ETF und Steuern in Österreich

223 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von Mixalot

Immer wieder beschäftige ich mich zu Beginn eines Jahres mit den verschiedenen Möglichkeiten mein Geld anzulegen. Dabei kommt in letzter Zeit auch die Idee auf, einen Teil in ETF zu investieren um hoffentlich eine höhere Rendite zu erwirtschaften als mit Tag/Festgeld.

Letztes Jahr glaubte ich, die steuerliche Situation in Österreich diesbezüglich zu verstehen, leider zeigt sich nun: dem ist nicht so. :(

Auch Anfragen an österreichische Broker waren in der Antwortqualität nicht berauschend. Sie würden sich zwar um die Steuerbelange kümmern (O-Ton: "Wir ziehen entsprechend KESt ab"), aber wie genau war nicht zu erfahren.

Ich versuche daher die Situtation so zu erläutern, wie ich sie gegoogled/im Forum gelesen habe:

 

Aktiengewinne/Dividenden werden mit 27,5% KESt versteuert. Das ist einfach (hoffe ich).

Bei Fonds werden zusätzlich die "Ausschüttungsgleichen ordentlichen Erträge" sofort mit 27,5% versteuert und erhöhen gleichzeitig den Anschaffungswert um bei Veräußerung eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Das glaube ich zu verstehen.

Ebenfalls bei Fonds werden 60% der "Substanzgewinne im Privatvermögen" als zugeflossen gerechnet und mit 27,5% versteuert. Der Anschaffungswert wird entsprechend erhöht. Jetzt wird mir langsam schwindlig.

 

Das würde bedeuten, dass ein rein thesaurierender Fonds immer steuerliche Kosten verursacht, die zusätzlich gedeckt werden müssen. Ein Ausschütter kann die zusätzlichen Steuern (wenn solche anfallen) sehr wahrscheinlich durch die Dividenden decken. Des weiteren kann der Steuerstundungseffekt bei Thesaurierern die Performance verbessern.

Die Vorstellung Steuern für nicht realisierte Gewinne zu zahlen gefällt mir überhaupt nicht, aber vielleicht sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

 

Aber denkste. :(

 

Bei einem Vergleich von drei ETF, alle Meldefonds

 

  1. comstage STOXX Europe 600 NR UCITS ETF I (T) / EUR, LU0378434582 -- Thesaurierender Swapper
  2. dbx STOXX Europe 600 UCITS ETF 1C (T) / EUR, LU0328475792 -- Thesaurierender Replizierer
  3. UBS-ETF MSCI Europe UCITS ETF A (A) / EUR, LU0446734104 -- Ausschüttender Replizierer

auf der OeKB-Site finde ich KESt-Werte die sich mir nicht erschließen, vor allem weil sie nicht mit meiner vorherigen Aufzählung bezüglich der Versteuerung korrelieren.

 

Comstage

post-26271-0-56664400-1454873571_thumb.png

 

db-x

post-26271-0-39979600-1454873580_thumb.png

 

ubs

post-26271-0-48478200-1454873589_thumb.png

 

Möglicherweise besteht die beste Variante aus thesaurierenden Swappern (hoffentlich keine ausschüttungsgleichen Erträge die voll versteuert werden müssen) und einem Ausschütter um die anfallenden Steuerkosten zu decken. Plus viel Daumen drücken und hoffen, dass die Besteuerung korrekt ist. crying.gif

 

Ich bin euch für jeden Rat bzw. Unterstützung dankbar!

 

Edit: Den Thread habe ich gelesen, die Aussage von Flatex verwirrt mich noch mehr.

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Geschrieben

Nach langer Recherche habe ich einen Artikel der Wirtschaftskammer gefunden, der die steuerliche Situation so beschreibt wie ich sie dargestellt habe. Lesenswert

 

Warum damit nur die KESt-Beträge des db-x ETF nachvollziehbar sind (noch mit dem 25%-Satz) und die anderen nicht, ist mir ein Rätsel.

