ETF und Steuern in Österreich

223 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Ich hätte eine Frage, wie man Einkünfte bei ausländische Brokern, die die Kest nicht abführen - im Formular E1kv 2016 korrekt angibt:

 

Ausgangslage:

  • Es wurden Substanzgewinne (Veräußerung von Aktien) iHv von 10.000 EUR erzielt - gleichzeitig auch Verluste iHv 8.000 EUR.
    • Sind diese Posten in 1.3.2 in den Feldern 994 (10.000) und 892 (8.000) einzutragen?
  • Es wurden (Brutto-) Dividendeneinnahmen iHv 1.000 EURO erzielt, wovon noch kein KESt Abzug erfolgte. Weiters auch 500 EUR Brutto-Dividendeneinnahmen von US-Aktien, von welchem der Broker bereits 15% (75 EUR) einbehalten hat.
    • Sind die Brutto-Dividenden dann in 1.3.1 in Feld 863 (1.000+500) einzutragen?
    • Ist die bereits einbehaltene US Quellensteuer (75 EUR) dann in 1.6 in Feld 998 zu vermerken?
  • Der Saldo in Punkt 1.3 ergibt sich dann aus Punkt 1.3.1 (1.500) sowie 1.3.2 (10.000-8.000) also 3.500 EUR

Sehe ich das richtig oder habe ich dabei einen Denkfehler?

 

Ich bin für Korrekturen oder Ergänzungen sehr dankbar!

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Geschrieben

Am 14.2.2017 um 15:13 schrieb dagobertduck2204:

Danke für deine Antwort.

 

Naja, was ich nicht ganz verstehe ist: Im Endeffekt, also bei der Veräußerung des ETF habe ich dann insgesamt, wenn man alles zusammenzählt und berücksichtigt, genau 27,5 % auf die Differenz zwischen tatsächlichem Einkaufskurs und Verkaufskurs zu bezahlen. Das heißt, diese erwähnten 13,145 € an Steuer, die ich weniger bezahlen müsste, sind völlig irrelevant?

 

Ich brauche also nur in Evidenz halten, dass wenn ich irgendwann mal den ETF verkaufe, dass mir alle bis dorthin vorab bezahlten Steuerbeträge angerechnet werden, sodass ich insgesamt auf eine Steuerbelastung von 27,5 % auf die Differenz zwischen Verkaufskurs und ursprünglichem Einkaufskurs komme, richtig?

 

Und das heißt weiter, es bringt absolut nichts, zwischenzeitlich sich auszurechnen, wieviel Steuer man dann weniger bezahlen würde beim Verkauf, weil man da auf falsche Zahlen kommt (so wie ich eben auf diese 13,145 €) ?

 

 

Kann dazu noch jemand was sagen? Stehe da nämlich auf der Leitung irgendwie...

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Geschrieben

Hallo miteinander

Jetzt habe auch ich zum ersten mal Steuern auf einen thesaurierende ETF gezahlt.

Muss aber leider sagen das ich die Abrechnung auch nicht verstehe

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Geschrieben

Gibt's hier jemanden, der die Steuer-Abrechnung von Flatex nachgerechnet hat und sagen kann wie er das gemacht hat? :) Denn aus dem PDF-File das Flatex als Abrechnung zur Verfügung stellt, wird man nicht wirklich schlau und die Rechenschritte, wie man auf den Steuer-Betrag kommt, kann man damit schon gar nicht nachvollziehen.

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Geschrieben

@dagobertduck2204

hallo!

also ich habe mich schon vor einiger zeit ein wenig damit beschäftigt und bin zu folgendem schluss gekommen:

1) die abrechnungen von flatex sind jetzt durchaus schlüssig mit dem was auf profitweb.at steht. unter 12. steht dort bei der "jahresmeldung" für jeden etf wieviel KeSt pro anteil abzuziehen ist. vergiss dabei die unterpunkte!! unter punkt 6.1. findest du den betrag um den die anschaffungskosten pro anteil erhöht werden müssen. ACHTUNG: wenn die fondswährung USD ist, dann sind diese beträge ebenfalls USD! d.h. du muss jeden (12. und 6.1.) mit dem in der flatex-abrechnung angegebenen wechselkurs umrechnen!

