Tabakaktien verkaufen !?!?

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Diese Einstellung solltest Du dir bewahren. und bloß nicht davon irritieren lassen, dass

- es auch Frauen gibt, die zur Prostitution gezwungen werden

- Tabakkonzerne ihren Konsumenten gerne verschwiegen haben, dass sie suchtfördernde Stoffe beimischen

- Tabakkonzerne ihren Konsumenten gerne verschwiegen haben, welche gesundheitliche Folgen das Rauchen hat

- "Entscheidungsfreiheit" eine Fiktion ist.

 

Der Punkt ist, dass der einzelne es nicht verhindern kann, dass andere die Rendite mit einer Schweine-Aktie machen, wenn er es nicht tut. Das ist zwar auch die Argumentation des Mauerschützen "wenn ich nicht zu den Gernztruppen gegangen wäre, dann ein anderer und dann hätte der den Trabbi/Studienplatz/etc. zuerst bekommen.", aber man sollte eben zu seinen niederen Motiven stehen.

 

1.) zu den Frauen : da hast du Recht.

2. und 3.) die gesundheitlichen Schäden udn die Sucht sind allgemein bekannte Tatsachen. Wenn die Raucher dies ignorieren, dann sind sie selbst schuld.

4.) ist Ansichtssache.

 

Als Gegenargument würde ich dann die Aussage von Chartwaves bezügl. Passivrauchen ehr akzeptieren.

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Soweit ich es überblicke, machen die Tabakfirmen die besten Geschäfte in der zweiten und dritten, nicht in der ersten Welt; zumindest gibt es da die meisten Lungenkrebstoten (Quelle1, PDF-Quelle2). In den Ländern der ersten Welt geht der Tabakkonsum schon seit einiger Zeit zurück, z.B. ist in den USA der Tabakkonsum bereits seit 1970 rückläufig. Insofern ist die Veränderung von Zigarettenschachteln in der EU oder in Australien für die Tabakfirmen eher ein kleines Problem; viel dramatischer dürfte sich beispielsweise eine Erhöhung der Tabaksteuer in Indien oder China auswirken.

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wer als Anleger in den letzten 10-20 Jahren aus moralischen Gründen keine Tabakaktien gekauft hat, hat einen Fehler gemacht. Er hat damit nicht einen einzigen Nichtraucher geschützt, keinen einzigen Krebskranken geheilt und keinen einzigen Jugendlichen daran gehindert,mit dem Rauchen anzufangen. Er hat schlicht und einfach versäumt Geld zu verdienen. Und dies wird in den nächsten 20 Jahren wohl auch so sein.

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wer als Anleger in den letzten 10-20 Jahren aus moralischen Gründen keine Tabakaktien gekauft hat, hat einen Fehler gemacht. Er hat damit nicht einen einzigen Nichtraucher geschützt, keinen einzigen Krebskranken geheilt und keinen einzigen Jugendlichen daran gehindert,mit dem Rauchen anzufangen. Er hat schlicht und einfach versäumt Geld zu verdienen. Und dies wird in den nächsten 20 Jahren wohl auch so sein.

 

Und genau so haben auch Waffenhändler, die Kriegsparteien ausgerüstet haben, argumentiert und die DDR-Mauerschützen und andere Beteiligte von Erschießungskommandos. Gordon Gekko würde sagen: "Gier ist gut." Von diesem Standpunkt aus stellt sich nur die Frage, ob sich auch in der Zukunft mit Tabakaktien eine Überperformance ins Depot holen läßt.

 

Mir ist beispielsweise völlig unklar, warum China nicht ein Konkurrenzprodukt zu den westlichen Zigaretten auf den Markt wirft. Was sind da die wesentlichen Markteintrittsbarrieren?

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Moralische oder ethische Erwägungen sollte man beim Investieren besser außen vor lassen, von reinen Rüstungskonzernen vielleicht abgesehen.

Besser boykottiert man als Verbraucher entsprechende Firmen oder spendet wegen mir auch Geld an Organisationen, die gegen Armut, Ausbeutung

usw. kämpfen. So lindern die Erträge und Dividenden von Nestle, Shell und Co. den angerichteten Schaden. ;)

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Moralische oder ethische Erwägungen sollte man beim Investieren besser außen vor lassen, von reinen Rüstungskonzernen vielleicht abgesehen.

