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Karl Napf

Branchen-Vergleich: Bierbrauer

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Dividenden-Pirat
Posted
vor 11 Minuten schrieb Schildkröte:

Hier der vollständige FAZ-Artikel.

 

Quelle: Bloomberg

 

Quelle: Firmen-Homepage

 

Wie siehst du allgemein Heineken als Unternehmen? Auch im Vergleich zu Anheuser Busch?e 

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Auf den ersten Blick fällt auf, dass Heineken umsatztechnisch schön wächst, gewinntechnisch jedoch schwankt. Der Ursache dafür sollte man bei Kaufinteresse auf den Grund gehen. Auch sollte man den Gewinneinbruch während der Krise beachten. Von den Foreward-KGVs her ist die Aktie nicht gerade günstig. Sofern man an das Wachstum glaubt, ist die Aktie aber auch nicht übermäßig teuer. 

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
Am 3.8.2018 um 16:14 schrieb Schildkröte:

Hier der vollständige FAZ-Artikel.

 

Quelle: Bloomberg

 

Quelle: Firmen-Homepage

 

Es gibt noch viele weitere börsennotierte Craft Beer - Brauer, etwa Craft Brew Alliance. Aufwärmen tue ich das Thema, da ich gestern mal wieder ein India Pale Ale (IPA) getrunken habe (auch wenn (nicht nur) mich der Hype um Craft Beer nervt, aber diese Biersorte ist wirklich sehr lecker). Diesmal eines von der schottischen Brauerei Brewdog. Diese Firma ist zwar nicht börsennotiert, wirbt jedoch auf der Flasche (! - mit dem Hinweis, dass die Flasche kein Prospekt sei...) und auf der Homepage damit, dass man von Brewdog (bereits ab einer Einlage von 47,50 GBP) Anteile erwerben kann. Mit dieser Kapitalerhöhung (?) soll der Neubau einer Brauereianlage finanziert werden. Hier gibt es weiterführende Informationen auch auf Deutsch.

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Up_and_Down
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Das Wall Street Journal mit einer Video-Darstellung über die aktuellen Probleme auf dem US-Biermarkt und wie die Konzerne versuchen neue Kundengruppen zu erreichen:

 

Five Ways the Beer Industry Is Trying to Bounce Back (YouTube)

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Anbei ein Artikel vom Handelsblatt über deutsche Bierbrauer in Zeiten der Corona-Krise. Einerseits brechen wegen den geschlossenen Kneipen und abgesagten Schützenfesten die gastronomischen Absätze weg, was bei jeder Brauerei unterschiedlich viel vom Gesamtumsatz ausmacht. Andererseits fehlen osteuropäische Erntehelfer auch bei der Hopfenernte.

 

Zitat

Ab Mitte April werden etwa 15.000 Helfer benötigt, um die Hopfentriebe per Hand auszuputzen und aufzudrahten. Dies muss in einem kurzen Zeitfenster von etwa drei Wochen geschehen. Zwar entschied die Bundesregierung am Donnerstag, im April und Mai zumindest je 40.000 Saisonhelfer für die Landwirtschaft einreisen zu lassen. Doch das hilft den Hopfenbauern nur wenig. Denn auch Spargel-, Erdbeer- und Gemüsebauern haben derzeit dringenden Bedarf an helfenden Händen.

 

Ersatz aus dem Inland ist trotz vieler Aufrufe nicht so leicht zu finden. „Nicht jeder, der glaubt, sich nun im Hopfengarten etwas dazuverdienen zu können, ist dafür geeignet und steht das durch“, betont König. Nicht umsonst setzten die Betriebsleiter auf die eingespielten, langjährigen Arbeitsteams aus Osteuropa. Für die Brauwirtschaft befürchtet er massive Versorgungsengpässe mit Hopfen. Das könne zu Marktverzerrungen mit extremen Kostensteigerungen führen.

 

In anderen Ländern dürfte es sich ähnlich verhalten. Zwar werden Pleiten bei kleineren Brauereien erwartet. Bei größeren jedoch nicht, dafür dürften diese im Zuge der Marktbereinigung Marktanteile gewinnen. Immerhin will der Staat deutschen Brauereien die Biersteuer stunden. Des Weiteren wurde in Mexiko der Betrieb bei der zu AB InBev gehörenden Corona-Brauerei eingestellt, da Bier in Mexiko im Gegensatz zu Bayern kein Grundnahrungsmittel ist. Darauf muss ich erstmal einen Beruhigungsschluck trinken.

 

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Hawkeye
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Hi Schildkroete,

 

Ich wollte gerade auch etwas ueber Brauer posten - gutes Timing.

 

Was die Nachfrage nach Bier und anderen alkoholischen Getraenken angeht, hoere ich zurzeit widerspruechliches...

 

  • Zum einen hat z.B. Heineken eine Gewinnwarnung rausgegenen u. der Preis ist auch gut zurueckgekommen
  • Zum anderen hoert man ja insgesamt dass die Leute in Krisenzeiten mehr Alkohol konsumieren.

Fuer die Brauer sollte es ja IMO keinen grossen Unterschied machen ob zu hause oder in der Gastronomie getrunken wird oder?

