Chemstudent

Anfängerthread zu Zertifikaten und Optionsscheinen

745 Beiträge in diesem Thema

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vor 26 Minuten schrieb passiv_Investor:

Ne, keine obere Grenze. Schon eine untere. Aber die ist nur aktiv, wenn die reguläre Handelszeit des US Markts ist. Daher wurde das Papier direkt um 15.30 Uhr ausgeknockt zum US-Handelsstart.

 

Manchmal hilft auch Doppel lesen. Das heißt um 14.30 hätte der Nasdaq auf 3000 Punkte fallen können, der Schein wäre aber erst um 15.30 KO gegangen wenn der Nasdaq zu dem Zeitpunkt noch unter den 7680 gewesen wäre? Kannst du mir dann vielleicht noch sagen woran ich das bei einem Schein erkenne? Weil sowas hatte ich bis jetzt noch nie.

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Geschrieben

Exakt, er lag die ganze Zeit darunter, kann aber erst ausknocken wenn auch der reguläre Handel im Nasdaq begonnen hat. Somit ist er direkt um 15.30 Uhr ausgeknockt, weil er unter dem KO-Level war.

vor 41 Minuten schrieb Funkadelic:

 

Manchmal hilft auch Doppel lesen. Das heißt um 14.30 hätte der Nasdaq auf 3000 Punkte fallen können, der Schein wäre aber erst um 15.30 KO gegangen wenn der Nasdaq zu dem Zeitpunkt noch unter den 7680 gewesen wäre? Kannst du mir dann vielleicht noch sagen woran ich das bei einem Schein erkenne? Weil sowas hatte ich bis jetzt noch nie.

Steht im Wertpapierprospekt, so wie bei jedem Produkt. Das ist aber meist so, dass die auf den Future gepreist werden und auf den Kassa-Index knocken.

https://derinet.vontobel.ch/finalterms/DE000VA68SZ7d.pdf

 

Auf Seite 3 unter "Barrieren-Ereignis"

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Und was die gute Dame da schreibt „Auszahlungsbetrag von 1,06€ wurde ermittelt, bekommen sie gut geschrieben“ bedeutet 1,06€ gesamt oder für pro Zertifikat, also *2000?

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Geschrieben

Gerade eben schrieb Funkadelic:

Und was die gute Dame da schreibt „Auszahlungsbetrag von 1,06€ wurde ermittelt, bekommen sie gut geschrieben“ bedeutet 1,06€ gesamt oder für pro Zertifikat, also *2000?

pro Zertifikat natürlich. Der Auszahlungsbetrag wird dann mit deiner Stückzahl multipliziert. Aber das kann Vontobel ja nicht wissen, wie viele Stücke du im Depot liegen hast.

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Dann bin ich ja mit nem blauen Auge davon gekommen. Versteh ich zwar auch nicht, weil wenn KO ist ja eig alles weg, aber umso besser

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Gerade eben schrieb Funkadelic:

Dann bin ich ja mit nem blauen Auge davon gekommen. Versteh ich zwar auch nicht, weil wenn KO ist ja eig alles weg, aber umso besser

Nö, nicht bei einer vorgelagerten KO-Schwelle wie hier. Es wird immer der innere Wert ausbezahlt, der sich bei einem Long aus dem Basiswertpreis (Underlyingkurs) - Basispreis (Strikepreis) ergibt. Im schlechtestn Fall bei einer Kurslücke (Gap) ist der halt null.

Nur wenn Basispreis und KO-Level identisch sind, dann gibt es von vorneherein keine Rückzahlung (bzw. 0,001 Euro)

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vor 19 Minuten schrieb passiv_Investor:

Nö, nicht bei einer vorgelagerten KO-Schwelle wie hier. Es wird immer der innere Wert ausbezahlt, der sich bei einem Long aus dem Basiswertpreis (Underlyingkurs) - Basispreis (Strikepreis) ergibt. Im schlechtestn Fall bei einer Kurslücke (Gap) ist der halt null.

