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Sapine

Das Ewigkeitsdepot und was draus geworden ist

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Sapine
Posted
Am 4.5.2022 um 21:20 von Sapine:

Käufe im Fondsbereich 

INVESCO FTSE RAFI All World 3000 A0M2EN IE00B23LNQ02

VANGUARD FTSE JAPAN UETF DLD FUNDS A1T8FU IE00B95PGT31

AMUNDI.S.-A.P.JAPAN.UEDRYND FUNDS A2PBLK LU1931974775 

ISV-M.W.CONSUMBER.STAPLES DLD FUNDS IE00BJ5JP329 Aufstockung

 

Am 7.3.2022 um 16:14 von Sapine:

Käufe im Fondsbereich 

ISHSII-MSCI WL.QUA.DV.DLD FUNDS IE00BYYHSQ67 (2022)

ISV-M.W.C.ST.S. DLD FUNDS IE00BJ5JP329 (2022)

VANG.FTSE A.-WO.U.ETF DLD FUNDS IE00B3RBWM25 (2022)

 

Aufstockung 

INVESCO FTSE RAFI All World 3000 A0M2EN IE00B23LNQ02 auf volle Position

(fundamentale Kriterien sind: Buchwert, Erlöse, Cash-Flow und Dividendenzahlungen statt Marktkapitalisierung; 3000 Aktien) Leider kleine Fondsgröße, mal schauen ob der überlebt. 

 

VANG.FTSE A.-WO.U.ETF DLD FUNDS IE00B3RBWM25 (2022) der Brot und Butter Fonds

 

Neukauf 

VANG. FTSE DEVELOPED ASIA PACIFIC EX JAPAN IE00B9F5YL18 eine Position

Mit knapp 30 % Südkorea neben Pacific auch ein kleiner Beitrag zu EM.

 

Aktienanteil um 2,5 % erhöht. 

 

 

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Sapine
Posted

Aufstockung

Gold 

 

Neukauf

Indus

 

Die aktuelle Gewichtung 

9,4 % Liquidität

2,3 % Gold 

88,3 % Aktien

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Bigwigster
Posted
Am 5.5.2022 um 11:49 von Sapine:

Den EM Anteil habe ich aktuell abgesenkt was vor allem daran liegt, dass die bisherigen EM Fonds in der Leistung zu stark hinter ihrem Markt zurück blieben.

 

Am 5.5.2022 um 11:49 von Sapine:

Gerne auch kritische Kommentare 

Meiner Meinung nach ist eine Untergewichtung von Emerging Markets in Kombination mit einer Übergewichtung Europa nicht optimal. In der Theorie würde ich sagen ist es günstiger für jemanden der eine Rente im Euroraum bezieht nicht auch noch den Aktienanteil der selben Region überzugewichten. Gleichzeitig scheint es mir sinnvoll zumindest eine neutrale EM-Gewichtung zu haben im Bereich 10-15% (bezogen z.b. auf ACWI). Durch die kurzfristig aufgetretenen China/Russland Probleme sollte man nicht seine langfristige Anlagestrategie beeinflussen lassen.

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Madame_Q
Posted
Am 5.5.2022 um 11:49 von Sapine:

Den EM Anteil habe ich aktuell abgesenkt was vor allem daran liegt, dass die bisherigen EM Fonds in der Leistung zu stark hinter ihrem Markt zurück blieben.

Referenzrahmenrisiko:D

Scherz beiseite... wundert mich, dass gerade du dazu neigst, Komponenten zu verkaufen, nur weil sie eine zeitlang schlecht liefen. Andere würden gerade jetzt wieder auf EM setzen, weil da Nachholpotential ohne Ende ist.

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Euronensammler
Posted
vor 1 Minute von Madame_Q:

Andere würden gerade jetzt wieder auf EM setzen

EM wurde mit Modewort "BRIC" gehyped. Sie zeigen jetzt über mehrere Jahrzehnte gemittelt, was in ihnen steckt. Ohne Wertung, aber auch wenn in EMs mehr Menschen wohnen, bedeutet das nicht, dass sie auch produktiver (im Sinne von Aktiengewinnen) sind. Ich bin da nach vielen Jahren doch ziemlich desillusioniert.

