Frontier Markets ETF Ersatz gesucht!

35 Beiträge in diesem Thema

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Hallo liebe Community!

Ich suche einen konkreten (!) Vorschlag um den kürzlich geschlossenen ETF "RBS Market Access MSCI Frontier Markets Index ETF" mit der ISIN: LU0667622202 zu ersetzen. Mein ETF Weltdepot habe ich damals mit Hilfe des Forums aufgebaut. Ich versuche möglichst alle Regionen abzudecken, gewichte nach BIP und betreibe Rebalancing. Ob das neue Produkt physisch repliziert oder nicht spielt für mich keine Rolle, Sitz des ETF ist mir auch egal.

Ich freue mich über hilfreiche Hinweise, auch wenn es möglicherweise überhaupt kein passendes Produkt gibt (Nachfrage wohl gering...). Dann müsste ich auf diesen Bereich verzichten.

Zum besseren Verständnis unten noch mein komplettes Portfolio, die Position "Frontier Markets" muss wie geschrieben neu besetzt werden:

 

Europa: iShares STOXX Europe 600 (DE) (DE0002635307)

Nordamerika (ohne Kanada): ComStage ETF S&P 500 UCITS ETF I (LU0488316133)

Pazifik: ComStage ETF MSCI Pacific TRN UCITS ETF I (LU0392495023)

Aktien Schwellenländer: AMUNDI ETF MSCI EMERGING MARKETS UCITS ETF - EUR (FR0010959676)

Frontier Markets: RBS Market Access MSCI Frontier Markets Index ETF (LU0667622202)

Small Caps Nordamerika: ComStage ETF MSCI USA Small Cap TRN UCITS ETF I (LU0392496005)

Small Caps Europa: ComStage ETF MSCI Europe Small Cap TRN UCITS ETF I (LU0392496344)

Small Caps Emerging Markets & Pacific: SPDR MSCI Emerging Markets Small Cap UCITS ETF (IE00B48X4842)

 

Vielen Dank!!

Goldenboy16

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konkreten (!) Vorschlag

Nimm (!) stattdessen (!) Canada (!) mit (!) rein

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Geschrieben · bearbeitet von tyr

Hallo liebe Community!

Ich suche einen konkreten (!) Vorschlag um den kürzlich geschlossenen ETF "RBS Market Access MSCI Frontier Markets Index ETF" mit der ISIN: LU0667622202 zu ersetzen. Mein ETF Weltdepot habe ich damals mit Hilfe des Forums aufgebaut. Ich versuche möglichst alle Regionen abzudecken, gewichte nach BIP und betreibe Rebalancing. Ob das neue Produkt physisch repliziert oder nicht spielt für mich keine Rolle, Sitz des ETF ist mir auch egal.

Ich freue mich über hilfreiche Hinweise, auch wenn es möglicherweise überhaupt kein passendes Produkt gibt (Nachfrage wohl gering...). Dann müsste ich auf diesen Bereich verzichten.

Zum besseren Verständnis unten noch mein komplettes Portfolio, die Position "Frontier Markets" muss wie geschrieben neu besetzt werden:

 

 

Holzmeier-Liste: https://www.wertpapier-forum.de/topic/45254-steuerstatus-und-trackingdifferenzen-von-aktien-etfs-auf-standardindizes/

 

Klassisch wäre demnach folgender ETF zu nennen: db x-trackers S&P Select Frontier UCITS ETF 1C, LU0328476410 https://etf.deutscheam.com/DEU/DEU/ETF/LU0328476410/DBX1A9/S-P-Select-Frontier-UCITS-ETF

 

Hast du mal die Jahresperformance deines Depots mit einem Referenzindex, z. B. MSCI ACWI verglichen? Bei acht Fonds würde ich mir an deiner Stelle die Frage stellen, ob sich die Komplexität gelohnt hat. Ist das Depot 6-stellig oder größer?

