Welche Staatsanleihen würdet ihr aus Diversifizierungsgründen kaufen?

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Welche Staatsanleihen würdet ihr aus Diversifizierungsgründen kaufen?    96 Stimmen

  1. 1. Welche Staatsanleihen würdet ihr aus Diversifizierungsgründen kaufen?


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80 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

vor 12 Minuten schrieb migieger:

 

Unter Werterhaltungsgesichtspunkten stimme ich Dir bzgl. Fremdwaehrungsanleihen voellig zu.

 

Unter der Threaderoeffnungs-Praemisse allerdings, dass der EUR nicht ueberlebt (die Ansicht wird im uebrigen von etlichen Wissenschaftlern geteilt), bleibt eigentlich nur ein Investment in US (Staats)anleihen, da uns beim Crash des EUR auch die anderen (kleinen) Waehrungen um die Ohren fliegen.
Um Fremdwaehrungsrisiken zu kompensieren kann man ggf. hedgen... Nur fuer den Fall, dass unsere Notenbanker und Politiker den EUR-Eiertanz weiter hinbekommen und man den Tod des EUR nicht mehr erlebt :-)

 

@Stanley_, ich habe rd. 25 % meiner freien Mittel im iShares US Aggregate Bond UCITS ETF (IE00B44CGS96), ungehedget.  Macht manchmal Freude, manchmal nicht...

 

Michael

Vielleicht sollte man das Gesamtdepot betrachten und die Höhe der zu investierenden Summe.

 

Gold, Immobilien und Aktien sind die klassischen Sachwerte, die das Depot gegen Währungskrisen sichern können. 

Wenn der TE ein Depot aus 70% global diversifiziert Aktien, Immobilien hat und vielleicht noch Gold hat, dann ist er gut gegen eine Abwertung des Euro aufgestellt. Gleichzeitig hat er aber auch extreme Wertschwankungen.

 

Da würden Fremwährungsanleihen das Depot noch mehr schwanken lassen. Ein Rebalancing wäre mitunter schwer. Schichte mal Geld von Anleihen in Aktien um, wenn es Fremdwährungsanleihen sind, deren Währung gerade im Talflug ist. 

 

Falls es hingegen ein Depot mit Anleihenschwerpunkt ist, kein Rebalancing stattfinden soll und der Anlagehorizont sehr langfristig ist, kann ich durchaus verstehen, wenn man nicht viel Geld im Euro haben will. Den US Dollar z.B. halte auch ich für die langfristig bessere Währung und wie richtig sagst spricht die Größe für den US Dollar. Schweizer Franken sind dagegen z.B. dicht mit der EU verbunden. Wenn es in der EU kriselt, wird auch eine Schweiz das spüren. 

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Geschrieben

vor 7 Stunden schrieb migieger:

Unter der Threaderoeffnungs-Praemisse allerdings, dass der EUR nicht ueberlebt (die Ansicht wird im uebrigen von etlichen Wissenschaftlern geteilt), bleibt eigentlich nur ein Investment in US (Staats)anleihen, da uns beim Crash des EUR auch die anderen (kleinen) Waehrungen um die Ohren fliegen.

Warum in dem Fall nicht auch deutsche Staatsanleihen? Auch das ist unter Ökonomen m.E. allgemeiner Konsens, dass bei einem Euro-Ende die neue DM stark aufwerten würde. Entsprechend müssten langlaufende deutsche Anleihen davon besonders profitieren.

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Geschrieben

vor 22 Minuten schrieb Maciej:

Warum in dem Fall nicht auch deutsche Staatsanleihen? Auch das ist unter Ökonomen m.E. allgemeiner Konsens, dass bei einem Euro-Ende die neue DM stark aufwerten würde. Entsprechend müssten langlaufende deutsche Anleihen davon besonders profitieren.

 

Warum sollten deutsche €-Anleihen bei einer neuen starken DM aufwerten?

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vor 36 Minuten schrieb otto03:

 

Warum sollten deutsche €-Anleihen bei einer neuen starken DM aufwerten?

Reicht es Dir nicht, wenn das Konsens ist? Muss man es etwa auch noch begründen?