Besser boykottiert man als Verbraucher entsprechende Firmen oder spendet wegen mir auch Geld an Organisationen, die gegen Armut, Ausbeutung

usw. kämpfen. So lindern die Erträge und Dividenden von Nestle, Shell und Co. den angerichteten Schaden. ;)

 

Ich boykottiere Rheinmetall, Heckler&Koch, EADS, etc. seit Jahren. Aber die merken davon nichts. Boykott der Zigarettenproduzenten halte ich auch eisern durch, aber als Nichtraucher verfüge ich da ebenfalls über keine Marktmacht.

 

Kein Geschummel. Shell und BP standen nicht auf meiner Liste. Wozu auch? An ihrer Tätigkeit ist absolut nicht ethisch Bedenkliches.

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Dann nimm bitte mal zu folgenden Punkten Stellung, wobei Shell nur als Beispiel für die gesamte Ölindustrie steht.

Kritik an Shell

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Dann nimm bitte mal zu folgenden Punkten Stellung, wobei Shell nur als Beispiel für die gesamte Ölindustrie steht.

Kritik an Shell

 

Aber gerne doch!

 

1. Nigeria

Rapider Bevölkerungszuwachs, innenpolitische Probleme und ethnische Konflikte sowie soziale und wirtschaftliche Nöte verursachen weiter Unruhen in den Ölfördergebieten. Wesentlicher Streitpunkt ist die gerechte Verteilung der Öleinnahmen durch die nigerianische Zentralregierung und die Verwendung der Gelder in den Regionen und auf lokalen Ebenen.

Shell kann weder etwas dafür das Nigerianer gerne schnackseln. Noch kann Shell etwas dafür, dass da chaotische politische Zustände herrschen, weil ein Stamm dem andern nix gönnt, Christen gegen Muslims kämpfen und umgekehrt. Die zanken sich ums Geld - was kann Shell dafür? Soll Shell etwa noch selbst die Verteilung übernehmen? Dann heißt es wieder Shell würde die Behörden unterwandern...

 

2. Brent Spar

Das sollte Dir zu denken geben:

Kritiker wie Greenpeace verbreiteten, dass die Plattform massiv mit gefährlichen Giftstoffen belastet sei, was sich später aber als falsch herausstellte. Zahlreiche Organisationen riefen sogar zu einem Boykott gegen Shell auf.

Shell war da Opfer einer zugegebenermaßen sehr geschickten, aber auch äußerst perfiden Kampagne von Greenpeace. Greenpeace hat erkannt, dass die Führung von Shell auf so einen shitstorm nicht vorbereitet war und hat deswegen geschickt mit manipulativer Kommunikation Ängste in der Bevölkerung geschürt. Greenpeace hat dadurch Mitglieder gewonnen - für sie hat es sich gelohnt. Dass Greenpeace mit den Existenzen der Shell-Tankstellenpächter gespielt hat, war ihnen völlig egal. Der Boykott traf nämlich weniger Shell, die ihr Öl auch woanders absetzen konnten, sondern viel mehr die Pächter, die nun für Brent Spar wirklich gar nichts konnten. Heute noch würde ich vor jedem Greenpeacler ausspucken. Widerliche Drecksbande!

 

3. irland

Diese versoffenen Raffzähne schieben doch nur Umweltbedenken vor's Loch, um noch mehr Geld rauszuschlagen. Sich mit deutschen Bürgschaften retten lassen, aber rentable Industrieansiedlung nicht haben wollen - das haben wir gerne.

 

4. Arktis

Wo wäre es Dir denn lieber? Wenn Shell in der Arktis bohrt, dann nach höchsten Sicherheitsstandards.

 

Ich kaufe weder Waffen noch Zigarretten. Wenn Du dasgleiche für Erdöl-Produkte von Dir behaupten kannst, würde ich ggf. anfangen, Deine Kritik an Ölförderern ernst zu nehmen. Ich empfehle den Dokumentar-Film "No oil". Da hat ein Norweger oder Schwede versucht, mit seiner Familie ein Jahr lang soviel Erdöl-Produkte wie möglich zu vermeiden. Viel Spaß bei der "indischen Methode".

