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tretmine

Renten und Kapitalversicherungen

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tretmine
Posted · Edited by tretmine

Renten

 

kombinierte Berufsunfähigkeit Sparanteil
Pensionskasse (1)
Pensionskasse (2)
Unterstützungskasse

Riester (Versicherung)* 
Riester (Fonds)*
Lebensarbeitszeitkonto
Rückkaufswert Risiko-BU

Gesetzliche Rentenversicherung

Unerwähntes

 

Aufgrund nachfrage möchte ich einen kleinen Überblick über die Renten- und Kapitalversicherungen geben.

 

kombinierte Berufsunfähigkeit Sparanteil

 

Diese ist eine sehr alte kapitalbildende BU. Heute würde ich nur noch die Risikovariante abschließen. Aber der Rechnungszins für den Sparanteil ist noch aus einer attraktiven Zeit und - das Hauptargument - kein Versicherer würde mich heute noch gegen Berufsunfähigkeit versichern. Eine Autoimmun-Erkrankung ist vor vielen Jahren diagnostiziert worden. Da freut man sich über die BU, welche ich durch Hochzeit und der ersten Geburt sogar noch ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen konnte. Ein Glücksfall den ich sehr gerne zu allen Bedingungen weiter führe. Zwar ist meine Erkrankung gut im Griff, medikamentös sauber eingestellt und ich mach mir ehrlich gesagt keine großen Sorgen, jedoch weiß man nie, was da noch kommen mag. Die bleibt.

 

Pensionskasse (1)

 

Diese Pensionskasse ist ein kleines Steuerspar-Konstrukt. Nun, ich bekommen von meinem Arbeitgeber 40€ p.M. vermögenswirksame Leistungen. Das Problem daraus ist, dass man diese normalerweise aus dem Netto begleicht. Bedeutet vorne kommen 40€ brutto rein, durch Steuern, Abgaben und Sozialversicherungen bleiben Netto nur noch ~20€ übrig und man füllt diese wieder auf 40€ auf um sie dann für ein paar Jahre zu binden.

 

Der große Vorteil: Man bekommt alle paar Jahre eine Finanzspritze. Für mich war das jedoch nicht entscheidend. Der Nachteil: Man schießt jeden Monat 20€ aus dem Netto-Lohn hinzu.

 

Also habe ich mit meinem Arbeitgeber eine Vereinbarung getroffen: Ich verpflichte mich unwiderruflich darauf 75€ in eine Pensionskasse zu zahlen. Vom Arbeitgeber kommen davon 40€.

 

Der große Vorteil: Ich habe Netto ca. das gleiche, wie bei den vermögenswirksamen Leistungen, da die 75€ Sozial- und Steuerfrei weg gehen. Der Nachteil: Ich werde im Alter besteuert, es geht später mal die Krankenversicherung ab und da auch keine Beiträge in die gesetztl. Rentenversicherung abgeführt werden, verringert es theoretisch meine Rentenansprüche (verdiene mehr als die BBG der GRV, daher theoretisch). Weiter ist diese Vereinbarung unwiderruflich mit meinem AG getroffen. Ich komme also nicht raus.

 

Man kann sich nun übers für und wider streiten. Bei heutigen geringen Zinsen würde ich bei einem Neuabschluss vermutlich auch auf die klassische Variante umschwenken. Damals empfand ich die Umwandlung attraktiver.

 

Pensionskasse (2) und Unterstützungskasse

 

Nun, dies ist ein No-Brainer. Ich zahle die Pensionskasse (2) sozial- und steuerfrei (Nachteile siehe Pensionskasse (1)) und mein Arbeitgeber legt das doppelte in die U-Kasse oben drauf. Die Höhe ist prozentual vom Gehalt geregelt. Beispiel: Ich zahl mtl. 100€ in die Pensionskasse (2) und mein Arbeitgeber 200€ in die U-Kasse. Da braucht man nicht lange nachdenken. So lange die Kassen nicht wanken (leider gibts in der Branche derzeit ein paar Gegenbeispiele), so lange ist das ein völliger No-Brainer.

