Jump to content
King of Swing

Zusätzliche Altersvorsorge Riester i.V.m. ETF?

Recommended Posts

King of Swing
Posted

Gibt es eigentlich weitere ETF-Riesterprodukte als die my Index satelitte ETF Riester Rente oder die Allianz Riester Rente Index Select.

Die beiden kommen ja von den Kosten nicht wirklich gut weg.

 

Danke schon mal.

Share this post


Link to post
polydeikes
Posted · Edited by polydeikes

Du kannst auch bei diversen anderen Anbietern eine fondsgebundene Riester Rente mit einer individuellen Fondsauswahl = ETFs besparen. Einen Blick sind sicherlich die Nettotarife Comfort D der Condor und HFR50 der Alten Leipziger wert. Geht man statt über ETFs zum Beispiel über den Arero, gibt es noch wesentlich mehr Möglichkeiten, Stuttgarter (kein Nettotarif) und Volkswohlbund um zwei Gesellschaften zu nennen. Ein weiterer alternativer Weg wäre der über die Dimensional Funds statt ETFs, womit viele weitere Gesellschaften in Betracht kämen.

 

Es gibt also sehr wohl diverse Alternativen und Optionen ...

 

Was ich allerdings nicht verstehe: Was genau stört dich an den Kosten der my Index satelitte ETF Riester Rente (du meinst vermutlich das myLife Produkt), inwiefern "kommen nicht gut weg"?

 

Will meinen, die Kosten des Produkts wären eher einer der letzten Punkte, die mich an diesem Produkt stören würden ...

 

---

 

Das generelle Problem von Riester Fondspolicen ist eben nur: Du kannst auch den "Schnatterinchenfonds" als individuelle Fondsauswahl nehmen. Dein Geld landet aber über die Laufzeit gesehen nicht in der individuellen Fondsauswahl, sondern bspw. in Deckungskapital oder dem Pittiplatsch-Wertsicherungsfonds. Das bedingt die Riester Beitragsgarantie, lässt sich nicht umgehen nur die Ausprägung dieses Problems ist je nach Produkt ganz unterschiedlich stark.

Share this post


Link to post
tyr
Posted

Gibt es eigentlich weitere ETF-Riesterprodukte als die my Index satelitte ETF Riester Rente oder die Allianz Riester Rente Index Select.

Die beiden kommen ja von den Kosten nicht wirklich gut weg.

 

Danke schon mal.

Bist du dir sicher, dass fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen überhaupt passend für deine Anforderungen sind? Ich sehe in dem ganzen Konstrukt immer noch keinen Sinn, außer, Vermittlern, Versicherern und Fondsgesellschaften auf Kosten der Kunden die Taschen zu füllen.

 

Schau mal hier: http://www.test.de/Riester-im-Test-So-finden-Sie-die-richtige-Riester-Sparform-1602786-0/?ft=bild&fd=2

 

Warum (mit 41 Jahren) unbedingt eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung?

Share this post


Link to post
polydeikes
Posted

Inwiefern füllen sich denn bitte die Taschen ...

 

Vermittlern, Versicherern und Fondsgesellschaften auf Kosten der Kunden die Taschen zu füllen.

Share this post


Link to post
Matthew Pryor
Posted · Edited by Matthew Pryor
Inwiefern füllen sich denn bitte die Taschen ...

Jaaaaaanz einfach:Weil es die Stiftung Warentest so und nicht anders "recherchiert" hat und diese nun einmal der heilige Gral des einen oder anderen three-letter-word-Foristi ist.

Share this post


Link to post
tyr
Posted

Inwiefern füllen sich denn bitte die Taschen ...

 

Vermittlern, Versicherern und Fondsgesellschaften auf Kosten der Kunden die Taschen zu füllen.

Zum Beispiel durch die verschiedenen Kosten-Arten von Verwaltung, Vertrieb und Vertragsabschluss. Bei fondsgebundenen Riester-Rentenversicherungen wird für die Fonds neben der Versicherung noch eine weitere Möglichkeit für Kosten eröffnet.

