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bAV der ERGO mit Entgeltumwandlung

  • bav
  • betriebliche Altersvorsorge

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Hallo zusammen,

ich habe kürzlich den Arbeitgeber gewechselt und habe nun folgendes Angebot für eine betriebliche Altersvorsorge erhalten:

- Produktgeber der bAV: ERGO
- Einzahlung Arbeitnehmer (150€; vom Bruttolohn), Arbeitgeber: 150€
- über Direktversicherer Münchner Rück abgewickelt
- Produkt: Munich Re Worldwide Trend Index; ein von der Münchner Rück exklusiv für die ERGO auferlegter Index, der kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Weiterhin hat mir der ERGO-Mitarbeiter folgende Infos gegeben:

1.) der Munich Re World Wide Trend Index ist exklusiv für ERGO-Rentenversicherungen bestimmt und wird  uns völlig kostenneutral seitens der Munich Re zur Verfügung gestellt wird. Es existiert kein Produkzinformationsblatt.

2.) Eine bAV ist immer eine Rentenversicherung in Form einer sog. Direktversicherung. Der Ansatz die Effektivkosten zu betrachten ist grundsätzlich richtig, auch wenn hierbei noch nicht die unterschiedlichen Rentenfaktorkonzepte berücksichtigt sind. Wenn wir diese aber mal für einen Augenblick außer Acht lassen sieht es folgendermaßen aus:

3.) Es ergibt sich eine Effektivkostenquote von 0,68%. Diese ist im Vergleich zu Mitbewerbern (die meist eine Quote von 0,9-1,4% haben), sehr gering. Dies ist der Hauptgrund warum die Betriebsrente der ERGO derzeit faktisch konkurrenzlos ist und unter gleichen Vorraussetzungen höhere Auszahlbeträge zum Tragen kommen. Davon, dass unser garantierter Rentenfaktor sehr hoch und der aktuelle sogar noch steigen kann (Alleinstellungsmerkmal!) sowie den Partizipationsquoten im Wettbewerbsvergleich, mal ganz zu schweigen. Entscheidend ist immer, was unterm Strich unter gleichen Voraussetzungen z.B. in einem realistischem 6%-Szenario herauskommt.

Zu meiner Situation:

- 32 Jahre alt
- Bruttojahreseinkommen 75k
- Es gibt eine signifikante Wahrscheinlichkeit, dass ich in 2-3 Jahren Freiberufler werde bzw. das Unternehmen in ca. 3 Jahren wechseln werde

Ich habe nun die Unterlagen mehrfach studiert, aber muss ehrlich zugeben, dass ich absolut unentschieden bin und ich fühle mich, als wäre ich nicht wirklich weiter gekommen. Daher wollte ich euch um Rat bitten.

Findet ihr eine bAV unter diesen Rahmenbedingungen

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Posted · Edited by Cai Shen

vor 6 Minuten schrieb an.schall:

Es gibt eine signifikante Wahrscheinlichkeit, dass ich in 2-3 Jahren Freiberufler werde

Wenn das bereits feststeht, lass es.

Je nachdem wie die Kosten der Versicherung abgerechnet werden, sind nach 3 Jahren womöglich jede Menge Abschluss und Verwaltungskosten abgerechnet, aber kaum Eigenbeiträge aufgebaut.

Als Freiberufler bliebe dann die Versicherung zu übernehmen und aus dem Netto - als ganz normale Rentenversicherung - weiter zu besparen, das wäre mit jedoch viel zu unflexibel.

 

Eine bAV Rentenversicherung macht nur dann Sinn, wenn man plant über die gesamte Laufzeit Angestellter zu bleiben.

Zukünftige Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, deine Versicherung zu übernehmen und weiterzuführen.

 

vor 6 Minuten schrieb an.schall:

Bruttojahreseinkommen 75k

Damit sinkt die maximale mögliche Förderquote, weil oberhalb BBG der Sozialversicherung.

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Ok, danke für die Info. Könntest du das ganze noch beurteilen aus dem Blickwinkel, dass ich über die gesamte Lebenszeit Angestellter bleibe?

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Posted · Edited by Cai Shen

Nö, dann kommt wieder einer der bekannten Makler hier im Forum vorbei, lässt seine schlechte Laune an mir aus - erklärt aber auch nicht wie es richtig geht.

