Schinzilord

Schinzilords Depot

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Posted · Edited by Schinzilord
Update 31.12.2014

Hallo!

 

=============================== Stand 12/2014 =============================

 

Zur aktuellen Asset Allokation geht es: hier

Die Diskussion bitte ich auszulagern hierhin

 

___________________________________________________________________________________________

Hier noch eine Liste der aktuell besparten ETFs:

Region Typ Emittent Name WKN Ticker

DM USA Government comstage S&P 500 ETF012 X012

DM Europe Government comstage StoxxEurope 600 NR ETF060 C060

DM Pacific Government comstage MSCI Pacific TRN ETF114 X014

EM Global Government comstage MSCI Emerging Markets TRN ETF127 E127

Alles ausländische Thesaurier, die keine ausschüttungsgleichen Erträge erzeugen.

Region Typ Emittent Name WKN Ticker

DM Global Government iShares Global Government Bond A0RM43 EUN3

DM Global Corporate iShares Global Corporate Bond A1J7CK IS0X

EM GLobal Government iShares EM Local Gov. Bond A1JADV ISUP

EM Global Corporate iShares $ EM Corporate Bond A1J0BJ IS0Q

Alles ausländische Thesaurierer, steuerlicher Mehraufwand erforderlich

Region Typ Emittent Name WKN Ticker

Global Futures comstage Commodity EW Index ex Agrar ETF090 C090

wieder ein ausländ. thesau. Swapper

 

Region Typ Emittent Name WKN Ticker

DM Global Corporate iShares FTSE EPRA/NAREIT Developed Market Div+ A0LGQL IQQ6

Ausländischer Thesaurierer, steuerlicher Mehraufwand erforderlich

==================================================================================================

 

Ursprünglicher Beitrag:

 

Hier möchte ich euch mein reales Depot vorstellen.

Da ich sowieso jeden Monat die Auswertung mache, kann ich auch leicht die Updates gleich hier veröffentlichen.

Dies wird sozusagen mein Track Record.

Comments und Fragen ausdrücklich erwünscht :)

 

Renditen / Risiken sind monatsbasiert berechnet.

In den Graphen sollte alles angegeben sein.

Da dies hier mein erster Post ist, werden rückwirkend für den Zeitraum 2007 - heute die Kennzahlen veröffentlicht.

Jeweils zum Monatsende wird die aktuelle Asset Allocation subassetgenau veröffentlicht.

 

Meine Sollallokation im riskanten Depot ist auch die Gewichtung des Benchmarks:

42% Aktien (75/25 DM/EM)

30% Anleihen (gleichgewichtet DM/EM Gov/Corp Durationen etc.)

12.5% Rohstoffe

12.5% REITs

3% Alt. Investments

 

Meine Aufteilung zwischen riskant / risikofreiem Portfolioteil erfolgt nach persönlicher Risikotragfähigkeit, Anlagehorizont, Humankapital etc. Siehe auch die Links in meiner Signatur.

 

Die Zielpositionen mit WKN sind im zweiten Beitrag angegeben.

Der Handel erfolgt via Lynxbroker in Positionsgrößen minimalster TER. Rebalancing erfolgt mit frischen Kapital (in Ausnahmen (wie z.B. in hektischen Zeiten hoher Volatilität) auch mit bestehendem Kapital).

 

Los gehts mit den Kennzahlen seit 2007:

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Die Renditen der einzelnen Assetklassen und des Benchmarks:

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Die Assetklassenverteilung auf monatlicher Basis:

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Hier die aktuelle Assetverteilung zum Bilanzstichtag 31.10.2012:

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Der Handel erfolgt via Lynxbroker in Positionsgrößen minimalster TER.

 

Warum du in diesem Environment unter dieser Prämisse die exklusiven europäischen ETF's (mit ebenso exklusiven Orderkosten) adressierst, bleibt wohl dein Geheimnis.

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Auf diese Idee wäre ich nicht gekommen (die meisten lieben es eben bodenständig), aber meine Frage zielt in die gleiche Richtung (dieselbe, die ich auch einigen anderen hier im Forum stellen würde):

 

Nachdem Equity einen nicht unerheblichen Anteil ausmacht, warum verwendest du diesen sündhaft teuren World-Tracker, statt mit zwei, maximal drei Positionen (EU, NA, ggf. PA) die Welt um den halben Preis in fast derselben Qualität abzubilden? Du als Quant ( ;) ) hast doch bestimmt Berechnungen darüber angestellt, was du der ETF-Industrie so in den Rachen wirfst - ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man auf Dauer mit der Einfachlösung besser fährt. Die punktgenaue Ausrichtung kann da so entscheidend nicht sein.

 

Neugier: Welches Papier setzt du bei den Inflationslinkern ein?

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Der Handel erfolgt via Lynxbroker in Positionsgrößen minimalster TER.

 

Warum du in diesem Environment unter dieser Prämisse die exklusiven europäischen ETF's (mit ebenso exklusiven Orderkosten) adressierst, bleibt wohl dein Geheimnis.