 

Wenn man Geld in ETF investieren möchte, kann man das auch komplett ohne teure zusätzliche Kostenmäntel in Schicht 3 tun, bei voller Flexibilität. Wenn man stabile Verhältnisse hat und wie der TE über 40 Jahre alt ist und bereits Immobilieneigentum bewohnt bietet sich doch eine klassische Riester-RV geradezu an.

 

Wo ist der Vorteil einer fondsgebundenen gegenüber einer guten klassischen Riester-Rentenversicherung in diesem Fall? Ich sehe ihn nicht.

 

Inwiefern füllen sich denn bitte die Taschen ...

Jaaaaaanz einfach:Weil es die Stiftung Warentest so und nicht anders "recherchiert" hat und diese nun einmal der heilige Gral des einen oder anderen three-letter-word-Foristi ist.

Welche alternative Informationsquelle zur Finanztest, die vergleichbar günstig und zugänglich ist sowie soweit wie möglich auf Seiten der Kunden steht schlägst du vor?

Share this post


Link to post
Joseph Conrad
Posted

Ich habe die VBL dynamik als fondgebundene Riesterrente. Da ist ein MSCI World Aktienfonds und ein Rentenfonds. Also keine Auswahl. Klar das Garantie und Deckungskapital abgezweigt werden muss. Es ist ja schließlich eine Rente die mir auch noch im 105`ten Lebensjahr ausgezahlt werden soll.wink.gif Die Kosten, wenn sie denn transparent dargestellt sind, finde ich in Ordnung. 3% eines jeden Beitrags.

Das Riesterprodukte oft pauschal kaputt geredet werden finde ich irritierend.

Da es bei mir nur eine von mehreren Säulen meiner Altersvorsorge ist lasse ich sie brav weiterlaufen.

Man muss nicht immer das neueste Produkt haben und vorschnell wechseln. ETF kann man auch ohne Riester schön flexibel und mobil besparen.

 

LG Joseph

 

 

 

Share this post


Link to post
polydeikes
Posted · Edited by polydeikes

Bist du dir sicher, dass fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen überhaupt passend für deine Anforderungen sind? Ich sehe in dem ganzen Konstrukt immer noch keinen Sinn, außer, Vermittlern, Versicherern und Fondsgesellschaften auf Kosten der Kunden die Taschen zu füllen.

 

Schau mal hier: http://www.test.de/Riester-im-Test-So-finden-Sie-die-richtige-Riester-Sparform-1602786-0/?ft=bild&fd=2

 

Warum (mit 41 Jahren) unbedingt eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung?

 

Der springende Punkt ist: Rein kostentechnisch kann eine Riester Fondspolice mit höherer Wahrscheinlichkeit günstiger sein, als eine klassische Riester Rentenversicherung. Dafür gibt es folgende Gründe:

 

1) Es gibt schlichtweg mehr Nettotarife für Fondspolicen, klassisch gibt es genau 1x offiziellen Nettotarif

2) Wähle ich aktive Fonds, komme ich kostentechnisch mit der richtigen Fondspolice immer wesentlich besser weg aus Kostensicht, als bei Riester Fondssparplänen. Einfach durch die Kickbacks bedingt ...

3) Wähle ich ETFs oder Dimensionals oder Arero, habe ich ein (mangelhafte-) Auswahl-Problem. Das habe ich bei Fondssparplänen nicht, da gibt es keine solchen Fonds. Und ich habe das Problem, dass ich genau schauen muss, wie die Überschussbeteiligung geregelt ist. (Fondsabhängig oder Fondsunabhängig (Condor))

 

Somit ergibt sich ...

