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Chips

Notgroschen - wie oft und wofür nutzt ihr diese?

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Rosenrot
Posted

Mein Notgroschen beträgt 8 Nettogehälter und ist mir inzwischen zu groß.

Insbesondere da ich keine Familie habe, in einer kleinen Mietwohnung lebe und kein Auto besitze. Die möglichen Notfälle sind also sehr beschränkt.

 

Bisher musste ich zum Glück auch tatsächlich nie darauf zugreifen.

 

Ein wenig hoffe ich ja auf einen baldigen (zumindest kleinen) Crash, damit ich mit einem Teil des Notgroschens Aktien shoppen kann. :-* 

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McScrooge
Posted · Edited by McScrooge
vor 8 Stunden von Holgerli:

Stellen sich mir zwei Fragen:

 

1.) Wofür 6 Netto-Monatsgehälter in Bar?

2.) Wofür 6 Netto-Monatsgehälter überhaupt?

 

Man kann sich sicher über die 6 Netto-Monatsgehälter streiten. Persönlich finde ich das mittlerweile zu viel, hängt aber sicherlich von der persönlichen Situation ab.

Aber wozu 6 Monatsgehälter in Bar?


Evtl. habe ich das nicht klar formuliert. 6 Monatsgehälter in bar und Tagesgeld.

 

In bar zum Teil eben deshalb, weil man nur dann sofort drauf zugreifen kann.

vor 54 Minuten von dev:

 

Es mag sein, das mancher 20k als Cashreserve/Notgroschen rumzuliegen hat, ich würde es nicht tun, denn mir haben die letzten 24 Jahre gezeigt, das man mit Aktien aus 20k, 200k machen kann.

 


Eben und weil man aus 200 auch 600 machen kann, können auch 20 einfach mal „liegen“ bleiben ;)

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hoppsball
Posted
vor 12 Stunden von McScrooge:


Bestenfalls greift man nie auf seinen Notgroschen zu. Schon garnicht für Konsum wie Ohrringe :-*

:thumbsup:

 

 

vor 12 Stunden von s1lv3r:

Notgroschen-Diskussionen sind immer schwer, weil jeder für sich persönlich etwas komplett anderes darunter versteht. ^_^

Bei manchen tritt der Notfall bereits ein, wenn die KFZ-Versicherung fällig wird.

 

 

vor 12 Stunden von dev:

 bei xxxk Vermögen kann man sicher relativ schnell Kredit bekommen, aktuell sind die Zinsen gering

vor 9 Stunden von McScrooge:


...Geld irgendwo leihen zu müssen. Wer sagt Dir denn das dies im Notfall der ja als solcher beschrieben wird einfach so möglich ist..?

Kredit bekommt man am besten und günstigsten und sichersten, wenn man ihn nicht braucht.

 

 

vor 10 Stunden von hund555:

Und wenn USD an Wert verliert, sind schnell mal 30% weg, in worst case vielleicht >50% , schau dir die Kurse der letzen 20 Jahre an.

5% Kursverlust reichen um 2,5% Rendite zu vernichten. Würde das nur über ein Fremdwährungskonto machen. Das lohnt bei geringen Beträgen aber nicht.

 

 

vor einer Stunde von dev:

Mein Depot ist mein Notgroschen und die Altersvorsorge zugleich.

Ist das nicht ein Widerspruch?

 

Ich bilde für alle erdenklichen Fälle Rücklagen. Für Versicherungen, Steuern, Urlaub, allerlei Wartungs- und Werkstattkosten, kaputte Haushaltsgeräte, Kleidung, usw. Das ist kein Notgroschen, sondern das sind Kosten, die sicher auf mich zu kommen, nur der Zeitpunkt ist bisweilen ungewiss.

Und dann gibt es noch den echten Notgroschen für echte Schicksalsschläge

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McScrooge
Posted
vor 4 Minuten von hoppsball:

Bei manchen tritt der Notfall bereits ein, wenn die KFZ-Versicherung fällig wird.


Solche Spezies gibt es zuhauf, die brauchen auch den Kredit für einen neuen Fernseher ;)

 

vor 4 Minuten von hoppsball:
vor 1 Stunde von dev:

Mein Depot ist mein Notgroschen und die Altersvorsorge zugleich.

Ist das nicht ein Widerspruch?


