preise für die Options werden dir genau so angezeigt wie die für Aktien. Du klickst auf den Ask, wenn du kaufen bzw. den Bid, wenn du verkaufen willst. Wenn du Lust hast, kannst du die Maus über einen solchen Preis rollen, dann wird dir die implizierte Volatilität angezeigt. Die ist nützlich, um unter den verfügbaren Kontrakten den günstigsten zu finden -- beim Kauf willst du eine niedrige, beim Verkauf eine hohe Vola.

 

Ich kennen keinen, der aus der historischen Vola mit viel Gehirnschmalz und vielen Annahmen die künftige Vola erahnt und dann daraus mit Black-Scholes o.ä. den "richtigen" Preis für jede Option errechnet.

 

4. Frage: Wie viel Geld binden Aktienindexoptionen? Beim DAX (Eurex) finde ich einen Kontraktwert von 5€ pro Indexpunkt. Bedeutet dass, dass ich bei einem Call mit Basispreis 5000 am Ende (Ausübungspreis - 5000) * 5€ erhalte? Wie muss ich die Preise in der Eurex-Quotes-Liste interpretieren? Die beziehen sich (beim DAX) auch auf die 5€ pro Indexpunkt, oder muss man die nochmal multiplizieren? Ist es möglich in genau einen Kontrakt long zu gehen und dafür genau den Preis in der Eurexpreisliste zu zahlen?

 

5. Frage: Bei allen termingehandelten Produkten an der Eurex finde ich Mindestquotierungsmengen? Welche Bedeutung hat das?

 

Die Fragen 4 und 5 klingen nach Futures. Es gibt in den USA auch Options auf Futures und sogar einige Single-Stock-Futures. Aber damit kenne ich mich nicht aus, genau so wenig wie mit Eurex.

 

Indizes werden von zahllosen ETFs abgebildet. Da ETFs wie Aktien gehandelt werden, kannst darauf auch Options schreiben/kaufen.

 

Eine Nachbemerkung, da du immer noch liest: Einige WPF-Teilnehmer basteln gerade mit Unterstützung der Mods an einem "Options"-Unterforum, losgelöst von Optionsscheinen und anderen Zertifikaten und auch nicht unter "Daytrading". Dein Interesse wurde mit Interesse notiert. :thumbsup:

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Antwort: Indexoptions haben idR europäische Ausübung, d.h. nur am Fälligkeitsdatum. Aktienoptions haben amerikanische Ausübung, d.h. Ausübung ist jederzeit möglich. Ich habe den Fall aber noch nie erlebt, denn wer vorzeitig ausübt, verschenkt den restlichen Zeitwert. Anlass für eine vorzeitige Ausübung könnte sein, dass der Käufer deines Calls eine Short-Position in dem Underlying hat, die er schliessen will oder muss.

 

Habe zwar keine Praxiserfahrung, aber: An der Eurex wird der Strike normalerweise bei Dividenenzahlungen nicht angepasst. Deswegen kann es interessant sein, kurzlaufende Calls auszuüben (ich hoffe ich habe um diese Uhrzeit richtig überlegt).

 

 

Außerdem: Zumindest in der Kombination Cortal Consors / Eurex habe ich in Erinnerung, dass Aktienoptionen nicht automatisch ausgeübt werden, sondern immer nur auf Weisung. Und da es bei Aktienoptionen physical delivery gibt, muss der Broker ggf. wohl auch selbst die Aktien beschaffen, das macht nicht die Clearingstelle.

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Posted · Edited by klausk

Habe zwar keine Praxiserfahrung, aber: An der Eurex wird der Strike normalerweise bei Dividenenzahlungen nicht angepasst. Deswegen kann es interessant sein, kurzlaufende Calls auszuüben (ich hoffe ich habe um diese Uhrzeit richtig überlegt).

Das ist richtig. Jeder Aktienrechner fragt nach erwarteten Dividenden -- die gehen also schon in die Bewertung ein, und eine "Anpassung" wäre doppelt gemoppelt.

 

Außerdem: Zumindest in der Kombination Cortal Consors / Eurex habe ich in Erinnerung, dass Aktienoptionen nicht automatisch ausgeübt werden, sondern immer nur auf Weisung. Und da es bei Aktienoptionen physical delivery gibt, muss der Broker ggf. wohl auch selbst die Aktien beschaffen, das macht nicht die Clearingstelle.