Danke für deinen Kommentar, ich bin über jegliche Denkanstöße froh.

 

Kein Geheimnis, nur mangelnder Wagemut, nicht in D zugelassene ETFs zu kaufen.

Ich bin erst seit kurzem bei Lynx und hab erst ein paar Tausender übertragen (teilweiser Depotübertrag). Erst will ich mir mal nächstes Jahr die Steuererklärung ansehen, um dann weiter zu entscheiden, ob ich mir nicht doch einen SPY ins Depot lege. Bis jetzt habe ich Respekt vor dem Neuen und muss mich erst akklimatisieren.

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Auf diese Idee wäre ich nicht gekommen (die meisten lieben es eben bodenständig), aber meine Frage zielt in die gleiche Richtung (dieselbe, die ich auch einigen anderen hier im Forum stellen würde):

 

Nachdem Equity einen nicht unerheblichen Anteil ausmacht, warum verwendest du diesen sündhaft teuren World-Tracker, statt mit zwei, maximal drei Positionen (EU, NA, ggf. PA) die Welt um den halben Preis in fast derselben Qualität abzubilden? Du als Quant ( ;) ) hast doch bestimmt Berechnungen darüber angestellt, was du der ETF-Industrie so in den Rachen wirfst - ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man auf Dauer mit der Einfachlösung besser fährt. Die punktgenaue Ausrichtung kann da so entscheidend nicht sein.

 

Neugier: Welches Papier setzt du bei den Inflationslinkern ein?

Danke für deinen Kommentar! Es ist sicherlich nicht der Königsweg, den ich da gehe, eher ein (fauler?) Kompromiss. Was meinst du?

Was ist deine Mindestdepotgröße für Regionen ETFs? Mindesttransaktionsgröße sind bei mir 4000.

Zumindest ein weiterer ETF (stoxx 600 und S&P500), PA erspare ich mir, wäre auch machbar bei meiner Depotgröße, wenn ich das nächste Mal neu kaufe. einfach statt

MSCI World den Stoxx nehmen etc. Muss ich mir nochmal durchrechnen. TER Ersparnis von gut 20bips des Aktienteils rechtfertigen auch kurzfristige Diversifikationsnachteile.

 

Auf Dauer kommt sicher die 4+ ETF Lösung zu tragen. Aber in Hinblick auf meine Depotgröße (ich bin immer noch Doktorand, erst nächstes Jahr voller Verdienst!), kommt es mich jetzt (noch) günstiger, weniger Positionen zu haben.

 

 

Infl. linker ishares EU, der mit den vielen Fr und It :( Hab ich schon lange, Position ist auch nicht so groß, würde mir den aber ned nochmal kaufen und weiß auch keine Alternative.

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Posted · Edited by Bärenbulle

Hier möchte ich euch mein reales Depot vorstellen.

Sehr professionelle Aufbereitung und auch sehr konsequente Diversifikation. :thumbsup:

 

Allerdings frage ich mich wie Du nach Lektüre unseres geschätzten Freundes Antti Ilmanen und seiner Forward Looking KPIs und trotz Deiner jungen Jahre mit einer Aktienquote von unter 25% glücklich bist. Renditeerwartung dürfte dann ja mit Glück so in etwa beim Kapitalerhalt liegen. Ist das nicht etwas Oppa-mässig? :P :-

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Sehr professionelle Aufbereitung und auch sehr konsequente Diversifikation. :thumbsup:

Danke!

 

Allerdings frage ich mich wie Du nach Lektüre unseres geschätzten Freundes Antti Ilmanen und seiner Forward Looking KPIs und trotz Deiner jungen Jahre mit einer Aktienquote von unter 25% glücklich bist. Renditeerwartung dürfte dann ja mit Glück so in etwa beim Kapitalerhalt liegen. Ist das nicht etwas Oppa-mässig? :P :-

Hehe, fairerhalber musst du mir zugestehen, dass das riskante Depot in sich breit diversifiziert ist und natürlich riskanter als ein 40% Aktiendepot. Sind ja immerhin noch gute 29% REITs und Rohstoffe drinnen, und das Risiko der Anleihen ist jetzt auch nicht Opamäßig (High Yield, High Duration, Fremdwährungen etc.)

 

Also geht es nur um die Aufteilung risikolos / riskant.

Mein (unser) TG Anteil ist deswegen so hoch, weil in den nächsten Monaten ein Autokauf ansteht und nächstes Jahr ein Umzug geplant ist. Auch weiß ich nicht, wie und wo ich nächstes Jahr einen Job finde...

Also unser sicherer Planungshorizont geht nicht über 6 Monate hinaus, sodass 52% riskante Portfolioquote schon in Ordnung geht :)

Wir wollen ja auch keinen Superrendite erwirtschaften, Kapitalerhalt nach Steuern und Inflation steht jetzt an erster Stelle.

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Wir wollen ja auch keinen Superrendite erwirtschaften, Kapitalerhalt nach Steuern und Inflation steht jetzt an erster Stelle.