Schön, dass Du das auch so siehst, im Notfall muss gerade die Altersvorsorge tabu sein.

 

vor 4 Minuten von hoppsball:

Ich bilde für alle erdenklichen Fälle Rücklagen. Für Versicherungen, Steuern, Urlaub, allerlei Wartungs- und Werkstattkosten, kaputte Haushaltsgeräte, Kleidung, usw. Das ist kein Notgroschen, sondern das sind Kosten, die sicher auf mich zu kommen, nur der Zeitpunkt ist bisweilen ungewiss.

Und dann gibt es noch den echten Notgroschen für echte Schicksalsschläge


Genauso handhabe ich es auch.

2002 musste ich auf das Depot zugreifen, weil nicht genug „Cash“ da war. Die Erfahrung prägt und man lernt dazu, dass es immer Situationen geben kann, wo man mal etwas mehr Geld braucht.

Ich lebe seit ausreichend „Notgroschen“ und Rücklagen sehr viel zufriedener.

 

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Reinsch
Posted

Ich habe meinen Notgroschen (zum Glück) noch nie anzapfen müssen und ihn daher auch schon ziemlich runter gefahren.

 

Als Angestellter, Single, Mieter und Fahrradpendler mit einer Sparquote um die 80% fallen mir jetzt auch nicht allzuviele Szenarien ein. Selbst als vor 2 Jahren mal die Waschmaschiene im selben Monat den Geist aufgegeben hat wie die Nebenkostennachzahlung anstand konnte ich das locker vom Girokonto überweisen.

 

Irgendwelche schwarzen Schwäne kann man natürlich konstruieren, aber dann wird man ja nie fertig. Wenn ein solcher kommt muss ich sowieso spontan reagieren, dafür tue ich mir keine exorbitanten Opportunitätskosten an.

 

Und für Konsum wie Urlaub oder Ohrringe ist es sowieso nicht da. Wenn das Geld für (Luxus)konsum fehlt, dann fällt der aus.

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Nachdenklich
Posted
vor 4 Minuten von hoppsball:

Ist das nicht ein Widerspruch?

 

Ich bilde für alle erdenklichen Fälle Rücklagen. Für Versicherungen, Steuern, Urlaub, allerlei Wartungs- und Werkstattkosten, kaputte Haushaltsgeräte, Kleidung, usw. Das ist kein Notgroschen, sondern das sind Kosten, die sicher auf mich zu kommen, nur der Zeitpunkt ist bisweilen ungewiss.

Und dann gibt es noch den echten Notgroschen für echte Schicksalsschläge

 

Nein

 

Ich habe nur ein Vermögen.

Das besteht aus meiner Immobilie, aus diversen Fonds und einigen wenigen Aktien und auch aus einem kleinen liquiden (und damit risikoarmen) Anteil.

Ob ich diesen liquiden Anteil nun als risikoarmen Anteil eines Portfolios oder als Notgroschen bezeichne, bleibt sich völlig gleich.

Im Moment sind das drei Prozent meines Geldvermögens, im vergangenen Sommer waren es auch schon zehn Prozent. 

Aus diesem liquiden Anteil kann ich unerwartete Ausgaben (neues Auto nach Unfall, neue Heizung im Haus) bezahlen, günstige Gelegenheiten an der Börse nutzen oder Geschenke machen. Und wenn dieser liquide Anteil unter Umständen mal nicht ausreicht, um das neue Auto in bar zu bezahlen, dann sind die Kosten eines kurzfristigen Kredits geringer als die Opportunitätskosten eines hohen Betrages, den ich ungenutzt und unverzinst jahrelang liegen lasse.

 

Ich muß nur eine vernünftige Überlegung dazu anstellen, welchen Liquiditätsbedarf ich haben könnte. Und solche Überlegungen sind sehr individuell und es ist daher nicht sinnvoll, die Lösung eines Menschen auf einen anderen übertragen zu wollen.

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dev
Posted · Edited by dev
vor 24 Minuten von hoppsball:

Ist das nicht ein Widerspruch?

 

Ich bilde für alle erdenklichen Fälle Rücklagen. Für Versicherungen, Steuern, Urlaub, allerlei Wartungs- und Werkstattkosten, kaputte Haushaltsgeräte, Kleidung, usw. Das ist kein Notgroschen, sondern das sind Kosten, die sicher auf mich zu kommen, nur der Zeitpunkt ist bisweilen ungewiss.

