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Ethereum

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Chips
Posted
vor 11 Minuten von LaRoth:

Hätte er dazu nicht auch die gestohlenen Ethereum / USDC irgenwohin überweisen müssen?

Also dieser Plan ging ja eben nicht auf. Stell dir vor, er wäre mit all seinem (vorherigen) Vermögen short auf Axie Infinity Tokens gegangen. Er macht den Hack. Dummerweise steigt der Kurs der Tokens, wodurch all sein Vermögen weg ist. Wenn er nun die gestohlenen Ether zurück gäbe, hätte er gar nichts mehr. 

Ist ja auch nur ne Theorie. Es geht darum, wenn man ganz viele Coins stiehlt, ist es schwer, die legal auf das private Konto zu "waschen". Ein besserer Weg wäre es quasi einen Insider-Trade zu machen, falls der Hack eine berechenbare Kursbewegung zur Folge hätte und dann die Coins zurückzugeben (und sich feiern lassen). 

 

Man könnte die 600Mio. auch zurückgeben und einen Finderlohn von 10% bekommen :D 

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knusperente
Posted · Edited by knusperente
vor 45 Minuten von Chips:

Also bei Polkadot hast du eben den Layer 0 (Relaylayer), der sich die Sicherheit der darauf aufsetzenden L1 (Parachains) sorgen. Im L0 verwendet man den DOT-Token, um Nutzer für das Staking zu rewarden, um auf Auctions zu bieten, für die sich Parachain-Projekte bewerben und Voting (Governance). Eine Parachain ist zB. Moonbeam, die Smart Contract fähig sind (auch EVM kompatibel). Die Parachains müssen sich dann nicht mehr um Security oder Dezentralisierung Gedanken machen. Ähnlich wie die L2 von Ethereum. L2 zu den Parachains sind natürlich auch wiederum denkbar, genauso wie Rollups. 

 

Klar ist, wenn du Dezentralisierung und Rollup-Map als Maßstab siehst, dann kommt nichts an Ethereum ran (außer bzgl. Dezentralisierung natürlich Bitcoin). 

Kann man bei Polkadot bspw. auch Ethereum, Solana, und co. als Parachain implementieren? Oder sind diese Parachains DOT-Native, d.h. man kann neue Blockchains auf Polkadot als Parachain aufsetzen aber nicht bestehende Blockchains integrieren?

 

Hier im übrigen ein nettes Schaubild zum Ronin Hack welches die Rollen der verschiedenen Entitäten im Ethereum/Ronin-Ökosystem darstellen:

FPJ1HBsXIAArwN5.thumb.jpg.a9ed787550168d15103db9c0faea04fd.jpg

 

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Chips
Posted
vor 2 Stunden von knusperente:

Kann man bei Polkadot bspw. auch Ethereum, Solana, und co. als Parachain implementieren? Oder sind diese Parachains DOT-Native, d.h. man kann neue Blockchains auf Polkadot als Parachain aufsetzen aber nicht bestehende Blockchains integrieren?

Die Parachains sind "dot-native". Die haben zwar ihre eigenen Tokens, aber es sind eigenständige Projekte. Ethereum, Solana etc. können keine Parachain auf Polkadot sein. Das bedeutet, wenn man ETH auf eine Parachain bringen will, wären wieder Bridges nötig. Die Parachains untereinander sind allerdings interoperativ. 

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knusperente
Posted · Edited by knusperente

Nun hat der erste aussichtsreiche Ethereum-Layer 2-Rollup seinen Token angekündigt: Optimism!

 

Optimism skaliert Ethereum durch low-cost und schnellerer TPS. Gleichzeitig profitieren L2 Blockchains von der Sicherheit/Dezentralität des Layer 1 Ethereum. Layer 2 Technologien outsourcen ihre Sicherheit an Ethereum und nutzen Ethereum's Blockspace. Eine Übersicht aller Ethereum L2 findet man hier: https://l2beat.com/

 

Falls ihr Ethereum-Nutzer seid oder mal auf die Optimism L2-gebridged habt, könnt ihr hier schauen ob ihr euch für den Airdrop qualifiziert habt: https://app.optimism.io/governance. Auf dieser Seite findet ihr auch den innovativen Ansatz den Optimism fährt, wenn es um das Funding von Public Goods geht. 