2) dass der betrag um den sich die anschaffungskosten erhöhen dann größer ist, als 27,5% der steuer, die du gezahlt hast, ist richtig. meiner Meinung nach kommt dies so zustande, dass hier bereits rückforderbare quellensteuern und andere abschreibposten von den steuerlichen vertretern der fondsgesellschaften mit eingerechnet sind. ist ja in dem fall positiv für den anleger! und nachdem die daten auf profitweb ja die offiziellen sind, nach denen sich die banken richten müssen und die auch vom finanzamt akzeptiert sind, würde ich mir da nicht weiter den kopf zerbrechen...

lg

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Geschrieben · bearbeitet von Vercingetorix

Hallo

 

Habe hier eine neue Seite entdeckt ganz Interessant

https://www.broker-test.at/etf/

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von chhhh

Hallo!

 

ich habe 2016 begonnen, in ETFs zu investieren und beschäftige mich nun auch mit dem Steuerthema. Da mein ausländischer Broker die KESt nicht abführt, muss ich das auch selbst über die Steuererklärung machen.

 

Dabei bin ich aber auf ein paar für mich noch unklare Themen gestoßen:

Mir ist die Logik der ausschüttungsgleichen Erträge und zu versteuernden Substanzgewinne grundsätzlich klar, allerdings weiß ich nicht wo ich die Daten genau finde. Die OeKB hat in 2016 die Darstellung der Daten geändert und beim neuen Format bin ich etwas überfordert. In der Darstellung bis 03.06.2016 sind die relevanten Spalten klar identifizierbar - aber was sind die entsprechenden Werte im neuen Format? (zb bei DE000A0H0785, dort gibt es für beide schon Werte)

 

Derzeit wäre mein Ansatz, dass ich den Wert unter 6.1 Korrekturbetrag ausschüttungsgleicher Ertrag für Anschaffungskosten als Ertrag in die Steuererklärung reinnehme...

 

Und sind in den Werten von profitweb.at auch ausgeschüttete Dividenden enthalten oder nur die ausschüttungsgleichen Erträge? 

 

Eine weitere Frage stellt sich für mich mit dem Zuflusszeitpunkt:

 

Am 26.2.2016 um 13:46 schrieb WhoAmI_:

Also ausschüttungsgleiche Erträge sind Erträge, die zwar innerhalb des Fonds zufließen aber nicht ausgeschüttet wurden. Der Gesetzgeber fingiert zu ungunsten des Anteilsinhabers einen Zufluss dieser ausschüttungsgleichen Erträge (Zufluss = Zeitpunkt der Meldung des steuerlichen Vertreters an die Meldestelle= OeKB; spätestens 7 Monate nach Ende des Fondgeschäftsjahres) und hat somit ein Besteuerungsrecht.

 

 

Wie sind Erträge zu behandeln, wenn ich die Anteile nicht mit Beginn des Geschäftsjahres des Fonds erworben habe? ZB auch bei DE000A0H0785, Geschäftsjahr 1.4.2015-31.3.2016, Jahresmeldung an OeKB am 31.10.2016, ich habe den ETF im Februar 2016 gekauft. Ist dann der gesamte Wert für dieses Geschäftsjahr für mich steuerlich relevant oder zB nur 2/12 oder ist irgendwo der genaue Wert für den Zeitraum sichtbar? Kann das vllt. jemand aus einer Flatex-Abrechnung nachvollziehen?

 

Schon mal vielen Dank für alle Antworten!

 

Lg

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Geschrieben

Am 14.3.2017 um 14:21 schrieb guttunge:

2) dass der betrag um den sich die anschaffungskosten erhöhen dann größer ist, als 27,5% der steuer, die du gezahlt hast, ist richtig. meiner Meinung nach kommt dies so zustande, dass hier bereits rückforderbare quellensteuern und andere abschreibposten von den steuerlichen vertretern der fondsgesellschaften mit eingerechnet sind. ist ja in dem fall positiv für den anleger! und nachdem die daten auf profitweb ja die offiziellen sind, nach denen sich die banken richten müssen und die auch vom finanzamt akzeptiert sind, würde ich mir da nicht weiter den kopf zerbrechen...