Früher war es bei den US-Börsen so, dass Options nur dann automatisch ausgeübt wurden, wenn sie um mindestens 75 Cents ITM waren. Das hat sich geändert: Jetzt wird jede ITM-Option ausgeübt.

 

Die Eurex kann das handhaben, wie sie es für richtig findet; da bin ich überfragt.

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Eine Nachbemerkung, da du immer noch liest: Einige WPF-Teilnehmer basteln gerade mit Unterstützung der Mods an einem "Options"-Unterforum, losgelöst von Optionsscheinen und anderen Zertifikaten und auch nicht unter "Daytrading". Dein Interesse wurde mit Interesse notiert. :thumbsup:

Auch Interesse meinerseits thumbsup.gif

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etherial fragte:

Ich habe ein paar Praxis-Fragen zu termingehandelten Optionen, vielleicht kann ja einer der Optionstrader etwas dazu sagen

 

Leider wurde meine Antwort durch ein mysteriöses Softwareproblem unleserlich gemacht. Hoffentlich klappts diesmal.

 

Eine Vorbemerkung und Bitte um Entschuldigung, dass ich von Eurex null Ahnung habe. Ich lebe in den USA und handle fast nur mit US-Aktien und -Options. Ich denke mir, dass die Eurex ähnlich operiert wie die CBOT und die anderen Optionsbörsen in den USA. Ähnlich heisst aber nicht identisch. Wer an der Eurex handelt, muss sich selber schlau machen. Wer über Broker wie InteractiveBrokers, Lynx oder Agora in den USA handelt, für den sind meine Beschreibung hoffentlich unmittelbar nützlich.

 

Wenn mein verkaufter Call in-the-money endet und ich keine 100 Stück meinem Account habe, dann kauft der Broker sie auf meine Rechnung im offenen Markt. Transaktionskosten fallen nicht an (jedenfalls nicht bei IB). Endet eine Short-Put-Position ITM, dann bezahlt der Broker die gelieferten Aktien aus meinem Cash. Reicht mein Cash nicht aus, dann leiht er mir das Geld (margin loan). Oder, wenn mein Kredit ausgereizt ist, dann verkauft er beliebige andere Aktien aus meinem Account. Ebenfalls ohne Transaktionskosten.

 

Nun zu @etherial's Fragen:

 

1. Frage: Nehmen wir an ich würde die Bear-Call-Spread-Strategie eröffnen, d.h.

- Kauf eines Calls mit hohem Basispreis A

- Verkauf eines Calls mit niedrigem Basispreis B

 

Wenn der Kurs am Fälligkeitsdatum:

- unter B liegt verfallen beide Calls -> ich verliere die Prämiendifferenz

Antwort: Du verlierst nichts, denn du hast für den Short Call "B" eine höhere Prämie bekommen als du für den Kauf "A" zahlen musstest.

 

- zwischen A und B liegt -> B wird ausgeübt und ich muss das Underlying liefern (1xTransaktionskosten zur Beschaffung)

Antwort: Dein Breakeven liegt beim Strikepreis "B" minus der Summe der beiden Prämien. Wenn der aktuelle Kurs des Underlying nur knapp darüber liegt, hast du sogar einen kleinen Gewinn. Dein Maximalverlust tritt ein, wenn der Kurs die Schwelle "A" erreicht. Keine Transaktionskosten, siehe oben.

 

- über A liegt werden beide Calls ausgeübt -> B wird ausgeübt, ich übe A aus, was passiert dann?

Antwort: Du brauchst gar nichts zu tun, denn in den USA werden alle Options, die im Geld enden, automatisch ausgeübt (falls der Besitzer nicht ausdrücklich andere Anweisungen gibt). Du musst allerdings die volle Differenz zwischen Strike A und Strike B in Cash zahlen -- minus der Summe der beiden Prämien. Die Clearingstelle (OCC - Options Clearing Corporation) regelt die Lieferung des Underlying: Dein Broker muss das Underlying liefern und sie an den Broker des Call-Kaeufers liefern. Dass dein Broker die Aktien auf deine Kosten beschaffen muss, habe ich ja oben beschrieben. Das klingt vielleicht verwirrend, aber die OCC kennt weder dich noch den Kaeufer des Calls. Aus ihrer Sicht sind die Broker die Akteure.

