Toni

Beliebte Methoden der Vermögensbildung

227 posts in this topic

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Willst Du nicht lieber etwas Gras über Deine jüngsten Ausfälle wachsen lassen, bevor Du hier den Moralapostel gibst?

Welche "Ausfälle"? Nenn doch mal ein paar konkrete Beispiele, wo ich andere User herablassend beleidigt habe, Kumpel.

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Willst Du nicht lieber etwas Gras über Deine jüngsten Ausfälle wachsen lassen, bevor Du hier den Moralapostel gibst?

Welche "Ausfälle"? Nenn doch mal ein paar konkrete Beispiele, wo ich andere User herablassend beleidigt habe, Kumpel.

 

Offen gestanden, ich finde es schon übergriffig, von Dir in diesem Zusammenhang „Kumpel“ genannt zu werden. Suche Dir die anderen Beispiele bitte selbst zusammen (kleiner Tipp: fang‘ der Einfachheit halber in diesem Faden an…).

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Offen gestanden, ich finde es schon übergriffig, von Dir in diesem Zusammenhang „Kumpel“ genannt zu werden.

Wieso? "Kumpel" ist doch eine freundschaftliche Bezeichnung - ganz im Gegensatz zu "Moralapostel".

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Anstatt sich mit Tonis Frage auseinanderzusetzen, wird hier wieder nur am Thema vorbei diskutiert - das ist wirklich symptomatisch für den Gesprächsverlauf in mMn vielen Threads. Das sorgt natürlich dafür, dass konstruktive Beiträge oder legitime Fragen zwischen den vielen Belanglosigkeiten untergehen.

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Anstatt sich mit Tonis Frage auseinanderzusetzen, wird hier wieder nur am Thema vorbei diskutiert ...

Meinst du diese Fragen?

 

Aber ich möchte folgende Fragen stellen:

 

  1. Wo sind die jungen Menschen, die noch etwas wagen?
  2. Wo sind die jungen Menschen, die Zeit (> 1h / Tag) investieren, um aktives Investieren zu lernen?
  3. Wo sind die jungen Menschen, die sich gern mit Bilanzanalyse beschäftigen?
  4. Wo sind die jungen Menschen, die sich auch ausländische Aktien zutrauen?

Also gut - hier meine Antwort auf alle vier Fragen: Ich weiß nicht wo sie sind (und es ist mir auch völlig egal). Vielleicht verstecken sie sich auch gar nicht, sondern möglicherweise gibt es im Vergleich zu früher einfach weniger von ihnen. Unter Umständen liegt das daran, dass die jungen Menschen vermehrt versuchen ihr Anlageverhalten nach aktuellen finanzwissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten. Zugegeben, das war nicht Tonis Frage, aber gelegentlich gestatte ich mir meinen Senf auch unaufgefordert abzusondern.

 

 

Aber um auch noch ein wenig mehr mit am Thema vorbei zu diskutieren: Ich habe das Empfinden, dass einige Forenten ein persönliches Problem damit haben, dass sich im Forum tendenziell die Meinung durchzusetzen beginnt, dass korrektes passives Investieren dem aktiven Investieren überlegen ist (Ja, ich weiß - ich habe soeben "Jehova" gesagt). Damit müssen die "Aktiven" halt zum Teil erst leben lernen.

 

 

Es wird weiters bedauert, dass frühere Mitstreiter (Karl Napf etc.) sich aus dem Forum verabschiedet haben. Wayne interessierts. (Ach übrigens: Mir fehlen die Beiträge von Grumel, Adun und BarrenWuffet).

 

 

Meiner Meinung nach ist der Stil hier im Forum im Großen und Ganzen absolut in Ordnung und die Moderatoren machen ihre Sache ziemlich gut. Schließlich ist das hier kein Schweizer Mädchenpensionat. Ich finde zB die mitunter recht kernige Wortwahl von Mr.Jones durchaus im Rahmen (aber vielleicht bin ich auch nur schlecht erzogen).

 

Soweit vorerst meine entbehrlichen Belanglosigkeiten zum Thema.

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Ist gerade die Zeit der Wiedergeburten?

