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Vermögens"ausgleich" in der Beziehung/Ehe

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33 posts in this topic

Posted · Edited by Worrier

Moin,

 

es ist etwas off-topic, aber irgendwie auch Thema "Risikovorsorge".  Ich lebe in einer Beziehung mit Kind. Meine Frau geht bald wieder in Teilzeit arbeiten und ich mache mir Gedanken wie eine fairer Ausgleich des beidseitigen Vermögens aussieht. Sie soll dadurch nicht benachteiligt werden.

 

###Vor der Ehe####

 

Bisher haben wir die Kosten 50/50 geteilt, was mit Kind so natürlich nicht mehr machbar ist. 

 

Idee wäre zu sagen, ich zahle ihr monatlich den Ausgleich zu Ihrem ursprünglichen Monatsgehalt. Und wir teilen weiter 50/50 die Fixkosten.

Oder wir summieren unser beider Gehälter und je nach Anteil an der Summe, werden die Kosten anteilig geteilt. Sie käme so bei ~30 % heraus.
  

Müsste doch +/- auf das Gleiche herauskommen?

 

 

### In der Ehe ###

 

Wie könnte ich das in der Ehe händeln? Wie macht ihr das? Gerade mit Hinblick auf die Zugewinngemeinschaft.


Wie regelt ihr das?

 

Danke euch.

 

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vor einer Stunde schrieb Worrier:

Wie regelt ihr das?

 

Alles in einen Topf. 

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Posted · Edited by dev

Wir haben getrennte Finanzen, aber da ich mehr erwirtschaften kann, darf ich halt auch mehr tragen.

 

gleichberechtigung-gerechtigkeit[1].jpg

 

vor 12 Minuten schrieb jogo08:

Alles in einen Topf. 

Da habe ich keinen Bock drauf.

Sie gibt halt gerne Geld aus und mir reicht es oft das ich mir x leisten könnte, aber weis das ich es nicht benötige.

 

- dann sehe ich alles was meine Frau kauft - zusätzliches Konfliktpotential

- sie sieht dann mein Depot und würde die Buchverluste nicht verkraften

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vor einer Stunde schrieb Worrier:

Idee wäre zu sagen, ich zahle ihr monatlich den Ausgleich zu Ihrem ursprünglichen Monatsgehalt. Und wir teilen weiter 50/50 die Fixkosten.

Aber da wärst du ja benachteiligt. Sie hat ihr ursprüngliches Gehalt, du hast aber weniger.

 

vor einer Stunde schrieb Worrier:

### In der Ehe ###

Falls ihr euch trennt, muss dazugewonne Vermögen je aufgeteilt werden. Theoretisch könnt ihr also ein Gemeinschaftskonto haben und eure alle ab der Ehe Einnahmen da rein zahlen und Ausgaben daraus entnehmen.

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Posted · Edited by Rubberduck

Ich denke, dass es mit zunehmender Dauer der Ehe auf einen faktischen Topf zuläuft. Mit Kindern sowieso.

Für den persönlichen Seelenfrieden empfehle ich aber getrennte Girokonten. ;)

Mein Depot diskutiere ich grundsätzlich nicht mit meiner Frau. Ihre früheren Entscheidungen für ein Tagesgeld und einen Bausparvertrag versuche ich zu integrieren.

Es läuft vieles erstmal noch parallel und getrennt.

 

Aus praktischen Gründen, müssen aber mal Summen genannt werden. Sonst sind Angelegenheiten wie Hauskauf etc einfach nicht sinnvoll durchführbar.

 

Unausweichlich ist sicher, dass sich der finanziell stärkere Partner deutlich mehr an den Ausgaben beteiligt.

Möglicherweise weniger an täglichen Ausgaben, sondern mehr an größeren (Urlaub, Auto, Wohnung).

 

Ich habe mir mal die Frage gestellt, ab welcher Summe sich kleinteilige Rechnereien rechtfertigen ließen. Auch vom Aufwand her.

Bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich dafür nicht reich genug bin.

 

Abschließend: Heiraten sollte man nur, wenn es wirklich passt. 