 

Beim ComStage scheint überhaupt die KESt auf 100% der Substanzgewinne im Privatvermögen angewendet worden sein. Wieso? Vielleicht weil die Erste Bank als steuerlicher Vertreter auftritt?

 

Ich frage mich nun, warum diese Situation noch nicht aufgefallen ist. Wie kann ich als Privatanleger sicherstellen nicht zu viel oder zu wenig zu zahlen wenn ich die Steuerabzüge nicht einmal nachvollziehen kann? :angry:

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Geschrieben

Die Aussage von flatex.at hat mich auch gewundert aber ich habe (zumindest bei diesem Jahreswechsel) noch keine Steuern bezahlt.

Frage mich auch irgendwie wie das möglich ist aber naja solange das so bleibt solls mir recht sein

 

Vielleicht erst bei Geschäftsjahresende des Fonds mal sehen was dann kommt

 

Weist du vielleicht wie wie oder ob man sich die von den Fonds bezahlte Quellensteuer zurückholen kann??

In Deutschland kann man das ja bei einigen Fonds machen(physisch replizierenden) aber scheinbar geht das in Österreich nicht.

Bei deinem

  • dbx STOXX Europe 600 UCITS ETF 1C (T) / EUR, LU0328475792 -- Thesaurierender Replizierer

sollte das ja sonst auch gehen aber da steht auch unter Anrechenbarer Quellensteuer nichts sieht also leider so aus als ob das in Österreich nicht möglich ist

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Geschrieben

Hi Vercingetorix!

 

Bezüglich der Quellensteuer weiß ich leider nichts, stelle es mir aber ziemlich kompliziert vor (Bestätigungen von Bank und Finanzamt). Wie man im Forum liest kann es sich auch länger (Jahre) hinziehen.

 

Flatex hat mir auf meine Frage gleich überhaupt nicht geantwortet, deshalb habe ich mein Depot bei der Hello Bank eröffnet.

Laut Auskunft der Hello buchen sie die ausschüttungsgleichen Erträge durch wenn sie die Abrechnung von der Lagerstelle erhalten. Find ich auch komisch, die Daten sollten ja von der OeKB kommen, da liegen meine ETFs aber sehr wahrscheinlich nicht.

 

Allgemein finde ich die Situation unbefriedigend, nichts ist wirklich nachvollziehbar. Und wenn das Finanzamt dann meint, wir haben zu wenig KESt bezahlt, sind wir im Erklärungsnotstand.

 

Spiele schon mit dem Gedanken mir von den unterschiedlichen ETFs jeweils einen Anteil zu kaufen und mal schauen was passiert. Wenn da nur nicht die Ordergebühren wären... :(

 

Auf alle Fälle sollten wir uns weiterhin austauschen - bin auch gespannt ob dir die KESt jetzt abgebucht wird oder nicht. Befinde mich zwar erst in der ETF-Auswahl, aber wenn die ersten Abrechnungen bei mir Eintreffen, werde ich es im Thread posten.

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Geschrieben · bearbeitet von Vercingetorix

Na endlich hab ich mal einen Österreicher in der ganzen Finanz Geschichte gefunden. Bei den Steuern kann dir leider nie ein Deutscher weiterhelfen(wie auchblink.gif).

Soweit ich das mit der Quellensteuer mitbekommen habe fordert man diese nicht bei den anderen Finanzämtern ein sonder es wird einem in Österreich auf die Kest ein gewisser Betrag angerechnet so das man weniger Kest zahlt.

Also so habe ich das verstanden funktioniert das in Deutschland, sollte dann bei uns auch so ähnlich sein, nur eben das bei den Fond Daten nichts aufgelistet ist und ich daher vermute das da nichts geht.