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Sehr interessante begründung bei Punkt 1), frei nach dem Motto: wenn die sich dort uneinig sind und gegeneinander kämpfen, können wir (Shell)

in Ruhe die Ölvorkommen ausbeuten, das Nigerdelta verdrecken und mal hier mal da bißchen schmieren. Klasse Moral! ;)

Brent Spar is geschenkt, das ist natürlich ne ziemlich unsinnige Aktion gewesen, die die Falschen traf.

 

Es geht mir um die gesamte Branche, egal ob Chevron, Exxon, BP, Shell oder sonst wer und wo auch immer - ob im GoM, in Kanada oder vor allem

in Fördergebieten in der Dritten Welt. Die haben allesamt moralisch und ethisch Dreck am Stecken, das lässt sich kaum vermeiden, weil es gewisser-

massen eine innere Logik unseres Wirtschaftssystems ist. Wir sind alle in der entwickelten Welt, ob in Europa, Asien oder Amerika, von dem schwarzen

Dreck abhängig, wir alle profitieren davon und nehmen die Konsequenzen der Förderung in Kauf. Das muss man sich halt mal bewusst machen.

 

Und eins noch: was Du hier mit Verlaub teilweise von der Latte lässt, wie z.B. dieser Satz hier gegen Dax43

Und genau so haben auch Waffenhändler, die Kriegsparteien ausgerüstet haben, argumentiert und die DDR-Mauerschützen und andere Beteiligte von Erschießungskommandos.

ist extremst unanständig, beleidigend und widerwärtig. Du solltest echt manchmal mehr überlegen, was Du da eigentlich sagst.

Bei aller Liebe zur harten Polemik, aber das geht zu weit!

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Heute noch würde ich vor jedem Greenpeacler ausspucken. Widerliche Drecksbande!

 

 

 

Obwohl ich nicht alles akzeptiere was die treiben, gehört diese "Bande" neben Amnesty u.a. zu den Empfängern meines Förderbeitrags.

 

Da du diesen Ausdruck benutzt hast, erlaube ich mir ihn auch zu benutzen, einfach widerlich!

 

Spucken und Drecksbande - ist das der unter Promovierten gängige Umgangston?

 

"Greenpeacler" wasn dat für'n deutsch?

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Heute noch würde ich vor jedem Greenpeacler ausspucken. Widerliche Drecksbande!

 

 

 

Obwohl ich nicht alles akzeptiere was die treiben, gehört diese "Bande" neben Amnesty u.a. zu den Empfängern meines Förderbeitrags.

 

Da du diesen Ausdruck benutzt hast, erlaube ich mir ihn auch zu benutzen, einfach widerlich!

 

Spucken und Drecksbande - ist das der unter Promovierten gängige Umgangston?

 

"Greenpeacler" wasn dat für'n deutsch?

 

Du verstehst diesen Insider aus dem Politik-Thread nicht.

 

Unter Promovierten? Waren die Kampganenverantwortlichen bei Greenpeace Promovierte? Über "Amnesty" weiß ich nichts. Aber Greenpeace verdient tiefste Verachtung. Zum eigenen Nutzen mit den Existenzen von Menschen zu spielen, nenne ich widerlich und würde es auch so nennen, wenn so ein Unrecht von einem Promovierten ausginge. Aber für grüne Gutmenschen heiligt ja der Zweck die Mittel.

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Mal ganz dumm gedacht...

 

würde der verzicht aller europäischen Tabakanbieter nicht das "auf Zehenspitzen bei der Parade stehen" beenden und eine große Menge gebundenes Werbegeld lösen, welches man aus den sowieso schrumpfenden 1.Welt-Tabak-Markt ziehen könnte und daüf in ander Märkte erschließen...