 

2. Frage: An der Eurex finde ich amerikanische Optionen auf ETFs. Amerikanisch bedeutet, dass sie jederzeit ausgeübt werden können. Aus meinen Büchern habe ich entnommen, dass vorzeitige Ausübung nur dann Sinn macht, wenn Dividenden im Spiel sind, die Kriterien wann eine Ausübung sinnvoll ist und wann nicht sind aber etwas komplex. Welche Bedeutung hat die vorzeitige Ausübung denn effektiv?

Antwort: Indexoptions haben idR europäische Ausübung, d.h. nur am Fälligkeitsdatum. Aktienoptions haben amerikanische Ausübung, d.h. Ausübung ist jederzeit möglich. Ich habe den Fall aber noch nie erlebt, denn wer vorzeitig ausübt, verschenkt den restlichen Zeitwert. Anlass für eine vorzeitige Ausübung könnte sein, dass der Käufer deines Calls eine Short-Position in dem Underlying hat, die er schliessen will oder muss.

 

3. Frage: Es wird immer behauptet, dass Terminbörsen hochliquide sind. Bei ETFs an einer traditionellen Wertpapierbörse kann ich sicher sein, dass es einen Marketmaker gibt, der (halbwegs) faire Preise stellt. Gibt es so etwas wie Market Maker auch an Terminbörsen? Im anderen Falle wäre eine unlimitierte Order sehr fahrlässig, oder? Um eine Order zu limitieren müsste man aber wissen wie man das Limit aktuell setzen muss, d.h. ich würde in dem Fall ein wenig Optionspreistheorie und Aktienkurse studieren. Wie machen die Optionstrader unter euch das?

Antwort: US-Optionsbörsen arbeiten nach ähnlichen Regeln und Methoden wie Aktienbörsen. Limitorders sind eigentlich immer angebracht; ich mache eine Ausnahme nur bei extrem liquiden Werten mit ihren extrem geringen Spreads. Bei Options sind die Spreads zum Teil erheblich grösser als bei Aktien, deshalb gehe ich manchmal zwischen den Spread. Oft genug klappt das Spiel, aber Vorsicht: Die Börsen verlangen eine Gebühr (ich glaube, es sind $1.25), wenn du einen Optionsauftrag cancelst (wahrscheinlich um Manipulationen abzuwehren); billiger ist es, ihn am Ende des Tages einfach verfallen zu lassen.

 

IB hat schon immer die besten Preise unter allen Börsen gefunden. Du kannst zwar bei einem Auftrag eine bestimmt Börse benennen, aber die beste Wahl nennt sich "SMART" (das ist der Default und erspart dir Kopfzerbrechen). Um mit Options zu handeln, brauchst du zwar auch die Termingeschäftsfähigkeit, aber mit "hochliquide" meinst du wahrscheinlich Futures. Ohne Realtimedaten würde ich nie handeln.

 

Die Kurse des Underlying solltest du schon beobachten, bevor du an Options darauf denkst. Die Bid/Ask-Preise für die Options werden dir genau so angezeigt wie die für Aktien. Du klickst auf den Ask, wenn du kaufen bzw. den Bid, wenn du verkaufen willst. Wenn du Lust hast, kannst du die Maus über einen solchen Preis rollen, dann wird dir die implizierte Volatilität angezeigt. Die ist nützlich, um unter den verfügbaren Kontrakten den günstigsten zu finden -- beim Kauf willst du eine niedrige, beim Verkauf eine hohe Vola.

 

4. Frage: Wie viel Geld binden Aktienindexoptionen? Beim DAX (Eurex) finde ich einen Kontraktwert von 5 pro Indexpunkt. Bedeutet dass, dass ich bei einem Call mit Basispreis 5000 am Ende (Ausübungspreis - 5000) * 5 erhalte? Wie muss ich die Preise in der Eurex-Quotes-Liste interpretieren? Die beziehen sich (beim DAX) auch auf die 5 pro Indexpunkt, oder muss man die nochmal multiplizieren? Ist es möglich in genau einen Kontrakt long zu gehen und dafür genau den Preis in der Eurexpreisliste zu zahlen?