 

Zu dem Broker:

Finde flatex von den Konditionen her unschlagbar in Österreich

1.KEINE Depotgebühr

2.sehr günstige Ordergebühren

3.GRATIS ishare und Comstage ETFs über Sparpläne

 

Nachteil ist das dass Cashkonto nicht verzinst und das Dividenden von Aktien außerhalb von Österreich oder Deutschland Gebühren kosten aber naja man kann nicht alles haben

 

also wenn du noch nicht zu viel bei der Hello Bank hast ......

 

PS. vielleicht willst du dich ja auch über die Fond Auswahl unterhalten

Ich habe

50% MSCI World

20%MSCI EMU

30% MSCI Emerging Market

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Geschrieben

Finde es auch super, in diesem Forum einen aktiven Österreicher zu finden. Die Infos hier sind toll, aber wie du sagst: steuerlich ist es bei uns ganz anders.

 

Soweit ich das mit der Quellensteuer mitbekommen habe fordert man diese nicht bei den anderen Finanzämtern ein sonder es wird einem in Österreich auf die Kest ein gewisser Betrag angerechnet so das man weniger Kest zahlt.

 

So verstehe ich es: Wenn es ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen dem Staat des Fondsdomizil und Ö gibt, werden dir bis zu 15% auf die KESt durch die depotführende Bank angerechnet.

Bsp:

  • Im Fondsdomizil 5% Quellensteuer, die Bank zieht 22,5% KESt ab.
  • Im Fondsdomizil 15% Quellensteuer, die Bank zieht 12,5% KESt ab.
  • Im Fondsdomizil 30% Quellensteuer, die Bank zieht 12,5% KESt ab.

Im dritten Fall solltest du dir beim Fondsdomizilfinanzamt die zu viel bezahlte Quellensteuer zurück holen können. Auf der help.gv.at oder bmf-Site gibt es dazu auch Formulare. Sollte dies nur für Aktien gelten, mea culpa!

 

 

Flatex kommt mir irgendwie "komisch" vor. Wollte ja ursprünglich bei ihnen ein Depot aufmachen, aber keine Antwort auf meine Fragen, die Nichtanzeige der Ordergebühren und die Dividendenkosten haben mich davon abgehalten. Wenn du bisher zufrieden bist, schau ich mir das noch bis zum Jahresende an.

 

Bezüglich der ETF-Aufteilung habe ich an 30/30/30/10 gedacht, auch wenn meine Depotgröße dies zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erfordert. Insgesamt habe ich vor 60% Tag/Festgeld und 40% ETF zu gehen.

Meine ETFs hatte ich eigentlich schon, dann kam aber die Steuergeschichte.

 

Könntest du mir bitte deine ISINs von EMU und EM posten. Vielleicht lege ich mir davon je ein Stück ins Depot, dann können wir vergleichen. :D

 

Ich häng mal einen Screenshot meiner Tabelle dazu (Achtung: schlimme Formatierung, nicht vollständig). Habe während meiner Recherche feststellen müssen, dass sowohl justetf als auch profitweb falsche Infos haben. Justetf hat zB einen Replizierer als Swap und Profitweb einen Thesaurierer als Ausschütter...

 

Wenn dir etwas auffällt, bitte ich um Info!

 

post-26271-0-74388700-1455126064_thumb.png

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Geschrieben · bearbeitet von Vercingetorix

Emerging Market LU0635178014

Morld IE00B4L5Y983

EMU IE00B53QG562

 

zur Quellensteuer siehe hier http://www.wertpapie...tandardindizes/

unter Punkt 3.2 ist aber auch alles anderer sehr lesenswert

 

Bei den einzelnen Regionen ETFs kenne ich mich nicht so gut aus habe ja nur ein 3 ETF Depot

Bei den Emerging Markets gibt es auch diesen IE00BKM4GZ66 der hat auch small Caps drinnen soweit ich weis ist vielleicht interessant

und noch was zu den Steuern http://www.konsument...rtikel%2FDetail

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Geschrieben

Habe jetzt noch mal eine E-Mail an flatex und auch an Profitweb wegen der jährlichen Steuern und der Quellensteuer geschrieben mal sehen was die sagen

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Geschrieben

Von flatex.at

 

 

vielen Dank für Ihre Nachricht.

