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Meine Unternehmensanalysen

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Hallo,

nachfolgend möchte ich euch immer einen kleinen Einblick geben welches Unternehmen ich mir gerade angeschaut habe und wie meine aktuelle Einschätzung dazu lautet.

 

Welche Kriterien ich benutze habe ich bereits in einem seperaten Thread zusammengefasst. Nach welchen Kriterien bewerte ich?

 

Hier geht es jetzt vielmehr um die einzelnen Unternehmen und meine Meinung dazu. Die Kennzahlen werte ich mit Hilfe eines Excel-Tools aus.

 

Kritik und Anregungen sind jederzeit willkommen. Aber um diesen Thread hier übersichtlich zu halten, möchte ich euch bitten, eure Meinungen hier abzugeben.

 

Folgende Unternehmen befinden sich aktuell auf meiner Watchlist: 3M, Altria, Anheuser-Busch, BHP Billiton, BP, British American Tobacco, Caterpillar, Centrica, Chevron, Cisco, Clorox, Coca-Cola, Colgate-Palmolive, Conoco Philips, Deere & Co, Diageo, Exxon Mobil, Fielmann, Fresenius, Fuchs Petrolub, GlaxoSmithKline, Imperial Tobacco, IBM, Johnson&Johnson, Kellogg, Kimberly Clark, Kinder Morgan, Mastercard, Microsoft, Nestle, Pepsico, Pfizer, Procter&Gamble, Reckitt Benckiser, Roche, Shell, Siemens, SSE, Sysco, Unilever, Verizon, Visa, Wal-Mart, Walgreen

 

Bei den Unternehmensanalysen werde ich grundlegend an dieser Watchlist orientieren. Es ist aber auch möglich, dass ich mal ein komplett anderes Unternehmen betrachte. Außerdem lasse ich bei Unternehmen, die mir momentan viel zu teuer sind, die Analyse außen vor.

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Seit Start des Musterdepots hier im WPF kommt nun der erste Kauf!

 

Am 05.01. habe ich BHP Billiton gekauft zu 17,494€ gekauft. Nachfolgend meine Gründe und eine kleine Analyse.

 

Durch den starken Verfall an den Rohstoffmärkten schienen mir einige Rohstoffaktien momentan besonders attraktiv. Genauer unter die Lupe genommen habe ich dabei Chevron, ExxonMobil, BP und BHP Billiton. Bis auf BHP Billiton sind alles Übrige große Ölunternehmen. BP schied für mich aus, da sie in Folge des DeepWater-Horizon Vorfalls im Jahr 2010 einen Verlust verbuchen mussten. Chevron und Exxon sind beide solide aufgestellt mit ansehnlicher Dividendenrendite. Allerdings gab es sie in der Vergangenheit schon günstiger, weshalb ich hier (noch) nicht zugegriffen habe. Meine Entscheidung fiel dann letztendlich zu Gunsten von BHP aus.

 

Leider konnte ich hier nur auf die Daten seit 2005 zurückgreifen, aber diese überzeugten mich.

 

BHP, einer der größten Rohstoffkonzerne der Welt, hat im letzten Jahr massiv im Kurs verloren. Meiner Meinung nach sollte jetzt hier ein Boden erreicht worden sein. (Es kann, aber natürlich noch weiter nach unten gehen) Deshalb ist bspw. das aktuelle KGV geringer als das 10yr-KGV, dasselbe Spiel mit der Div.-Rendite, die mittlerweile weit über 5% notiert.

 

Die Qualität (Anzahl steigender Umsatz/Gewinn/Dividende, Verlustjahre) liegt bei 88% Gewinn, sowie Umsatzwachstum sind in den vergangen Jahren schwankend gewesen, aber für mich trotzdem ein Aufwärtstrend erkennbar. Die Dividenden konnten kontinuirlich gesteigert werden. Dies halte ich auch in Zukunft noch für machbar. So lag die letztjährige Auszahlungsquote bei 45%.

 

Auch die fundamentalen Daten schienen mir gut genug:

- Eigenkapitalquote: 52,16% sehr gut

- Eigenkapitalrendite: 15,10% in Ordnung

- Gesamtkapitalrendite: 7,87% in Ordnung

- Verschuldungsgrad: 91,72% sehr gut

- EBIT-Marge: 29,14% sehr gut

 

Der Gesamteindruck hat für mich gestimmt, weshalb ich zugeschlagen habe.

 

Die Geschäftsbereiche sind momenten (noch) wie folgt aufgeteilt [nach Umsatz]:

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Hier kommt es allerdings dieses Jahr zu einer großen Abspaltung. BHP möchte seine "aluminium, manganese, coal, nickel and silver assets" Bereiche in ein neues Unternehmen South32 übertragen. Mal schauen was dieser Spin-Off bewirkt. Ich bin hierzu allerdings optimistisch eingestellt.