 

konkreten (!) Vorschlag

Nimm (!) stattdessen (!) Canada (!) mit (!) rein

Die Umsetzung ist mit Comstage sogar maximal einfach: Comstage MSCI North America statt Comstage S&P 500.

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Hallo nochmal und danke für die bereits geschriebenen Antworten!Mit der Komplexität habe ich keine Probleme, danke.Zu dem Vorschlag, auch Kanada durch einen Produktwechsel reinzunehmen - werde ich in Betracht ziehen. Ich weiß leider nicht mehr genau, warum ich damals auf Kanada verzichtet habe. Gab es 2014 diesen ETF mit Kanada der Coba noch nicht? Rechtfertigten die Kosten diesen ETF nicht? Ich weiß es nicht mehr... Wenn ihr der Meinung seid, dass ein Wechsel sich langfristig auszahlt, die Transaktiongebühren also durch ein mögliches Renditeplus wieder ausgeglichen werden könnten, dann mache ich das sicher.Zum eigentlichen Thema: Ok, nachdem der DB x-trackers bereits einige Male vorgeschlagen wurde wird es dieser wohl werden. Weiß jemand, ob Die Vanguard Produkte mittlerweile problemlos über die Börse gehandelt werden können? 2014 ging das glaube ich noch nicht. Unter Kostengesichtspunkten wäre der Vanguard FM ETF dem DB Produkt doch überlegen...

 

 

 

 

Hallo liebe Community!

Ich suche einen konkreten (!) Vorschlag um den kürzlich geschlossenen ETF "RBS Market Access MSCI Frontier Markets Index ETF" mit der ISIN: LU0667622202 zu ersetzen. Mein ETF Weltdepot habe ich damals mit Hilfe des Forums aufgebaut. Ich versuche möglichst alle Regionen abzudecken, gewichte nach BIP und betreibe Rebalancing. Ob das neue Produkt physisch repliziert oder nicht spielt für mich keine Rolle, Sitz des ETF ist mir auch egal.

Ich freue mich über hilfreiche Hinweise, auch wenn es möglicherweise überhaupt kein passendes Produkt gibt (Nachfrage wohl gering...). Dann müsste ich auf diesen Bereich verzichten.

Zum besseren Verständnis unten noch mein komplettes Portfolio, die Position "Frontier Markets" muss wie geschrieben neu besetzt werden:

 

 

Holzmeier-Liste: http://www.wertpapie...tandardindizes/

 

Klassisch wäre demnach folgender ETF zu nennen: db x-trackers S&P Select Frontier UCITS ETF 1C, LU0328476410 https://etf.deutsche...ntier-UCITS-ETF

 

Hast du mal die Jahresperformance deines Depots mit einem Referenzindex, z. B. MSCI ACWI verglichen? Bei acht Fonds würde ich mir an deiner Stelle die Frage stellen, ob sich die Komplexität gelohnt hat. Ist das Depot 6-stellig oder größer?

 

Nimm (!) stattdessen (!) Canada (!) mit (!) rein

Die Umsetzung ist mit Comstage sogar maximal einfach: Comstage MSCI North America statt Comstage S&P 500.

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Hast du mal die Jahresperformance deines Depots mit einem Referenzindex, z. B. MSCI ACWI verglichen? [...] Ist das Depot 6-stellig oder größer?

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Geschrieben · bearbeitet von otto03

Aus einem Vanguard Papier von 2013

 

Although the upside for frontier-market investing

may look attractive, the challenges and risks can

be significant. For most investors, the downside

of frontier-market investing would appear to

outweigh the benefits.

 

 

https://pressroom.vanguard.com/nonindexed/1.18.2013_Exploring_the_Next_Frontier_Equity.pdf

 

Einen Vanguard FM ETF gibt es meines Wissens nicht - das Vanguard Produkt ist ein Vanguard-typischer Indexfonds der meines Wissens nicht in D gehandelt wird und keine steuerlich relevanten Infos im Bundesanzeiger veröffentlicht - ein steuerlich intransparentes Konstrukt.