 

Und ich empfehle als LEsestoff: Sparfuchs liebt Prasser – geht das gut? Ingeborg Rakete-Dombek beschäftigt sich mit kaputten Ehen und deren finanziellen Folgen. Die Anwältin rät: Besser keine gemeinsamen Konten

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Wir hauen alles in einen Topf und jeder behält sich gleich viel "Taschengeld". Ich verstehe immer die Menschen nicht, die sich entschieden haben Leben zu teilen, aber dann anfangen "jeden Kaffee aufzurechnen" ...

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vor 47 Minuten schrieb dev:

Hoffentlich täuscht Du Dich da nicht. Es geht nämlich nicht nach Gleichberechtigung oder Gerechtigkeit, sondern nach Recht.

 

vor 6 Minuten schrieb RonHulk:

....Ich verstehe immer die Menschen nicht, die sich entschieden haben Leben zu teilen, aber dann anfangen "jeden Kaffee aufzurechnen" ...

Sehe ich auch so. Was ist denn überhaupt der Sinn der Eheschließung? Man muss ja keine Ehe schließen; dann hat man sein eigenes Geld, und gut is.

 

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Posted · Edited by Worrier

44 minutes ago, hund555 said:

Aber da wärst du ja benachteiligt. Sie hat ihr ursprüngliches Gehalt, du hast aber weniger.

Ich meinte auch eher -> sie hat 900 € weniger, ich zahle ~600 € (weil auch weniger Beitrag bzgl. Rente etc.) . Die Entscheidung Familie soll schon von Beiden getragen werden. Letzlich geht es auch nur um die Fixkosten. Weiche Kosten wie Urlaub & Co. zahl ich immer das Meiste, da eben höheres Gehaltetc. . Mir kommts jetzt auch net auf paar hundert Euro an. Sie profitiert ja durch Firmenwagen, Übernahme Urlaub etc. . Tue ich gerne, aber totale Selbstaufgabe ist nicht mein Ding.

 

Ein gemeinsamer Topf ist nicht vorgesehen. Das gäbe nur Diskussionen und meine Frau will das auch gar nicht. Da jeder sich seinen "eigenen" Kram kaufen soll, wie und wo er will, Thema Selbständigkeit.

 

Wir passen finanzielle recht gut zusammen, auch was Sparsamkeit etc. angeht. Trotzdem will keiner das Gefühl haben sich für irgendwelche Spass-Ausgaben rechtfertigen zu müssen.

 

Die Frage ist, wie es sich in der Ehe verhält. Ich will dass Sie ein unabhängiger Mensch bleibt, trotz längere Phase Teilzeit, und bei Trennung nicht in der Altersarmut deswegen landet (würde ich nicht zulassen). Mir sind auch grob die Ehepverpflichtung bekannt (Rentenpunkt-Teilen etc.). 

 

Unsere Partnerschaft funktioniert auch ohne Heiraten ;). Bisher habe ich die Annahme, dass wir dadurch besser abgesichert sind. Stichpunkt Erbschaft, Witwen-Rente etc. . 

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vor 13 Minuten schrieb Worrier:

Unsere Partnerschaft funktioniert auch ohne Heiraten ... Bisher habe ich die Annahme, dass wir dadurch besser abgesichert sind. Stichpunkt Erbschaft, Witwen-Rente etc. . 

Diese Annahme dürfte falsch sein.

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19 minutes ago, Worrier said:

Ein gemeinsamer Topf ist nicht vorgesehen. Das gäbe nur Diskussionen und meine Frau will das auch gar nicht. Da jeder sich seinen "eigenen" Kram kaufen soll, wie und wo er will, Thema Selbständigkeit.

 

Wir passen finanzielle recht gut zusammen, auch was Sparsamkeit etc. angeht. Trotzdem will keiner das Gefühl haben sich für irgendwelche Spass-Ausgaben rechtfertigen zu müssen.

 

 

 

Deshalb Taschengeld für jeden, da muss sich doch keiner rechtfertigen ...

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Posted · Edited by Batman_BU

Wir fahren seit etwa 10 Jahren mit folgendem Ansatz sehr gut:

 

Drei Konten, ein Gemeinschaftskonto.