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 34 Minuten von Euronensammler:

EM wurde mit Modewort "BRIC" gehyped. Sie zeigen jetzt über mehrere Jahrzehnte gemittelt, was in ihnen steckt. Ohne Wertung, aber auch wenn in EMs mehr Menschen wohnen, bedeutet das nicht, dass sie auch produktiver (im Sinne von Aktiengewinnen) sind. 

Beim letzten Satz gebe ich dir absolut recht. Der Kern war aber (und da ist es eigentlich egal, ob EM oder sonstwas), ob man eine Anlage reduzieren oder verkaufen sollte, nur weil sie eine längere Zeit nicht so lief, wie erhofft. Rein von den Multiples sehen die EM aktuell nämlich so gut aus wie keine andere Region.

Man muss ja ganz am Anfang eine Meinung gehabt haben oder sich für irgendetwas entschieden haben, sei es das Hinzunehmen eines Nasdaq oder eine Übergewichtung von Small Caps/EM oder Faktor-ETFs. Diese Entscheidungen zu ändern mit der Begründung "lief nicht so wie erwartet" ist zumindest im passiven Bereich eigentlich genau einer der größten Verhaltensfehler, die es gibt, zeigt auf der anderen Seite aber auch, wie schwer eine anfänglich aufgestellte Entscheidung manchmal durchzuhalten ist.

 

Sapine wird ihre Entscheidung aber vermutlich entweder damit begründen, dass sie eben nicht passive Anlegerin ist oder damit, dass sich ihre Sichtweise in Bezug auf Emerging Markets mit der Zeit geändert hat (= klassisches, aktives Anlegen wie bei einem aktiven Fondsmanager).

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Schwachzocker
Posted
vor 3 Minuten von Madame_Q:

Sapine wird ihre Entscheidung aber vermutlich entweder damit begründen, dass sie eben nicht 100% passive Anlegerin ist oder damit, dass sich ihre Sichtweise in Bezug auf Emerging Markets mit der Zeit geändert hat. 

Damit lässt sich allerdings jede x-beliebige Handlung begründen. Dann ist es besser, man begründet gar nichts.

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Sapine
Posted

@Bigwigster

Im Vergleich zu 2008 habe ich den EM (von 7,9 % auf 4,3 %) und Europaanteil reduziert (von 43,6 % auf 30 %) und die USA von 27 % auf 47 % angehoben. Mit dem sehr hohen Europa Anteil war ich nicht sehr zufrieden. 2008 musste ich allerdings schnell ziemlich viel Geld investieren und die Gewichtung war im Ergebnis nicht perfekt.

 

Eigentlich entspricht die Entwicklung weitgehend Deiner Empfehlung? 

Am 24.9.2013 um 10:48 von Sapine:

BIG/MID/SMALL

2008

big 76,4 %

mid 18,0 %

small 5,6 %

 

2013

big 71,8 %

mid 22,2 %

small 6,0 %

 

Anlageregionen

2008

Deutschland 23,6 %

Europa 19,7 %

USA 27,0 %

Pazifik/Asien 4,6 %

global 14,2 %

Emerging Markets 7,9 %

Branche 3,0 %

 

2013

Deutschland 25,1 %

Europa 22,1 %

USA 27,0 %

Pazifik/Asien 4,1 %

global 11,6 %

Emerging Markets 7,7 %

Branche 2,4 %

 

vor 2 Stunden von Sapine:

Die aktuelle Gewichtung (Länderaufteilung geschätzt)

9,4 % Liquidität

2,3 % Gold 

88,3 % Aktien

   ungef. 46,3 USA

   ungef. 30,5 Europa

   ungef. 7 % Pazifik (ohne Korea)

   ungef. 4,5 % EM

 