 

 

 

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Momenten ist es relativ schwer noch geeignete Anlagekandiaten zu finden, doch Cash scheint mir eine noch schlechtere Position zu sein. Nach reifer Überlegung habe ich mich nun dazu entschieden Emerson Electric zu kaufen.

 

Emerson, ein multinationaler Mischkonzern, der auf eine weitreichende Historie zurückblicken kann und in dieser auch stetig seine Dividenden steigern konnten. Zeichen für ein gesunden Unternehmen?

 

So wie ich finde ja!

 

Eigenkapitalquote: 42,84%

Eigenkapitalrentabilität: 19,52%

Gesamtkapitalrentabilität: 8,36%

Verschuldungsgrad: 132,20%

EBIT-Marge: 12,96%

 

Diese Zahlen sprechen doch eine eindeutige Sprache von einem gesunden Unternehmen.

Das EPS-Wachstum war sowohl die letzten 5 (7%), als auch die letzten 10 (8,89%) Jahre größer als das DIV-Wachstum (5,4% und 8,11%)

 

Mit einem KGV von 17,95% und einer DIV-Rendite von 3,33% auch nicht allzu teuer.

 

Zwar ist ein Teil des Geschäfts von den Ölunternehmen abhängig, aber Diversifiation der Geschäftsbereiche scheint breit genug, um dies wettzumachen.

 

Das ganze sieht für die Umsätze & Gewinn wie folgt aus.

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Die Umsätze nach Region sind zum überwiegenden Teil in Nordamerika, finde ich persönlich positiv zu werten.

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Der Chart in USD ist schon seit längerer Zeit im Abwärtstrend, aber wir werden sehen wo uns die Reise hinbringt.

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Ich habe mir einmal Blackrock ein wenig genauer angeschaut und war ziemlich beeindruckend. Auch wenn der Laden nicht ganz unumstritten ist.

 

Blackrock sollte eigentlich jedem ein Begriff sein. In Deutschland vor allem durch deren iShares-ETFs bekannt. Sie verwalten 4,7 Billionen $ an Anlagevermögen. (4.700.000.000)

 

Daher scheint es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass Blackrock ein jedem Weltkonzern mit einigen Prozent beteiligt ist. So kann man das ganze schon als eine etwaive "Fonds-Alternative" betrachten.

 

CEO ist Laurence D. Fink, eine nicht ganz unumstrittene Persönlichkeit.

 

Nun zu den harten Kennzahlen. Betrachtet wurden Umsatz, EPS, Dividende über die letzten 10 Jahre sowie einige fundamentale Daten.

 

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Es lässt sich sehen, dass Blackrock ein stetiges Wachstum erzielen konnte.

 

Durchschnittliches Umsatzwachstum 5yr: 21,9% / 10yr: 37,8%

Durchschnittliches EPS-Wachstum 5yr: 27,6% / 10yr: 29,48%

Durchschnittliches Dividenden-Wachstum 5yr: 20,3% / 10yr: 23,76%

 

Lediglich im Zuge der Finanzkrise gab es einen kleinen Rückschlag.

 

Aber das sind natürlich ganz andere Werte als bei den üblichen Dividenden-Aristokraten, die ein eher kleineres Wachstum erreichen. Vielmehr ist bei vielen auch nicht drin.

 

Fundamental ist Blackrock m. E. ebenfalls gut positioniert:

- Eigenkapitalquote: 66,62%

- Eigenkapitalrentabilität: 11,93%

- Gesamtkapitalrentabilität: 7,95%

- Verschuldungsgrad: 18,04%

- EBIT-Marge 40,38%

 

Da ETFs eine sehr gute und preisgünstige Methode ist Privatanlegern mit geringem Kapital eine gute Investmentmöglichkeit zu geben, sehe ich die Zukunft dieses Marktsegments durchaus äußert positiv. Zumal momentan der Anlagenotstand herrscht und viele Anleger in Deutschland sowie weltweit früher oder später investieren werden.

 

ETF-Martkanteil.jpg

 

Mit einem Marktanteil von fast 50% dürfte das ebenfalls eine rosige Zukunft von Blackrock bzw. iShares werden.

 

Einziger Wehrmutstropfen dürfte der aktuelle Preis sein.

- Kurs: 370,00$

- P/E: 18,85

- Div.-Yield: 2,35%

 

Aber in Anbetracht des großartigen Wachstums der vergangenen Jahre und in der Zukunft ist es keinesfalls zu teuer. Wie heißt es doch oft so schön: "Qualität hat seinen Preis" oder um es mit Warren Buffett auszudrücken: "Price ist what you pay, value ist what you get."

 

Noch bin ich nicht investiert, kann mir aber gut vorstellen, dass sich dies bald ändern wird.

 

Disclaimer: Die Richtigkeit der verwendetet bzw. errechneteten Daten kann ich nicht gewährleisten.

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