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Geschrieben

Dass bei einem Euro-Ende eine neue DM stark aufwerten würde, mag allgemeiner Konsens sein - aber dass ein (deutscher) Finanzminister die Gelegenheit viele eher wertlose EUR-Anleihen mit einer starken neuen DM zu bezahlen, vorueberziehen lassen wuerde, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen (genauso wenig wie otto03, scheint's) :)

 

Michael

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Geschrieben

Am 17.9.2018 um 16:03 schrieb otto03:

Warum sollten deutsche €-Anleihen bei einer neuen starken DM aufwerten?

Was ist deine Theorie, was mit den Anleihen sonst passieren wird? Die bleiben ja weiterhin Schuld des deutschen Staates. Wertlos verfallen halte ich für ausgeschlossen, damit wäre die Sicherheit deutscher Staatsanleihen - eine der wenigen Marktkonstanten - nachhaltig beschädigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Finanzminster dieses Vertrauen so einfach wegwirft, selbst wenn es teuer wird.

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Geschrieben

vor 29 Minuten schrieb Maciej:

Was ist deine Theorie, was mit den Anleihen sonst passieren wird? Die bleiben ja weiterhin Schuld des deutschen Staates. Wertlos verfallen halte ich für ausgeschlossen, damit wäre die Sicherheit deutscher Staatsanleihen - eine der wenigen Marktkonstanten - nachhaltig beschädigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Finanzminster dieses Vertrauen so einfach wegwirft, selbst wenn es teuer wird.

 

Alles würde davon abhängen welcher Wechselkurs zwischen € und neuer DM festgelegt würde. 

 

Wenn es wie du vermutest eine starke neue DM gäbe würden sich Zinsen und Rückzahlungen alter €-Anleihen in neuer DM nicht so dolle rechnen.

 

Aber, alles Quatsch - der € wird nicht untergehen.

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Geschrieben · bearbeitet von monopolyspieler

Dann könnte man sich ja eine alte Bundesanleihe ins Depot legen, welche ursprünglich in DM emittiert wurde. B-)

 

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Geschrieben

Wer auf eine starke Aufwertung einer "Neu-DM" spekuliert dürfte meiner Meinung nach bei dt. Bankeinlagen besser aufgehoben sein als bei Bundesanleihen, denn ich könnte mir gut vorstellen, dass diese zumindest bis zu einem gewissen Betrag gegenüber Bundesanleihen bessergestellt würden.

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Geschrieben

Eine Aufwertung dürfte aber nicht von jetzt auf gleich durch den Umtausch passieren- sonst kann man in D die exportorientierten Arbeitsplätze gleich dicht machen -siehe DDR.

 

Es würde vielleicht wieder so laufen, wie früher auch.

Länder mit Weichwährungen a la Lire (die von Italien), Drachme... werten ab.

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Geschrieben

Probleme wie bei der Wiedervereinigung sehe ich hier nicht, denn im Gegensatz dazu geht es hier ja um eine Aufspaltung. Das Problem bei der DDR war ja, dass die DDR-Wirtschaft plötzlich mit einer für sie viel zu starken Währung konfrontiert war. Das ist also eher vergleichbar mit der Situation zur Einführung der Eurozone. Bei einer Aufspaltung können die Marktkräfte für jedes Land einen passenden Wechselkurs festlegen. Kurz-/Mittelfristig mag das eine Belastung für die Industrie sein, langfristig sorgt es aber für einen Ausgleich eines starken Ungleichgewichts.

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Geschrieben

Die DDR war bei der Währungsunion nicht mit einer zu starken Währung konfrontiert, sondern die bisherigen Abnehmerländer.

Vorzugsweise der Ostblock, aber auch die Abnehmer im Westen, die bis dato die DDR als Billiglohn-Land vor der Nase hatten.

Sprich Quelle, Otto und Co., die Möbel, Weisse Ware, TV-Geräte etc. für ihre Eigenmarken dort produzieren ließen.

 

Neue Wechselkurse würden doch wieder vorher festgelegt, was der Markt später daraus macht, ist eine andere Sache.

Im Idealfall würde das Verhältnis ähnlich dem vor 1999.

Bei Anleihen sähe ich nur die Möglichkeit eines Zwangsumtausches/Zwangsumrechnung durch die ausgebenden Länder

mit dem Tag einer Währungsumstellung. Sonst könnten Länder wie Griechenland doch Euro-Anleihen nie dauerhaft

bedienen in einer Heimatwährung, die peu a peu abwertet.

Die EZB würde zur Bad Bank mutieren - wer da den Löwenanteil trägt, muß ich ja nicht sagen.