Ich habe die Region nicht reduziert weil sie schlechter performt hat als andere Teile meines Depots. Ich habe einzelne Positionen verkauft, weil sie im Vergleich zu ihrem Referenzindex zu schlecht waren. MSCI Russia erklärt sich denke von alleine und ich finde da habe ich eher zu spät als zu schnell reagiert. Eine weitere Position war der Magellan, der zuletzt einfach schlechter als sein Referenzindex abgeschnitten hat. Durch den Verkauf der Carmignac Fonds war die Asset Allokation in EM zusätzlich reduziert. Auch da war der Verkauf dadurch getriggert, dass Carmignac einfach nicht mehr die Qualität geboten hat wie vor 15 Jahren. Alle Positionen, die ihren Index nicht wesentlich verfehlen habe ich drin gelassen und nicht verkauft. Insofern weise ich das Prädikat Referenzrahmenrisiko zurück. Du bist sehr schnell mit Deinem Urteil. 

 

Zuletzt habe ich den EM Anteil wieder minimal aufgestockt, was vielleicht nicht auf den ersten Blick auffällt. Zum einen ist der Vanguard All World mit über 10 % EM gewichtet und der Vanguard developed Pazific ex Japan hat 30 % Korea Anteil mit drin. 

 

Den Hype um BRIC kenne ich auch noch und in der Tat die Ergebnisse auf Sicht von gut 20 Jahren sind nicht überragend. Das ist aber nicht der Grund warum ich den EM Teil nicht neu aufgefüllt habe. Grundsätzlich liegt die Obergrenze von EM für mich bei 10 %.  Mehr ist denke ich nicht notwendig, weil viele der global tätigen Unternehmen auch in EM aktiv sind. Und das mehr als vor 20 oder gar 40 Jahren. Daher wäre eine Zielgröße von 5 % für mich aktuell ok. 

 

Wenn ich eines gesehen habe in den letzten Jahrzehnten in EM, dann ist es dass die politische Situation immer wieder zu Situationen führt, bei der Anleger zum Spielball der Politik werden und das geht nicht zum Wohl von Kleinanlegern aus. Ich bewerte das politische Risiko in China aktuell recht hoch und selbst wenn sie das hinbekommen gibt es auch noch ein demographisches Problem vom kurz/mittelfristigen Coronaproblem mit der Lieferkettenproblematik gar nicht zu reden. Gerne würde ich etwas mehr in Indien investieren. Korea stand auch auf meinem Wunschzettel und habe ich bereits eingekauft. EM ex China wäre ein attraktiver Fonds für mich, habe ich aber noch nicht gefunden. Aber mehr als eine Portion würde ich in dem Bereich nicht aufstocken wollen und entspräche auch nicht meiner ursprünglichen Strategie. 

vor 19 Minuten von Madame_Q:

Sapine wird ihre Entscheidung aber vermutlich entweder damit begründen, dass sie eben nicht 100% passive Anlegerin ist oder damit, dass sich ihre Sichtweise in Bezug auf Emerging Markets mit der Zeit geändert hat. 

Ein wenig mehr Differenzierung darfst Du mir gerne zutrauen. 

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Bigwigster
Posted · Edited by Bigwigster
vor 4 Stunden von Sapine:

Eigentlich entspricht die Entwicklung weitgehend Deiner Empfehlung? 

Mir war die Vorgeschichte nicht bewusst, dann auf jeden Fall alles in die richtige Richtung :thumbsup:

 

vor 4 Stunden von Sapine:

Alle Positionen, die ihren Index nicht wesentlich verfehlen habe ich drin gelassen und nicht verkauft. Insofern weise ich das Prädikat Referenzrahmenrisiko zurück. Du bist sehr schnell mit Deinem Urteil. 

