Chemstudent

Anfängerthread zu Zertifikaten und Optionsscheinen

812 posts in this topic

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Hallo uang

 

Leider bin ich es nicht los geworden, war aber nicht hoch investiert.

 

Hier die Antwort von J.P Morgan.

 

Sehr geehrter Herr ,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage an J.P. Morgan. Bei dem von Ihnen genannten Produkt mit der WKN JP48P0 handelt es sich um einen Open End Turbo auf Wirecard.

 

Der Preis eines derartigen Produktes besteht nicht ausschließlich aus dem inneren Wert. Hinzu kommt noch ein Aufgeld das von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Schwankungsbreite des Basiswertes und der Entfernung des Preises des Basiswertes zur Barriere abhängt. Das Aufgeld kann von Produkt zu Produkt variieren und ist marktüblich. Dieses Aufgeld spiegelt das Risiko wieder, dass sich der Basiswert derart schnell und stark bewegt, dass der Emittent seine Absicherungsposition nach einem möglichen Barrierebruch nicht rechtzeitig verkaufen kann. Für den Emittenten besteht dieses Risiko primär beim Übernachtsprungrisiko, dem so genannten Gap-Risk.

 

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr J.P. Morgan Zertifikate-Team

 

Nein bin von hier, hatte nur mal in Indonesien beruflich eine Zeitlang zu tun, ist schon lange her.

 

Gruß

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Warum gibt es eigentlich keine Zertifikate z.B Discount auf den MSCI World?

 

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vor 3 Stunden schrieb mipla:

Warum gibt es eigentlich keine Zertifikate z.B Discount auf den MSCI World?

 

Weil das kein gängiger Index ist, auf den rege Produkte gehandelt werden, mit denen sich Emittenten hedgen.

Zudem wird wohl die Nachfrage nicht ausreichend groß sein, dass es sich für einen Emittenten lohnt, ein solches Produkt aufzulegen.

 

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Nachdem ich zuerst im Optionen Forum gelandet war, habe ich nun meinen Zock mit diesem Zertifikat realisiert:

https://www.dzbank-derivate.de/DF1FSN

 

Beim Einkaufen habe ich mein Limit paar Cents über dem Brief-Kurs gewählt und wurde prompt bedient.

Beim Verkauf habe ich mein Limit paar cents über dem Geld-Kurs gewählt und die Order wurde driekt ausgeführt.

 

Jetzt meine Anfängerfrage: welche Limits wähle ich für einen möglichsten günstigen Einkauf/Verkauf beim einem Titel der nicht so richtig liquide gehandelt wird?

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vor 2 Minuten schrieb HnsPtr:

Jetzt meine Anfängerfrage: welche Limits wähle ich für einen möglichsten günstigen Einkauf/Verkauf beim einem Titel der nicht so richtig liquide gehandelt wird?

 

Ganz simpel: Den Preis, den du maximal bereit bist zu bezahlen beim Kauf bzw. den Preis, den du mindestens erlösen möchtest beim Verkauf.

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Dann habe ich ja alles richtig gemacht ;)

So habe ich Limitorders ja schon verstanden.

 

 

Wenn bei den Kursdetails steht:

Uhrzeit Kurs Stück

09:27:05 G 1,31 0

 

Heißt das, dass ich in jedem Fall für 1,31 verkaufen kann, weil jemand (z.B. der Emittent?) diesen Geld-Kurs stellt?

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Emittenten müssen immer Rückkaufkurse während der normalen (Heimat)Handelszeit des Basiswerts stellen.

Somit ist die Liquidität sichergestellt und du musst auch nicht über eine Börse handeln sondern kannst das direkt mit dem Emittenten tun, da es dort sowieso den selben Preis gibt.