 

Ansonsten on-Topic:

Ich bin froh, dass die Zahl der Daytrader abgenommen hat, denn damit verbrät man als Privatinvestor wenn nicht schon sein Geld dann zumindest seine eigenen Nerven. Dass es weniger Leute mit Interesse für Wertpapiere gibt als früher kann ich nicht beurteilen. Vielleicht finden sie auch nur nicht den Weg hierher. Fakt ist, dass man in Deutschland über Geld nicht redet und wenn dann eher hinter vorgehaltener Hand. Gerade in Zeiten nach einer Korrektur wie 2000/2003 oder 2008/2009 kommt gern auch ein Schuss Häme dazu. Dies trifft allerdings Aktiv- und Passivanleger vermutlich gleichermaßen.

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Welche "Ausfälle"? Nenn doch mal ein paar konkrete Beispiele, wo ich andere User herablassend beleidigt habe, Kumpel.

 

Offen gestanden, ich finde es schon übergriffig, von Dir in diesem Zusammenhang „Kumpel“ genannt zu werden. Suche Dir die anderen Beispiele bitte selbst zusammen (kleiner Tipp: fang‘ der Einfachheit halber in diesem Faden an…).

Ich habe mir gerade die Mühe gemacht, alle Beiträge von Schildkröte (nur) in diesem Thread zu lesen, und ehrlich gesagt: die Anzahl der Beispiele ist exakt Null (wobei man sich über den 'Kumpel', der aber erst später und nicht unprovoziert kam, noch streiten könnte).

Nur mein subjektiver Eindruck, wie die ganze Stilfrage.

 

Es mag sein, dass der Angesprochene knasteriger ist als andere und damit manchmal auch daneben liegt. Er kümmert sich allerdings auch erheblich mehr um Anfänger als dies andere tun. In meinen Augen hat er dann auch eher ein Recht, hin und wieder unwirsch zu reagieren. Außerdem möchte ich nicht wissen, wie viele „Welchen ETF nehme ich?“-Fragen es hier gäbe, wenn R* die Schwelle durch seine Art nicht zumindest ein wenig heraufgesetzt hätte.

In meinen Augen erwirbt man durch gute Taten nicht das Recht auf schlechte, höchstens auf mildernde Umstände. Was hilft es dem abgewatschten Anfänger A, wenn Anfänger B vom gleichen Autor gut geholfen wurde?

Passen 15 "unwirsche" von 25 Postings (zugegeben kleines und zufälliges Sample) unter Deine Definition von "hin und wieder"?

Wem ist mit diesen rhetorischen Ohrfeigen geholfen und wem sollte dieses Forum helfen?

Wenn es mehr (gleichartige) Anfängerfragen gäbe, was hindert einen, die als unpassend empfundenen zu ignorieren?

 

Mir scheint, vieles hier lässt sich auf eine überzogene Anspruchshaltung reduzieren. Die Anfängerberatung soll gefälligst professionell und freundlich erfolgen, Beiträge im Aktienbereich sollen gefälligst mit tiefschürfenden und konstruktiven Beiträgen beantwortet werden, grundsätzliche Kritik an Strategien soll gefälligst heruntergeschluckt werden, um niemand die Laune zu verderben…

Außer in dem Wort "freundlich" kann ich meine Kritik hier nicht wiederfinden.

 

Kleinerfisch, sorry, ich finde Du reagierst etwas übersensibel. Wenn ich als Anfänger die Wahl habe, dass mir meine Anfängerfragen in patzigem Ton beantwortet werden bzw. ich dahingehend begleitet werde, mir dir richtigen Gedanken zu machen (was manchmal etwas zeitintensiver ist als man anfangs erhoffte) oder dass mir gar niemand antwortet, dann wähle ich erstere Möglichkeit.

Das ist Dein gutes Recht, aber viele andere wählen wohl die zweite (siehe die hohe Zahl an "Kurznutzern" und die geringere an Beschwerden).

Auch wenn Du anderer Meinung bist, haben diese Anderen keinen Anspruch auf einen Umgangston, wie er in unserer Gesellschaft üblich ist?

Wie würdest Du handeln, wenn jemand face to face diesen Ton mit Dir anschlägt? Warum sollten hier schlechtere Umgangsformen herrschen dürfen als im realen Leben?