Wenn der Index nicht geschlagen wurde, danach zu verkaufen, ich hätte jetzt vermutet genau das hatte unsere Madame gemeint ;)

 

vor 4 Stunden von Sapine:

Wenn ich eines gesehen habe in den letzten Jahrzehnten in EM, dann ist es dass die politische Situation immer wieder zu Situationen führt, bei der Anleger zum Spielball der Politik werden und das geht nicht zum Wohl von Kleinanlegern aus. Ich bewerte das politische Risiko in China aktuell recht hoch und selbst wenn sie das hinbekommen gibt es auch noch ein demographisches Problem vom kurz/mittelfristigen Coronaproblem mit der Lieferkettenproblematik gar nicht zu reden.

Ich könnte jetzt auch "EM" und "China" mit "Europa" und "Deutschland" ersetzen, klingt dann auch gut und plausibel, ist für mich aber noch kein Grund bei den Regionen Gewichtung stark von der Marktkapitalisierung abzuweichen. Aber ich würde mich auch mehr in die passive Ecke stecken, was ja wieder eine eigene Grundsatzdiskussion wäre.

Übrigens finde ich dein Depot und die Asset Auftteilung insgesamt echt gut und solide, sehe meine Kritik also eher als Feinschliff o:)

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 13 Minuten von Bigwigster:
vor 2 Stunden von Sapine:

Alle Positionen, die ihren Index nicht wesentlich verfehlen habe ich drin gelassen und nicht verkauft. Insofern weise ich das Prädikat Referenzrahmenrisiko zurück. Du bist sehr schnell mit Deinem Urteil. 

Wenn der Index nicht geschlagen wurde, danach zu verkaufen, ich hätte jetzt vermutet genau das hatte unsere Madame gemeint ;)

So ist es :thumbsup:

 

vor 2 Stunden von Sapine:

Wenn ich eines gesehen habe in den letzten Jahrzehnten in EM, dann ist es dass die politische Situation immer wieder zu Situationen führt, bei der Anleger zum Spielball der Politik werden und das geht nicht zum Wohl von Kleinanlegern aus.

Exakt DAS ist Teil des "Political Risk" für uns Anleger. Dieses Risiko hat sich die letzten zehn Jahre eben verwirklicht, was zu einer enttäuschenden Performance der EM geführt hat. 

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Sapine
Posted

 

vor 15 Minuten von Bigwigster:

Wenn der Index nicht geschlagen wurde, danach zu verkaufen, ich hätte jetzt vermutet genau das hatte unsere Madame gemeint ;)

Das dürfte nicht der Definition vom Referenzrahmenrisiko entsprechen. Eine genaue Definition dazu findet man nicht im Netz sondern nur zwei Beispiele und ein Verweis auf eine Kommer Veröffentlichung. Wenn ich die beiden Beispiele richtig verstehe geht es darum, dass es ein Fehler wäre, aus einer Assetklasse auszusteigen, weil man von deren Performance enttäuscht war. 

 

Ich habe eine Assetklasse reduziert, weil die Performance der gewählten Finanzprodukte (!) hinter der Performance der Assetklasse zurück geblieben sind. 

 

So wie ihr das interpretiert dürfte man sich nie von einem Fehlinvestment trennen. 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 10 Minuten von Sapine:

Wenn ich die beiden Beispiele richtig verstehe geht es darum, dass es ein Fehler wäre, aus einer Assetklasse auszusteigen, weil man von deren Performance enttäuscht war. 

Teils.

Genauer gesagt:

Es geht darum, sich (teils unterbewusst) an irgendeiner eigens gewählten "Referenz" zu orientieren (meist sind dies bekannte Indizes) und kalte Füße zu bekommen/das Handtuch zu schmeißen, sofern die eigens gewählte Anlage die Referenz längere Zeit underperformed.

 

Das klassische Beispiel ist ein Weltportfolio nach 70/30, welches man aktiv ausgewählt hat, weil man der Meinung ist, dass dies die "beste/idealste" Kombination darstellt. Performed ein ACWI besser, könnte man geneigt sein, das Vertrauen in sein 70/30 zu verlieren mit der Zeit. Es besteht das Risiko, hinzuschmeißen und zum ACWI zu wechseln.