 

a - Die pauschale Aussage, dass sich Vermittler mit Fondspolicen die Taschen füllen ist Nonsens, am Nettotarif wird regelmäßig erheblich weniger verdient als am Bruttotarif.

b - Die pauschale Aussage, dass sich die Versicherungen die Taschen füllen ist unsinnig, die Kosten guter Tarife sind nicht höher als im klassischen Bereichen. Nur bei der Fondsauswahl muss man auf die technische Kostenstruktur achten.

c - Die pauschale Aussage, dass sich Fondsgesellschaften die Taschen füllen, ist der größte Nonsens. Dafür muss man nur mal die Angebote der Fondsgesellschaften (Riester Fondssparpläne) - alle ohne Kickbacks - den Policen gegenüber stellen.

 

---

 

Das Stiftung Warentest recherchiert, ist mir neu. Ich dachte immer, Stiftung Warentest müsste sich wie jedes andere Unternehmen auch an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientieren. Sprich an den Anbietern, die die Lizenzgebühren für die Testsiegel in Höhe von bis zu 27.000 Euro pro Produkt bezahlen.

 

Zumindest kann ich bei Finanztestartikeln und -vergleichen keinen inhaltlichen Hinweis darauf finden, dass diese seriös recherchiert sind.

 

---

 

Das es darüber Produktypische Probleme noch und nöcher bei Fondspolicen gibt (Verrentung bspw.), steht außer Frage. Das hat aber nichts mit dem hier zu tun:

 

... immer noch keinen Sinn, außer, Vermittlern, Versicherern und Fondsgesellschaften auf Kosten der Kunden die Taschen zu füllen.

Share this post


Link to post
etherial
Posted

a - Die pauschale Aussage, dass sich Vermittler mit Fondspolicen die Taschen füllen ist Nonsens, am Nettotarif wird regelmäßig erheblich weniger verdient als am Bruttotarif.

 

Sagt genausowenig aus. Wenn der Nettotarif trotzdem teuer ist, ist nichts gewonnen. Du machst den Vergleich zwischen Riester-Fondsgebundene-Rente und Riester-Klassische-Rente. Vielleicht solltest du mal die Kostendifferenz zwischen ungeförderten Renten und Riesterrenten (vergleichbare Produkte) aufzeigen.

 

Bei Bauspardarlehen (der laut Stiftung Warentest besten Riester-Variante) bekommt man auf dem Markt 0.4% günstigere Zinsen als bei Riesterprodukten.

Bei Banksparplänen bekommt man auf dem Markt (verglichen mit diversen Festgeld-/Sparbrief-Angeboten) mehr als 1% günstigere Zinsen

Bei Fondssparplänen bekommt man auf dem Markt Fonds mit um 1% geringere TER, keine 5% Ausgabeaufschlag, keine Depotgebühren ...

 

Bei Versicherungen - kann ich das nicht sagen, weil das Produkt eine gewisse Intransparenz hat, und ich somit die Vergleichbarkeit nich vollständig abschätzen kann

Bei Fondsgebundenen Versicherungen - die sind schon im ungeförderten Fall ziemlich unsinnig verglichen mit einem Fonds-Depot (unflexibel, teuer, schlechte Auswahl)

 

Ich wage jetzt kein Fazit daraus zu ziehen ... nur mir scheint alles darauf hinzudeuten, dass es überhaupt keinen Grund gibt gerade fondsgebundene Versicherungen die zusätzlichen Riesterkosten nicht zu erheben.

 

b - Die pauschale Aussage, dass sich die Versicherungen die Taschen füllen ist unsinnig, die Kosten guter Tarife sind nicht höher als im klassischen Bereichen. Nur bei der Fondsauswahl muss man auf die technische Kostenstruktur achten.

 

Das sagst du jetzt so. Als Laie kann man das gar nicht bewerten, da die Vergleichbarkeit ziemlich schlecht ist.

 

c - Die pauschale Aussage, dass sich Fondsgesellschaften die Taschen füllen, ist der größte Nonsens. Dafür muss man nur mal die Angebote der Fondsgesellschaften (Riester Fondssparpläne) - alle ohne Kickbacks - den Policen gegenüber stellen.