 

 

Die Erhöhung der Anschaffungskosten erfolgt um die gesamten Erträge, nicht nur um die Steuer damit es später zu keiner doppelten Besteuerung dieses Teils kommt.

zB:

Kauf um 100 in Jahr 1, in dem Jahr gab es 10 ausschüttungsgleiche Erträge, du zahlt 10*27,5% KESt und der steuerliche Anschaffungswert erhöht sich auf 110. Wenn du in Jahr 2 um 130 verkaufst, zahlt du nur noch KESt auf (130-110)*27,5%. In Summe hast du somit wieder KESt auf die 30 Gesamtertrag gezahlt.

 

Hoffe das habe ich so richtig verstanden!

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Geschrieben · bearbeitet von DonLuigi

Also das Österreichische Steuersystem ist (u.A. im Vergleich zum Deutschen) echt eine Frechheit. Auch bei thesaurierenden Fonds sofort 60% des Kursgewinns mit 27,5% versteuern zu müssen, obwohl kein Geld zugeflossen ist ist echt ein Wahnsinn.

 

Ich müsste also, wenn ich in ein paar Jahren eine größere Summe angespart habe, unter Umständen ETF-Anteile verkaufen, um Steuern auf die Wertsteigerungen zu bezahlen.

z.B. wenn ein Portfolio mit 150.000€ innerhalb eines Jahres auf 162.000€ (8% Rendite) steigt, muss ich Anteile verkaufen (wobei auf verkaufte Anteile dann die restlichen 40% der 27,5% KESt anfallen) oder selbst Mittel aufbringen, um 1.980€ (12.000 x 0,6 x 0,275) an KESt zu bezahlen. 

 

Wie schaut es jetzt eigentlich aus, wenn ein ETF ein schlechtes Jahr hat (z.B. Finanzkrise)?

- Sagen wir, ich kaufe 2017 um 10.000€ ETFs und der Wert sinkt innerhalb eines Jahres auf 7.000€. Den Verlust darf ich ja nur im selben Jahr mit Gewinnen 'ausgleichen', dann verfällt er. Wird dann der Anschaffungspreis der ETF-Anteile nach Meldung des ETF-Anbieters auf den neuen, niedrigeren Kurs gesenkt? (da er in guten Jahren nach KESt Zahlung erhöht wird)

- 2018 steigt der Wert dann von 7.000€ auf 9.000€ - bezahl ich dann für die 2.000€ Wertsteigerung wieder KESt obwohl ich tatsächlich noch immer 1000€ im Minus bin?

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Geschrieben

vor einer Stunde schrieb DonLuigi:

Also das Österreichische Steuersystem ist (u.A. im Vergleich zum Deutschen) echt eine Frechheit. Auch bei thesaurierenden Fonds sofort 60% des Kursgewinns mit 27,5% versteuern zu müssen, obwohl kein Geld zugeflossen ist ist echt ein Wahnsinn.

 

Ich müsste also, wenn ich in ein paar Jahren eine größere Summe angespart habe, unter Umständen ETF-Anteile verkaufen, um Steuern auf die Wertsteigerungen zu bezahlen.

z.B. wenn ein Portfolio mit 150.000€ innerhalb eines Jahres auf 162.000€ (8% Rendite) steigt, muss ich Anteile verkaufen (wobei auf verkaufte Anteile dann die restlichen 40% der 27,5% KESt anfallen) oder selbst Mittel aufbringen, um 1.980€ (12.000 x 0,6 x 0,275) an KESt zu bezahlen. 

 

Wie schaut es jetzt eigentlich aus, wenn ein ETF ein schlechtes Jahr hat (z.B. Finanzkrise)?