Sehr diszipliniert und in dem Fall natürlich auch das einzig Richtige. :thumbsup:

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aktuelle AA:

Es wurde nix ge/verkauft, im riskanten Depot die Veränderungen sind nur Marktbewegungen.

Sonst stand ein größeres Investment an, wodurch sie die Gewichtung riskfree/risky geändert hat.

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Sonst stand ein größeres Investment an

Welches Auto ist es denn geworden - ein High Yield Porsche oder ein Risk Free Passat ;)

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Hehe, ich hab natürlich die TER minimiert:

Ford Focus 1.0l Ecoboost

Verbrauch unter 6l real/100km

Steuer: 24€/Jahr :)

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Hallo Schinzilord,

 

klasse Thread! Super aufbereitet, sehr informativ und aufschlussreich! Danke!

 

Comments und Fragen ausdrücklich erwünscht :)

Okay. ;-)

 

Sehr überrascht haben mich die teilweise extrem starken Abweichungen einzelner Jahresrenditen verschiedener Assetklassen von der Benchmark. Z.B. bei Real Estate 2010: -18% vs +24%. Wie entsteht eine so massive Abweichung, wenn in einen der Benchmark entsprechenden ETF investiert wird? Große Veränderungen in der Real-Estate-Allokation, die eine solche Abweichung erklären können, konnte ich in der Grafik nicht feststellen.

 

Aufschlussreich finde ich die Gesamtrendite von 2,75% p.a. über 5 Jahre. Sie liegt damit deutlich unter der Verzinsung der Sparanteile bei klassischen Versicherungen. Beim Risikoportfolio allein dürfte es sogar noch schlechter aussehen, da der risikofreie Anteil auf 3,2% p.a. kommt.

 

Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich habe 1994 mit dem Investieren angefangen und kurz darauf eine klassische Lebensversicherung abgeschlossen. Um 2000 herum lag ich mit dem Fondsdepot meilenweit vor der Police. Zwei Jahre später waren die Anlageexperten der Versicherung besser. Und das sind sie vermutlich bis heute.

 

In den 1990er Jahren hätte ich nie gedacht, dass eine Versicherung mit ihrem defensiven Mischportfolio ein gut aufgestelltes Fondsdepot würde schlagen können. Deine Ergebnisse zeigen mir, dass sich auch ein sehr kenntnisreich und überlegt zusammengestelltes Passivdepot damit schwer tut, ein solches defensiven Mischportfolio zu übertreffen. Und selbst ein No-Brainer wie der Kapital Plus hat von 2007 bis 2011 besser abgeschnitten: Seine Einmalanlage-Rendite beträgt rund 3% p.a. (Aufgeld ist bereits abgezogen), die Sparplan-Rendite sogar rund 5% p.a.

 

Manchmal frage ich mich, wofür man den Aufwand eines selbst zusammengstellten Depots eigentlich betreibt. Klar: Man kann dann seine individuellen Vorstellungen umsetzen. Aber es scheint da nicht so richtig etwas rüber zu kommen. Das Ganze dürfte also eher so etwas wie ein Hobby sein.

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Posted · Edited by Schildkröte

Auweia Fondsanleger1966, mit deinem Beitrag hast du einen wahren Verfechter von ETFs und (Über-)Diversifizierung herausgefordert. :narr:

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Hallo Schinzilord,

 

klasse Thread! Super aufbereitet, sehr informativ und aufschlussreich! Danke!

 

Comments und Fragen ausdrücklich erwünscht :)

Okay. ;-)

Freut mich von dir zu lesen!

 

Sehr überrascht haben mich die teilweise extrem starken Abweichungen einzelner Jahresrenditen verschiedener Assetklassen von der Benchmark. Z.B. bei Real Estate 2010: -18% vs +24%. Wie entsteht eine so massive Abweichung, wenn in einen der Benchmark entsprechenden ETF investiert wird? Große Veränderungen in der Real-Estate-Allokation, die eine solche Abweichung erklären können, konnte ich in der Grafik nicht feststellen.

Das liegt einzig daran, dass ich zu meinen Investmentanfangszeiten noch (damals) offene Immofonds (KANAM Grundinvest) als Immobilieninvestment gesehen habe.

Ich habe immer zum Börsenkurs bilanziert, bis ich meine Restbestände Anfang diesen Jahres verkauft habe. Parallel habe ich über die letzten 3 Jahre meine REIT Investments aufgebaut, sodass ich jetzt im Immobilienteil des Depots zu 97% REITs und zu 3% noch nen DEGI Europe drinnen habe (am Tag vor der Bekanntgabe der Schließung über die Börse gekauft, der Zock hat sich aber bis heute auch nicht gerechnet...)

 

Aufschlussreich finde ich die Gesamtrendite von 2,75% p.a. über 5 Jahre. Sie liegt damit deutlich unter der Verzinsung der Sparanteile bei klassischen Versicherungen. Beim Risikoportfolio allein dürfte es sogar noch schlechter aussehen, da der risikofreie Anteil auf 3,2% p.a. kommt.

