Wirtschaftsstandort Spanien

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164 posts in this topic

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Hehe, ja, ist eine Papierschlacht von epischen Ausmaßen, aber am Ende der Reise steht ein Bankschließfach, und daneben noch ein wesentlich sinnvolleres Ablagesystem. Zur Klarstellung, vielleicht: Ich digitalisiere schon seit Jahren alles, wäre sonst ja auch Quatsch, in der heutigen Zeit. ...Aber ein Mann war das letzte halbe Jährchen faul, die Briefe stapeln sich, und die digitale Ablage könnte mal massiv optimiert werden. :w00t: Nicht die beste Ferienbeschäftigung, aber... Eine Beschäftigung, zu der man sehr gut mannhafte "Star Wars"-Hörbücher hören kann.

 

Was meine politische Gesinnung angeht, weißt Du ja, dass ich die Art der politischen Diskussion in Deutschland selbst für schädlich und grotesk halte: Zwischen Scheindebatten á la "Wer kennt den blödesten Auslänger?" geht uns meiner geschätzten Meinung nach so langsam der Mittelstand flöten.


Dabei ist mir allerdings sehr wichtig, dass meine eigenen politischen Ansichten meine Posts in diesem Thread nur indirekt beeinflusst: Spanien hat verfassungsdemokratische Defizite, die das Land witschaftlich schwächen, und die Krisen der letzten zwanzig Jahre zumindest verstärkt haben. Dies gilt es zu beseitigen, und wer das macht, ist mir durchaus nicht so wichtig. Schön wäre es aber, wenn die spanische Debatte ebenso, wie ich es mir für die deutsche wünsche, künftig frei bliebe von offensichtlichem Blödsinn.

"Offensichtlicher Blödsinn" heißt in Spanien zum Beispiel: "Ist das königliche Gottesgnadentum nicht doch noch zeitgemäß?","Brauchen alte Menschen überhaupt Rente, solange ihre Kinder erwerbstätig sind?","Sollten Unternehmer, die oberhalb einer gewissen Ziffer Arbeitsplätze verwalten, nicht lieber komplett steuerbefreit sein?" - Oder was da die letzten Jahre so 'rumgeflogen ist.

Das 19. Jahrhundert war ja auch ganz schön; mit ein Bisserl Schmackes bringen die spanischen Konservativen die iberische Halbinsel auch bald wieder dorthin.

 



 

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Lieber ein guter König, der sein Volk liebt und ihm dient, als eine abgehobene volksferne Politikerkaste, die das Volk verachtet und es bevormundet. 

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Am 4.12.2018 um 12:25 schrieb Coucy:

und daneben noch ein wesentlich sinnvolleres Ablagesystem.

So etwas liebe ich , Geheimnisse ;).. magst du darüber reden , dass es cloud ist , glaube ich kaum ...

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Ich tipp auf Rundablage, auch Ablage P genannt ... :-*

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-_- Sieben Umzugskisten wanderten bisher in die Anlage P. SIEBEN. Und diese Woche räume ich noch. *Grunzt.* Erwachsensein, es ist schwer... :w00t:

 

In otter news:

 

https://de.investing.com/news/stock-market-news/spanien-aktien-waren-tiefer-zum-handelsschluss-ibex-35-verlor-176-636965

 

Der IBEX 35 ist auf dem Jahrestief, und die generelle Prognose auch für die meisten spanischen "Needle Mover" ist eher bescheiden. 2018 war schlecht, 2019 könnte durchaus noch schlechter werden.

 

 

https://www.economiadigital.es/directivos-y-empresas/el-ibex-expulsa-a-dia_593426_102.html (Spanisch)

 

Nervös macht mich der Niedergang der Supermarktkette DIA, die gerade aus dem IBEX fliegt. Der geht's zwar aufgrund von firmeninternen Querelen wohl schon länger schlechter, verantwortlich für die Kursverluste dürfte aber auch die schwächelnde Binnenkonjunktur sein. Oder anders: Wo Leute weniger kaufen, kannste halt auch generell weniger verkaufen. Und wenn der Drogerie- und Lebensmittelsektor davon direkt betroffen ist, uncool. - Wie der lateinamerikanische Markt die Kurse mitbeeinflusst, weiß ich aber nicht. Schätze, es besteht auch die Möglichkeit, dass DIA eventuell "fit for sale" gemacht werden soll. 

 

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Posted · Edited by Coucy

*Seufzt.*

https://www.businesstimes.com.sg/real-estate/no-signs-of-new-property-bubble-in-spain-says-central-bank

 

https://www.euronews.com/2018/12/12/no-signs-of-new-property-bubble-in-spain-bank-of-spain

 

 

Der Chef der spanischen Zentralbank macht hier eine, sehr, sehr optimistische Aussage: Der Immobiliensektor ist auch wahrscheinlich sicher - der Rentensektor wird die nächste Baustelle. 

 

https://elpais.com/economia/2018/12/12/actualidad/1544608576_710483.html (SPANISCH)

 

 

Der komplette Kontext: Eine Fusion zweier kleinerer spanischer Banken wird gerade verhandelt:


https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/spanische-banken-liberbank-und-unicaja-verhandeln-ueber-fusion/23751322.html?ticket=ST-238184-01YNOhIrYJ1OdxTHizmB-ap1

 

 

Auf der anderen Seite beklagt Hernández de Cos aber die allgemeine Situation der Weltwirtschaft:

https://elpais.com/economia/2018/12/11/actualidad/1544555703_613904.html

...Und spricht davon, dass die weltweite Verschuldung wieder akut bedrohliche Ausmaße angenommen habe. Seine Aussage zum Immobilienmarkt in Spanien kann also gewertet werden wie Aussagen á la "die Rente ist sicher". In Anbetracht der realwirtschaftlichen Situation in Spanien - niedrige Löhne, Kredite mit irrsinnig langen Laufzeiten, etc. - würde ich mal das Gleiche sagen, wie der Busfahrer in Zwickau neulich: "Ick zittere, ick zittere."