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Hast du mal die Jahresperformance deines Depots mit einem Referenzindex, z. B. MSCI ACWI verglichen? [...] Ist das Depot 6-stellig oder größer?

 

Danke für die Anregungen. Performance entspricht so ziemlich den World Indizes. Habe das jetzt noch nicht im Detail analysiert, da das Depot erst seit Anfang 2015 mit allen Anlageregionen ausgestattet war und noch sukzessive wächst. Werde ich ab 2017 konsequenter verfolgen. Bezüglich des Vanguard Kommentars: Ich denke es ist überflüssig das Für und Wider eines FM Investments hier zu diskutieren. Ich sehe für mein Depot einen Sinn darin. Wenn also der Vanguard ETF dem DB x-tracker strukturell ähnlich ist, warum nicht die kostengünstige Variante wählen?

Tyr, auf deine Meinung lege ich viel Wert. Falls du den Coba ETF mit Kanada noch kommentieren willst bzw. auf meine Antwort dazu eingehen willst, nur zu.

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Hallo nochmal und danke für die bereits geschriebenen Antworten!Mit der Komplexität habe ich keine Probleme, danke.Zu dem Vorschlag, auch Kanada durch einen Produktwechsel reinzunehmen - werde ich in Betracht ziehen. Ich weiß leider nicht mehr genau, warum ich damals auf Kanada verzichtet habe. Gab es 2014 diesen ETF mit Kanada der Coba noch nicht? Rechtfertigten die Kosten diesen ETF nicht? Ich weiß es nicht mehr... Wenn ihr der Meinung seid, dass ein Wechsel sich langfristig auszahlt, die Transaktiongebühren also durch ein mögliches Renditeplus wieder ausgeglichen werden könnten, dann mache ich das sicher.

Der Comstage MSCI North America, ETF113 wurde im Dezember 2008 aufgelegt: http://www.comstage.de/Products/ProductDetails.aspx?p=147165738

 

Im Musterdepot von Marcise wurde der z. B. im Dezember 2013 genannt: https://www.wertpapier-forum.de/topic/38816-verschiedene-etf-depotvarianten-zusammengefasst-dargestellt/?do=findComment&comment=862615

 

Wie immer: es gibt keine Garantie. Ob sich Umschichtungen lohnen weißt du erst hinterher. Wenn man passiv anlegt würde ich aber dazu tendieren, nicht eine Region bewusst weg zu lassen, sondern eben möglichst global an zu legen, da du nicht weißt, wie sich die Regionen entwickeln werden. Daher: Kanada mit nehmen und statt S&P 500 ETF für die Region Nordamerika lieber einen ETF auf die ganze Region Nordamerika inklusive Kanada nehmen.

 

Was du machst solltest du selber entscheiden. Nur weil ich das so machen würde heißt das noch lange nicht, dass sich das lohnt. Vielleicht wird Kanada die nächsten 100 Jahre nicht performen und du wärst mit reinen USA-Fonds für die Region Nordamerika besser gefahren. Vielleicht wird es umgekehrt sein. Woher weiß man das? Ich weiß es nicht, also nehme ich beides. Was du nimmst: deine Entscheidung.

 

Und zum Frontier Markets Fonds: bitte lies die Threads, die Licuala verlinkt hat durch: https://www.wertpapier-forum.de/topic/50011-frontier-markets-etf-ersatz-gesucht/?do=findComment&comment=1048433

 

Es gibt wie so oft Argumente für Invesition in FM und auch dagegen. Beides durchlesen, selber entscheiden. Oder jemanden bezahlen, der einen berät und der dann auch für den Rat in Haftung geht.

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Der guenstigste ETF auf den MSCI Nordamerika hat eine TD von 0,02 %/a (Comstage, LU0392494992).

