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odensee

Nachkaufanleihe

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odensee
Posted · Edited by odensee

BNP bietet eine "Nachkaufanleihe" an.

https://www.comdirect.de/wertpapierhandel/bnp-nachkaufanleihe.html?sc_cid=6600&cid=comdirect_web:teaser:bnp_nachkaufanleihe_aug:teaser_zinsen_allgemein:sigma:brokerage&ad=R3ZT66009400ivoTS0009900001612

 

Zitat

Eine Nachkaufanleihe hat eine festgelegte Laufzeit von 4 Jahren. Zu Beginn legen Sie einen Betrag fest, den Sie investieren möchten. 50 % davon partizipieren direkt 1:1 von der Wertentwicklung des EURO STOXX 50 – die anderen 50 % werden als Barposition mitgeführt und mit einem festen Zinssatz verzinst.

Mit der Nachkaufanleihe werden außerdem 4 Investitionslevel oder einfacher gesagt Kursmomente festgelegt. Diese belaufen sich auf 90 %, 80 %, 70 % und 60 % des Startkurses. Fällt der Kurs nun unter ein Kursmoment, wird 1/4 Ihrer Barposition automatisch investiert. Erfolgt ein weiteres Unterschreiten des nächsten Levels, wird erneut nachgekauft. Und so weiter. Werden alle Investitionslevel erreicht, wird Ihre komplette Barposition investiert. Werden ein oder mehrere Level nicht erreicht, bleibt es bei der festgelegten Verzinsung.

Nach Ende der Laufzeit erhalten Sie den investierten Betrag plus oder minus der Wertentwicklung des EURO STOXX 50 und die noch übrige Barposition (wenn Ihre Barposition nicht vollständig investiert wurde) zurück. Die Auszahlung Ihrer Zinsen erfolgt jährlich.

Zitat

Verzinsung des nicht angelegten Bargeldanteils mit 6,55 % p. a. – Auszahlung des Kupons erfolgt jährlich

 

(Wie) kann man so etwas "nachbauen"? Und statt EURO STOXX 50 dann doch eher MSCI World oder S&P 500...?

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passiv_Investor
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Das ist wohl nicht sonderlich schwer.

Du legst 50% deines Kapitals an und für den Rest verkaufst du Puts zu den entsprechenden Leveln und Fälligkeiten wie aus deinem Beispiel und erhältst durch die Prämieneinnahmen die Verzinsung.

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Cai Shen
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vor 20 Minuten von odensee:

(Wie) kann man so etwas "nachbauen"?

Willst du das wirklich?

Man investiert in fallende Märkte, sollten Aktien die nächsten 4 Jahre steigen ist nur ein Teil der Investitionssumme in Aktien investiert.

Spannend sind allenfalls die 6,5% auf den "Bargeld"anteil.

 

Ansonsten recht simpel zu substituieren:

- Hälfte in den ETF

- Rest in Short Puts auf Index / ETF mit Strike bei 90 / 80 / 70 / 60% des Ausgangskurses

 

Aus der Optionssprämie speist sich der Zins, die nimmt man in jedem Fall ein und muss im Falle sinkender Preise des Basiswertes diesen entgegen nehmen. ;)

 

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vanity
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Und wie immer bei solchen Konstrukten bedenken: man bekommt die Wertentwicklung eines Kursindex. Die Dividenden helfen den Kupon zu finanzieren.

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stagflation
Posted

Ich würde erst einmal versuchen herauszufinden, wie und wann der Emittent mit einem solchen Konstrukt Geld verdient.

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odensee
Posted · Edited by odensee
vor 6 Minuten von stagflation:

Ich würde erst einmal versuchen herauszufinden, wie und wann der Emittent mit einem solchen Konstrukt Geld verdient.

zum "wie": dazu müsste ich verstehen, wie man so etwas konstruiert

zum "wann": der Emittent verdient immer (soll er ja meinetwegen auch), es ist mMn ein Irrglaube, dass man mit Zertifikaten gegen den Emittenten "wettet".

 

Ob ich so etwas haben möchte oder auch nachbauen, ist dann noch eine ganz andere Frage.

Zitat

Hinweis:
Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

:rolleyes:

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stagflation
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Ich glaube nicht, dass dieses Zertifikat für den Emittenten ein Null-Risiko-Produkt ist. Natürlich wird sich der Emittent weitgehend absichern - aber ein kleines Restrisiko wird auch für den Emittenten bleiben. Wenn das nicht so wäre, würde es sehr schnell Konkurrenz geben - denn von einem Null-Risiko-Produkt träumt jeder Wertpapier-Emittent.

 

Der Unterschied zwischen Emittent und Käufer ist, dass der Emittent sein Risiko wahrscheinlich bzw. hoffentlich sehr genau kennt - wohingegen der typische Privatanleger überhaupt nicht weiß, was er sich da ins Depot holt. Welcher Privatanleger ist denn schon in der Lage, solche Produkte mit historischen Daten oder MC-Simulationen durchzurechnen?

