Werde ich "abgezockt" ?!

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36 posts in this topic

Posted · Edited by LeonS.

Hallo Wertpapier-forum Community,

 

ich habe eine Frage bzgl. einer Rentensparplan Fondspolice.

 

Mir wurde ein Produkt der Aachen Münchner verkauft, es handelt sich um einen fondgebundenen Rentensparplan. 

 

Die mtl. Einzahlung wird zu jeweils 25% auf vier verschiedene DWS Fonds aufgeteilt. So weit so gut.

 

Die einmaligen Abschlussgebühren belaufen sich auf 1.200,00 €. 

 

Die mtl. Vermögensverwaltungsgebühren belaufen sich auf 22,34 €. 

 

Die Effektivkosten des Sparplans belaufen sich auf 2,45 % p.a. ( Sind die Vermögensverwaltungskosten schon in den Effektivkosten enthalten? )

 

Auf meine Aussage, dass ich das als sehr teuer empfinde entgente mir der Makler( DVAG) es fallen dafür keine Ausgabeaufschläge und Transfergebühren bei Fondsumschichtungen an. Deshalb hat man die Kosten wieder drin sobald man nur 1-2 mal im Jahr den Fond tasuchen müsste.

 

Sein Argument gegen einen von mir vorgeschlagenen Depotfond war, dass die Fondsplice nach dem neuen Steuergesetz steuerfrei wäre und ich dadurch den vollen nutzen des Zinseszins erhalte und ich dadurch logischerweise mehr Rendite erhalte als bei einem selbst gemanagten Depot. 

 

Stimmt die Aussage des Maklers bzgl. der Steuern überhaupt? Und ist dieses Produkt im Vergleich zu anderen auf dem Markt wirklich günstig ? 

Ich habe ein schlechtes Bauchgefühl bei der Sache und kenne mich nicht gut aus?

 

Ich hoffe auf ehrliche Antworten.


Liebe Grüße Leon

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vor 4 Minuten schrieb LeonS.:

Deshalb hat man die Kosten wieder drin sobald man nur 1-2 mal im Jahr den Fond tasuchen müsste.

Ob man die Kosten wieder "drin" hat, zweifle ich an. Aber warum sollte man auf die Idee kommen, 1-2mal im Jahr Fonds zu tauschen? Von daher: völliges gaga-Argument. Und Ausgabeaufschläge zahlt "man" heute nicht mehr. Da gibt es andere Möglichkeiten. Ebenfalls ein ganzschlechtes Argument.

 

vor 4 Minuten schrieb LeonS.:

Stimmt die Aussage des Maklers bzgl. der Steuern überhaupt?

Tatsächlich zahlst du während der Laufzeit nach aktueller Gesetzgebung keine Steuern. Das heißt, im Vergleich zu einem Fondssparplan, bei dem Steuern gezahlt werden müssen, kannst du rechnerisch die Steuern weiter "verzinsen" lassen. Wird gelegentlich als "Steuerstundung" hier im WPF so genannt. Das ist soweit richtig.

 

Ohne es nachgerechnet zu haben stelle ich aber in Zweifel, ob diese "Steuerstundung" angesichts der hohen Kosten lohnt. Dummerweise nutzt du mit einer Fondsploice aber den Sparerpauschbetrag nicht, und falls du den nicht anderweitig nutzt, ist es keine gute Idee irgendeine Fondspolice abzuschließen. Eine teure schon mal gar nicht.

 

vor 4 Minuten schrieb LeonS.:

Und ist dieses Produkt im Vergleich zu anderen auf dem Markt wirklich günstig ? 

Ich kenne den Markt nicht, aber die Konditionen meiner Fondspolice: da ist dein Vertrag wirklich teuer!

 

vor 4 Minuten schrieb LeonS.:

Ich habe ein schlechtes Bauchgefühl bei der Sache und kenne mich nicht gut aus?

Gut, dass du nachfragst, schlecht, dass du schon abgeschlossen hast....

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Posted · Edited by Nachdenklich

vor 16 Stunden schrieb LeonS.:

Deshalb hat man die Kosten wieder drin sobald man nur 1-2 mal im Jahr den Fond tasuchen müsste.