Der guenstigste ETF auf den S&P 500 hat eine TD von -0,25 %/a (HSBC, DE000A1C22M3), vgl. ggf. hier in Tab. 13.

Kanada hat bei der Marktkapitalisierung einen Anteil von gut 5 % an Nordamerika.

Damit sich die Investition lohnt muessten die 5 % MSCI Kanada die ganze Kostendifferenz "erwirtschaften", also um rund 20*0,25 %/a = 5 %/a besser performen als der S&P 500. Und das nicht nur einmal, sondern in jedem Jahr. Und bei Beruecksichtigung von anrechenbaren Quellensteuern und Steuerstundungen waeren es sogar rund 10 %/a. Damit haette man allerdings noch nichts gewonnen, sondern nur die hoeheren Kosten neutralisiert.

 

Wenn man nur ETFs von Comstage betrachtet ist der Unterschied kleiner, hier wuerde eine kanadische Outperformance von rund 20*0,05 %/a = 1 %/a reichen.

 

Nordamerika-ETFs sind aufgrund der meist deutlich hoeheren Kosten eigentlich keine gute Loesung. Wenn schon Kanada, dann eher mit einem separaten ETF, was aber wiederum nur bei ziemlich grossen Depots Sinn macht.

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Geschrieben · bearbeitet von Ramstein

Der guenstigste ETF auf den MSCI Nordamerika hat eine TD von 0,02 %/a (Comstage, LU0392494992).

Der guenstigste ETF auf den S&P 500 hat eine TD von -0,25 %/a (HSBC, DE000A1C22M3), vgl. ggf. hier in Tab. 13.

Kanada hat bei der Marktkapitalisierung einen Anteil von gut 5 % an Nordamerika.

Damit sich die Investition lohnt muessten die 5 % MSCI Kanada die ganze Kostendifferenz "erwirtschaften", also um rund 20*0,25 %/a = 5 %/a besser performen als der S&P 500. Und das nicht nur einmal, sondern in jedem Jahr. Und bei Beruecksichtigung von anrechenbaren Quellensteuern und Steuerstundungen waeren es sogar rund 10 %/a. Damit haette man allerdings noch nichts gewonnen, sondern nur die hoeheren Kosten neutralisiert.

 

Wenn man nur ETFs von Comstage betrachtet ist der Unterschied kleiner, hier wuerde eine kanadische Outperformance von rund 20*0,05 %/a = 1 %/a reichen.

 

Nordamerika-ETFs sind aufgrund der meist deutlich hoeheren Kosten eigentlich keine gute Loesung. Wenn schon Kanada, dann eher mit einem separaten ETF, was aber wiederum nur bei ziemlich grossen Depots Sinn macht.

Klingt überzeugend. Zumindest solange, bis man die Performance der beiden Fonds in fondsweb vergleicht. (Und nein, es ist nicht fondsweh-spezifisch.)

 

Nachtrag zum Fadentitel: Ich habe übriges den db x-trackers S&P Select Frontier UCITS ETF 1C, LU0328476410 genommen.

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Klingt überzeugend. Zumindest solange, bis man die Performance der beiden Fonds in fondsweb vergleicht. (Und nein, es ist nicht fondsweh-spezifisch.)

 

 

Koenntest du das bitte ein wenig naeher erlaeutern?

 

Wenn ich die Wertentwicklung des Nordamerika-ETFs (Comstage) mit einer Mischung aus 94,34% S&P500 und 5,66% MSCI Canada (beides HSBC) vergleiche, so hat die Mischung ueber 1, 3 und 5 Jahre die bessere Wertentwicklung. (11,34 > 10,63 %, 58,25 > 55,87 % und 142,03 > 132,88 %).

 

Bei 3 und 6 Monaten sieht es anders aus, wobei bei so kurzen Zeitraeumen ein Vergleich schwierig ist, oder beziehst du dich darauf?