Fällt "Bist du 12 Jahre alt?" (verlinkt in meinem ersten Beitrag) unter Deine Definition von "Antwort" (patzig oder nicht)?

 

In einem kostenlosen Forum ... hilft es nur, selbst Antworten zu schreiben, wie man sie gern bekommen würde und zu hoffen, dass sich das Forum insgesamt in eine Richtung entwickelt, die es einem angenehm macht, sich dort aufzuhalten.

Ersteres versuche ich (manchmal), und statt nur passiv zu hoffen, habe ich jetzt mal einen Versuch gemacht, aktiv darauf hinzuarbeiten (keine Anspielung auf Anlagestile, Ehrenwort).

 

Ich versuche noch mal, meinen Standpunkt begreiflich zu machen:

Menschen geben sich in sozialen Systemen Regeln für das Miteinander. Diese Regeln orientieren sich im Allgemeinen nicht an den Stärksten (hier den weniger Sensiblen), dann bräuchte man keine. Sie orientieren sich wohl auch nicht an den Allerschwächsten (hier den Übersensiblen) aber doch an einer Schwelle weit unter den Stärksten, kurz, sie müssen mehrheitsfähig sein.

Auch mit bestehenden Sanktionssystemen werden die Regeln immer wieder von den Stärkeren "angetestet", ohne Sanktionen werden die Sanktionsverletzungen immer heftiger. Wenn sie können, wie hier, verlassen die Schwächeren das jeweilige System; es entsteht eine Abwärtsspirale, auch weil sich die Schwelle in Richtung der Stärkeren verschiebt. Am Ende steht Anarchie, die nur den Stärksten nutzt.

 

Wovon redet der?

Solche Tendenzen lassen sich beobachten zum Beispiel im Krieg, in failed states, oder auch im Internet im allgemeinen. Im Herrn der Fliegen sind sie literarisch verarbeitet.

 

In den sechs Jahren, die ich in diesem Forum lese, ist diese Spirale für mich hier klar erkennbar. Und nach aller eigenen und geborgten Lebenserfahrung wird es weiter in dieselbe Richtung gehen, so lange keine Sanktionen für Verhalten eingeführt werden, dass im realen Leben (jedenfalls in meinem) völlig unakzeptabel wäre.

Aber die Tendenz Eurer Antworten ist klar, das "Gewicht" der Antwortenden, gemessen an der Zahl ihrer Postings auch. Meine Position ist offenbar hier nicht mehrheitsfähig, daher verabschiede ich mich jetzt aus dieser Diskussion und gehe zurück auf meinen Ponyhof (im Mädchenpensionat :P).

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Posted · Edited by Schildkröte

@ kleinerfisch:

Deine Gedankengänge sind nachvollziehbar. Solange Diskussionen, in denen sich über den mitunter rauen Umgangston im Forum beschwert wird, seitens der Rennleitung als "Kindergarten" abgetan werden, glauben halt manche User, Narrenfreiheit zu besitzen. Ich gebe selbstkritisch zu, neulich in Hamsterrad's Musterdepot überempfindlich reagiert zu haben (die Diskussion wurde dann als eigener Thread ausgelagert). Aber genau genommen wollen manche User überhaupt nicht sachlich diskutieren. (Unterschwellige) Beleidigungen und Provokationen sind viel cooler. Schon traurig, wenn man nichts Besseres zu tun hat. Am Besten, man straft solche User mit Ignorieren und konzentriert sich auf Wichtigeres. Im Stockpicker-Thread versucht ja schon wieder jemand zu provozieren. Ich genieße die Sonne. Und nun zurück zu Toni's Thema.

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@ kleinerfisch:

Deine Gedankengänge sind nachvollziehbar. Solange Diskussionen, in denen sich über den mitunter rauen Umgangston im Forum beschwert wird, seitens der Rennleitung als "Kindergarten" abgetan werden, glauben halt manche User, Narrenfreiheit zu besitzen. Ich gebe selbstkritisch zu, neulich in Hamsterrad's Musterdepot überempfindlich reagiert zu haben (die Diskussion wurde dann als eigener Thread ausgelagert). Aber genau genommen wollen manche User überhaupt nicht sachlich diskutieren. (Unterschwellige) Beleidigungen und Provokationen sind viel cooler. Schon traurig, wenn man nichts Besseres zu tun hat. Am Besten, man straft solche User mit Ignorieren und konzentriert sich auf Wichtigeres. Im Stockpicker-Thread versucht ja schon wieder jemand zu provozieren. Ich genieße die Sonne. Und nun zurück zu Toni's Thema.