 

 

 

Wir können Ihnen mitteilen, dass der Einbehalt der KEST für ausschüttungsgleiche Erträge thesaurierender ausländischer Fonds von der biw-Bank nicht übernommen wird.

 

 

 

Sie müssten in diesem Fall die ausschüttungsgleichen Erträge selbst ermitteln und mit Ihrer persönlichen Steuererklärung deklarieren.

 

 

 

Aussagen zur Besteuerung dürfen nicht als steuerliche Beratung verstanden werden. Bezüglich der steuerlichen Behandlung sind Ihre persönlichen Verhältnisse maßgeblich, bitte wenden Sie sich hierzu an Ihren Steuerberater. Steuerliche Sachverhalte können sich jederzeit ändern.

 

 

 

Sollten Sie weitere Fragen hierzu haben, stehen wir Ihnen hier jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Na das kanns ja jetzt aber nicht sein

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Geschrieben

Hab jetzt nochmals dort angerufen die wissen das nicht genau!!!!!!??????

Haben mir eine andere email gegeben von flatex na da bin ich jetzt aber gespannt.

Kannst du vielleicht mal bei der Hallo nachfragen wie das dort ist.

 

Ansonsten kanns gut sein das die ganzen Geschichten mit Steuer hässlich und soweit auch für uns Österreicher gilt.

Na dann hab ich ein kleines Problem mit meiner ETF Auswahl

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Geschrieben · bearbeitet von Vercingetorix

vielen Dank für Ihre Nachricht.

 

Der Einbehalt der KEST für ausschüttungsgleiche Erträge thesaurierender ausländischen Fonds erfolgt derzeit nicht auf Bankebene.

Diesbezüglich müssen unsere Kunden die ausschüttungsgleichen Erträge im Rahmen der Steuererklärung deklarieren.

 

Jedoch wird in Kürze eine Anpassung vorgenommen, sodass die KEST für ausschüttungsgleiche Erträge nach Implementierung auf Bankebene einbehalten wird.

 

Wir hoffen Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben.

 

Naja jetzt weiß ich nicht recht wie ich weiter mache

Jetzt seh ich den Wald vor lauter Bäumen auch nicht mehr sondern nur mehr??????????

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Geschrieben · bearbeitet von Mixalot

Zuerst einmal sage ich Danke für das Posten deiner ISINs!

 

Na die Aussagen von Flatex sind schon super, da kann man wirklich drauf bauen. dry.gif

Genau die Steuererklärung wolltest du dir ja durch die Wahl eines österreichsischen Brokers ersparen.

 

Aber dir antworten sie wenigstens, meine Frage vor einem Monat ist noch immer unbeantwortet.

 

 

Hello hat mir folgendes geschrieben:

 

-) Wie bzw. wann werden die Abgaben für "ausschüttungsgleiche Erträge" bei ETFs abgebucht/berechnet. Es kann ja auch vorkommen, dass eigenlich ausschüttende ETFs durch die unterschiedlichen Enddaten von Geschäfts- und Steuerjahr diese "ausschüttungsgleichen Erträge" aufweisen. Geschieht dies z.B. jedes Jahr oder erst nach Verkauf?

[...] gibt es jedes Jahr einen ausschüttungsgleichen Ertrag, welcher, sobald wir die Abrechnung von der Lagerstelle erhalten, durchgebucht wird [,,,].

 

-) Muss daher unter Umständen für die Bezahlung eben dieser Steuer immer ein Betrag am Verrechnungskonto verfügbar sein?

Es wäre natürlich gut, wenn am Konto immer eine Reserve besteht, eben für KESt-Buchungen für ausschüttungsgleiche Erträge. Je nachdem, wann die Meldung erfolgt kann es vorkommen, dass die Buchungen um einiges nach Geschäftsjahresende gebucht wird.

