Das "Kein Verlust"-Depot

178 posts in this topic

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Hallo juse,

 

ein echt ordentliches Depot mit einer hervorragenden Rendite. :thumbsup:

Weiter so. Ich werde mitlesen.

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Finde die Strategie super und überzeugend.

Sind alle aufgelisteten Fonds zu Beginn dieses Themas als Sparpläne bei AVL-ebase zu bekommen? Ich bin bei der comdirect und von den 11 gelisteten Fonds sind gerade mal 4-5 als Sparplan besparbar.

Falls ja, wäre das u.a. ein Grund zu wechseln.

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Finde die Strategie super und überzeugend.

Sind alle aufgelisteten Fonds zu Beginn dieses Themas als Sparpläne bei AVL-ebase zu bekommen? Ich bin bei der comdirect und von den 11 gelisteten Fonds sind gerade mal 4-5 als Sparplan besparbar.

Falls ja, wäre das u.a. ein Grund zu wechseln.

 

Puh, also ganz grob:

 

Lilux Rent - nicht besparbar, Börsenhandel

SEB ImmoInvest - ebase

Lilux II Convert - nicht besparbar, Börsenhandel

Raiffeisen - ebase

abn amro - ebase

 

Templeton Growth Fond -> würde ich jetzt lieber den Lingohr Systematic nehmen - ebase

GAF Major Markets -> ebase

GAF Emerging Markets -> ebase

M&G Global Basics -> ebase

Henderson ImmoAktien -> ebase

DJ Euro Stoxx SelDiv -> ETF, Börsenhandel

 

Alle mit ebase aufgelisteten Fonds sollten dort 100% Rabatt haben.

 

MfG,

juse

 

P.S.: Nicht nachmachen, sondern selber machen. ;)

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@juse

 

Vielen Dank für die Super Erklärung der Alpha-Strategie Umsetzung.

Leider fehlt mir momentan die Konzentration, es genauer zu

durchdenken, vielleicht am Abend mit einer Flasche Wein.

 

mfg,

zbv

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@juse

 

Vielen Dank für die Super Erklärung der Alpha-Strategie Umsetzung.

Leider fehlt mir momentan die Konzentration, es genauer zu

durchdenken, vielleicht am Abend mit einer Flasche Wein.

 

mfg,

zbv

 

zbv, was ist denn gestern rausgekommen - abgesehen von einer leeren Flasche? :D

 

Gruß

-man

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@ -man:

Danke, habs bei einem Gläschen sein lassen.

 

Nun, vom Prinzip her hab ichs kapiert. Finde die Idee

hervorragend. Problematisch dürfte die Auswahl

der passenden Zertifikate sein (evtl. Laufzeiten,

konstanter Hebel, Knock-out Gefahr).

 

Aber welche Indices wählt man? Vielleicht stimmt die Regel

ja grundsätzlich, dass sich ein Performanceindex stets

besser entwickelt als ein Kursindex. Dann wäre das ja

die Lizenz zum Gelddrucken.

 

 

mfg,

zbv

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Die Regel stimmt natürlich nicht grundsätzlich......

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@ -man:

Danke, habs bei einem Gläschen sein lassen.

 

Nun, vom Prinzip her hab ichs kapiert. Finde die Idee

hervorragend. Problematisch dürfte die Auswahl

der passenden Zertifikate sein (evtl. Laufzeiten,

konstanter Hebel, Knock-out Gefahr).

Ist gar nicht so schwierig. Für mich kommen nur Bear-Index-Zertifikate der LBB in Betracht aufgrund des "kostenlosen" Short-Hebels und des "kostanten" Hebels während der Haltedauer. Die 3 Zertifikate auf den EuroStoxx50 laufen endlos (ok, eins läuft nur bis 2016 ;)). Sollte der EuroStoxx50 über 5.000 steigen, dann müsste in den Bear-Index mit Basiswert 7.000 gerollt werden. Sollte der auch geknackt werden, so steht noch eins mit Basiswert 10.000 zur Verfügung.

Das aktuelle Bear-Index mit Basiswert 5.000 hat noch 25% Luft nach oben, das halte ich für ausreichend. Schliesslich braucht diese Strategie auch einen möglichst großen Hebel, damit nicht zuviel Kapital "neutralisiert" wird ... der aktuell gebotene Hebel von 4 ist auch angemessen.