 

So langsam geht mir Deine anti-aufklärerische muffige Grundhaltung auf den Keks. Darf man wirklich nicht mit einer scherzhaften Bemerkung reagieren, wenn jemand eine ans religiöse grenzende Behauptung wie „Die rein systematische Aktienauswahl kann auf Dauer keinen Mehrwert liefern“ in den Raum stellt und dies (hoffentlich nicht ganz ernst gemeint) damit begründet, dass der Manager eines aktiven Fonds die aktive Aktienauswahl für eine tolle Sache hält?

 

Mir scheint beim Investieren ist es nicht viel anders als in der Politik. Die ganz Rechten und die ganz Linken sind sich viel ähnlicher als sie meinen. Beiden gemein ist, dass sie felsenfest überzeugt sind, die Wahrheit zu kennen und mit Dingen wie rationalem Denken, Selbstkritik, Toleranz nicht allzu viel am Hut haben…

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@Nudelesser

Mir ging es nicht um aktiv/passiv sondern darum, dass selbst Leute mit diesen technischen Möglichkeiten nur eine Vorauswahl systematisch treffen. Die letztendliche Auswahl treffen sie aber weiterhin durch individuelle/unsystematische Beurteilung (aka gesundem Menschenverstand). Du darfst gerne glauben, dass diese Herren das nicht zum Spaß machen sondern darin einen Mehrwert bzw. eine Notwendigkeit sehen.

 

Sowohl die systematische wie auch unsystematische Auswahl der Aktien fällt in diesem Fall meiner Meinung nach ins aktive Lager (wie auch BIP Strategien, Small Cap Überbewertungen etc.).

 

Würde mich selbst eigentlich nicht als Extremisten eines Lagers bezeichnen. Besitze auch ETF, genauso wie Einzelaktien. Für mein Kind baue ich bspw. gerade ein Weltdepot auf. Dogmen liegen mir eigentlich fern. Nichts reelles ist ideal.

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Posted · Edited by StinkeBär

Wer glaubt mit reinem passiven Aktienindex-ETFs recht sicher (Wahrscheinlichkeit über 90%) seine 10% Rendite p.a. beim Exit mühelos durch die recht lange Haltedauer hinzubekommen, der überschätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit erheblich. Der Random Walk kann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch anders verlaufen. Ich glaube, das ist nicht allen so wirklich bewusst?

 

Ich würde die Erfolgswahrscheinlichkeit grob aus dem Bauch heraus mit ca. 60% angeben.

 

Gegenmeinungen oder andere Einschätzungen zum Erfolg der passiven Anlagesstrategie sind erwünscht.

Nur um mal ein Risikogefühl für den passiven Ansatz zu bekommen...

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@Dandy

Das obige ging in keinster Weise gegen Dich, sondern gegen eine gewisse Geisteshaltung, die dieses Forum nur noch von Hausmeistern im grauen Kittel bevölkert sehen möchte.

 

 

@kleinerfisch

Verstehe mich nicht falsch, stimme insbesondere Deinen abschließenden Bemerkungen völlig zu (und an schlechten Tagen könnte R* vielleicht tatsächlich einen Piccolo zur Stimmungsaufhellung gebrauchen B) .)

 

Nur bin ich der Meinung, dass man auch auf freundliche Weise unfreundlich sein. Etwa indem man nicht aus Unwissenheit sondern aus offensichtlicher Bequemlichkeit Fragen stellt, die sich mit einem Hauch Initiative selbst klären lassen und die hier schon tausende Male durchgekaut wurden. Zugegeben, es ist nicht immer leicht, den netten Naiven vom Lass-die- anderen-arbeiten-Typus zu trennen. Ich bewundere jedenfalls Ramstein oder Sapine für ihre Geduld und finde, man sollte ihnen dafür gewisse Freiheitsgrade zugestehen.