Bei meinem Anbieter gibt es keine Depotgebühren, keine Ausgabeaufschläge (die DWS-Fonds dürften aktive Fonds mit Ausgabeaufschlägen sein?) und für aktive Fonds auch keine Transaktionskosten. Dennoch habe ich in 20 Jahren erst einmal einen Fonds gewechselt.

 

Dein Makler will nur Dein Bestes.

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Kurze Antwort: Ja, dass ist abzocke. Baue Dir lieber deine eigene Rentenvorsorge auf, über zb ein ETF Depot das du besparst. Klar kannst du einen Teil der Altervorsorge bei diesen Verträgen steuerlich geltend machen- auf lange Sicht stehen jedoch die Kosten nicht im Verhältnis zur Rendite.

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Danke, für die schnellen Antworten.

 

Ich habe mich nach dem vierten Termin mehr oder minder nötigen lassen, der Makler kommt dazu noch aus meinem persönlichen Umfeld.

Habe die Police erst gestern per Post bekommen und noch ein vierwöchiges Rücktrittsrecht. 

 

Wie genau verhält es sich denn mit den Steuern bei einem selbst gemanagten Depot und ist eine Fondspolice bei Auszahlung tatsächlich steuerfrei oder nur ein Teil davon? Ich habe etwas von 15% gelesen?

 

Was wäre denn im Verhältnis ein günstiges oder durchschnittliches Produkt? Was an Kosten und Gebühren ist tolerierbar? 

 

Der Makler meinet zudem, dass nach Abzug aller Kosten noch locker 6% Rendite machbar sind?

 

Die DWS Fonds sind in der Benchmark mit z.B dem TexDax um mind. 100-250% schlechter auf eine Sicht von 15 Jahren gesehen? Kann ich das als Refrenz nennen?

 

Der Makler behauptet durch die Steuern bleiben mir bei ETF´s mind. genau so viel oder weniger dazu kommen Ordergebühren etc.

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45 minutes ago, Nachdenklich said:

Bei meinem Anbieter gibt es keine Depotgebühren, keine Ausgabeaufschläge (die DWS-Fonds dürften aktive Fonds mit Ausgabeaufschlägen sein?) und für aktive Fonds auch keine Transaktionskosten. Dennoch habe ich 20 Jahren erst einmal einen Fonds gewechselt.

 

Dein Makler will nur Dein Bestes.

Bei welchem Anbieter bist du wenn ich fragen darf?

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Posted · Edited by NoFlags

Abschluss unbedingt rückgängig machen. Sich selbst vornehmen die nächsten 3-4 Monate nichts zu unterschreiben. Hier viel, viel lesen. Dann verstehst du einiges besser und kannst sinnvoll selbst entscheiden und handeln.

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Posted · Edited by joinventure12

vor 2 Stunden schrieb Portfolio2055:

Kurze Antwort: Ja, dass ist abzocke. Baue Dir lieber deine eigene Rentenvorsorge auf, über zb ein ETF Depot das du besparst. Klar kannst du einen Teil der Altervorsorge bei diesen Verträgen steuerlich geltend machen- auf lange Sicht stehen jedoch die Kosten nicht im Verhältnis zur Rendite.

Hmmm .. und wenn er 99 Jahre alt wird, dann geht das Geld aus. Die Policen haben schon ihren Sinn....

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vor 2 Stunden schrieb LeonS.:

Der Makler meinet zudem, dass nach Abzug aller Kosten noch locker 6% Rendite machbar sind?

Lustige Anekdoten erzählen Verkäufer gern, früher auch mal 8% "garantiert", das ist noch nicht mal 'ne DVAG spezifische Masche. 

 

Heißt es wird eine Bruttorendite von >8% über dem risikolosen Zins angestrebt, wie oft haben die DWS Fonds das in der Vergangenheit geschafft? 

 

vor 2 Stunden schrieb LeonS.:

Die DWS Fonds sind in der Benchmark mit z.B dem TexDax um mind. 100-250% schlechter auf eine Sicht von 15 Jahren gesehen? Kann ich das als Refrenz nennen?

Also in meiner Welt ist bei spätestens 100% "schlechter" kein Geld mehr vorhanden.

Bei solchen Aussagen werde ich immer so @Nachdenklich :D ob selbst gemanagte Geldanlage / Altersvorsorge für jeden geeignet ist.

Klar kannst du dir irgendeinen Index nehmen und gegen deine Fonds vergleichen, aber dann wird's halt... 