Und dann gibt es noch den echten Notgroschen für echte Schicksalsschläge

Wieso? Den Notgroschen brauche ich nur in der Not ( Einkommensausfall oder unerwartete Kosten > Einkommen).

 

Aktuell kann ich mein Leben noch über meine Arbeitsleitung finanzieren.

Falls dies nicht mehr geht, hoffe ich das mein Depot soweit ist, das die Dividende ausreicht.

 

Das was du aufzählst, ist in meinem Augen kein Notgroschen, sondern normaler Konsum.

 

vor 16 Minuten von McScrooge:

Schön, dass Du das auch so siehst, im Notfall muss gerade die Altersvorsorge tabu sein.

Ich trenne das nicht direkt, denn der Notgroschen ist nur für die Not da und die Erträge durch Nichtgebrauch für die Altersvorsorge.

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McScrooge
Posted
vor 11 Minuten von Nachdenklich:

 

Nein

 

Ich habe nur ein Vermögen.

Das besteht aus meiner Immobilie, aus diversen Fonds und einigen wenigen Aktien und auch aus einem kleinen liquiden (und damit risikoarmen) Anteil.

Ob ich diesen liquiden Anteil nun als risikoarmen Anteil eines Portfolios oder als Notgroschen bezeichne, bleibt sich völlig gleich.

Im Moment sind das drei Prozent meines Geldvermögens...


Klar man den Notgroschen auch einfach mit liquiden Mitteln gleichsetzen.

 

Und die persönliche Situation habe ich auch schon angesprochen.

Mit 3% von 800.000 kommt man eben besser aus im Notfall als mit 3% von 80.000.

 

vor 7 Minuten von dev:

Das was du aufzählst, ist in meinem Augen kein Notgroschen, sondern normaler Konsum.


Aber so hat er es doch formuliert, dass sind Rücklagen für Ausgaben, die kommen werden. Der Notgroschen kommt dazu.

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dev
Posted
vor 1 Minute von McScrooge:

Aber so hat er es doch formuliert, dass sind Rücklagen für Ausgaben, die kommen werden. Der Notgroschen kommt dazu.

Ja und ich habe es bestätigt, das ich es auch so sehe.

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McScrooge
Posted
vor 9 Minuten von dev:

 

vor 21 Minuten von McScrooge:

Schön, dass Du das auch so siehst, im Notfall muss gerade die Altersvorsorge tabu sein.

Ich trenne das nicht direkt, denn der Notgroschen ist nur für die Not da und die Erträge durch Nichtgebrauch für die Altersvorsorge.


Die Erträge daraus sind ja dann wieder was anderes. Ich hatte es so verstanden, dann an die Altersvorsorge an sich zu gehen.

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Chips
Posted
vor 2 Stunden von Sovereign:

 

Ein (netto) Monatsgehalt ist zu wenig. Drei sollten es schon sein.

Ob das Tagesgeld, in diesem Umfang,  verzinst wird oder nicht wäre mir egal.

Der Vorteil Geld griffbereit zu haben überwiegt aus meiner Sicht die fehlende Verzinsung.

NIE Geld in Wertpapiere stecken das man in den nächsten fünf Jahren benötigen könnte.

Wie wir schon festgestellt haben:

1. Notfälle sind sehr selten

2. Notfälle, in denen man innerhalb von Stunden das Geld auf dem Hauptkonto braucht, sind nochmal viel seltener. 

3. Notfälle aus 2., die nicht mit einem Dispokredit gehandelt werden können, sind noch seltener. 

 

Wenn ich eine Apple-Anleihe hätte, wäre das zumindest während Handelszeiten gleich schnell verfügbar wie Tagesgeld. 

 

Wenn die Notreserve mal um 20% schwanken sollte, so what? Das ist so, wie wenn jemand 3 Monatsgehälter als Reserve hat, aber 4 braucht?

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Schwachzocker
Posted
vor 5 Minuten von Chips:

Wie wir schon festgestellt haben:

1. Notfälle sind sehr selten

….

Diese exklusiven Feststellungen sind die Wucht.

Das haben Notfälle nun einmal so an sich, dass sie selten sind, sonst wären es keine.

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Chips
Posted
vor 53 Minuten von McScrooge:

Schön, dass Du das auch so siehst, im Notfall muss gerade die Altersvorsorge tabu sein. 