Aber welche Indices wählt man? Vielleicht stimmt die Regel

ja grundsätzlich, dass sich ein Performanceindex stets

besser entwickelt als ein Kursindex. Dann wäre das ja

die Lizenz zum Gelddrucken.

Euro Stoxx 50 Kurs-Index -> EuroStoxx 50 ohne reinvestierte Dividenden (aktueller Stand: 4000)

Euro Stoxx 50 Performance-Index -> EuroStoxx 50 mit reinvestierten Dividenden (aktueller Stand: 5750)

 

Der EuroStoxx 50 hat eine Dividendenrendite von 2,9% p.a. Der Performance-Index steht aber 43% höher als der Kursindex! Allein aufgrund reinvestierter Dividenden ... also wirken Dividenden sich auf einen längeren Zeitraum extrem aus.

 

Ein Vorteil des selbstgebauten Alpha ist, dass auf Long-Seite ein Performance-Index (EuroStoxx SelDiv PF mit fast 4% DivRendite) und auf Shortseite ein Kursindex (EuroStoxx 50 Kursindex) läuft. Diese 4% Dividendenrendite sackt man Jahr für Jahr praktisch "kostenlos" ein und sie sichern die Gefahr von Verlusten der Alpha-Strategie gut ab.

Bei den Emittenten-Alpha-Zertifikaten läuft auf Short-Seite immer der Performance-Index, also laufen dort die Dividenden gegen den Anleger.

 

MfG,

juse

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@juse:

Klafft die Schere zwischen Kurs- und Performance-Index auch in langen Bärenmärkten auseinander, oder nähern sich beide Indices aneinander an? Wenn ja, wäre das dann der Fall mit diesem System ins Minus zu rutschen. Wenn das nie der Fall ist, warum ist dann Dein Depot nicht nur mit diesem System aufgebaut? Das wäre dann ja der Fall eines "Kein Verlust" -Depots.

Schwierigkeiten habe ich noch mit der Absicherung durch den short - ein put 5000 erhält ein immer größer werdenden Hebel, je näher man an die 5000 kommt. Sollte dann der Fall des "Rollen" kommen, investierst Du schlagartig in ein put mit einem sehr viel niedrigerem Hebel. Sollte der Markt dann einbrechen, weiss ich nicht, ob das Zerti den Verlust abdeckt. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, das short durch durch einen ETF-Leerverkauf auf den Kurs-Index abzudecken? Habe nachsicht - ich bin nicht so fit mit ETFs :)

Gruß, rob68

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Hallo, aufwachen. Wieso sollten dividendentitel den Gesamtmarkt systematisch outperformen ?

Ein paar Jahre stoxx sind da sicher keine ausreichende Datenbasis. Macht das ganze mal auf 100 Jahre weltweit.

 

Unterstellt man einen halbwegs effizienten Markt, ist es völlig absurd anzunehmen so eine simple Strategie würde den Gesamtmarkt systematisch schlagen. Denkbar wäre höchstens, dass die Performance vor steuern höher ist, aber nicht nach steuern ( im schnitt ). Dann wäre die Strategie gut für arme Leute wie mich :-).

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Klafft die Schere zwischen Kurs- und Performance-Index auch in langen Bärenmärkten auseinander, oder nähern sich beide Indices aneinander an? Wenn ja, wäre das dann der Fall mit diesem System ins Minus zu rutschen. Wenn das nie der Fall ist, warum ist dann Dein Depot nicht nur mit diesem System aufgebaut? Das wäre dann ja der Fall eines "Kein Verlust" -Depots.

Man muss hier trennen zwischen dem EuroStoxx Select Dividend Index und dem EuroStoxx 50 Index.

Beim gleichen Index (z.B. EuroStoxx 50), nähern sich Kurs- und Performance-Index nie an, die Schere wird immer größer. Das liegt daran, dass die Gewichtung der beiden Aktien immer gleich groß ist in beiden Indices. Die in den Index reinvestierten Dividenden werden auf alle Werte verteilt. Also verfügt der Performance-Index über mehr Kapital. Hier der Chart des Euro-Stoxx 50 als KursIndex (schwarz) und Performance-Index(blau) der letzten 10 Jahre ... der Abstand zwischen beiden wird immer größer aufgrund des Zinsenszinseffekts der bisher reinvestierten Divs und da jedes Jahr 2,9% Divs in den Performance-Index fliessen.

 

Für den Leerverkauf auf ETF muss man direkt bei den Amis handeln (z.B. AMEX).