Da in vielen Derivaten selten ein Umsatz festgestellt wird, der z.B. Stop-Loss Orders triggern würde, werden vom Emittenten bzw. von einem von ihm beauftragten Handelshaus an der Börse Geldkurse mit 0 Umsatz quotiert. Diese können dann als Trigger für börsliche Stop-Loss Orders dienen.

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Macht alles Sinn.

Vielen Dank für die geduldigen Antworten!

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Wie verhält es sich eigentlich bei "Faktor Zertifikaten" auf (Rohstoff)Futures wenn der Future gerollt wird? Bei Rohstoffen im Contango kommt es ja überlicherweise zu Rollverlusten.

Die Commerzbank schreibt jedoch in ihrer Broschüre zu Faktor Zertifikaten (S.11): " Für den Inhaber eines Faktor-Zertifikats ist der Austausch wertneutral und hat keinen Einfluss auf den Preis des Zertifikats." und illustriert dies auch an einem Beispiel.

https://www.zertifikate.commerzbank.de/SiteContent/1/1/2/269/36/Faktor-ZertifikateBroschre2018.pdf

An anderen Stellen lese ich jedoch, dass es auch bei Faktor Zertifikaten zu Rollverlusten kommen kann. Bei endlos KO-Zertifikaten muss beim Rollen ja der Basispreis angepasst werden und dabei werden auch "Rollkosten" aufgeschlagen.

Also konkret gefragt. Gibt es bei Faktor Zertifikaten Rollverluste, und wenn ja, wie werden die realisiert?

 

Sehe ich das richtig, dass neben den Finanzierungskosten für den Hebel (IKS Satz) "nur" noch die Indexkosten anfallen. Oder gibt es bei diesen Produkten noch andere (evtl. versteckte) Kosten?

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Posted · Edited by passiv_Investor

Das Thema "Rollverluste" ist auch wieder was für sich. Der Begriff an sich ist nämlich irreführend. Der Rollvorgang ist immer wertneutral. Dadurch entstehen weder Gewinne noch Verluste.

Das einzige was sich ändert ist die Partizipationsrate. Ein Beispiel:

Future von XYZ notiert in Contango, d.h. der auf den Frontmonat folgende Kontrakt ist teurer. z.B. Frontmonat bei 100 USD und nachfolgender Kontrakt bei 103

Hat man nun 1.000 USD investiert und damit 10 Einheiten die man bei Fälligkeit des Frontkontrakts rollen muss, so kann man für den Erlös von 1.000 USD lediglich 9,7 Einheiten des Folgekontrakts zu 103 erwerben.

Dies impliziert aber keinerlei Verlust, da die 9,7 Einheiten weiterhin 1.000 USD Wert sind. Man besitzt lediglich weniger Einheiten und damit ist die Partizipationsrate geringer. Dies spielt aber nur für gewöhnliche KO-Zertifikate eine Rolle da bei Faktor-Zertifikaten der Hebel immer konstant bleibt bzw. täglich auf den Ausgangswert zurückgesetzt wird.

Das selbe Spiel ergibt sich in einer Backwardationsituation (Frontkontrakt teurer als Folgemonat) entsprechend umgekehrt.

Der Rollvorgang ist damit immer wertneutral, so wie es im Commerzbankbeispiel dargestellt ist.

Die Rollkosten sind natürlich vorhanden, denn es muss ja ein Kontrakt geschlossen und ein neuer eröffnet werden und das bedingt natürlich Transaktionskosten und der Spread wird auch jedes mal implizit mitbezahlt.

Die von dir aufgelisteten Kosten sind alle im Zertifikat enthaltenen Kosten. Aber die beiden Faktoren können je nach Lage auf dem Zins- und Futuremarkt durchaus erheblich sein.

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Danke für deine Antwort. 

Stimmt, das rollen an sich ist wertneutral, es wirkt sich aber dennoch (wie du ja auch schreibst) auf den Wert eines Derivats/Zertifikats aus, je nachdem ob die Forward Kurve des  Basiswert im Contango oder Backwardation ist, ob ich short oder long bin.

