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Meine Performance - Wie ich den Markt geschlagen habe

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Posted · Edited by DST

Einleitung

 

Um die Performance eines Portfolios zu berechnen kommen sowohl die "True Time-Weighted Rate of Return" (TTWROR) als auch der "Interne Zinsfuß" (IZF) infrage. Professionelle Fondsmanager müssen die TTWROR oder verwandte Methoden für den Vergleich mit ihrer Benchmark verwenden, um Interessenten ein möglichst realistisches Bild der Fonds-Performance zu vermitteln. Dass dafür gerne mit dem Vergleichsindex getrickst wird ist eine andere Baustelle. Prinzipiell sind TTWROR und IZF beides relevante Kennzahlen, deren Aussagekraft jedoch erst durch einen Vergleich miteinander maximiert wird.

 

Die TTWROR ist vereinfacht ausgedrückt - vergleichbar mit einer Einmalinvestition - die Performance einer "passiven" Anlagestrategie, wodurch diese mit einer Index-basierten Benchmark erst vergleichbar wird. Denn selbst die beste Anlagestrategie kann durch schlechte "aktive" Entscheidungen des Investors, auf die der Fondsmanager keinen Einfluss hat, letztendlich dennoch in einer schlechten Peformance resultieren. De fakto schneiden sogar die meisten Privatanleger schlechter ab als die Fonds, in die sie investieren, da sie zu ungünstigen Zeitpunkten kaufen und verkaufen. Die meisten sind daher mit einer rein passiv verwalteten Strategie langfristig vermutlich am besten unterwegs.

 

Der IZF ist vereinfacht ausgedrückt - vergleichbar mit einem Tagesgeld-Zinssatz - eine annualisierte Rendite, die im Gegensatz zur TTWROR zwischenzeitliche Kapitalzuflüsse berücksichtigt. In die Berechnung fließen also die individuellen Entscheidungen des Investors (wann und wie viel investiert wird) mit ein.

 

Aus meiner ehemals hier präsentierten Performance im Jahr 2019 lässt sich zum Beispiel folgendes schlussfolgern:

 

Basierend auf der TTWROR (+29,0 %) habe ich meinen Benchmark (FTSE All-World, +27,4 %) mit einem Alpha (Performance-Differenz) von +1,6 % geschlagen. Ausgehend vom IZF (+29,5 %) beträgt das Alpha jedoch +2,1 %. Meine "aktiven" Entscheidungen haben somit zu einer Mehrrendite von 0,5 %-Punkten geführt. Anders ausgedrückt: Wenn ich mein gesamtes investiertes Kapital so früh wie möglich (d. h. am Jahresanfang, sofern man nicht erst später in ein Asset einsteigt) in meine ETF-Strategie gesteckt und ansonsten keine weiteren Entscheidungen getroffen hätte wäre meine tatsächliche Rendite (IZF) um 0,5 %-Punkte niedriger ausgefallen.

 

Inzwischen verwende ich als Benchmark den SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF, da dessen Kursdaten weiter in die Vergangenheit zurückreichen und ich diesen mehr Vertrauen schenke als den um Ausschüttungen bereinigten All-World ETF. Stand heute (09.03.2021) hat der ETF von SPDR aufgrund seiner optimierten Sampling-Methode seit seiner Auflage minimal besser als der ETF von Vanguard abgeschnitten [Fondsweb, 2021].

 

Für die Berechnung verwende ich das kostenlose Tool "Portfolio Performance", für das ich mich an dieser Stelle bei allen beteiligten Programmierern herzlich bedanke. Weiterführende Informationen zur Rendite-Berechnung findet man direkt im PP-Forum.

 

 

 

Meine Peformance (2018 - 2020)

 

Gesamt = Gesamtes Portfolio, inkl. Kosten (Cash + ETF)

ETF = ETF-Strategie, inkl. Kosten

BM = Benchmark (SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF)

Alpha (G) = Gesamt - BM

Alpha (E) = ETF - BM

R/R = Rendite/Risiko

 

 

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Mit meiner ersten Investition im Jahr 2018 bin ich zu einem der bis dato höchsten VDAX-Stände mit all meinen zuvor erarbeiteten Ersparnissen mit damals 8 Aktien-ETFs All-In gegangen und habe daraufhin frisches Geld immer direkt nachgeschossen (Ziel: Maximale Aktienquote). Da die Kurse zum Jahresende nochmals unerwartet stark fielen habe ich letztendlich etwas schlechter als mein Benchmark abgeschnitten (IZF). Dennoch zeigt die TTWROR, dass der All-In für sich alleine betrachtet meinen BM schlagen und trotz der unvorteilhaften Marktverhältnisse eine positive Rendite nach sich zog. Meine erste Aktion an der Börse markiert damit zugleich eine meiner besten Entscheidungen des ersten Jahres.

