Fondsgebundene Lebensversicherung Nürnberger NF2210*M kündigen?

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Hi in die Runde!

 

Ich würde mal gerne euren Rat hören, ob ich meine Fondsgebundene Lebensversicherung weiterlaufen lassen, stilllegen oder kündigen soll. Was die Nürnberger als Service bietet, ist einfach unterirdisch und richtig schlechter Stil. Ich bekomme keine Auskunft über Kostenstrukturen, die Aufteilung der mal. Rate in Fonds und Todesfallabsicherung oder auch die erzielte Rendite. Es wird mit maximaler Intransparenz auf die fehlende gesetzliche Grundlage verwiesen, die es der Nürnberger nicht vorschreibt, die Informationen zu teilen. Als Kunde ist es einfach frustrierend, dass man hier in ein Produkt einzahlt, wo man nur wenige Informationen erhält.

 

Kurz zu den Eckdaten:

Nürnberger, Tarif NF2210*M, Fondsgebundene Lebensversicherung

Abschluss: 01.12.2004 > damit steuerfreie Auszahlung 2043; ich bin 35 Jahre alt

Fonds: 100% DWS Akkumula LC; 11,4106 Anteile zu je 1169,26 Euro > Fondswert: 13341,96 Euro (Stand: 01.05.2019)

Rückkaufwert aktuell: 13261,18 Euro

Todesfallleistung: 24875,40 Euro entspricht 60% der Versicherungssumme

Monatliche Rate: 99 Euro mit 5% jährlicher Dynamik

Eingezahlt bisher: 12353,16 Euro

Mögliche Umschichtung der Fonds: Siehe Anhang > Alle Fonds mit **** (auch ETFs) nicht besparbar > kein Ausgabeaufschlag bei Umschichtung

 

Meine Sichtweise: Aktuell ca. 1000 Euro Gewinn im Vergleich zu der Einzahlung. Todesfallschutz wird nicht mehr gewünscht. Kann den aber nicht senken, da ich dann die Steuerfreiheit verliere.

 

Für mich stellt sich daher die Frage: Weitersparen, stilllegen oder sogar kündigen?

Bei Kündigung: Anlage der Summe in ETFs > ohne hier schon eine Auswahl getroffen zu haben.

 

Würde mich gerne über einen Austausch bzw. Empfehlungen freuen, wie ich sinnvoll hier verfahre.

 

Beste Grüße und danke schonmal für die Einschätzung.

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Posted · Edited by ghost_69

Hallo und Willkommen hier im Forum tbrueck

 

Dein Fonds,

DWS Akkumula LC.pdf

ist gar nicht mal so schlecht, es sind schlicht weg die Gebühren die alles auf fressen,

einen anderen Fonds zu wählen wird daran kaum etwas ändern.

 

Ghost_69 :-*

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Ich habe mal einen Fondsrechner rausgesucht,

99 € seit Beginn mit 5% Dynamiserung und ohne Ausgabeaufschlag:

 

DWS Akkumula Historisch2004.jpg

kann das wirklich so sein ?

24.459,25 € eingezahlt und mit diesem Fonds hätten es dann nach 14 Jahren und 6 Monaten 42.254,38 € sein müssen.

 

nee das kommt in Deinem Fall nicht hin weil Du oben ja geschrieben hast, das Du nur 12353,16 € eingezahlt hast,

also noch einmal:

 

DWS Akkumula Historisch2004 B.jpg

ja das passt, d.h. Du hast am Anfang nur 50 € bezahlt und bis jetzt wohl bei 99 € Danke der Dynamik,

aber selbst dann hättest Du bei einem normalen Sparplan 21.340,59 € gehabt.

 

Du schreibst: Fondswert: 13341,96 €

dann haben die eine ganze Menge an Gebühren gehabt,

die Frage ist nur, sind die alle Weg, meist sind da noch laufende Kosten von etwa 2% p.A.

und zum Anfang eine Provision, die schon bezahlt wurde.

 

Ghost_69 :-*

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Hi Ghost_69,

 

krass, danke für dein Feedback. Und deine Erkenntnis stimmt schon so, ich hab mit 50€ begonnen und bei 5% Dynamik zahle ich aktuell 99€.

 

Was ich noch vergessen habe: Ich habe dieses Jahr am 01.02. den Fonds umgestellt, nachdem ich mich Ende letzten Jahres mal aktiv um das Produkt gekümmert habe. Dabei bin ich auf den DWS Akkumula LC gestoßen und habe alles umgeschichtet.

Vorher, also von Beginn (01.12.2004) bis 31.01.2019 hatte ich den Templeton Growth (Euro) Fund A (LU0114760746).