Stimmt. Wobei du fairerweise sagen musst, dass die Verzinsung bei einer klassischen Versicherung nur auf den Sparanteil gerechnet ist, und in den ersten Jahren ja die ganzen Kosten anfallen, die ich mir natürlich spare.

Im Jahresendupdate habe ich die Renditen des risikolosen und des riskanten Depotteils getrennt aufgeschlüsselt über alle Jahre, da kannst du dir da ein gutes Bild machen.

 

Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich habe 1994 mit dem Investieren angefangen und kurz darauf eine klassische Lebensversicherung abgeschlossen. Um 2000 herum lag ich mit dem Fondsdepot meilenweit vor der Police. Zwei Jahre später waren die Anlageexperten der Versicherung besser. Und das sind sie vermutlich bis heute.

Dafür habe ich aber auch zu viel Spaß, mich selbst drum zu kümmern :)

Meine Frau zahlt über Entgeltumwandlung in eine klassische (sehr günstige) BAV Rentenversicherung.

 

 

In den 1990er Jahren hätte ich nie gedacht, dass eine Versicherung mit ihrem defensiven Mischportfolio ein gut aufgestelltes Fondsdepot würde schlagen können. Deine Ergebnisse zeigen mir, dass sich auch ein sehr kenntnisreich und überlegt zusammengestelltes Passivdepot damit schwer tut, ein solches defensiven Mischportfolio zu übertreffen. Und selbst ein No-Brainer wie der Kapital Plus hat von 2007 bis 2011 besser abgeschnitten: Seine Einmalanlage-Rendite beträgt rund 3% p.a. (Aufgeld ist bereits abgezogen), die Sparplan-Rendite sogar rund 5% p.a.

Ja. Aber in the long run hoffe ich, dass ich besser abschneide. Ich mache keine Experimente mehr, ich habe schon Lehrgeld bezahlt (Hedgefondsnieten wie Salus Alpha, QBasis, MAN AHL Trend, dann die KANAM Verluste, ein paar Shortdax Verluste etc. haben meine Rendite geschmälert).

Die wenigsten haben ja nur einen oder zwei Mischfonds, sondern diversifizieren wieder über 10 verschiedene, sodass da garantiert auch Nieten dabei sind.

 

Manchmal frage ich mich, wofür man den Aufwand eines selbst zusammengstellten Depots eigentlich betreibt. Klar: Man kann dann seine individuellen Vorstellungen umsetzen. Aber es scheint da nicht so richtig etwas rüber zu kommen. Das Ganze dürfte also eher so etwas wie ein Hobby sein.

Das würde ich so nicht (jetzt) noch nicht sagen, da können wir gerne in 10 Jahren nochmal drüber reden.

Die Renditen von 1999 bis 2007 bestanden nur aus Buy and Hold DEKA Technologie TF und DEKA Europa TF, dazu Sparbuch :(

2007 bis Anfang 2008 hatte ich dann Verluste mit aktiven Fonds (cominvest Fondak, Threadneedle Asia und noch so ein fetter Fonds, der viel in Rohstoffunternehmen gesteckt hat von einer englischen KAG, damals noch mit 2.5% AA bei der codi gekauft).

Anfang 2008 bin ich ausgestiegen, nachdem ich saublöd ausgestoppt wurde (habe irgendwie 5% unter aktuellem Kurs meinen Stop loss gesetzt, am Tag gings noch genau soweit runter, war in den turbulenten Januarwochen 2008).

Dann habe ich über ganz 2008 einen ETF Sparplan aufgebaut und bis heute immer weiter ausgebaut.

 

Meine aktiven Zockereien seit 2007 (also Hedgefonds, Shortdax, Optionen etc.), also alles, wo ich den "Markt" schlagen wollte, haben mir -14.4% p.a. eingebracht.

Aufs gesamte Depot gerechnet waren das ca. 0.5% p.a. underperformance, die ich hoffe, mir in Zukunft sparen zu können.

Absolut gesehen sind das ja keine großen Verluste gewesen, da ist mein Humankapital ein vielfaches größer.

 

Fairerweise musst du mir schon zugestehen, dass wohl die wenigsten derart konsequent ihre Rendite aufschlüsseln. Ich berücksichtige sogar aufgelaufene AbGSt. und ziehe sie von meinem Gesamtvermögen ab. Auch weisen viele nur die Renditen im riskanten Portfolioteil auf, bei mir ist alles mit reingerechnet, auch die unverzinsten Anteile auf dem Verrechnungskonto.

YtD habe ich im riskanten Depot 8.5% p.a. bei 12% Vola p.a. (Stand vom letzten WE).

Da kann ich beruhigten Gewissens in die Zukunft blicken:

- super Handelsvoraussetzung

- genügend Lehrgeld mit Spielereien bezahlt

- konsequenter Ansatz

- und ich weiß, dass ich auch bei -50% nicht panikartig verkaufe, sondern emotionslos rebalance

 

Wenn das alles über >20 Jahre nicht mindestens so gut wie ein Mischfonds- oder Versicherungsinvestment läuft, muss es schon mit dem Teufel zugehen :)

Arbeitszeit natürlich nicht mit eingerechnet, aber ich sehe es als Hobby.