Nur wenn Basispreis und KO-Level identisch sind, dann gibt es von vorneherein keine Rückzahlung (bzw. 0,001 Euro)

Vielen Dank für deine Aufklärung!

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vor 27 Minuten schrieb Funkadelic:

Dann bin ich ja mit nem blauen Auge davon gekommen. Versteh ich zwar auch nicht, weil wenn KO ist ja eig alles weg, aber umso besser

Wieviel hast du denn gezahlt?

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0,92 € hab ich gezahlt.

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Gerade eben schrieb Funkadelic:

0,92 € hab ich gezahlt.

Danke. Ich kenne mich mit diesen Dingern nicht aus. Dann war das aber doch eine stattliche Rendite für einen Tag!? (wg.. "blaues Auge")

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Ja für einen Tag ist das natürlich ok. Mit blaue Auge meine ich auch eher, das ich etwas gehandelt habe das ich nicht verstanden habe (im Nachhinein bemerkt) und das bei einem KO auch alles weg sein kann. Und hätte ich nen anderen Schein genommen wäre die Rendite natürlich noch deutlich besser gewesen, da der Nasdaq ja noch ein deutlicheren Sprung gemacht hat.

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Ich hab heute immer mal wieder die Tesla Aktie und einen Short KO-Zertifikat der BNP Paribas beobachtet.

https://www.derivate.bnpparibas.com/zertifikat/details/tesla-unlimited-short/de000pz205z5

Der Basiswert ist die Tesla Aktie in USD an der NASDAQ. Die NASDAQ öffnet um 15:30. Allerdings hat sich der Wert des Zertifikats auch schon vorher immer wieder verändert? Der Basiswert kann sich doch aber ausserhalb der Handelszeiten gar nicht verändern? Oder?

Tesla_Short_Chart.PNG

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Doch natürlich. Tesla wird ja auch in Frankfurt in Euro gehandelt und der außerbörsliche Vorhandel in den USA beginnt bereits um 10 Uhr unserer Zeit. Insofern ist es für den Emittenten kein Problem hier eine Preisindikation zu liefern, auch wenn der offizielle Börsenhandel der Aktie in den USA noch nicht begonnen hat.

In der Regel werden KO-Zertifikate von 8-22 Uhr gepreist und gehandelt.

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Hallo,

 

Zitat

Tesla wird ja auch in Frankfurt in Euro gehandelt und der außerbörsliche Vorhandel in den USA beginnt bereits um 10 Uhr unserer Zeit.

Es ist sogar noch schlimmer, theoretische Kurse gibt es immer (24/7).

Wenn beispielsweise nachts um 3 ein Flugzeug der Airline XY abstürzt, dann reagieren womöglich irgendwo gehandelte Derivate sofort darauf.

 

Stefan

 

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vor 9 Minuten schrieb reckoner:

Hallo,

 

Es ist sogar noch schlimmer, theoretische Kurse gibt es immer (24/7).

Wenn beispielsweise nachts um 3 ein Flugzeug der Airline XY abstürzt, dann reagieren womöglich irgendwo gehandelte Derivate sofort darauf.

 

Stefan

 

Derivate bestimmt aber es ging ja um den Basiswert von dem sich der Preis ableitet.

Devisen und Rohöl werden zumindest an 5 Tagen die Woche 24 Stunden gehandelt. Aber bei Aktien gibt es dann doch noch ein paar Pausen. Aber eine "Indikation" für einen Preis kann man theoretisch immer stellen. Außerbörsliche Handelshäuser wie Lang&Schwarz (L&S) tun dies ja auch am Wochenende für Aktien.

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Geschrieben

Hallo,

 

Zitat

Derivate bestimmt aber es ging ja um den Basiswert von dem sich der Preis ableitet.