- Sagen wir, ich kaufe 2017 um 10.000€ ETFs und der Wert sinkt innerhalb eines Jahres auf 7.000€. Den Verlust darf ich ja nur im selben Jahr mit Gewinnen 'ausgleichen', dann verfällt er. Wird dann der Anschaffungspreis der ETF-Anteile nach Meldung des ETF-Anbieters auf den neuen, niedrigeren Kurs gesenkt? (da er in guten Jahren nach KESt Zahlung erhöht wird)

- 2018 steigt der Wert dann von 7.000€ auf 9.000€ - bezahl ich dann für die 2.000€ Wertsteigerung wieder KESt obwohl ich tatsächlich noch immer 1000€ im Minus bin?

Die Steuer wird nicht von dem Kaufkurs berechnet den du hast sondern wird Fond intern berechnet. Also die Substanzgewinne INNERHALB des ETF.

Es ist also nicht von Belang ob du vom DEINEM Einstandskurs im + oder - bist, sondern welche Werte der Fond meldet.(wie diese Werte zustandekommen ist für mich nicht ganz Verständlich aber daran kann man ohnehin nichts ändern)

Unterm Strich bedeutet das dass du die Steuern bezahlen musst die gemeldet werden egal wie sich dein Kurs verhält.

Fond intern werden Verluste gegengerechnet.

Und bei einem Verkauf wird dann wieder dein Einstandskurs relevant den DU hast und dieser sollte mit jeder Zahlung von Ausschüttungsgleichen Erträgen erhöht werden damit nicht doppelt besteuert wird.

 

Hoffe ich konnte etwas weiterhelfen sonst sollte der ganze Thread mittlerweile schon alle Infos bereit halten vielleicht nochmal nachlesen

Grüße Vercingetorix

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Geschrieben · bearbeitet von WhoAmI_

vor einer Stunde schrieb DonLuigi:

Also das Österreichische Steuersystem ist (u.A. im Vergleich zum Deutschen) echt eine Frechheit. Auch bei thesaurierenden Fonds sofort 60% des Kursgewinns mit 27,5% versteuern zu müssen, obwohl kein Geld zugeflossen ist ist echt ein Wahnsinn.

 

Ich müsste also, wenn ich in ein paar Jahren eine größere Summe angespart habe, unter Umständen ETF-Anteile verkaufen, um Steuern auf die Wertsteigerungen zu bezahlen.

z.B. wenn ein Portfolio mit 150.000€ innerhalb eines Jahres auf 162.000€ (8% Rendite) steigt, muss ich Anteile verkaufen (wobei auf verkaufte Anteile dann die restlichen 40% der 27,5% KESt anfallen) oder selbst Mittel aufbringen, um 1.980€ (12.000 x 0,6 x 0,275) an KESt zu bezahlen. 

 

 Also diese Rechnung ist eindeutig falsch.

Die Steuerbemessungsgrundlage hat nichts mit der Steigerung des NAV (in deinem Fall von 150k auf 162k) zu tun! Wir wissen ja nicht, welche Erträge davon realisiert wurden oder ob sich darin auch unrealisierte Wertsteigerungen befinden.

 

In die Steuerbemessungsgrundlage fließen nur folgende Faktoren ein (alles auf Fondsbasis):

  • erhaltene Dividenden, Zinsen und other income (= ordentliche Erträge)
  • Aufwendungen
  • Verlustvortrag

1. Summe = ordentliches Ergebnis (positiv oder negativ; wenn negativ, dann als Aufwandsüberhang bezeichnet)

  • realisierte Substanzgewinne
  • realisierte Substanzverluste
  • Verlustvortrag (zuerst mit vorhandenen Substanzgewinnen ausgleichen; danach mit (positivem) ordentlichen Ertrag)

2. Summe = außerordentliches Ergebnis (positiv oder negativ)

 

Danach werden Summe 1 und 2 summiert.

 

 

Szenario 1:

ordentliches Ergebnis - 10

außerordentliches Ergebnis + 20

Saldo = + 10 und stammt vom ao. Ergebnis

 

Besteuerung = 10*0,6*0,275= 1,65 €

AK erhöhen sich um 6.