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Auweia Fondsanleger1966, mit deinem Beitrag hast du einen wahren Verfechter von ETFs und (Über-)Diversifizierung herausgefordert. :narr:

Hehe, aber wenn du mich persönlich kennen würdest, würdest du mich evtl. anders einschätzen.

Aber was ich unterschreibe:

Ich bin ein Verfechter der objektiven Analyse gestützt auf mathematische Methoden :)

 

 

Ich traue mir nicht zu, passende aktive Fonds auszuwählen, die auch in Zukunft besser sind (ich hab es bisher nicht geschafft, evtl. war es ja nur Pech?!?).

Auch bin ich ein schlechter Markettimer (-14% p.a. mit aktiven Trades, Modefonds und anderen Zocks).

Somit bleibt mir nur, die Kosten zu minimieren und breit zu streuen, und gar nicht mal versuchen, mich von irgendwelchen Markettimingsachen beeinflussen zu lassen.

 

Selbst ein passives Depot wie meines braucht noch genügend aktive Entscheidungen (angefangen von der Gewichtung risikolos <-> riskante, die Asset Allocation (warum 40% Aktien und 30% Renten, warum 15% Rohstoffe? gibt mindestent 1000 andere Gründe, wie man es anders machen könnte), dann folgt die Auswahl der Investmentprodukte und immer so weiter.

 

Entscheidend ist nur, dass man einmal wirklich dazu steht und nicht hin und her springt.

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Hallo Schinzilord!

 

Deine Antworten klingen nachvollziehbar. Ich möchte auch nicht unsere Diskussion aus dem Beitrag bezüglich "ETF auf den Euro Stoxx 50" bzw. allgemein die Debatte aktiv vs. passiv fortführen. Aber nach meiner Auffassung sind die Anhänger von passiv hier im Forum in der Überzahl, was auch nicht schlimm ist. Die Art und Weise, wie man jedoch mit "Aktivisten" umgeht, finde ich mitunter übertrieben. Dass du mit den Dekafonds der Spaßkasse reingefallen bist, tut mir leid. Ich bin als junger Student bei der Raiffeisenbank reingelegt worden. Aber solche Erfahrungen muss man auch im Leben gemacht gemacht haben. Letztendlich sind die -14% p. a. Verlust Grund für deine Haltung? Ich finde dein Depot gut strukturiert, aber mir wären es ein paar Positionen zuviel.

 

Wünsche dir ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2013!

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Hallo Schinzilord!

 

Deine Antworten klingen nachvollziehbar. Ich möchte auch nicht unsere Diskussion aus dem Beitrag bezüglich "ETF auf den Euro Stoxx 50" bzw. allgemein die Debatte aktiv vs. passiv fortführen.

Kein Problem, ich hoffe, dir ist aber auch bisserl klar geworden, dass meine Argumente im den entsprechenden Thread gar nix mit aktiv vs. passiv zu tun hatten (Warum soll ein Fondsmanager Performance Fee bekommen, wenn er sich mit dem DAX vergleichst aber Aktien aus dem SDAX beimischt? Oder eine höhere Volatilität hatte? als Beispielfragen).

Evtl. zeige ich mal anhand ein paar konkreten Beispielen, welche Fonds wie Mehrwert generiert haben bzw. welche nur auf andere Stilrichtungen (Growth, Value, Size etc.) ausgewichen sind.

 

Aber nach meiner Auffassung sind die Anhänger von passiv hier im Forum in der Überzahl, was auch nicht schlimm ist. Die Art und Weise, wie man jedoch mit "Aktivisten" umgeht, finde ich mitunter übertrieben.

Kann ich nachvollziehen, dass dies dein Eindruck ist. Da bin ich selbst sicher nicht unschuldig :blushing:

 

Dass du mit den Dekafonds der Spaßkasse reingefallen bist, tut mir leid. Ich bin als junger Student bei der Raiffeisenbank reingelegt worden.

Aber solche Erfahrungen muss man auch im Leben gemacht gemacht haben.

Die Erfahrungen hat wohl jeder mal gemacht. Ich war damals 16 und meine Eltern haben das Geld für mich angelegt^^

 

Letztendlich sind die -14% p. a. Verlust Grund für deine Haltung?

Die -14% beziehen sich nur auf meine Zocks und Markettimingversuche über die letzten Jahre. Ich habe hier nur wenig Geld eingesetzt (<10% meines riskanten portfolios).

Zuletzt habe ich einfach einsehen müssen, dass ich so keine Mehrwert generieren kann, während mein passives Depot zugelegt hat.

Also konsequenz: Nur noch passiv mit regelmäßigem Rebalancing, alles andere wäre ja total blöd :w00t:

 

Ich finde dein Depot gut strukturiert, aber mir wären es ein paar Positionen zuviel.

Jo, es ist schon was zusammengekommen, auch durch das Vor- und Nach AbGSt. Depot. Ich versuche zumindest, dass es nicht mehr werden...habe aber ganz gute Übersicht in meinem Excelsheet, mir entgeht nix!

 

Wünsche dir ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2013!