 

Riester (Versicherung)* und Riester (Fonds)*

 

Beide laufen auf Sockelbeitrag (60€ p.a.) und dienen eigentlich nur noch dazu die Förderung für meine Frau abzugreifen. Die Versicherungs-Lösung (meine) hat einen netten Zins und die Kosten sind halbwegs ok. Trotzdem ist es nichts mehr in das ich Geld einzahlen will. Die Fondslösung meiner Frau läuft gelinde gesagt "unter aller Sau". Rendite ist da nicht zu erwarten und beschränkt sich während der Elternzeit nun eher auf die Rendite über Förderung. Eine Kündigung kommt nicht in Betracht, da in den vergangenen Jahren die Höchstbeiträge genutzt wurden um schöne Steuererstattungen abzugreifen. Ich bin gespannt auf die ggf. bevorstehende Reform. Vielleicht gibt es für Bestandskunden Möglichkeiten. Aufgrund der Unflexibilität und Kosten wäre das ein Produkt, welches ich heute nicht mehr besparen würde.

 

Lebensarbeitszeitkonto

 

Ein Lebensarbeitszeitkonto (LAZ) ist letztlich nichts anderes, wie eine Kapitalanlage mit mickrigem Rechnungszins. Ich brauche das jedoch. Ich kann meinen Urlaubsanspruch (30 Tage p.a.) nicht wirklich verplanen. Also nutze ich aus was geht. Eine Möglichkeit ist dabei das LAZ. Aufgrund des Gesetzgebers muss ich im Jahr 20 Tage Urlaub haben (höhö). Die restlichen 10 kann ich mir dann auf Antrag in dieses LAZ-Konto als Guthaben umbuchen lassen. Dies nutze ich seit ein paar Jahren. Später kann ich damit entweder früher in Rente gehen oder ein bis zu 6 Monate dauerndes Sabbatical nehmen. Mein Arbeitgeber zahlt meinen Lohn in Höhe des LAZ-Guthabens einfach weiter, wie wenn ich arbeiten würde. Da es die einzige Lösung ist um meinen Urlaubsanspruch irgendwie in Leistung zu wandeln, ist dies nicht zu umgehen.

 

Rückkaufswert Risiko-BU

 

Auch eine Risiko-Versicherung baut Beitragsrücklagen in jungen Jahren auf um die Prämie konstant zu halten. Dies ist die BU-Versicherung meiner Frau. Gegebenenfalls, sofern die Kapitalanlagen weiter gute Rendite abwerfen und wir theoretisch die Risikovorsorge aus eigenem Kapital stemmen können, werden wir diese kündigen. Dann werden diese Rückkaufswerte zur Auszahlung kommen. Das ist aber eine Sache über die ich mir heute noch nicht weiter Gedanken mache. Da gibt es verschiedene Argumente für und wider, welche alle ihre Berechtigung haben. Abwarten ist die Devise.

 

Gesetzliche Rentenversicherung

 

Diese taucht in keiner Übersicht aus mehreren Gründen auf. Der Hauptgrund ist, dass deren prognostizierte Höhe eher theoretischer Natur ist. So bekommen ich angeblich mal 2.540€ Rente, meine Frau 1.580€ (ohne Rentenanpassungen). Das Problem: Ich will nicht bis 67 (oder noch länger) mit 110% arbeiten und meine Frau kümmert sich in Teilzeit auch um beide Kinder und die Rentenrechnung wird dann eher über die Jahre wesentlich fallen. Letztlich würden diese Ansprüche die Übersicht verfälschen, da sie noch nicht absehbar sind. Und wie sich die Rente noch weiter entwickelt will ich nicht mal so genau wissen. Daher lasse ich diese Betrachtung außen vor.

 

Unerwähntes

 

Unerwähnt geblieben sind nun einige Risiko-Versicherungen, wie beispielsweise Risikolebensversicherungen. Diese bieten auch Sicherheiten, sind jedoch eher für den Fall der Fälle relevant und dienen eher dem ruhigen Schlaf, weil man weiß, dass selbst ein Todesfall nicht die wirtschaftliche Existenz der Familie gefährdet. Diese haben mit einer Rentenversicherung auch nur noch theoretisch etwas zu tun.