 

Das Optimism Protokoll wird in erster Linie über zwei Gruppen gesteuert:

1. Token House

  • User die auf dem Markt angebotene Optimism Tokens besitzen / oder per Airdrop erhalten haben
  • Gründer
  • frühe Investoren

2. Citizens House

  • User welche eine Art Non-Transferable Token von Optimism besitzen (die wird man nicht kaufen können)
  • im Optimalfall Individuen die jeweils eine Stimme haben
  • werden vom Token House zugewiesen
  • entscheiden welche Public Goods mit dem Sequencer-Umsatz gefunded werden 

 

Meiner Meinung nach spannende Formen der dezentralen Organisation - wer sich dafür interessiert, hier könnt ihr mehr über die Governance lesen: https://community.optimism.io/docs/governance/#

 

image.thumb.png.317d05d7d858b11fe7e89c560fb5bde7.png

 

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bmi
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Kleines Update:

Seit dem 05. August 2021 wurden 2,25 Mio von insg. 120 Mio Ether verbrannt (entspricht einem Wert von ca. 6,4 Mrd USD).

 

image.thumb.png.d1e8d631540d114068873266834b225e.png

https://watchtheburn.com/insights

 

Durch den neuen Bored Ape NFT-Launch (Otherside) sind die Gebühren gestern kurzzeitig durch die Decke. 

Für den Kauf eines $25 NFTs wurden $3300 an Gebühren bezahlt.

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bmi
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Je mehr Transaktionen, desto höher der Token Burn (bezahlte Fee-Token werden an eine Adresse ohne Private Key gesendet).

Je höher der Token Burn, desto geringer die Inflation bzw. desto größer die Deflation (siehe Beitrag #430).

=> Ergo: Je mehr Transkationen auf Ethereum stattfinden (also je höher die Nutzung), desto höher die Kaufkraft aller anderen Ether. So die Theorie.

 

Dazu eine spieltheoretische Frage:

Ein Hodler will also, dass andere Ether ausgeben, damit durch die Fees neue Tokens verbrannt werden und der Wert seiner Ether steigt.

Wenn ich also meine Ether für irgend etwas ausgebe, profitierst du als Hodler von der Wertsteigerung. Es besteht ein Konflikt zwischen Nutzer und Hodler.

 

Führt das nicht dazu, dass man selbst kaum noch Ether ausgeben möchte und dApps daher irgendwann abwandern?

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Chips
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vor 26 Minuten von bmi:

Je mehr Transaktionen, desto höher der Token Burn (bezahlte Fee-Token werden an eine Adresse ohne Private Key gesendet).

Je höher der Token Burn, desto geringer die Inflation bzw. desto größer die Deflation (siehe Beitrag #430).

=> Ergo: Je mehr Transkationen auf Ethereum stattfinden (also je höher die Nutzung), desto höher die Kaufkraft aller anderen Ether. So die Theorie.

 

Dazu eine spieltheoretische Frage:

Ein Hodler will also, dass andere Ether ausgeben, damit durch die Fees neue Tokens verbrannt werden und der Wert seiner Ether steigt.

Wenn ich also meine Ether für irgend etwas ausgebe, profitierst du als Hodler von der Wertsteigerung. Es besteht ein Konflikt zwischen Nutzer und Hodler.

 

Führt das nicht dazu, dass man selbst kaum noch Ether ausgeben möchte und dApps daher irgendwann abwandern?

Wie sieht es spieltheoretisch aus, wenn du einen BMW kaufst, profitieren die BMW Aktionäre davon. Bedeutet das, dass irgendwann keiner mehr BMWs kaufen möchte? 