 

Ein direkter Vergleich zwischen S&P 500 und MSCI Nordamerika erscheint mir weniger sinnvoll, weil es dann einfach auf den Zeitraum ankommt bzw. darauf, ob Kanada besser gelaufen ist als USA (wie z.B. in den letzten 6 Monaten).

 

Insofern erscheint mit Holzmeiers Aussage doch im Prinzip richtig zu sein. Auf jeden Fall verstehe ich nicht, warum man aus Kostengruenden Frontier Markets oder Small Caps im Depot (erstmal) weglassen kann/sollte, aber Kanada dabei sein sollte (egal ob man nach MCap oder BIP gewichten will).

 

Oder hattest du dich nur auf die von Holzmeier genannten genauen Prozentzahlen bezogen?

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Geschrieben · bearbeitet von xfklu

Auf jeden Fall verstehe ich nicht, warum man aus Kostengruenden Frontier Markets [...] weglassen kann/sollte

Der " db x-trackers S&P Select Frontier UCITS ETF 1C, LU0328476410" zum Beispiel wird vorraussichtlich eine TD von 2.2% haben. Das ist doch ein guter Grund, den wegzulassen.

 

Was ich nicht ganz verstehe, ist, dass S&P500-ETFs signifikant billiger sind als "MSCI USA"-ETFs. Ähnliches scheint auch für "STOXX Europe 600" und "MSCI Europe" zu gelten, so als müsste man für MSCI immer einen kleinen Aufpreis zahlen.

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Auf jeden Fall verstehe ich nicht, warum man aus Kostengruenden Frontier Markets [...] weglassen kann/sollte

Der " db x-trackers S&P Select Frontier UCITS ETF 1C, LU0328476410" zum Beispiel wird vorraussichtlich eine TD von 2.2% haben. Das ist doch ein guter Grund, den wegzulassen.

 

Was ich nicht ganz verstehe, ist, dass S&P500-ETFs prinzipiell billiger sind als "MSCI USA"-ETFs. Ähnliches scheint auch zwischen "STOXX Europe 600" und "MSCI Europe" zu gelten, so als müsste man für MSCI einen kleinen Aufpreis zahlen.

 

Das habe ich auch gerade gesehen. Das war wohl ein schlechtes (aber auch nicht das einzige) Beispiel.Dennoch wuerde mich interessieren, wieviel Mehrkosten man in Kauf nehmen sollte, um eine bessere Repraesentation der "Welt" im Depot zu haben.

 

Nach MCap waeren doch Small Cap USA und Europe "wichtiger" als Kanada, zumal teilweise guenstiger als ein Nordamerika ETF.

 

Nach GDP waere Frontier auch ein groesserer Anteil als Kanada, aber den aus Kostengruenden wegzulassen ist okay...

 

Will sagen: Wenn ich aufgrund der niedrigeren TD erstmal einen USA statt eines Nordamerika-Index nehme, dann sollte doch bei MCap-Orientierung Small Caps der naechste wichtige Schritt sein, nicht zusaetzlich Kanada. Bei GDP-Orientierung ist es eine Frage der Kosten. (Und bitte nicht den Vergleich Kanada - Deutschland anfuehren, wenn ein MSCI Europe ex Germany eine bessere TD haette als der Standard Europe, dann koennte man sicher auch ueber das Weglassen von Deutschland diskutieren.)

 

Im Endeffekt werden doch immer aus Kostengruenden Kompromisse eingegangen, da erschliesst es sich mir nicht, ausgerechnet bei Kanada die Grenze zu ziehen...

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Klingt überzeugend. Zumindest solange, bis man die Performance der beiden Fonds in fondsweb vergleicht. (Und nein, es ist nicht fondsweh-spezifisch.)

 

 

Koenntest du das bitte ein wenig naeher erlaeutern?

Ich bezog mich nur auf S&P500 ETF besser als MSCI Mordamerika ETF.