 

Ist doch Jacke wie Hose. Wenn man sich für 6 Monatsgehälter Notreserve entscheidet, fehlen die bei der Altersvorsorge. Wenn man die gleich zur Altersvorsorge verwendet, und im Notfall entnimmt, macht das keinen Unterschied. Außer die Rendite, die man darauf erzielt. 

 

Gemeint ist eine verfügbare Altersvorsorge wie ein Aktiendepot. 

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McScrooge
Posted · Edited by McScrooge
vor 3 Minuten von Chips:

Ist doch Jacke wie Hose. Wenn man sich für 6 Monatsgehälter Notreserve entscheidet, fehlen die bei der Altersvorsorge. Wenn man die gleich zur Altersvorsorge verwendet, und im Notfall entnimmt, macht das keinen Unterschied. Außer die Rendite, die man darauf erzielt. 

 

Gemeint ist eine verfügbare Altersvorsorge wie ein Aktiendepot. 


Nein, die fehlen nicht bei der Altersvorsorge. Die sichern die Altersvorsorge ;)

 

Im Notfall aus einem Aktiendepot entnehmen das kann massiv Rendite kosten...

 

Du hast nach einer Einschätzung gefragt. Dies ist eben meine und da lebe ich sehr gut mit.

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dev
Posted · Edited by dev
vor 10 Minuten von McScrooge:

Im Notfall aus einem Aktiendepot entnehmen das kann massiv Rendite kosten...

Eine Barreserve dauerhaft zu halten, kostet mindestens die Inflation, somit hat diese nach 25 Jahren nur noch die halbe Kaufkraft.

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McScrooge
Posted

Immernoch günstiger als bei einem Crash mit -70% Aktien verkaufen zu müssen, die mir Dividende zahlen.

 

Sicherheit kostet halt auch Rendite. Niemand hat etwas anderes behauptet.

 

Und wie gesagt, hier ist nach Einschätzungen gefragt worden.

 

Letztendlich muss doch jeder für sich entscheiden, wie er das macht.

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John Silver
Posted
vor 45 Minuten von Chips:

Wie wir schon festgestellt haben:

...

Wenn ich eine Apple-Anleihe hätte, wäre das zumindest während Handelszeiten gleich schnell verfügbar wie Tagesgeld. 

...

Off-Topic

Das ist, auch wenn es mit dem Thema ansich praktisch nichts zu tun hat, leider ein etwas unglückliches Beispiel, von daher sei auf diesen

Thread der Vollständigkeit verwiesen wo einige "mögliche Fallen" aufgezeigt werden.

 

https://www.wertpapier-forum.de/topic/57531-einsteigerfragen-apple/#comment-1255646

 

Nimm als Beispiel da besser eine deutsche Bundesanleihe.

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dev
Posted
vor 55 Minuten von McScrooge:

Immernoch günstiger als bei einem Crash mit -70% Aktien verkaufen zu müssen, die mir Dividende zahlen.

Nicht nur zu diesem Thema, finde ich das sich zu viel auf einen Kursverlust konzentriert wird, obwohl es langfristig um eine positive Rendite nach Inflation und Steuern geht.

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McScrooge
Posted · Edited by McScrooge

Klar langfristig. Aber hier geht es doch um den Sinn eines Notgroschens. Und der wird meist nicht langfristig benötigt ;)

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dev
Posted
vor 22 Minuten von McScrooge:

Klar langfristig. Aber hier geht es doch um den Sinn eines Notgroschens. Und der wird meist nicht langfristig benötigt ;)

Er liegt aber langfristig ungenutzt rum ;-)

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McScrooge
Posted

Das ist nun leider seine Aufgabe. Oder am besten wenn er ungenutzt bleibt ;)

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Holgerli
Posted
vor 4 Stunden von McScrooge:

Evtl. habe ich das nicht klar formuliert. 6 Monatsgehälter in bar und Tagesgeld.

Ok, dass relativiert die Aussage "6 Monats(netto)gehälter in bar" aber ganz schön.

 

vor 4 Stunden von McScrooge:

Teil eben deshalb, weil man nur dann sofort drauf zugreifen kann.

Ja, habe ich auch. Nur stelle ich mir hier die Frage, warum an verschiedenen Standorten?

Was willst Du damit bezwecken? Einbruchschutz? Feuerschutz?

