Einfacher Einstieg über ETF Sparpläne für zwei Kinde (je 50€/Monat) und die eigene Altersvorsorge (100-150€/Monat)

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Geschrieben

Hallo zusammen,

 

direkt zu meiner Person: Ich bin

  • 37 Jahre alt
  • verheiratet
  • Angestellter
  • verdiene 5.000€ Netto im Monat
  • privat versichert (650€ / Monat)
  • seit Dezember Vater von zwei Söhnen (Zwillinge)
    • beide müssen auch privat versichert werden
  • bin zu einer kleinen Beteiligung an einer GmbH gekommen (Wert aktuell ca. 180.000€)
    • den Kaufpreis (ca. 65% vom aktuellen Wert) zahle ich über ein Darlehen ab
    • dieses ist ein Baustein meiner Altersvorsorge. Ich gehe davon aus, dass das Unternehmen im Wert steigt.
  • wohne in einem 2014 gebauten Einfamilienhaus
    • monatliche Belastung für das Darlehen 2.300€
    • Geplant warm bis 60 abzubezahlen, aufgrund der positiven beruflichen Entwicklung ggf. auch früher
      • mal schauen wie sich die beiden Kinder auswirken

Meine Frau befindet sich seit der Geburt unserer Kinder und für die nächsten 2,5 Jahre in Elternzeit. Hier ist in den nächsten 12 Monaten entsprechend mit Elterngeld zu rechnen, danach nichts mehr.

 

Sparen tue ich aktuell wenig und wenn indirekt. Eine Menge Geld fließt in das Haus. Der Monatsbeitrag der PKV ist relativ hoch. Hier sind 80€ Altersrückstellung enthalten. Die sollen den Monatsbeitrag im Alter reduzieren. Nebenbei laufen BU für meine Frau und mich, eine Mini private Rentenabsicherung.

 

In der Vergangenheit waren unsere Investments ein gutes Leben, Reisen, der Bau unserer Hauses und vor allem in meine Person hinsichtlich Karriere.

 

Ich bin Kunde bei der DKB und habe dort ein kostenloses aber aktuell leeres Depot.

Außerdem habe ich ein ebenfalls leeres Depot bei der comdirect.

Dritter im Bunde ist die ING, wo wir ebenfalls ein Girokonto führen. Auch hier könnte ich ein Depot anlegen.

 

Das Thema Geld hat mich immer gereizt, jedoch habe ich es nie verfolgt. Seit einigen Monaten nun höre ich vor allem Podcasts (Finanzwesier, Finanzrocker, Echtgeld.tv) und lesen hier und da Blogs. Trotzdem fehlt mir der "kick", um endlich den ersten Schritt zu machen. Ob es Unsicherheit, mangelndes Wissen, Ratlosigkeit, Schiss oder was auch immer ist das mich aufhält kann ich gar nicht sagen. Irgendwie werden aber die Fragezeichen nicht mehr weniger: Welcher ETF, welche Variante, bei welchem Broker, ...

Nun hoffe ich aber, mit der Unterstützung hier endlich an den Start zu kommen.

 

Meine aktuellen Intentionen ("einfach" an den Start kommen):

Für meine beiden Söhne jeweils ein Depot und einen Sparplan (auf ihren Namen) einrichten und bis zum Alter von 18 zu besparen. Hierfür habe ich mir aktuell 50€/Monat vorgestellt. Die Handhabung sollte vor allem einfach und unkompliziert sein. Ich möchte hier nicht permanent aktiv werden müssen. Aufgrund des bisher gelesenen tendiere ich zu der 1 ETF Strategie und damit zu einem Weltportfolio. Vom Finanzwesier empfohlen ist der MSCI ACWI (WKN: A1JMDF (?)). Bei Echtgeld.tv. wurde neulich der MSCI World Value Factor ETF (WKN: A12ATG) empfohlen. Beide Strategien würde ich mitgehen und erscheinen mir sinnvoll. Beide kann ich z.B. bei der comdirect per Sparplan besparen.

Was meint ihr, ist das der richtige Ansatz?

 

Für mich und meine Frau möchte ich gerne zusätzlich etwas fürs Alter sparen. Hier habe ich zunächst an 100€ - 150€ im Monat gedacht. Ziel soll es sein, bis zum Renteneintritt in hoffentlich 23 Jahren ein zusätzliches finanzielles Polster zu haben. Hier bin ich noch relativ blank. Naheliegend ist für mich, hier die gleiche Strategie wie für die Kinder zu verfolgen. Also ein ETF (MSCI World).