Naja, es ging doch um ein KO-Zertifikat (=Derivat), und wie da ein Preis zustande kommen kann obwohl der Basiswert nicht gehandelt wird.

In dem Beispiel war es natürlich einfach, es findet ja auch vor 15:30 ein Handel statt, etwa in Europa oder Asien. Ich hab' das dann nur noch etwas verallgemeinert.

 

Nehmen wir beispielsweise das Wochenende, da sind imho alle richtigen Börsen zu. Trotzdem kann man aber handeln (etwa bei L&S).

 

Grundsatz: Wenn gehandelt wird (egal wo und was), dann mit dem jeweils aktuellen Wert. Im klassischen Fall läuft das über Angebot und Nachfrage (etwa bei L&S).

 

Stefan

 

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Danke für eure Antworten. Hätte aber gedacht, dass eindeutig festgelegt sein muss nach welchem Kurs sich das Zertifikat richtet.

Klar, irgendwo werden Tesla Aktien immer gehandelt, aber in den Basisinformationen zum Zertifikat ist doch ganz klar NASDAQ als "Referenzstelle" angegeben. Und weiters heißt es dort "Kurs des Basiswerts wie fortlaufend von der Referenzstelle festgestellt". Liegt es zwischen 8 bis 15:30 Uhr dann am Gusto des Emitenten nach welchem Handelsplatz sich der Preis des Derivats richtet?

London, Frankfurt, Stuttgart, Zürich? Da würde ja dann der Preis in USD (und nach dem richtet sich das Derivat) auch noch von 3 unterschiedlichen Währungspaaren abhängen? Die relative Kursentwicklung des Basiswerts ist doch nicht an allen 3 Handelsplätzen gleich?

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Geschrieben · bearbeitet von passiv_Investor

Überleg dir mal, was geschehen würde, wenn der Preis an den Handelsplätzen nicht gleich wäre. Dann könnte man Arbitrage betreiben und risikofreie Gewinne machen. Auch über Währungen hinweg. Ganz einfach indem man zeitgleich an einem Handelsplatz günstig kauft und am anderen teurer verkauft.

 

Der Preis des Derivats richtet sich grundsätzlich IMMER nach der eigenen Indikation des Emittenten für den Basiswert. Also ja, es ist in gewisser Weise nach Gusto aber da der Emittent sich ja auch hedgen muss, um seine Risiken abzusichern, werden sie nicht irgend einen abstrusen Preis indizieren können, da das dann gewisse Kauf- oder Verkaufsüberhänge in den Derivaten verursacht.

Knocken können die Produkte aber nur auf die tatsächlichen Kurse der Referenzbörse (hier NASDAQ) und auch nur während der offiziellen Handelszeiten.

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Geschrieben

Hallo,

 

Zitat

Danke für eure Antworten. Hätte aber gedacht, dass eindeutig festgelegt sein muss nach welchem Kurs sich das Zertifikat richtet.

Nein, das ist nicht so (sonst müssten gleiche Produkte ja auch gleich notieren - tun sie aber nicht).

 

Zitat

Klar, irgendwo werden Tesla Aktien immer gehandelt, aber in den Basisinformationen zum Zertifikat ist doch ganz klar NASDAQ als "Referenzstelle" angegeben.

Richtig. Das kommt aber erst bei der Einlösung des Zertifikates zum tragen, vorher kann theoretisch jeder Kurs gestellt werden (kommt aber nicht vor, bei einem zu niedrigen Kurs würde der Verkäufer draufzahlen, und bei einem zu hohen der Käufer - nennt sich Angebot und Nachfrage).

 

Zitat

Die relative Kursentwicklung des Basiswerts ist doch nicht an allen 3 Handelsplätzen gleich?

Doch, ist sie (wir reden jetzt natürlich nicht über Nachkommastellen).

 

Stefan

 

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Geschrieben

Klingt alles einleuchtend :) Danke euch beiden.

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