 

Ein Referenzrahmenrisiko besteht auch bei der Wahl von jedem aktiven Fonds, bei dem man sich leicht einen passenden Vergleichsindex suchen kann (z.B. aktiver, weltweiter-Large Cap-Fonds => Referenz MSCI World/MSCI ACWI).

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Bigwigster
Posted

Ich sehe schon "Referenzrahmenrisiko" muss neben Risikoklasse 1/2/3 in ein wertpapier-forum Glossar mit entsprechender Erklärung eingefügt werden :D

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Sapine
Posted
vor 24 Minuten von Madame_Q:

Exakt DAS ist Teil des "Political Risk" für uns Anleger. Dieses Risiko hat sich die letzten zehn Jahre eben verwirklicht, was zu einer enttäuschenden Performance der EM geführt hat. 

Das ist mehr als nur ein politisches Risiko. Es ist fehlende Rechtssicherheit in Bezug auf Eigentum. Ohne diese Rechtssicherheit ist nicht mit einer ausreichenden Belohnung für das eingegangene Risiko auszugehen. 

 

vor 14 Minuten von Madame_Q:

Genauer gesagt:

Es geht darum, sich (teils unterbewusst) an irgendeiner eigens gewählten "Referenz" zu orientieren (meist sind dies bekannte Indizes) und kalte Füße zu bekommen/das Handtuch zu schmeißen, sofern die eigens gewählte Anlage die Referenz längere Zeit underperformed.

Denk noch mal drüber nach - das ist ziemlicher Unsinn. 

Selbstverständlich muss sich ein aktiv gemanagter Fonds an einem passenden Referenzindex messen lassen. Es geht nicht um den Vergleich mit irgendeinem Index oder dem ACWI. Auf die Idee käme ich im Leben nicht. Natürlich ist der passende Index nicht immer leicht auszuwählen aber oft genug schon. 

 

vor 5 Minuten von Bigwigster:

Ich sehe schon "Referenzrahmenrisiko" muss neben Risikoklasse 1/2/3 in ein wertpapier-forum Glossar mit entsprechender Erklärung eingefügt werden :D

Mich würde die saubere Definition schon interessieren und auch der englischen Begriff, nachdem dieses Risiko so erheblich ist. 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 3 Minuten von Sapine:

Denk noch mal drüber nach - das ist ziemlicher Unsinn. 

"Frame of reference risk" heißt es im Englischen.

Hier noch eine Seite, die es auch gut erklärt.

https://www.millennialplanners.com/home/2015/5/5/frame-of-reference-risk

 

Dass du anscheinend nicht wahrhaben willst, dass viele Leute damit ein Problem haben, bedeutet nicht, dass es nicht existiert.

 

Die Erklärung in ganz einfacher Form lautet:

Der (ständige) Vergleich mit anderen Depots, die besser laufen, stellt für manche ein Risiko dar, weil sie dann dazu neigen, ihre Strategie wieder umzuschmeißen.

vor 6 Minuten von Sapine:

Es geht nicht um den Vergleich mit irgendeinem Index oder dem ACWI.

Doch. Für viele neuere Aktienanleger ist ein MSCI World oder Acwi (teils auch S&P500) mittlerweile das Maß der Dinge, wenn es um Aktien geht, eben "die Referenz". 

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Winston_Smith
Posted
vor 12 Minuten von Sapine:
vor 23 Minuten von Madame_Q:

Genauer gesagt:

Es geht darum, sich (teils unterbewusst) an irgendeiner eigens gewählten "Referenz" zu orientieren (meist sind dies bekannte Indizes) und kalte Füße zu bekommen/das Handtuch zu schmeißen, sofern die eigens gewählte Anlage die Referenz längere Zeit underperformed.

Denk noch mal drüber nach - das ist ziemlicher Unsinn.

