Tabakaktien verkaufen !?!?

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Auf Grund der folgenden in der EU geplanten Gesetzesänderung habe ich 50% meiner Tabakaktien verkauft. Es stellt sich nun die Frage, ob ich den Restbestand ebenfalls verkaufen soll.

Da ich vor einigen Jahren eingestiegen bin, habe ich (noch) relativ hohe Kursgewinne im 3-stelligen Bereich. Eigentlich war ich absolut von den Werten überzeugt, auch auf Grund der hohen und zuverlässigen Dividendenrendite. Aber ich denke, dass es für die Tabakunternehmen immer schwieriger wird (siehe Australien). Auch in anderen Ländern sind drastische Verschärfungen geplant. Sollten ggf. auch die Marken auf den Schachteln nicht mehr abgedruckt werden dürfen, hätte dies sicherlich gravierende Auswirkungen auf die Aktienkurse (auch wegen der abschreckenden Bildern). Ich habe Aktien von allen großen Tabakkonzernen. Wie ist eure Meinung, halten oder verkaufen (zumal die Aktien seit einigen Tagen einen deutlichen Abwärtstrend ausgebildet haben) ?

Danke für das Feedback.

"Packungen für Zigaretten könnten bald alle gleich aussehen: schwarz-weiß. Die EU-Kommission plant noch weitere massive Einschnitte für Tabakwerbung.

Die EU will die herkömmliche Zigarettenschachtel radikal verändern. Bald könnte es nur noch schwarz-weiße Packungen geben, die sich einzig durch den aufgedruckten Markennamen unterscheiden.

Auf den Einheits-Schachteln könnte dann außerdem Bilder von Raucherbeinen oder zerfressenen Lungen zu sehen sein. "Tabak ist kein Produkt wie jedes andere", sagte EU-Gesundheitskommissar John Dalli. "Er macht abhängig." Deswegen möchte die EU-Kommission auch beschließen, dass auf der Packung die Telefonnummer einer Suchtberatung zu sehen ist.

Außerdem soll Zigarettenwerbung am Kiosk verboten werden: Die Läden werden voraussichtlich auf Aufsteller und leuchtende Displays von Zigarettenmarken verzichten müssen. Irland, Island, Großbritannien und Norwegen haben das bereits abgeschafft. Es wird auch diskutiert, ob Schachteln ganz aus der Auslage verschwinden sollen. Der Kunde würde dann nach einer Marke fragen, und der Händler würde sie erst daraufhin aus der Schublade ziehen."

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Tabakaktien ist ein Geschäft mit der Sucht. Das ging bisher immer auf :lol:

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Ich würde sofort verkaufen, egal welche Tabakaktie.

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Posted · Edited by Zinsen

Jo, damit machen die sich bestimmt ganz, ganz viele Freunde.

So habe der Fiskus die Tabaksteuer auf Markenzigaretten seit Mai 2011 in zwei Stufen um insgesamt zwölf Cent pro Standardpackung heraufgesetzt - der Preis je Packung sei aber um insgesamt 18 Cent angehoben worden.Insgesamt seien im laufenden Jahr 14,2 Milliarden Euro Einnahmen aus der Tabaksteuer zu erwarten, 200 Millionen Euro weniger als im Rekordjahr 2011. Die mit dem Tabaksteuermodell "verfolgten Ziele, insbesondere die Tabaksteuereinnahmen zu erhöhen und weitere Marktverwerfungen zu vermeiden, sind erreicht worden", konstatiert demnach das Ministerium.

http://www.stern.de/...en-1888976.html

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Ich würde sofort verkaufen, egal welche Tabakaktie.

ethik? hab das wort im duden noch nicht gefunden.

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Ich würde sofort verkaufen, egal welche Tabakaktie.

Geht das vielleicht auch mal zur Abwechslung mit Begründung statt so einem platten Kommentar?

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Außerdem retten Raucher die Rente:

punkt-rot-klein.gif Zigarettenraucher sterben durchschnittlich 10 Jahre früher als lebenslange Nichtraucher (--> Abb. Über...)

http://www.rauchfrei.de/rauchen-lebenserwartung.htm

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John, weber: dat war n spass. ;) Der TO sollte ganz gut selber wissen, was er tut. ;)

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Er ist aber ein Neuling, und dein Humor war auch für äletere anscheinend schwer ersichtlich.

Hallo mbtow :welcome:

Scheiß Gesundheitsmafia...

prohibition-ends.jpg

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John, weber: dat war n spass. ;) Der TO sollte ganz gut selber wissen, was er tut. ;)

wir schließen uns gegenseitig nicht aus B)

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In den USA wird Meinungsfreiheit und die Unantastbarkeit des Eigentums sehr viel weiter ausgelegt als in Europa. Das dortige Tabakgeschäft dürfte weniger bedroht sein. Wenn in den Emerging Markets der Tabakkonsum so wächst, wie er in Europa und den USA in der zweiten Hälfte des 20. Jhrs. gewachsen ist, dann dürften die Tabakkonzerne dort gute Geschäfte machen können.