 

post-3174-1162281429_thumb.png

Schwierigkeiten habe ich noch mit der Absicherung durch den short - ein put 5000 erhält ein immer größer werdenden Hebel, je näher man an die 5000 kommt. Sollte dann der Fall des "Rollen" kommen, investierst Du schlagartig in ein put mit einem sehr viel niedrigerem Hebel. Sollte der Markt dann einbrechen, weiss ich nicht, ob das Zerti den Verlust abdeckt. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, das short durch durch einen ETF-Leerverkauf auf den Kurs-Index abzudecken? Habe nachsicht - ich bin nicht so fit mit ETFs :)

Der Hebel des Bear-Index hängt nur vom Kaufzeitpunkt ab und während der gesamten Haltezeit bis zum Knockout ist dann der Hebel konstant.

Wenn die 5000 erreicht werden, ist das Alpha-System mit 100% long und 0% short investiert. Der Bear-Index mit Basiskurs 7000 hat jetzt Hebel 2,5. Das EuroStoxxSelDiv muss um ca. 28% reduziert und dieser Betrag in das neue Bear-Index investiert werden. Dann kann das Alpha-System weiterlaufen.

 

Hallo, aufwachen. Wieso sollten dividendentitel den Gesamtmarkt systematisch outperformen ?

Ein paar Jahre stoxx sind da sicher keine ausreichende Datenbasis. Macht das ganze mal auf 100 Jahre weltweit.

Der US SelDiv wird seit 1992 berechnet.

1992 S&P 500: +6% US SelDiv +23% (ab Anfang Februar)

1993 S&P 500: +5% US SelDiv: +15%

1994 S&P 500: -1% US SelDiv: +-0%

1995 S&P 500: +34% US SelDiv: +42%

1996 S&P 500: +19% US SelDiv: +25%

1997 S&P 500: +32% US SelDiv: +38%

1998 S&P 500: +26% US SelDiv: +5%

1999 S&P 500: +19% US SelDiv: -4%

 

Was erkennt man? Bis auf 1998 und 1999 war der SelDiv dem S&P500 immer deutlich überlegen ... 1998 und 1999 waren absolute Growth-Boomjahre. Aber bereits 2000 - 2001 sind die "Verluste" wieder reingeholt.

 

2000 S&P 500: -9% US SelDiv: +25%

2001 S&P 500: -17% US SelDiv: +19%

2002 S&P 500: -23% US SelDiv: -19%

 

Für die (Euro) Stoxx SelDiv gibt es erst Daten von Anfang 1999. Die europäischen SelDivs haben sich aber 1999 deutlich besser geschlagen, jeweils fast 50% Performance.

1999 Euro Stoxx SelDiv: +45% Stoxx SelDiv +48.5% DAX +31%

 

SelDivs sind sicher kein Renditekick-Investment, sondern ein Basisinvestment, welches in Boomjahren wahrscheinlich schwächer als der Markt läuft, aber dafür in Schwächephasen ihre volle Stärke ausspielen können.

 

MfG,

juse

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Der US SelDiv wird seit 1992 berechnet.

1992 S&P 500: +6% US SelDiv +23% (ab Anfang Februar)

1993 S&P 500: +5% US SelDiv: +15%

1994 S&P 500: -1% US SelDiv: +-0%

1995 S&P 500: +34% US SelDiv: +42%

1996 S&P 500: +19% US SelDiv: +25%

1997 S&P 500: +32% US SelDiv: +38%

1998 S&P 500: +26% US SelDiv: +5%

1999 S&P 500: +19% US SelDiv: -4%

Bitte bedenken, dass es sich hier um Rendite auf Dollar-Basis handelt und der Dollar die letzten Jahre ca. 40 % gegenüber dem Euro verloren hat.

 

Das ändert natürlich nichts am relativen Vorteil der Dividendenwerte gegenüber dem Gesamtindex.

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Posted · Edited by juse

Ich möchte nochmal kurz den aktuellen Stand meiner Depot-Basteleien vorstellen. Das Ziel ist es, ein Depot zu finden, welches über Jahre (Jahrzehnte) ohne große Umschichtungen auskommt und möglichst jedes Jahr ordentliche positive Renditen generiert.