Danke Dir, dasselbe wünsche ich Dir und deiner Familie auch!

Und viel Glück und ein gutes Händchen bei deiner Geldanlage!

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Hier die Jahresendabrechnung:

 

Annualisierte Interne Zinsfüße und Standardabweichungen auf monatlicher Basis:

 

Performance gesamtes Depot (45% riskfree / 55% risky): +5,08% bei 4.52% Volatilität

Performance riskantes Depot: +8,24% bei 9.43% Volatilität

Performance riskfree Depot: +1.85%

 

Bin zufrieden. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass ich eine sehr geringe Volatilität habe. Die Diversification ratio (Volatilität Gesamtdepot geteilt durch gewichteter Mittelwert der Volatilität aller Wertpapiere auf monatlicher Basis) ist hoch, jedoch die letzten Jahre kontinuierlich gefallen.

-> Diversifikation funktioniert, wenn auch nicht mehr so gut wie noch in 2008 und 2009. Ist aber auch logisch, dass die neg. Korrelation zwischen Staatsanleihen und Aktien in Krisenzeiten viel größer ist als in sonstigen Jahren.

V.A. dieses Jahr ist der Bund Lev. um 10% gestiegen, der DAX ebenso. Die Korrelation war hier sehr hoch.

 

Aufschlüsselung Performance seit 1999:

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Asset Allocation zum Stichtag 28.12.2012:

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Kleine Spielerei am Rande:

Komissionen, Spread und TER bezogen auf mein riskantes Depot (also Summierung aller Komissionen und Spreads geteilt durch Depotvolumen);

Relativ zu Depotwert:

Komission 0,35%

Spread 0,24%

TER 0,36%

Total 0,96%

 

Immerhin 1% p.a.!

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... Immerhin 1% p.a.!

Halb so wild: Kommission (Transaktionskosten?) und Spread fallen bei eisernem B&H nur 1x (max. 2x) p. A.(nlegerleben) an, die darfst du getrost noch durch 50 (resp. 25) teilen. Damit liegen die Kosten bei überschaubaren < 0,4% p. a. Hast du schon mal die TER vom Humankapital durchgerechnet? ;)

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Posted · Edited by wendelin

Lieber Schinzilord,

 

ich hab mal eine prinzipielle Verständnisfrage. Du betrachtest bei Deiner Asset-Auswertung Dein Gesamtvermögen inkl. Tagesgeld und Bausparvertrag und kommst so trotz Deines jungen Alters auf einen recht niedrigen Aktienanteil. Ist mir so alles verständlich. Ich verfolge aber für mich einen etwas anderen Ansatz. Ich möchte ein passives Depot mit einem Anlagehorizont von 30+ Jahren einrichten, das der Altersvorsorge dient, die ich zur Vereinfachung der Analyse losgelöst von sonstigem Vermögen betrachte. Altersvorsorge ist das einzige Thema, bei dem ich Aktien in Betracht ziehe - dass ich die laufende Reserve für geplante Anschaffungen und Unvorhergesehenes vollständig riskfree vorhalte bzw. bespare, ist für mich auch ohne Asset-Allocation-Theorie sonnenklar. Das Haus ist im Übrigen schon gebaut und muss nicht mehr betrachtet werden :-).

 

Man betrachtet nun also rein ein passives Altersvorsorgedepot. Nehmen wir weiter an, ich habe meinen risky/risk-free-Koeffizient bestimmt (Anhand der Regfel "100-Alter" oder anhand Deines Octave-Skripts) und er betrage z.B. 90 % Risky. Bedeutet das dann

 

1. ich soll in dem, was bei Dir "risky" heißt, 90 % Aktien-/Rohstoff-ETFs und in 10 % Renten-ETFs haben? ODER

2. ich soll 90% "riskiy" in Aktien//Rohstoff- UND Renten-ETFs (die auch als "risky" gelten) anlegen und zusätzlich dazu 10 % in Tagesgeld/Sparbriefleitern (als Altersvorsorge - separat von der laufenden Reserve für Anschaffungen und Unvorhergesehenes)?

 

Falls 2., wie bestimme ich eine sinnvolle Aufteilung in Aktien-Renten-Rohstoffe im Risky-Depot?

 

Faktisch beträgt der genannte Koeffizient für mich derzeit übrigens noch 100 % (Ich bin nat. nicht 0 Jahre alt - ich meine das Ergebnis Deiner Octave-Simulation ...). Ich dachte zunächst, dass das heißt, dass ich bei einer niedrigen Risikoaversion und ausreichender Risikotragfähigkeit ruhigen Gewissens meine bisher in Fonds vorhandenen 10000 € in einen MCSI-World-ETF und einen MCSI-EM-ETF stecken kann, bei wachsendem Depotvermögen Rohstoffe dazulege und die Aktien-ETF etwas weiter aufteile, und frühstens in zehn Jahren langsam anfange, in Renten umzuschichten. Bin angesichts Deiner Darstellungen nun aber ins Grübeln gekommen ob da nicht jetzt trotzdem schon Renten dazu müssen!? Und wie viele !?