 

Ich denke, was du falsch beurteilt ist, dass ein Nutzer ja seinen eigenen persönlichen Nutzen aus der Nutzung bezieht, welcher höher ist als der entstehende Aufwand. Man nutzt Ether ja nicht, damit ETH verbrannt werden. 

 

Dazu kommt, dass man als Hodler wohl weit mehr von höheren Nutzerzahlen profitiert als von den verbrannten Coins. 

 

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bmi
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vor 57 Minuten von Chips:

Wie sieht es spieltheoretisch aus, wenn du einen BMW kaufst, profitieren die BMW Aktionäre davon. Bedeutet das, dass irgendwann keiner mehr BMWs kaufen möchte?

Hm, die Analogie hinkt etwas, oder?

 

Richtiger wäre:

Bei jedem Halterwechsel wird dem BMW ein Bauteil entfernt und somit steigt der Wert aller anderen BMWs, die noch im Originalzustand sind.

Ich verkaufe also nur ungern meinen BMW und hoffe, dass es alle andere tun, damit mein (unveränderter) BMW an Wert steigt.

vor einer Stunde von Chips:

Ich denke, was du falsch beurteilt ist, dass ein Nutzer ja seinen eigenen persönlichen Nutzen aus der Nutzung bezieht, welcher höher ist als der entstehende Aufwand. Man nutzt Ether ja nicht, damit ETH verbrannt werden. 

Das stimmt, aber es geht mir um die Anreize die Ethereum-Blockchain zu nutzen.

 

Wieso sollte ich als dApp-Entwickler weiterhin ein Händlerportal für BMW entwickeln, wenn kaum einer seinen BMW verkauft?

Dann steige ich doch lieber auf ein VW-Portal um, bei dem es einen größeren Anreiz zum Kauf- und Verkauf gibt, oder?

 

Praktisch: Wieso nicht meine dApp für Ethereum-Killer XY entwickeln, bei der deutlich mehr Transaktionen (=Gewinn) stattfinden?

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Chips
Posted
vor 6 Minuten von bmi:

Hm, die Analogie hinkt etwas, oder?

 

Richtiger wäre:

Bei jedem Halterwechsel wird dem BMW ein Bauteil entfernt und somit steigt der Wert aller anderen BMWs, die noch im Originalzustand sind.

Ich verkaufe also nur ungern meinen BMW und hoffe, dass es alle andere tun, damit mein (unveränderter) BMW an Wert steigt.

Eigentlich hinkt es nicht. Dein Gedanke bezog sich darauf, dass ein Nutzer dadurch den Wert der anderen Coins für andere steigert und deswegen deine Frage, ob deswegen der Nutzer seine Nutzung unterlässt. Weil ja jemand anders als er davon profitiere. Das ist beim Kauf eines BMWs auch so.

 

vor 6 Minuten von bmi:

Das stimmt, aber es geht mir um die Anreize die Ethereum-Blockchain zu nutzen.

 

Wieso sollte ich als dApp-Entwickler weiterhin ein Händlerportal für BMW entwickeln, wenn kaum einer seinen BMW verkauft?

Dann steige ich doch lieber auf ein VW-Portal um, bei dem es einen größeren Anreiz zum Kauf- und Verkauf gibt, oder?

 

Praktisch: Wieso nicht meine dApp für Ethereum-Killer XY entwickeln, bei der deutlich mehr Transaktionen (=Gewinn) stattfinden?

Für welche Blockchain ein dApp-Entwickler letztlich seine dApp entwickelt und auf welcher er sie deployed (man kann ja ne EVM-kompatible App auf unterschiedlichen Blockchains veröffentlichen), ist tatsächlich eine Überlegung, die er machen muss. Ich verstehe aber nicht den Zusammenhang mit dem Burn-Mechanismus. Willst du darauf hinaus, dass der Nutzer von ETH lieber eine niedrigere Gebühr bezahlen sollte, anstatt die Hohe mit dem Burn-Anteil und es dadurch mehr Nutzer gäbe?