Gerade im Hinblick auf die steuerlichen Änderungen bezüglich der Abgeltungssteuer, ist eine langfristige Depotausrichtung unabdingbar. Kommt wirklich die Regelung, dass alle vor dem 31.12.08 gekauften Wertpapiere dem alten Steuerrecht unterliegen, sollte man sich bis dahin ein langfristiges Depot aufstellen und dieses am besten auf Jahre (Jahrzehnte) nicht berühren.

Ebenfalls wichtig ist die Konzentrierung auf passive Produkte (ETF), da diese nicht dem Managementrisiko unterliegen. Niemand kann mir garantieren, dass ein aktiv verwalteter Fonds auch die nächsten 10 Jahre noch den Markt schlägt und umschichten in Zeiten der Abgeltungssteuer kostet.

Von daher habe ich fast nur passive Produkte aufgenommen und der Schwerpunkt des Depots liegt im Euroland, um Währungsrisiken zu minimieren und da alle großen Weltmärkte sich langfristig ähnlich bewegen. Größter Vorteil ist die geringe Gebührenbelastung von ca. 0,4% p.a. für das gesamte Depot.

 

Die aktuelle Zusammenstellung:

37% defensive Produkte:

*10% Lilux II Convert

*9% iBoxx Liquid Souvereigns Capped 1,5-10

*9% SEB ImmoInvest

*9% SelDiv-Alpha

 

48% Standardmärkte:

*15% DJ Stoxx 600

*33% SelDiv-Strategie mit folgender Aufteilung: 30% EuroStoxx SelDiv, 25% Stoxx SelDiv, 25% US SelDiv, 20% Asia/Pacific SelDiv

 

15% Schwellenländer:

*7% ISI Far East Equities

*8% ABN Amro Global EM Bonds

 

Mit folgender Performance von 1999-2005:

1999 Depot: +30% DAX: +32%

2000 Depot: +12% DAX: -5%

2001 Depot: +7% DAX: -17%

2002 Depot: -4% DAX: -44% (!!!!)

2003 Depot: +22% DAX: 37%

2004 Depot: +13% DAX: 7%

2005 Depot: +19% DAX: 27%

 

Rendite pro Jahr: Depot.13,8% DAX: 1%

 

Besonders 2001 und 2002 konnte das Depot seine Stärke ausspielen und nahezu alle Verluste auf Jahressicht vermeiden. Die Volatilität liegt auf 5-Jahressicht bei ca. 10%, was ungefähr eine Sharpe-Ratio von 1 für das gesamte Depot ergibt.

Zwar erfolgt bei den Aktieninvestitionen eine Konzentration auf die Value Werte (durch die SelDivs), aber durch das Basisinvestment DJ Stoxx 600 kommt auch der Growth-Teil nicht zu kurz. Bei den EM-Aktien konzentriere ich mich nur auf Asien, da ich diese Nationen die nächsten Jahrzehnte das größte Wachstum zurechne.

 

Dies wird auch mein letztes vorgestelltes Depot hier werden, denn dieses Depot werde ich auch real nachbilden.

 

MfG,

juse

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Hi Juse,

 

verfolge Deine Beiträge ja immer mit Interesse, da das meinen Vorstellungen halt sehr nahe kommt.

 

Wie ermittelst Du eigentlich rückwirkend die Performance von den ganzen ETF's? Etliche davon gibt es doch noch gar nicht so lange. Existiert zumindest der abgebildete Index solange, und wenn ja.... woher krieg' ich die Infos über die zurückliegenden Jahre?

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verfolge Deine Beiträge ja immer mit Interesse, da das meinen Vorstellungen halt sehr nahe kommt.

 

Wie ermittelst Du eigentlich rückwirkend die Performance von den ganzen ETF's? Etliche davon gibt es doch noch gar nicht so lange. Existiert zumindest der abgebildete Index solange, und wenn ja.... woher krieg' ich die Infos über die zurückliegenden Jahre?

Da lacht das Herz des passiven Investors? :)

Das Depot generiert aufgrund der vielen Renten und Value-Werte sehr hohe Ausschüttungen. Was natürlich den Sparerfreibetrag schnell sprengt. Von daher setze ich bei den beiden europäischen SelDivs auf die Zertifikate der HVB.

Sollte die steuerliche Änderung mit der Stichtagsregelung wirklich kommen, werde ich Ende 2008 einen riesen Wertpapierkredit aufnehmen und das Depot massiv austocken. Der Kredit wird wohl in der Höhe sein, dass die Ausschüttungen die Zinsen abdecken. Die Rückzahlung erfolgt dann mittels der monatlichen Sparbeträge.