 

Es reicht, wenn man sich überlegt was Fondsgesellschaften an ungeförderten Versicherungen verdienen. Weniger wird es bei Riester nicht sein.

 

Das Stiftung Warentest recherchiert, ist mir neu. Ich dachte immer, Stiftung Warentest müsste sich wie jedes andere Unternehmen auch an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientieren. Sprich an den Anbietern, die die Lizenzgebühren für die Testsiegel in Höhe von bis zu 27.000 Euro pro Produkt bezahlen.

 

Kann es sein, dass du hier im Glashaus mit Steinen wirfst?

 

Zumindest kann ich bei Finanztestartikeln und -vergleichen keinen inhaltlichen Hinweis darauf finden, dass diese seriös recherchiert sind.

 

Inwieweit man den Berichten/Einschätzungen jetzt trauen kann ... ich bilde mir da auch lieber selbst eine Meinung. Ich gehe davon aus, dass sie oft nicht kritisch genug sind. Aber die Fakten im Finanztest konnte ich bisher immer auch in den Internetpräsenzen der Anbieter verifizieren.

 

Das es darüber Produktypische Probleme noch und nöcher bei Fondspolicen gibt (Verrentung bspw.), steht außer Frage. Das hat aber nichts mit dem hier zu tun:

 

... immer noch keinen Sinn, außer, Vermittlern, Versicherern und Fondsgesellschaften auf Kosten der Kunden die Taschen zu füllen.

 

Wenn wir jetzt so spitzfindig werden ... An jeder Fondsgebundenen Versicherung verdienen Vermittler, Versicherer und Fondsgesellschaften! Wer zahlt das Ganze? Der Kunde!

 

Die Frage kann also nur so interpretiert werden, ob sie sich über die Maßen am Kundenvermögen bedienen. Und da ist dann die Frage was man als Vergleich annimmt:

- Nullkosten (dann ist die Aussage völlig korrekt)

- Riester-Klassische Versicherung oder Riester-Fondssparplan (du behauptest die wären schlechter?)

- Ungeförderete Fondsgebundene Versicherung (ich bezweifle, dass diese schlechter sind!)

Share this post


Link to post
polydeikes
Posted · Edited by polydeikes

Nur um mal eins klar zu stellen. In gefühlten 100 Threads warne ich vor den diversen Fallstricken einer Riester Fondspolice und begründe das teils sehr ausführlich. Ich schreibe ein eigenes Posting zu dem Thema (https://www.wertpapier-forum.de/topic/43669-riester-und-fonds-kombinieren-wissenswertes/) und alles was davon hängen bleibt ist:

 

... immer noch keinen Sinn, außer, Vermittlern, Versicherern und Fondsgesellschaften auf Kosten der Kunden die Taschen zu füllen.

 

Nun gut, fangen wir der Reihe nach an ...

 

---

 

Wo liegen bspw. die Fehler bei Finanztest in Bezug auf Riester:

 

Das ist Stoff für ein eigenes Buch. Es fängt schon mit den Testkriterien an (Transparenz, Anlageerfolg), die falsch bewertet werden. Bei Kosten ist Bereich der Fondspolicen oder auch klassischen Rentenversicherungen finden die interessanten Tarife gleich gar keine Berücksichtigung, da sie nicht im Ranking auftauchen. Zudem wird mit einem Modellfall gerechnet, in anderen Modellfällen verschiebt sich das Ranking deutlich. Bei Fondspolicen findet auch die Fondsauswahl keine Berücksichtigung bei Finanztest.

 

Was Finanztest nicht im geringsten interessiert, sind die Regelungen bzgl. der Verrentung. Da bei Riester regulär 70 % verrentet werden müssen, halte ich es für gewagt diesen Aspekt völlig auszublenden.