 

5. Frage: Bei allen termingehandelten Produkten an der Eurex finde ich Mindestquotierungsmengen? Welche Bedeutung hat das?

Antwort: Die Fragen 4 und 5 klingen nach Futures. Es gibt in den USA auch Options auf Futures und sogar einige Single-Stock-Futures. Aber damit kenne ich mich nicht aus, genau so wenig wie mit Eurex. Indizes werden von zahllosen ETFs abgebildet. Da ETFs wie Aktien gehandelt werden, kannst darauf auch Options schreiben/kaufen.

 

Eine Nachbemerkung, da du immer noch liest: Einige WPF-Teilnehmer basteln gerade mit Unterstützung der Mods an einem "Options"-Unterforum, losgelöst von Optionsscheinen und anderen Zertifikaten und auch nicht unter "Daytrading". Dein Interesse wurde mit Interesse notiert.

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Wenn der Kurs am Fälligkeitsdatum:

- unter B liegt verfallen beide Calls -> ich verliere die Prämiendifferenz

Antwort: Du verlierst nichts, denn du hast für den Short Call "B" eine höhere Prämie bekommen als du für den Kauf "A" zahlen musstest.

 

Stimmt, habe richtig gedacht aber das falsche hingeschrieben. Die beiden ersten Fälle waren aber auch nicht die kritischen ...

 

- über A liegt werden beide Calls ausgeübt -> B wird ausgeübt, ich übe A aus, was passiert dann?

Antwort: Du brauchst gar nichts zu tun, denn in den USA werden alle Options, die im Geld enden, automatisch ausgeübt (falls der Besitzer nicht ausdrücklich andere Anweisungen gibt). Du musst allerdings die volle Differenz zwischen Strike A und Strike B in Cash zahlen -- minus der Summe der beiden Prämien. Die Clearingstelle (OCC - Options Clearing Corporation) regelt die Lieferung des Underlying: Dein Broker muss das Underlying liefern und sie an den Broker des Call-Kaeufers liefern. Dass dein Broker die Aktien auf deine Kosten beschaffen muss, habe ich ja oben beschrieben. Das klingt vielleicht verwirrend, aber die OCC kennt weder dich noch den Kaeufer des Calls. Aus ihrer Sicht sind die Broker die Akteure.

 

Mein Anliegen war folgendes:

- Wenn Call B ausgeübt wird, muss ich liefern

- Wenn Call A ausgeübt wird (von mir), erhalte ich das Underlying

 

Da ich bei diesem Geschäft bis auf den Cash-Verlust neutral bleibe (keine Veränderung in der Anzahl gehaltener Underlyings), könnte die Verrechnung auch die Clearingstelle vornehmen und eben nur eine Cash-Forderung an mich auslösen. Wenn keine Transaktionskosten anfallen ist das nicht wirklich relevant ob die Verrechnung beim Broker oder bei der Clearingstelle geschieht, ich finde das jetzt nur interessant zu wissen.

 

Antwort: Indexoptions haben idR europäische Ausübung, d.h. nur am Fälligkeitsdatum. Aktienoptions haben amerikanische Ausübung, d.h. Ausübung ist jederzeit möglich. Ich habe den Fall aber noch nie erlebt, denn wer vorzeitig ausübt, verschenkt den restlichen Zeitwert. Anlass für eine vorzeitige Ausübung könnte sein, dass der Käufer deines Calls eine Short-Position in dem Underlying hat, die er schliessen will oder muss.

 

An der Eurex gibt es amerikanische Optionen auf ETFs, gibt es das in den USA nicht? Sieht für mich so aus, als wäre es tatsächlich nur die Dividendenausschüttung, bei der es Sinn macht die Option auszulösen. Das dürfte wiederum uninteressant sein, wenn das Underlying überhaupt nicht ausschüttet.

 

Inwiefern macht eine vorzeitige Ausübung Sinn, wenn man eine Shortposition schließen muss? Kann man nicht beide Positionen glattstellen? Oder ist das auf Grund des Spreads eine teure Angelegenheit?