 

 

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Nach dem schlechten Vorjahr kam es 2019 zu einem regelrechten Kursfeuerwerk, das von einer Mean-Reversion in ein massives Momentum überging. Hier war es eher eine Kunst schlecht abzuschneiden. Andererseits war es alles andere als einfach meinen BM zu schlagen, da dieser mit seinem hohen US-Anteil eine der rentabelsten Strategien des Jahres (sowie des ganzen Jahrzehnts) war. Dennoch habe ich es auf ein Prozent mehr Rendite geschafft. Das mag lächerlich niedrig klingen, aber es hat mir viel bedeutet, da ich im Vorjahr keine realistische Chance hatte den Markt mit meiner Strategie zu schlagen, und ich es nun das erste Mal geschafft hatte.

 

 

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2020 war bisher mein mit Abstand bestes Jahr, da ich im Rahmen der Corona-Krise viele Opportunitäten vorteilhaft nutzen konnte. Während des Corona-Crashs habe ich die Cost-Average-Strategie angewandt und bin nahe am Crash-Tiefpunkt mit meinem Rest an Liquidität nochmal auf ETF-Shopping-Tour gegangen. Im Laufe der Mean-Reversion nahm meine Aktivität dann zunehmend ab, sodass ich meine zuvor fast schon kritisch niedrige Liquidität wieder auf ein vernünftiges Maß bringen konnte. Passiv hätte mich mein Benchmark um rund 3% Rendite (TTWROR) geschlagen. Dank meinen aktiven Entscheidungen konnte ich diesen jedoch um mehr als 8% Rendite (IZF) weit hinter mir lassen.

 

 

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Zusammenfassung:

  • Mein Benchmark wurde von meinem Gesamten Portfolio um 11,08 % (+1,13 % p.a.) outperformed und von meiner ETF-Strategie um 43,53 % (+4,44 % p.a.)
  • Passiv (TTWROR) hätte mein Benchmark mein Gesamtes Portfolio um 1,30 %-Punkte geschlagen und meine ETF-Strategie hätte diesen nur um 0,19 %-Punkte übertroffen
  • Hinsichtlich Volatilität und R/R haben mein Gesamtes Portfolio sowie meine ETF-Strategie etwas besser als mein Benchmark abgeschnitten, sowohl theoretisch (TTWROR) als auch real (IZF)

 

Disclaimer: Auch wenn manche meine Ergebnisse anzweifeln oder in ein schlechtes Licht rücken dürften, und mir der Sinn dieser Offenlegung nicht nur deswegen zweifelhaft erscheint, werde ich keine darüber hinausgehenden Belege veröffentlichen. Da ich von diversen WPF-Mitgliedern darum gebeten oder regelrecht dazu aufgerufen wurde habe ich dies nun freiweillig umgesetzt. Ich möchte damit niemandem etwas beweisen, außer vielleicht mir selbst. Über konstruktive Hinweise auf mögliche Fehler wäre ich dennoch dankbar. Generell würde ich meine Hand dafür ins Feuer legen, dass ich meine Performance so genau wie möglich festhalte. Jede einzelne meiner Transaktionen wird mit allen Ausgaben (inkl. Steuern) und Einnahmen (z. B. Zinsen oder Gutschriften) weitestgehend automatisiert über PP erfasst und anschließend noch einmal manuell von mir überprüft. Mehr kann ich nicht von mir erwarten und andere schon gar nicht. Danke für euer Verständnis.

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BuyNHold
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Danke für die detaillierte Aufstellung, sehr spannend! 
Hast du neben den ETF noch andere Investments (Aktien, ...) oder kann man eigentlich sagen ETF+ Cash = Gesamtportfolio?

Was ich aber nicht verstehe, wieso du IZF als Kennzahl verwendest? Da du dich ja mit einer passiven Strategie vergleichst in der immer das gesamte Kapital investiert ist, scheint mir TTWROR sinnvoller.

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chirlu
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vor 11 Minuten von BuyNHold:

Da du dich ja mit einer passiven Strategie vergleichst in der immer das gesamte Kapital investiert ist, scheint mir TTWROR sinnvoller.

