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Notgroschen - wie oft und wofür nutzt ihr diese?

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Chips
Posted · Edited by Chips

Hallo, 

da die DKB nun auch für Aktivkunden den Tagesgeldzins von 0,2% auf 0,01% gesenkt haben, habe ich mich gefragt, ob ich den Notgroschen nicht vlt. doch in ne US-Anleihe stecken sollte. 

Ich habe etwa 1 Monatsgehalt als Tagesgeld bei meiner Hausbank seit etwa 5 Jahren. Also theoretisch immer sofort verfügbar, wie es eben sein soll. Ich selber hab auf 1/6(!) des Notgroschen mal für etwa 2 Wochen zugegriffen. Da wären etwa 1,5€ Dispozinsen angefallen(8% auf 2 Wochen). Mittlerweile hab ich noch Aktien für eine Bafögrückzahlung(1 Monatseinkommen) und "Notfallauto"(wir haben nur Haftpflicht, 2 Monatseinkommen) auf der Seite. 

 

Deswegen nun meine Frage, wie oft ihr auf den Notgroschen zugreift und unter welchen Umständen ihr drauf zugreift. Ist das dann eher etwas wie "Die Frau will am Ende des Urlaubs noch die tollen Ohrringe, also muss auf den Notgroschen zugegriffen werden" oder eher man wird arbeitslos, will sich aber 0,0 im Konsum einschränken, also greift man auf den Notgroschen zu. Oder eher um den Verwandten, der in zwielichtigen Hinterstubenkasinos alles verprasst hat und nun dem Boss bezahlen muss, da ihm sonst jede Woche ein Finger gebrochen wird? 

 

Die goldene Frage ist, welche Fälle es gibt, wo man nicht 1-2 Tage bis zum Verkauf einer Anleihe warten kann und kein Dispokredit zur Überbrückung reicht. 

 

Wenn es ein Notfall wäre, wären da die 8% Dispozinsen absolut entscheidend? 

 

Danke für Eindrücke :)

 

PS: Ich wusste nicht wohin mit dem Thema, und sehe nun, dass es rein gar nix mit Börse zu tun hat. Kann also verschobene werden ;)

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McScrooge
Posted
vor einer Stunde von Chips:

 

Deswegen nun meine Frage, wie oft ihr auf den Notgroschen zugreift und unter welchen Umständen ihr drauf zugreift. Ist das dann eher etwas wie "Die Frau will am Ende des Urlaubs noch die tollen Ohrringe, also muss auf den Notgroschen zugegriffen werden" oder eher man wird arbeitslos, will sich aber 0,0 im Konsum einschränken, also greift man auf den Notgroschen zu. 


Bestenfalls greift man nie auf seinen Notgroschen zu. Schon garnicht für Konsum wie Ohrringe :-*

 

Der Notgroschen ist für den absoluten Notfall.

Arbeitslos etc.

 

Meiner besteht aus 6 Netto-Monatsgehältern in Bar (an verschiedenen Standorten) wie aus Tagesgeld.

 

Anleihen halte ich für ungeeignet, da Du hierauf nicht sofort zugreifen kannst.

 

Jeder kann das natürlich für sich anders handhaben. Kommt halt drauf an ob man Beamter, angestellt oder eben selbstständig ist...

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vn5p7aw58aw357pw
Posted
vor einer Stunde von Chips:

Die goldene Frage ist, welche Fälle es gibt, wo man nicht 1-2 Tage bis zum Verkauf einer Anleihe warten kann und kein Dispokredit zur Überbrückung reicht. 

Du rechnest hier best case. Dein Dispo wurde gekündigt weil du seit drei Monaten arbeitslos bist und die Anleihe ist wegen Zinsänderung grad weniger wert als sie laut Coupon noch sein sollte. Jetzt geht dein Auto kaputt und du kannst nicht mal zum Bewerbungsgespräch.

 

 Jetzt wäre ein Notgroschen angebracht. 

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s1lv3r
Posted · Edited by s1lv3r

Notgroschen-Diskussionen sind immer schwer, weil jeder für sich persönlich etwas komplett anderes darunter versteht. ^_^

 

vor einer Stunde von Chips:

Die goldene Frage ist, welche Fälle es gibt, wo man nicht 1-2 Tage bis zum Verkauf einer Anleihe warten kann und kein Dispokredit zur Überbrückung reicht. 