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Geschrieben · bearbeitet von xfklu

... dann sollte doch bei MCap-Orientierung Small Caps der naechste wichtige Schritt sein, nicht zusaetzlich Kanada.

Prinzipiell richtig, aber ein zusätzliches Land bringt mehr Diversifikation, als zusätzliche SmallCaps.

 

Im Endeffekt werden doch immer aus Kostengruenden Kompromisse eingegangen, da erschliesst es sich mir nicht, ausgerechnet bei Kanada die Grenze zu ziehen...

Man sollte schon ausrechnen, ob "MSCI North America" oder eine Kombination von "MSCI Canada" mit "MSCI USA" bzw. "S&P 500" billiger ist und dann entscheiden.

 

Bei einem großen Depot könnte ich mir gut einen 3%-Anteil eines Canada-ETF vorstellen. (Beispiel: http://www.wertpapie...post__p__961984)

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Geschrieben · bearbeitet von tyr

Der guenstigste ETF auf den MSCI Nordamerika hat eine TD von 0,02 %/a (Comstage, LU0392494992).

Der guenstigste ETF auf den S&P 500 hat eine TD von -0,25 %/a (HSBC, DE000A1C22M3), vgl. ggf. hier in Tab. 13.

Kanada hat bei der Marktkapitalisierung einen Anteil von gut 5 % an Nordamerika.

Damit sich die Investition lohnt muessten die 5 % MSCI Kanada die ganze Kostendifferenz "erwirtschaften", also um rund 20*0,25 %/a = 5 %/a besser performen als der S&P 500. Und das nicht nur einmal, sondern in jedem Jahr. Und bei Beruecksichtigung von anrechenbaren Quellensteuern und Steuerstundungen waeren es sogar rund 10 %/a. Damit haette man allerdings noch nichts gewonnen, sondern nur die hoeheren Kosten neutralisiert.

 

Wenn man nur ETFs von Comstage betrachtet ist der Unterschied kleiner, hier wuerde eine kanadische Outperformance von rund 20*0,05 %/a = 1 %/a reichen.

 

Nordamerika-ETFs sind aufgrund der meist deutlich hoeheren Kosten eigentlich keine gute Loesung. Wenn schon Kanada, dann eher mit einem separaten ETF, was aber wiederum nur bei ziemlich grossen Depots Sinn macht.

Deine Berechnung in Ehren, ich würde da nicht drauf wetten, dass das alles so bleibt, wie es ist. Am Ende zählt nur die Performance der Fonds. Ich habe mal in die MSCI Dokumente geschaut und die "annual performance" ab 2002 verglichen. In der Mehrzahl der Fälle hätte man als aktiver Anleger lieber auf Kanada gesetzt. Rückblickend. Von der Gesamtperformance zurück gerechnet seit 1994 hätte der MSCI North America gewonnen.

 

Wenn man sich die Indexzusammensetzung an sieht, wird klar, wo die Schwankungen her kommen: der MSCI Canada setzt sich zu 74,9 % aus Financials, Energy und Materials zusammen. Wenn es in dem Segment nicht gut läuft zieht dies den MSCI Canada deutlich stärker nach unten als den MSCI North America.

 

Für die Zukunfts-Performance eines langfristig orientierten Anlegers heißt das alles wenig. Genau so muss die aktuelle Gewichtung zwischen USA und Kanada nicht so bleiben, wie sie heute ist. Daher kann der konservative Rat m. E. nur sein, Gesamt-Nordamerika im Depot zu haben, und nicht nur USA als einziger Vertreter der Region Industrieländer in Amerika zu nehmen.

 

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Daher kann der konservative Rat m. E. nur sein, Gesamt-Nordamerika im Depot zu haben, und nicht nur USA als einziger Vertreter der Region Industrieländer in Amerika zu nehmen.

... oder einfach einen "MSCI World", dann hätte man zusätzlich noch Israel mit bei und braucht sich um die einzelnen Länder keine Gedanken mehr zu machen.