 

Ja, da muß dann aber auch das Seitenlinien-Geld erfaßt sein.

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DST
Posted · Edited by DST
vor 2 Stunden von BuyNHold:

kann man eigentlich sagen ETF+ Cash = Gesamtportfolio?

Ja, kann man. Das Cash halte ich ausschließlich auf sicheren deutschen Bankkonten. Unter anderem bei der Targobank für 2% Zinsen, für die ich lediglich einen (erfolgreich verlaufenen) Depot-Übertrag riskieren musste. Die Aktion läuft aber bald aus. Der riskante Teil meines Portfolios ist ausschließlich in Aktien-ETFs investiert, da ich sämtlichen anderen Assets nicht zutraue meine Rendite erwartbar zu erhöhen. Das kann sich aber natürlich ändern.

 

Zitat

Was ich aber nicht verstehe, wieso du IZF als Kennzahl verwendest? Da du dich ja mit einer passiven Strategie vergleichst in der immer das gesamte Kapital investiert ist, scheint mir TTWROR sinnvoller.

Wie bereits in meiner Einleitung erläutert maximiert erst die Betrachtung beider Kennzahlen den Erkenntnisgewinn. Die TTWROR ist eher dafür geeignet eine ETF-Strategie (oder im Kontext professioneller Fondsmanager einen Fonds) an sich zu bewerten während der IZF eher dafür geeignet ist die individuelle und damit auch die tatsächliche Performance inkl. aller gefällten Entscheidungen wiederzugeben. Da die TTWROR Kapital immer direkt investiert, selbst wenn es teilweise erst später vorhanden war und somit gar nicht früher hätte investiert werden können, hat sie rein statistisch betrachtet - unter der berechtigten Annahme, dass Aktienmärkte eher steigen als fallen - eine signifikant höhere Renditeerwartung als der IZF, bei dem auch zwischenzeitlich zugeflossenes Kapital berücksichtigt wird. Dennoch ist es wie oben aufgezeigt möglich die TTWROR durch vorteilhafte Entscheidungen und/oder Glück mit dem IZF zu schlagen.

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Peter23
Posted
vor 2 Stunden von DST:

Wie bereits in meiner Einleitung erläutert maximiert erst die Betrachtung beider Kennzahlen den Erkenntnisgewinn. Die TTWROR ist eher dafür geeignet eine ETF-Strategie (oder im Kontext professioneller Fondsmanager einen Fonds) an sich zu bewerten während der IZF eher dafür geeignet ist die individuelle und damit auch die tatsächliche Performance inkl. aller gefällten Entscheidungen wiederzugeben. Da die TTWROR Kapital immer direkt investiert, selbst wenn es teilweise erst später vorhanden war und somit gar nicht früher hätte investiert werden können, hat sie rein statistisch betrachtet - unter der berechtigten Annahme, dass Aktienmärkte eher steigen als fallen - eine signifikant höhere Renditeerwartung als der IZF, bei dem auch zwischenzeitlich zugeflossenes Kapital berücksichtigt wird. Dennoch ist es wie oben aufgezeigt möglich die TTWROR durch vorteilhafte Entscheidungen und/oder Glück mit dem IZF zu schlagen.

Ich gebe hier zu bedenken, dass @DST immer nur die Rendite ausweist von dem Anteil, der in ETFs investiert ist. Der Cash- Bestand wird so behandelt als wäre nicht vorhanden. ME sollte man es mit den 0-2%, die es erwirtschaftet, einfließen lassen, aber in jedem Fall sollte man das im Hinterkopf haben, wenn man die Renditezahlen bewertet.

 

@DST Korrigiere mich gern, wenn ich es falsch dargestellt haben sollte.

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DST
Posted · Edited by DST
vor 23 Minuten von Peter23:

Ich gebe hier zu bedenken, dass @DST immer nur die Rendite ausweist von dem Anteil, der in ETFs investiert ist. Der Cash- Bestand wird so behandelt als wäre nicht vorhanden. ME sollte man es mit den 0-2%, die es erwirtschaftet, einfließen lassen, aber in jedem Fall sollte man das im Hinterkopf haben, wenn man die Renditezahlen bewertet.

 

@DST Korrigiere mich gern, wenn ich es falsch dargestellt haben sollte.

Ich kann deine Bedenken nicht nachvollziehen. Ich unterscheide ganz klar zwischen der Rendite meines Gesamten Portfolios (ETF + Cash) und der meines ETF-Portfolios (exkl. Cash), also genau so wie es meines Erachtens sinnvoll und von PP vorgesehen ist.

