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Bigwigster

Lifestrategy ETFs von Vanguard (Multi Asset)

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kw*
Posted

Vielen Dank, du hast meine Gedanken etwas "entknotet". :) Letztendlich lag ich selbst vom Verständnis her aber gar nicht falsch.

 

PS: ich tippe gerade mein "Pflichtprogramm" an anderer Stelle, dann kann's weitergehen.

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stagflation
Posted · Edited by stagflation

Ich habe mich in den letzten Tagen mit den Vanguard LifeStrategy ETFs beschäftigt. Je länger ich mich damit beschäftige, desto besser gefallen sie mir!

 

Erst mal vielen Dank an alle, die in diesem Thread schon so viel Know-How zusammengetragen haben!!! Das Lesen dieses Threads hat mich ein ganzes Stück weiter gebracht!

 

Ich habe vor, in der nächsten Woche ein paar Anteile des 60% LifeStrategy (ISIN: ISIN: IE00BMVB5P51) ETFs zu kaufen! :)

 

In den letzten beiden Jahren habe ich mir ein Portfolio aus Einzel-ETFs zusammengebaut: für den risikoreichen Teil: All-World-, World-, EM- und Europe-ETFs. Und für den risikoarmen Teil: Tagesgeld/Festgeld und mehrere Anleihe-ETFs (von 1-5 jährigen Euro-Anleihen bis hin zu Global Aggregate Bond ETFs). Mir fällt auf, dass die LifeStrategy ETFs aus ganz ähnlichen ETFs zusammengebaut werden. Das gibt mir schon mal Vertrauen! Ich finde es auch spannend, dass Vanguard gehedgte Global Aggregate Bond ETFs als wichtigen Bestandteil des Anleihe-Anteils sieht. Wir hatten darüber im Forum an anderer Stelle diskutiert. Es gab doch einige, die sagten, dass diese bereits zu risikoreich für den risikoarmen Anteil wären. Für mich gehören sie aber gerade noch dazu. Auch hier habe ich den Eindruck, dass die LifeStrategy ETFs gut zu mir passen.

 

Ich werde meine vorhandenen Einzel-ETFs weiter behalten und vermutlich weiter ausbauen. Selber basteln macht einfach Spaß! Trotzdem plane ich, die nächsten Anlagebeträge in den 60% LifeStrategy ETFs zu investieren. Das hat verschiedene Gründe:

  1. Nicht alle Eier in einen Korb!
     
  2. Ich habe immer gute Erfahrungen damit gemacht, mehrere ähnliche Investitionen parallel laufen zu lassen und dann zu vergleichen. Das werde ich jetzt mit meinen Einzel-ETFs und dem LifeStrategy machen.
     
  3. Ich brauche eine einfachere Lösung als die Einzel-ETFs für den Fall, dass mir das Thema "Geldanlage" irgendwann keinen Spaß mehr macht oder dass ich mich nicht mehr darum kümmern kann. Es wäre toll, wenn die LifeStrategy ETFs eine solche "einfache Lösung" wären, die auch noch funktioniert.
     
  4. Manchmal werde ich von Anlegern nach Vorschlägen für ETFs gefragt, die sich nicht umfangreich mit dem Thema "Geldanlage" beschäftigen wollen. Bisher habe ich dann meistens den "ARERO Weltfonds" genannt. Es könnte gut sein, das der Vanguard LifeStrategy der Nachfolger für solche Vorschläge wird. Dazu möchte ich die LifeStrategy ETFs aber gerne noch etwas näher kennenlernen.

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Bassinus
Posted

Kurzes Größenupdate mit Stand Morningstar 05.02.2021

 

20% = 8,5 Mio

40% = 9 Mio

60% = 14,7 Mio

80% = 15 Mio

 

Mich wundert, dass der 80er doch so gut läuft. Hätte für (insbesondere) deutschen Markt eher den 60er vorne gesehen. Die 100Mio wird in den (bisher aus Diskussion abgeleitet und frühere Entscheidung von Vanguard) in den 3 Jahren sicherlich erreicht werden und damit das Schließungsrisiko stark sinken.

 

 

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Geldhaber
Posted

Ob das Volumen eines Fonds wächst oder schrumpft, hängt allerdings nicht nur vom Zu-/Abfluss von Anlegergeldern ab, sondern auch von der Wertentwicklung der enthaltenen Wertpapiere.