 

außerdem glaube ich nicht, dass die EU momentan auf die Tabaksteuereinnahmen verzichten kann/will

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Sehr interessante begründung bei Punkt 1), frei nach dem Motto: wenn die sich dort uneinig sind und gegeneinander kämpfen, können wir (Shell)

in Ruhe die Ölvorkommen ausbeuten, das Nigerdelta verdrecken und mal hier mal da bißchen schmieren. Klasse Moral! ;)

Brent Spar is geschenkt, das ist natürlich ne ziemlich unsinnige Aktion gewesen, die die Falschen traf.

 

Es geht mir um die gesamte Branche, egal ob Chevron, Exxon, BP, Shell oder sonst wer und wo auch immer - ob im GoM, in Kanada oder vor allem

in Fördergebieten in der Dritten Welt. Die haben allesamt moralisch und ethisch Dreck am Stecken, das lässt sich kaum vermeiden, weil es gewisser-

massen eine innere Logik unseres Wirtschaftssystems ist. Wir sind alle in der entwickelten Welt, ob in Europa, Asien oder Amerika, von dem schwarzen

Dreck abhängig, wir alle profitieren davon und nehmen die Konsequenzen der Förderung in Kauf. Das muss man sich halt mal bewusst machen.

 

Und eins noch: was Du hier mit Verlaub teilweise von der Latte lässt, wie z.B. dieser Satz hier gegen Dax43

Und genau so haben auch Waffenhändler, die Kriegsparteien ausgerüstet haben, argumentiert und die DDR-Mauerschützen und andere Beteiligte von Erschießungskommandos.

ist extremst unanständig, beleidigend und widerwärtig. Du solltest echt manchmal mehr überlegen, was Du da eigentlich sagst.

Bei aller Liebe zur harten Polemik, aber das geht zu weit!

 

1.

Du würdest ernsthaft behaupten, dass man das Öl dort nicht fördern sollte, bis die Stammeskrieger da unten irgendwann mal den Weg in eine demokratisch verfaßte Zivilgesellschaft gefunden haben?

 

Nigeria ist ein Staat und hat eine Regierung. Von der hat Shell für gutes Geld Lizenzen gekauft und hat weiteres, gutes Geld investiert. Wenn dann irgendwelche Minderheiten meinen, dass sie nicht genug abbekommen haben und deshalb Pipelines anbohren, um Öl zu klauen, dann muß die Polizei dagegen vorgehen. Auch zum Schutz der Umwelt. Den das anbohren der pipelines und das wilde raffinerieren des Erdöls verursacht die Verdreckung des Nigerdeltas.

 

2.

Und im übrigen bist du bewußt und gewollt Teil unseres Wirtschaftssystems. Du konsumierst Produkte die aus und mit Erdöl hergestellt worden sind. Jegliche Kritik an der Förderung ist wohlfeil, solange du munter auf verbraucherseite mitmachst.

 

3.

Die Logik "Wenn ich nicht zu meinem Nutzen an der Sauerei mitmache, dann machen es andere." ist nun einmal eine Erschießungskommando-Logik. Tut mir Leid, wenn Du das nicht erträgst. Aber Du gehörst offenbar zu denen, die lieber denjenigen verurteilen, der etwas Unangrnehmes ausspricht, als denjenigen, der es das Unangenehme tut. Sorry, dass ich bei dem von Dir gewünschten Schweigekartell nicht mitmache. Das muß offenbar wirklich beleidigend für Dich sein. Du solltest echt manchmal mehr überlegen, was Du da eigentlich sagst.

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Diese Einstellung solltest Du dir bewahren. und bloß nicht davon irritieren lassen, dass

- es auch Frauen gibt, die zur Prostitution gezwungen werden

- Tabakkonzerne ihren Konsumenten gerne verschwiegen haben, dass sie suchtfördernde Stoffe beimischen

- Tabakkonzerne ihren Konsumenten gerne verschwiegen haben, welche gesundheitliche Folgen das Rauchen hat

- "Entscheidungsfreiheit" eine Fiktion ist.

 

Der Punkt ist, dass der einzelne es nicht verhindern kann, dass andere die Rendite mit einer Schweine-Aktie machen, wenn er es nicht tut. Das ist zwar auch die Argumentation des Mauerschützen "wenn ich nicht zu den Gernztruppen gegangen wäre, dann ein anderer und dann hätte der den Trabbi/Studienplatz/etc. zuerst bekommen.", aber man sollte eben zu seinen niederen Motiven stehen.