 

Was mich halt so stört an dem Produkt ist, dass du keinerlei Infos von der Nürnberger bekommst. Du zahlst eine monatliche Rate an die Nürnberger und die teilen diese Summe dann auf in Gebühren/ Provision, Todesfall und Fonds. Das Produkt ist so dermaßen intransparent, was mich tierisch nervt. Und ich habe immer wieder nachgefragt, ob sie mir mal eine Renditeberechnung schicken können, Kosten transparent darlegen und wieviel Geld in diesen Todesfallschutz fließt. Ergebnis: schweigen. Da kommt nichts, mit dem ich auch nur ansatzweise was anfangen kann. Sie berufen sich immer darauf, dass sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind und fertig. Jetzt im letzten Schreiben habe ich dann die Info erhalten, dass sie auch noch auf die Dynamik Provision kassieren, wie in § irgendwas vereinbart. Ja, kann man jetzt sagen, selbst Schuld. Dennoch zu meiner Verteidigung, ich war damals 20 Jahre und war noch recht unbedarft, was das Thema angeht. Steuerfreiheit haben mich damals überzeugt ;) Heute ist halt die Frage, ob das Produkt noch das richtige für die Zukunft ist.

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vor 12 Minuten von tbrueck:

Heute ist halt die Frage, ob das Produkt noch das richtige für die Zukunft ist.

Diese Frage solltest Du Dir doch eigentlich selber beantworten können.

 

vor 13 Minuten von tbrueck:

Was mich halt so stört an dem Produkt ist, dass du keinerlei Infos von der Nürnberger bekommst. Du zahlst eine monatliche Rate an die Nürnberger und die teilen diese Summe dann auf in Gebühren/ Provision, Todesfall und Fonds. Das Produkt ist so dermaßen intransparent, was mich tierisch nervt. Und ich habe immer wieder nachgefragt, ob sie mir mal eine Renditeberechnung schicken können, Kosten transparent darlegen und wieviel Geld in diesen Todesfallschutz fließt. Ergebnis: schweigen.

Was hält Dich denn da noch?

 

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Ich habe ein ähnliches Produkt der WWK Anfang des Jahres gekündigt. Letztlich war für mich der deal breaker die Todesfallabsicherung, welche dazu führte, dass über 10% der monatlichen Beiträge als Prämie für diesen zusätzlichen Schutz abgezweigt und nicht in den Fonds bespart wurden; hinzu kamen natürlich auch noch die hohen Kosten. Die WWK hat die Kosten- und Beitragsstruktur insgesamt sehr transparent dargestellt. Ich hatte mit meinem Produkt noch ein größeres Minus "erwirtschaftet", da nur auf Rentenfonds gesetzt wurde und diese nie angepasst worden waren. Der Todesfallschutz selbst ist meist vernachlässigbar. Aus Sicht der Versicherer ist das ein nettes Produkt, um zusätzliche Gebühren und Provisionen einzufahren. Persönlich würde ich klarer trennen zwischen Risikovorsorge (gibt es schon für wenige Euro monatlich zu deutlich besseren Konditionen) und kapitalbasierter LV. 

 

Grob überschlagen hätte sich die Steuerfreiheit bei meinem Produkt auch nicht wirklich gerechnet. Und auch bei meinem Produkt wäre der Entfall des Todesfallschutzes eine den Steuervorteil beseitigende Novation gewesen. 

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vor 28 Minuten von ghost_69:

selbst dann hättest Du bei einem normalen Sparplan 21.340,59 € gehabt.

 

Du schreibst: Fondswert: 13341,96 €

 

So viel kann die Steuerersparnis niemals ausgleichen!

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vor 28 Minuten von ghost_69:

Ich habe mal einen Fondsrechner rausgesucht,

99 € seit Beginn mit 5% Dynamiserung und ohne Ausgabeaufschlag:

 

DWS Akkumula Historisch2004.jpg  0   53 kB

kann das wirklich so sein ?

24.459,25 € eingezahlt und mit diesem Fonds hätten es dann nach 14 Jahren und 6 Monaten 42.254,38 € sein müssen.

 

nee das kommt in Deinem Fall nicht hin weil Du oben ja geschrieben hast, das Du nur 12353,16 € eingezahlt hast,

also noch einmal:

 

DWS Akkumula Historisch2004 B.jpg  0   53 kB

ja das passt, d.h. Du hast am Anfang nur 50 € bezahlt und bis jetzt wohl bei 99 € Danke der Dynamik,

aber selbst dann hättest Du bei einem normalen Sparplan 21.340,59 € gehabt.