 

Ich hoffe, einen guten Überblick gegeben zu haben, so dass ich mit eurer Hilfe nun endlich los legen kann!

 

 

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Geschrieben

vor 53 Minuten schrieb kreuzundkwer:
  • bin zu einer kleinen Beteiligung an einer GmbH gekommen (Wert aktuell ca. 180.000€)
    • den Kaufpreis (ca. 65% vom aktuellen Wert) zahle ich über ein Darlehen ab
    • dieses ist ein Baustein meiner Altersvorsorge. Ich gehe davon aus, dass das Unternehmen im Wert steigt.
  • wohne in einem 2014 gebauten Einfamilienhaus
    • monatliche Belastung für das Darlehen 2.300€
    • Geplant warm bis 60 abzubezahlen, aufgrund der positiven beruflichen Entwicklung ggf. auch früher

Beide Punkte (insbesondere die Höhe der Annuität bei der angenommenen langen Rückzahlungsdauer) lassen auf eine nicht unbedeutende Restschuld schließen. Sowohl dazu als auch zu den Finanzierungskonditionen hast du nichts geschrieben. Da auch die Unternehmensbeteiligung noch finanziert wird solltest du dir primär die Frage stellen, ob du weitere Unternehmensbeteiligungen auf Kredit in dein Portfolio aufnehmen willst oder erst einmal die Priorität auf die Tilgung der Verbindlichkeiten legen möchtest. Gilt natürlich nur, wenn entsprechende Tilgungsanpassungen / Sondertilgungen vertraglich möglich sind. Falls du dem weiteren Investieren die Priorität gibst: Mit einem MSCI ACWI oder FTSE All World für den Aktienteil machst du sicher nichts falsch.

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Geschrieben

Guter Punkt. Ja, die Restschuld für das Haus ist noch recht hoch. "Das Darlehen" besteht genau genommen aus mehren Darlehen mit unterschiedlichen Zinsbindungen. Im Dezember habe ich 7.000€ Sondertilgung vorgenommen. Ein Augenmerk liegt definitiv auf der Rückführung der Darlehen. Das wird trotz weitere Bemühungen aber ein längerer Zeitraum bleiben.

In den vergangenen drei Jahren habe ich in Summe ca. 25.000€ an Verbindlichkeiten aus Darlehen für Gartengestaltung etc. zurückgeführt

Die Unternehmensbeteiligung bezieht sich auf die Firma, in der ich auch angestellt bin. Sie ist quasi eine Art Mitarbeiterbindungsmaßnahme, über die ich gleichzeitig vom Erfolg profitiere. Die Rückführung des Darlehens erfolgt anteilig aus der jährlichen Bonuszahlen, die wiederum abhängig vom Unternehmenserfolg ist. Weniger Erfolg = geringere Tilgung. Das Darlehen zur Finanzierung kommt ebenfalls vom Arbeitgeber. Somit habe ich da totale Flexibilität, einen guten Zins (2%) und würde hier nicht weiter aktiv werden. Aners sähe es aus, wenn in Zukunft irgendwann weitere Teile des Unternehmens gekauft würde. Die würden dann vermutlich über eine Bank finanziert werden. Dann stehen auf der anderen Seite aber auch größere Anteile an der Gewinnausschüttung.

 

Lange Rede ... ich möchte gerne zweigleisig fahren. Neben Schuldenabbau gleichzeitig auch zusätzlich was zur Seite schaffen. Selbst wenn das Haus irgendwann abbezahlt ist, bleibt nicht mehr viel Zeit um irgendwo sinnvoll was zu investieren. 

 

Ist es sinnvoll, für alle beide Varianten (Kinder uns Altersvorsorge) auf den gleichen ETF zu setzen? Die Logik sagt mir ja. Vielleicht meint die Praxis aber was anderes?

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Geschrieben · bearbeitet von intInvest

vor 17 Minuten schrieb kreuzundkwer:

Ist es sinnvoll, für alle beide Varianten (Kinder uns Altersvorsorge) auf den gleichen ETF zu setzen?

Ja : )

 

Einzige Überlegung ob jeweils der Freibetrag ausgeschöpft ist oder nicht.

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Geschrieben · bearbeitet von Walter White

vor 2 Stunden schrieb kreuzundkwer:

Ist es sinnvoll, für alle beide Varianten (Kinder uns Altersvorsorge) auf den gleichen ETF zu setzen? Die Logik sagt mir ja. Vielleicht meint die Praxis aber was anderes?