 

Ohne dass zumindest der Vertrag benannt wird, Sparrate und Fondsauswahl bekannt sind, wird wohl kaum jemand eine treffsichere Analyse deiner Situation vornehmen können. 

Ok, außer DVAG, das will keiner haben. :P

 

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Zitat

Werde ich "abgezockt" ?!

Ja.

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Posted · Edited by HaRaS1983

es ist nunmal so, dass man bei Versicherungen und geldanlagen von beratern zu 99% abgezockt wird. Es bleiben nur die Brotkrümel... also selber informieren oder hoffen, dass man an 1% der guten Berater gerät.

 

Nimm dein Geld und kauf nen All World ETF und lasse es dort liegen bis zur Rente - damit dürftest Du fast alles schlagen was die Versicherungswelt so anbietet (die guten Sachen, findest Du eh nicht).

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Ehrlich: Tritt davon wieder zurück. Der Vertrag ist ein schlechter Deal für dich.

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Bloß raus aus diesem Abzock Vertrag. Ich finde es bedenklich, dass sogar Freunde dich ausnehmen wollen.

 

Wie hier bereits gesagt wurde. Wenn du in ein AWCI investierst bist zu zu 99% besser dran als diese Police 

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vor 5 Stunden schrieb LeonS.:

 

Ich habe mich nach dem vierten Termin mehr oder minder nötigen lassen, der Makler kommt dazu noch aus meinem persönlichen Umfeld.

es ist doch immer wieder das gleiche.

Jung, unwissend und unbedarft wird von Schulfreund oder des gleichen genötigt, Verträge abzuschließen. 

 

Kündigen und dem persönliche Umfeld mitteilen, der nächste mit irgendwelchen Versicherungsverträgen vor der Tür steht, bekommt einen ordentlichen Tritt in den A.....

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Posted · Edited by odensee

vor 14 Stunden schrieb LeonS.:

Habe die Police erst gestern per Post bekommen und noch ein vierwöchiges Rücktrittsrecht. 

Dann nutze das. Heute!

 

Zitat

Wie genau verhält es sich denn mit den Steuern bei einem selbst gemanagten Depot und ist eine Fondspolice bei Auszahlung tatsächlich steuerfrei oder nur ein Teil davon?

Natürlich zahlst du Steuern in der Auszahlphase. Ich habe aber keine Lust, dass jetzt hier zu vertiefen. Ist xmal im Forum durchdiskutiert. ;) Sieh zu, dass du aus dem Vertrag herauskommst, und lies dich dann in Finanzthematik (incl. Besteuerung) ein. Kannst du gut hier im Forum machen. Anders als dir möglicherweise suggeriert wurde, ist bei Altersvorsorge nicht jeder Tag zählend, es reicht völlig, wenn du in ein paar Monaten anfängst dich darum zu kümmern. Anders sieht es bei Risikoversicherungen aus. Aber die solltest du auch nicht über diesen "Makler" abschließen.

 

Zitat

Was wäre denn im Verhältnis ein günstiges oder durchschnittliches Produkt? Was an Kosten und Gebühren ist tolerierbar? 

Ich kann dir diese Frage nicht beantworten. Das ist mMn zum heutigen Zeitpunkt aber auch für dich irrelevant. Sparerpauschbetrag schon durch andere Anlagen verbraucht?

 

Zitat

Der Makler meinet zudem, dass nach Abzug aller Kosten noch locker 6% Rendite machbar sind?

.....

Der Makler behauptet durch die Steuern bleiben mir bei ETF´s mind. genau so viel oder weniger dazu kommen Ordergebühren etc.

Brich bitte jeden Kontakt zu dem "Makler" ab. Falls das ein "Freund" ist: nein, ist er nicht mehr. Aus der Rolle hat er sich selbst rauskatapultiert. So, genug Lebensberatung :rolleyes:

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Immer diese Angst vor Steuern!?

 

Steuern zahlt man nur, wenn man Einkommen hat oder halt konsumiert, dazu braucht man auch wieder Einkommen.

Also sind nicht die Steuern wichtig, sondern ein ausreichendes Einkommen!

 

Ich würde auch das Rücktrittsrecht nutzen und mich mit der Kapitalanlage selbst beschäftigen, langfristig sogar mit der Direktanlage in Aktien, damit nicht so viele mitnaschen.