 

Habt ihr noch Fragen? Gern!

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Schimmelprinz
Posted

Wie wird denn euer LAZ verzinst und wie wird mit persönlicher Entwicklung umgegangen?

 

Beste Grüße

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tretmine
Posted · Edited by tretmine

Ich glaube ich bekomme da 0,25% p.a., da ich es erst vor 3 (?) Jahren abgeschlossen habe.  Also ganz sicher nichts, was ich machen würde, wenn ich andere Optionen hätte. Die habe ich leider nicht, außer ich lasse meinen Urlaub verfallen (und lege mich damit mittelfristig mit meinem Personaler an) oder ich nehme sie zwar, arbeite aber trotzdem. Schon heute ist es so, dass ich meinen Laptop mit in den Urlaub nehmen muss und mein Mobiltelefon auch nicht ausschalten kann. Die Störungen sind jedoch in den 20 Tagen eher gering. Immerhin!

 

Bei persönlicher Entwicklung meinst du Arbeitgeberwechsel? Bei internem Wechsel würde das LAZ jedenfalls einfach mitgenommen werden. Bei AG-Wechsel wird der Vertrag gekündigt und ich bekomme die Summe ausbezahlt. Da die Beiträge von meinem Arbeitgeber steuer- und sozialversicherungsfrei dorthin abgeführt werden (diese werden erst mit Auszahlung verbeitragt), würden volle Steuern und Abgaben drauf kommen, wie eben bei normalem Lohn auch. Nur dass es dann bei einer Kündigung auf einen Schlag kommt und der Vater Staat voll zulangt.

 

Wie gesagt, nichts, was ich empfehle. Es fehlt lediglich die Alternative.

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Schimmelprinz
Posted

Huch.... 

zur Verzinsung: ,25 ist doch weniger als eine "normale" Lohnrunde (falls es so etwas bei euch gibt)?!. Heißt: Die arbeitest heute eine Stunde für ....sagen wir ... 20€ ins LAZ. In 10 Jahren verdienst du durch Tarifrunden 25 Euro, hast aber nur 22 Euro (Oder was halt bei 20 x 1,0025 hoch 5 rauskommt) im LAZ stehen und kannst dann nur noch 55 Minuten abfeiern?!

Zur persönlichen Entwicklung: Gemeint ist: Ich fange morgen als Staplerfahrer bei euch an und befülle emsig das LAZ. Bis zur Rente bin ich dann euer CEO und kann vor Renteneintritt meine 2.500 eingearbeiteten "Staplerstunden" dann nen knappen Monat zu Hause bleiben?!

 

Beste Grüße 

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tretmine
Posted · Edited by tretmine

Das LAZ wird in Geld berechnet. Daher "ja" zu deinen Ausführungen, auch wenn das ein wenig drastisch formuliert ist. Meine zukünftige Gehaltsentwicklung beeinflusst nicht die Höhe des LAZ.

 

Für ein Sabbatical lassen sich jedoch weitere Bestandteile nutzen. Ich kann heute 6 Monate weg gehen und durch zukünftigen Gehaltsverzicht dies wieder rein arbeiten. In der Regel ist das meist eine Mischfinanzierung aus Gehaltsverzicht in der Zukunft und Gehalts- / Urbaubsverzicht der Vergangenheit.

 

Ich plane damit, dass wenn die Kinder etwas größer sind, wir mal gemeinsam auf eine lange Reise gehen können.

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bmi
Posted · Edited by bmi
vor 8 Stunden von tretmine:

Eine Kündigung kommt nicht in Betracht, da in den vergangenen Jahren die Höchstbeiträge genutzt wurden um schöne Steuererstattungen abzugreifen. Ich bin gespannt auf die ggf. bevorstehende Reform. Vielleicht gibt es für Bestandskunden Möglichkeiten. Aufgrund der Unflexibilität und Kosten wäre das ein Produkt, welches ich heute nicht mehr besparen würde.