Aktien sind besser gelaufen, sodass der 80er bei der Wertentwicklung vor dem 60er liegt und (auch) dadurch das Fondsvolumen stärker zugenommen hat. 

Welche Variante bei den Anlegern "beliebter" ist, ließe sich vielleicht an der Anzahl der ausgegebenen Anteile ablesen. 

 

Welche Variante wird eigentlich hier im Forum bevorzugt und welche Tranche (Acc oder Dist)? 

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pillendreher
Posted · Edited by pillendreher
vor 16 Stunden von Geldhaber:

Welche Variante wird eigentlich hier im Forum bevorzugt und welche Tranche (Acc oder Dist)? 

Das kommt ganz darauf an. Was für den einen Sinn macht ist für den anderen suboptimal.

 

Generell würde ich immer beachten:

Für private Anleger sind bei reinen Aktienfonds 30 Prozent aller Erträge steuerfrei. Das gilt auch für Mischfonds, die mindestens 51 Prozent in Aktien investieren.

Daraus ergibt sich durch das Ausschlussprinzip, welche Varianten ich nicht nähme.

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stagflation
Posted · Edited by stagflation
vor 21 Stunden von Geldhaber:

Welche Variante wird eigentlich hier im Forum bevorzugt und welche Tranche (Acc oder Dist)? 

 

Im Prinzip sollte doch das gelten, was Kommer schreibt: https://www.gerd-kommer-invest.de/ausschuettende-vs-thesaurierende-fonds/

 

Es gibt allerdings einen Vorteil bei ausschüttenden ETFs, den Kommer nicht erwähnt: durch die Ausschüttungen bekommt man regelmäßig Rückmeldung, dass die ETFs bei der Depotbank, beim Zentralverwahrer und beim Emittenten noch ordentlich verbucht und nicht überbucht sind.

 

vor 4 Stunden von pillendreher:

Für private Anleger sind bei reinen Aktienfonds 30 Prozent aller Erträge steuerfrei. Das gilt auch für Mischfonds, die mindestens 51 Prozent in Aktien investieren.

 

Daraus ergibt sich durch das Ausschlussprinzip, welche Varianten ich nicht nähme.

 

Sollte man nicht wie bisher seine Asset Allocation machen - und dann den LifeStrategy ETF wählen, der zur Asset Allocation passt?

 

Wenn bei der Asset Alloocation nach dem risikoreich/risikoarm-Modell 40/60 herauskommt, sollte man den LifeStrategy 40 nehmen - und nicht den LifeStrategy 60, nur weil es da eine etwas höhere Teilfreistellung gibt.

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pillendreher
Posted
vor 21 Minuten von stagflation:

Wenn bei der Asset Alloocation nach dem risikoreich/risikoarm-Modell 40/60 herauskommt, sollte man den LifeStrategy 40 nehmen - und nicht den LifeStrategy 60, nur weil es da eine etwas höhere Teilfreistellung gibt.

 

Ganz ehrlich - bei einer Aktienquote im Depot von 40% (bei 20% sowieso) würde ich als konservativer Investor (mit nur ein wenig Aktienbeimischung) nicht die LifeStrategy Komplettlösung nehmen, sondern

- Festgeldleiter für den sicheren Depotanteil und

- Vanguard FTSE All-World UCITS ETF für den chancenreichen Depotanteil

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kleinerfisch
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Ein schlechter Rat:

vor 33 Minuten von stagflation:

Wenn bei der Asset Alloocation nach dem risikoreich/risikoarm-Modell 40/60 herauskommt, sollte man den LifeStrategy 40 nehmen - und nicht den LifeStrategy 60, nur weil es da eine etwas höhere Teilfreistellung gibt.

Wer bei 40% Aktienfonds auf 15% TFS verzichtet und damit auf 1,5% Rendite (0,4*0,15*0,25), der kann auch gleich jegliche Kostenoptimierung sein lassen.

Die beiden steuerlichen Mischfonds beim LifeStrategy sind so überflüssig wie ein Kropf.

vor 34 Minuten von stagflation:

Sollte man nicht wie bisher seine Asset Allocation machen - und dann den LifeStrategy ETF wählen, der zur Asset Allocation passt?

