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Sven1299

Rückfragen bzgl. Open End Turbos

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Sven1299
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Hallo allerseits,

 

da ich bereits seit mehr als 5 Jahren Erfahrungswerte im Aktien- u. ETF-Umfeld gesammelt habe, bin ich im Laufe der Zeit immer wieder mal diversen Derivatprodukten begegnet.

 

Da ich mich bisher nie ausreichend informiert gefühlt habe, hatte ich unter dem Leitmotto "kauf nur was du auch verstehst", bisher nur im Musterdepot unverfänglich mit Open End Turbos experimentiert und versucht die Anlageinformationsblätter u. Broschüren Schritt für Schritt nachzuvollziehen.  

 

Auch wenn diese Open End Turbos im Musterdepot nun schon seit Monaten dauerhaft im Plus stehen, sagt mit mein Magengefühl, dass ich mich vor einer aktiven Anlage in diese Produktgsttung am besten auch mal mit anderen Anlegern austauschen sollte, um dazuzulernen.

 

Prinzipiell sind meine Standpunkte und Fragestellungen zu Open End Turbos wie folgt gelagert:

 

a) Mir ist generell bewusst, dass es sich um eine höchstspekulative Anlageform mit weitreichenden Risiken handelt. Es ist eine Inhanerschuldverachreibung, d.h. mit meinem Geld als Eigenkapital, kauft der Emmitent Wertpapiere auf Pump.

 

b) Oberstes Ziel ist für mich daher eine Anpassung der Risiken, so dass ich mit akzeptablem Magengefühl aktiv in solche Spekulationen gehen kann.

 

Hierunter verstehe ich u.a. die Auswahl eines breiter gestreuten Aktienindexes, um bspw. die mit Einzeltitel verbundenen Kursrisiken zu verteilen. Des Weiteren werde ich max. eine Hebelwirkung mit dem Faktor 3 einsetzen, um einen halbwegs vertretbaren Sicherheitspuffer für fallende Kurse zu haben.

 

Für mich als Derivatelaien bedeutet dass, das bei einem Faktor von 3 und einem 33% Abstand zum Knockout also bei 33% Kursverlust des Basiswerts einen Totalverlust einplanen muss. Ist das so richtig gedacht, oder ist der Sicherheitspuffer viel kleiner als ich mir das ausmale?

 

Außerdem werde ich solche Open End Turbos nur von Emmitenten kaufen, bei welchem mir die Bonität akzeptabel erscheint.

 

Das ich nur einen Betrag investiere, von welchem ich einen Totalverlust wirklich trafen kann, ist für mich selbstverständlich.

 

c) Prinzipiell möchte ich auf eine Longstrategie zur gehebelten Teilnahme an steigenden Kursen setzen.

 

Es sollen also in meinem Fall eine gehebelte Spekulationen auf einen Aktienindex stattfinden, zu welchem ich nicht in einen ETF investiert bin. 

 

d) Lt. Anlageinformationsblättern erscheint mir für Open End Turbos mit WKN keine Nachschusspflicht zu bestehen. Ist das tatsächlich so?

 

e) Bzgl. der Kündigungsfrist des Emmitenten habe ich biaher 30 Tage gelesen. Begründungen für vorzeitige Kündigingen durch den Emmitenten sind mir bisher nicht bekannt. Wie sind dbzgl. eure Erfahrungen?

 

Sorry für den langen Text, aber mir ist es wichtig ein Anlageprodukt möglichst vollständig zu verstehen bevor ich es kaufe.

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Mara Cash
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a.) Wertpapiere kauft der Emittent nicht wegen Dir. Entweder hat er diese oder er bildet das Produkt ebenfalls mit Derivaten (ohne Emittenterisiko seinerseits) ab.

b.) Dürfte etwas kleiner sein als 33%.

c.)Man könnte evtl. selbst Optionen nehmen

d.)keine Nachschusspflicht, sonst dürfte der Kram nicht verkauft werden.

e.)Emittenten können ohne jeden Grund kündigen und von diesem Recht wird auch Gebrauch gemacht.

Sie können auch den Handel nach belieben für kürzere oder längere Zeit aussetzen ("Technische Schwierigkeiten"), das Volumen runter setzen,

den Spread auseinanderziehen.

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Sven1299
Posted
vor 1 Stunde von Mara Cash:

a.) Wertpapiere kauft der Emittent nicht wegen Dir. Entweder hat er diese oder er bildet das Produkt ebenfalls mit Derivaten (ohne Emittenterisiko seinerseits) ab.

b.) Dürfte etwas kleiner sein als 33%.

c.)Man könnte evtl. selbst Optionen nehmen

d.)keine Nachschusspflicht, sonst dürfte der Kram nicht verkauft werden.

e.)Emittenten können ohne jeden Grund kündigen und von diesem Recht wird auch Gebrauch gemacht.

Sie können auch den Handel nach belieben für kürzere oder längere Zeit aussetzen ("Technische Schwierigkeiten"), das Volumen runter setzen,

den Spread auseinanderziehen.

Vielen Dank für die Rückmeldung. Auch wenn ich das ein oder andere in den Grundzügen nicht gsnz falsch verstanden habe, war es scheinbar doch ganz gut das ich bisher von diesen Produkten Abstand gehalten habe. 

 

Insbesondere der Punkt macht mir noch etwas Gedanken. Machen Emittenten von dem Kündogungsrecht insbesondere dann Gebrauch, wenn die o.g. Turbos tendentiell sehr hohe Hebel haben, oder kann man das nicht so anhand eines Kriteriums pauschalisieren?

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Mara Cash
Posted

Die Emittenten kündigen gerne nach einigen Jahren.

Dann ist der Kurs der Aktie (mit etwas Glück für den Käufer) deutlich weiter von der KO-Schwelle entfernt-

aber der Käufer hat ja immer noch den gleichen Hebel bezogen auf den Kaufpreis- nur deutlich weniger Risiko.

 

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Sven1299
Posted
vor 8 Stunden von Mara Cash:

Die Emittenten kündigen gerne nach einigen Jahren.

Dann ist der Kurs der Aktie (mit etwas Glück für den Käufer) deutlich weiter von der KO-Schwelle entfernt-

aber der Käufer hat ja immer noch den gleichen Hebel bezogen auf den Kaufpreis- nur deutlich weniger 

Heisst Kündigung eigentlich immer Totalverlust, oder wird hier der letzte Kurswert des Papiers an den Käufer ausgezahlt?

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Mara Cash
Posted

Kein Totalverlust.

Was gezahlt wird, ergibt sich aus den Wertpapierbedingungen,

in die man vor Kauf immer reinschauen sollte.

(Referenzpreis ./.Maßgeblicher Basispreis)xBezugsverhältnis

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