 

Szenario 2:

ordentliches Ergebnis +20

ao. Ergebnis - 5

Saldo = + 15 und stammt vom o. Ergebnis

 

Besteuerung = 15*0,275 = 4,125 €

AK erhöhen sich um 15

 

Szenario 3:

ordentliches Ergebnis +50

ao. Ergebnis +100

Saldo = +150 und stammt sowohl vom o. als auch a.o. Ergebnis

 

Besteuerung = (50+100*0,6)*0,275= 30,25

AK erhöhen sich um 110

 

Szenario 4:

ordentliches Ergebnis + 100

ao. Ergebnis +50

Verlustvortrag -70

Saldo = 80, wobei der Verlustvortrag vorrangig mit Substanzgewinnen ausgeglichen wird (in diesem Szenario zur Gänze), die verbleibenden 20 werden mit dem positiven ordentlichen Ergebnis verrechnet.

 

Besteuerung = 80*0,275 = 22

AK erhöhen sich um 80

 

_____________________________________________________________________________________________________________

 

Diese Berechnungen sollen nur dem Verständnis dienen. Aus diesen (oben sehr vereinfacht dargestellten) Berechnungen stammen auch die Daten von der OeKB, die von steuerlichen Vertretern berechnet wurden.

Damit kann auch deine 2. Frage mit den sinkenden NAV nicht pauschal beantwortet werden, da man nicht weiß, ob dies unrealisierte oder realisierte Wertverluste sind.

 

Ich hoffe ich habe in der Eile keinen Fehler gemacht.

 

Lg ;)

 

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Geschrieben

@Vercingetorix und @WhoAmI_ herzlichen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, so ausführlich auf meine Fragen einzugehen!

 

Mir ist klar, dass das Geschäftsjahr des ETFs entscheidend ist. Aber zählen nicht trotzdem dann für uns Österreicher (bei z.B. einem Thesaurierer z.B. LU0488316133 von Comstage) trotzdem 60% der Kurssteigerung innerhalb des ETF-Gechäftsjahres als ausschüttungsgleiche Erträge (oder Kursgewinn, auf den sofort Kursgewinnsteuer anfällt)? Also wenn das Geschäftsjahr von 1.7.2016 bis 30.6.2017 läuft, der ETF-Wert in dem Zeitraum von 35€/Anteil auf 45€/Anteil steigt und es keinen Verlustvortrag gibt, müsste ich doch 10 x 0,6 x 0,275 = 1,65€ Steuer/Anteil zahlen (plus die restlichen 40% bei Verkauf), richtig? 

 

Wenn dies nicht so ist, dann hab ich das Thema in meinem Kopf deutlich überdramatisiert :-) 

 

Auf jeden Fall danke nochmal an euch beide!

 

 

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Geschrieben

hallo zusammen und danke für die vielen beiträge.

 

aber ich bin jetzt nicht wirklich schlauer geworden ob es besser ist einen physichen oder einen swap etf zu kaufen um erst beim verkauf die kest zu zahlen.

ist hier eine steueränderung in sicht?

danke.

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Geschrieben · bearbeitet von Zombievirus

Servus Leute,

 

Zunächst mal vielen Dank für die Österreich bezogenen Informationen bisher!

 

Also nachdem ich schon vieles hier aus diesem Thread und ausm Holzmeier Thread gelernt habe, habe ich nun doch den Entschluss gefasst ein Depot bei Flatex.at zu eröffnen:

 

Falls ich es richtig verstanden habe sind alle Meldefonds in Österreich steuerschön, hauptsache Meldefond!

 

Daher habe ich mir die 2 ETFs herausgesucht, die zwar in DE steuerhässlich sind aber nicht in Österreich da beide laut Profitweb Meldefonds sind und die TD sieht bei beiden auch nicht so schlecht aus!

 

SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF - IE00B3YLTY66

iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Acc) - IE00B5BMR087

 

Swap ETFs gefallen mir ganz und garnicht und daher werde ich mir diese auch nicht zulegen! Der iShares S&P 500 ist vollständig replizierend und der SPDR MSCI ACWI repliziert mittels optimiertem sampling.

 

Die 90 Cent pro Ausführung stört mich auch nicht... hauptsache kein Swap ETF.

 

Ich starte mit 30K die ich mir die letzten Jahre angespart habe!

 

Für S&P 500 werde ich monatlich eine Rate von 1000€ ansparen... sobald 20K drauf sind wird gestoppt.