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knusperente
Posted · Edited by knusperente
vor 2 Stunden von bmi:

Je mehr Transaktionen, desto höher der Token Burn (bezahlte Fee-Token werden an eine Adresse ohne Private Key gesendet).

Je höher der Token Burn, desto geringer die Inflation bzw. desto größer die Deflation (siehe Beitrag #430).

=> Ergo: Je mehr Transkationen auf Ethereum stattfinden (also je höher die Nutzung), desto höher die Kaufkraft aller anderen Ether. So die Theorie.

 

Dazu eine spieltheoretische Frage:

Ein Hodler will also, dass andere Ether ausgeben, damit durch die Fees neue Tokens verbrannt werden und der Wert seiner Ether steigt.

Wenn ich also meine Ether für irgend etwas ausgebe, profitierst du als Hodler von der Wertsteigerung. Es besteht ein Konflikt zwischen Nutzer und Hodler.

 

Führt das nicht dazu, dass man selbst kaum noch Ether ausgeben möchte und dApps daher irgendwann abwandern?

Deine Schlussfolgerung ist richtig, aber du lässt die Kehrseite weg: Falls es dazu führt das Ether-Holder nur noch halten und keiner mehr Ether ausgibt, dann steigt die Ether-Issuance. D.h. Nutzer werden wieder angeregt Ether auszugeben - die Kaufkraft von Ether sinkt. Es ähnelt eigentlich fast schon der klassischen Geldpolitik von Notenbanken - nur dass im Falle von Ethereum das Netzwerk sich selbst reguliert und keine menschliche Intervention erfordert. Auf https://ultrasound.money/ kann man die Mechanismen wunderbar beobachten (Issuance/Burn/Supply).

 

Des Weiteren betont die Eth-Community seit einigen Jahren, dass Layer 1 Ethereum hauptsächtlich von Institutionen + Rollups (Optimism, Starknet, etc.) genutzt werden sollte, d.h. Entitäten die sich die Blockkosten leisten werden können. Der normale User wird anwendungs-spezifische Layer 2 Rollups nutzen können die sehrviel geringere Transaktionskosten aufweisen. Yuga Labs hätte bspw. ihr NFT-Drop auf einer seperaten L2 tun können - haben sie aber nicht. Hier muss die Eth-Community noch einige Arbeit leisten, damit auch mehr Layer 2 Lösungen genutzt und beliebter werden.

 

vor 23 Minuten von bmi:

Praktisch: Wieso nicht meine dApp für Ethereum-Killer XY entwickeln, bei der deutlich mehr Transaktionen (=Gewinn) stattfinden?

Ich denke, dass die größten Gewinne Roll-ups wie Optimism, Starknet usw. fahren werden (höhere als alternative L1s). Der Grund: Rollups müssen sich nicht um die Sicherheit des Netzwerks kümmern - und die Sicherheit ist meistens das was kostet. Stell dir vor du stehst heute vor der Wahl: Erschaffe ich ein Rollup welches von Ethereum's Sicherheit/Dezentralität profitiert oder erschaffe ich eine eigene Blockchain und muss mir Gedanken machen über Token-Distribution, Infrastruktur, Dezentraltität, Sicherheit, etc. Je mehr User man auf die Rollups bekommt, desto geringer sind die Kosten für diese, da sie ja mehrere Transaktionen pro Ether-Block bündeln können. D.h. die Nutzung des Ethereum-Netzwerks durch Rollups ist extrem effizient. Bspw. könnte VISA ein zk-Rollup bauen, Ethereum Transaktionskosten zahlen und einen großen Teil ihrer Zahlungsabwicklung darauf laufen lassen. Ich schätze, dass es für Visa vorallem bei internationalen Zahlungsabwicklungen dramatisch kostengünstiger wäre (bspw. mit einer staatlich genehmigten und zugelassenen $Stablecoin).

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