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vor 15 Stunden schrieb LeonS.:

Danke, für die schnellen Antworten.

 

Ich habe mich nach dem vierten Termin mehr oder minder nötigen lassen, der Makler kommt dazu noch aus meinem persönlichen Umfeld.

Habe die Police erst gestern per Post bekommen und noch ein vierwöchiges Rücktrittsrecht. 

 

Wie genau verhält es sich denn mit den Steuern bei einem selbst gemanagten Depot und ist eine Fondspolice bei Auszahlung tatsächlich steuerfrei oder nur ein Teil davon? Ich habe etwas von 15% gelesen?

 

Was wäre denn im Verhältnis ein günstiges oder durchschnittliches Produkt? Was an Kosten und Gebühren ist tolerierbar? 

 

Der Makler meinet zudem, dass nach Abzug aller Kosten noch locker 6% Rendite machbar sind?

 

Die DWS Fonds sind in der Benchmark mit z.B dem TexDax um mind. 100-250% schlechter auf eine Sicht von 15 Jahren gesehen? Kann ich das als Refrenz nennen?

 

Der Makler behauptet durch die Steuern bleiben mir bei ETF´s mind. genau so viel oder weniger dazu kommen Ordergebühren etc.

Du stehst eindeutig unter dem Einfluss des Maklers und machst Dir viele Gedanken, die für Dich jetzt völlig irrelevant sind.

Machbare Rendite, Steuern, der Makler behauptet dies oder jenes. Völlig egal!

 

Wichtig ist, dass Du etwas unterschrieben hast, obwohl Du von Tuten und Blasen keine Ahnung hast, und das ist ganz gruselig falsch!

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Posted · Edited by Studi24

vor 17 Stunden schrieb LeonS.:

Makler( DVAG)

 

vor 15 Stunden schrieb LeonS.:

der Makler kommt dazu noch aus meinem persönlichen Umfeld

Ich glaube du solltest dich zuerst mit den Basics der Finanz- und Versicherungsberatung auseinandersetzen. Es gibt keine DVAG-Makler, sondern nur DVAG-Vertreter.

Dein Freund ist als Versicherungsvertreter zugelassen und vertritt die Interessen seines Arbeitgebers (DVAG). Folgende Zulassungen gibt es in der Versicherungsberatung:

1. Versicherungsvertreter (bspw. die Allianz, AXA, LVM, etc. Agentur vor Ort)

rechtlich auf Seiten des Versicherers agierend (normalerweise ausschließlich Provision)

2. Mehrfachvertreter (Sturkturvertriebe wie Tecis, Swiss Life Select, OVB, etc.)

rechtlich auf Seiten der Versicherer agierend (normalerweise ausschließlich Provision)

3. Versicherungsmakler

als Treuhänder des Kunden agierend (Courtage- und Honorarvermittlung)

4. Versicherungsberater

vorwiegend Rechtsberatung (Honorar)

 

vor 15 Stunden schrieb LeonS.:

Was wäre denn im Verhältnis ein günstiges oder durchschnittliches Produkt? Was an Kosten und Gebühren ist tolerierbar? 

Bevor du dich mit anderen Tarifen auseinandersetzt, solltest du zuerst deinen wirklichen Bedarf kennenlernen. Dazu gehört in erster Linie eine vernünftige Risikovorsorge

(Finger weg von den Tarifen der AachenMünchener! ;)) und dann erst kommt das Thema Vermögensaufbau bzw. Altersvorsorge. Sich selbst ein Basiswissen anlesen und

dann einen fachkundigen Versicherungsmakler suchen, der das Ganze mit dir vernünftig umsetzt.

 

vor 15 Stunden schrieb LeonS.:

durch die Steuern bleiben mir bei ETF´s mind. genau so viel oder weniger dazu kommen Ordergebühren etc.

Nach der Argumentation würde ich ihn fragen, warum er dir dann keine Police anbietet, die in günstige ETFs investiert. Die Vorteile der Police (die in seiner Ausführung aber nicht

stimmen) und trotzdem günstige ETFs für die Fondsanlage. Warum müssen es ausschließlich aktive Fonds sein? Richtig, weil er nur aktive Fonds (vorwiegend DWS und Generali)

anbieten kann, an denen die DVAG prächtig mitverdient.