Für MSCI ACWI ebenfalls monatlich 1000€ bis 10K erreicht sind.

 

Aufeinmal will ich nicht alles reingeben weil man ja durch die monatliche Sparrate auch von den schwankungen des Marktes profitiert.

 

Ich habe auch ein paar Monatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto liegen womit ich die anfallenden Steuern und ETF Kosten bezahlen werde. Beide ETFs sind thesaurierend und daher muss für die Steuer ja auch vorgesorgt werden.

 

Also was sagt ihr dazu? Habt ihr Einwände oder Verbesserungsvorschläge? Noch habe ich garkein ETF. Mich würde euere Meinung dazu interessieren da ihr ja schon wesentlich erfahrener seid.

 

Vielen Dank :D

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Geschrieben

 

vor 29 Minuten schrieb Zombievirus:

Servus Leute,

 

Zunächst mal vielen Dank für die Österreich bezogenen Informationen bisher!

 

Also nachdem ich schon vieles hier aus diesem Thread und ausm Holzmeier Thread gelernt habe, habe ich nun doch den Entschluss gefasst ein Depot bei Flatex.at zu eröffnen:

 

Falls ich es richtig verstanden habe sind alle Meldefonds in Österreich steuerschön, hauptsache Meldefond!

 

Daher habe ich mir die 2 ETFs herausgesucht, die zwar in DE steuerhässlich sind aber nicht in Österreich da beide laut Profitweb Meldefonds sind und die TD sieht bei beiden auch nicht so schlecht aus!

 

SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF - IE00B3YLTY66

iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Acc) - IE00B5BMR087

 

Swap ETFs gefallen mir ganz und garnicht und daher werde ich mir diese auch nicht zulegen! Der iShares S&P 500 ist vollständig replizierend und der SPDR MSCI ACWI repliziert mittels optimiertem sampling.

 

Die 90 Cent pro Ausführung stört mich auch nicht... hauptsache kein Swap ETF.

 

Ich starte mit 30K die ich mir die letzten Jahre angespart habe!

 

Für S&P 500 werde ich monatlich eine Rate von 1000€ ansparen... sobald 20K drauf sind wird gestoppt.

Für MSCI ACWI ebenfalls monatlich 1000€ bis 10K erreicht sind.

 

Aufeinmal will ich nicht alles reingeben weil man ja durch die monatliche Sparrate auch von den schwankungen des Marktes profitiert.

 

Ich habe auch ein paar Monatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto liegen womit ich die anfallenden Steuern und ETF Kosten bezahlen werde. Beide ETFs sind thesaurierend und daher muss für die Steuer ja auch vorgesorgt werden.

 

Also was sagt ihr dazu? Habt ihr Einwände oder Verbesserungsvorschläge? Noch habe ich garkein ETF. Mich würde euere Meinung dazu interessieren da ihr ja schon wesentlich erfahrener seid.

 

Vielen Dank :D

 

Zuerst einmal würde ich in einem separaten Beitrag solche Fragen stellen da sonst hier über etwas diskutiert wird das nicht zum Thema passt.

Zweitens warum nimmst du ACWI UND S&P 500???

Du weist schon das USA einen sehr großen Anteil im ACWI hat oder?

Dadurch hättest du sehr sehr viel USA ein deinem Depot sicher das du das bedacht hast?

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Geschrieben

Hi,

 

S&P 500 weils am profitabelsten ist und ACWI für die Diversifizierung. Ich wollte eigentlich ein MSCI EAFE ETF statt ACWI nehmen aber leider habe ich keinen gefunden!

 

wäre nur ACWI besser?

 

Aber abgeshen davon, ist es aus österreichischer Sicht ok?

 

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Geschrieben

vor 14 Stunden schrieb Zombievirus:

Hi,

 

S&P 500 weils am profitabelsten ist und ACWI für die Diversifizierung. Ich wollte eigentlich ein MSCI EAFE ETF statt ACWI nehmen aber leider habe ich keinen gefunden!

 

wäre nur ACWI besser?

 

Aber abgeshen davon, ist es aus österreichischer Sicht ok?