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Peter23
Posted · Edited by Peter23
vor 13 Stunden von DST:

2018.png.faa5849c91433d91507e1708abca640c.png

 

Mit meiner ersten Investition im Jahr 2018 bin ich zu einem der bis dato höchsten VDAX-Stände mit all meinen zuvor erarbeiteten Ersparnissen mit damals 8 Aktien-ETFs All-In gegangen und habe daraufhin frisches Geld immer direkt nachgeschossen (Ziel: Maximale Aktienquote). Da die Kurse zum Jahresende nochmals unerwartet stark fielen habe ich letztendlich etwas schlechter als mein Benchmark abgeschnitten (IZF). Dennoch zeigt die TTWROR, dass der All-In für sich alleine betrachtet meinen BM schlagen und trotz der unvorteilhaften Marktverhältnisse eine positive Rendite nach sich zog. Meine erste Aktion an der Börse markiert damit zugleich eine meiner besten Entscheidungen des ersten Jahres.

Okay. Vielleicht kapiere ich es auch nur einfach nicht. Wie kommt denn die Tabelle oben zustande? ETF hat -0,3% erwirtschaftet, aber mit Cash zusammen ist die Rendite über 2% positiv. Wie kann das sein? Dann müsste ja Cash mehr als 2,5% gebracht haben bzw bei zB ca 50% Aktienquote sogar eher 5%.

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Peter23
Posted
vor 13 Stunden von DST:

Mit meiner ersten Investition im Jahr 2018 bin ich zu einem der bis dato höchsten VDAX-Stände mit all meinen zuvor erarbeiteten Ersparnissen mit damals 8 Aktien-ETFs All-In gegangen und habe daraufhin frisches Geld immer direkt nachgeschossen (Ziel: Maximale Aktienquote). Da die Kurse zum Jahresende nochmals unerwartet stark fielen habe ich letztendlich etwas schlechter als mein Benchmark abgeschnitten (IZF). Dennoch zeigt die TTWROR, dass der All-In für sich alleine betrachtet meinen BM schlagen und trotz der unvorteilhaften Marktverhältnisse eine positive Rendite nach sich zog. Meine erste Aktion an der Börse markiert damit zugleich eine meiner besten Entscheidungen des ersten Jahres.

Hier lese ich dann noch, dass Du alles voll investiert hattest... vielleicht halte ich mich auch einfach raus, weil ich zu doof bin, um zu verstehen, was hier passiert.

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Xaro
Posted
vor 13 Stunden von DST:

und bin nahe am Crash-Tiefpunkt mit meinem Rest an Liquidität nochmal auf ETF-Shopping-Tour gegangen.

Das liest sich jetzt doch etwas befremdlich und man könnte die falschen Schlüsse daraus ziehen. In Wirklichkeit hast du einfach permanent nachgekauft, solange die Kurse fielen und hattest Glück dass die Kurse nicht weiter gesunken sind, als du angeblich kein Cash mehr hattest. Wobei du laut Corona-Crash-Thema immer noch genügend in der Hinterhand hattest.

 

 

Die weitere Frage, die sich mir stellt: 

vor 13 Stunden von DST:

2018 [...] mit all meinen zuvor erarbeiteten Ersparnissen mit damals 8 Aktien-ETFs All-In gegangen und habe daraufhin frisches Geld immer direkt nachgeschossen 

(Ziel: Maximale Aktienquote)

Wo kam Anfang 2020 dann das ganze viele Geld für die Nachkäufe her?

 

Jedenfalls beziehst du deinen Cash-Anteil nicht in die Renditeberechnung mit ein, lässt den Anteil aber dann für dich Arbeiten, wenn es sich positiv für deine Rendite auswirkt.

 

Das Fazit also, ich male mir meine Rendite wie ich sie gerade brauche.

x

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Merol Rolod
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Ich danke @DST für seine offene und durchaus interessante Darstellung.

Ich kann die Zahlen in Kombination mit den im Laufe der Zeit im Forum getätigten Aussagen allerdings auch nicht in Gänze nachvollziehen und würde mich freuen, wenn die oben bereits angesprochenen Unklarheiten diesbezüglich noch beseitigt würden.

 

Selbst wenn ich die Zahlen aber mal so als gegeben hinnehme, sehe ich meine Erwartungen bestätigt. Die in professoralem Ton vorgetragene Arroganz konnte nicht mit den entsprechenden Zahlen unterlegt werden. Aber vielleicht bin ich auch nur nicht in der Lage die zum Auftreten passende gigantomanische Überperformance zu erkennen.