 

Wie gesagt, darüber ließe sich ein eigenes Buch schreiben ....

 

Kann es sein, dass du hier im Glashaus mit Steinen wirfst?

 

Wenns halb so feindlich geht, wäre ich dir dankbar.

 

---

 

Kommen wir zur Kostengestaltung. Das hängt bei Riester schlichtweg davon ab, wie ich einzahle und bei den Fondspolicen auch davon, welche Fonds ich auswähle. Heutige Fondspolicen, egal ob Schicht 1,2,3 haben immer eine Verwaltungskostenpauschale vom Deckungskapital, oder eben keine Kickbacks. Dazu kommt noch der Sonderfall Verwaltungskostenpauschale und fondsunabhängige Überschussbeteiligung.

 

Wähle ich also bspw. aktive Fonds, sollte ich aus Kostensicht ein Produkt mit vollen Kickbacks betrachten, wähle ich ETFs oder einen Arero, sollte ich mir die Produkte mit fondsunabhängiger Kostenpauschale anschauen.

 

Ein Unterschied zwischen Fondspolice und klassischer Rentenversicherung liegt beispielsweise darin, dass es bei Fondspolicen in der Regel keine Ratenzahlungszuschläge gibt, bei klassischen Policen hingegen sehr häufig. Und nur um mal eins klar zu stellen: Ich bin immer klarer Verfechter Schicht 2 klassisch laufen zu lassen. Aber nicht aus Kostengründen, sondern aus den im verlinkten Thread ausführlich dargestellten Gründen.

 

Egal, nehmen wir an, ich zahle meinen Höchstbeitrag von 1946 Euro p.a. ein und wählen 70 % MSCI World und 30 % MSCI EM.

 

Die optisch zunächst günstigste Variante lautet dann:

 

0,21 % jährliche Verwaltungsvergütung vom Vertragsguthaben, 0,1896 % fondsunabhängige Überschussbeteiligung je Fonds, TER 0,575 für die Auswahl ... macht in Summe 0,5954 laufende Kosten für die Auswahl 70 % World, 30 % EM. Das ist konkurrenzfähig gegenüber anderen Riester Produkten.

 

Die laufenden Kosten aller Riester Fondssparpläne liegen deutlich darüber, fast im 3fachen Bereich. Es gibt auch keinen klassischen Anbieter, auch nicht die Europa in Schicht 3, die eine solche Verwaltungskostenquote auf Kapitalanlagen hinbekommt. Und was Riester Banksparpläne angeht, nur der Verweis auf Äpfel und Birnenvergleiche und die maximale theoretische Rendite eines Banksparplans vor Verrentungsphase ...

 

Die gleiche ungeförderte Police in Schicht 3 ist günstiger. Schicht 3 ist quasi fast immer günstiger, liegt einfach am erheblich Verwaltungsaufwand von Riester und an der Verrentungsproblematik. Da sähe es so aus:

 

0,06 % Verwaltungskostenpauschale, 0,1896 % fondsunabhängige Überschüsse, 0,575 % TER für die Auswahl, macht 0,4454 % TER für 70 % MSCI World und 30 % MSCI EM.

 

Die Riester Variante kostet also in Sachen laufende Kosten der individuellen Fondsauswahl pro Jahr 0,15 % mehr. An dem Punkt spätestens würden die diversen "Tester" das Denken einstellen, wenn sie denn überhaupt so weit kommen würden. Ich denke ehrlich gesagt eher, sie würden sich an den einmaligen Kosten aufhängen, dazu später ...

 

Problem ist aber, die fondsunabhängige Überschussbeteiligung gilt auch für die bei Riester unablässige Wertsicherungskomponente, in obigem Fall ein Garantiefonds der DWS. Für diesen gibt es "nur" 0,396 % fondsunabhängige Überschüsse. Der Fonds hat "nur" eine TER von 0,72 %, aber eine All in Fee von 1,6 %. Es ist ein Dachfonds, der vom dbx Tracker bis hin zu aktivem DWS Gelumps alles mögliche hält und halten kann. Das macht die tatsächlichen Kosten des Fonds schwer beurteilbar. Nähern diese sich bspw. den 1,6 %, ist die fondsunabhängige Überschussbeteiligung von 0,396 % deutlich niedriger als die wirklichen Kickbacks.