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Prinzipiell richtig, aber ein zusätzliches Land bringt mehr Diversifikation, als zusätzliche SmallCaps.

 

Ah, okay, das macht Sinn. Die Korrelation zwischen MSCI USA und Canada ist doch nochmal in einer anderen Groessenordnung...

 

Da merkt man doch, wie wichtig Grenzen auch im Zeitalter der Globalisierung noch sind, dass 93 kanadische Unternehmen einem mehr Diversifikation bringen als 1872 zusaetzliche US-Unternehmen...

 

Interessant waere, ob das fuer alle ueblichen Portfoliogewichtungen der Fall ist, also z.B. ob einem Canada auch in einem 30/30/30/10-Depot (mit S&P500, also 45 oder 46 Laender statt 46 oder 47, da ohne Kanada) mehr Diversifikation bringt als (MCap- oder uebergewichtete) US Small Cap.

 

Im Fall von MSCI USA IMI versus MSCI North America allein ist es klar.

 

Man sollte schon ausrechnen, ob "MSCI North America" oder eine Kombination von "MSCI Canada" mit "MSCI USA" bzw. "S&P 500" billiger ist und dann entscheiden.

 

Bei einem großen Depot könnte ich mir gut einen 3%-Anteil eines Canada-ETF vorstellen. (Beispiel: http://www.wertpapie...post__p__961984)

 

 

Das sehe ich auch so. Danke fuer den Link, sehr interessantes Depot!

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Daher kann der konservative Rat m. E. nur sein, Gesamt-Nordamerika im Depot zu haben, und nicht nur USA als einziger Vertreter der Region Industrieländer in Amerika zu nehmen.

... oder einfach einen "MSCI World", dann hätte man zusätzlich noch Israel mit bei und braucht sich um die einzelnen Länder keine Gedanken mehr zu machen.

:thumbsup:

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Geschrieben · bearbeitet von marcero

Koenntest du das bitte ein wenig naeher erlaeutern?

Ich bezog mich nur auf S&P500 ETF besser als MSCI Mordamerika ETF.

 

Ich bin ehrlich gesagt auch irritiert durch das "zumindest solange, bis".

Damit interpretiere ich deine Antwort so, als ob die Aussage von Holzmeier zunächst überzeugt, aber durch den Chartvergleich bei fondsweb entkräftet wird.

Für mich bestätigt sie eher das Weglassen von Kanada aus Kostengründen, wenn man Kanada nicht als eigenen ETF hinzunimmt (was erst bei größeren Depots Sinn macht).

 

Ich fahre derzeit aus genau diesem Grund ebenfalls ohne Kanada-Teil in Nordamerika.

 

 

Das gleiche Argument könnte man m. E. auch für World vs. Kombi aus S&P500 / Stoxx Europe 600 / Pacific anwenden, wenn es um die Kosten geht.

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Geschrieben · bearbeitet von tyr

Damit interpretiere ich deine Antwort so, als ob die Aussage von Holzmeier zunächst überzeugt, aber durch den Chartvergleich bei fondsweb entkräftet wird.

Ich habe etwas aussagekräftigeres gegeben: Performance-Zahlen für die letzten 14 Jahre und seit Mai 1994. Was sagt dir das?

 

Die Diskussion hier ist m. E. ziemlich akademisch und überhaupt nicht geeignet, um daraus Anlageempfehlungen für ETF-Depots von Einsteiger-Kleinanlegern ab zu leiten. Es macht Spaß darüber zu diskutieren, aber an den grundsätzlichen Empfehlungen ändert das nichts. Für ein 4er-Depot sollte man m. E. schon mindestens ein Aktiendepot von 50.000 Euro haben, damit die kleinste Position von 10% mindestens 5.000 Euro groß ist und keine Schmerzen bei den Handelskosten bei Umschichtungen erzeugt.