 

 

 

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Geschrieben

Sofern man tatsächlich an den Eurountergang glaubt wären CHF und USD klassische Fluchtwährungen - wohl auch bei größerem Gelddrucken zur Eurorettung.

 

Würde dann aber eher auf USD setzen, da kein anderer Währungsraum ausreichend groß für einen entsprechende Kapitalflucht wäre, und die US Wirtschaft weniger als die Schweiz leiden würde.

 

Rohstofflastige Währungen à la AUD, CAD, NOK oder gar Schwellenländer erscheinen mir für ein gloom & doom Szenario ungeeignet.

 

JPY wäre mir zur verschuldet/ Ansteckungsopfer einer Schuldenkrise. Von GBP würde ich angesichts der aktuellen Makrodaten die Finger lassen - Neuverschuldung, Leistungsbilanzdefizit, Unsicherheiten einer weiteren Deindustrialisierung durch Brexit etc.

 

Aber es kommt eh alles anders!

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Geschrieben

vor 18 Stunden schrieb richtungsding:

Aber es kommt eh alles anders!

 

Genau aus diesem Grund möchte ich gar nicht so sehr philisophieren wie, was und wann eintreten wird. 

 

Gemäß Sokrates, ich weiß das ich nichts weiß. Deshalb möchte meine Unwissenheit mit einer starken Diversifizierung wet machen. Ich glaube, dass die langandauernde Niedrigzinsphase zu enorm großen "Kapital"-Fehlallokationen geführt hat und die nun steigenden Zinsen einiges ans Tageslicht befördern werden. An dieser Stelle möchte ich Buffett zitieren: "Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer keine Badehose anhat."

 

Natürlich kann eine Systemrelevante Krise auch dazu führen, dass sich Staaten durch Schuldenschnitte entschulden. Selbstverständlich wäre man dann besser in Aktien investiert, jedoch vermute ich in solch einem Szenario, dass Aktien bereits um über 50% gefallen sind. Sollten sich dann Staaten mit einem =>20-30% Schuldenschnitt entlasten wollen, wäre das im Verhältnis zu Aktien immer noch besser.

 

Mein Motto für die kommenden Jahre ist einfach diversifizieren diversifizieren und nochmals diversifizieren.

 

Gold, Aktien, Anleihen (kleine Beischmischung Bitcoins).

Keine Rohstoffe und Immobilien

 

 

 

 

 

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Geschrieben

vor 4 Minuten schrieb Stanley_:

 

Genau aus diesem Grund möchte ich gar nicht so sehr philisophieren wie, was und wann eintreten wird. 

 

Gemäß Sokrates, ich weiß das ich nichts weiß. Deshalb möchte meine Unwissenheit mit einer starken Diversifizierung wet machen. Ich glaube, dass die langandauernde Niedrigzinsphase zu enorm großen "Kapital"-Fehlallokationen geführt hat und die nun steigenden Zinsen einiges ans Tageslicht befördern werden. An dieser Stelle möchte ich Buffett zitieren: "Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer keine Badehose anhat."

 

Natürlich kann eine Systemrelevante Krise auch dazu führen, dass sich Staaten durch Schuldenschnitte entschulden. Selbstverständlich wäre man dann besser in Aktien investiert, jedoch vermute ich in solch einem Szenario, dass Aktien bereits um über 50% gefallen sind. Sollten sich dann Staaten mit einem =>20-30% Schuldenschnitt entlasten wollen, wäre das im Verhältnis zu Aktien immer noch besser.

...

Dafür dass Du nichts weißt, spekulierst Du aber ziemlich wild.

 

vor 5 Minuten schrieb Stanley_:

...

Mein Motto für die kommenden Jahre ist einfach diversifizieren diversifizieren und nochmals diversifizieren.

Umso unverständlicher ist mir die Frage nach konkreten Staaten, denen man dann vertrauen will.

Wenn Du diversifizieren möchtest, dann benötigst Du ETF, ETF und nochmals ETF mit allen Ländern, allen Ländern und nochmals allen Ländern. Das ist dann Diversifikation! Aber genau das möchtest Du scheinbar nicht.

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Geschrieben · bearbeitet von Stanley_

vor 2 Stunden schrieb Schwachzocker:

Dafür dass Du nichts weißt, spekulierst Du aber ziemlich wild.

 

Für mich ist eine Spekulation eine Erwartungshaltung, dass zukünftig ein Marktteilnehmer mir mein Asset zu einem höherem Preis abkauft, zu dem ich gekauft habe. Diese Erwartungshaltung ist aber bei keiner Überlegung eingeflossen.