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intInvest
Posted
vor 14 Stunden von DST:

Mein Benchmark wurde von meinem Gesamten Portfolio um 11,08 % (+1,13 % p.a.) outperformed und von meiner ETF-Strategie um 43,53 % (+4,44 % p.a.)

Abgesehen aller anderen Kommentare hier, magst du vorrechnen wie du auf die Zahlen hier kommst?

Wenn dein Gesamtportfolio mit 1,13% p.a. besser performt, und wir 2018-2020 nehmen, 3 Jahre, dann steht dein Gesamtportfolio nach diesen 3 Jahren mit kumuliert ~ 3,4% besser da.

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vanity
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Alter Finanztaschenspielertrick: Die Überperformance ("Alpha") wird nicht in Prozentpunkten angegeben, sondern in Prozent (der Performancedifferenz in Prozentpunkten bezogen auf die Basisperformance in Prozent).

 

Und dann sind 2% ggü. 1% halt +100%. 

 

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etherial
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Zusammenfassung:

- Du hast deine Strategie nicht offengelegt- nur deine Performance

- Du hast die Transaktionen und Bilanzen nicht offengelegt - wir müssen also vertrauen, dass du das richtig berechnet hast (oben stehen ja schon Indizien die auf das Gegenteil hinweisen)

- Bezüglich TTWROR überhaupt keine Outperformance hinbekommen, obwohl es eigentlich adäquat ist

- Du hast eine Stichprobe von 3 Jahren und in einem Jahr (sowohl bei IZF also auch bei TTWROR) eine deutliche Underperformance

 

Wenn du möchtest, dass man das nicht als Zufallserfolg ansieht:

- dann wirst du nicht umhin kommen deine Kriterien offenzulegen

- oder die Stichprobe um weitere 50 Jahre zu verlängern

- oder selbstbewusst drüber stehen

 

Und wenn man sich anschaut wo deien Outperformance herkommt: Durch die Entscheidung in der Coronakrise rechtzeitig, aber nicht zu früh zu investieren. Das ist aus meiner Sicht auch Glück. Ich habe in der Coronakrise auch investiert. Ich bin auch deutlich besser als der Benchmark wegen Corona-Tiefpunktinvestitionen, aber ich war mir zu jeder Zeit bewusst, dass der Markt hätte genauso weiter nach Süden hätte gehen können und ich damit die Katastrophe noch verschlimmert hätte. Ich werte diese eine glückliche Entscheidung von mir nicht als überlegenes Gespür, vermutlich weil ich in den vergangenen 10 Jahren schon genauso oft falsch gelegen habe (und so wie es aussieht hast du diesen Horizont ja noch gar nicht).

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DST
Posted · Edited by DST
Am 10.3.2021 um 12:39 von Peter23:
Am 9.3.2021 um 23:30 von DST:

2018.png.faa5849c91433d91507e1708abca640c.png

 

Mit meiner ersten Investition im Jahr 2018 bin ich zu einem der bis dato höchsten VDAX-Stände mit all meinen zuvor erarbeiteten Ersparnissen mit damals 8 Aktien-ETFs All-In gegangen und habe daraufhin frisches Geld immer direkt nachgeschossen (Ziel: Maximale Aktienquote). Da die Kurse zum Jahresende nochmals unerwartet stark fielen habe ich letztendlich etwas schlechter als mein Benchmark abgeschnitten (IZF). Dennoch zeigt die TTWROR, dass der All-In für sich alleine betrachtet meinen BM schlagen und trotz der unvorteilhaften Marktverhältnisse eine positive Rendite nach sich zog. Meine erste Aktion an der Börse markiert damit zugleich eine meiner besten Entscheidungen des ersten Jahres.

Okay. Vielleicht kapiere ich es auch nur einfach nicht. Wie kommt denn die Tabelle oben zustande? ETF hat -0,3% erwirtschaftet, aber mit Cash zusammen ist die Rendite über 2% positiv. Wie kann das sein? Dann müsste ja Cash mehr als 2,5% gebracht haben bzw bei zB ca 50% Aktienquote sogar eher 5%.