 

Über das Gemeinschaftskonto werden alle Fixkosten abgewickelt. Dazu gehören (bei uns) neben Kreditraten und Hausgeld auch gemeinsame Versicherungen sowie Versicherungen zur Risikoabsicherung und die Fixkosten für Kinderbetreuung etc. Darüber hinaus wird ein Puffer drauf gezahlt. 

 

Phase 1: 

Ehefrau ca. 70% des Einkommens

Ich ca. 30% des Einkommens.

-> Fixkosten werden gem. dieses Verhältnisses aufgeteilt. 

 

Phase 2:

Ehefrau ca. 50% des Einkommens

Ich ca. 50% des Einkommens

-> Fixkosten werden gem. dieses Verhältnisses aufgeteilt

 

Phase 3:

Ehefrau bezieht Elterngeld

Ich ca. 80% des Einkommens. 

-> Fixkosten werden gem. dieses Verhältnisses aufgeteilt.    (Das System ist klar, denke ich)

 

Phase 4:

Aktuell beziehen wir beide "nur" Elterngeld, die Fixkosten werden daher nur über den angesparten Puffer gedeckt. 

Da sowohl meine Frau als auch ich einigermaßen vernünftig mit Geld umgehen und auch genügend Einkommen haben ist das kein Problem. Beide besparen parallel noch irgendwelche Anlagen. 

 

Wir besprechen zwar schon ab und an mal Ausgaben, aber grundsätzlich ist jeder für "seinen" Teil verantwortlich. Ich habe mir beispielsweise ein neues Laptop gekauft, darüber habe ich natürlich mit ihr gesprochen.  Hätte sie gesagt, dass ihr das zu teuer ist, hätte ich meine Entscheidung sicherlich noch einmal überdacht. 

 

Für uns passt es, Geld ist zwischen uns kein Thema. Aber wir reden auch ab und an darüber, sodass beide wissen, dass hier keiner unter Kaufsucht leidet ;-)

Wocheneinkäufe und Co bezahlt immer mal jemand anderes. Wie es gerade passt. 

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vor 45 Minuten schrieb Worrier:

Bisher habe ich die Annahme, dass wir dadurch besser abgesichert sind. Stichpunkt Erbschaft, Witwen-Rente etc. . 

 

Dann hättest Du uns nicht alles erzählt: Deine Partnerin bezieht aktuell eine Witwenrente?

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vor 3 Stunden schrieb Worrier:

Wie könnte ich das in der Ehe händeln? Wie macht ihr das? Gerade mit Hinblick auf die Zugewinngemeinschaft.

 

Halb Anmerkung, halb Frage:

Es ist doch so, dass bei der Ermittlung des Zugewinns der Vermögenszuwachs zwischen zwei Stichtagen (Hochzeit/Scheidung) ermittelt wird - sämtliche mentale Buchführung zwischen den Ehegatten in der Zeit zwischen den Daten dürfte somit doch juristisch gesehen völlig egal sein?

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vor 3 Stunden schrieb Worrier:

Wie regelt ihr das?

 

alles in einen Topf - wenns schief läuft kriegt jeder die Hälfte

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Alles strikt aufteilen. Gemeinsame Fixkosten werden nach dem prozentualen Unterschied zwischen unseren Gehältern aufgeteilt. Die Gehälter sollten sich aber (hoffentlich) ähnlich entwickeln. 

 

Sie verdient ihr Geld und ich meins. So entsteht kein Konflikt und jeder bleibt selbstständig und unabhängig. 

 

 

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Posted · Edited by Worrier

55 minutes ago, Rubberduck said:

 

Dann hättest Du uns nicht alles erzählt: Deine Partnerin bezieht aktuell eine Witwenrente?

Nein, das war auf die Zukunft projeziert. Keine Lust, dass Vater Staat meine eingezahlte Rente einkassiert und meine Frau kann schauen wo sie bleibt, wenn ich tot bin.

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Bei einer Zugewinngemeinschaft machen getrennte Konten doch gar keinen Sinn. Im Falle einer Scheidung bekommen beide Seiten sowieso die Hälfte des Zugewinns. Warum sollte ich ausgerechnet während einer funktionierenden Ehe dann Unterschiede machen? Optimalerweise kümmert sich die Person mit dem geringeren Einkommen um Kinder, Haushalt und Umfeld, sodass für mein Verständnis ein Gleichgewicht herrscht. Allerdings haben zusätzliche Konten ihre Berechtigung, wenn bereits vor der Eheschließung bedeutende Vermögen vorhanden waren oder während der Ehe bedeutende Schenkungen und Erbfälle anstehen, die nicht unter den Zugewinn fallen. Und bei Gütertrennung sieht das Ganze eh noch mal anders aus.