Naja, 5000€ eingeräumten Dispo kriegt man i.d.R. mit einem Anruf bei seiner Bank und dem Ausfüllen eines Formulars. Summen die weit darüber hinaus gehen dann meiner Erfahrung nach nur mit Abgabe einer Selbstauskunft.

 

Nach dem ich jahrelang einen Notgroschen auf dem Giro-Konto mit sofortiger Verfügbarkeit hatte. Diesen aber nie genutzt habe. Bin ich dazu übergegangen meinen Notgroschen in 2500€ in bar und 2500€ in Tagesgeld bei der Rabodirect aufzuteilen (zu ab 2020 leider nur noch 0,25 %). Ich kann mir für meine eigene Lebenssituation (als Selbstständiger) derzeit keine Situation ausmalen, in der das nicht reichen würde.

 

vor 8 Minuten von vn5p7aw58aw357pw:

Dein Dispo wurde gekündigt weil du seit drei Monaten arbeitslos bist

Wenn ich seit 3 Monaten arbeitslos bin, weiß ich das aber seit 3 Monaten und kann mich finanziell dementsprechend aufstellen. :huh:

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dev
Posted · Edited by dev
vor 14 Minuten von s1lv3r:

Notgroschen-Diskussionen sind immer schwer, weil jeder für sich persönlich etwas komplett anderes darunter versteht. ^_^

:thumbsup:

 

Giro +50% Monatskosten

 

Ich habe so wenig wie möglich in Tagesgeld liegen, denn

- das Depot anzapfen möglich

- ich bekomme meistens ~3% Dividende Netto im Jahr ( aktuell ~4 Monatskosten ) muß man schauen wie das Problem fällt

- bei xxxk Vermögen kann man sicher relativ schnell Kredit bekommen, aktuell sind die Zinsen gering

- auf dem Firmenkonto (Selbstständig) ist auch ein wenig Reserve & Steuerschulden die noch nicht eingefordert wurden

 

Als 2007/8 die Wirtschaft gespart hatte, bin ich ans Depot gegangen, Kredit mag ich nicht - würde ich wahrscheinlich wieder so machen.

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Chips
Posted
vor einer Stunde von vn5p7aw58aw357pw:

Du rechnest hier best case. Dein Dispo wurde gekündigt weil du seit drei Monaten arbeitslos bist und die Anleihe ist wegen Zinsänderung grad weniger wert als sie laut Coupon noch sein sollte. Jetzt geht dein Auto kaputt und du kannst nicht mal zum Bewerbungsgespräch.

 

 Jetzt wäre ein Notgroschen angebracht. 

Du meinst, die Anleihe wäre dann nicht mehr ein Monatgehalt, sondern 0,9634 Monatsgehälter wert und das ist dann absolut entscheidend? Was wäre, wenn sein Tagesgeldvolumen um 10-20% erhöht, aber dann davon USD Anleihen kauft? So hätte man keinen Tagesgeldnotgroschen, aber dein Problem wäre genauso entgegnet. Nur dass man statt 0,01% dann vlt. 1-2% bei US Anleihen bekommt...

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hund555
Posted
vor 32 Minuten von Chips:

Nur dass man statt 0,01% dann vlt. 1-2% bei US Anleihen bekommt...

Und wenn USD an Wert verliert, sind schnell mal 30% weg, in worst case vielleicht >50% , schau dir die Kurse der letzen 20 Jahre an.

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McScrooge
Posted
vor einer Stunde von dev:

 

Ich habe so wenig wie möglich in Tagesgeld liegen, denn

- das Depot anzapfen möglich


Was machst Du wenn das Depot gerade 35% im minus ist?

 

Du hast kein Cash - dann auch keins zum nachkaufen?

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John Silver
Posted
vor 3 Stunden von Chips:

Hallo, 

...