Da 2018 ein sehr schlechtes Jahr für Aktien war ist es zunächst logisch, dass man mit einer niedrigeren Aktienquote tendenziell besser als mit einer höheren perfomt hatte. Meine Performance enthält nicht nur meine Managementkosten - vergleichbar mit einer TER - sondern auch alle anderen Kosten (inkl. Steuern) sowie Einnahmen (Zinsen, Prämien, Gutschriften, usw.) - vergleichbar mit einer Trackingdifferenz. Wenn also alle meine Performance relevanten Einnahmen meine Kosten übersteigen schlägt mein Gesamtes Portfolio mein ETF-Portfolio. Das war hier aber realistisch betrachtet gar nicht der Fall. Laut dem IFZ hat mein Gesamtes Portfolio zwar nicht so schlecht wie mein ETF-Portfolio abgeschnitten, aber dennoch schlechter als mein Benchmark.

 

Am 10.3.2021 um 13:07 von Peter23:
Am 9.3.2021 um 23:30 von DST:

Mit meiner ersten Investition im Jahr 2018 bin ich zu einem der bis dato höchsten VDAX-Stände mit all meinen zuvor erarbeiteten Ersparnissen mit damals 8 Aktien-ETFs All-In gegangen und habe daraufhin frisches Geld immer direkt nachgeschossen (Ziel: Maximale Aktienquote). Da die Kurse zum Jahresende nochmals unerwartet stark fielen habe ich letztendlich etwas schlechter als mein Benchmark abgeschnitten (IZF). Dennoch zeigt die TTWROR, dass der All-In für sich alleine betrachtet meinen BM schlagen und trotz der unvorteilhaften Marktverhältnisse eine positive Rendite nach sich zog. Meine erste Aktion an der Börse markiert damit zugleich eine meiner besten Entscheidungen des ersten Jahres.

Hier lese ich dann noch, dass Du alles voll investiert hattest... vielleicht halte ich mich auch einfach raus, weil ich zu doof bin, um zu verstehen, was hier passiert.

Ich hatte versucht meine Aktienquote in meinem Gesamten Portfolio so hoch wie möglich zu halten, aber es war natürlich unmöglich wie meine ETF-Strategie jederzeit über eine Quote von 100% zu verfügen, was im Jahr 2018 aber im Nachhinein von Vorteil war.

 

Am 10.3.2021 um 13:25 von Xaro:
Am 9.3.2021 um 23:30 von DST:

und bin nahe am Crash-Tiefpunkt mit meinem Rest an Liquidität nochmal auf ETF-Shopping-Tour gegangen.

Das liest sich jetzt doch etwas befremdlich und man könnte die falschen Schlüsse daraus ziehen. In Wirklichkeit hast du einfach permanent nachgekauft, solange die Kurse fielen und hattest Glück dass die Kurse nicht weiter gesunken sind, als du angeblich kein Cash mehr hattest. Wobei du laut Corona-Crash-Thema immer noch genügend in der Hinterhand hattest.

Ich hatte die Cost-Average-Strategie lediglich in meiner ETF-Core-Strategie angewendet. Auf Shopping-Tour bin ich eher mit meinen Satelliten gegangen. So habe ich z. B. erstmals in EM SC (welches ich zuvor niemals günstiger bekommen hätte) oder auch in Dirty Energy investiert als der Öl-Crash seinen Höhepunkt fand und der Preis für WTI Brent zum ersten mal in seiner Geschichte negativ wurde. Was andere als Niedergang der Öl-Branche aufgefasst haben, hatte ich als einmalige Opportunität interpretiert. Bis heute halte ich an beiden Assets fest ohne es bereut zu haben. Du hast aber vollkommen Recht, dass hier auch Glück im Spiel war. Wenn z. B. der Öl-Preis nicht so tief gefallen wäre hätte ich gar nicht erst investiert.

 

Zitat

Die weitere Frage, die sich mir stellt: 

Am 9.3.2021 um 23:30 von DST:

2018 [...] mit all meinen zuvor erarbeiteten Ersparnissen mit damals 8 Aktien-ETFs All-In gegangen und habe daraufhin frisches Geld immer direkt nachgeschossen 

(Ziel: Maximale Aktienquote)

Wo kam Anfang 2020 dann das ganze viele Geld für die Nachkäufe her?

Ich habe lediglich am Anfang meiner Karriere nach einer maximal hohen Aktienquote gestrebt, da ich damals dachte, dass dies mit der höchsten Renditeerwartung einhergehen dürfte. Nach dem Anfangsjahr wurde ich aber eines Besseren belehrt. Ich glaube es kommt ganz darauf an, ob man aktiv oder passiv investiert. Um Opportunitäten effizient zu nutzen braucht man Cash.