Würde die Kündigungsoption nicht von vorne herein ausschließen. Haben erst vor kurzem eine RV gekündigt und sind nach Rückzahlung der Steuerersparnisse und Förderung an die zfa fast exakt bei 0 rausbekommen. Können das Geld nun besser anlegen, Stichwort Opportunitätskosten. Ist natürlich sehr individuell und abhängig von den bisherigen Gewinnen, dem Kapital, Alter, den vertraglichen Rahmenbedingungen, usw.. aber es gibt eben doch Fälle, wo eine Kündigung trotz Rückzahlung langfristig sehr wahrscheinlich besser ist. 

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PeterS
Posted
vor 22 Stunden von tretmine:

Gesetzliche Rentenversicherung

 

Diese taucht in keiner Übersicht aus mehreren Gründen auf. Der Hauptgrund ist, dass deren prognostizierte Höhe eher theoretischer Natur ist. So bekommen ich angeblich mal 2.540€ Rente, meine Frau 1.580€ (ohne Rentenanpassungen). Das Problem: Ich will nicht bis 67 (oder noch länger) mit 110% arbeiten und meine Frau kümmert sich in Teilzeit auch um beide Kinder und die Rentenrechnung wird dann eher über die Jahre wesentlich fallen. Letztlich würden diese Ansprüche die Übersicht verfälschen, da sie noch nicht absehbar sind. Und wie sich die Rente noch weiter entwickelt will ich nicht mal so genau wissen. Daher lasse ich diese Betrachtung außen vor.

Ich zitiere mich von einem deiner anderen Threads selber, da es hier besser reinpasst, und eventuell regt es dich an:

 

vor 1 Stunde von Gene:

Ich fahre zwei Übersichten: die einfache Sicht meiner Werte, worüber ich auch die Steuerung der Asset Allocation machen und die erweiterte Sicht, wo ich alle Ansprüche und Anwartschaften abbilde. Es ist zwar schwierig, diese Monitär abzubilden, wie diese Diskussion hier zeigt, aber ein grober Wert bilde ich dort schon ab. DIe erweiterte Sicht hat den Vorteil, dass keine zu starke augenscheinliche Übergewichtung von gewissen Assets (wie Eigenheim oder ein großes Aktiendepot) erscheint, wenn man Erwerbs- und Ruhestandseinkünfte mit berücksichtigt.

 

In der Regel stellen diese Einkünfte wichtige und vom Volumen große Anlageklassen dar und sollten schon einmal deshalb mit einbezogen werden. Dies bedeutet, das Menschen mit weitgehend sicheren Alterseinkünften die restlichen Reserven offensiver anlegen dürfen (z.B. höherer Aktienanteil) als Menschen ohne diese Alterseinkünfte (wie z.B. Selbstständige).

 

 

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Pfennigfuchser
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Ich würde dann aber auch nicht die prognostiztierten Renten nehmen, sondern den aktuell schon erworbenen Stand (bzw. Wert der Punkte) angeben, alles andere wäre ja. als würde man das heute prognostizierte Ende eine Fondssparplanes angeben, den man noch 30 zu besparen denkt. Den würde auch niemand in eine aktuelle Vermögensaufstellung aufnehmen, sondern eben nur den schon ersparten Stand.

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PeterS
Posted · Edited by Gene
vor 15 Minuten von Pfennigfuchser:

Ich würde dann aber auch nicht die prognostiztierten Renten nehmen, sondern den aktuell schon erworbenen Stand (bzw. Wert der Punkte) angeben, alles andere wäre ja. als würde man das heute prognostizierte Ende eine Fondssparplanes angeben, den man noch 30 zu besparen denkt. Den würde auch niemand in eine aktuelle Vermögensaufstellung aufnehmen, sondern eben nur den schon ersparten Stand.

Ich denke, das sollte klar sein? Ich nehme ja auch nicht erwartete Aktiengewinne auf 30 Jahre in meine Allokation.

Wie schon gesagt, ich nehme einfach den Wert meiner und der Arbeitgebers Gesamteinzahlung. Dies steht auf dem Rentenbescheid auf der Rückseite. Bei mir sind das z.B. zur Zeit Gesamt 160k€ nach ca. 20 Jahren (inkl. Ausbildung) Zugehöhigkeit in der Rentenkasse. In Entgeltpunkte sind dies ca. 25 Stück.