 

Du schreibst: Fondswert: 13341,96 €

dann haben die eine ganze Menge an Gebühren gehabt,

die Frage ist nur, sind die alle Weg, meist sind da noch laufende Kosten von etwa 2% p.A.

und zum Anfang eine Provision, die schon bezahlt wurde.

 

Ghost_69 :-*

Den Beitrag für den Todesfallschutz nicht vergessen :)

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vor 5 Minuten von Nachdenklich:

Diese Frage solltest Du Dir doch eigentlich selber beantworten können.

 

Was hält Dich denn da noch?

 

Gedanklich hab ich mich schon von dem Produkt verabschiedet ;)

Bisher war mir die Berechnungsgrundlage der Steuer nicht so transparent, dass ich es final mit gutem Gewissen bewerten konnte.

Was man nicht vergessen darf, das Produkt kann man auch als Sonderausgaben bei der Einkommenssteuer ansetzen. Ohne jetzt hier aber Details zu kennen, was es mir wirklich an Steuerersparnis bringt.

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Vielleicht hilfreich, eine Übersicht über meine damaligen Überlegungen: 

 

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vor 7 Minuten von tfk:

Ich habe ein ähnliches Produkt der WWK Anfang des Jahres gekündigt. Letztlich war für mich der deal breaker die Todesfallabsicherung, welche dazu führte, dass über 10% der monatlichen Beiträge als Prämie für diesen zusätzlichen Schutz abgezweigt und nicht in den Fonds bespart wurden; hinzu kamen natürlich auch noch die hohen Kosten. Die WWK hat die Kosten- und Beitragsstruktur insgesamt sehr transparent dargestellt. Ich hatte mit meinem Produkt noch ein größeres Minus "erwirtschaftet", da nur auf Rentenfonds gesetzt wurde und diese nie angepasst worden waren. Der Todesfallschutz selbst ist meist vernachlässigbar. Aus Sicht der Versicherer ist das ein nettes Produkt, um zusätzliche Gebühren und Provisionen einzufahren. Persönlich würde ich klarer trennen zwischen Risikovorsorge (gibt es schon für wenige Euro monatlich zu deutlich besseren Konditionen) und kapitalbasierter LV. 

 

Grob überschlagen hätte sich die Steuerfreiheit bei meinem Produkt auch nicht wirklich gerechnet. Und auch bei meinem Produkt wäre der Entfall des Todesfallschutzes eine den Steuervorteil beseitigende Novation gewesen. 

Was ich sehe, ich zahle monatlich 99€ aktuell ein. Meine Anteile haben sich von April 2019 11,3415 Stk., Anteilepreis 1.115,6800 EUR auf im Mai 2019 11,4106 Stk., Wert pro Anteil 1.169,2600 EUR verändert.

Nach meiner Berechnung wären demnach 80,80 Euro in den Fonds geflossen, 18,20 Euro sind in dunklen Kanälen verschwunden.

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Posted · Edited by whister

vor 12 Minuten von tbrueck:

Gedanklich hab ich mich schon von dem Produkt verabschiedet ;)

Bisher war mir die Berechnungsgrundlage der Steuer nicht so transparent, dass ich es final mit gutem Gewissen bewerten konnte.

Was man nicht vergessen darf, das Produkt kann man auch als Sonderausgaben bei der Einkommenssteuer ansetzen. Ohne jetzt hier aber Details zu kennen, was es mir wirklich an Steuerersparnis bringt.

Vermutlich 0. Sofern deine KV- und PV-Beiträge > 1900 Euro/Jahr sind.

 

vor 34 Minuten von tbrueck:

Jetzt im letzten Schreiben habe ich dann die Info erhalten, dass sie auch noch auf die Dynamik Provision kassieren, wie in § irgendwas vereinbart. Ja, kann man jetzt sagen, selbst Schuld. Dennoch zu meiner Verteidigung, ich war damals 20 Jahre und war noch recht unbedarft, was das Thema angeht. Steuerfreiheit haben mich damals überzeugt ;) Heute ist halt die Frage, ob das Produkt noch das richtige für die Zukunft ist.

Das ist normal. Für jede Dynamik werden typischerweise wieder Vertriebsprovisionen fällig. Du solltest mindestens der Dynamik widersprechen um die Kosten zu reduzieren.

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vor 8 Minuten von whister:

Vermutlich 0. Sofern deine KV- und PV-Beiträge > 1900 Euro/Jahr sind.

ja, hab es fix mit der Steuersoftware berechnet. Bringt keinen Vorteil :(

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