 

IB hat schon immer die besten Preise unter allen Börsen gefunden. Du kannst zwar bei einem Auftrag eine bestimmt Börse benennen, aber die beste Wahl nennt sich "SMART" (das ist der Default und erspart dir Kopfzerbrechen). Um mit Options zu handeln, brauchst du zwar auch die Termingeschäftsfähigkeit, aber mit "hochliquide" meinst du wahrscheinlich Futures.

 

Hochliquide = ich kann jederzeit zu halbwegs fairen Preisen kaufen oder verkaufen

 

Die Umsätze an der Eurex, vor allem in den für mich interessanten Optionen sind ziemlich gering - oft kommen im Monat ganze 2 Transaktionen zu Stande. Das kann natürlich verschiedene Gründe haben, an einer normalen Börse würde ich davon ausgehen, dass die Optionen einfach illiquide sind (d.h. zur Zeit möchte einfach niemand eine Gegenposition einnehmen), es kann natürlich auch sein, dass die ganze Zeit vom Market Maker Preise gestellt werden, die eben nur keiner annimmt.

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Posted · Edited by klausk

An der Eurex gibt es amerikanische Optionen auf ETFs, gibt es das in den USA nicht? Sieht für mich so aus, als wäre es tatsächlich nur die Dividendenausschüttung, bei der es Sinn macht die Option auszulösen.

Indexoptionen sind europäischen Typs und werden in Cash ausgeglichen. Optionen auf ETFs sind vom amerikanischen Typ und werden wie Aktien gehandelt; Ausübung bedeutet physische Lieferung.

 

Inwiefern macht eine vorzeitige Ausübung Sinn, wenn man eine Shortposition schließen muss? Kann man nicht beide Positionen glattstellen?

Der Grund ist Cash. Wenn der Käufer meines Puts im Underlying short ist, aber liefern muss, weil der Verleiher seine Aktien zurückhaben will, dann braucht er dazu Cash. Wenn er den Put ausübt, dann liefere ich die Aktien. Im Endeffekt sind damit alle Positionen glatt gestellt.

 

Hochliquide = ich kann jederzeit zu halbwegs fairen Preisen kaufen oder verkaufen

Hochliquide bedeutet kleine Spreads.

 

Die Umsätze an der Eurex, vor allem in den für mich interessanten Optionen sind ziemlich gering - oft kommen im Monat ganze 2 Transaktionen zu Stande. Das kann natürlich verschiedene Gründe haben, an einer normalen Börse würde ich davon ausgehen, dass die Optionen einfach illiquide sind (d.h. zur Zeit möchte einfach niemand eine Gegenposition einnehmen), es kann natürlich auch sein, dass die ganze Zeit vom Market Maker Preise gestellt werden, die eben nur keiner annimmt.

Ein MarketMaker bekommt von der Börse ein paar Vorrechte (z.B. bei short selling), übernimmt aber auch Pflichten. Er muss einen Handel möglich machen -- nicht nur Preise stellen, er muss zu diesen Preisen auch handeln. Wenn nötig, auf eigene Rechnung.

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Posted · Edited by value4never

3. Frage: Es wird immer behauptet, dass Terminbörsen hochliquide sind. Bei ETFs an einer traditionellen Wertpapierbörse kann ich sicher sein, dass es einen Marketmaker gibt, der (halbwegs) faire Preise stellt. Gibt es so etwas wie Market Maker auch an Terminbörsen? Im anderen Falle wäre eine unlimitierte Order sehr fahrlässig, oder?

 

Eine Market-Order ist grundsätzlich nicht zu empfehlen, das ist richtig. Kommt auf das Volumen im Buch zum Verhältnis der Order an. Wenn Du größere Orders durch bringen willst, kannst Du auch nicht einfach den Spread crossen, sondern wirst beim Kauf unter dem Best Bid oder Zumindestens dem Midpoint anfangen.

 

Ja, an der Eurex gibt es auch Market Maker (MM). Man sollte unterscheiden zwischen offiziellen Market-Makern und (einfachen) Liquidity Providern. Man kann auch Market-Maker sein, ohne, dass man Börsenmitglied bzw. offzieller MM ist, indem man zu jedem Zeitpunkt Quotes stellt (Kaufe zu 10, Verkaufe zu 11).

 

Um eine Order zu limitieren müsste man aber wissen wie man das Limit aktuell setzen muss, d.h. ich würde in dem Fall ein wenig Optionspreistheorie und Aktienkurse studieren. Wie machen die Optionstrader unter euch das?