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Posted · Edited by sparfux

In den sechs Jahren, die ich in diesem Forum lese, ist diese Spirale für mich hier klar erkennbar.

Oh, da waren die wirklich harten Diskussionszeiten wohl schon vor mehr als 6 Jahren hier.

 

Ich habe schon den ganzen Tag versucht, mich mal an ein paar User zu erinnern, mit denen ich damals ÄUßERST intensive Diskussionen hatte ... u.a. zum ewigen Disput Aktiv vs. Passiv aber auch zu anderen Themen....

 

bargain, uzf und der verunglückte (im übertragenen Sinne) Fondsmanager Reigning Lorelai. Da ist das heutzutage immer noch ein Streichelzoo hier.

 

... allerdings beteilige ich mich auch nicht mehr sehr intensiv an den Diskussionen ... außer wenn Leute meinen, sie stünden über den Dingen und Benchmarking wäre für sie nicht relevant. Behavioural Finance at its best. :'(

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Posted · Edited by troi65

Ich bewundere jedenfalls Ramstein oder Sapine für ihre Geduld und finde, man sollte ihnen dafür gewisse Freiheitsgrade zugestehen.

Oha ; es lebe der User erster Klasse !dry.gif

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Wo sind die jungen Menschen, die Zeit (> 1h / Tag) investieren, um aktives Investieren zu lernen?

 

Nehmen wir mal an, ich wäre jünger. Ich arbeite am Wochentag 8h. Netto erhalte ich ca. 2000€/Monat.

Also müsste ich mit dem Zusatzaufwand von 1h/Tag mindestens 125€ pro Monat (nach Steuern) machen um an die Rendite meiner eigenen Arbeit heran zu kommen. D.h. 3000€ (nach Steuern), d.h. incl Abgeltungssteuer sind das 4000€ pro Jahr.

 

Stockpicking ist sicher eine spannende Sache, aber wer behauptet, dass Stockpicking die beste Möglichkeit ist vermögen zu bilden, der sollte sich mal überlegen ob seine Stockpicking-Fähigkeiten tatsächlich so hoch sind, dass sie besser sind als das was er mit der eigentlichen Arbeit erwirtschaftet ...

 

Wie sieht das bei dir aus? Hat dein Stockpicking zuverlässig eine höhere Rendite als deine Arbeit?

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Posted · Edited by Schildkröte

Hm, Ausbildung, Studium, ggf. Doktorarbeit und Weiterbildungen kosten auch zunächst mal Lebenszeit. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Entspr. mehr Geld durch höher bezahlte Jobs kommt dann erst etwas später. Ähnlich verhält es sich mit der Börse im Allgemeinen und Aktien im Speziellen. Zunächst muss man viel Zeit aufbringen, um sich in die Thematik einzuarbeiten. Während der Einarbeitungsphase kann man damit beginnen, peu á peu Wertpapiere zu kaufen. Irgendwann ist ein Punkt erreicht, wo ein gewisses Wissen angehäuft und ein Basisdepot aufgebaut ist. Dann ist es lediglich noch notwendig, ab und zu mal nach dem Rechten zu sehen (Nachrichten, Unternehmensmitteilungen etc.) und zuzuschauen, wie sich das Depot entwickelt. Aber so wie sich halt manche beruflich nicht weiterentwickeln wollen, so halten sich halt auch manche von anderen Anlageprodukten fern.

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Posted · Edited by lurklurk

Ich habe mir jetzt ehrlich gesagt nicht den ganzen Thread durchgelesen, weil eh immer dasselbe drinsteht. tongue.gif Aber mich erinnert das an diesen Blogeintrag:

sabTHdg.png

 

Preisfrage nun: Schildkröte / Dandy / Lensk / Toni usw = Marty oder nicht?

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Posted · Edited by Toni

Wo sind die jungen Menschen, die Zeit (> 1h / Tag) investieren, um aktives Investieren zu lernen?

 

Nehmen wir mal an, ich wäre jünger. Ich arbeite am Wochentag 8h. Netto erhalte ich ca. 2000€/Monat.

