Bekleidungsindustrie inklusive Sportausrüster

39 Beiträge in diesem Thema

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Ich denke jedenfalls, dass sich hier eine schöne Kaufgelegenheit für den Langfrisinvestor aufgetan hat.

 

40€ Gerry Weber steht pulverisiert bei 11€ und noch was. Tom Tailor 18€ Aktie steht bei 3,5€. Adler Mode mit bis zuletzt akzeptablen Zahlen 14€ Aktie die jetzt kürzlich bei 9€ war.

 

RL oder Ralph Lauren knapp 200$ Aktie kann man für 110 kaufen. VF Corp steht auch 20% tiefer vom hoch!

 

Wie es scheint nur Zara bzw. Inditex und H&M stehen noch gut da.!!

 

Warum das alles so ist interessiert mich auch. Wetter? Das erzählen alle deutsche Mode Firmen, aber H&M und zara haben auch das Wetter Problem?!?

 

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Hm, Klamotten brauchen die Leute immer. Energie auch. Und geflogen wird ebenfalls viel. ;) Grundsätzlich kann die gegenwärtige Schwäche dieser Branche eine Chance für einen Einstieg (oder auch Nachkauf) darstellen. Es gilt jedoch jeweils sehr genau hinzuschauen bei der Einzeltitelauswahl. Im Prinzip ist das ja schon der dritte milde Winter in Folge - sofern das wirklich relevant ist. Umgekehrt wäre es allerdings auch blöd: Ein Modeunternehmen verzichtet auf eine Winterkollektion - und dann brechen plötzlich sibirische Verhältnisse über uns ein. *bibber* Bestimmte Trends bzw. Modemarken kommen und gehen. Deshalb würde ich nur auf Unternehmen mit mehreren Brands wie LVMH oder VF Corporation setzen. Einzelmarkenanbieter wie Hugo Boss, Tom Taylor, Esprit etc. wären mir zu heikel. Gerry Weber könnte sich eventuell für eine Turnaroundwette anbieten. Dessen Sublabels Gerry Weber Edition, G. W., Samoon und Taifun werden zwar direkt mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht (vgl. Esprit inklusive edc). Allerdings weiß wohl kaum eine Shoppingqueen, dass Gerry Weber kürzlich Hallhuber übernommen hat. Wer einen langen Atem hat, könnte die Westfalen also dabei begleiten, wie sie sich peu á peu zu einem Multimarkenunternehmen entwickeln. Nicht vergessen sollte man außerdem den Lebensmittelkonzern British Associated Foods, zu dessen Portefeuille unter anderem Primark gehört. Dieser Billigheimer konkurriert z. B. mit C&A, H&M und KiK. Nach eigenen Angaben hat Primark jedoch aufgrund der Menge so niedrige Einkaufspreise, dass trotz der billigen Verkaufspreise genauso hohe Margen wie bei den Wettbewerbern erzielt werden.

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@dakac

 

Ich denke das die großen 2 (Inditex und HM) noch sehr gut darstehen, weil diese beiden viel weniger Probleme haben, wenn das Wetter nicht so kommt, wie es laut Kalender soll.

Diese beiden Firmen haben eine deutlich flexiblere SC, was auch die Kollektionsentwicklung mit einschließt, wenn man das überhaupt so nennen mag. Von Kollektion zu sprechen ist eigentlich falsch,

da diese beide Unternehmen ein anderes Geschäftsmodel verfolgen, als viele der genannten, klassichen unternehmen, die relativ strikt in Kollektionen denken. HM und Inditex haben teilweise Klamotten nur 1 (!) Woche in Produktion

und haben davor nur wenige Tage, die Kleidungsstücke entworfen. Ein japanisches Unternhemen verfolgt eine ähnliche Strategie (fast retailing - das Unternehmen heuißt auch so). So können diese Unternhmen extrem kurzfristig auf das derzeit warme Wetter reagieren.

 

Grundsätzlich würde ich besonders Inditex gerne besitzen. Die sind aber immernoch recht teuer. Aber das Geschäftsmodell und das Management sind einfach top. Problematisch wirds bei denen nur mit dem Wachstum im amerikanischen Markt (NA,SA) da die Leute dort für z.B. Zara

einfach zu fett sind. :lol:

 

@Schildkröte

 

So ganz will ich den letzten Satz nicht stehen lassen. Primark (BAF) konkurriert nicht mit KIK und C&A. Diese Unternehmen sprechen eigentlich völlig verschiedene Zielgruppen an. H&M ist da schon eher ein Kokurrent.

Interessant bei Primark finde ich, dass kein Geld für Marketing ausgegeben wird - Ein interessanter Ansatz. Auch interessant ist, dass viele Primark die teils horrend schlechte Qualitäöt nicht mal übel nehmen und Primark-Shopping wirklich nur als Vergnügen sehen.

Einfach kaufen und evtl. 1-2 mal anziehen (vll. gar nicht). Das Modell funktioniert auf jedenfall.

Leider hatte ich bisher keine Zeit/Lust mich damit zu beschäftigen, wie der Rest vom Konzern (die Nahrungsmittel/Rohstoffsparte) darsteht, um einen gesamten eindruck vom Unternehmen zu bekommen.

 

Grüße

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@dakac

 

Ich denke das die großen 2 (Inditex und HM) noch sehr gut darstehen, weil diese beiden viel weniger Probleme haben, wenn das Wetter nicht so kommt, wie es laut Kalender soll.