 

Die ETF Performance bekomme ich von http://www.indexchange.de , in den dort veröffentlichten "Vereinfachten Verkaufsprospekten" steht auf Seite 2 oder 3 die Jahresperformance des Basisindex. Da lassen sich jede Menge Performancedaten binnen Sekunden finden. :)

 

z.B: http://www.indexchange.de/dl/VPEinfach/iBo...vereinfacht.pdf

 

MfG,

juse

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Da lacht das Herz des passiven Investors? :)

 

Ja, wie gesagt, ich seh' das ganz ähnlich..... :) Danke noch mal für die Infos.... hab' mir ja nicht alle Broschüren von den Fonds durchgelesen, die in meinem Depot liegen :w00t: B)

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Hi Juse,

 

also verzichtest Du auf Immobilienaktienfonds und EM-Aktienfonds? Ist schon nachvollziehbar. Langfristig läuft der ABN wahrscheinlich mindestens genauso gut wie der GAF EM.

 

Was entstehen Dir beim Kauf von Lilux, iBoxx und ISI an der Börse für weitere Kosten? Sind die Fonds bei Codi im Livetrading genau wie die Indexchange-ETFs kostenlos handelbar?

 

Gruß,

AMiGA

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also verzichtest Du auf Immobilienaktienfonds und EM-Aktienfonds? Ist schon nachvollziehbar. Langfristig läuft der ABN wahrscheinlich mindestens genauso gut wie der GAF EM.

Emerging Markets Aktien sind ja drin ... der ISI investiert in Asien ex Japan. Nur Osteuropa und Südamerika fehlen. Dafür ist der ABN sehr stark in Südamerika investiert, so dass ich trotzdem vom (hoffentlichen) wirtschaftlichen Aufschwung der Länder profitiere.

Möglichst wenige Komponenten sind das Ziel des Depotaufbaus und da ich es sehr langfristig halten will, nehme ich keine Branchen mit hinein.

Was entstehen Dir beim Kauf von Lilux, iBoxx und ISI an der Börse für weitere Kosten? Sind die Fonds bei Codi im Livetrading genau wie die Indexchange-ETFs kostenlos handelbar?

Der Lilux und der ISI müssen über die Börse erworben werden. Beim Kauf über die Fondsbörsen entstehen normale Orderkosten, wie bei den Aktien. Makler stellen Fondsanteile und Preise, also findet der Handel (zu den gestellten Geld- und Briefkosten) immer statt.

 

MfG,

juse

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Posted · Edited by Laser12

Ich habe mal nachgeschaut, warum Juses Depot mit so hohem Rentenanteil eine vergleichbare Rendite erreicht wie der 2. Entwurf meines Fondsdepots mit 100% Aktienanteil.

Juses Daten auf p.a. umgerechnet:

Jahr	 p.a.	kum.
1999	1,3	
2000	1,12	1,46
2001	1,07	1,56
2002	0,96	1,5
2003	1,22	1,82
2004	1,13	2,06
2005	1,19	2,45
p.a.		13,68%

 

Im Rentenanteil gabe es 2 Sondereffekte, deren Fortsetzung nicht zu erwarten ist.

1. stark fallender Zinstrend seit 1999 haben teilweise hohe Kursgewinne beschert, z. B.

post-2353-1162676698_thumb.png

 

2. gab es bis zu 300% Kursanstieg, nachdem in Asien-, Lateinamerika- und Russlandkrise die Bondkurse auf bis zu 30 % abgeschmiert waren.

post-2353-1162676860_thumb.png

 

Es ist praktisch auszuschließen, dass sich diese Effekte in Zukunft wieder so niederschlagen.

 

Juse, wäre es sehr aufwändig, die Rendite der Bonds auf 7% zu begrenzen, um zu sehen, was dann die letzten Jaher rausgekommen wäre? Ich denke, das Ergebnis dürfte immer noch beachtlich sein.

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Laser, das ganze Leben besteht aus Überraschungen Sondereffekten und Sekt !!

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Posted · Edited by juse

Juse, wäre es sehr aufwändig, die Rendite der Bonds auf 7% zu begrenzen, um zu sehen, was dann die letzten Jaher rausgekommen wäre? Ich denke, das Ergebnis dürfte immer noch beachtlich sein.