Eventuell könnte ich besser darauf antworten, wenn du in deinem Kontext "wild" etwas genauer präzisierts.

 

Meine Aktien: Sehe ich als Beteiligung an hervorragende Unternehmen. Von diesen Beteiligungen möchte ich mich unter keinen Umständen trennen.

Mein Gold: Sehe ich als Versicherung. Möchte ich auch nicht verkaufen

Meine vielleicht zukünftigen Anleihen: Ich möchte diese nicht kaufen und zu einem höherem Kurs verkaufen. Kaufen und bis zum Schluss halten um den Wert zu erhalten. Deshalb auch hier keine wirklichen Spekulationsabsichten.

Bitcoins: Sollte es jemals dazu kommen, dass dies als allgemein anerkannt gilt und man damit überall bezahlen kann, so will ich dann zukünftig dafür Güter kaufen. Falls nicht ist das geringe Kapital bereits abgeschrieben.

 

Zu ETF: ETFs zählen nicht zur Insolvenzmaße einer Institution und sind damit als "sicher" einzustufen. Mag ja tatsächlich so sein, jedoch kann ich besser schlafen, wenn ich direkt im meine Assets investiert bin.

 

Investieren und Spekulieren sind Begriffe die oftmals ineinander übergehen. Ich würde meine Absichten eher als Investitionen statt Spekulationen einstufen.

 

Zu Diversifizierung: Ich bin aktuell in Aktien, Gold, Kryptowährungen, Cash (Euro) und demnächst in Staatsanleihen (Fremdwährungen) investiert. Die Staatsanteilenverteilung auf zuerst 3 Ländern (später auf 4-5) halte ich unter den Gesichtspunkten, dass ich mein Portfolio bereits heute schon stark diversifiziert habe, für ausreichend (eigene subjektive Meinung).  Wer gerne ETF´s vorzieht um die Assetklasse Staatsanleihen abzudecken, kann dies gerne machen. Ich rate niemanden dazu es mir gleich zu tun und ich sage auch an keiner Stelle, dass nur meine Weg der Richtige ist. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wie er es für richtig hält sein Kapital zu investieren. 

 

 

 

 

vor 2 Stunden schrieb Schwachzocker:

Umso unverständlicher ist mir die Frage nach konkreten Staaten, denen man dann vertrauen will.

Wenn Du diversifizieren möchtest, dann benötigst Du ETF, ETF und nochmals ETF mit allen Ländern, allen Ländern und nochmals allen Ländern. Das ist dann Diversifikation! Aber genau das möchtest Du scheinbar nicht.

 

Diversifizierung alleine bedeutet ja nicht, sein Kapital in jeden Mist zu investieren. Der Begriff wird subjektiv in allen Fällen von Person zu Person anders ausgelegt. Für mich habe ich bereits dann eine Diversifikation geschaffen, wenn ich bei Staatsanleihen nicht ein Staat sondern 4-5 Staaten abdecke. In einem ETF decke ich zwar deutlich mehr Länder ab und habe dadurch eine höhere Diversifizierung erreicht. Jedoch um welchen Preis? Nun habe ich Staaten im Portfolio denen ich mein Kapital als Direktinvestment nicht anvertrauen würde, jedoch gemäß dem im weiteren Sinne ausgelegtem Begriff Diversifikation, es aber über den ETF doch tue. Bei Aktien ETFs ist es doch genau so, wieso soll ich mir jeden Mist ins Portfolio holen, wenn ich mir doch eher die Unternehmen selbst heraussuchen kann (auch unter ethischen und moralischen Gesichtspunkten). Jemand der jetzt nur 500€ anlegen möchte sei mit einem ETF besser beraten.

 

Es nervt, dass immer wieder Meinungen, die nicht der eigenen entsprechen diskreditiert werden. @Schwachzocker wenn du dich mit ETFs besser fühlst dann investiere dein Kapital gerne in ETFs, aber hör doch bitte damit auf mir diese Empfehlung penetrant aufzuschwätzen.

 

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Geschrieben

vor einer Stunde schrieb Stanley_:

...

Diversifizierung alleine bedeutet ja nicht, sein Kapital in jeden Mist zu investieren....

Doch! Wenn man weiß, dass man nichts weiß - und das sagtest Du ja -, bedeutet es genau das.