Am ‎19‎.‎04‎.‎2019 um 11:13 von passiv_Investor:

Dies spielt aber nur für gewöhnliche KO-Zertifikate eine Rolle da bei Faktor-Zertifikaten der Hebel immer konstant bleibt bzw. täglich auf den Ausgangswert zurückgesetzt wird

Zitat

Die Rollkosten sind natürlich vorhanden, denn es muss ja ein Kontrakt geschlossen und ein neuer eröffnet werden und das bedingt natürlich Transaktionskosten und der Spread wird auch jedes mal implizit mitbezahlt.

Was heißt das aber nun konkret für Faktor-Zertifikate? Wie reicht die Emittentin die Kosten welche ihr durch Transaktion+Spread entstehen an mich weiter? Wie du ja auch schreibst, gibt es keinen Basispreis der angepasst werden kann. Und vor allem, wie hoch sind diese Kosten für mich als Anleger (in Faktor-Zertifikate). Kann man das anhand der aktuellen Forward Kurve (grob) ausrechnen? Für KO-Zertifikaten gibt es dazu in den Prospekten eine Formel. Für Faktor-Zertifikate konnte ich bisher nichts dazu finden.

Gibt es hinsichtlich der Höhe der "Rollverluste" die ich als Anleger habe Unterschiede zwischen KO- und Faktor-Zertifikaten?

 

 

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vor 3 Stunden von uang:

Was heißt das aber nun konkret für Faktor-Zertifikate? Wie reicht die Emittentin die Kosten welche ihr durch Transaktion+Spread entstehen an mich weiter? Wie du ja auch schreibst, gibt es keinen Basispreis der angepasst werden kann. Und vor allem, wie hoch sind diese Kosten für mich als Anleger (in Faktor-Zertifikate). Kann man das anhand der aktuellen Forward Kurve (grob) ausrechnen? Für KO-Zertifikaten gibt es dazu in den Prospekten eine Formel. Für Faktor-Zertifikate konnte ich bisher nichts dazu finden.

Gibt es hinsichtlich der Höhe der "Rollverluste" die ich als Anleger habe Unterschiede zwischen KO- und Faktor-Zertifikaten?

 

Es gibt zwar keinen Basispreis aber es gibt einen sogenannten "Strategieindex" und in den werden natürlich auch alle Kosten reingerechnet.

Als simples Beispiel: Der Strategieindex startet beim Wert von 100 und das Faktor-Zertifikat hat einen Hebel von 5. Nehmen wir an, das Zertifikat kostet 20 Euro, dann investiert der Emittent 100 Euro (das 5-fache deines Einsatzes) und für das Fremdkapital stellt er Zinsen in Rechnung, die in den Strategieindex verrechnet werden. Ebenso natürlich die Kosten, wenn ein Future in einen anderen gerollt wird und dadurch Handelskosten entstehen.

Die Rolloverkosten sind immer die selben, das ist nicht produktabhängig. In den Prospekten bzw. auf der Zertifikatewebseite sollten die aktuellen Kostensätze auch ausgewiesen sein für den Strategieindex.

Die Kosten aus der Strukturkurve kannst du auch sehr leicht ersehen, wenn du die Preise der Frontmonate vergleichst. Bist du immer Long in einem Contangomarkt, dann wirst du Geld verlieren und ebenso wenn du Short in einem Backwardationmarkt bist.

Du wirst nur dafür bezahlt werden, wenn du gegen den Markt setzt und damit eine Absicherungsposition einnimmst und nicht dafür, dass du mit dem Markt wettest.

Schließlich müsste der Kassapreis stärker steigen als du für den höheren Futurepreis bezahlt hast, wenn du long bist bzw. stärker fallen als du für den Short erhalten hast in Backwardation.

Das sind aber keine reinen "Produktkosten" sondern marktimplizierte Kosten für das Halten der Position.

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