Danke für Eindrücke :)

 

PS: Ich wusste nicht wohin mit dem Thema, und sehe nun, dass es rein gar nix mit Börse zu tun hat. Kann also verschobene werden ;)

 

Es gab die Diskussion schon mehrfach, die letzte die ich dazu gefunden habe war hier:

 

https://www.wertpapier-forum.de/topic/39791-nettogehälter-auf-dem-konto/

 

(Titel ist etwas anders, paßt aber inhaltlich.)

vor 1 Stunde von vn5p7aw58aw357pw:

Du rechnest hier best case. Dein Dispo wurde gekündigt weil du seit drei Monaten arbeitslos bist und die Anleihe ist wegen Zinsänderung grad weniger wert als sie laut Coupon noch sein sollte. Jetzt geht dein Auto kaputt und du kannst nicht mal zum Bewerbungsgespräch.

 

 Jetzt wäre ein Notgroschen angebracht. 

 

Dafür gibt es einen Lombardkredit, der sogar WESENTLICH günstiger ist als jeder Dispokredit.

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no pain, no gain
Posted
vor 2 Stunden von s1lv3r:

Notgroschen-Diskussionen sind immer schwer, weil jeder für sich persönlich etwas komplett anderes darunter versteht. ^_^

:thumbsup:

 

Wie definiert sich denn "Notgroschen"?

Sind Empfehlungen zum Notgroschen nicht ähnlich zu Empfehlungen zum Depotaufbau, Asset Allocation, usw.?

Also "kommt darauf an" (vorhandenes Kapital, Lebenssituation, Ziele, u.v.m.)?

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dev
Posted · Edited by dev
vor 43 Minuten von McScrooge:

Was machst Du wenn das Depot gerade 35% im minus ist?

Steht doch da, wahrscheinlich verkaufen.

 

vor 43 Minuten von McScrooge:

Du hast kein Cash - dann auch keins zum nachkaufen?

Abwarten.

 

So wie 2007-heute.

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Chips
Posted
vor 59 Minuten von hund555:

Und wenn USD an Wert verliert, sind schnell mal 30% weg, in worst case vielleicht >50% , schau dir die Kurse der letzen 20 Jahre an.

Also Notgroschen um 50% erhöhen, um einen entsprechenden Puffer zu haben? Es gibt ja keine feste Größe. Manche haben 1 Monatsgehalt als Notgroschen, andere 6. Und was, wenn jemand 3 hat, aber 5 braucht? 

Ich will nicht arrogant klingen, sondern verstehen, um welche Notfälle es sich denn da handeln könnte. Solche Abwertungen eines USD gegen EUR kommt ja nicht von heute auf Morgen. Und falls doch, kommt noch das persönliche Großereignis? 

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s1lv3r
Posted
vor 13 Minuten von dev:

Steht doch da, wahrscheinlich verkaufen.

 

:thumbsup: 

 

Wenn man sich das mal für sich selber ausrechnen würde, sind die Opportunitätskosten 20 Jahre lang ständig 6-12 Monatsgehälter auf dem Giro/Tagesgeld-Konto rumdümpeln zu lassen wohl garantiert höher, als die Kosten ggf. einmal ein paar Dispozinsen zu zahlen oder einen Teil seines Depots zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen. Ganz davon abgesehen, dass dieser Notfall ggf. sogar nie eintritt.

 

Im Endeffekt kann man aber natürlich wieder nur sagen "Jeder so wie er sich wohl fühlt". Wenn sich jemand sicherer fühlt, wenn er ein halbes Jahresgehalt als Notgroschen vorhält, dann ist das für ihn auch die richtige Entscheidung.

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Chips
Posted
vor einer Stunde von McScrooge:


Was machst Du wenn das Depot gerade 35% im minus ist?

Shit happens. Das ist wie mit dem Währungsrisiko, wenn man als Notgroschen US-Anleihen hätte. Ja, der USD könnte 30% verlieren. Könnte aber genauso 30% gewinnen. Geht es nicht um Erwartungen, also den Mittelwert des Ergebnisses, das eintritt? 

Ich erwarte, dass 

- USD/EUR im Verhältnis etwa gleich bleiben

- Tagesgeld etwa 0% abwirft, real nach Inflation 1-2% kostet

- US-Anleihen etwa die Inflation ausgleichen

- Aktien nach Inflation und Steuern jedes Jahr etwa 3-4%* abwerfen (ausgehend von heute)

- Zinsen die nächsten 5-10 Jahre auf dem heutigen Niveau bleiben

 

Unter Erwartungswert verstehe ich, dass das echte Ergebnis genauso wahrscheinlich besser (zu meinen Gunsten) ausfällt wie auch schlechter ausfällt. Also zB. eine Aufwertung des USD gegenüber den Euro genauso wahrscheinlich ist wie eine Abwertung. Dass eine Aktienrendite über 3-4% genauso wahrscheinlich ist wie unter 3-4*%. 