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Pfennigfuchser
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ich hatte @tretmine so verstanden, dass es sich bei den Werte, die er nennt, um die Prognosewerte handelt. 2500 schon erworben wäre bei seinem Alter eher unwahrscheinlich.

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Schimmelprinz
Posted
vor 2 Minuten von Gene:

Ich denke, das sollte klar sein? Ich nehme ja auch nicht erwartete Aktiengewinne auf 30 Jahre in meine Allokation.

Wie schon gesagt, ich nehme einfach den Wert meiner und der Arbeitgebers Gesamteinzahlung. Dies steht auf dem Rentenbescheid auf der Rückseite. Bei mir sind das z.B. zur Zeit Gesamt 160k€ nach ca. 20 Jahren (inkl. Ausbildung) Zugehöhigkeit in der Rentenkasse.

Ja Moin,

 

das mit dem "klar sein" unterscheidet sich aber schon tüchtig von User zu User.

Also ich kenne da einen, der würde die 160K keinesfalls ins eine Liste aufnehmen. Er meint, es sei klar, dass eine Zahl wie die 160K gar nichts taugen, weil:

- er sie nicht realisieren/vererben kann

- es keine praktische Auswirkung hat, wenn er diese Zahl beliebig ändert. Mach ne Null dahinter oder streiche sie - egal. Wenn das egal ist, warum dann überhaupt eine solche Zahl aufführen?

- da dann Äpfel mit Himbeeren in einer Liste aufgeführt werden: Das eine habe ich (Sowas wie Cash oder Aktien) und kann darüber verfügen wie ich lustig bin. N Rentenanspruch kann ganz ausfallen oder durch Langlebigkeit deutlich mehr werden (aus heutiger Sicht). Bei ner selbstgenutzen Immo muss man dann wohl auch die anfallenden Kosten nach einem Verkauf berücksichtigen.

 

Wie so oft im Leben: Alles gar nicht so einfach :-(  

 

 

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PeterS
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vor 1 Minute von Schimmelprinz:

Ja Moin,

 

das mit dem "klar sein" unterscheidet sich aber schon tüchtig von User zu User.

Also ich kenne da einen, der würde die 160K keinesfalls ins eine Liste aufnehmen. Er meint, es sei klar, dass eine Zahl wie die 160K gar nichts taugen, weil:

- er sie nicht realisieren/vererben kann

- es keine praktische Auswirkung hat, wenn er diese Zahl beliebig ändert. Mach ne Null dahinter oder streiche sie - egal. Wenn das egal ist, warum dann überhaupt eine solche Zahl aufführen?

- da dann Äpfel mit Himbeeren in einer Liste aufgeführt werden: Das eine habe ich (Sowas wie Cash oder Aktien) und kann darüber verfügen wie ich lustig bin. N Rentenanspruch kann ganz ausfallen oder durch Langlebigkeit deutlich mehr werden (aus heutiger Sicht). Bei ner selbstgenutzen Immo muss man dann wohl auch die anfallenden Kosten nach einem Verkauf berücksichtigen.

 

Wie so oft im Leben: Alles gar nicht so einfach :-(  

 

 

Ich hoffe, ich habe in meinen Post zuvor klar erläutert, warum ich deshalb diese zwei Sichten fahre. Ich wollte dich nicht davon überzeugen. Ob du jetzt nun 60, 160 oder 1600k einbeziehst, spielt keine so große Rolle. Es reicht eine Etwa-Sicht zu berücksichtigen, da es in die erweirte Sicht reingehört. Aber das sollte jeder für sich managen. Du kannst es ja gerne mal ausprobieren und für dich eine erweiterte Sicht erstellen. Danke vorab für dein Feedback!

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Schimmelprinz
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Mahlzeit,

 

hab da meine Sicht parat und im anderen Fred doch auch angerissen?! 

Zumindest dachte ich das :-( 

 

Ich hab da bei mir im Prinzip stehen: 200K Aktien und monatlich 1,2K. Das eine habe ich und auf das andere habe ich Anspruch. Fertig. 