Nein :  )

 

Ich rate für ein Kinder Depot immer zu einem MSCI World ETF, weil einfach einfach einfach ist. Kein Schnick Schnack, kein zusätzliches Risiko bis zum 18em Lebensjahr.

 

Dir (den Eltern) rate ich in deinem Fall das Darlehen zu tilgen, also maximale Sondertilgung und dann erst über einen ACWI nachdenken. 

 

EDIT: Bevor nachgefragt wird, sicher kannst du parallel und bei deinem Netto Gehalt, zusätzlich zum Kredit einen Sparplan eröffnen, wenn denn die Tilgung des Kredites ausgereizt ist. Schulden abbauen ist die höchste Form des Sparens. 

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Geschrieben

Deine Schuldenbelastung ist in Bezug auf das Einkommen relativ hoch. Seit Dezember hast du auch 2 Kinder.

Bei 5000 Netto

- 2.300 Darlehen Haus

- 650,0 PKV

- 2 Kinder PKV ca. 300,00

- Darlehen Unternehmensbeteiligung? Wie hoch ist die monatliche Belastung?

 

Jetzt sind 2 Kinder da- das bedeutet eine doch erhebliche Steigerung der Ausgaben, sei es Kleider, Krippenplatz etc.

 

Ich finde es gut für beide Kinder einen Sparplan zu beginnen mit einem einfach World ETF.

Für dich würde ich erstmal abwarten und schauen ob ihr jetzt mit 2 Kindern schafft die Sondertilgung aufrecht zu erhalten, insbesondere dann, wenn das Elterngeld wegfällt. Auch nicht zu vergessen- das Elterngeld ist zwar während der Auszahlung,steuerfrei‘ - jedoch ist das am Ende bei der Steuererklärung nicht mehr ganz der Fall, sodass evt. Nachzahlung entstehen kann.

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Geschrieben

Hast du eigentlich eine Instandhaltungsrücklage für das Haus noch geplant? 

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vor 2 Stunden schrieb Portfolio2055:

Deine Schuldenbelastung ist in Bezug auf das Einkommen relativ hoch. Seit Dezember hast du auch 2 Kinder.

Bei 5000 Netto

- 2.300 Darlehen Haus

- 650,0 PKV

- 2 Kinder PKV ca. 300,00

- Darlehen Unternehmensbeteiligung? Wie hoch ist die monatliche Belastung?

 

Jetzt sind 2 Kinder da- das bedeutet eine doch erhebliche Steigerung der Ausgaben, sei es Kleider, Krippenplatz etc.

 

Ich finde es gut für beide Kinder einen Sparplan zu beginnen mit einem einfach World ETF.

Für dich würde ich erstmal abwarten und schauen ob ihr jetzt mit 2 Kindern schafft die Sondertilgung aufrecht zu erhalten, insbesondere dann, wenn das Elterngeld wegfällt. Auch nicht zu vergessen- das Elterngeld ist zwar während der Auszahlung,steuerfrei‘ - jedoch ist das am Ende bei der Steuererklärung nicht mehr ganz der Fall, sodass evt. Nachzahlung entstehen kann.

interessant wäre zu wissen, ob du von den 5000€ deine PKV noch zahlen musst oder bereits gezahlt wurde. Durch das Elterngeld entsteht im Normalfall in deiner Konstellation (Mann STK3 - Frau Elterngeld) eine eher hohe Rückzahleung. Das solltest DU mal ausrechnen und Dich gleich drauf einstellen.

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vor 12 Stunden schrieb Walter White:
vor 15 Stunden schrieb kreuzundkwer:

Ist es sinnvoll, für alle beide Varianten (Kinder uns Altersvorsorge) auf den gleichen ETF zu setzen? Die Logik sagt mir ja. Vielleicht meint die Praxis aber was anderes?

Nein :  )

 

Bezogen auf den Kontext des TO mag das stimmen.

Für mich war die Frage allgemein formuliert und @Walter White wird mir sicher zustimmen, dass z.B. ein FTSE All-World gleichermaßen für Kinder und einen Erwachsenen als Altersvorsorge geeignet ist : )

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vor 6 Stunden schrieb HaRaS1983:

interessant wäre zu wissen, ob du von den 5000€ deine PKV noch zahlen musst oder bereits gezahlt wurde. Durch das Elterngeld entsteht im Normalfall in deiner Konstellation (Mann STK3 - Frau Elterngeld) eine eher hohe Rückzahleung. Das solltest DU mal ausrechnen und Dich gleich drauf einstellen.

Deshalb das Elterngeld bei der Frau auf 24 statt auf 12 Monate verteilen wenn es finanziell machbar ist. 

 

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