Also müsste ich mit dem Zusatzaufwand von 1h/Tag mindestens 125€ pro Monat (nach Steuern) machen um an die Rendite meiner eigenen Arbeit heran zu kommen. D.h. 3000€ (nach Steuern), d.h. incl Abgeltungssteuer sind das 4000€ pro Jahr.

 

Stockpicking ist sicher eine spannende Sache, aber wer behauptet, dass Stockpicking die beste Möglichkeit ist vermögen zu bilden, der sollte sich mal überlegen ob seine Stockpicking-Fähigkeiten tatsächlich so hoch sind, dass sie besser sind als das was er mit der eigentlichen Arbeit erwirtschaftet ...

 

Wie sieht das bei dir aus? Hat dein Stockpicking zuverlässig eine höhere Rendite als deine Arbeit?

Mittlerweile schon. Ich habe zwar "nur" 10% p.a. gemacht in den 15 Jahren,

aber massiv gespart und eingezahlt, da ich einen recht gut bezahlten Job habe.

Dadurch war meine effektive Depotrendite wesentlich höher.

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Posted · Edited by saibottina

Kleinerfisch, sorry, ich finde Du reagierst etwas übersensibel. Wenn ich als Anfänger die Wahl habe, dass mir meine Anfängerfragen in patzigem Ton beantwortet werden bzw. ich dahingehend begleitet werde, mir dir richtigen Gedanken zu machen (was manchmal etwas zeitintensiver ist als man anfangs erhoffte) oder dass mir gar niemand antwortet, dann wähle ich erstere Möglichkeit.

Das ist Dein gutes Recht, aber viele andere wählen wohl die zweite (siehe die hohe Zahl an "Kurznutzern" und die geringere an Beschwerden).

Auch wenn Du anderer Meinung bist, haben diese Anderen keinen Anspruch auf einen Umgangston, wie er in unserer Gesellschaft üblich ist?

Wenn jemand so unter dem Forumston leidet wie von Dir beschrieben, würde ich einfach vorschlagen, sich der Folter nicht weiter auszusetzen. Wird ja niemand gezwungen, sich hier auf Top-Niveau unentgeltlich beraten zu lassen. Die Bank gegenüber wird das sicher in höflicherem Ton machen. Und wenn ich 10 Meter vorm Kölner Dom stehe und einen Passanten nach dem Weg zum Kölner Dom frage, und ihn dann noch 5 Mal dasselbe frage, dann wird der "Ton der Gesellschaft" sicher unfreundlicher wie hier im Forum.

 

Wie würdest Du handeln, wenn jemand face to face diesen Ton mit Dir anschlägt?

je nach Kontext eine oder mehrere von folgenden Möglichkeiten:

a) Nachdenken, ob ich nicht dermaßen übertrieben naiv auf dem Schlauch gestanden bin (was durchaus schon vorgekommen ist), Dinge nochmal überdenken, dann weiterfragen und am Ende froh sein, dass mir hier geholfen wurde.

be) Antwort ignorieren und sich mit den anderen hilfreicheren Antworten beschäftigen. Am Ende froh sein, dass mir hier geholfen wurde.

c) Frust rauslassen und zurückpöbeln. Dann sich mit den anderen hilfreicheren Antworten beschäftigen. Am Ende froh sein, dass mir hier geholfen wurde.

Danach: Abhaken. Eis essen.

 

 

Warum sollten hier schlechtere Umgangsformen herrschen dürfen als im realen Leben?

Sorry, aber das kann nicht Dein Ernst sein. Wo findet Dein reales Leben denn statt? Schoß Bellevue? Ich schließe mich Sparfux an, hier gings vor etlichen Jahren deutlich rauher zur Sache. Beispiellink habe ich vor ein paar Tagen im Bruderthread (thematisch gemeint) verlinkt.

 

Fällt "Bist du 12 Jahre alt?" (verlinkt in meinem ersten Beitrag) unter Deine Definition von "Antwort" (patzig oder nicht)?