 

Zitat

Jedenfalls beziehst du deinen Cash-Anteil nicht in die Renditeberechnung mit ein, lässt den Anteil aber dann für dich Arbeiten, wenn es sich positiv für deine Rendite auswirkt.

Doch, das mache ich. Siehe meine Antwort oben an Peter.

 

Zitat

Das Fazit also, ich male mir meine Rendite wie ich sie gerade brauche.

Nur weil das bei geschätzten 99,9% aller Privatanleger so sein dürfte heißt das nicht, dass ich auch dazu gehöre. Dann könnte ich mir die Arbeit ja auch gleich sparen, da ich dann nichts aus meiner Performance lernen könnte.

 

Am 10.3.2021 um 13:46 von Merol Rolod:

Aber vielleicht bin ich auch nur nicht in der Lage die zum Auftreten passende gigantomanische Überperformance zu erkennen.

Obwohl ich noch nie von einer "gigantomanische Überperformance" sprach ist eine Überperformance von 4,44% p.a. in den letzten 3 Jahren nichts worauf man nicht wenigstens ein bisschen Stolz sein dürfte. 80 - 90% aller privaten und professionellen Privatanleger dürften den Markt noch nicht einmal geschlagen haben, sofern sie ihre Performance überhaupt korrekt messen würden.

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Madame_Q
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vor 9 Minuten von DST:

sowie Einnahmen (Zinsen, Prämien, Gutschriften, usw.)

Du meinst also auch Tank- und Amazongutscheine für Werbe-/Neukundenprämien etc?

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Life_in_the_sun
Posted
vor 7 Minuten von DST:

Meine Performance enthält nicht nur meine Managementkosten - vergleichbar mit einer TER - sondern auch alle anderen Kosten (inkl. Steuern) sowie Einnahmen (Zinsen, Prämien, Gutschriften, usw.)

Welche Kosten ??

Ist es sinnvoll die Performance nach Steuern zu berechnen ? Damit wird, so denke ich dass Ergebnis verfälscht und ist schlecht vergleichbar, da jeder eine andere steuerliche Situation hat. 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 3 Minuten von Life_in_the_sun:

Welche Kosten ??

Ist es sinnvoll die Performance nach Steuern zu berechnen ? Damit wird, so denke ich dass Ergebnis verfälscht und ist schlecht vergleichbar, da jeder eine andere steuerliche Situation hat. 

Richtig. Seltsam ist, dass er das jetzt erst preisgibt und nicht gleich zu Beginn.

Ob man die Steuern einbezieht oder nicht (in die Performance), ist ein dramatischer Unterschied, der größer gar nicht sein könnte.

Wenn man so etwas macht, braucht man gar keinen Benchmark heranziehen zum Vergleich.

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stagflation
Posted · Edited by stagflation
vor 16 Stunden von DST:

Meine Performance - Wie ich den Markt geschlagen habe

 

Kommer, Kapitel 2.5: "Fehler 2.5: Annehmen, den Markt schlagen zu wollen, sei einen Versuch wert"

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Life_in_the_sun
Posted
vor 2 Minuten von stagflation:

 

Kommer, Kapitel 2.5: "Fehler 2.5: Annehmen, den Markt schlagen zu wollen, sei einen Versuch wert"

Na so schwer ist das jetzt auch nicht.......

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 3 Minuten von stagflation:

Kommer, Kapitel 2.5: "Fehler 2.5: Annehmen, den Markt schlagen zu wollen, sei einen Versuch wert"

Haben wir hier fast alle aber schon versucht. Daher ist das nicht schlimm, wenn man seine Erfahrungen sammelt. Drei Jahre halte ich aber ( besonders aufgrund des letzten Jahres)....um es vorsichtig auszudrücken...viel zu kurz, um sich mal schön auf die Schulter zu klopfen.

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Peter23
Posted
vor einer Stunde von DST:

Da 2018 ein sehr schlechtes Jahr für Aktien war ist es zunächst logisch, dass man mit einer niedrigeren Aktienquote tendenziell besser als mit einer höheren perfomt hatte. Prinzipiell gillt es folgendes zu Bedenken: Meine Performance enthält nicht nur meine Managementkosten - vergleichbar mit einer TER - sondern auch alle anderen Kosten (inkl. Steuern) sowie Einnahmen (Zinsen, Prämien, Gutschriften, usw.) - vergleichbar mit einer Trackingdifferenz. Wenn also alle meine Performance relevanten Einnahmen meine Kosten übersteigen schlägt mein Gesamtes Portfolio mein ETF-Portfolio. Das war hier aber realistisch betrachtet gar nicht der Fall. Laut dem IFZ hat mein Gesamtes Portfolio zwar nicht so schlecht wie mein ETF-Portfolio abgeschnitten, aber dennoch schlechter als mein Benchmark.