 

vor einer Stunde schrieb Stanley_:

...Nun habe ich Staaten im Portfolio denen ich mein Kapital als Direktinvestment nicht anvertrauen würde...

Das bedeutet, Du weißt doch einiges.

 

vor einer Stunde schrieb Stanley_:

Es nervt, dass immer wieder Meinungen, die nicht der eigenen entsprechen diskreditiert werden....

In erster Linie nervt es, wenn Leute, die bereits eine klare Meinung haben und längst einen Entschluss gefasst haben, hier im Forum Fragen stellen, die einzig dazu dienen, die eigene Meinung bestätigt zu bekommen.

 

zur Sache:

Nehme USA und Schweiz. Das dient der Entspannung, man hat dabei gute Gefühle und es steigert die Qualität der Nachtruhe.

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Geschrieben · bearbeitet von Stanley_

vor 1 Stunde schrieb Schwachzocker:

Doch! Wenn man weiß, dass man nichts weiß - und das sagtest Du ja -, bedeutet es genau das.

 

 

Das ist eine Redewendung und ist nicht wortwörtlich zu nehmen. Demnach müsste ich ja nichts machen, da ich ja nichts weiß.

 

vor 1 Stunde schrieb Schwachzocker:

Das bedeutet, Du weißt doch einiges.

 

Ja

 

vor 1 Stunde schrieb Schwachzocker:

In erster Linie nervt es, wenn Leute, die bereits eine klare Meinung haben und längst einen Entschluss gefasst haben, hier im Forum Fragen stellen, die einzig dazu dienen, die eigene Meinung bestätigt zu bekommen.

 

Da stimme ich auch zu. Nur trifft das auf meine Fragestellung nicht zu. Ich wollte wissen, wie die Mitglieder sich entscheiden würden. Dies hat mit meiner Meinung oder meinem Entschluss in dem Sinne nichts zu tun. Ich habe nicht gesagt, dass ich mich in einem Entscheidumgsdilemma befinde und Anregungen oder Meinung seitens der Mitglider haben möchte.

 

vor 1 Stunde schrieb Schwachzocker:

zur Sache:

Nehme USA und Schweiz. Das dient der Entspannung, man hat dabei gute Gefühle und es steigert die Qualität der Nachtruhe.

 

Ich werde Stand heute mit der USA, die Schweiz und eventuell Neuseeland beginnen.

 

Ich glaube, dass das Forum die Beitragsrate pro Mitglied enorm steigern könnte, wenn weniger gestänkert werden würde. Lasst doch mal die Mitglieder zu Wort kommen ohne dass deren Meinung ins lächerlich gezogen wird. Alle glauben die Lebensweisheit mit Löffeln gefressen zu haben und Empfehlungen auszusprechen, welche Sie für richtig halten. Aber hier ist doch der Knackpunkt, gerade bei Finanzanlagen gibt es nicht die einzig richtige Weisheit. Niemand weiß wie die nächsten Dekaden verlaufen werden. Nach erfolgreichen 40 Jahren kann man vielleicht sagen "ich hatte Recht", jedoch bedeutet dies nicht, dass die nächsten 40 Jahre mit der gleichen Vorgehensweiße weiterhin erfolgreich sein werden.

 

Ich vertrete die Meinung, dass jeder der versucht grobe Fehler zu vermeiden, sich langfristig ausrichtet und sich selbst eine Meinung bildet, im Zeitverlauf erfolgreich sein wird.

Wenn aber jedem Querdenker und Andersdenkendem dazu geraten (hier im Forum) wird, sein Glück in ETFs zu finden, sehe ich dies als Verschwendung seines Geistes. Jeder Anleger wird Zeiten haben in denen er dem Markt unterperformt, aber auch Zeiten in denen überperformt. Ich bin eigentlich stiller Mitleser, gerade weil ich mich nicht anstänkern lassen möchte. Gerne begründe ich fachlich und sachlich meine Entscheidungen. Aber hier im Forum lässt das Niveau oftmals zu wünschen übrig.

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Geschrieben

Warum eigentlich Neuseeland? Weder wirtschaftlich noch technologisch Weltspitze, Liquidität miserabel - weil die Einwohner sympathisch, die Kiwis gut oder es einfach weit weg liegt ... ?