 

:thumbsup:

Das Plädoyer gegen die Rationalisierung des Unethischen (kurz: Verdrängung) kann ich nur unterstützen. Man sollte sich als Anleger immer wieder mal bewusst werden, mit welchen Schweinereien (weltweit) Geld gemacht wird - ist eben nichts anderes als eine Abbildung bestehender Wirtschaftssysteme und Machtstrukturen

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Moral muss man sich leisten können :rolleyes:

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Sehr interessante begründung bei Punkt 1), frei nach dem Motto: wenn die sich dort uneinig sind und gegeneinander kämpfen, können wir (Shell)

in Ruhe die Ölvorkommen ausbeuten, das Nigerdelta verdrecken und mal hier mal da bißchen schmieren. Klasse Moral! ;)

Brent Spar is geschenkt, das ist natürlich ne ziemlich unsinnige Aktion gewesen, die die Falschen traf.

 

Es geht mir um die gesamte Branche, egal ob Chevron, Exxon, BP, Shell oder sonst wer und wo auch immer - ob im GoM, in Kanada oder vor allem

in Fördergebieten in der Dritten Welt. Die haben allesamt moralisch und ethisch Dreck am Stecken, das lässt sich kaum vermeiden, weil es gewisser-

massen eine innere Logik unseres Wirtschaftssystems ist. Wir sind alle in der entwickelten Welt, ob in Europa, Asien oder Amerika, von dem schwarzen

Dreck abhängig, wir alle profitieren davon und nehmen die Konsequenzen der Förderung in Kauf. Das muss man sich halt mal bewusst machen.

 

Und eins noch: was Du hier mit Verlaub teilweise von der Latte lässt, wie z.B. dieser Satz hier gegen Dax43

 

ist extremst unanständig, beleidigend und widerwärtig. Du solltest echt manchmal mehr überlegen, was Du da eigentlich sagst.

Bei aller Liebe zur harten Polemik, aber das geht zu weit!

 

1.

Du würdest ernsthaft behaupten, dass man das Öl dort nicht fördern sollte, bis die Stammeskrieger da unten irgendwann mal den Weg in eine demokratisch verfaßte Zivilgesellschaft gefunden haben?

 

Nigeria ist ein Staat und hat eine Regierung. Von der hat Shell für gutes Geld Lizenzen gekauft und hat weiteres, gutes Geld investiert. Wenn dann irgendwelche Minderheiten meinen, dass sie nicht genug abbekommen haben und deshalb Pipelines anbohren, um Öl zu klauen, dann muß die Polizei dagegen vorgehen. Auch zum Schutz der Umwelt. Den das anbohren der pipelines und das wilde raffinerieren des Erdöls verursacht die Verdreckung des Nigerdeltas.

 

2.

Und im übrigen bist du bewußt und gewollt Teil unseres Wirtschaftssystems. Du konsumierst Produkte die aus und mit Erdöl hergestellt worden sind. Jegliche Kritik an der Förderung ist wohlfeil, solange du munter auf verbraucherseite mitmachst.

 

3.

Die Logik "Wenn ich nicht zu meinem Nutzen an der Sauerei mitmache, dann machen es andere." ist nun einmal eine Erschießungskommando-Logik. Tut mir Leid, wenn Du das nicht erträgst. Aber Du gehörst offenbar zu denen, die lieber denjenigen verurteilen, der etwas Unangrnehmes ausspricht, als denjenigen, der es das Unangenehme tut. Sorry, dass ich bei dem von Dir gewünschten Schweigekartell nicht mitmache. Das muß offenbar wirklich beleidigend für Dich sein. Du solltest echt manchmal mehr überlegen, was Du da eigentlich sagst.

 

1. Wo sage ich das? Ich beschreibe lediglich die Situation und stelle fest, dass der Ölindustrie in solchen Ländern Dinge wie Ethik und Moral mehr als Schnuppe sind.

Hauptsache das Öl und die eigenen Gewinne sprudeln. Frei nach dem Motto: Ob es bei den Leuten vor Ort oder der lokalen Umwelt zu "Collateral Damage" kommt, ist doch nicht unser Problem...mit Regierungen wird man sich im Zweifelfall immer einig.