 

Das ist kein Unsinn, sondern ich kann diese Einschätzung von @Madame_Q absolut teilen. Das du dies niemals praktizieren würdest, bedeutet nicht das sehr viele Anfänger genau dieser psychologischen Gefahr unterliegen.

 

vor 14 Minuten von Bigwigster:

Ich sehe schon "Referenzrahmenrisiko" muss neben Risikoklasse 1/2/3 in ein wertpapier-forum Glossar mit entsprechender Erklärung eingefügt werden

Wäre mit Sicherheit kein Fehler, ich möchte nicht wissen wie viele Leute genau diesen Fehler machen.

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chirlu
Posted
vor 15 Minuten von Sapine:

Das ist mehr als nur ein politisches Risiko. Es ist fehlende Rechtssicherheit in Bezug auf Eigentum.

 

Fehlende Rechtssicherheit ist politisches Risiko.

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 3 Minuten von Winston_Smith:

ich möchte nicht wissen wie viele Leute genau diesen Fehler machen

Der Witz ist, dass viele ihn machen, es aber gar nicht merken/es nicht verstehen, weil es nicht bewusst wahrgenommen passiert.

 

Jeglicher Verkauf von einem Asset/Produkt/Portfolio, der nur deshalb erfolgt, weil er im Vergleich zu "etwas anderem" nach Meinung des Anlegers "zu schlecht/nicht ausreichend" performed hat, erfolgt letztendlich aufgrund dieses Phänomens.

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Sapine
Posted
vor 9 Minuten von Madame_Q:

"Frame of reference risk" heißt es im Englischen.

Hier noch eine Seite, die es auch gut erklärt.

https://www.millennialplanners.com/home/2015/5/5/frame-of-reference-risk

Wundervoll noch mehr Beispiele eines Bloggers, Ursprung des Begriffs kommt anscheinend von einem Philosophen. 

vor 9 Minuten von Madame_Q:

Dass du anscheinend nicht wahrhaben willst, dass viele Leute damit ein Problem haben, bedeutet nicht, dass es nicht existiert.

Sag mir wo ich das behauptet habe. 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 3 Minuten von Sapine:

Sag mir wo ich das behauptet habe. 

Wie soll ich das Wort "Unsinn" denn bitte interpretieren?

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Sapine
Posted
vor 36 Minuten von Madame_Q:

Genauer gesagt:

Es geht darum, sich (teils unterbewusst) an irgendeiner eigens gewählten "Referenz" (im Sinne von nicht passendem Referenzindex)  zu orientieren (meist sind dies bekannte Indizes) und kalte Füße zu bekommen/das Handtuch zu schmeißen, sofern die eigens gewählte Anlage die (unpassende) Referenz längere Zeit underperformed.

Gerade sehe ich wie der Text tatsächlich gemeint sein könnte ;)

siehe meine Anmerkungen - dann macht der Text tatsächlich Sinn

 

vor 1 Minute von Madame_Q:

Wie soll ich das Wort "Unsinn" denn bitte interpretieren?

Deine Formulierung habe ich anders verstanden

 

vor 36 Minuten von Madame_Q:

Genauer gesagt:

Es geht darum, sich (teils unterbewusst) an irgendeiner eigens gewählten (passenden) "Referenz"  zu orientieren (meist sind dies bekannte Indizes) und kalte Füße zu bekommen/das Handtuch zu schmeißen, sofern die eigens gewählte Anlage die (passende) Referenz längere Zeit underperformed.

 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 16 Minuten von Sapine:

Gerade sehe ich wie der Text tatsächlich gemeint sein könnte ;)

siehe meine Anmerkungen - dann macht der Text tatsächlich Sinn

:thumbsup:

Kann man so ergänzend auch sagen, richtig.

Das Kernproblem ist, was "passend" ist.