Puh, Du verlangst schwieriges. Aber Du hast Recht, es gab einige Effekte, die die Wertentwicklung der Rentenfonds sehr positiv beeinflusst haben.

Aber ein herausrechnen ist eigentlich nicht nötig ... im Jahresschnitt sollte der iBoxx kaum über 6% p.a. liegen. Der Global EM Bond Fonds hat vorallem 1999-2000 sehr stark profitiert, aber er konnte auch die Jahre danach seine Ertragskraft behalten.

Selbst wenn man die Rentenperformance um 1/3 (von 9% p.a. auf 6% p.a.) reduzieren würde, hätte das Gesamtergebnis mit allerhöchstens 2% p.a. gelitten. Also liegt das Depot immer noch deutlich über 10% p.a.

 

Ich teile halt nicht die grundsätzliche Meinung, dass Rentenfonds immer die Performance ausbremsen. ;) In der richtigen Kombination können sie gleichzeitig sichernd und performant wirken. Der Grund für die gleiche (bessere) Performance wie reine Aktienanlagen im Zeitraum 99-05 ist einfach ... die schweren Krisenjahre 01 und 02 haben die Performance der Aktienfonds dramatisch verschlechtert. Daher auch mein persönliches "jedes Jahr mit Gewinn abschliessen"-Ziel.

Um einen Verlust von 30% (wie ihn wohl die meisten Aktienfonds 2002 hatten) auszugleichen, braucht man eine Rendite von ca. 45%. Gelingt es mir aber den Verlust durch vernünftige Kombination von Renten und Aktien auf 10% zu begrenzen (das würde ich als maximalen Jahresverlust dieser Zusammenstellung sehen), dann reichen schon 11% Rendite zum Ausgleichen des Verlustes.

Dazu kommt der Rückgang der Volatilität des Gesamtdepots von ca. 15%-17% (reine Aktienfondsanlage) auf ca. 10%. Das ist ein wichtiger Faktor für den ruhigen Schlaf. ;)

 

MfG,

juse

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jo juse,

 

aber ist es nicht richtig, so sehe ich jedenfalls meine anlagepolitik, in schlechten aktienjahren guthaben aus den rentenfonds/tagesgeldkonten zum teil in aktienfonds umzuschichten?

 

so kann man doch seine verluste, indem man zu sehr günstigen kursen einmalzahlungen tätigt und dadurch mehr anteile erwirbt, wesentlich schneller wieder weg machen, bzw. der umkehreffekt ist ja dieser, daß bei wieder steigenden aktienkursen der turbo einsetzt.

 

 

reales beispiel:

 

mein bruder hat im jahre 2000 tausend DM in nem globalen aktienfonds einmalig investiert zu einem preis von ca. 60 / je anteil.

 

als im anschluß die kurse drastisch vielen habe ich ihm angeraten seinen fonds noch wenigsten mtl. mit nem hunderter weiter zu besparen, um günstig einzukaufen. somit hat er bis dato seinen durschnittsanteilspreis auf ca. 45 reduziert, um seinen einstandswert wieder raus zu bekommen. sein fonds ist auch leicht drüber, also im plus. hätte er nicht mtl. eingezahlt, dann wäre er immer noch deutlich mit ca. 25 im minus.

 

und wenn er jetzt noch damals kohle in tagesgeld, oder rentefonds gehabt hätte, um in den schwächephasen mal nen tausender zwischendurch in seinen fonds zu pumpen, dann würde er sich heute nicht über ein wenig plus freuen, sondern um einen ordentlichen gewinn.

 

 

gruß blue...

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aber ist es nicht richtig, so sehe ich jedenfalls meine anlagepolitik, in schlechten aktienjahren guthaben aus den rentenfonds/tagesgeldkonten zum teil in aktienfonds umzuschichten?

Fehler Nr. 1 an der Börse ... Verlustgeschäften noch Geld hinterher zu werfen, um den Einstandskurs zu verringern. Würde ich (eigentlich) niemals machen, kaufe grundsätzlich nur Anlagen nach, die im Plus sind. Niemand kann mir garantieren, dass die Anlagen auf absehbare Zeit wieder ins Plus drehen.

Natürlich hängt das auch von der Art des Fonds ab ... ist es ein defensiver Value-Fonds, dann könnte man schon eher Geld nachpumpen, aber bei Hype-Branchen ist sowas absolut tabu.