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pillendreher
Posted
vor 18 Stunden von Chips:

...

Deswegen nun meine Frage, wie oft ihr auf den Notgroschen zugreift ...

Zugriff erfolgte bislang nie!

Höhe des Notgroschens: 120k € - Warum? Man weiß ja nie. Darum nennt man es Not-Groschen.

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Ecke908090
Posted

Eine für mich äußerst interessante Diskussion, da ich mich aufgrund meines Berufeinstiegs ebenfalls akkut damit beschäftigen muss.


Um es vorwegzunehmen: Ich habe mich in meiner jetzigen Lebensphase gegen das Anlegen eines separaten Notgroschen entschieden!


Gründe hierfür sind...


1. im Grunde genommen lebe ich aktuell noch wie ein zu 100 % ungebundener Student


2. mein soziales Umfeld ist recht ausgebaut und mir war es nie ein Kraus im privaten Umfeld Geld zu leihen (und auch zu verleihen)


3. ich möchte tendenziell eher ein hohes Risiko fahren und renditemaximierend agieren


Natürlich kann sich diese Situation stets verändern...


zu 1. Anschaffung Auto/Immobilie/..., Entwicklung eines Familienverhältnisses und/oder Selbstständigkeit


zu 2. Ausdünnung des sozialen Umfeldes und mit dem älter werden einhergehenden konservativeren und sicherheitsbewussteren Denken meines Umfeldes


zu 3. Verbunden mit den ersten zwei Punkten sowie dem hinzukommenden Alter meinerseits (wobei ich hoffe, dass ich auch zukünftig halbwegs jung/dynamisch bleibe und auch wenn ich etwas Vermögen auf der hohen Kante haben sollte mein Anlageverhalten nicht um 180 Grad umkrempel)


Im Grunde genommen halte ich meine Cashquote von knapp 20 % nur deshalb, um bei kurstechnischen Rücksetzern nachkaufen zu können (muss hier auch nochmal über die Inanspruchnahme eines Lombard-Kredites nachdenken, wobei der psychische Faktor noch etwas Pulver in der Rückhand zu haben sicherlich nicht ganz verkehrt ist). Rezessionen sowie Depressionen nehmen in der Börsenhistorie bekanntlich einen weitaus kürzeren Zeitraum ein als Aufschwünge und Booms. Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit auch viel geringer, dass ich im Notfall dem Depot Cash entnehme, obwohl ich es zum Nachkaufen benötigt hätte (abgesehen davon, dass bspw. ein Jobverlust in einer Depression durchaus wahrscheinlicher ist). Sollte kein (Privat-) Kredit zu erschließen sein müsste ich im absoluten Worst case (Tiefpunkt Depression = Bewertungen der Aktien niedrig + Cashreserve leer) Aktienanteile veräußern um an Geld zu gelangen, wobei nicht vergessen werden sollte, dass es abseits des vorher erfahrenen Werteverlustes beim Aktienanteil renditeseitig egal ist ob das Geld aus letzterem, der Cashreserve oder einer separaten Notgroschenrücklage entnommen wird - wichtig ist dann ja nur, dass genug Kapital vorhanden ist um die Not aus der Welt zu schaffen und dass wird mit ziemlicher Sicherheit durch jede der drei Varianten ermöglicht (oder eben nicht). Mein Notgrosche befindet sich also im Aktienanteil sowie in der Cashreserve!

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Cai Shen
Posted · Edited by Cai Shen
vor 21 Minuten von Ecke908090:

ich möchte tendenziell eher ein hohes Risiko fahren und renditemaximierend agieren

 

vor 21 Minuten von Ecke908090:

Im Grunde genommen halte ich meine Cashquote von knapp 20 % nur deshalb, um bei kurstechnischen Rücksetzern nachkaufen zu können

Das widerspricht sich.

Am Anfang des Berufslebens mit geringem Vermögen im Verhältnis zum Gehalt mag die erste Argumentation noch halbwegs schlüssig erscheinen.

Mit wachsendem Depot halte ich es für besser, ca. 3 Monatsgehälter für größere Ausgaben zur Seite zu packen und dafür voll zu investieren, um die Kapitalmarktrendite voll mitzunehmen.

20% Barreserve machen da schnell mal ein Netto-Jahresgehalt aus.

Im Crash nachkaufen kann man immer noch auf Kredit :P

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