Die Wohnung hab ich nicht aufgeführt und ich ja irgendwo leben muss. Was die dann bei nem hypothetischem Verkauf in x Jahren bringt und was mich dann Miete/Heim/wer-weiß-was kosten ist mir alles zu ungewiss. Also laß ich es weg.

 

Wenn es da Optimierungsmöglichkeiten gibt: Gerne her damit! 

 

Beste Grüße

 

 

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Pfennigfuchser
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Wohnung ist ein gutes Beispiel.

 

Normalerweise würde ich die auch nicht ansetzen. Weil man sie ja nutzt. Wir bewohnen ein großes Haus und planen, wenn die Kinder ausgezogen sind, irgendwann wieder in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Für die Planung der Alterseinkünfte wäre das schon relevant, da zum Verkaufzeitpunkt nennenswert cash flow entstehen wird. Ich leiste mir den Luxus, das erst einmal außen vor zu lassen, aber knapper Kalkulierende müssten diesen Baustein vielleicht berücksichtigen.

 

Ähnlich verhält es sich mit dem Puffer aus der GRV. Muss nicht, kann aber sinnvoll sein und viele können sich gar nicht leisten, darauf in der Planung zu verzichten.

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PeterS
Posted · Edited by Gene
vor 2 Stunden von Schimmelprinz:

Ich hab da bei mir im Prinzip stehen: 200K Aktien und monatlich 1,2K. Das eine habe ich und auf das andere habe ich Anspruch. Fertig. 

Die Wohnung hab ich nicht aufgeführt und ich ja irgendwo leben muss. Was die dann bei nem hypothetischem Verkauf in x Jahren bringt und was mich dann Miete/Heim/wer-weiß-was kosten ist mir alles zu ungewiss. Also laß ich es weg.

Was ist daran schwer zu verstehen? Du hast eine Asset Allocation für deine liquiden Mittel (einfache Sicht) und eine ausführliche Sicht aller deiner Vermögenswerte inkl. Rentenansprüche.

 

Hiermal zwei Beispiele Screens:

 

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Schimmelprinz
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Der Sinn eines illiquiden Rentenanspruchs ist mir nicht klar und dir wohl auch nicht, sonst  hättest ja bestimmt n Argument gebracht?!

 

Der aufgeführte Wert der eingezahlten Beiträge in die GRV hat keinen Einfluss auf dein praktisches Leben. Warum also soll man ihn aufführen?

 

Nu aber! 

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PeterS
Posted · Edited by Gene
vor 1 Minute von Schimmelprinz:

Der Sinn eines illiquiden Rentenanspruchs ist mir nicht klar und dir wohl auch nicht, sonst  hättest ja bestimmt n Argument gebracht?!

Der aufgeführte Wert der eingezahlten Beiträge in die GRV hat keinen Einfluss auf dein praktisches Leben. Warum also soll man ihn aufführen?

 

vor 3 Stunden von Gene:

DIe erweiterte Sicht hat den Vorteil, dass keine zu starke augenscheinliche Übergewichtung von gewissen Assets (wie Eigenheim oder ein großes Aktiendepot) erscheint, wenn man Erwerbs- und Ruhestandseinkünfte mit berücksichtigt.

In der Regel stellen diese Einkünfte wichtige und vom Volumen große Anlageklassen dar und sollten schon einmal deshalb mit einbezogen werden. Dies bedeutet, das Menschen mit weitgehend sicheren Alterseinkünften die restlichen Reserven offensiver anlegen dürfen (z.B. höherer Aktienanteil) als Menschen ohne diese Alterseinkünfte (wie z.B. Selbstständige).

 

 

Du siehst doch hoffentlich den Unterschied zw. Screen 1 und 2? Ansonsten bin ich aus dieser Diskussion erst einmal raus. Bekehren möchte ich dich auf gar keinen Fall und du musst es ja auch nicht machen.

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Schimmelprinz
Posted
vor 2 Minuten von Gene:

DIe erweiterte Sicht hat den Vorteil, dass keine zu starke augenscheinliche Übergewichtung von gewissen Assets (wie Eigenheim oder ein großes Aktiendepot) erscheint, wenn man Erwerbs- und Ruhestandseinkünfte mit berücksichtigt.

ok!