 

Nun sollten nicht nur Aktien in einem Portfolio sein, sondern auch z. B. Zinsanlagen. Gehen wir mal von einem ausgewogenen Portfolio von 50% riskant und 50% risikoarm aus sollte das Portfolio schon einen Wert von 100.000 Euro haben, damit das 4er Depot und damit die Frage, wie man Nordamerika einzeln abbildet interessant wird.

 

Nach den Zahlen der Bundesbank und den Depotgrößenangaben von Flatex habe ich arge Zweifel, dass aus der akademischen Diskussion hier gleich Handlungsempfehlungen für Einsteigerdepots abgeleitet werden sollen.

 

Gerne mit anderen Zahlen hantieren, wenn du z. B. der Meinung bist, 80% Aktienquote vertragen zu können oder dich die Handelskosten bei üblichen nicht-Discountbrokern von 2.000 Euro pro Orderposition nicht erschrecken. Selbst dann spart man mit 500 Euro pro Monat schon eine Weile, bis nennenswerte Depotgrößen entstehen, bei denen man sich überlegen könnte, auf ein 4er Depot zu gehen und damit die Frage aufwerfen könnte, wie man den Nordamerika-Industrieländerteil abbildet.

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Geschrieben

Da mag ja vieles richtig sein ( außer vielleicht der Mindestgröße eines 4-er Depots ;)) .......

 

Aber seit der "ING-Diba Aktion" sehe ich das mit der Mindestsumme für eine Order entspannt. Mag sein , dass man für flatex u.ä. andere Ordergrößen im Visier haben sollte.

 

 

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Geschrieben

Umschichtungen kosten bei der ING-Diba ganz regulär ordentlich Geld und sorgen dann dafür, dass man die 10% des Depots, die eine Mini-Position darstellen dann lieber gar nicht anfasst, obwohl eine Veranlassung zur Umschichtung gegeben ist. Ich halte davon nichts.

 

Die Diskussion kommt immer mal wieder hoch und das Argument mit den Aktionsangeboten für Käufe zieht m. E. nicht. Ein Fondsdepot sollte immer mal wieder (nicht monatlich, eher alle 1-2-3 Jahre o. ä.) umgeschichtet werden, wenn sich der Bedarf dafür ergibt. Die Kosten sollten dann nicht die Rendite nachhaltig zerstören oder die fällige Umschichtung durch die Kosten so unattraktiv machen, dass man in den alten nun nicht mehr passend angesehen Fonds verbleibt.

 

Passendes Beispiel, was möglicherweise recht viel Umschichtungsbedarf erzeugen wird: die neuen Steuerregeln ab 2018. Irgendwann wird sich eine Mehrheitsmeinung heraus bilden, welche Fonds zu bevorzugen sind und ggf. Umschichtungsbedarf erzeugen. Vielleicht noch einmal, wenn 2018 und 2019 abgeschlossen wurde und praktische Erfahrungen gesammelt und ausgewertet wurden.

 

Ich halte daher davon nichts, anzunehmen, nur auf Grund von Aktionsangeboten wären Mini-Positionen an Fonds mit einem mal kostengünstig handhabbar.

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Geschrieben · bearbeitet von troi65

Ich halte daher davon nichts, anzunehmen, nur auf Grund von Aktionsangeboten wären Mini-Positionen an Fonds mit einem mal kostengünstig handhabbar.

Da kann bei der DiBa bereits Zweifel haben, ob es sich "nur" um ein Aktionsangebot handelt.

 

Klarstellend : Ich bin auch der Meinung , dass eine bestimmte ETF-Anzahl in Abhängigkeit zu einem bestimmten Depotvolumen stehen sollte.

 

Vorteile in der beschriebenen Aktion sehe ich aber

 

1.) beim Rebalancing

 

2.) bei möglichen hohen monatlichen Sparraten , die man aktionsbedingt in regelmäßige Einmalkäufe umwandeln kann.

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