 

2.Dessen bin ich mir völlig bewusst. Ich sitze somit wie wir alle, die wir vom Öl profitieren, mit auf der "Anklagebank". Darf man, wenn man freiwillig oder gzwungenermaßen

an einem Unrecht beteiligt ist, dies nicht klar sagen und kritisieren? Oder dürfen hier nur irgendwelche Freaks, die auf einem Bauernhof wie vor 300 Jahren leben, ihre Stimme erheben?

 

3. Was Du alles unter dem Oberbegriff "Sauerei" in einen Topf wirfst, ist doch ein Witz. Dabei geht es weniger um persönliche Empfindlichkeit. Und das Aussprechen unangenehmer Wahrheiten ist freilich mehr als legitim. Nur die Form und aggressiv-beleidigende Art, die Du Dir warum auch immer zu eigen gemacht hast, ist dabei einfach

überflüssig wie ein Kropf.

 

LG maddin

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1. Wo sage ich das? Ich beschreibe lediglich die Situation und stelle fest, dass der Ölindustrie in solchen Ländern Dinge wie Ethik und Moral mehr als Schnuppe sind.

Hauptsache das Öl und die eigenen Gewinne sprudeln. Frei nach dem Motto: Ob es bei den Leuten vor Ort oder der lokalen Umwelt zu "Collateral Damage" kommt, ist doch nicht unser Problem...mit Regierungen wird man sich im Zweifelfall immer einig.

 

2.Dessen bin ich mir völlig bewusst. Ich sitze somit wie wir alle, die wir vom Öl profitieren, mit auf der "Anklagebank". Darf man, wenn man freiwillig oder gzwungenermaßen

an einem Unrecht beteiligt ist, dies nicht klar sagen und kritisieren? Oder dürfen hier nur irgendwelche Freaks, die auf einem Bauernhof wie vor 300 Jahren leben, ihre Stimme erheben?

 

3. Was Du alles unter dem Oberbegriff "Sauerei" in einen Topf wirfst, ist doch ein Witz. Dabei geht es weniger um persönliche Empfindlichkeit. Und das Aussprechen unangenehmer Wahrheiten ist freilich mehr als legitim. Nur die Form und aggressiv-beleidigende Art, die Du Dir warum auch immer zu eigen gemacht hast, ist dabei einfach

überflüssig wie ein Kropf.

 

LG maddin

 

ad 1.: Falls es Dir nicht aufgefallen war:

Du würdest ernsthaft behaupten, dass man das Öl dort nicht fördern sollte, bis die Stammeskrieger da unten irgendwann mal den Weg in eine demokratisch verfaßte Zivilgesellschaft gefunden haben?
war eine Frage. Ich habe nicht behauptet, dass du das sagst, aber es schien mir die Konsequenz Deiner Ausführungen zu sein. Deshalb habe ich nachgefragt.

 

Dass Du eine Antwort verweigerst und der Frage ausweichst, ist Antwort genug.

 

ad 2.: Selbstverständlich darfst Du klar sagen und kritisieren, dass Du dich an einem unrecht beteiligst. Es liegt mir völlig fern, jemandem ausreden zu wollen, als Ankläger und Angeklagter in Personalunion aufzutreten. Aber es tut mir furchtbar Leid, ernst nehmen kann ich so etwas nicht. Ich weiß nicht, was Du mit dieser Selbstanklage bezweckst oder was Du damit aussagen willst. Ist das so etwas wie verbaler Masochismus? Empfindest Du Lust dabei, Dich selbst anzuklagen? :w00t:

 

ad 3.: Wäre Dir Eberei künftig lieber? Ich weiß, jetzt wo es eine große Koalition für gesetzmäßigen Zwangsquoten für Frauen in Führungsposition privater Untenrehmen gibt, war der Begriff nicht mehr gender-mäßig korrekt.