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Geschrieben

vor 8 Stunden schrieb richtungsding:

Warum eigentlich Neuseeland? Weder wirtschaftlich noch technologisch Weltspitze, Liquidität miserabel - weil die Einwohner sympathisch, die Kiwis gut oder es einfach weit weg liegt ... ?

 

Gute Frage. Weit weg wäre so ein Grund, da wir aber eine weltweite Arbeisteilung haben sind alle Länder irgendwo von einander abhängig. So richtig weit weg gibts da irgendwie nicht mehr. Wohl eher liegt es an der geringen Staatsverschuldung und dazu das stetige moderate Wachstum. Aber wie bereites gesagt, vielleicht bleibt es zu Beginn auch nur bei der Schweiz und der USA. 

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Geschrieben · bearbeitet von reko

Am 19.9.2018 um 15:25 schrieb richtungsding:

Sofern man tatsächlich an den Eurountergang glaubt wären CHF und USD klassische Fluchtwährungen - wohl auch bei größerem Gelddrucken zur Eurorettung.

 

Würde dann aber eher auf USD setzen, da kein anderer Währungsraum ausreichend groß für einen entsprechende Kapitalflucht wäre, und die US Wirtschaft weniger als die Schweiz leiden würde.

 

Rohstofflastige Währungen à la AUD, CAD, NOK oder gar Schwellenländer erscheinen mir für ein gloom & doom Szenario ungeeignet.

 

JPY wäre mir zur verschuldet/ Ansteckungsopfer einer Schuldenkrise. Von GBP würde ich angesichts der aktuellen Makrodaten die Finger lassen - Neuverschuldung, Leistungsbilanzdefizit, Unsicherheiten einer weiteren Deindustrialisierung durch Brexit etc.

 

Aber es kommt eh alles anders!

 

CHF kann ich verstehen aber der USD hat die gleichen Probleme wie der EUR. Im Gegensatz zur EU haben die USA ein Außenhandelsdefizit. Die Staatsverschuldung ist auch nicht niedriger als im EU Durchschnitt. Die Unterschiede bei den US-Bundesstaaten sind ähnlich wie bei den EU-Ländern. Der einzige Vorteil den ich sehe ist die Größe des Marktes, aber ist das ein Vorteil?

Rohstoffe und Rohstoffwährungen sind Konjunktur abhängig. Letztlich sind Rohstoffe Sachwerte und langfristig ist die Nachfrage sehr sicher insbesondere bei einer steigenden Weltbevölkerung.

g4_staatsschulden_prozent_bip_2017-2-d11

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Geschrieben

vor 4 Stunden schrieb reko:

 

CHF kann ich verstehen aber der USD hat die gleichen Probleme wie der EUR. Im Gegensatz zur EU haben die USA ein Außenhandelsdefizit. Die Staatsverschuldung ist auch nicht niedriger als im EU Durchschnitt. Die Unterschiede bei den US-Bundesstaaten sind ähnlich wie bei den EU-Ländern. Der einzige Vorteil den ich sehe ist die Größe des Marktes, aber ist das ein Vorteil?

Rohstoffe und Rohstoffwährungen sind Konjunktur abhängig. Letztlich sind Rohstoffe Sachwerte und langfristig ist die Nachfrage sehr sicher insbesondere bei einer steigenden Weltbevölkerung.

g4_staatsschulden_prozent_bip_2017-2-d11

 

Grundsätzlich einverstanden, aber mir ging es um eine Absicherung im Szenario Eurozerfall, nicht um die Attraktivität einer Währung an sich.

 

Für letzteren Zweck haben europäische Hartwährungen ihre Werterhaltungsfunktion historisch besser erfüllt als der USD; ob die Hybridwährung Euro diesen Erfolg fortsetzen kann bleibt abzuwarten.

 

In einem Eurokollaps wird der USD aus den von mir beschriebenen Gründen jedoch die besseren Karten haben. Riesiger, vergleichsweise vom Rest der Welt abgeschotteter Binnenmarkt, die höchste Liquidität am Finanzmarkt, eine Währung und Nation die nicht zerfallen wird, unbegrenzte Feuerkraft der FED. In NOK würde ich da weniger gern investiert sein, man braucht sich nur ansehen wie diese Währung in der Finanzkrise mit dem Ölpreis abgeschmiert ist. 

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Geschrieben

@Singapur: Für Emerging Asia gibts ETFs. Hier ist bei GUTER bis SEHR GUTER Bonität das Zinsniveau für Lokalwährung mittlerweile aber UNTER dem für USD. 

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