 

Wenn also nun jemand 3000€ im Monat netto hätte und 9000€ auf Tagesgeld hätte, würde ihn das pro Jahr etwa 135€ mehr kosten als US-Anleihen. Nur was gewinnt man durch das Tagesgeld?  

 

* Es lässt sich natürlich darüber streiten, welche Aktienrendite man in der Zukunft erwarten kann. 3-4% halte ich für realistisch, Viele halten das wohl als zu niedrig. 

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John Silver
Posted
vor 8 Minuten von Chips:

Also Notgroschen um 50% erhöhen, um einen entsprechenden Puffer zu haben? Es gibt ja keine feste Größe. Manche haben 1 Monatsgehalt als Notgroschen, andere 6. Und was, wenn jemand 3 hat, aber 5 braucht? 

Ich will nicht arrogant klingen, sondern verstehen, um welche Notfälle es sich denn da handeln könnte. Solche Abwertungen eines USD gegen EUR kommt ja nicht von heute auf Morgen. Und falls doch, kommt noch das persönliche Großereignis? 

 

Lies doch mal den oben von mir verlinkten Thread, da hast Du 71 Beiträge zu Deiner Frage.

 

vor 3 Minuten von s1lv3r:

...

Wenn man sich das mal für sich selber ausrechnen würde, sind die Opportunitätskosten 20 Jahre lang ständig 6-12 Monatsgehälter auf dem Giro/Tagesgeld-Konto rumdümpeln zu lassen wohl garantiert höher, als die Kosten ggf. einmal ein paar Dispozinsen zu zahlen oder einen Teil seines Depots zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen. Ganz davon abgesehen, dass dieser Notfall ggf. sogar nie eintritt.

...

 

Das habe ich doch eben geschrieben, es braucht keinen Dispokredit zu 9% bis 18% p.a. oder was auch immer aktuell ist, wenn man sein Depot zu einem Bruchteil davon mit einem Lombardkredit beleihen kann. Beispielhaft bietet Comdirect den Lombardkredit aktuell zu 3,9% an.

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Chips
Posted

Was noch so ein Punkt ist. Man rät, den Notgroschen auf das Tagesgeldkonto einer anderen Bank zu tun, damit man es nicht immer sieht und so disziplinierter sein kann. Aber inwiefern hat man es dann sofort verfügbar, wenn man es uU. noch zur Hausbank überweisen muss (1-2 Werktage). Wenn ich ne Anleihe bei der Hausbank habe, ist man wenig versucht, die Anleihe zu verkaufen und bleibt diszipliniert und wenn doch, hätte man beim Verkauf das Geld sofort verfügbar. 

 

@John Silver Ja doch, ich lese ja schon :)

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s1lv3r
Posted
vor 5 Minuten von John Silver:

 

Das habe ich doch eben geschrieben, es braucht keinen Dispokredit zu 9% bis 18% p.a

Da hast du natürlich recht. ^_^ Ich habe gerade noch einmal nachgelesen und den Comdirect-Lombard kann man in der Tat für alles benutzen. Einzige Einschränkung scheint zu sein, dass man damit keine Immobilien/Grundstücke finanzieren darf.

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McScrooge
Posted · Edited by McScrooge
vor 36 Minuten von s1lv3r:

 

:thumbsup: 

 

Wenn man sich das mal für sich selber ausrechnen würde, sind die Opportunitätskosten 20 Jahre lang ständig 6-12 Monatsgehälter auf dem Giro/Tagesgeld-Konto rumdümpeln zu lassen wohl garantiert höher, als die Kosten ggf. einmal ein paar Dispozinsen zu zahlen oder einen Teil seines Depots zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen. Ganz davon abgesehen, dass dieser Notfall ggf. sogar nie eintritt.

 


Passt einfach nicht zu meiner Lebenseinstellung, Geld irgendwo leihen zu müssen. Wer sagt Dir denn das dies im Notfall der ja als solcher beschrieben wird einfach so möglich ist..?
 