 

Und was nun nochmal die Zigaretten-Aktien angeht: solange der Staat und die Gesellschaft nicht die Kraft finden, den Verkauf zu verbieten oder faktisch zu ächten, solange ist es meiner Meinung nach auch legitim durch Verführung Leichtgläubiger und an ihrer Sucht Geld zu verdienen. Die Leichtgläubigkeit und die Antriebsschwäche bzw. Ignoranz der Raucher gehören ebenso ausgenutzt wie die Unfähigkeit von afrikanischen Stämmen, den Rohstoff-Reichtum ihrer Böden zu nutzen.

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1. Ok, Pardon! Punkt für Dich! Meine Antwort lautet: Man soll fördern, sich aber von Konzernseite viel mehr bemühen, die regionale Bevölkerung gerechter an den Erträgen

zu beteiligen und Umweltschäden so gering wie möglich zu halten. Stichwort: Nachhaltigkeit...

 

2. Bläh das Ganze nicht zu sehr auf...Es ist nunmal so, dass Gesellschaften unsinnige und ungerechte Dinge tun oder wenigstens tolerieren, weil man

andere Interessen höher gewichtet. Ob das Rauchen, Alkoholkonsum, Glückspiel oder wirtschaftliche Ausbeutung ist, ist zweitrangig. Und nicht allem

kann man sich als Einzelner immer enthalten.

 

3.Sehr witzig. :P

Schalte doch einfach verbal eine Aggressionsstufe zurück, das wäre schon hilfreich...

 

LG

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1. Ok, Pardon! Punkt für Dich! Meine Antwort lautet: Man soll fördern, sich aber von Konzernseite viel mehr bemühen, die regionale Bevölkerung gerechter an den Erträgen

zu beteiligen und Umweltschäden so gering wie möglich zu halten. Stichwort: Nachhaltigkeit...

 

2. Bläh das Ganze nicht zu sehr auf...Es ist nunmal so, dass Gesellschaften unsinnige und ungerechte Dinge tun oder wenigstens tolerieren, weil man

andere Interessen höher gewichtet. Ob das Rauchen, Alkoholkonsum, Glückspiel oder wirtschaftliche Ausbeutung ist, ist zweitrangig. Und nicht allem

kann man sich als Einzelner immer enthalten.

 

3.Sehr witzig. :P

Schalte doch einfach verbal eine Aggressionsstufe zurück, das wäre schon hilfreich...

 

LG

 

Ich weiß gar nicht, was Du hast. Du postest Schießbefehle und willst Leuten ins Gesicht schlagen. Das ist für mich Aggression.

 

Ich habe nicht dagegen, dass Menschen die Schwächen anderer Menschen ausnutzen, um sich daran gesund zu stoßen. der alte Fritz hatte auch nichts gegen Maria Theresia oder gegen das schöne Österreich. Aber als die Gelegenheit da war, hat sich eben Schlesien geschnappt. Und so gilt e eben für die Tabakkonzerne die Menschen zum Rauchen zu bringen und dabei zu halten - ob nun mit Werbung, genußfördernden Substanzen oder suchtfördernden Substanzen. Solange das erlaubt sind, ist es ihre Pflicht, für die shareholder den maximalen value heraus zu holen.

 

Und auch im gelobten Land der Raucher und Tabakkonzerne werden die Sitten rauher: http://seekingalpha.com/symbol/lo?source=search_general&s=lo

7:45 AM A report from the FTC finds that tobacco players Altria (MO), Reynolds American (RAI), and Lorillard (LO) are spending less money on advertising as they focus on pricing. It's a bit of an ironic spot for the industry after companies spent billions to develop brand images - only to see products start to become an impersonal commodity subject to the whims of consumers looking for deals.

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Ich weiß gar nicht, was Du hast. Du postest Schießbefehle und willst Leuten ins Gesicht schlagen. Das ist für mich Aggression.

 

Nicht Dein Ernst, oder? Ich hab mich damals tagelang abgemüht, um die Sache richtig zu stellen und Dir darzulegen, was mein Anliegen war.

Und Du? Was machst Du? Reißt Dinge völlig verkürzt aus dem Zusammenhang und knallst sie mir jetzt in ner völlig anderen Diskussion vor den Latz.

Das ist unterste Schublade, mein Lieber. Mir reicht's!

Checker, mit Verlaub: Du kannst mich mal...