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Alles ein Topf.

Sobald Kinder im Spiel sind und ein Ehepartner (meist Frau oder der schwächer verdienende) das "nachsehen" hat und somit finanziell benachteiligt wird finde ich getrennte Konten schwierig und ungerecht.

Vor allem in meiner Umgebung/Altersklasse ist es durchweg so das die Frau ihren Job entweder ganz an den Nagel gehängt oder auf Teilzeit reduziert arbeitet, das typische Klischee

von Kochen/Haushalt/Kindern also. Leben seid über 30  Jahren zusammen, verheiratet 23 Jahre.

Im Grunde kann sich jeder im vernüftigen Rahmen leisten was er will, nur Großausgaben werden diskutiert.

Wenn keine Kinder da sind oder wenn sich beide gleichwertig um Haushalt, Kochen und Kinder kümmern ist Kontentrennung ok wenn man das so möchte.

 

 

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vor 41 Minuten schrieb magicw:

alles in einen Topf - wenns schief läuft kriegt jeder die Hälfte

Das passiert auch, wenn man nicht alles "in einen Topf" tut.

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vor 1 Stunde schrieb Schwachzocker:

Hoffentlich täuscht Du Dich da nicht. Es geht nämlich nicht nach Gleichberechtigung oder Gerechtigkeit, sondern nach Recht.

Rechte bei Unverheiratet?

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vor 25 Minuten schrieb Worrier:

Keine Lust, dass Vater Staat meine eingezahlte Rente einkassiert und meine Frau kann schauen wo sie bleibt, wenn ich tot bin.

Dann solltet ihr heiraten.

 

Die Themenbehandlung krankt zurzeit etwas daran, dass nicht klar ist, ob es um die Handhabung bei einer "Partnerschaft" oder einer "Ehe" geht. Da gibt es deutliche Unterschiede.

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vor 26 Minuten schrieb Worrier:

Nein, das war auf die Zukunft projeziert. Keine Lust, dass Vater Staat meine eingezahlte Rente einkassiert und meine Frau kann schauen wo sie bleibt, wenn ich tot bin.

 

Bist du nicht verheiratet, seit ihr im juristischen Sinne zwei wildfremde Personen mit keinerlei Ansprüchen gegen den anderen, winzigen Freibeträgen und so weiter. Wie vanity sagt, heiratet, deine Annahmen über den Stand zueinander bzgl. Versorgung etc. sind größtenteils falsch.

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Posted · Edited by Worrier

Ja ich habe mich vllt. nicht präzise ausgedrückt.

 

Mir geht es primär darum zu verstehen: wenn wir verheiratet sind, ob mein System (30/70 Kostenteilung) aus der derzeitigen Partnerschaft noch Sinn macht.  Oder ich mir dabei selbst ins Knie schiesse, da ich beim Zugewinnausgleich Nachteile erfahre.  Mein jetziger Stand ist, dass es eigentlich egal ist.  Wenn Sie von mir „Subvention“ erhält wegen unserem 2 Kontensystem, wird der dazugehörige Vermögensgewinn bei ihr beim Zugewinnausgleich eh mit berücksichtigt.

 

Vllt. verwirr ich mich gerade komplett selbst :D 

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Bezogen auf den Zugewinnausgleich bei einer Scheidung ist es weitgehend Geschmackssache, wie man es handhabt.

 

Im Erbfall bei Tod eines Ehepartners spielt es durchaus eine Rolle, bei wem das Vermögen angesiedelt ist.

 

 

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was heisst das bei einem Gemeinschaftkonto?

Die Hälfte geht in die Erbmasse hinein?

Wie sieht das mit zb. einem Fahrzeug aus das in der Ehe gemeinsam angeschafft wurde aber auf einen Partner läuft?

Da gilt doch eh 1/2 da in der Ehe angeschafft, oder?

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