Das Problem des Notfalls der nie eintritt ist ja der, dass es irgendwann sein könnte, oder warum hat man dann überhaupt Versicherungen?

Etwas blauäugig diskutiert ihr schon gerade, oder...?
 

Es gibt hier Musterdepots die 20K Cash zum Nachkaufen haben und wir diskutieren über ein halbes Jahresgehalt als Notfallgroschen?

 

Evtl. kommt es einfach auf das Depotvolumen an:

Bei 500K sind vielleicht 25K Notfall normal, bei 50K 25 natürlich übertrieben, weil es zuwenig Rendite bringt?

 

Sorry, mit meinem Notfallgroschen muss ich keine Rendite erzielen, dass soll mal der Rest erledigen. 
 

Aber wie in meinem ersten Statement gesagt: Das ist meine Einschätzung. Jeder muss mit seiner Leben. Auch im Krisenzeiten, die viele hier eben noch nicht erlebt haben... 

 

vor 25 Minuten von Chips:

Was noch so ein Punkt ist. Man rät, den Notgroschen auf das Tagesgeldkonto einer anderen Bank zu tun, damit man es nicht immer sieht und so disziplinierter sein kann. Aber inwiefern hat man es dann sofort verfügbar, wenn man es uU. noch zur Hausbank überweisen muss (1-2 Werktage). Wenn ich ne Anleihe bei der Hausbank habe, ist man wenig versucht, die Anleihe zu verkaufen und bleibt diszipliniert und wenn doch, hätte man beim Verkauf das Geld sofort verfügbar. 

 

@John Silver Ja doch, ich lese ja schon :)


Ich definiere den Notfall eben so, nicht verkaufen zu müssen. Es muss laufen ohne Verkauf von Invest.

Eine Unabhängigkeit vom Markt für das laufende Geschäft.


Man hat einen Teil dann in bar jederzeit verfügbar. Das ist wahrer Notfall :thumbsup:

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Holgerli
Posted
vor 3 Stunden von McScrooge:

Meiner besteht aus 6 Netto-Monatsgehältern in Bar (an verschiedenen Standorten) wie aus Tagesgeld.

Stellen sich mir zwei Fragen:

 

1.) Wofür 6 Netto-Monatsgehälter in Bar?

2.) Wofür 6 Netto-Monatsgehälter überhaupt?

 

Man kann sich sicher über die 6 Netto-Monatsgehälter streiten. Persönlich finde ich das mittlerweile zu viel, hängt aber sicherlich von der persönlichen Situation ab.

Aber wozu 6 Monatsgehälter in Bar?

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Chips
Posted
vor 12 Minuten von McScrooge:

Ich definiere den Notfall eben so, nicht verkaufen zu müssen. Es muss laufen ohne Verkauf von Invest.

Eine Unabhängigkeit vom Markt für das laufende Geschäft.


Man hat einen Teil dann in bar jederzeit verfügbar. Das ist wahrer Notfall :thumbsup:

Wenn wir mal 3000€ nehmen. Bei US-Anleihen bekäme man etwa 60€ dafür. Der Verkauf kostet etwa 20€. Wenn es zu dem besagten, wohl nie auftretenden Notfall käme, würde man exakt die dafür vorgesehene Anleihe verkaufen. Das wäre dann ja kein Invest, sondern genau dafür vorgesehen. 

Ich habe zB. noch 2 Monatsgehälter in AT&T and Consolidated Edison Aktien für das Notfallauto (das bei schlechten Aktienkursen in so einem Notfall womöglich nur 1 Monatsgehalt kosten darf). Da bekomme ich etwa 4,5% Dividenden und stehe etwa 25% bzgl. Kurs im Plus. Das hätten auch 0,01% Tagesgeld sein können. Also 2 Jahre waren das nun. 

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odensee
Posted
vor 6 Stunden von Holgerli:

Man kann sich sicher über die 6 Netto-Monatsgehälter streiten. Persönlich finde ich das mittlerweile zu viel, hängt aber sicherlich von der persönlichen Situation ab.

