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geldvermehrer

Ist der Aktienmarkt phasenweise irrational?

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geldvermehrer
Posted
Am 23.5.2024 um 22:45 von Trap Jaw:

Aber wieso muss es ein Vergleich des Kaufs am ATH und bei -50% im Crash sein?

Es würde auch reichen, einen teuren Markt am ATH mit längeren Rekordrenditen zu nehmen und diesen mit einem Markt zu vergleichen, der seit Jahren dahin dümpelt und mittlerweile sehr günstig ist oder?

Die Frage ist also eher, ob man an ein Reversion to the Mean & eine zusätzliche Prämie für antizyklisches Handeln glaubt und gleichzeitig der Überzeugung ist, zu erkennen, in welchen Marktphasen diese Prämie abzugreifen ist.

Du hast schon Recht, aber ich würde dennoch gerne diesen "extremeren" Vergleich als Grundlage der Diskussion beibehalten.

"Man" gibt es mindestens EINEN in Form von Andeas Beck.

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Trap Jaw
Posted · Edited by Trap Jaw
vor 58 Minuten von geldvermehrer:

"Man" gibt es mindestens EINEN in Form von Andeas Beck.

Du meinst den Andreas Beck, welcher es nötig hat, sein Produkt ähnlich wie Frank Thelen mit gefakten Benchmarks zu beschönigen?

Kursindizes (Beck) oder Indizes mit anderen Währungen (Thelen) für das Werbematerial benutzen, um den eigenen Fonds weniger schlecht dastehen zu lassen? Ne danke, solchen Marketing-Kaspern sollte man eher nicht viel Aufmerksamkeit schenken. Mitleid mit denen, die solche Produkte kaufen und den Machern die Hosen vollstopfen.

 

  • Ich behaupte nicht, dass es kein Reversion to the Mean gibt. 
  • Ich bin nur der Überzeugung, dass eine Anlagestrategie, welche überstark auf Reversion to the Mean basiert, wie so vieles klappen oder auch ziemlich in die Hose gehen kann. Weshalb? Weil der eigene Anlagezeitraum nicht immer sicher ausreichend ist, um diese Prämie abzugreifen. Wäre es anders, wäre es ein Free Lunch. Jeder müsste simpel nur immer das kaufen, was gerade eingebrochen oder längere Zeit schlechter gelaufen ist als der Rest. Schön wärs!!!:rolleyes::dumb:
  • Die von Beck immer beworbene Antizyklik-Prämie oder das hier erwähnte, günstigere, risikolosere, renditestärkere Kaufen im Crash ist eine ähnliche Geschichte und taktisch ein uralter Hut, der aber risikobereinigt schon damals nichts Besonderes war.
  • Ja, sofern man den ganzen, weltweiten Aktienmarkt mit allen Ländern, Sektoren benutzt, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass das im Anlagezeitraum funktioniert und am Ende eine Art kleine Bonusrendite herausspringt und trotzdem war dies auch rückblickend nicht ohne zusätzliches Risiko möglich. Nur will man das im prima Rückblick nicht sehen, dass risikobereinigt da trotzdem kein mords Geschäft zu holen war. 
  • Mein Beitrag mit EM und Japan oben sollte etwas die Augen öffnen in der Hinsicht und nebenbei betonen, dass diese Spielchen (Reversion to the Mean, Antizyklik-Prämie, Crash-Vorteil-Käufe) schon bei regionalen Konzentrationen nicht zuverlässig bis sehr schlecht funktionieren. Bei sektorbasierten Käufen, z.B. der Hoffnung, dass es eine Art Free Lunch gäbe, sofern man einen abgestürzten MSC World Energy Sektor nachkauft, ist es genauso. Dass es bei Einzelaktien in Richtung Casino geht, sollte überflüssig sein, betont zu werden. Allerdings bin ich mir da selbst im WPF nicht mehr sicher, wenn ich hier die Gedankengänge einiger Stock Picker lese. Daher äußere ich mich besser nicht zu Posts wie von User @dev :(.

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LongtermInvestor
Posted

The results show very powerful mean-reversion across nearly every market. While the difference between the average annual returns in the UK and the annual returns following a top or bottom quartile trailing five-year performance were negligible (partially due to the sustained bull market after the incredible lows of 1973-1974), there was significant underperformance in each of the other five markets following a five-year period of outperformance. Oddly enough, there seemed to be little return advantage to investing following a period of poor performance relative, but it should still be noted that the average five-year return following a period of poor performance was greater than the average five-year return over the entire time frame in every single country.

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Trap Jaw
Posted · Edited by Trap Jaw
vor 42 Minuten von LongtermInvestor:

The results show very powerful mean-reversion across nearly every market. While the difference between the average annual returns in the UK and the annual returns following a top or bottom quartile trailing five-year performance were negligible (partially due to the sustained bull market after the incredible lows of 1973-1974), there was significant underperformance in each of the other five markets following a five-year period of outperformance. Oddly enough, there seemed to be little return advantage to investing following a period of poor performance relative, but it should still be noted that the average five-year return following a period of poor performance was greater than the average five-year return over the entire time frame in every single country.

Na dann.

Umswitchen auf 

5% Nordamerika

25% Europa 

30% Pazifik

40% EM

:thumbsup:

(Ich werde es nicht tun;))

 

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geldvermehrer
Posted
vor 2 Stunden von Trap Jaw:

Ja, sofern man den ganzen, weltweiten Aktienmarkt mit allen Ländern, Sektoren benutzt, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass das im Anlagezeitraum funktioniert und am Ende eine Art kleine Bonusrendite herausspringt und trotzdem war dies auch rückblickend nicht ohne zusätzliches Risiko möglich. Nur will man das im prima Rückblick nicht sehen, dass risikobereinigt da trotzdem kein mords Geschäft zu holen war. 

Erstmal danke dir für deine Zeilen, nur um die "Welt-AG" geht es.

Die Wahrscheinlichkeit, mehr Rendite abgreifen zu können, erhöht sich also nach einem 50% Einbruch, prima:thumbsup:

....nicht ohne zusätzliches Risiko.... Das ist die Frage, nehmen wir doch das bekannte Sharpe Ratio als Risikomaß (umstritten, aber an dieser Stelle ohne Bedeutung).

So gut wie du kann ich es nicht auf den Punkt bringen, aber ich versuche es.

Verbessert sich die Sharpe Ratio eines ACWI bei Kauf nach Kurseinbruch von 50% vom letzten ATH auf Sicht von 5 Jahren?

 

 

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