 

Gruß

Studi24

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Posted · Edited by Kai_Eric

vor 15 Stunden schrieb LeonS.:

Danke, für die schnellen Antworten.

 

Ich habe mich nach dem vierten Termin mehr oder minder nötigen lassen, der Makler kommt dazu noch aus meinem persönlichen Umfeld.

Habe die Police erst gestern per Post bekommen und noch ein vierwöchiges Rücktrittsrecht. 

Na, da hast du doch gleich mal sehr viele wichtige Dinge für dein weiteres Leben gelernt! So gesehen, kann das eine echt tolle Entscheidung von dir gewesen sein!

 

Mein alter Vater hat immer gesagt: "Du darfst dir viele Dummheiten im Leben erlauben. Manche muss man wohl auch mal machen, um zu erkennen, dass es eine Dummheit war. Was du aber nie, nie, nie tun darfst, ist Geschäfte innerhalb der Familie oder im Freundeskreises abzuschliessen. Gibt am Ende nur Stress und Ärger, dem du dich dann kaum entziehen kannst." Recht hatte er!

 

Wenn du dir selbst jetzt unsicher bist, ob das eine gute Idee war, dann solltest du konsequenterweise folgendes tun:

 

1. Sofort von deinem Rücktrittsrecht Gebrauch machen.

2. Danach (!) den Makler kontaktieren und ihm erklären, warum du das gemacht hast.

3. Dir künftig selbst eine Meinung bilden und dich umfassender informieren, bevor du derartige Geschäfte abschliesst. Ist es dir den Aufwand nicht wert, dann ist das auch völlig OK. Du wirst dann aber u.U. mit dem blöden Gefühl leben müssen, dass dich jemand abzockt. Die deutliche Mehrheit in der Bevölkerung kann aber offenbar prima damit leben.

4. Zeitdruck darf es bei Entscheidungen nicht geben. Erst informieren, dann nachdenken, dann unterschreiben. Das ist deine Agenda und nur die zählt!

5. Ein Finanzkonstrukt, das primär aufgrund der steuerlichen Vorteile angepriesen wird, sollte man mehr als kritisch prüfen. Sch****** bleibt Sch******, auch wenn der Staat sie fördert. Und noch wichtiger: In Sachen Besteuerung oder Abzüge ändert der Staat gerne auch mal seine Meinung. Frag mal die Millionen Bürger, die eine betriebliche Altersversorge abgeschlossen hatten, deren Nettorendite dann vor einigen Jahren aufgrund von rückwirkend wirkenden neuen Gesetzen komplett anders aussah als noch beim Abschluss...

6. Mein persönlicher Rat: Niemals wieder Geschäfte innerhalb der Familie oder im Freundeskreises abschliessen.

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vor 15 Stunden schrieb LeonS.:

Ich habe mich nach dem vierten Termin mehr oder minder nötigen lassen, der Makler kommt dazu noch aus meinem persönlichen Umfeld.

Habe die Police erst gestern per Post bekommen und noch ein vierwöchiges Rücktrittsrecht.

Wichtigster Punkt: Widerrufe den Versicherungsvertrag schriftlich. Nicht morgen – jetzt sofort!

 

Der DVAG-Strukki (der ist kein Makler!) ist nicht dein Freund und sieht dich nur als Melkkuh. Du müßtest schon sehr dumm sein, um so einen schlechten Vertrag freiwillig behalten zu wollen.

 

Zitat

Kann ich das als Refrenz nennen?

Tu dir selbst einen Gefallen und versuche bitte nicht, mit einem DVAG-Strukki diskutieren zu wollen. Das führt zu nichts. Brich den Kontakt einfach ab, erteile dem Typen Hausverbot und halte dich von ihm fern.

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Wenn Du es ganz einfach haben willst, aber nicht abgehockt werden willst, dann machst Du Folgendes:

  1. Rücktritt
  2. Entscheiden, wie hoch Dein Aktien zu Tages-/Festgeld-Anteil sein soll
  3. Aktienanteil in Vanguard FTSE All-World oder SPDR MSCI World IMI (einfach ne Münze entscheiden lassen) / der Rest eben in Tages-/Festgeld (genug in Tagesgeld, so dass Du liquide bist, falls mal was schief geht / ca. 3 Monatsgehälter)

Wenn Du wissen willst, warum das so eine gute Idee ist, dann musst Du Dich einlesen, aber das ist eigentlich nicht nötig. Mach es einfach so wie oben dargestellt.