 

Ueberlege auch ob ich z.B. in Gerste investieren soll, habe aber keine Erfahrung in Commodities

 

Wie ist hier die Stimmungslage zu Brauern ?

 

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Auf Deine Überlegungen wird im von mir verlinkten Handelsblatt-Artikel eingegangen. Gastronomie-Bier ist in Fässern abgefüllt und daher für daheim unbrauchbar. Schließlich sind derzeit auch Grillfeste mit Freunden und Verwandten untersagt. Durch Flaschenbier kann das nur bedingt komplett werden, da man alleine weniger Bier als in Gesellschaft trinkt. Bezüglich Krisenfestigkeit wurde hier bereits im Eingangspost festgestellt, dass Bier absatztechnisch im Gegensatz zu Spirituosen nicht krisenresistent ist. Wie auch immer, gebt auf Euer Bier acht, bevor die Vorräte zur Neige gehen.

 

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InvestNiffler
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@Schildkröte

 

In dem Artikel ist doch etwas falsch? Die Marken gehören nicht zu Anheuere Busch. Das sind doch Constellation Brands Marken.

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Ramstein
Posted
Am 5.4.2020 um 20:25 von Schildkröte:

Des Weiteren wurde in Mexiko der Betrieb bei der zu AB InBev gehörenden Corona-Brauerei eingestellt, da Bier in Mexiko im Gegensatz zu Bayern kein Grundnahrungsmittel ist.

Wenn man auf die in D verkauften Flaschen schaut, sieht man aber, dass die in Belgien gebraut werden. "Corona vernichten" ist also weiterhin möglich.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Laut diesem GRENZECHO-Artikel wird Corona bereits seit einem Jahr zusätzlich auch in Belgien gebraut, allerdings "nur in kleinen Mengen". Aufgrund des vorläufigen Produktionsstoppes in Mexiko soll die Produktion nun komplett nach Belgien verlagert werden. Ob es sich nur um eine vorübergehende Entscheidung handelt, geht aus dem Artikel nicht hervor. Wegen der höheren Transportkosten gehe ich mal davon aus, dass der amerikanische Markt wieder von Mexiko aus bedient werden wird, wenn der Produktionsstopp nach dem Ende der Corona-Krise wieder rückgängig gemacht wird. Des Weiteren wird im Artikel erwähnt, dass in den ersten beiden Monaten seit dem Ausbruch des Corona-Virusses der Umsatz vom gleichnamigen Bier um 170 Mio. € zurückgegangen ist.

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reko
Posted · Edited by reko

Die Brauer bekommen keine Kohlensäure mehr. In England gab es letzten Winter kein Kohlendioxid für die Schlachthöfe aus gleichen Grund - Stillstand der Ammoniakproduktion wg. Erdgas.

2022/09/18 Brauer und Mineralwasserhersteller fehlt es an Kohlensäure .. Einige fahren die Produktion zurück, und keiner rechnet mit schneller Besserung .. nur noch 30 bis 40 Prozent der üblichen CO2-Liefermengen verfügbar

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CorMaguire
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vor 33 Minuten von reko:

Die Brauer bekommen keine Kohlensäure mehr. In England gab es letzten Winter kein Kohlendioxid für die Schlachthöfe aus gleichen Grund - Stillstand der Ammoniakproduktion wg. Erdgas.

2022/09/18 Brauer und Mineralwasserhersteller fehlt es an Kohlensäure .. Einige fahren die Produktion zurück, und keiner rechnet mit schneller Besserung .. nur noch 30 bis 40 Prozent der üblichen CO2-Liefermengen verfügbar

Zuwenig CO2 im Bier, zuviel davon in der Luft. Da liegt die Lösung doch auf der Hand :D

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WOVA1
Posted
Am 23.9.2022 um 12:19 von reko:

Die Brauer bekommen keine Kohlensäure mehr.

Alle, die den Prozeßschritt der Alkoholische_Gärung für ihre Produkte durchlaufen, haben eine CO2-Quelle in ihrer Produktion.

Und in diesem Prozeßschritt muss man das CO2 kontrolliert loswerden, sonst überlebt es das Personal nicht lange ( z.B: co2-ueberwachung-in-high-tech-weinguetern ).

In klassischen Weinkellern etwa war solche Gasvergiftungen durch CO2 nichts ungewöhnliches.

 

Bisher war es vorallem für kleinere Brauereien allerdings schlicht billiger, CO2 aus der Düngemittelproduktion zu kaufen als in die nötige Anlagetechnik zu investieren.

Verdacht: Weil die Chemie/Düngemittelherstellung CO2-Zertifikate kaufen muss - aber die Brauer/Winzer nicht ?

 

Nach eine Artikel der FAZ, der sich auf die regionalen Player des Getränkemarktes bezog:

Radeberger ( in Frankfurt Binding /  Schöfferhofer ) - nutzt das selbst erzeugte CO2.

Hassia (Sprudel/Limo) - verwendet CO2 aus der Bioethanol-Herstellung.

Gerolsteiner - hat das Problem nicht, da die in der Vulkaneifel geförderten Mineralwässer eh eher zuviel  CO2 haben.  

 

 

 

 

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