Kommt drauf an. Wenn z.B. zum dritten Mal am Tag und zum gefühlt 62sten Mal in den letzten 5 Tagen ein Thread eröffnet wird mit dem Thema "Welchen ETF soll ich wählen, den von Comstage oder den von db x-trackers", da dann 5 Seiten drüber philosophiert wird und der Fragesteller dann immer noch dasselbe fragt, selbstredend ohne sich die Antworten überhaupt mal richtig angeschaut zu haben, weil er ja erwartet, dass wir ihm quasi sämtliche Entscheidungen komplett abnehmen und wennmöglich sogar noch die Order vorausfüllen, genau dann finde ich genau diese Antwort sogar aus-der-Seele-sprechend gut.

Gibt aber auch Situationen, in denen ich die Anwort jetzt nicht soo dufte finden würde. Aber lange kein Grund, sich lange drüber aufzuregen. Gibt Schlimmeres.

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Posted · Edited by sparfux

Preisfrage nun: Schildkröte / Dandy / Lensk / Toni usw = Marty oder nicht?

Ich habe früher auch mal bei Bogleheads gelesen (und auch ein wenig gepostet). Do solltest dann aber auch wirklichen Gesamtkosten betrachten. Du weisst ja selber, dass man bei DFA noch 1-2% p.a. abziehen muss, damit das kein Apfel-Birnen-Vergleich ist. ;)

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Posted · Edited by lurklurk

Du weisst ja selber, dass man bei DFA noch 1-2% p.a. abziehe muss, damit das kein Apfel-Birnen-Vergleich ist. ;)

Es geht nicht um DFA, Sparfux. Sondern um systematische Faktorprämien vs. unternehmensspezifisches Stockpicking. DFA macht nichts anderes, als haufenweise Aktien mit niedrigem KBV zu kaufen (neuerdings mit niedrigem KBV+KGV+KUV). Das kann jeder mit dem Aktienscreener zuhause ebenfalls. Zeitaufwand: 30min im Jahr. Nötiges Fachwissen: nahe 0. thumbsup.gif Solange Schildkröte, Dandy & Co nicht mal langsam Nachweise liefern, kaufe ich denen einfach nicht ab, dass sie Mehrwert gegenüber supersimplen Valuestrategien erzielen können.

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Du weisst ja selber, dass man bei DFA noch 1-2% p.a. abziehe muss, damit das kein Apfel-Birnen-Vergleich ist. ;)

Es geht nicht um DFA, Sparfux. Sondern um systematische Faktorprämien vs. unternehmensspezifisches Stockpicking. DFA macht nichts anderes, als haufenweise Aktien mit niedrigem KBV zu kaufen (neuerdings mit niedrigem KBV+KGV+KUV). Das kann jeder mit dem Aktienscreener zuhause ebenfalls. Zeitaufwand: 30min im Jahr. Nötiges Fachwissen: nahe 0. thumbsup.gif Solange Schildkröte, Dandy & Co nicht mal langsam Nachweise liefern, kaufe ich denen nicht ab, dass sie Mehrwert gegenüber supersimplen Valuestrategien erzielen können.

Wenn ich mich recht erinnere, ist deren "Claim", dass sie schon noch ein bisschen mehr machen, als nur Value-Screening. Da haben auch so Dinge, wie Liquiditätsmanagement, steuerliche Optimierungen etc. eine Rolle gespielt. Da gab es irgendwo ganz gute Vidoes mit Fama, wo der ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert hat.

 

Mit reinem Screening kommst Du nicht auf die Performance und dann stellt sich natürlich auch noch die Frage, wie man KBV, KGV, KUV und was weiss ich noch nun eigentlich gewichtet beim Screening. In meiner Sturm- und Drang-Zeit war ich auch ein Value-Fan. Meine Schlußfolgerung war aber vor etlichen Jahren, dass es in D sowieso keine WIRKLICHEN Value-ETFs gibt und ich habe das ganz weg gelassen. Kein Value-Faktor bei mir. Die großen Erfolgsmeldungen über Value-Fonds habe ich hier im Forum auch noch nicht gelesen ...

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Posted · Edited by lurklurk

Wenn ich mich recht erinnere, ist deren "Claim", dass sie schon noch ein bisschen mehr machen, als nur Value-Screening. Da haben auch so Dinge, wie Liquiditätsmanagement, steuerliche Optimierungen etc. eine Rolle gespielt.