 

du solltest dich unbedingt noch besser einlesen. Ja, der S&P 500 Index ist die letzten Jahre sehr gut gelaufen, muss aber in der Zukunft nicht unbedingt ebenfalls so sein. Wenn du den ACWI IMI nimmst (der von SPDR passt steuerlich!), deckst du den S&P 500 bereits ab (fast 53% USA Anteil!) und du bist breit aufgestellt. Wenn du den S&P 500 unbedingt separat im Depot haben willst, würde ich ihn mit Emerging Markets, Stoxx Europe 600 & MSCI Pacific kombinieren. Aus Österr. Sicht sollte es keine Probleme geben, gibt genug Meldefonds auf diese Indices.

 

vor 15 Stunden schrieb Zombievirus:

Für S&P 500 werde ich monatlich eine Rate von 1000€ ansparen... sobald 20K drauf sind wird gestoppt.

Für MSCI ACWI ebenfalls monatlich 1000€ bis 10K erreicht sind.

 

Aufeinmal will ich nicht alles reingeben weil man ja durch die monatliche Sparrate auch von den schwankungen des Marktes profitiert.

Die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass du mit der Strategie schlechter aussteigst als mit einer Direkt-Investition, da es durchschnittlich deutlich mehr positive als negative Tage an der Börse gibt. Aber wenn du dadurch ruhiger schläfst dann mach es so.

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Geschrieben

Danke DonLuigi!

 

Daher wollte ich zuerst fragen. Hat sich ausgezahlt! Ich habe jetzt die Beschreibung des MSCI ACWI IMI auf der MSCI Webseite gelesen.

 

Ich verzichte auf S&P 500 und werde alles im ACWI IMI ETF investieren! Ich habe kein anderen ETF bei justETF gefunden der global mehr deckt. Dieser eine ETF ist sehr breit diversifiziert und sollte reichen. Eine Kombination mit anderen ETFs ist nicht unbedingt notwendig. Profitgierig zu sein ist kontraproduktiv.

 

Ist es in Österreich schon mal vorgekommen, dass ein Meldefond aufeinmal kein Meldefond mehr war?

 

Dass Flatex sich um die KeSt kümmert ist eine unglaubliche Erleichterung aber berücksichtigt Flatex dabei auch die Quellensteuer sodass ich diese nicht vom FA zurückfordern muss?

 

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Geschrieben · bearbeitet von chri3333

Hallo liebe Landsmänner,

 

bin vom Einsteigerbereich hierher gelandet;)

 

Was haltet ihr von folgenden drei ETF?

 

20% Amundi ETF STOXX Europe 600 FR0010791004

30%  ComStage MSCI Emerging Markets LU0635178014

50 % ComStage MSCI World LU0392494562

 

Würde gerne auch eine wie im Forum empfohlene Aufteilung von 30/30/30/10 kommen.

Gibt es hier speziell für Österreich bessere Alternativen??

 

Und noch eine Frage zu den Brokern:

Bin zurzeit bei der Hellobank (normales Aktiendepot bis jetzt) und anscheinend ist Flatex um einiges günstiger für ETF(lohnt sich ein Umstieg für mich)?

Die bedenken wegen den Steuern ist mittlerwiele ja nicht mehr relevant oder??

Würde gerne ca. 20K investiern und anschließend rund 400€/ Monat als Sparplan machen, nur hab ich im Bereich der ETF noch nicht einen so großen Überblick und muss mich dementsprechend noch viel einlesen...

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Geschrieben · bearbeitet von DonLuigi

Mir wurde soeben von Flatex für das Jahr 2016 die KESt für den db-x S&P 500 (LU0490618542) vom Konto abgebucht... Ich habe den ETF aber erst seit März 2017. Einzig die Meldung des Fonds ist am 31.07.2017 erfolgt, das Geschäftsjahr war vom 01.01.2016-31.12.2016 - ich dürfte dafür also nicht besteuert werden, sondern erst nächstes Jahr. Ich hab sie angeschrieben, ich hoffe ich bekomme gleich das Geld zurück. Hat den ETF noch jemand?