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Posted · Edited by Reinsch

vor 11 Minuten schrieb Peter23:

Wenn Du es ganz einfach haben willst, aber nicht abgehockt werden willst, dann machst Du Folgendes:

  1. Rücktritt
  2. Entscheiden, wie hoch Dein Aktien zu Tages-/Festgeld-Anteil sein soll
  3. Aktienanteil in Vanguard FTSE All-World oder SPDR MSCI World IMI (einfach ne Münze entscheiden lassen) / der Rest eben in Tages-/Festgeld (genug in Tagesgeld, so dass Du liquide bist, falls mal was schief geht / ca. 3 Monatsgehälter)

Wenn Du wissen willst, warum das so eine gute Idee ist, dann musst Du Dich einlesen, aber das ist eigentlich nicht nötig. Mach es einfach so wie oben dargestellt.

 

Dem Manne jetzt die nächste Anlageempfehlung auf's Auge zu drücken geht am Ziel völlig vorbei, bzw. darüber hinaus...

 

Entscheidend ist jetzt erst einmal nur, aus dem bestehenden Vertrag raus zu kommen. Alles Weitere hat Zeit. Bis dahin kann sein Geld bedenkenlos zu 100% auf einem Tagesgeldkonto liegen. Die paar Monate verlorene Rendite sind deutlich günstiger als wenn er sich in wildem Aktionismus in die nächste Anlage stürzt, die er dann wieder in kurzer Zeit bereut und mit Verlust kündigen muss.

 

Der von mir fett markierte Satz ist fast schon sträflich und an Dummheit kaum zu überbieten. Ist er nicht eben in dieser Lage, weil er etwas unterschrieben hat das er inhaltlich nicht versteht? Ihm dann zu raten etwas anderes zu machen weil irgendein Typ ihm im Internet sagt, dass das schon blind so in Ordnung geht,... was soll man dazu sagen?

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Danke für eure zahlreichen Antworten!

 

Das Rücktrittsschreiben geht heute noch raus.

 

Ich werde mich in Ruhe einlesen und mir bis dahin eine gute Basis mit einem Tagesgeldkonto schaffen. 

 

Gestern habe ich mit dem Buch von Gerd Kommer für Einsteiger begonnen. Eine sehr intressante Thematik. 

 

Viele Grüße

 

Leon

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vor einer Stunde schrieb Peter23:

Wenn Du es ganz einfach haben willst, aber nicht abgehockt werden willst, dann machst Du Folgendes:

  1. Rücktritt
  2. Entscheiden, wie hoch Dein Aktien zu Tages-/Festgeld-Anteil sein soll
  3. Aktienanteil in Vanguard FTSE All-World oder SPDR MSCI World IMI (einfach ne Münze entscheiden lassen) / der Rest eben in Tages-/Festgeld (genug in Tagesgeld, so dass Du liquide bist, falls mal was schief geht / ca. 3 Monatsgehälter)

Wenn Du wissen willst, warum das so eine gute Idee ist, dann musst Du Dich einlesen, aber das ist eigentlich nicht nötig. Mach es einfach so wie oben dargestellt.

 

Den IMI gibt es nicht als MSCI World ;)

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vor einer Stunde schrieb LeonS.:

Danke für eure zahlreichen Antworten!

 

Das Rücktrittsschreiben geht heute noch raus.

Kleiner Tipp: Widerruf so schreiben, dass du sowohl Zustellung als auch Inhalt des Scheibens gerichtsfest beweisen kannst.

 

Dazu eignet sich ein Telefax hervorragend. Falls kein Faxgerät zur Hand, empfehle ich bspw. dem Service von ePost (epost.de). Damit kannst du kostenlos Faxe versenden.

 

vor einer Stunde schrieb LeonS.:

 

Ich werde mich in Ruhe einlesen und mir bis dahin eine gute Basis mit einem Tagesgeldkonto schaffen. 

 

Gestern habe ich mit dem Buch von Gerd Kommer für Einsteiger begonnen. Eine sehr intressante Thematik. 

 

Viele Grüße

 

Leon

Viel Erfolg.

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