 

 

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odensee
Posted
vor 9 Minuten von stagflation:

Wenn das nicht so wäre, würde es sehr schnell Konkurrenz geben - denn von einem Null-Risiko-Produkt träumt jeder Wertpapier-Emittent.

Konkurrenz kommt schon....

https://www.finanzen.net/ratgeber/wertpapiere/nachkaufanleihen
 

Zitat

 

Die besten Nachkaufanleihen im Vergleich

Nachkaufanleihe ISIN / WKN Emittent Basiswert

Nachkaufanleihe auf EURO STOXX 50DE000SR7X9H2/SR7X9HSociété GénéraleEURO STOXX 50

5Y Nachkaufanleihe auf EURO STOXX 50DE000PF99CN3/PF99CNBNP ParibasEURO STOXX 50

Hinweis: Da es sich bei Nachkaufanleihen noch um eine relativ neue (nach Stand Juli 2022) Anlageklasse handelt, können wir Ihnen leider noch keine große Auswahl verschiedener Produkte präsentieren.

 

 

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Cai Shen
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Mit solchen Konstrukten verdient der Emittent meist über versteckte Kosten, einbehaltene Dividenden und später evtl. über den Bid-Ask Spread beim Handel über die Börse.

 

Das größte Risiko für BNP dürfte sein, die 6,5% nach Kosten nicht zu verdienen. Das Kursrisiko der Aktienpositionen trägt der Käufer, ist das eliminiert bleibt meiner bescheidenen Meinung nach nicht mehr viel Risiko für den Emittenten über.

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stagflation
Posted · Edited by stagflation

Man könnte den Gesamtbetrag an seine Depotbank überweisen. Dann investiert man 50% in den ETF und setzt Limit-Kaufaufträge bei 90%, 80%, 70% und 60%. Dadurch kann man relativ mühelos den Endbetrag erreichen.

 

Was man nicht erreicht, sind die die 6,5% Zinsen auf den nicht in den ETF investierten Anteil. So lange nur 50% investiert sind, reichen die Dividenden nicht für die 6,5% Zinsen. Falls 85% investiert sind, sollten die Dividenden ausreichen.

 

Es muss also eine Zusatz-Einnahmequelle her - und das sind die Erlöse aus den Puts (wie bereits geschrieben wurde). Ich weiß nicht, wie hoch die sind? Aber die Dividenden und die Put-Erlöse werden vermutlich ausreichen, um die 6,5% Zinsen zu bezahlen.

 

Der Emittent hat aber zumindest ein kleines Risiko mit der Dividendenhöhe - er kann die Höhe der Dividenden nicht exakt vorhersehen.

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B.Axelrod
Posted · Edited by B.Axelrod
vor 13 Stunden von stagflation:

Man könnte den Gesamtbetrag an seine Depotbank überweisen. Dann investiert man 50% in den ETF und setzt Limit-Kaufaufträge bei 90%, 80%, 70% und 60%. Dadurch kann man relativ mühelos den Endbetrag erreichen.

 

Was man nicht erreicht, sind die die 6,5% Zinsen auf den nicht in den ETF investierten Anteil. So lange nur 50% investiert sind, reichen die Dividenden nicht für die 6,5% Zinsen. Falls 85% investiert sind, sollten die Dividenden ausreichen.

 

Es muss also eine Zusatz-Einnahmequelle her - und das sind die Erlöse aus den Puts (wie bereits geschrieben wurde). Ich weiß nicht, wie hoch die sind? Aber die Dividenden und die Put-Erlöse werden vermutlich ausreichen, um die 6,5% Zinsen zu bezahlen.

 

Der Emittent hat aber zumindest ein kleines Risiko mit der Dividendenhöhe - er kann die Höhe der Dividenden nicht exakt vorhersehen.

Man schreibt CALL-Optionen auf den vorhandenen Bestand.

Der Käufer bekommt den ETF ja nicht eingebucht, wenn ich das richtig verstehe.

Der "EUN2" bietet je nach Risiko-Neigung bis zu 21% p.a. bei Optionen am Geld.

Für 6,5% kann man PUTs für 36/36,50 schreiben bzw. 40,0 CALLs mit Verfall September.

Etwas Feintuning um die Ausschüttungs-Termine und fertig.

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RobertGray
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Die comdirect wirbt aktuell aktiv übers Postfach mit der oben beschriebenen Nachkaufanleihe auf den EURO STOXX 50 mit 6,55% Kupon.

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market anomaly
Posted
Am 16.8.2022 um 17:53 von vanity:

Und wie immer bei solchen Konstrukten bedenken: man bekommt die Wertentwicklung eines Kursindex. Die Dividenden helfen den Kupon zu finanzieren.

Ich denke DAS! ist der springende Punkt der das ganze Produkt entzaubert ;)

 

ansonsten hätte man ja quasi einen GPO der eine schwankungsarme Investitionsreserve hat mit einer Aktienähnlichen Rendite von 6.5% aus.

 

wie sind die Coupons bei solchen Produkten auf einen Performance index wie den Dax?

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