:thumbsup:

Wenn man "allgemeine" Regeln haben möchte, wäre der 6-Monatsverbrauch viel sinnvoller. Also Netto minus Sparanteil. Denn in einem Notfall wird man in der Regel Sparpläne etc. nicht weiter bedienen. Ausnahmen in Form verpflichtender Veträge mag es geben.

 

Aber auch diese Überlegung hilft nicht viel. Derjenige mit einer alten Rostlaube vor der Haustür und in der Pampa wohnend wird es ganz anders sehen als jemand, der gerade ein Haus umbaut und dem Arbeitslosigkeit drohen könnte. Der Beamte mit abbezahlter ETW in der Nähe seines Arbeitsplatzes und einem 2 Jahre alten Auto wird wiederum über diese Diskussion hier vermutlich schmunzeln.

 

vor 6 Stunden von Holgerli:

Aber wozu 6 Monatsgehälter in Bar?

Huuuu der Bankencrash ist nahe... handelt sich nur noch um Wochen!

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Sovereign
Posted · Edited by Sovereign
vor 12 Stunden von Chips:

Ich habe etwa 1 Monatsgehalt als Tagesgeld bei meiner Hausbank seit etwa 5 Jahren. Also theoretisch immer sofort verfügbar, wie es eben sein soll. Ich selber hab auf 1/6(!) des Notgroschen mal für etwa 2 Wochen zugegriffen. Da wären etwa 1,5€

 

Ein (netto) Monatsgehalt ist zu wenig. Drei sollten es schon sein.

Ob das Tagesgeld, in diesem Umfang,  verzinst wird oder nicht wäre mir egal.

Der Vorteil Geld griffbereit zu haben überwiegt aus meiner Sicht die fehlende Verzinsung.

NIE Geld in Wertpapiere stecken das man in den nächsten fünf Jahren benötigen könnte.

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Assassin
Posted · Edited by Assassin

Einfach keinen separaten Notgroschen ausweisen/haben, sondern derartige Notfälle in seine Asset Allocation miteinbeziehen, d.h. (ggf!) ein wenig weniger Risiko gehen.

Wenn man dann Geld braucht, einfach entnehmen, hier redet man auch bei ETFs, Aktien o.Ä. nur von Tagen.

Und nein, im Falle eines Aktiencrashs im Notfall werden natürlich keine Aktien verkauft, sondern wird vom "Sicherheits"Teil des Portfolios entnommen.

Je nachdem wie das Portfolio aussieht werden die "übergewichteten" Teile halt entnommen. Da hilft der Notfall gleich beim Rebalancen.

 

 

Und die Tage dürfte man immer überbrücken können, 0€ Kreditkartenzinsen auf 1 Monat, paar € Lombardkreditzinsen, paar € Dispozinsen. Bei Tagen würde ich mir im Extremfall selbst von Bekannten/Familienmitgliedern Geld leihen, was ich ansonsten eher als No-Go ansehe, aber hier geht's ja nicht um mittelfristigen Kapital- bzw Liq.bedarf, sondern nur um "Technik".

 

/ Klar, schwer/nicht sofort zu liquidierende Sachen wie Festgeld(leitern), Bausparer, Direktinvestitionen in Immobilien sind halt hier kritisch

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dev
Posted
vor 7 Stunden von McScrooge:

Das Problem des Notfalls der nie eintritt ist ja der, dass es irgendwann sein könnte, oder warum hat man dann überhaupt Versicherungen?

Mein Depot ist mein Notgroschen und die Altersvorsorge zugleich.

Mein Motto, statt Versicherungen abzuschließen, kauft man diese besser ( aufs KGV achten, siehe Allianz 2000 und heute), da hat man am Ende mehr von.

 

Es mag sein, das mancher 20k als Cashreserve/Notgroschen rumzuliegen hat, ich würde es nicht tun, denn mir haben die letzten 24 Jahre gezeigt, das man mit Aktien aus 20k, 200k machen kann.

Aber das muß jeder für sich entscheiden wie er mit seinem Kapital umgeht, für viele bin ich ein ganz schlechtes Beispiel und mache nur verrückte Sachen.

 

 

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odensee
Posted
vor 3 Minuten von Sovereign:

Ein (netto) Monatsgehalt ist zu wenig. Drei sollten es schon sein.

Das hängt doch sehr vom Monatsgehalt ab. Und von den zu erwartenden Notfällen.

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