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Hallo,

 

ich persönlich habe eine recht große Position in BRITISH AMERICAN TOBACCO (ISIN: GB0002875804) in meinen Depot.

Verkaufen würde ich die Aktien nicht, da solche Aktien langfristig haufig gut laufen und gute Ausschüttungen bieten.

Geschäfte mit der Sucht laufen immer, wie webber bereits sagte.

 

Aus ethischen Gründen braucht man nicht verkaufen, Raucher entscheiden selbst ob sie rauchen bzw. haben es beim Anfangen selbst entschieden.

 

 

 

 

 

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Aus ethischen Gründen braucht man nicht verkaufen, Raucher entscheiden selbst ob sie rauchen bzw. haben es beim Anfangen selbst entschieden.

 

 

Mit genau der Logik könntest Du auch Heroin-Dealer finanzieren. Und selbst verständlich auch Waffenfabrikanten, weil sich Völker ja irgendwann mal für einen Krieg entschieden haben. Bringt doch nichts, sich die Lage schön zu reden. Wir würden uns das Depot vollpacken mit Glücksspiel-Anbietern, Bordellbetreibern, Suchtmittelfabrikanten, Waffenlieferanten oder fiesen Umweltverschmutzern, wenn das Risiko-Rendite-Profil stimmt.

 

Bei den Tabakaktien bin ich mir nicht so sicher, ob es da eine Schmutz-Rendite als free lunch gibt.

 

Die Restriktionen bei uns wie rauchfreie Restaurants sind gerade erst ein paar Jahre in Kraft. So etwas hat langfristige Wirkung und zeigt sich mithin nicht sofort. Daraus auf Ineffiktivität zu schließen ist gefährlich. Das wäre wie wenn man auf einem Tanker mit einem Wendekreis von 20 km das Ruder herumreißt und nach 200m behauptet, es sei wirkungsarm. Ich sehe jetzt schon, dass bei den Rauchern eine gewisse Negativauslese stattfindet.

 

Früher waren es die coolen Typen, die geraucht haben - sowohl auf der Leinwand als auch im real life. Das hat die Masse mitgezogen. Wenn ich mir heute bei Firmen anschaue, wer da in der Raucherecke steht, dann sieht mir das eher na low skill und low paid aus. Das rauchende Prekariat ist die beste Abschreckung.

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Wenn ich mir heute bei Firmen anschaue, wer da in der Raucherecke steht, dann sieht mir das eher na low skill und low paid aus. Das rauchende Prekariat ist die beste Abschreckung.

 

Kann ich so nicht bestätigen. Unser bester und erfahrenster Software-Entwickler steht regelmäßig in der Raucherecke. Dafür trinkt er nicht, was ich wiederum komisch finde ;)

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Wenn ich mir heute bei Firmen anschaue, wer da in der Raucherecke steht, dann sieht mir das eher na low skill und low paid aus. Das rauchende Prekariat ist die beste Abschreckung.

 

Kann ich so nicht bestätigen. Unser bester und erfahrenster Software-Entwickler steht regelmäßig in der Raucherecke. Dafür trinkt er nicht, was ich wiederum komisch finde ;)

und was ist, wenn man beides nicht macht?

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Prohibition fordern... Für die Kinder!

prohibition-poster.jpg

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Posted · Edited by John Silver

...

und was ist, wenn man beides nicht macht?

"Solche Leute" sind eigentlich immer verdächtig und in der Regel schmerzbefreite Spaßbremsen. Oft haben die dann (noch) ganz andere Probleme.

 

EDIT: Rechtschreibung und Wort

 

EDIT 2: Oft sind solche Leute aber auch erst zwölf. ;)

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...

und was ist, wenn man beides nicht macht?

"Solche Leute" sind eigentlich immer verdächtig und in der Regel schmerzbefreite Spabremsen. Oft haben die dann ganz andere Probleme.

kann ich nicht erkennen. :w00t:

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und was ist, wenn man beides nicht macht?

 

Dann musst Du kräftig Coca-Cola trinken oder Nestlé-Produkte konsumieren, denn wie sollen sonst meine Aktien steigen? B)

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Aus ethischen Gründen braucht man nicht verkaufen, Raucher entscheiden selbst ob sie rauchen bzw. haben es beim Anfangen selbst entschieden.

 

 

Mit genau der Logik könntest Du auch Heroin-Dealer finanzieren. Und selbst verständlich auch Waffenfabrikanten, weil sich Völker ja irgendwann mal für einen Krieg entschieden haben. Bringt doch nichts, sich die Lage schön zu reden. Wir würden uns das Depot vollpacken mit Glücksspiel-Anbietern, Bordellbetreibern, Suchtmittelfabrikanten, Waffenlieferanten oder fiesen Umweltverschmutzern, wenn das Risiko-Rendite-Profil stimmt.