 

Damit eine Übergewichtung nicht erscheint, stellt man eben die Zahlen anders dar. 

Na gut - ist ja zum Glück ein freies Land. Also überwiegend.

 

SG

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PeterS
Posted · Edited by Gene

 

vor 19 Minuten von Schimmelprinz:

ok!

Damit eine Übergewichtung nicht erscheint, stellt man eben die Zahlen anders dar. 

SG

Eben, es geht ja nur um das "Gefühl" vom Gesamtvermögen. Da kannst du keine eigengenutztes Wohnung oder Renten-/Anwartsansprüche wegfallen lassen.

Ich habe dazu einfach eine Aktiva und Passiva Seite gemacht (siehe Screen anbei) und dazu zusätzlich eine einfache und erweirte Sicht gebastelt. EURO-Werte habe ich entfernt, aber die %-Werte belassen. (Zum vergrößern einfach drauf klicken)

 

image.thumb.png.bd0e1441c869bdfd5569fb1937d25a06.png

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Schimmelprinz
Posted
vor 6 Minuten von Gene:

 

Eben, es geht ja nur um das "Gefühl" vom Gesamtvermögen. Da kannst du keine eigengenutztes Wohnung oder Renten-/Anwartsansprüche wegfallen lassen.

Ich habe dazu einfach eine Aktive und Passive Seite gemacht (siehe Screen anbei) und dazu zusätzlich eine einfache und erweirte Sicht gebastelt. EURO-Werte habe ich entfernt, aber die %-Werte belassen. (Zum vergrößern einfach drauf klicken)

 

 

DIR geht es um dein "Gefühl" - das ist doch ok. 

 

Mir geht es da eher um den praktischen Nutzen. Heißt für mich: Wo stehe ich heute und wie wird es "planmäßig" weitergehen. 

Wenn das, was da rauskommt, "gut" aussieht, dann bin ich doch schon zufrieden und kann daraus meine Möglichkeiten/Schritte ableiten.

Den Rest wird das Leben zeigen :-) 

 

Mir leuchtet nicht ein, warum ich mein "Vermögen" so hoch wie irgendwie darstellbar ausweisen soll.

Aber, ist doch ok, wenn du dabei gute Gefühle hast.

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Pfennigfuchser
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vor 46 Minuten von Schimmelprinz:

Der aufgeführte Wert der eingezahlten Beiträge in die GRV hat keinen Einfluss auf dein praktisches Leben. Warum also soll man ihn aufführen?

Selbstverständlich hat er das.

 

Wenn der nicht da wäre, ginge ein erheblich größerer Anteil meiner monatlich freien Mittel in die Altersvorsorge. Und die allokiere ich anders als andere Mittel. Außerdem müsste ich die Hinterbliebenenvorsorge anders strukturieren. Das ist doch ein Einfluss?!

vor 8 Minuten von Schimmelprinz:

Mir leuchtet nicht ein, warum ich mein "Vermögen" so hoch wie irgendwie darstellbar ausweisen soll.

Das ist der einzige Punkt, den ich nachvollziehen kann. Ich bin da auch lieber vorsichtig und setze unsichere Kandidaten (habe noch ein paar der Sorte) eher nicht an.

 

Die GRV ist mir dafür aber nicht unsicher genug. So beabsichtige ich z.B. mind. 95 zu werden :D, da spielt es dann eine Rolle, wie ausgeprägt, die Absicherung gegen Langlebigkeit in meinem Portfolio ist. Da nehme ich die GRV natürlich mit rein, sie ist einer der Hauptblöcke. Wäre sie nicht da, müsste ich noch mehr in Rürup, Rentenversicherung o.ä. gehen. Mag sein, dass ich mich da nur selbst belüge, um noch ordentlich was in etfs packen zu dürfen, aber ich sehe nicht, weshalb ich die GRV da außen vor lassen sollte.

