Anleihen ETF für Risikoklasse 1

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27 posts in this topic

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vor 6 Stunden von papaschlumpf333:

Wenn man sich die letzten Jahrzehnte anschaut, konnte man als langfristiger Anleger (15 Jahre +) auch das Kursrisiko bei Aktien außer Acht lassen. Nach Deiner Logik kannst also gleich alles in Aktien stecken.

Mooooment, das hast du jetzt reininterpretiert! Natürlich kann man das Währungsrisiko über einen 15 Jahreszeitraum eingehen, ist eben eine Entscheidung die man trifft. Nur weil man das eingeht bedeutet nicht das man allem total gleichgültig ist.

 

 

Zum Thema RK1/2/3 schlage ich vor Ramsteins Definition zu verwenden:

 

So, der Rest ist für OP:

 

RK1 über einen Notgroschen hinaus kann man sich sparen, denn es macht keine Rendite.

 

Wenn man etwas such das gegen Aktien (RK3) gebalanced werden kann, um z.B. Volatilität zu mindern, dann kann man zu Anleihen greifen (sagen wir RK1,5 bei Investment Grade bis RK2,5 bei High Yield). Und da du das flüssig haben willst, z.B. um in einem Aktien-Dip zu verkaufen um Aktien nachzukaufen, bietet sich ein ETF an.

 

Innerhalb der Anleihen lohnt es sich das Zinsrisiko durch einen Mix aus High Yield und Investment Grade zu minimieren: (The efficient frontier in Exhibit 3 provides a clear illustration: An allocation of 30% to high yield increased the annualized returns of a 100% Treasury portfolio by 86 basis points, while reducing annualized volatility by 116 basis points; a high-yield allocation of 65% added 187 basis points in annualized return to a 100% Treasury portfolio, with no increase in risk. https://www.tiaa.org/public/pdf/enduring_case_for_high_yield_bonds.pdf).

 

Also könnte sich das so abspielen:

 

RK1: 5 Monatsausgaben in Cash/Tagesgeld als Notgroschen

RK2: 30% Anleihe (30% High Yield, 70% Investment Grade)

RK3: 70% Aktien

 

Am 23.5.2019 um 22:27 von Tamasch:

ich fahre aktuell eine 1 ETF Strategie mit dem Vanguard All World in dem ich Betrag x monatlich bespare.

Ok.

 

Am 23.5.2019 um 22:27 von Tamasch:

Nun möchte ich allerdings meine Risikoklasse 1 von Tagesgeld in Anleihen umwandeln

Gute Idee, warum sollte man die Kaufkraft des Tagesgeld langsam dahinschwinden sehen wollen?

 

Am 23.5.2019 um 22:27 von Tamasch:

und habe folgenden ETF gefunden:

Vanguard USD Corporate Bond UCITS ETF ISIN: IE00BZ163K21. Ein ausschüttender ETF mit Unternehmensanleihen basierend auf US-Dollar mit dem Rating Investment Grade.

Da dieses Rating ja keine „Ramsch" Anleihen enthält, stellt sich mir die Frage, würde es sich lohnen das als Alternative zu Tagesgeld zu nehmen, oder kann man auf Ratings seit der Finanzkrise nicht mehr viel Wert legen?

Ramsch Anleihen (High Yield oder Junk Bonds) sind nicht so Ramschig wie es sich anhört. Ich würde auf einen ETF gehen der Weltweit in Anleihen investiert (bzw 2, siehe PDF von oben). Ausschüttend oder Thesaurierend ist nicht kriegsentscheidend. Die Ratings sind schon ok, ich würde es aber trotzdem nicht als Alternative zu Tagesgeld sehen. Eher als robuste Beimischung um das Risko etwas aus dem Aktienteil zu nehmen.

 

BTW, Schande auf alle Niedermacher und Besserwisser im Thread. Jeder ist der schlaueste, aber keiner hat einen klärenden/positiven Beitrag?

 

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Posted

vor 12 Stunden von Einstiegskurs:

RK1: 5 Monatsausgaben in Cash/Tagesgeld als Notgroschen

RK2: 30% Anleihe (30% High Yield, 70% Investment Grade)

RK3: 70% Aktien

a) Anleihen im High Yield-Bereich korrelieren stärker mit Aktien, stellen also weniger eine Diversifikation dar (um z. B. bei einem Abschwung Aktien nachzukaufen) im Risikobereich,

b) USD-Anleihen-Fonds haben zudem ein Währungsrisiko, d. h. schwanken zusätzlich zu den Bewegungen durch die Renditeveränderungen (aber aktuell und in absehbarere Zeit einen höheren Zinssatz),

c) ob man solche Anleihen als RK2 oder RK3 einstuft, hängt vom eigenen Verständnis solcher Gruppierungen von Risiken ab, es gibt keine allgemein anerkannte Definition (muss man sich selbst "backen".

Darum ist die Frage zu beantworten, was genau damit bezweckt werden soll, in Anleihen "zu gehen". Anleihen sind eben eine andere Anlageform, bei der eigene Regeln (und andere Risiken) gelten (damit will ich nicht sagen, dass die Anlage in Anleihen abzulehnen oder ein Hexenwerk ist, meine Allokation ist aktuell sehr "anleihenlastig")

kerdos

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