 

Wenn man keine zu exotischen Sachen macht, kann man die implizite Vola über Black&Scholes rechnen und gucken ob einem die Vol teuer oder billig "vorkommt". Ein Optionshänder handelt immer die impl. Vol, und nicht das Delta. Was das ganze so kompliziert macht ist der Skew und die verschiedenen Laufzeiten. Eine Option sollte man nur dann handeln, wenn man meint, dass der Markt die impl. Vol falsch preist (aus welchem Grund auch immer). Aktuell würde ich z.B. von fallender Vol für den S&P ausgehen. Der Markt preist aber eine relativ konstante Vol ein. Der Markt rechnet mit weiterem Chaos über die nächsten 3 Monate. Richtig interessant wird es, wenn man die impl Volas für verschiedene Märkte vergleicht. Spreads sind leichter vorherzusagen als Volas an sich. Vola Trades können sehr kompliziert werden, aber es kann sich sehr lohnen. Um profitabel Optionen zu handeln, muss man sich sehr intensiv mit der Materie beschäftigen. Ansonsten ist es wahrscheinlich besser, wenn man bei den Underlyings bleibt. Leverage kann man immer über Margin bekommen. Bei illiquiden Optionen muss man auf jeden Fall sehr genau wissen was man tut. Bei Optionen auf den DAX oder S&P kann man nicht sonderlich viel falsch machen, wenn man weiß was die Griechen sind.

 

Ich habe mal eine Options-Kette angehängt für diejenigen die so etwas noch nicht gesehen haben. Auf der Y-Achse sind die Laufzeiten und Strikes, Links und Rechts die Calls und Puts, sowie die Griechen. Ich rechne das so: ein Delta von 0.86 gibt mir 86 Kontrakte. Bei einem Gegenwert des SPYs von 120 ergibt das 120*86 = 10'000$. Man sieht auch, dass die Spreads eigentlich recht moderat sind. Für den 119'er Call ist der Spread 2 Cents (3.49 zu 3.51). Das ist liegt daran, dass der S&P einer der liquidesten Underlyings ist. Die SPY Optionen kann man auch sinnvoll mit 10-20 Tausend Dollar handeln. Für die großen S&P und DAX Optionen sind es deutlich mehr (50-100k).

 

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Indexoptionen sind europäischen Typs und werden in Cash ausgeglichen. Optionen auf ETFs sind vom amerikanischen Typ und werden wie Aktien gehandelt; Ausübung bedeutet physische Lieferung.

 

Sagtest du bereits - ich habs auch verstanden. Es ging mir darum unter welchen Umständen Optionen auf ETFs (nicht Indexoptionen) ausgeübt werden. Du erwähntest den Fall, dass jemand Aktien benötigt, um sie weiter zu geben (hab ich jetzt verstanden!) und an anderer Stelle wurde das Thema Dividende erläutert.

 

Zu letzterem hätte mich interessiert, wie relevant das in der Praxis ist - scheint eher weniger relevant zu sein. Dann habe ich noch hinzugefügt, dass der amerikanische Charakter einer ETF-Option ohnehin nicht mehr gegeben ist, wenn der ETF ein Thesaurierer ist, also gar nicht ausschüttet. Dazu brauche ich inzwischen aber auch keine Antwort mehr.

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Posted · Edited by klausk

@etherial, ich habe kürzlich etwas zum Thema Options und Dividenden gefunden, leider weiss ich nicht mehr wo. Bei der Preisfindung für Options werden die normalen (erwarteten) Dividenden bereits berücksichtigt; eine Anpassung bei der Zahlung ist damit unnötig.

 

Ein Sonderfall ist eine Sonderdividende.

 

For example, on July 20, 2004 Microsoft announced a special $3 cash dividend. This was a special one-time dividend so the option strikes – calls and puts – were adjusted downward by the amount of the dividend. If you were holding the $30 call, it became a $27 strike. If you were holding the $30 put, it also became a $27 strike.

Quelle.

 

Was ich leider nicht mehr gefunden habe, war der Fall, in dem die Strikepreise nicht angepasst wurden. Was für einige Hedgefonds erheblichen Ärger bedeutet haben soll.