Ausgenommen sind natürlich Sparpläne oder das Strecken einer Investition über mehrere Käufe.

und wenn er jetzt noch damals kohle in tagesgeld, oder rentefonds gehabt hätte, um in den schwächephasen mal nen tausender zwischendurch in seinen fonds zu pumpen, dann würde er sich heute nicht über ein wenig plus freuen, sondern um einen ordentlichen gewinn.

Ich kann den Börsenverlauf überhaupt nicht einschätzen. Mein Ziel ist das laaaaangfristige Halten von Beständen. Gerade im Hinblick auf die drohende Abgeltungssteuer (und bei der oben beschriebenen Übergangsregelung), wird eine extrem langfristige Depotausrichtung für steuer-spar-orientierte Anleger faktisch zur Pflicht.

 

MfG,

juse

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In letzter Zeit tauchen ständig Threads mit Depotvorstellungen auf, bei denen die Strategiedarstellung im Regelfall eher dünn ist. Bei einem solchen Threadbeginn ist dann die reflexmäßige Beantwortung mit immer wieder den gleichen 5-6 Standardmodefonds anscheinend unvermeidbar.

 

Wer sein Depot vorstellen möchte - immer her damit. Aber wenn, dann bitte so ausführlich, dass Standardantworten mit den immer gleichen Fonds dazu nicht passen. Sonst wird es irgendwann langweilig.

 

Da die Vorstellung von juse eine wohltuende Ausnahme ist, poste ich die Kritik mal hier - in der Hoffnung, dass es gelesen wird, dann weniger auftritt und sich keiner gleich persönlich angegriffen fühlen muss, der gemeint sein könnte.

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Posted · Edited by juse

Da die Vorstellung von juse eine wohltuende Ausnahme ist, poste ich die Kritik mal hier - in der Hoffnung, dass es gelesen wird, dann weniger auftritt und sich keiner gleich persönlich angegriffen fühlen muss, der gemeint sein könnte.

Meist Du, es bringt etwas? Das mit den Standard-Depots stört mich inzwischen nicht mehr wirklich. Nerviger sind dagegen immer neue Threads zum gleichen Thema (z.B. Stopp-Loss, Rentenfonds vs. Aktienfonds), obwohl das schon 100x diskutiert wurde. Auch diese Fonds1 vs. Fonds2 Threads sind genauso sinnlos. ;)

Die meisten (neuen) Nutzer sind halt lesefaul und eröffnen lieber einen neuen Thread als mal die Suchfunktion zu benutzen ...

 

Naja, ich habe nochmal bisschen gebastelt und noch die Assetklasse Rohstoffe hinzu genommen. Der Commodity Alpha Op - A0F6DV investiert direkt in Rohstoff-Futures und wird von Tiberius verwaltet. Diesen Fonds bitte nicht mit Aktienfonds auf Rohstoff-Aktien verwechseln, er unterliegt keinem Aktienrisiko. Zwar ist der Fonds sehr teuer, aber den ganzen Standard Indices RICI, GSCI, ... deutlich überlegen. Außerdem ist das Reporting wirklich erste Sahne. Im hochkomplexen Bereich der Rohstoff-Futures geht es derzeit nicht ohne aktives Management.

Hier der 1-Jahresvergleich des Fonds (schwarz) mit dem RICI (blau) und dem GSCI (grün) in USD: http://tinyurl.com/y7ndpb

Zu dem Bereich Rohstoffe nehme ich noch den neuen Tiberius Exploration Fonds - A0J3UF als kleine Position hinzu. Dieser Fonds investiert in Rohstoff-Explorer und wird von Dr. Berlenbach beraten. Sozusagen als kleiner Renditekick. ;)

 

22% Standard-Euro-Bonds ETF + SEB ImmoInvest

37% SelDiv-Strategie mit Schwerpunkt Europa

10% Lilux II Convert

17% Emerging Markets mit ABN Amro Global EM Bond und ISI Far East Equities

14% Rohstoffe mit dem Commodity Alpha Op und Tiberius Exploration Fonds

 

Ich denke, dieses Depot sollte sehr ausgeglichen sein, die jährlichen Kosten etwa 0,7% betragen. Etwas nachteilig ist die "hohe" Dollarabhängigkeit mit 9% US SelDiv, 6% Asia/Pacific Seldiv und 10% Commodity Alpha Op.

Bevor Fragen kommen, wo man die Tiberius Fonds handeln kann, die gibts bei ebase, zumindest über AVL.

 

MfG,

juse

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