Nein, man sollte erst seine AA machen und dann kann man schauen, ob der LifeStrategy da rein passt. Bei 40/60 könnte man zB überlegen, ob man 2/3 mit dem 60/40 abdeckt und 1/3 mit Festgeld oder einem anderen Anleihen-Fonds. Da hat man dann immer 30% TFS auf den Aktienanteil und entweder 13,3% TFS auf's RK1 oder sogar 21,7%.

Da mit dem RK1 auf Sicht sowieso kaum Gewinne zu erwarten sind, interessieren da aber mehr die 30% auf den Aktienanteil.

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chirlu
Posted
vor 4 Minuten von kleinerfisch:

Die beiden steuerlichen Mischfonds beim LifeStrategy sind so überflüssig wie ein Kropf.

 

Die Fonds werden sicherlich nicht nur in Deutschland angeboten. In anderen Ländern mit anderem Steuersystem spricht vielleicht nichts gegen sie.

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kleinerfisch
Posted

In anderen Ländern sind sie dann wohl auch keine "steuerlichen Mischfonds".;)

 

Im Ernst: Sollen wir hier in einem Forum mit ganz überwiegend deutscher Beteiligung bei jedem Beitrag zu einem steuerlichen Thema einen Disclaimer dranhängen, dass die Aussage nur für deutsche Steuerbürger gilt? Dann vielleicht noch, dass die Aussage nicht für diejenigen gilt, die zwar deutsche Steuerbürger sind aber aus irgendwelchen Gründen (NV-Bescheinigung, Verlustvortrag, Freibeträge etc) keine Steuern zahlen?

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chirlu
Posted
vor 28 Minuten von kleinerfisch:

Im Ernst: Sollen wir hier in einem Forum mit ganz überwiegend deutscher Beteiligung bei jedem Beitrag zu einem steuerlichen Thema einen Disclaimer dranhängen, dass die Aussage nur für deutsche Steuerbürger gilt?

 

Nein, aber ein ganzes Fondsprodukt (bzw. mehrere) als „überflüssig wie ein Kropf“ einzustufen, ging mir schon etwas zu weit.

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Bigwigster
Posted
vor 1 Stunde von stagflation:

Es gibt allerdings einen Vorteil bei ausschüttenden ETFs, den Kommer nicht erwähnt: durch die Ausschüttungen bekommt man regelmäßig Rückmeldung, dass die ETFs bei der Depotbank, beim Zentralverwahrer und beim Emittenten noch ordentlich verbucht und nicht überbucht sind.

Was kann ich mir unter einem überbuchten ETF vorststellen?

Und ordentlich verbucht heißt, dass der ETF noch in meinem Depot drin ist? Wenn ja, ist den sowas schonmal vorgekommen, dass ETF Anteile aus dem Depot verschwinden?

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stagflation
Posted

@kleinerfisch: der Lifestrategy ist doch gerade für Anleger gemacht, die eine einfache Anlagemöglichkeit suchen - und ihre Investition NICHT auf verschiedene Anlageprodukte aufteilen wollen oder können.

 

Der Unterschied ist übrigens gar nicht so groß. Schauen wir uns ein Beispiel an:

  • Anlagesumme 100.000 Euro
  • Anlagedauer: 10 Jahre
  • Rendite Anleihen: 10% in 10 Jahren
  • Rendite Aktien: 40% in 10 Jahren

Bildschirmfoto_2021-02-07.png.3a2dbad9c8815fd268bbf84fa8aa8d31.png

 

(Klicken für Vergrößerung)

 

Der Unterschied zwischen "LifeStrategy 40" und "Aufteilung All-World ETF und Anleihen ETF bzw. Festgeld" beträgt gerade mal 375€!

 

Einen viel größeren Unterschied im Gesamtergebnis hätte gemacht: gar nicht investieren bzw. "Geld auf Tagesgeldkonto liegen lassen" oder eine andere Asset-Allocation.

 

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kleinerfisch
Posted

Ok, ich ziehe meinen Beitrag zurück.

vor 37 Minuten von stagflation:

Der Unterschied zwischen "LifeStrategy 40" und "Aufteilung All-World ETF und Anleihen ETF bzw. Festgeld" beträgt gerade mal 375€!