 

 

-) Für den Fall, dass jährlich für die "ausschüttungsgleichen Erträge" Steuern zu zahlen sind (die ja nie realisiert wurden), was passiert konkret wenn die ETFs mit Verlust verkauft werden?

[...] ausschüttungsgleichen Erträge erhöhen Ihren steuerlichen Anschaffungswert, bei einer Veräußerung wird daher eine Doppelbesteuerung vermieden.

 

Ob dieses Aussagen stimmen, werde ich wohl erst in einem Jahr oder so sehen, hoffe es aber. Steuerklärung sollte bei Hello nicht notwendig sein.

 

Mich interessiert insbesondere die Rückmeldung von profitweb.

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Geschrieben · bearbeitet von Vercingetorix

Habe nochmals mit flatex Kontakt aufgenommen da das ja mal ÜBERHAUPT nicht geht!!!! mal sehen was sie Antworten

Habe bei Hello und easybank(da bin ich vorher gewesen) angerufen die haben mir gesagt das alles automatisch gemacht wird also ausschüttungsgleiche Erträge UND Substanzgewinne werden besteuert,

Und auch das man Geld am Konto haben muss wurde mir bestätigt.

 

Nun ja sieht so aus als ob man in Österreich so oder so über den Tisch gezogen wird was das angeht.

Nicht mal mit Swapenden ETFs kann man sich ganz schützen da ja dort zumindest die ausschüttungsgleiche Erträge nicht versteuert werden aber soweit ich das jetzt verstehe die Substanzgewinne schon(ob die dann mit vollen 27,5% oder mit (27,5%*60%=16,5%) bin ich mir nicht sicher

 

Noch eine Frage wie alt bist du eigentlich?

Wenn ich fragen darf

Ich bin 24

 

Profitweb hab ich nur wegen der Quellensteuer angeschrieben aber das gibt es auch eine Telefonnummer da Rufe ich vielleicht noch an

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Geschrieben

Ho, ho ho!

 

Jetzt bin ich anscheinend gerade auf einen Fehler von mir beim Verständnis der Profitwebsite gekommen. Die Spalte "Im Privatvermögen steuerpflichtige Substanzgewinne je Anteil" ist 60% der Spalte "Im Betriebsvermögen steuerpflichtige Substanzgewinne je Anteil".

 

Damit wäre die KESt -Kalkulation dann ja wieder richtig und wir würden als Privatanleger nur für 60% Steuern zahlen.

 

Kannst du da einmal drüberschauen, vielleicht wäre das Rätsel gelöst (warum das Gesetz dann so umständlich formuliert ist, verstehe wer will).

 

 

Alter: Hab schon ein bisschen mehr auf dem Buckel, bin 37.

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Geschrieben

Hab gerade bei Profitweb angerufen die geben die Daten nur weiter also frei und geben keine Auskunft

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Hab gerade bei Profitweb angerufen die geben die Daten nur weiter also frei und geben keine Auskunft

 

Danke!

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Geschrieben · bearbeitet von Vercingetorix

https://www.bankdire...8-NA-NA-NA.html

Da stehts genau nochmal also:

  1. Alle ausschüttungsgleichen Erträge also Dividenden des Fonds(die ja leider schon geringer sind wegen der vom Fond bereits Bezahlten Quellensteuer aber das ist nochmal was anderes)
  2. 60% aller Substanzgewinne zu 27,5& also 27,5*0,6=16,5%

Also kann man sich mit Swapern 11%(27,5%-16,5%) Steuern pro Jahr sparen so sehe ich das

 

flatex schreibt

 

vielen Dank für Ihre Nachricht.