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Und jetzt wieder zum Thema ; Soll man Tabakaktien verkaufen?:)

Man sollte sie erst gar nicht kaufen.

Das ist meine persönliche Meinung.

Zitat eines Users: "Moral muss man sich leisten können".

Ich bin froh , dass ich mir Moral leisten kann.:thumbsup:

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Und jetzt wieder zum Thema ; Soll man Tabakaktien verkaufen?:)

Man sollte sie erst gar nicht kaufen.

Das ist meine persönliche Meinung.

Zitat eines Users: "Moral muss man sich leisten können".

Ich bin froh , dass ich mir Moral leisten kann.:thumbsup:

 

 

Moral:

Dann fällt Mc Donnalds weg: Wegen Massensoja Anbau in den EM und der damit verbundenen Verelendung der Landbevölkerung:

Dann fällt Vale weg: Wegen der Industrieabwässer der Bergbaubetriebe.

Dann fällt GE weg. Wegen Elektoteile Zulieferung für Kriegswaffen.

 

Moral und Börse, ein Thema für einen langen Kaminabend.

 

In investiere nur und zahle Kirchensteuer. Damit habe ich der Moral genüge getan.

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In investiere nur und zahle Kirchensteuer. Damit habe ich der Moral genüge getan.

 

wat? Fuer Moral gibts ne Pauschalloesung? Und die heisst Kirchensteuer?

 

Das wuerde wirklich ein langer Kaminabend. :)

 

Schon auf die untergeordnete Frage ob Tabakaktien moralisch OK sind, sehe ich keine einfache Antwort. Man muesste eine bestimmte Firma betrachten, dann findet sicht evtl. eine. Je nach persoenlichem Standpunkt.

 

Lediglich bei Ruestung ist das meiner Ansicht nach sehr klar. Alles andere ist Einzelfallbetrachtung.

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Börse und Moral passen in der Regel nicht gut zusammen.

 

Der Apple Erfolg bassiert auf der Ausbeutung der Foxconn Mitarbeiter.

 

Wo bleibt hier der Aufschrei.?

 

Also bliebt mir weg mit dem Thema Moral.

 

http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~Erst%20kommt%20das%20Fressen%2C%20dann%20die%20Moral&bool=relevanz&suchspalte%5B%5D=rart_ou

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Posted · Edited by Mithrandir77

Und jetzt wieder zum Thema ; Soll man Tabakaktien verkaufen?:)

Man sollte sie erst gar nicht kaufen.

Das ist meine persönliche Meinung.

Zitat eines Users: "Moral muss man sich leisten können".

Ich bin froh , dass ich mir Moral leisten kann.:thumbsup:

 

 

Moral:

Dann fällt Mc Donnalds weg: Wegen Massensoja Anbau in den EM und der damit verbundenen Verelendung der Landbevölkerung:

Dann fällt Vale weg: Wegen der Industrieabwässer der Bergbaubetriebe.

Dann fällt GE weg. Wegen Elektoteile Zulieferung für Kriegswaffen.

 

Moral und Börse, ein Thema für einen langen Kaminabend.

 

In investiere nur und zahle Kirchensteuer. Damit habe ich der Moral genüge getan.

 

Stichwort McDonalds...sind solche Sachen wirklich die Schuld von Unternehmen?

Gilt ja auch für andere Konzerne. Viele Menschen verlagern die moralische Verantwortung auf grosse Konzerne.

Das fällt ja auch leichter als die Ursachen in unserem Verhalten und Lebensstandard zusuchen.

Beim WDR gibt es doch diesen Markencheck, zu Coca Cola hiess es, sie senken durch ihren Wasserverbrauch den Grundwasserspiegel in Indien.

Da ist also ein einziges Unternehmen an diesem Problem schuld? Hauptursache ist ja wohl eher das Bevölkerungswachstum und andere Gründe.

Viele Menschen machen es sich da sehr einfach.

Jede Aktie würde ich sicher nicht kaufen (Rüstungskonzerne und einige Bergbauunternehmen), aber mit normalen Konsumaktien habe ich keine Probleme. Dazu gehören auch Tabakunternehmen oder Diageo, SABMiller und Co.

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