Die Rechnung stimmt. Ich würde zwar eine höhere Verzinsung bei den Aktien und eine niedrigere bei den Anleihen erwarten, aber dann sieht es nicht viel anders aus.

Ich hab's mal mit 6% und 0,5% gerechnet, da ist der Unterschied nach 10 Jahren zwar nach Steuern immerhin 1.000 EUR (bei ca. 34k Gewinn). Aber der Renditeunterschied ist lediglich 0,08% p.a.. Und das ist noch zu hoch, weil das Rebalancing fehlt, das den Gesamtgewinn und damit den Steuereffekt nochmal kräftig drücken würde. Für die Vereinfachung ist das ja ein akzeptabler Preis.

Da hat wohl bei mir kräftig mein inneres Milchmädchen mitgerechnet.

 

Enstprechend ist auch meine Aussage zu den RK1-orientierteren LS-Varianten nicht haltbar.

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pillendreher
Posted

@stagflation  - auch von mir herzlichen Dank fürs vorrechnen. :thumbsup:

Das Hauptproblem bleibt für den "mehr oder weniger" unkundigen Anleger bestehen: Wie finde ich selbstständig die für mich passende Asset-Verteilung?

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troi65
Posted · Edited by troi65
vor 1 Stunde von kleinerfisch:

Ok, ich ziehe meinen Beitrag zurück.

Enstprechend ist auch meine Aussage zu den RK1-orientierteren LS-Varianten nicht haltbar.

:thumbsup:. Das ist mal aller Ehren wert.

Andere zeigen in diesem Forum nicht diese Größe, mal was zurückzunehmen.

Ich glaube allerdings nicht , dass bei Deiner vorherigen Aussage das Milchmädchen schuld war , sondern eine Betrachtung vom gewünschten Ergebnis her.

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stagflation
Posted · Edited by stagflation
vor 2 Stunden von Bigwigster:

Was kann ich mir unter einem überbuchten ETF vorststellen?

Und ordentlich verbucht heißt, dass der ETF noch in meinem Depot drin ist? Wenn ja, ist den sowas schonmal vorgekommen, dass ETF Anteile aus dem Depot verschwinden?

 

Überbuchungen kennt man von Flugreisen: das Flugzeug hat 200 Plätze, die Fluglinie hat aber 205 Tickets verkauft. Das kann verschiedene Gründe haben:

  • Bewusste Überbuchung, weil erfahrungsgemäß 5% der Fluggäste nicht kommen
  • Das Flugzeug hat weniger Plätze als erwartet
  • Fehler bei der Dateneingabe oder im Computersystem
  • Übermäßiges Gewinnstreben / Betrug

So etwas ähnliches kann auch bei ETFs passieren. Während die meisten Anleger glauben, dass sie ETFs im Depot haben, haben sie in der Realität nur Einträge in Datenbanken. Und diese Einträge verweisen auf andere Einträge in anderen Datenbanken, die wiederum auf andere Datenbank-Einträge verweisen... Es gibt also eine ganze Kette von Datenbank-Einträgen. An dem einen Ende der Kette steht der Anleger und an dem anderen Ende stehen der ETF und die Wertgegenstände, die letztendlich im ETF sein sollten. Dazwischen kann ziemlich viel schief gehen, sei  es nun durch technische Fehler oder durch bewussten Betrug:

  • Bei den Depotbanken: hier es könnte es sein, dass eine Depotbank mehr Anteile in die Konten der Anleger gebucht hat, als sie selbst beim Zentralverwahrer hat
  • Oder beim Zentralverwahrer: Hier könnte es sein, dass er mehr Anteile an die Depotbanken gebucht hat, als hinterlegt sind
  • Oder beim Emittenten: hat er evtl. mehr Anteile herausgegeben als er sollte? Ist er tatsächlich Eigentümer so vieler Wertgegenstände, wie er nach den ausgegebenen ETF-Anteilen haben müsste?

Soweit ich weiß, werden diese Verknüpfungen regelmäßig geprüft. Aber spätestens seit Wirecard wissen wir, dass Überprüfungen nicht immer in der Form erfolgen, wie sie sollten...