 

---

 

Ändere ich nichts an der Zahlweise, ist obiges Angebot dennoch zunächst einmal die günstigste Variante. Der Tarif ist Netto, sprich "Abschlusskosten" = Honorar und damit individuell. Die einmaligen Verwaltungskosten liegen bei 6 % für reguläre Eigenbeiträge, 5 % für Zulagen, 4,5 % für Überträge.

 

Natürlich kann man einen Riester Fondssparplan bei vollständigem Beratungsverzicht auch mit Direktrabatt abschließen. Teurer ist der auf Grund der laufenden Kosten dennoch und wenn man dann eine Lapalienfrage hat, die jeder einigermaßen fitte Vermittler in 5 Minuten umfassend beantworten kann, spamt man das WPF ... sowas kann ich leiden.

 

Kann ja sein, dass du deine Arbeitsleistung für umsonst erbringst und nur aus Lust und Laune arbeiten gehst, ich für meinen Teil nicht. Kann jeder halten wie er will.

 

---

 

Sollte es ein Tester bis hierhin geschafft haben, herzlichen Glückwunsch. Ich halte es für unwahrscheinlich, weils einfach schon gar nicht in die Modellfälle rein passt und rein fachlich sowieso nicht ...

 

Obige Police hat mit einer 3Wegeregelung auch die besten Verrentungsbedingungen für Fondspolicen am Markt. Bei Schicht 3 mag das dank Kapital- und Teilkapitalwahlrecht keine Rolle spielen, bei Riester hingegen schon. Auf den Trichter kam Stiftungwarentest in den letzten 13 Jahren noch nicht.

 

---

 

Aber es gibt natürlich immer noch einen WPF like way, wenn ich meine Zahlungsweise ändere. Dann habe ich die Möglichkeit ein Produkt zu nehmen, bei dem ich volle Kickbacks bekomme. Macht optisch für die ETFs zunächst wenig Sinn, löst aber die Problematik des Wertsicherungsfonds. Problem bei der Geschichte, mache ich es über die reguläre Zahlungsweise, liegen die laufenden Kostenpauschalen bei rund 0,5 % und damit deutlich über dem obigen Produkt.

 

Geh ich mit anderer Zahlungsweise an die Sache ran, liegt die Kostenpauschale bei 0,3 % bis zum 26. Jahr und bei 0,252 % ab dem 26. Jahr. Eine individuelle Auswahl ist über mehr ETFs möglich, was die durchschnittliche TER auf 0,3x senken kann. Ich gehe bei der Variante von einer Gestaltung mit einer TER von 0,381 % aus (EM, Europe, S&P 500 Mix)

 

Macht:

 

0,381 + 0,3 = 0,681 % laufende Kosten ... Dafür übersteigt der Wertsicherungsfonds aber auch niemals die 0,8 % TER.

 

Die einmaligen Kosten sind: 36 Euro p.a. + rund 1,4 % pro Sonderzahlung / Zulage / Übertrag ... zzgl. der individuellen Honorarkosten für den Abschluss ...

 

In Schicht 3 funktioniert der Trick nicht, das gleiche Produkt ist in Schicht 3 teurer.

 

---

 

Und wie schon gesagt. Bei aktiven Fonds ergibt sich wieder ein ganz anderes individuelles Bild, bei anderen Sparratenkonstellationen ergibt sich ebenfalls ein anderes Bild. Aber das berücksichtigt Finanztest in Modellfällen nicht und kann es auch nicht.