 

Ferner habe ich noch eine steuervergünstigte und bei Auszahlung steuerfreie kapitalbildende Rentenversicherung aus der guten alten Zeit mit IIRC 3% Garantiezins. Ist diese in diesem Zusammenhang riskfree, oder ist sie debt im Risky-Teil?

 

Gruß

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Hi Wendelin!

 

Wenn du den gleichen Ansatz wie ich verfolgst, ist es so wie in deinem Fall 2 beschrieben.

 

Ich sehe das risky Portfolio als in sich diversifiziertes Weltweit anlegendes Portfolio, was schon über alle Assetklassen gestreut ist.

Aktuell ist die Aufteilung bei uns 60% risky zu 40% riskfree (dort enthalten wie du angesprochen hast TG, Bausparer, bAV, Festgeld).

 

Auf der vorigen Seite ganz unten siehst du unsere Aufteilung des risky Anteil: 46% aktien, ca. je 14% Rohstoffe und REITs, und 26% Anleihen.

 

Die Aufteilung habe ich einmal festgelegt nach historischen Entwicklungen, Korrelationskoeffizienten und persönlicher Zukunftseinschätzung. Im Endeffekt geht auch jede andere Auteilung, man muss sich halt dabei wohlfühlen. Wichtiger ist das Festhalten und regelmäßige Rebalancen. Natürlich könnte man sich da streiten und 100 widersprüchliche Studien anführen, aber ich fühle m ich wohl bei der Aufteilung. Wenn jemand Rohstofffutures nicht haben will, weil er sie nicht versteht, die Risiken nicht adäquat vergütet sieht oder sonst skeptisch ist, kann man ja einfach den Anteil an rohstoffen auf aktien draufschlagen.

 

Wenn du jetzt nur die Aktienquote betrachtest, wird es dem Risiko nicht gerecht. Insbesondere REITs und Rohstoffe sind volatiler als Aktien.

Im Anleihenteil des riskanten Portfolio stecken Langläufer (Duration >15), EM Anleihen in Lokalwährung, Unternehmensanleihen EU und NOK/CAD Staatsanleihen.

Also auch kein Omadepot, sondern man nutzt die höhere Volatilität und die neg. Korrelationseigenschaften zu Aktien voll aus, um stabilisierende Anteile im Depot zu haben.

Im Jahr 2012 haben Aktien ca. 13% gemacht, Anleihen 10%, Rohstoffe nur 2% und REITs ca. 7%.

 

Wichtig ist mir hier, über mehrere Anlageklassen zu streuen und nicht nur Aktien zu haben. Viele diversifizieren ja Aktien bis zum letzten Promillepunkt auch noch auf Madagaskar und Timbuktu, mir ist es wichtiger, auch noch Renten, rohstoffe und REITs (die 3 R :)) im Depot zu haben.

Die letzten Jahre hat sich die relative Krisenstabilität rausgestellt, so dass man beruhigt auch hohe Quote des riskanten Anteil haben kann.

 

Um jetzt auf deine Frage einzugehen:

Wenn du eine sehr hohe riskante Quote ermittelt hast (was in deinem Fall auch plausibel ist), dann wäre es 90% im riskanten Depot, was z.B. so wie unseres diversifiziert über die 4 anlageklassen sein könnte.

Also müsstest du neben den ETFs auf MSCI World und EM auch gleich die 3 Rs dazukaufen.

Wenn das von den TA Kosten nicht vernünftig wäre, kannst du natürlich erst mit Aktien anfangen, und dann mit frischem Geld die 3Rs nachkaufen.

Das kommt natürlich auf den Broker und die TA Kosten an.

Wobei mittlerweile bei den ganzen ETF Sparplänen bei der codi oder DAB Bank es schon ohne Probleme möglich ist, sehr günstige Sparpläne sofort auf Aktien, Renten und rohstoffe einzurichten.

Dazu einmal im Jahr REITs, und fertig ist das in sich perfekt diversifizierte Weltportfolio :)

 

Mein Ansatz erlaubt es ja, dass das riskante Weltportfolio bei jedem Menschen gleich ausschaut (ist ja auch klar, jeder will gute Korrelationseigenschaften und Risiken diversifzieren).

Warum sollte für eine 80 Jährige Oma andere Marktgesetze gelten als für einen 20 Jährigen Sparplanbeginner?

Einzig die Quote zwischen risikofrei und riskante variiert bei jeder Person, je nach Randbedingungen. Da ist auch klar, dass eine Oma nur 10% im riskanten Depot hat, und du 90% :)

 

Deine Rentenversicherung würde ich zum risikofreien Anteil setzen, da du ja eine Mindestrendite garantiert hast. Ebenso mache ich es mit der bAV meiner Frau. In verzinse es zum Mindestzinssatz garantiert, und rückwirkend, nach Veröffentlichung der realen Rendite, passe ich die Rendite an.

 

Wenn der Quotient des riskanten Portfolio bei dir nur 100% beträgt, ist davon mindestens natürlich die eiserne TG Reserve abzuziehen. Sonst einfach, wie man sich wohlfühlt.