Bei 50% Zuzahlung vom Arbeitgeber könnte es sich aber trotzdem noch rechnen, das erscheint mir recht spendabel :thumbsup:

 

So wie es aussieht, ist das eine klassische Rentenversicherung im bAV-Direktversicherungsmäntelchen, also max. 30% Kapitalwahlrecht und mind. 70% Verrentung.

Wäre noch spannend, welcher (garantierte) Rentenfaktor angesetzt wird.

Rechne also mit Rechnungsgrundlage von 0,9% auf das Deckungskapital und derzeit effektiv 3,x % 2,05% - davon gehen dann oft noch Kosten ab.
Hoffe das ist die richtige Tabelle, die Ergo liegt eher am unteren Rand.

Nur die Überschüsse gehen in den Fonds, also ein verschwindend geringer Teil.
Alternativ können die Überschüsse auch in den normalen Kapitalstock, der Fonds ist nur optional wählbar.

 

Zudem ist der Index erst seit einem Jahr aufgelegt und als Preisindex klassifiziert.

Ich möchte niemandem etwas unterstellen aber was mit den Zinsen und Dividenden passiert wird von ERGO nirgends erklärt.

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Schwierig wird es, wenn dir auf Basis von gefährlichem Halbwissen falsche Annahmen vermittelt werden.

Dein Einkommen liegt mitnichten "oberhalb BBG der Sozialversicherung", unabhängig davon, ob West oder Ost.

Das trifft lediglich auf die Kranken- und Pflegeversicherung zu.

Informiere dich daher auch abseits dieses Forums, du siehst, hier werden gerne vorschnell Aussagen getroffen, die so schlicht nicht stimmen. Keine sonderlich vernünftige Entscheidungsgrundlage.

 

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vor 1 Stunde schrieb Cai Shen:

Nö, dann kommt wieder einer der bekannten Makler hier im Forum vorbei, lässt seine schlechte Laune an mir aus - erklärt aber auch nicht wie es richtig geht.

Es ist auch nicht unsere/deren Aufgabe, halbgare und tlw schlichtweg falschr Aussagen in der Freizeit gerade zu rücken.

 

Im Forum ist doch der Großteil so von sich überzeugt, dass die fachkundigen Ratschläge ohnehin nicht angenommen werden.

 

Da verwundert es auch nicht, dass das fachliche Niveau seit 3 - 6 Monaten kontinuierlich sinkt.

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vor 4 Minuten schrieb Xeronas:

Es ist auch nicht unsere/deren Aufgabe, halbgare und tlw schlichtweg falschr Aussagen in der Freizeit gerade zu rücken.

Dabei habe ich dich überhaupt gar nicht gemeint, sondern eher Olli Kahn der mir in letzter Zeit völlig ironiebefreit gelegentlich mal reingrätscht :rolleyes:

 

Wozu meldet man sich dann eigentlich in einem Forum an, wenn man nicht bereit ist auch in der Freizeit mit fundierten Beiträgen innerhalb des eigenen Kompetenzbereichs daran teilzunehmen?

Ich bin irritiert.
 

Nebenbei wurde hier in windeseile erneut die klassische Situation herausgearbeitet, dass die gezeigte fachliche Kompentenz der Experten über die Kritik an den Vorpostern nicht hinausgeht.

Wäre es jetzt so schwer gewesen den kritisierten Umstand, dass die BBG in der Kranken-/Arbeitslosenversicherung tatsächlich bei 80.400€ / 73.800 € liegt im Nebensatz zu korrigieren?
Sorry, ist mir durchgerutscht - obwohl die aktuellen Tabellen in Griffweite lagen :wacko:

 

Knackpunkt bleibt weiterhin die mögliche Selbstständigkeit, die BBG KV/AV ist doch nur ein Parameter in den grundsätzlichen Überlegungen für oder gegen die angebotene Direktversicherung.

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Am 28.2.2019 um 17:59 schrieb Cai Shen:

Wäre es jetzt so schwer gewesen den kritisierten Umstand, dass die BBG in der KrankenRenten-/Arbeitslosenversicherung tatsächlich bei 80.400€ / 73.800 € liegt im Nebensatz zu korrigieren?

Kleine Korrektur im Zitat vorgenommen. Die BBG der KV liegt aktuell bei 54.450€. 

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