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Fondsanleger1966
Posted · Edited by Fondsanleger1966
Am 2.11.2021 um 10:46 von tretmine:

kombinierte Berufsunfähigkeit Sparanteil

 

Diese ist eine sehr alte kapitalbildende BU. Heute würde ich nur noch die Risikovariante abschließen. Aber der Rechnungszins für den Sparanteil ist noch aus einer attraktiven Zeit und - das Hauptargument - kein Versicherer würde mich heute noch gegen Berufsunfähigkeit versichern. Eine Autoimmun-Erkrankung ist vor vielen Jahren diagnostiziert worden. Da freut man sich über die BU, welche ich durch Hochzeit und der ersten Geburt sogar noch ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen konnte. Ein Glücksfall den ich sehr gerne zu allen Bedingungen weiter führe. Zwar ist meine Erkrankung gut im Griff, medikamentös sauber eingestellt und ich mach mir ehrlich gesagt keine großen Sorgen, jedoch weiß man nie, was da noch kommen mag. Die bleibt.

Auch ein Immobilienerwerb ermöglicht oft eine Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung

 

Am 2.11.2021 um 10:46 von tretmine:

Renten

 

kombinierte Berufsunfähigkeit Sparanteil
Pensionskasse (1)
Pensionskasse (2)
Unterstützungskasse

Riester (Versicherung)* 
Riester (Fonds)*
Lebensarbeitszeitkonto
Rückkaufswert Risiko-BU

Gesetzliche Rentenversicherung

Unerwähntes

Mich erstaunt, bei der Aufzählung nicht auch die LV1871 Golden BU Vorsorgeschutz erwähnt zu sehen (250€/Mo im BU-Fall für Altersvorsorge oder Darlehen mit bestimmten Einschränkungen, keine Gesundheitsprüfung, Wartezeit): https://www.test.de/LV1871-Golden-BU-Vorsorgeschutz-Ergaenzung-bei-zu-geringem-Schutz-5571993-0/

 

Hat bisher noch kein versierter (BU-)Versicherungsmakler über die Policen gesehen?

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tretmine
Posted · Edited by tretmine
Am 16.6.2022 um 01:09 von Fondsanleger1966:

Auch ein Immobilienerwerb ermöglicht oft eine Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung

 

Mich erstaunt, bei der Aufzählung nicht auch die LV1871 Golden BU Vorsorgeschutz erwähnt zu sehen (250€/Mo im BU-Fall für Altersvorsorge oder Darlehen mit bestimmten Einschränkungen, keine Gesundheitsprüfung, Wartezeit): https://www.test.de/LV1871-Golden-BU-Vorsorgeschutz-Ergaenzung-bei-zu-geringem-Schutz-5571993-0/

 

Hat bisher noch kein versierter (BU-)Versicherungsmakler über die Policen gesehen?

 

Danke für den Hinweis auf die LV1871. Ein sehr interessantes Konzept! Ich schaue es mir mal an.

 

Meine BU Rente ist entsprechend hoch. Als kurzer Hintergrund: Mein Vater war Generalagent einer großen dt. Versicherungsgesellschaft und entsprechend hoch wurde ich damals schon von ihm versichert. Insbesondere auch, weil mein älterer Bruder Diabetes bekam und daher das Risiko für Autoimmun entsprechend bekannt war (auch wenn ich selbst eine ganz andere Erkrankung habe). Darüber hinaus bin ich selbst in dem Berufsfeld, wenn auch an einer ganz anderen Stelle mit ganz anderem Aufgabengebiet.

 

Einige der kapitalbildenden Verträge haben auch entsprechende beitragspflichtige Klauseln drin in denen der Beitrag übernommen wird, sollte ich BU werden. Frag mich jetzt aber nicht welche. Ich habs jedoch schon öfter gelesen und müsste das nun erst raus kramen.

 

Wir sind hinsichtlich der Risikoabsicherung eigentlich durch. Selbst wenn alles schief gehen würde, wäre der Lebensstandard zu halten. Und sollte ich immer aller schlimmsten Fall dahin vegetieren und zu 100% pflegebedürftig werden (eine Pflegeversicherung habe ich), ist da eine legale entsprechende Lösung im Keller, die meinem unbedingten Wunsch nach einem selbst bestimmten und würdevollen Abgang ermöglicht, auch wenn dieser Staat meint mir vorzuschreiben zu wollen, wann ich nun endlich Abschied nehmen dürfe. :-)

 

 

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