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Habe zwar keine Praxiserfahrung, aber: An der Eurex wird der Strike normalerweise bei Dividenenzahlungen nicht angepasst. Deswegen kann es interessant sein, kurzlaufende Calls auszuüben (ich hoffe ich habe um diese Uhrzeit richtig überlegt).

Das ist richtig. Jeder Aktienrechner fragt nach erwarteten Dividenden -- die gehen also schon in die Bewertung ein, und eine "Anpassung" wäre doppelt gemoppelt.

 

Ich hatte diese Antwort übersehen. Warum wäre eine Anpassung doppelt gemoppelt?

 

Kleines Beispiel: Call-Option mit Strike 30. Aktienpreis heute 31, morgen gibts eine Dividende von 2, und übermorgen ist die Option fällig.

Wenn ich heute ausübe und die Aktie sofort wieder verkaufe, mache ich sofort einen Profit von 1 (d.h. die Option ist mind. 1 wert, innerer Wert). Morgen wird der Kurs bei ca. 29 liegen, und ich habe eine Call-Option mit Strike 30, die ist dann nur noch knapp über 0 wert.

Müsste man mal bei den Eurex-Preisen an Dividenden-Tagen beobachten, ob das wirklich so stimmt.

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Posted · Edited by klausk

Unabhaengig von meiner These, dass errechnete (also "richtige") Preise fuer Aktien, Optionen oder Karotten nicht viel bedeuten, wenn du zu diesem Preis handeln willst, alle Optionsrechner fragen nach den erwarteten Dividenden. Sie sind bereits eingepreist, und eine Anpassung ist unnoetig. Anpassung heisst ja, dass kuenstlich Optionen mit neuen Strikepreisen (alt - Dividende) geschaffen werden -- nur fuer diesen Zweck.

 

Kleines Beispiel: Call-Option mit Strike 30. Aktienpreis heute 31, morgen gibts eine Dividende von 2, und übermorgen ist die Option fällig.

Wenn ich heute ausübe und die Aktie sofort wieder verkaufe, mache ich sofort einen Profit von 1 (d.h. die Option ist mind. 1 wert, innerer Wert). Morgen wird der Kurs bei ca. 29 liegen, und ich habe eine Call-Option mit Strike 30, die ist dann nur noch knapp über 0 wert.

Müsste man mal bei den Eurex-Preisen an Dividenden-Tagen beobachten, ob das wirklich so stimmt.

Clevere Idee. Wenn der Ex-Tag knapp vor dem Verfallstag liegt, ist dein Call in-the-money, danach wuerde der Call wertlos verfallen. Ich koennte mir aber vorstellen, dass Unternehmen das Ex-Datum entweder vor das Verfallsdatum legen oder mit gutem Abstand dahinter. Schreib mal, was du herausfindest.

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Clevere Idee. Wenn der Ex-Tag knapp vor dem Verfallstag liegt, ist dein Call in-the-money, danach wuerde der Call wertlos verfallen.

 

Dieser Effekt steht in guten Büchern über Optionen drin. Es funktioniert auch wenn der Call ITM ist und nach Ausschüttung noch ITM. Entscheidend ist nur, dass der innere Wert vor Ausschüttung höher ist, als der Erlös am Verfallstag. Mit dem Binomialmodell kann man auch näherungsweise bestimmen ob es günstiger ist, den Call auszuüben oder zu halten.

 

Ich koennte mir aber vorstellen, dass Unternehmen das Ex-Datum entweder vor das Verfallsdatum legen oder mit gutem Abstand dahinter. Schreib mal, was du herausfindest.

 

1. das Unternehmen hat keinen Vorteil davon

2. die Verfallszeitpunkte sind doch jeden Monat, jeweils am dritten Freitag. Somit ist der maximale Abstand zwischen Dividende und nächstem Verfallzeitpunkt 1 Monat

3. was meinst du mit "guter Abstand"? Der Abstand muss nur so groß sein, dass der Optionsinhaber die Dividende noch erhält, oder?

 

Das mit der Anpassung von Strike-Preisen bei Sonderdividenden ist mir neu, aber gut zu wissen. Mir ging es aber tatsächlich um die erwarteten Dividenden, da brauche ich aber nicht mehr Information.

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