 

Problem sind also neben fehlender Tiefe und fachlichen Komponenten auch die Modellfälle. Weiche ich davon ab, muss ich wahlweise selbst prüfen oder eben diese Leistung einkaufen. Mache ich letzteres, bezahle ich dafür ... genau das gleiche wie mit dem Auto in der Werkstatt vs. Panzertape im Garten ...

 

---

 

Die Frage kann also nur so interpretiert werden, ob sie sich über die Maßen am Kundenvermögen bedienen. Und da ist dann die Frage was man als Vergleich annimmt:

- Nullkosten (dann ist die Aussage völlig korrekt)

- Riester-Klassische Versicherung oder Riester-Fondssparplan (du behauptest die wären schlechter?)

- Ungeförderete Fondsgebundene Versicherung (ich bezweifle, dass diese schlechter sind!)

 

Nullkosten mag es auf dem Planeten ich werde für umsonst beraten geben, aber nicht in der realen Welt. Optische Nullkosten habe ich nur, wenn ich mein Geld unter das Kopfkissen lege. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

 

Riester Fondssparplan vs. Riester Fondspolice verliert der Riester Fondssparplan haushoch, wenn man die richtigen Riester Fondspolicen dagegen hält. Riester Fondssparpläne gibts eben nur mit aktiven Fonds, ohne Kickbacks. Läuft der Riester Fondssparplan nur lang genug, ist er selbst als voll rabatierte Variante zwangsläufig teurer als die Fondspolice mit ETF Konstruktion.

 

Solange also nicht bspw. ein DWS Produkt mit Arero oder eine ähnliche Konstruktion auf den Markt kommt, ist die richtige Riester Fondspolice günstiger, wenn genügend Laufzeit gegeben ist. Ein solches Riester Fondssparplan Konstrukt wird es aber wohl niemals geben, die Fondsgesellschaft muss sich ja auch refinanzieren.

 

Der Vergleich mit der ungeförderten Fondspolice ergibt an der Stelle mit zitierter Ausgangsbehauptung wenig Sinn. Denn diese Ausgangsbehauptung zielte ja darauf ab, dass die Riester Fondspolice die Riester Variante sei, die von allen am teuersten wäre und nur Vermittlern, Fondsgesellschaften und Versicherungen die Taschen füllt.

 

Auf diese pauschale Aussage habe ich geantwortet und ich denke, dass ich sie ausreichend entkräftet habe.

 

Deine weitergehende Schlussfolgerung, dass es immer ein günstigeres Schicht 3 Produkt gäbe, ist durchaus richtig. Das stand zum Zeitpunkt meiner Antwort aber gar nicht zum Thema und ich habe auch nie gegenteiliges behauptet.

 

Der Grund liegt aber nicht darin, dass Schicht 3 allgemein günstiger sei als Schicht 2, sondern das ich in Schicht 3 einfach nichts auf die Verrentungsbedingungen geben muss. Nehme ich bspw. den CD Sparplan auf den Arero, ist das schon kostentechnisch kaum zu schlagen. Das Ding darf aber niemals in Verrentung gehen, davon lebt der Anbieter, anstelle von direkten Kosten.

 

Dieses Wahlprivileg habe ich bei Riester eben nicht, dort muss ich verrenten.

 

Zudem bleibt mal dahin gestellt, ob die Konstellation von CD dauerhaft beibehalten wird. Die Bedingungen in Bezug auf "wann kann der Anbieter einen Fonds aus der Auswahl nehmen" unterscheiden sich von Police zu Police deutlich.

 

Die Arero Konstellation gibts btw. auch bei einem Anbieter als Nettotarif bei Riester, die Gesamtkosten der Gesellschaft liegen aber deutlich höher und auch die laufenden Kosten würden dann an der 1 % TER Marke kratzen. Daher habe ich diese Konstellation nicht berücksichtigt.

 

---

 

So. Hoffe das ein oder andere richtig gestellt zu haben ...

Share this post


Link to post

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now

×
×
  • Create New...