 

Jetzt mal davon abgesehen ist die Besteuerung in Ö alles andere als 'motivierend', der ETF selbst ist seit Kauf 8% im Minus und dann muss ich dafür auch noch 110€ zusätzlich an Steuern auf das Konto einzahlen.

 

Edit: Ich hab soeben eine Antwort von Flatex erhalten:

 

Sie hatten den ETF LU0490618542 am 31.07.2017 (Ex-Tag) im Depotbestand. Der Ex-Tag sagt aus, dass zu diesem Meldetag alle im Depot befindlichen Werte in die Besteueru8ng mit einbezogen werden, auch wenn es sich bei dieser Jahresmeldung um die des Jahres 2016 handelt.

 

Ich bezahle also insg. für 15 Monate Performance vor meinem ETF-Kauf Kapitalertragssteuer, obwohl mir von diesen Kursanstiegen nie etwas zugeflossen ist. Top!

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Geschrieben

Hallo allerseits,

habe ein Konto bei Flatex und möchte demnächst den einen od. anderen ETF kaufen. Bezüglich des Abzugs der KESt frage ich mich jetzt, wann genau dieser Abzug erfolgt. Auf OEKB-profitweb finden sich bei den Steuerdaten der Fonds hier unterschiedliche Daten, nämlich:

- Geschäftsjahresende (zB 30.6.)

- Meldedatum (zB 16.1.)

Weiß jemand, wann bei Flatex die Steuer vom Konto abgebucht wird?

Danke!

Martin

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Geschrieben · bearbeitet von DonLuigi

vor einer Stunde schrieb martin_flatex:

Auf OEKB-profitweb finden sich bei den Steuerdaten der Fonds hier unterschiedliche Daten, nämlich:

- Geschäftsjahresende (zB 30.6.)

- Meldedatum (zB 16.1.)

Weiß jemand, wann bei Flatex die Steuer vom Konto abgebucht wird?

Danke!

Martin

Scheinbar kurz nach Meldedatum (bei mir war's der 31.7., am 2.8. wurde abgebucht). Das Geschäftsjahr scheint hierbei egal zu sein.

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Geschrieben

Am 2.8.2017 um 07:33 schrieb DonLuigi:

Mir wurde soeben von Flatex für das Jahr 2016 die KESt für den db-x S&P 500 (LU0490618542) vom Konto abgebucht... Ich habe den ETF aber erst seit März 2017. Einzig die Meldung des Fonds ist am 31.07.2017 erfolgt, das Geschäftsjahr war vom 01.01.2016-31.12.2016 - ich dürfte dafür also nicht besteuert werden, sondern erst nächstes Jahr. Ich hab sie angeschrieben, ich hoffe ich bekomme gleich das Geld zurück. Hat den ETF noch jemand?

 

Trivialantwort: Viele Unternehmen schütten die Dividende für ein Geschäftsjahr erst nach Abschluss des Geschätfsjahrs aus.

 

Non-Trivial Quelle (Hervorhebungen durch mich):

Zitat

Bei thesaurierenden Fonds werden die Erträge einbehalten und nicht an die Anteilseigner ausgeschüttet. Steuerrechtlich wird aber so getan, als würden diese einmal jährlich nach Ende des Fondsgeschäftsjahres den Anteilseignern zufließen. Diese Erträge werden deshalb auch "ausschüttungsgleiche Erträge" genannt. Diese werden wie bei ausschüttenden Fonds mit 27,5 Prozent versteuert.

Zitat

Im Fall vom ausländischen Meldefonds kann es durchaus sein, dass die erstmalige Besteuerung der "ausschüttungsgleichen Erträge" (für 12 Monate) bereits erfolgt, wenn der Anleger den Fonds noch keine 12 Monate besessen hat. Bei der Veräußerung des Fonds werden diese "ausschüttungsgleichen Erträge" allerdings in den fortgeschriebenen Anschaffungskosten von der depotführenden Bank berücksichtigt. Die Kursgewinnsteuer berechnet sich aus der Differenz von Verkaufskurs abzüglich des durch ausschüttungsgleiche Erträge erhöhten Kaufkurses. Es kommt somit nicht zu einer Doppelbesteuerung.

 

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