Hauptsächlich Marketing bzw. sind das Sachen, die Fonds mit Milliardenvolumen nunmal machen müssen, der Kleinanleger nicht.. Dieses "Tax Loss Harvesting" ist US-spezifisch. Liquditätsmangement bedeutet, dass sie durch ihr Advisormodell nicht in Crashs Notverkaufen müssen bzw. generell mittels Orderzusätzen nicht unlimitiert einkaufen/verkaufen ("patient trading").

 

Mit reinem Screening kommst Du nicht auf die Performance

Belege deine Behauptung bitte, sie ist nämlich falsch. Das kannst du einfach selbst überprüfen, indem Du dir anschaust, wie der Fama/French HML-Faktor konstruiert ist, denn DFA trackt: Aktien sortiert nach KBV, nichtmal branchenbereinigt. "Blöder" geht's nicht. Dann noch darauf achten, dass beim Kauf (Verkauf) gerade kein negatives (positives) relatives Momentum da ist (Relative Strength zum übergeordneten Markt - hat jede bessere Finanzwebseite), fertig ist DFA-Eigenbau. Ich habe gestern auch einen Link zum Quantitative-Value-Buch gepostet, wenn jemand mehr Details wissen will. Auch das steht nichts Neues drin, mehr ein Sammelwerk, von Graham bis Greenblatt. An DFA's Performance ist NICHTS geheimnisvoll oder nur für "Profis" , sie exekutieren nur eine äußerst banale Value-Strategie. Alternativ zum Selber testen: erstelle dir ein Musterportfolio mit, sagen wir, 100 Einzelwerten, trage die Monatsrenditen zusammen, OLS-Regression auf die stetigen Renditen. Daten gibt's bei French oder Frazzini.

 

und dann stellt sich natürlich auch noch die Frage, wie man KBV, KGV, KUV und was weiss ich noch nun eigentlich gewichtet beim Screening.
Das ist recht egal, da alles hoch korreliert. Multi-Filter bringt ein bisschen Quality rein. Schnittmenge bilden. Oder auch hier wieder: QV-Buch lesen.

 

Meine Schlußfolgerung war aber vor etlichen Jahren, dass es in D sowieso keine WIRKLICHEN Value-ETFs gibt
Korrekt.

 

Die großen Erfolgsmeldungen über Value-Fonds habe ich hier im Forum auch noch nicht gelesen ...

Nennt sich "BIP". Auch als "(Small-)Value mit Regionengewichtung" bekannt (wenn man Glück hat). Oder was denkst Du, wo die Performance von "BIP-Portfolios" herkommt?

 

Aber das wird jetzt offtopic hier. wink.gif

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Posted · Edited by sparfux

Belege deine Behauptung bitte, sie ist nämlich falsch.

Nichts leichter als das: Es würde zig einfach screenende Value Fonds (-ETF) mit der gleichen Performance wie DFA geben, wenn nur das ganz einfache Screening nach einem Parameter (KBV) ausreichen würde. Die gibt es aber nicht.

 

... bzw. es würde dann keiner mehr von einem Value-Effekt reden, weil der Massenansturm ihn kaputt macht.

 

Aber das wird jetzt offtopic hier. wink.gif

In DIESEM Thread ist nichts aber auch gar nichts Off-Topic. Der gesamte Weltschmerz in alle Richtungen wird hier verarbeitet. :lol:

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Posted · Edited by lurklurk

Belege deine Behauptung bitte, sie ist nämlich falsch.

Nichts leichter als das: Es würde zig einfach screenende Value Fonds (-ETF) mit der gleichen Performance wie DFA geben, wenn nur das ganz einfache Screening nach einem Parameter (KBV) ausreichen würde. Die gibt es aber nicht.

Die Wunder von nicht ineffizienten Märkten, nehme ich an.

 

... bzw. es würde dann keiner mehr von einem Value-Effekt reden, weil der Massenansturm ihn kaputt macht.

Tja, er ist aber immer noch da. Belege kansnt Du also nicht liefern, okay.

 

Leider hast du auch nichts weiter als nachweisfreie Behauptungen zu bieten Sparfux. Soll keiner denken, ich wäre nur hinter Schildkröte her.

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