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Posted · Edited by Schildkröte

Die NZZ widmet sich in diesem Artikel dem spanischen Aktienmarkt und nennt einige konkrete Unternehmen:

 

Amadeus IT Group

Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA - 7,2% Anteil am IBEX 35)

Cellnex

CIE Automotive

Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles (CAF)

Grifols

Iberdrola (10,4%)

Inditex (10%)

Miquel y Costas

Prosegur Compañía de Seguridad

Red Eléctrica

Santander (14,8%)

Telefónica (7,8%)

 

Zitat

Selbst wenn es schwierig werden sollte, im Hinblick auf die anstehenden Europawahlen auf die Schnelle eine Regierungskoalition zu bilden, rechnen sie in nächster Zeit mit einer moderaten finanz- und wirtschaftspolitischen Entwicklung in Spanien. Auf dieser Basis mag sich das Wirtschaftswachstum in nächster Zeit zwar etwas abschwächen, aber es sollte mit einem Plus von gut 2% im laufenden Jahr stärker bleiben als in anderen Regionen des Kontinents.

 

Von BBVA gibt es außerdem US-amerikanische ADRs. Die Quellensteuerproblematik fällt dabei weg. Bemerkenswert außerdem, wieviele börsennotierte Tochterunternehmen es von der Santander gibt.

 

Neben dem IBEX 35 gibt es auch noch den IBEX Medium Cap, in dem 19 spanische Nebenwerte gelistet sind.

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Bis auf Santander und Telefonica sind mir die alle unbekannt. Und die überzeugen mich beide nicht. Der in dem Artikel erwähnte Autozulieferer wird wohl vor allem für Seat arbeiten, also für VW. Finde ich jetzt nicht so aufregend.

 

Irgendwie nichts dabei wo ich sagen: Ja das wär was!

 

Spanien ist für mich nach wie vor vor allem Urlaubsland.

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Ein interessantes Unternehmen auf dem spanischen Markt finde ich Viscofan (ES0184262212). Auf den ersten Blick wohl eins der langweiligsten Unternehmen überhaupt: produziert Wurstdärme, seit Jahren recht konstante Gewinne, Bewertungen und Dividendenrenditen, niedrige Verschuldung, keine große Volatilität im Kursverlauf. Dennoch hat sich der Kurs (ohne Dividenden) sein 2001 verzehnfacht und damit die meisten großen Aktienmärkte oder Unternehmen weit hinter sich gelassen.

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Man muss nicht überall mitspielen...ich kenne nicht ein absolut herausragendes spanisches Unternehmen, das ich unbedingt im Depot brauche. 

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"Inversión", ein spanisches Organ von Bloomberg/Businessweek, titelt zum Wochenende, zum Bild eines - natürlich - Bierglases, "Deutschland, halb voll oder halb leer". Lese mir das nachher mal durch, wenn ich auf dem eisernen Thron sitze; falls was Wichtiges dabei herauskommt, schick' ich Euch den Auszug. Kurzfassung scheint zu sein: Deutschland, erstaunlich gut, aber Trump.

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Sorry für den etwas launigen Kommentar letzte Woche; werde Euch in nächster Zeit mit ein paar Infos versorgen.

 

Zunächst ist zu bemerken, dass, wie verschiedene andere europäische Banken auch diese Woche, "Banco de Espana" eine Warnung veröffentlicht hat, in der Kunden zu Vorsicht aufgerufen und vor der generellen Möglichkeit einer Krise gewarnt werden:

 

https://www.reuters.com/article/us-spain-economy-bankofspain/bank-of-spain-calls-for-eu-banking-union-implementation-warns-of-economic-risks-idUSKCN1SY16Y (Englisch)

 

Leider hat man das so ungeschickt formuliert, dass in Spanien gerade allseits der Volkszorn kocht: https://www.publico.es/tremending/2019/05/29/ya-estan-los-pobres-jodiendo-la-economia-furia-en-las-redes-contra-el-banco-de-espana/ (Spanisch)

 

...Und zwar zu Recht, wie ich finde. Denn die gleiche Bank von Spanien, die ihre Bürger zu Sparsamkeit mahnt, stellt sich gleichzeitig vor Anbieter von lebenslangen Krediten, vor windigste private Pensionsfonds, und all so 'nen Scheiß. Schlimm, das, und garantiert eine Weile Politikum, hier unten. Im Rahmen des "Handelskrieges" allerdings ein weiterer Beleg dafür, dass das Establishment offenbar eine ernsthafte Baisse fürchtet.

Der Vollständigkeit wegen hier die Quelle für diese Ansammlung an unfreiwilligen rhetorischen Blüten:

 

https://www.bde.es/bde/es/secciones/informes/Publicaciones_an/Informe_anual/ Der Jahresbericht der Bank von Spanien für 2018. (Spanisch)

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https://www.invertirenbolsa.info/foro-inversiones/

 

Bin gerade auf der Suche nach einer spanischspachigen Community, die sich auf einem ordentlichen Niveau mit der Börsenwelt auseinandersetzt. Das im obigen Link genannte Forum gefällt mir soweit ganz gut, auch wenn ich selbst nicht vorhabe, in die Diskussionen einzusteigen. Einfach mal ganz nett, andere Perspektiven kennenzulernen. Falls jemand von Euch Spanisch spricht, vielleicht einen Blick wert. - Falls ich mich dort einmal richtig anmelde, findet Ihr mich sicher ebenfalls unter "Coucy".

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