 

Die technische Umsetzung befindet sich derzeit in Konzeption. einen Termin können wir Ihnen noch nicht nennen.<br style="color: rgb(34, 34, 34); font-family: arial, sans-serif; font-size: 12.8px;"><br style="color: rgb(34, 34, 34); font-family: arial, sans-serif; font-size: 12.8px;">Die Besteuerung erfolgt auf die gemeldeten ausschüttungsgleichen Erträge der ÖWS. Der KESt Einbehalt wird von zugehörigen Cash Konto ohne Vorankündigung erfolgen, es handelt sich hierbei um einen automatisierten Prozess.<br style="color: rgb(34, 34, 34); font-family: arial, sans-serif; font-size: 12.8px;">Entsprechende Meldezeiträume können unter www.profitweb.at oder bei der Fondsgesellschaft eingesehen werden um etwas Planungssicherheit zu erhalten.<br style="color: rgb(34, 34, 34); font-family: arial, sans-serif; font-size: 12.8px;"><br style="color: rgb(34, 34, 34); font-family: arial, sans-serif; font-size: 12.8px;">Bei weiteren Fragen zu der Behandlung von Fondsvermögen bitten wir Sie sich an Ihren Steuerberater zu wenden.

Weis nicht warum die Formatierung so kommt

zumindest geht die Rückmeldung bei mir schneller alls bei dir

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Geschrieben · bearbeitet von Vercingetorix

Na das ist ja mal wirklich toll man zahlt Steuern für etwas das man noch gar nicht am Konto hat

bei einem sehr großen Depot muss man dann gleich mal mehrere hunderte€ liegen haben um die Steuern zahlen zu können und man weis nicht mal WANN genau das Abgebucht wird oder WIEVIEL weil die Geschäftsjahre der ETFs immer unterschiedlich sind und die Banken vermutlich auch immer unterschiedlich lange zur Bearbeitung brauchen und die höhe der Steuern muss man sich auch noch vorher ausrechenen

wallbash3.gifwallbash3.gifwallbash3.gifwallbash3.gifwallbash3.gifwallbash3.gif das nen ich mal Österreichisches Steuergestz

 

Da bin ich dann am überlegen ob ich nicht auf Swap ETFs umsteige

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Geschrieben

Was ich auch noch nicht verstehe ist das die Daten von Profitweb in USD $ sind wie muss ich das dann in € EUR umrechnen????

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Geschrieben

Was ich auch noch nicht verstehe ist das die Daten von Profitweb in USD $ sind wie muss ich das dann in € EUR umrechnen????

 

Die Daten sind immer in der Fondswährung, das siehst du z.B. bei den von mir geposteten. Die Umrechnung erfolgt angeblich durch die Bank, du kaufst den Fonds ja auch in EUR.

 

Na das ist ja mal wirklich toll man zahlt Steuern für etwas das man noch gar nicht am Konto hat

bei einem sehr großen Depot muss man dann gleich mal mehrere hunderte€ liegen haben um die Steuern zahlen zu können und man weis nicht mal WANN genau das Abgebucht wird oder WIEVIEL weil die Geschäftsjahre der ETFs immer unterschiedlich sind und die Banken vermutlich auch immer unterschiedlich lange zur Bearbeitung brauchen und die höhe der Steuern muss man sich auch noch vorher ausrechenen

 

Ja, das ist keinesfalls toll. Das Konto muss man unter laufender Beobachtung halten, ich werde auch standardmäßig ca. 500€ oben lassen. Hoffe halt mit der Mischung zwischen thesaurierend und ausschüttend den größten Teil ohne Probleme begleichen zu können.

 

 

Die Korrektur der Anschaffungskosten soll ja nur bei der Veräußerung zählen, daher ist ein für mich noch nicht geklärter Sachverhalt (der noch lustiger sein kann):

 

  1. Du kaufst einen Anteil am 01.01.16 zu €100.
  2. Am 01.01.17 steht der Teil bei 110€. Du darfst 10 x 0,6 x 0,275 = 1,65€ KESt zahlen. Steuerlicher Anschaffungswert erhöht sich um 6€ auf 106€.
  3. Am 01.01.18 steht er bei 90€. Du zahlst keine KESt.
  4. Am 01.01.19 steht er bei 100€. Zahlst du jetzt wieder 1,65€ KESt oder nicht?