 

Wie dem auch sei: bei Ausschüttungen wird die gesamte Kette der Verknüpfungen vom Emittenten zum Anleger einmal durchgetestet. Wenn die Ausschüttung auf dem Konto landet, weiß man, dass zumindest auf der technischen Seite alles in Ordnung ist. Es könnte dann immer noch sein, dass jemand betrügen will - aber der müsste dann Scheingewinne in das System einschleusen - und das wäre schon ziemlich aufwändig!

 

Ich will hier keine Panik schüren. Ich halte das System für relativ sicher. Aber ich sehe schon einige Stellen, an denen Fehler und/oder Betrug auftreten können. Ausschüttungen beweisen zwar nicht, dass kein Betrug stattfindet - aber sie sind zumindest ein Hinweis darauf, dass auf technischer Ebene noch alles in Ordnung ist.

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Bigwigster
Posted

Danke für die Ausführungen, in der Hinsicht sind Ausschütter wohl tatsächlich sicherer. Allerdings halte ich das doch für äußerst theoretisches Risiko bzw. einen äußerst theoretischen Vorteil von Ausschüttern ;) 

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Raspotnik
Posted
Am 7.2.2021 um 15:52 von stagflation:

Der Unterschied zwischen "LifeStrategy 40" und "Aufteilung All-World ETF und Anleihen ETF bzw. Festgeld" beträgt gerade mal 375€!

Müsste die Alternative 1 nicht eigentlich anders sein?

Nehmen wir den LifeStrategy60 und legen 66.667 EUR an (damit genau die 40 TEUR in Aktien und 26.667 EUR in Anleihen). Zusätzlich die verbleibenden 33.333 EUR in den Anleihenfonds.

Dann hätten wir dieselbe Aufteilung wie in Alternative 1, allerdings jetzt mit zusätzlichen 30% Teilfreistellung auf die 26.667 EUR Anleihen. Von den 10% Gewinn (=2.666 EUR) also 30% weniger (=800 EUR) zu 25% zu versteuern, macht zusätzliche 200 EUR. Wir wären dann also bei 575 EUR insgesamt.

Zusätzlich gibt es natürlich noch das Thema Zinseszins, aber das vernachlässigen wir mal. Die 575 EUR sind bezogen auf die 17.325 EUR dann schon 3,3%. In absoluter Rendite immerhin noch +0,575%, ohne zusätzliches Risiko und rein durch eine etwas andere Strukturierung.

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stagflation
Posted · Edited by stagflation

@Raspotnik: interessante und pfiffige Alternative! Ich würde es eher als dritte Alternative betrachten. Dann hätten wir:

  1. 100.000€ zu 40% in Aktien und zu 60% in Anleihen anlegen
  2. 100.000€ in LifeStrategy 40 anlegen
  3. 100.000€ zu 66% in LifeStrategy 60 und zu 33% in Anleihen anlegen

Du hast Recht: mit (3) erzielt man nach Steuern 200 € (2.1%) mehr als (1) und 575 € (3.3%) mehr als (2).

 

Trotzdem hat (2) den Vorteil, dass man damit nur ein Produkt hat und dass das Portfolio damit pflegeleichter ist.

 

Ganz konkret denke ich an ältere Ehepaare, die ihr Geld möglichst risikolos mit verringertem Risiko anlegen wollen (=geringer Aktienanteil). Es soll häufiger vorkommen, dass einer der Eheleute Spaß am Geldanlegen hat - und der andere sich weder dafür interessiert, noch sonderlich viel Ahnung davon hat. o:) In diesem Fall kann es sinnvoll sein, ein kompliziertes Depot zu vereinfachen und in einen einzigen LifeStrategy 20 oder 40 zu investieren. Dann kommt notfalls auch der weniger an Geld interessierte Partner damit klar. Und das ist vielleicht viel wichtiger, als 2% oder 3% mehr Ertrag nach Steuern.

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Der Horst
Posted · Edited by Der Horst
12 hours ago, stagflation said:

Ganz konkret denke ich an ältere Ehepaare, die ihr Geld möglichst risikolos anlegen wollen (=geringer Aktienanteil). (...) Fall kann es sinnvoll sein, ein kompliziertes Depot zu vereinfachen und in einen einzigen LifeStrategy 20 oder 40 zu investieren. Dann kommt notfalls auch der weniger an Geld interessierte Partner damit klar.

Ich würde hier noch ergänzen: Der Anleihen-Anteil im LS ist nicht risikolos, korreliert aber günstig (Wenig bis negativ) mit Aktien.