 

 

Nun aber mal halblang. Zu Rauchen hat sich jeder selbst entschieden, Heroin zu nehmen ebenfalls, Bordell auch. Mit der freien Entscheidung anderer kann man getrost Geld verdienen.

Völker entscheiden sich nicht für einen Krieg, dies sind für gewöhnlich ein paar Deppen an der Spitze. Aktien von Waffenherstellern (bspw. Rheinmetall) sind ethisch nicht vertretbar.

Ob jemand raucht = seine Entscheidung , ob jemand durch eine Waffe stirbt = nicht seine Entscheidung.

Dies ist nicht das gleiche.

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Ob jemand raucht = seine Entscheidung , ob jemand durch eine Waffe stirbt = nicht seine Entscheidung.

Dies ist nicht das gleiche.

 

Soweit richtig - wenn man vom Passivrauchen absieht.

Deswegen ist es auch gut und richtig, dass Rauchen am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden und in Restaurants nur noch ausnahmsweise in speziell dafür eingerichteten Zonen erlaubt ist. Zumindest in der EU.

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Aktien von Waffenherstellern (bspw. Rheinmetall) sind ethisch nicht vertretbar.

Ob jemand raucht = seine Entscheidung , ob jemand durch eine Waffe stirbt = nicht seine Entscheidung.

Dies ist nicht das gleiche.

das kann man so extrem auch nicht sehen. selbst da gibt es verschiedene Meinungen und Ansichten ... ist zu einfach gedacht.

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Mit genau der Logik könntest Du auch Heroin-Dealer finanzieren. Und selbst verständlich auch Waffenfabrikanten, weil sich Völker ja irgendwann mal für einen Krieg entschieden haben. Bringt doch nichts, sich die Lage schön zu reden. Wir würden uns das Depot vollpacken mit Glücksspiel-Anbietern, Bordellbetreibern, Suchtmittelfabrikanten, Waffenlieferanten oder fiesen Umweltverschmutzern, wenn das Risiko-Rendite-Profil stimmt.

 

 

Nun aber mal halblang. Zu Rauchen hat sich jeder selbst entschieden, Heroin zu nehmen ebenfalls, Bordell auch. Mit der freien Entscheidung anderer kann man getrost Geld verdienen.

Völker entscheiden sich nicht für einen Krieg, dies sind für gewöhnlich ein paar Deppen an der Spitze. Aktien von Waffenherstellern (bspw. Rheinmetall) sind ethisch nicht vertretbar.

Ob jemand raucht = seine Entscheidung , ob jemand durch eine Waffe stirbt = nicht seine Entscheidung.

Dies ist nicht das gleiche.

 

Diese Einstellung solltest Du dir bewahren. und bloß nicht davon irritieren lassen, dass

- es auch Frauen gibt, die zur Prostitution gezwungen werden

- Tabakkonzerne ihren Konsumenten gerne verschwiegen haben, dass sie suchtfördernde Stoffe beimischen

- Tabakkonzerne ihren Konsumenten gerne verschwiegen haben, welche gesundheitliche Folgen das Rauchen hat

- "Entscheidungsfreiheit" eine Fiktion ist.

 

Der Punkt ist, dass der einzelne es nicht verhindern kann, dass andere die Rendite mit einer Schweine-Aktie machen, wenn er es nicht tut. Das ist zwar auch die Argumentation des Mauerschützen "wenn ich nicht zu den Gernztruppen gegangen wäre, dann ein anderer und dann hätte der den Trabbi/Studienplatz/etc. zuerst bekommen.", aber man sollte eben zu seinen niederen Motiven stehen.

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Und weil durch diese Einstellung die Anzahl potenzieller Investoren geringer ist, sind die Kurse niedriger und damit die laufende Dividendenrendite höher.

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Posted · Edited by checker-finance

Und weil durch diese Einstellung die Anzahl potenzieller Investoren geringer ist, sind die Kurse niedriger und damit die laufende Dividendenrendite höher.

 

Wenn das so wäre, gäbe es hier einen free lunch in Form von Schmutzrendite. Ich halte die Theorie für falsch und glaube auch nicht an eine Schmutzrendite bei den Tabakaktien. Die Schmutzrendite müßte dann ja bei der Aktie am höchsten sein, die als ethisch am wenigsten vertretbar gilt. Welche Branche könnte das sein?

 

Vorschlag für absteigende ethische Vertretbarkeit:

McDonalds/Burgerking

Schnapsbrauer

Eli Lilly

Nestle/Unilever/ Barri Callebaut

AKW-Betreiber in D

Tabakaktien

Waffenproduzenten

Gagfah

Banken

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