Als vernünftig denkender Mensch sage ich: "Natürlich zahlst du nicht noch einmal KESt". Als gelernter Österreicher: "Ach du schöne Schei...". :o:-

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Wenn man einen physischen thesaurierenden ETF hat dann

  1. zahlt man ja für die ausschüttunsgleichen Erträge die 27,5%, diese bestehen ja eigentlich nur aus Dividenden der enthaltenen Aktien
  2. und die 16,5% auf Substanzgewinne

 

Nun nimmt man einen physischen ausschüttenden

  1. dann bekommt man die Dividenden(die bei dem anderen ETF thesauriert werden) ausgezahlt und zahlt halt auch die Steuern jedoch bekommt man das Geld AUSBEZAHLT auf das Konto
  2. die 16,5% auf Substanzgewinne bleiben gleich

 

is dann nur der Vorteil das man sich die Wiederanlage gebühren spart, aber man auch denn ETF nicht einfach liegen lassen kann ohne immer neues Geld für die Steuern zu zu schießen

 

Was ich auch noch nicht verstehe ist das die Daten von Profitweb in USD $ sind wie muss ich das dann in € EUR umrechnen????

 

Die Daten sind immer in der Fondswährung, das siehst du z.B. bei den von mir geposteten. Die Umrechnung erfolgt angeblich durch die Bank, du kaufst den Fonds ja auch in EUR.

 

 

 

und wie rechne ich mir das dann um wenn ich die Steuern selbst machen muss??

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Geschrieben

Da ja jetzt die Aussage von flatex ist das ich die Steuersache selbst machen muss bis die ihr System so weit haben das das gemacht wird wollte ich schauen wie ich das machen muss aber da verstehe ich NULL

 

Ich habe verschiedene Kaufzeitpunkte durch Sparpläne wie berechne ich das dann aus den Profitweb Daten raus.

Außerdem habe ich auch keine Ahnung wo ich das dann beim Steuerausgleich wie angeben muss.

 

Hm is doch ziemlich sch***** der ganze misst

verstehe nicht wie das flatex.at einfach so sagen kann das die das nicht machen als ÖSTERREICHISCHER Broker

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Geschrieben

Würde mich außerdem interessieren wie viele flatex Kunden das gar nicht wissen(woher auch da flatex das auch nirgends erwähnt)

Hast du vielleicht eine Ahnung was passieren kann wenn ich einfach nichts mache wegen der Steuern??

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Geschrieben · bearbeitet von dagobertduck2204

Super, dass sich hier Österreicher austauschen können. Vorweg: Ich blicke in dieser ganzen Steuergeschichte nicht so gut durch, weil ich das alles ziemlich verwirrend und kompliziert finde und ich auch noch nicht die Zeit hatte, mich damit ausführlich zu beschäftigen, daher verzeiht, wenn ich etwas für euch Banales frage bzw. sage. Folgendes kann ich aber zur Diskussion beitragen:

 

Ich habe derzeit den ETF MSCI World mit der ISIN IE00B4L5Y983. Diesen habe ich etwas über 1 Jahr in meinemDepot. Bin aktuell beim Broker Flatex und bis zum Herbst vorigen Jahres war ichbei Brokerjet. Dieser ETF ist ja thesaurierend. Ich musste aber, seit ichdiesen ETF habe, noch nie eine Steuer im Voraus für die ausschüttungsgleichenErträge bezahlen, weder bei Brokerjet noch bei Flatex. Aber hätte ich laut denAussagen in diesem Thread nicht schon längst so eine Steuer im Voraus bezahlenmüssen? Bin jetzt daher noch verwirrter als vorher, kann hier jemand Licht insDunkel bringen?

 

 

 

 

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