Ich versuchs einfach nochmal: Wie hast Du es geschafft mit Cash Deine Gesamtperformance von -0,3% auf über 2% zu bringen, wenn Du scheinbar (fast) vollständig in Aktien warst? Wie hoch war die Cash-Rendite denn dann? 

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Ramstein
Posted
vor 1 Stunde von DST:

Meine Performance enthält nicht nur meine Managementkosten - vergleichbar mit einer TER - sondern auch alle anderen Kosten (inkl. Steuern) sowie Einnahmen (Zinsen, Prämien, Gutschriften, usw.) - vergleichbar mit einer Trackingdifferenz.

Auch die latenten Steuern auf Kursgewinne, die noch nicht realisiert wurden?

Kirchensteuer?

Steuerfreibertrag 801 Euro?

vor einer Stunde von Life_in_the_sun:

Ist es sinnvoll die Performance nach Steuern zu berechnen ? Damit wird, so denke ich dass Ergebnis verfälscht und ist schlecht vergleichbar, da jeder eine andere steuerliche Situation hat. 

Ich meine auch nein, da die individuelle Situation zur Verfälschung führt.

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etherial
Posted
vor 2 Stunden von DST:

Meine Performance enthält nicht nur meine Managementkosten - vergleichbar mit einer TER - sondern auch alle anderen Kosten (inkl. Steuern) sowie Einnahmen (Zinsen, Prämien, Gutschriften, usw.) - vergleichbar mit einer Trackingdifferenz.

Das macht die Rechnung wiederum intransparent

 

- Steuern/Prämien sind beim Benchmark gar nicht mit drin

- Managementkosten einzurechnen wäre sicherlich sinnvoll, aber die Tatsache, dass du uns genau diese nicht transparent machst deutet irgendwie darauf hin, dass du die pauschaliert (z.B. mit 0,2%) abrechnest, anstatt den Betrag zu wählen, den du führ die gleiche Zeit an ehrlicher Arbeit brauchst. Eigentlich habe ich deine Aufstellung als Vorkosten-Outperformance betrachtet. Wenn du das anders siehst, wäre es schon ganz nett zu wissen, ob du dir deinen Managementkosten unter dem Selbstkostenpreis anbietest :p

 

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vanity
Posted
vor 2 Stunden von Peter23:

Ich versuchs einfach nochmal: Wie hast Du es geschafft mit Cash Deine Gesamtperformance von -0,3% auf über 2% zu bringen, wenn Du scheinbar (fast) vollständig in Aktien warst? Wie hoch war die Cash-Rendite denn dann? 

Es war ja nicht vollständig in Aktien über den gesamten Zeitraum, und dann ist zeitgewichtet eine solche Konstellation einfach konstruiert, z. B.

 

Über den gesamten Zeitraum bringen sowohl Cash als auch Aktien 0%. Die Cashrendite ist konstant 0%, während die Aktienrendite sich aus einem Zeitraum mit -x% und einem Zeitraum mit +x% zusammensetzt. Beim Übergang von der Minusperiode in die Plusperiode wird von vorher Cash-Anteil 50% in Aktien umgeschichtet, so dass Cash-Anteil auf 0% sinkt. Dann ist die Gesamtrendite für den ersten Zeitraum -x/2% und für den zweiten Zeitraum +x%, macht über alles zeitgewichtet +x/2%. Und schon ist Cash auch mit 0% Rendite in der Lage, sich positiv auf die Gesamtrendite auszuwirken.

 

(Beispiel passt so aber nicht zu den IZF-Angaben - dazu muss man wohl noch zusätzlich Ein-/Auszahlungen reinkonstruieren)  

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Peter23
Posted · Edited by Peter23
vor 19 Stunden von DST:

Mit meiner ersten Investition im Jahr 2018 bin ich zu einem der bis dato höchsten VDAX-Stände mit all meinen zuvor erarbeiteten Ersparnissen mit damals 8 Aktien-ETFs All-In gegangen und habe daraufhin frisches Geld immer direkt nachgeschossen (Ziel: Maximale Aktienquote).

Klingt für mich nach nahezu 100% Aktien und dann ist das eben mE nicht möglich, was Du @vanity als mögliche Konstellation nennst.

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