Diese beiden Firmen haben eine deutlich flexiblere SC, was auch die Kollektionsentwicklung mit einschließt, wenn man das überhaupt so nennen mag. Von Kollektion zu sprechen ist eigentlich falsch,

da diese beide Unternehmen ein anderes Geschäftsmodel verfolgen, als viele der genannten, klassichen unternehmen, die relativ strikt in Kollektionen denken. HM und Inditex haben teilweise Klamotten nur 1 (!) Woche in Produktion

und haben davor nur wenige Tage, die Kleidungsstücke entworfen. Ein japanisches Unternhemen verfolgt eine ähnliche Strategie (fast retailing - das Unternehmen heuißt auch so). So können diese Unternhmen extrem kurzfristig auf das derzeit warme Wetter reagieren.

 

Grundsätzlich würde ich besonders Inditex gerne besitzen. Die sind aber immernoch recht teuer. Aber das Geschäftsmodell und das Management sind einfach top. Problematisch wirds bei denen nur mit dem Wachstum im amerikanischen Markt (NA,SA) da die Leute dort für z.B. Zara

einfach zu fett sind. :lol:

 

Danke bb, das könnte eine Erklärung sein. Ich werde mich auf den Anbieter konzentrieren der für die Leute im "best age" Klammoten herstellen- Adler Mode.

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@ bananabread: Das ist glaube ich auch der Unterschied zwischen fast fashion und dem eher klassischen Modell, das mit längeren Kollektionsläufen einhergeht.

 

Sehr gut für die Analyse im Modebereich ist auch die Textilwirtschaft. Die Onlineversion kann meines Wissens auch im Probeabo bestellt werden ;).

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Noch gar nicht in diesem Thread erwähnt wurden die beiden folgenden börsennotierten Sportartikelhersteller:

 

Zitat

Amer Sports Oyj (früher Amer-Yhtymä Oyj) ist ein finnischer Sportausrüstungshersteller. Das 1950 gegründete Unternehmen hat seinen Firmensitz in Helsinki und führt Sportartikelmarken wie Wilson, Atomic, Suunto, Precor und Salomon.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Amer_Sports

 

Zitat

Under Armour ist ein amerikanischer Sportartikelhersteller mit Hauptsitz in Baltimore. Ursprünglich als reine Marke für Kampfsportbekleidung und Thermo-Sportunterwäsche unter Trikots, in Sportarten wie Baseball und Basketball, und für Shoulderpads (American Football, Eishockey, Lacrosse etc.) entwickelt, gibt es von Under Armour mittlerweile auch normale T-Shirts, Hosen, Schuhe und Kappen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Under_Armour

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Gerade Under Armour hat eine ordentlich zurückgekommenen Kurs hinter sich, vorher war die Aktie deutlich überteuert wegen überhöhter Wachstumserwartungen.

Glaube, dass UA sich allerdings langfristig durchaus festbeißen kann. Im Bereich Fitnesswear sind sie gut dabei, Schuhe laufen eher mau.

 

Für den aktuellen Preis sogar einen Blick wert.

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Allerdings hat Under Armour nur eine einzige Marke im Gegensatz zu vielen der hier aufgeführten Unternehmen. Ist Under Armour langfristig genauso eine starke Marke wie Adidas und Nike?

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Under Armour ist in Nordamerika in den letzten Jahren stark gewachsen (bezogen auf seine Marktanteile, besonders bei den jungen Leuten).

Es gab auch immer mal Gerüchte, dass UA bei einem europäischen Spitzenklub im Fußball als Hauptsponsor einsteigen will, um den Markt hier in Europa noch stärker anzugreifen. Meines Wissens nach ist da aber noch nichts fix.

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In Deutschland rüstet Under Armour momentan nur - und interessanterweise - die sonst so linken St. Paulianer (St. Pauli) aus. Deshalb gab es zwischen dem Verein und der Fanszene auch große Streitereien. 

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vor 3 Stunden schrieb Schildkröte:

Allerdings hat Under Armour nur eine einzige Marke im Gegensatz zu vielen der hier aufgeführten Unternehmen. Ist Under Armour langfristig genauso eine starke Marke wie Adidas und Nike?

Das kann sich nur in der sehr langen Frist zeigen. Das große Wachstum (oder die großen Raten) in Nordamerika sind /scheinen vorbei, Asien scheint da der interessantere Markt zu sein...

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Am 19.2.2013 um 05:48 schrieb Karl Napf:

Hennes & Mauritz hat seit 2008 eigentlich nur noch enttäuscht und ist konsequenterweise von der aktuell allerdings überteuerten Inditex in der Marktkapitalisierung weit abgehängt worden.

 

H&M enttäuscht seit einiger Zeit richtig. Die dafür verantwortliche wachsende Konkurrenz durch den Online-Handel ist so neu nicht. Neu jedoch ist dieser ebenfalls die gesamte Branche betreffende Hinweis:

 

Zum Sparprogramm gehört auch, einen Teil der Produktion nach Äthiopien zu verlagern. China gilt vielen Textilhändlern inzwischen als zu teuer, und Bangladesch ist politisch umstritten.

Quelle 

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Das Wachstum durch die ständige Eröffnung neuer Läden ist in Deutschland allmählich an seine Grenzen gestoßen. Deshalb forcieren Modeunternehmen nun verstärkt den Bau neuer Outlet-Center, wie in diesem Artikel vom Handelsblatt zu lesen ist. Diese Strategie birgt allerdings auch Risiken. 

 

Wenn die Marken auch diese Verkaufsmöglichkeit längst als festen Teil ihrer Strategie nutzen, birgt sie doch eine Gefahr. "Die Modemarken müssen dafür sorgen, dass sie im normalen Einzelhandel ausreichend vertreten sind, um ihre Marken-DNA zu verteidigen", sagt Berater Schmid-Preissler. Marken mit einem schwachen Profil könnten durch zu viele Outlets ihren Namen ruinieren.

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