 

Beim Beispiel mit den aktiven Fonds ist es so, dass es bei vielen Fonds nahezu unmöglich ist, einen exakt passenden Vergleichsindex zu finden. Die im Prospekt angegebenen passen sehr oft nicht, weil das Risiko nicht passt zur Strategie des Fonds. Die meisten aktiven Fonds haben ein höheres, verstecktes Risiko als der selbst gewählte Benchmark.

Einigermaßen sinnvolle Vergleiche sind aber wenn überhaupt nur möglich, sofern das Risiko bei beiden Vergleichs -Kandidaten möglichst gleich hoch ist und da stößt man dann an seine Grenzen, weil man nie exakt berechnen/bestimmen kann, "wie gleich" es ist. Die unterschiedlichen Definitionen und Wahrnehmungen von Risiko ergänzen dieses Problem.

 

Eine (nur theoretische, aber nicht umsetzbare) Möglichkeit, das Referenzrahmenrisiko auszuschalten, wäre, wenn man einem Anleger, der sein Portfolio selbst gewählt und aufgestellt hat, jeglichen Zugang zu Vergleichs-Portfolios und auch Finanzmedien verbieten würde für einige Jahre. Dann würde er sich nicht mit anderen messen und nur für sich entscheiden, ob ihm die Rendite seines Portfolios persönlich ausreichend ist oder nicht.

Sehr gefestigte und erfahrene Anleger schaffen dies auch so.

Für diese zählt nur, ihre selbstgesteckten Renditeziele zu erreichen. Denen ist es dann auch egal, wenn ein MSCI World über 20 Jahre 15 % pro Jahr an Rendite abwirft, während ihr Portfolio (bei gleichem Risiko) nur die Hälfte generiert. Das persönliche Ziel (7% p.a. z.B.) ist erreicht und nur das zählt.

 

Vielleicht bist du ja so eine Anlegerin, Sapine. Dann freu dich.

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Sapine
Posted

Absolut einverstanden. Fonds wählen sich den Vergleich, der sie gut aussehen lässt. Die Klassifizierung bei Morningstar ist schon eine Ecke objektiver. Dennoch wird es gerade bei Mischfonds extrem schwierig. Aber sowas habe ich nicht mehr in meinem Depot ;) 

 

Beim Magellan um bei einem konkreten Beispiel zu bleiben sind Aktien Schwellenländer global oder der MSCI EM weltweit meiner Einschätzung nach schon  recht gut passende Benchmarks.

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/FR0000292278,IE00B0M63177

 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 8 Minuten von Sapine:

Dennoch wird es gerade bei Mischfonds extrem schwierig

Richtig. Bei Mischfonds ist es manchmal unfassbar schwierig, weil einige ihr Risiko sozusagen täglich dramatisch ändern können.

Banalstes Beispiel wären 100% Aktien plus Hebel und am Tag darauf 0%.

vor 9 Minuten von Sapine:

Beim Magellan um bei einem konkreten Beispiel zu bleiben sind Aktien Schwellenländer global oder der MSCI EM weltweit meiner Einschätzung nach schon  recht gut passende Benchmarks.

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/FR0000292278,IE00B0M63177

Ich schaue jetzt nicht selbst nach, aber wenn der Magellan z.B. immer nur sehr wenige Aktien hält (um die 20 z.B.), dann ist er von Grund auf allein dadurch riskanter als der EM Index. Solche Dinge sieht man oft nicht sofort bzw. erkennt sie manchmal erst, wenn sich das anfangs versteckte Risiko irgendwann realisiert.

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hattifnatt
Posted · Edited by hattifnatt
vor 4 Stunden von Sapine:

Wundervoll noch mehr Beispiele eines Bloggers, Ursprung des Begriffs kommt anscheinend von einem Philosophen. 

Nicht Roger Fletcher Gibson Jr., sondern Roger C. Gibson ;) 

https://www.amazon.de/-/en/Roger-C-Gibson-dp-0071804188/dp/0071804188/ref=dp_ob_title_bk

 

Auch zitiert in Kommer, "Herleitung und Umsetzung eines passiven Investmentansatzes für Privatanleger in Deutschland":

 

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