 

Um das Gesamtrisiko (Wertverlust vor/während Entnahme) zu senken, ist das Extrem mit nur 20% Anleihen bei LS m.E. eher kontraproduktiv.

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tobi444
Posted

Seit heute ist die Asset Allocation per 31.01.2021 auf der Vanguard-Website sichtbar. Der LS80 hat beispielsweise eine Cashquote von 1,67% (verglichen mit 12,93% am 31.12.2020).

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stagflation
Posted · Edited by stagflation

Vorhin habe ich die aktuellen Fondsgrößen nachgeschaut. Morningstar und Vanguard veröffentlichen leicht unterschiedliche Zahlen.

 

Fondsvolumina Vanguard LifeStrategy (in Millionen €)

+-----------------+-------------+-----------+-----------+-----------+
|                 | Morningstar |  Vanguard                         |              
|                 |             |  Gesamt   | davon acc | davon dis |
+-----------------+-------------+-----------+-----------+-----------+
| LifeStrategy 20 |     10,7    |     6,7   |     5,3   |     1,4   |
| LifeStrategy 40 |     10,9    |     8,5   |     5,6   |     2,9   |
| LifeStrategy 60 |     17,3    |    13,8   |    10,0   |     3,8   |
| LifeStrategy 80 |     18,4    |    12,9   |     9,7   |     3,2   |
+-----------------+-------------+-----------+-----------+-----------+
| Summe           |     57,3    |    41,9   |    30,6   |    11,3   |
+-----------------+-------------+-----------+-----------+-----------+

Quellen:
- https://www.morningstar.de/de/etf/snapshot/snapshot.aspx?id=0P0001LAZ1
- https://www.de.vanguard/professionell/unsere-leistungen/lifestrategy

Wenn man die Morningstar-Zahlen mit den von @Bassinus weiter oben geposteten Zahlen vergleicht, sind die LifeStrategy ETFs in den letzten 2 Wochen um 21% gewachsen. Nicht schlecht!

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troi65
Posted · Edited by troi65
vor 10 Stunden von stagflation:

Vorhin habe ich die aktuellen Fondsgrößen nachgeschaut. Morningstar und Vanguard veröffentlichen leicht unterschiedliche Zahlen.

 


Fondsvolumina Vanguard LifeStrategy (in Millionen €)

+-----------------+-------------+-----------+-----------+-----------+
|                 | Morningstar |  Vanguard                         |              
|                 |             |  Gesamt   | davon acc | davon dis |
+-----------------+-------------+-----------+-----------+-----------+
| LifeStrategy 20 |     10,7    |     6,7   |     5,3   |     1,4   |
| LifeStrategy 40 |     10,9    |     8,5   |     5,6   |     2,9   |
| LifeStrategy 60 |     17,3    |    13,8   |    10,0   |     3,8   |
| LifeStrategy 80 |     18,4    |    12,9   |     9,7   |     3,2   |
+-----------------+-------------+-----------+-----------+-----------+
| Summe           |     57,3    |    41,9   |    30,6   |    11,3   |
+-----------------+-------------+-----------+-----------+-----------+

Quellen:
- https://www.morningstar.de/de/etf/snapshot/snapshot.aspx?id=0P0001LAZ1
- https://www.de.vanguard/professionell/unsere-leistungen/lifestrategy

Wenn man die Morningstar-Zahlen mit den von @Bassinus weiter oben geposteten Zahlen vergleicht, sind die LifeStrategy ETFs in den letzten 2 Wochen um 21% gewachsen. Nicht schlecht!

Leider bekomme ich beim Zitieren Deine Tabelle nicht weg,

An mir liegt jedenfalls nicht , dass der Abstand zwischen dis und acc so groß ist.;)

Ich würde  nicht einmal auf die Idee kommen , acc gegenüber dis vorzuziehen, da mir an dem  ggf. vorhandenen langfristigen Vorteil von acc persönlich nichts liegt !

Als Thesaurus Rex halte ich in meinem Depotrassic Park nur noch den Arero, weils den nicht anders gibt.

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MrMoose
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Seit heute ist auf Youtube ein Webinar von flatex zur Lifestrategy mit Herrn Schüßler von Vanguard verfügbar:

 

 

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