 

Konkrete Antwort auf deine letzte Frage:

Es müssen schon Renten ins riskante Depot bei dir, Natürlich keine alte Oma Renten, sondern EM, High Yield, High Duration etc.

Wie viele? 30% :)

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Es müssen schon Renten ins riskante Depot bei dir, Natürlich keine alte Oma Renten, sondern EM, High Yield, High Duration etc.

Wie viele? 30% :)

 

Aha. Die 30 % hat der Schimpanse gewürfelt? Oder kann man die irgendwie begründen? Bzw. wovon hängen sie ab? Risikoneigung (die floss aber doch schon in die Aufteilung Risky/Risk-free über das Octave-Skript mit ein? Marktlage kanns nicht sein, das wäre ja ein aktiver Ansatz. Allgemeine mathematische Erkenntnisse?

 

Hast Du einen Link für mich, mit dem ich mich ins Thema "EM, High Yield, High Duration"-Renten einlesen kann? Bei den Aktien hab ich nach der Lektüre von Kommer ein gutes Gefühl, wenn ich mit MCSI World + EM anfange und später, je mehr Erfahrung ich sammle, das weiter verfeinere. Vom Allgemeinen zum Speziellen. Bei Renten bin ich etwas ratlos, wo ich da einsteigen soll, um vernünftig investiert zu sein. Die Forendepots für kleine Vermögen haben da alle nen ETF auf deutsche Staatsanleihen und gut ist, ich nehme aber an, dass es das ist, was Du als "Oma-Rente" bezeichnest ;-).

 

Desgleichen wäre ich über ein paar Pointer zum Thema Rohstoffe dankbar, damit habe ich mich auch noch gar nicht beschäftigt.

 

REIT möchte ich auslassen (bin anderweitig genug in Immobilien investiert - teilweise eigengenutztes Mehrparteienhaus in deutscher Landeshauptstadt, demnächst schuldenfrei; weitere Immobilien in osteurop. Hauptstadt, schuldenfrei).

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Es müssen schon Renten ins riskante Depot bei dir, Natürlich keine alte Oma Renten, sondern EM, High Yield, High Duration etc.

Wie viele? 30% :)

 

Aha. Die 30 % hat der Schimpanse gewürfelt? Oder kann man die irgendwie begründen? Bzw. wovon hängen sie ab? Risikoneigung (die floss aber doch schon in die Aufteilung Risky/Risk-free über das Octave-Skript mit ein? Marktlage kanns nicht sein, das wäre ja ein aktiver Ansatz. Allgemeine mathematische Erkenntnisse?

 

 

Aus der Anlagestrategie des ARERO:

 

Welchen Renten- und Rohstoffanteil sollte ein „Welt-Portfolio" aufweisen? Hier greifen wir auf eine Literaturauswertung und Ansätze aus der Finanzpraxis zurück. Hinsichtlich des zu favorisierenden Aktien/Renten-Verhältnisses analysieren wir die als besonders robust angesehenen Konsensempfehlungen von Finanzexperten (z.B. Arshanapalli et al. (2001), Canner et al. (1997)). Hieraus lässt sich ein zeitstabiler Aktien-Anleihen-Quotient von circa 60 zu 40 ableiten. Studien, die sich explizit mit Rohstoffen als Anlageobjekt befassen (z.B. Erb/Harvey (2006), Kommer (2007)), lassen für Anleger, die 60% ihres Vermögens in Aktien investieren, einen Rohstoffanteil in der Größenordnung von 15% praktikabel erscheinen. Fazit: Letztlich handelt es sich bei der so ermittelten fixen Aufteilung von Aktien, Renten und Rohstoffen im Verhältnis 60/25/15 um aus der Gesamtheit der Literatur abgeleitete Schätzwerte.

 

Quelle: http://www.behaviora...roup_band17.pdf

 

Ich bin voll auf Schinzilords Linie. Anleihen gehören mE in den riskanten Portfolioteil als Diversifikation. Hierzu nimmt man einen breiten Duration Korb von Anleihen, ggf. auch Unternehmensanleihen. Oder aber man setzt gleich auf Langläufer, um die Korrelationseffekte deutlicher ausfallen zu lassen.

 

In den risikofreien Teil gehören für mich TG/FG und ggf. kurzlaufende dt. Staatsanleihen.

 

Zur Asset Allocation: Es zeigt sich, dass ein heuristisches Herangehen hinreichend gut funktioniert und man keine mathematisch auf die letzte Promille optimierte Lösung braucht. Ob nun (Aktien-Renten-Rohstoff) 60-25-15 oder 70-20-10 oder 50-35-15 nach 30 Jahren die besten Ergebnisse geliefert hat, wer weiß das heute schon. Jenes wird einem auch keine Vergangenheitszeitreihe beantworten. Ich meine es ist eher wichtig, im riskanten Portfolioteil eine Gewichtung festzulegen und entsprechend zu rebalancen. Im Alter dann den risikofreien Teil im Verhältnis zum riskanten Teil hochziehen und das wars.

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